Miete senken

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Viele Mietwohnungen werden laut Mietvertrag mit falschen m²-Zahlen angegeben, besonders bei Dachgeschosswohnungen mit Dachschrägen ist das Ausmessen für Laien oftmal schwierig.
Deswegen: von einem Gutachter die nutzbare Wohnfläche ausmessen lassen und mit dem Mietvertrag vergleichen.
Falls die im Mietvertrag angegebene Mietfläche zu hoch angegeben ist, kann man rechtliche Schritte einleiten und sich einen Teil der letzten Mieten zurückholen und/oder eine Mietminderung verlangen.
Welches Gericht dafür zuständig ist, weiß ich leider nicht, also im Fall des Falles einen Anwalt aufsuchen.

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13 Kommentare


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#1 Flopp
5.5.07, 19:50
Bei Dachschrägen gilt die Formel wie bei einem Dreieck. Höhe bis 2,30 Meter.
Alle anderen Flächen x 0,75.
Jedoch würde ich vorher mit meinem Vermieter reden, sonst kann es sein dass man auszieht !
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#2 BiGDaddy
6.5.07, 05:01
Nochmal etwas genauer: Raumhöhen mit mind. 2m zählen zu 100%, mid.1m bis 2m zu 50% und unter 1m zählt gar nicht. Ein Balkon in der Regel zu 25% manchmal aber zu 50% (bei GANZ besonderer Ausstattung etc.) Türnischen, Flächen unter Treppen in der Wohnung zählen nicht, wohl aber Einbauschränke, Badewannen, Türschwellen, Fuß und Sockelleisten. Für eine Mietminderung muß die Abweichung mehr als 10% betragen, für eine Neuberechnung der Nebenkosten gibt es dagegen keine Mindestgrenzen. Extratip: Mieterverein fragen! Gibts in jeder größeren Stadt in Deutschland.
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#3 anna
16.5.07, 14:55
Es gibt mittlerweile verschiedene Möglichkeiten (2 verschiedene), die Fläche zu bemessen, die allesamt möglich und anerkannt sind, u.U. aber zu unterschiedlichen Flächen führen. Kommt halt drauf an, nach welcher Methode der Vermieter gemessen hat...

Mein Vorschlag ist auf jeden Fall: Erst die Fläche selbst nach beiden Methoden berechnen, dann mit dem Mietvertrag abgleichen, schließlich ggf. (also bei Abweichung) den Vermieter damit konfrontieren. Ich würde persönlich einen Anwalt erst dann aufsuchen, wenn der Vermieter nicht einsichtig ist.

Zuständig müsste vermutlich das Amtsgericht sein - das ist grundsätzlich dann der Fall, wenn der Streitwert 5000 Euro nicht übersteigt.
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#4 Ralf
27.5.07, 15:15
Das ist ziemlich unausgegorener Quatsch.
Die im Mietvertrag angegebene Größe ist ein Richtwert! Nur bei GROBER Abweichung lässt sich daraus eine Mietminderung ableiten.
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#5 fred
29.7.07, 22:01
klasse! um vielleicht ein paar Euro monatlich zu sparen soll ich einen Gutachter beauftragen? Und wer bezahlt diesen Gutachter? Wer bezahlt den Rechtsanwalt? Ich glaube hier wird mit Kanonen auf Spatzen geschossen. Ich unterschreibe einen Mietvertrag erst, wenn ich die Wohnung gesehen habe. Und da lautet mein Motto gemietet wie gesehen.
Sorry
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#6 Marco Schröder
30.8.07, 10:01
Das stimmt nur bedingt, denn eine 10% höhere qm zahl ist erlaubt und muss vom mieter akzeptiert werden. Also bevor hier jemand zum "Gutachter" und zum Anwalt rennt erst einmal Zollstock anlegen und selbst überprüfen ob sich der finanzielle Aufwand lohnt.
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#7 Guido
15.9.08, 16:24
selbst wenn die qm falsch angegeben sind, hat man keine Möglichkeit auf eine Rückerstattung. Lediglich für die Folgezeit zahlt man die richtige Miete. Bis 10% Abweichung ist laut Gesetz regulär. Man bedenke, bei großen Dachgeschosswohnungen z.B. 80 qm ist eine Abweichung von 10% 8 qm...

Richtig Ralf, eine Mietminderung aber befreit nicht von tatsächlicher Nachzahlung.
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#8 isi
2.5.09, 18:37
also, mit dem begriff "Richtwert" wäre ich vorsichtig, ich bin vor einem jahr ausgezogen und hätte meine jetzige Wohnung fast nicht genommen, weil sie mir zu teuer war. Als ich die wohnung mit meinem Vater nochmals besichtigte, meinte er, dass die qm²-Zahl falsch wäre, Im Vertrag standen 65qm² und in Wirklichkeit hat die wohnung 53qm²!!Wenn man den vermieter (oder in meinem Fall schon den zuständigen Makler) vor Abschluss des Mietvertrages darauf anspricht und er darauf eingeht, spart man sich alle gutachter und rechtsanwaltkosten. wenn er nicht darauf eingeht, würd ich erst gar nicht einziehen!
#9 Baerliner
26.8.12, 08:57
Ich habe über 9% Abweichung und bekomme nichts vom Vermieter wieder und die Miete wird auch nicht angepasst. So muß ich im Monat 50 € zu viel zahlen was auf das Jahr fast eine Monatsmiete ist, die ich zu viel zahle und lt.. Gesetz nichts machen kann außer ausziehen. *grrrrr*
#10 Habsburg
27.8.12, 09:04
Na toll, als wenn die Gerichte nicht schon ohnehin überlastet wären mit solchem Kleinkram. Ausserdem geht solch ein Schuss garantiert nach hinten los.
Unsere Nachbarn waren auch beim Schiedsmann wegen irgendwelchem an den Haaren herbei gezogenem Unfug.
Die Streithähne sterben leider nicht aus.
#11 Habsburg
27.8.12, 09:07
@isi: Richtig, man muss sich vorher schlau machen, nicht hinterher!
#12 infoliner
28.8.12, 00:42
Was für ein erbärmlicher Tip. Hat gute Chanchen auf einen Abdruck.

LEUTE: REDET MITEINANDER
Und wie oben schon beschrieben: Gemietet wie gesehen. Außerdem kann man die Wohnung ja auch noch selbst vermessen (Vor Vertragsunterzeichung). Rechnen steht nicht unter Strafe.
#13 quatschkopp
29.8.12, 00:30
@Habsburg: stimmt - viele Leute gehen viel zu leicht, wegen jedem Knallerbsenstrauch und Maschendrahtzaun oder weil vom Nachbar seinem Apfelbaum ein paar Äpfel aufs Grunstück fallen und jetzt vielleicht noch wegen jedem qm, bis nach Karlsruhe. Oft nur aus Prinzip, anstatt mal alle 5e gerade sein zu lassen. Wenn ich in meiner 40qm-Whg 10 qm mehr hätte, bringt mir das rein gar nix. Höchstens mehr zu putzen. Dagegen ist ein gutes Mietverhältnis u.U. Gold wert.

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