Fliesen bohren

Bohren in Fliesen

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Z.B. für 6 mm Fischer Dübel: (sind die besten!) Man benötigt einen 6mm HSS-Eisenbohrer, einen 6mm Steinbohrer u. wenn möglich eine elektronisch reglbare Schlagbohrmaschine.

Ans Werk

  1. Das zu bohrende Loch mit Blei- od. Filzstift anzeichnen.
  2. Durch den angezeichneten Punkt oder Kreis mittig ein Fadenkreuz ziehen (Striche sollten 3-4 cm lang sein).
  3. Dann einen klaren Tesa-Band-Streifen (3-4 cm breit, ca. 4 cm lang) darüber kleben. Hat man nur schmales zur Hand, wird dieses nebeneinander u. leicht übereinander geklebt. Es dient dazu, dass man mit dem Bohrer auf der glatten Fliesenoberfläche nicht abrutscht, passiert ganz schnell u. dann läuft über die Fliese eine nicht mehr zu rapariernde Frässpur! (Wer kennt das nicht?!)
  4. In die Bormaschine den 6mm EISENBOHRER spannen (der Steinbohrer kommt später).
  5. ACHTUNG: Bohrmaschine NICHT auf SCHLAGEN stellen, da sonst die Fliesenlasur splittert!
  6. Bohrer mittig auf Fadenkreuz setzen. Bei stufenloser Reglung ganz langsam anfangen zu Bohren. Ohne Regelung, auf niedrigste Umdrehung stellen, od. Bohrmaschine stoßweise EIN/AUS-schalten, damit die volle Umdrehung nicht sofort errreicht wird.
  7. Immer darauf achten, dass man die Bohrmaschine in einem rechten Winkel zur Wand hält, dabei einen nicht gar zu starken Druck ausüben, da sonst der Bohrer so heiß wird, dass er ausglüht. Damit dies nicht passiert, zwischendurch den Bohrer mit kaltem Wasser abkühlen (im Glas/Tasse/Büchse).
  8. Wenn die harte Lasur der Fliese ganz durchbohrt ist, kommt die weichere Schicht der Fliese (erkennbar am (meist) roten Bohrstaub). 
  9. Nun kommt der Steinbohrer zum Einsatz und die Bohrmaschine wird auf SCHLAGEN gestellt. Bohrmaschine stehts im rechten Winkel halten, denn beim Schräghalten/Verkanten kommt es leicht zum Aussplittern der Fliese.
  10. Das Loch etwa 1/2-1cm tiefer als Dübellaenge bohren. Mit Staubsauger (Polsterdüse) das Bohrloch aussaugen.
  11. Dübel fliesenbündig einschlagen. Tesaband entfernen. Bleistift mit Lappen + Spucke, Filzstift mit Lappen und/oder Spucke/Nagellackentferner abwischen.
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25 Kommentare


#1 CeKaDo
18.5.04, 08:20
Das erste kleine Loch, um den Bohrer zu fixieren, kann auch einfach mit einem guten Schraubendreher reingepopelt werden.

Wer also kein Tesa zur Hand hat, oder auch damit immer wieder abrutscht, ist oftmals mit der "Schraubendreher-Variante" besser bedient. Kurz und schmerzlos mit der scharfen Ecke drehend die Oberfläche ankratzen und dann den Steinbohrer LANGSAM drehen lassen.
#2
24.5.04, 23:05
genau,vielzu kompliziert die Beschreibung,ich nehm ne Hartmetall_Reissnadel,nen bissel drehen oder so und dann langsam mit nem scharfen HM Bohrer ohne viel druck bohren...fertig
#3
27.5.04, 13:53
unbedingt auf nen gut angeschliffenen bohrer achten, am besten einen, der noch nicht nachgeschliffen ist- sonst verläuft er zu leicht
#4 ulisa
8.6.04, 23:11
Ziemlich umständlich, die ganze Aktion. Ic bohre Fliesen mit einem normalen Steinbohrer, den ich ein klein wenig scharf geschliffen habe. Zum Anbohren mache ich mit einem Stahlnagel und einem Hammer ein kleines Loch in die Glasur (man muss nur vorsichtig schlagen, damit die Glasur nicht großflächig abspringt, also mit Gefühl schlagen). Dort setze ich die Spitze des HM-Bohrers an und bohre langsam ohne Schlag die gesamte Fliese durch. Hat bisher immer funktioniert.
Ich will damit jetzt nicht den Tip verreissen, für ängstliche oder unsichere Naturen, mag er sehr gut sein, aber mit ein wenig Selbstbewusstsein, kann man sich jede Menge Arbeit ersparen.
#5 Alex
17.11.04, 22:52
Leute, was macht ihr bloß für Umstände... Es gibt spezielle Fliesenbohrer!

Die sehen so ähnlich aus wie eine kleine rechteckige Platte, die auf eine Achse geschweißt ist, und die am Ende angespitzt ist. Sollte jeder anständige Baumarkt haben. Damit fräst man ohne Schlag durch die Fliese bis in den Putz und bohrt dann mit einem normalen Schlagbohrer weiter. Das geht ruckzuck und ohne jede Gefahr für die Fliese, und Ankörnen des Loches ist nicht nötig - der Bohrer ist so scharf, daß er von selbst schneidet.
#6
20.1.05, 00:41
kleiner tipp noch dazu:
-nehm von anfang an den steinbohrer, ohne schlag, und dann langsam mit der drehrichtung links !! die oberfläche der fließe durchbohren. wenn die oberflächenspannung durchbrochen ist dann kann man sehr beruhigt und auch relativ schnell mit rechts-gang und schlag das loch fertig bohren ...
#7 Spülman
22.1.05, 21:08
und die Fliesen sind im Arsch, bei ner Mietwohnung kann das zu Problemen beim Auszug führen.Am besten zwischen in die Fliesenfugen bohren.Kann man später die Löcher wieder beseitigen
#8 Gompy
24.1.05, 13:49
Das mit dem Tesaband: quatsch! Einfach mit einem Stahlnagel und Hammer ein winziges loch in den Fliesen hämmern oder ticken. Dann vorsicht mit dem Steinbohren anfangen. Jahrelang erprobt.
Allgemein: Löcher in Sandstein und andere weiche Steinen, einen Millimeter kleiner bohren. Das loch leiert oft etwas aus, und der Dübel greift nicht fest.
#9
30.1.05, 08:15
Löcher in die Fliesen bohren? Ihr wohnt wohl alle zur Miete.
Wenn irgend möglich setzt man die Dübellöcher zwischen die Fliesen in die Fugen. Dort können die Löcher später wieder mit Fugenkitt verschlossen werden und man sieht nichts mehr von der Aktion. Euer Nachmieter und der Vermieter werden es Euch danken.

Grüße
Hans-Dieter
#10 mirkodb
17.4.05, 11:58
Mein Kopf tut weh, wenn Ihr keine Stufeneinstellbare Bohrmaschine habt, und kein scharfen Steinbohrer laßt es lieber ein Fachmann machen oder der dafür ein Gefühl hat (Papa), denn nicht jede Fließenwand ist gleich !!!
Es grüßt euch ein Installateur, der schon tausende mal durch Fließen bohren mußte!
p.s. es gibt auch Fließen, die sind so hart gebrannt, da liegen selbst meine Nerven blank (also nicht nur die Lasur, sondern auch die dahinter liegende Schicht) @tiscali.de
#11 Murphy
22.4.05, 12:32
2 Anmerkungen:
1. Ich körne die Glasur der Fliesen mit einem entsprehenden gegenstand an (dafür gibt es Metall-Körner).
2. In die Fugen bohren ist m.E. keine super idee, das lockert sich und wenn man Pech hat, platzen beim Bohren gleich mehrere benachbarte Fliesen.
#12 erik
26.4.05, 18:43
Wer hat Dir denn erzählt, dass ein HSS-Bohrer für harte Schichten besser geeignet sein soll, als einer mit angelöteten Hartmetallschneiden (f. Beton u.Ä.)??? Was ist wohl härter? Stahl oder Keramik?
#13 Thorsten
14.5.05, 14:52
Immer öffter sieht man im guten Werkzeugfachhandelhandel sog. "ALLMAT"-Bohrer. Die eignen sich ausgezeichnet ohne Schlag für Glas, Stein, Metall, Fliesen, Kabel und Wasserleitungen ;-)
#14 klausbege
22.8.05, 17:01
..soviele Ratschläge, nun noch meiner: Kein Tesafilm, keinen Metallbohrer. Anstelle von Tesa Malerkrepp, anstelle des Metallbohrers einen vernünftigen (nicht abgearbeiteten) Steinbohrer, eine BM mit Drehzahlregler. Den Bohrer auf den vorher angezeichneten Punkt auf dem Krepp ansetzen, gut fixieren und los geht's. Wer das nicht kann, sollte nicht in Fliesen bohren...
#15 Rudi
10.9.05, 01:12
Ich gebe MIRKODB volles Recht!!! Ich bin seit 20 Jahren Installateur und habe so ziemlich jeden Steinzeug-Untergrund durchbohrt. Meine Erfahrungen bestehen auf drehzahlgeregelte Bohrmaschienen mit pneumatischem Schlagwerk:
Fliesen mit einem Körner "leicht" ankörnen --> mit einem Steinbohrer ohne Schlag langsam anbohren --> ist die Glasur auf Bohrerstärke durchbohrt kann mit 700 bis 1000 UpM weitergebohrt werden. WICHTIG: Ich führe die Maschine , nicht anderst herum!!! --> je nach Untergrundkonsistenz der Fliese bzw. der Lage des Bohrloches auf der Fliese, muss entschieden werden ob mit oder ohne Schlag weitergebohrt wird. U.A ist es auch entscheidend ob die Fliese geklebt oder "in den Speiss gelegt" wurde. Ist es eine gemauerte Wand oder sogenannter Trockenbau (mit Rigips oder Fermacelplatten). Lasst es am besten jemanden machen der etwas Ahnung davon hat (vorallem in Mietwohnungen den Vertrag durchlesen bzw. den Vermieter fragen, ob an bezeichneter Stelle gebohrt werden darf. Es könnten auch Rohre oder elektrische Leitungen in der Nähe sein). Klebeband und gute teure HSS-Bohrer machen wenig Sinn bzw. sind danach stumpf oder ausgeglüht.
#16
7.11.05, 22:07
brauchst keine klebeband+nur den steinbohrer.anzeichnen,körner schlagen+langsam ohne schlag bohren,durch die fliese durch dann denn schlag einstellen,viel schnell
#17 Max
1.3.06, 01:17
Wenn man handwerklich auch nur etwas geschickt ist, dann reicht auch eine Hilti mit normalen Bohrer für Stein.
Warum so einen Heckmeck um ein Loch in eine Fliese zu bohren?
Ohne Schlag anbohren und wenn man durch die Fliese gebohrt hat, dann mit Schlag bohren.
Hatte noch nie Probleme damit, geschweige denn irgendwelche "Frässpuren"
#18 die mary
16.2.07, 09:01
geht's eigentlich noch umständlicher!?!? da müsste mir ja echt ein bein fehlen, wenn ich das so machen müsste. im baumarkt gibbet ganz tolle keramo-bohrer. sind zwar ein bissl teurer als stein- oder holzbohrer usw. aber ne gute investition. kein abkleben mit tesa oder sonst irgendwelchen unnötigen aktionen. einfach gefühlvoll mit dem fliesenbohrer durch die lasur und wenn man das einmal geschafft hat, muss man sich schon sehr dämlich anstellen, damit noch was schlimmes passiert. musste nach der sanierung meines badezimmers viele löcher in die fliesen bohren und es mit dem keramo nie was passiert. und ich bin auch nicht unbedingt ne super-handwerkerin.
#19 Dirk
21.2.07, 17:41
... ich habe ein Haus gebaut und mir nicht zugetraut, selbst in die Fliesen zu bohren. Mein Elektriker hat ne Hilti mit Steinbohrer, ohne Schlag anfangen, dann voll rein dübeln...

Mein Installateur machte es anders, nämlich mit Glasbohrer (!) und Akkuschrauber. Und natürlich viel Gefühl, meinte er...
#20 Holger Jandt
25.4.07, 17:40
Vergiss alle Tipps hier und besorge dir einen anständigen Bohrer: einen Glasbohrer/Fliesenbohrer, der die Form einer Pfeilspitze hat. Kostet ca. 8,00 Euro, meiner kam aus einem großen Baumarkt (Fa. Lux - Bestellnummer 563005 für 5mm). Alle anderen Bohrer (Eisen oder Stein) haben sich und mich zur Weißglut gebracht - es dauerte 10 Minuten für eine einzige Bohrung, die auch noch zerfranzt aussah. Mit Glasbohrer: wie Butter, sauber, 10 Sekunden!
#21 Christian
4.5.07, 17:12
Hat jemand einen Tipp wie man etwas größere Löcher in Fliesen bekommt, die noch nicht an die Wand geklebt wurden (z. B. Löcher für Wascharmaturen)?
#22 mhd
16.12.07, 11:11
Es ist ganz einfach ein "Schmarn" was Bertico da geschrieben hat. Mit einem "Eisenbohrer", er meint wohl Stahlbohrer kann man keine Fliesen anbohren. Die oberste glasierte Schicht ist viel zu hart. Das ist als wollte ich mit einem Kuchenteig in Holz bohren. Richtig ist vielmehr mit einem Steinbohrer ohne "Schlag" langsam anbohren, damit der Bohrer nicht verläuft, Stelle vorher mit Klebeband abkleben, nachdem die glasierte Schicht durchbohrt ist, kann vorsichtig mit Schlag weitergebohrt werden. Fliesen mit Härte über 5 sollten mit einem Diamantbohrer ohne Schlag gebohrt werden. Dann klappst auch mit dem Fliesenbohren. mhd
#23 G.F.
2.7.08, 16:24
Der Verkaufsberater im ersten Baumarkt hat mir einen Universalbohrer verkauft. War ein Mist. Im zweiten Baumarkt habe ich dann Fliesenbohrer gesehen und gekauft. Mit denen ging es viel, viel besser.
#24 AndOrth
13.1.10, 15:28
Den Metallbohrer könnt ihr nach soner Aktion gleich entsorgen.
#25 MSHexe
6.8.10, 18:40
Der Tipp mit dem Fliesenbohrer war prima! Hat gut funktioniert, vorher mit Klebestreifen beklebt, damit der Bohrer nicht verrutscht. Jetzt hält die Dusche!
Danke. Übrigens: Mit einem Metallbohrer bohrt man sich echt nen Wolf...und es dauert ewig.
Gruss Marion

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