Eine Mouclade ist ein Miesmuschelgericht in einer wunderbar würzigen, cremigen Sauce. Bei uns ist ja gerade die Miesmuschelsaison, so kann man dieses Gericht gut ausprobieren.
Zutaten:
- Pro Person 500 g Miesmuscheln
- Gewürze: Salz, Pfeffer, Lorbeer, Zitrone, Curry
- 1 Eigelb
- 4 EL Mehl
- 100 g Butter
- 1 Glas Weißwein
- 1 Möhre, 1 Stück Sellerie, 1 Zwiebel, 1 Stück Lauch
- 2 EL gehackte Petersilie
- 300 ml Creme fraîche
- 1/2 L gesiebte Kochflüssigkeit
Zubereitung
- Die Miesmuscheln werden nach dem gründlichen Säubern und Aussortieren der beschädigten Exemplare in Salzwasser mit Wurzelgemüse und einem Glas Weißwein gekocht, bis sich alle geöffnet haben. Die Ungeöffneten würde ich lieber wegwerfen, die sind nicht mehr gut.
- Für die Sauce schmilzt man 100 g Butter in einem großen Topf, rührt 4 EL Mehl unter und unter ständigem Rühren einen halben Liter der gesiebten Kochflüssigkeit sowie langsam 300 ml Creme fraîche. Man würzt mit Meersalz, Pfeffer, gehackter Petersilie sowie dem Saft von einer Zitrone und einem EL Curry. Zum Schluss, wenn es nicht mehr kocht, legiert man mit einem Eigelb.
- Die Muscheln werden in Frankreich so serviert: man lässt sie in einer halben Muschelschale, legt die Muscheln auf tiefe Teller und begießt sie mit der Sauce. Ihr könnt euch denken, dass man dann natürlich die Finger voll Sauce hat, was zwar viele urig finden - aber manche auch abschreckt. Es ist also einfacher, alle Muscheln aus ihren Schalen zu lösen und dann mit der Sauce in einem Topf zu servieren.
- Viel Brot dazu, damit man den letzten Rest auftupfen kann. Und natürlich einen Ricard mit Wasser dazu!
Da muss man durch - ist eben wie mit Hummer und Austern und selbst Hähnchen :-)
Das Auslösen und auch das Entfernen einer Schalenhälfte finde ich auch zu umständlich, ich würde jedem ein Schälchen mit der Soße hinstellen zum "dippen". Und eine große Schüssel für die Schalen.
In unserer Region liegen um diese Jahreszeit sogar bei Netto und Aldi Miesmuscheln aus Holland in der Kühltheke, vorbildlich gesäubert und so frisch, dass ich sie neuerdings "unbesehen" in den Kochtopf kippe (Riieesiko, ich weiß!).