Milchsorten

Milchsorten: Rohmilch, H-Milch, Magermilch und Co.

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Milch – ein ganz besonderer Saft

"Milch macht müde Männer munter!" Dieser mittlerweile als geflügeltes Wort geltende Slogan wurde bereits in den 1950er Jahren von der westdeutschen Milchwirtschaft entwickelt. In literarischer Form eines Tautogramms (der Wortanlaut "M" wird in jedem Wort des Satzes wiederholt) sollte die Botschaft in Nachkriegs- und Wirtschaftswunderzeiten ein positives Image der Milch prägen. Der große Erfolg dieser Absatzförderungskampagne zog zahlreiche Folge-Slogans nach sich. Den höchsten Bekanntheitsgrad dürfte der aus den 1980ern stammende Satz "Die Milch macht´s!" besitzen. Knackig, aber wenig aussagekräftig.

Bei Einschlafproblemen raten Ärzte häufig zu einem Glas warmer Milch vor dem Zubettgehen. Trotzdem soll Milch munter machen? Und was genau "macht" die Milch denn nun?

In den letzten Monaten ist Milch immer häufiger als angebliche Ursache verschiedener Zivilisationskrankheiten in den Fokus geraten. Die Medien regieren gespalten: Teilweise wird eine Veganer-Kampagne gegen alles "tierische" dafür verantwortlich gemacht. Andere Quellen behaupten, dass neue Studien erhöhten Milchkonsum als bedenklich einstufen.

Bei einem Pro-Kopf-Verbrauch von 90,34 Kilogramm Frischmilcherzeugnissen in Deutschland (2013)*, wird es höchste Zeit den Zankapfel dieser Diskussion einmal genauer unter die Lupe zu nehmen.

Milch in aller Munde

Der Ausdruck "Milch" wird im Deutschen fast ausschließlich als Synonym für Kuhmilch verwendet. Die menschliche Milch aus der weiblichen Brust wird explizit als Muttermilch bezeichnet. Bei Milch anderer Herkunft muss hingegen der Name des milchproduzierenden Tiers mitgenannt werden, wie beispielsweise Ziegenmilch, Schafsmilch oder Büffelmilch.

In allen Fällen wird diese sogenannte kolloidale Dispersion (Lösung) als weiße, wässrige und undurchsichtige Flüssigkeit in den Milchdrüsen von weiblichen Säugetieren produziert. Ihre Hauptbestandteile sind Wasser, Milchfett, Milchzucker und Proteine. Mit dieser Nährflüssigkeit säugen Tiere ihre Jungen und stillen Mütter ihre Neugeborenen. Darüber hinaus wird die Milch domestizierter Nutztiere vom Menschen als Nahrungsquelle genutzt.

Ein Großteil der in der Tierhaltung gewonnenen Milch wird in Molkereien und Käsereien zu anderen Produkten weiterverarbeitet. Dies geschieht in der Regel durch einen "kontrollierten Verderb", der mittels zugesetzter Milchsäurebakterien oder Lab ausgelöst wird. Dabei entstehen typische Milchprodukte, wie beispielsweise Butter, Sahne, Quark, Joghurt oder Käse.

Milch ist nicht gleich Milch

Die Auswahl an verschiedenen (Kuh)-Milchsorten ist groß. Für die Unterscheidung der verschiedenen Milch-Arten sind aber lediglich zwei Kriterien von Bedeutung: Der Fettgehalt und die Methode der Konservierung. Bei dem Fettgehalt unterscheidet man zwischen: 

  • Vollmilch mit mindestens 3,5 % Fett, 
  • fettarmer Milch mit einem Fettgehalt zwischen 1,5 % und 1,8 % und 
  • Magermilch mit maximal 0,5 % Fettanteil.

Nicht im Supermarkt, sondern direkt vom Erzeuger-Hof, ist Rohmilch mit einem Fettgehalt von bis zu 5,0 % erhältlich. Vereinzelt gelangt auch abgepackte Rohmilch unter dem Namen Vorzugsmilch in den Einzelhandel.

Bis auf Roh- und Vorzugsmilch werden alle Milchsorten durch verschiedene Erhitzungsverfahren länger haltbar gemacht. Alle Verfahren basieren auf der von dem französischen Chemiker Louis Pasteur im Jahr 1822 entwickelten Technik des Pasteurisierens. In folgender Übersicht werden die verschieden konservierten Milchsorten kurz vorgestellt:

  • Pasteurisierte Milch / Frischmilch: 15 bis 30 Sekunden Erhitzung der Milch auf 72 bis 75 Grad Celsius und rasche Abkühlung. Gekühlte Frischmilch ist etwa sechs bis acht Tage haltbar.
  • ESL-MilchDie Abkürzung ESL steht für Extended Shelf Life (verlängerte Haltbarkeit). Die Milch wird kurzzeitig auf 123 bis 127 Grad Celsius erhitzt und ist gekühlt und ungeöffnet bis zu drei Wochen haltbar. Im Handel wird sie zumeist mit einem Vermerk "extra länger frisch" oder ähnlich gekennzeichnet.
  • Ultrahocherhitzte Milch / H-MilchWird wenige Sekunden auf 135 Grad Celsius erhitzt. H-Milch ist ungeöffnet bei Raumtemperatur bis zu drei Monaten haltbar.

Der auf Milch-Verpackungen häufig zu findende Vermerk homogenisiert besagt, dass die in der Milch enthaltenen Fettkügelchen durch mechanische Verfahren zerkleinert wurden. Dadurch wird das sogenannte "Ausrahmen" verhindert und die Milch ist leichter verdaulich.

Alternativen zur Milch

Für Menschen, die aus ethischen oder gesundheitlichen (Laktoseintoleranz) Gründen keine tierische Milch zu sich nehmen wollen oder dürfen, werden im Handel verschiedene Alternativ-Produkte angeboten. Am bekanntesten sind Sojamilch, Reismilch und Mandelmilch. Aus rechtlichen Gründen dürfen diese Produkte aber nicht mit dem Zusatz "Milch" angeboten oder beworben werden. Hier hat sich der ergänzende Begriff "Getränk" etabliert (z.B.: Soja-Getränk).

No Milk today?

Über die Sinnhaftigkeit von Pro-Milch-Slogans (Die Milch macht´s) und die darin getroffenen Aussagen lässt sich streiten. Fest steht: Der Verzehr von Milch- und Milchprodukten gehört seit etwa 10.000 Jahren zu unserem Kulturkreis. Daran werden auch (ohnehin umstrittene) Studien über eventuelle Gesundheitsrisiken wenig ändern. Auch der vegane Versuch Milch als dick- und krankmachendes Lebensmittel darzustellen, wird nur einen kurzen Hype auslösen.

Bleibt zu guter Letzt noch den bei Berichten über Lebens- und Genussmittel immer zutreffenden Paracelsus-Satz zu zitieren: "Allein die Menge macht das Gift!". Machen wir es wie Obelix und ertränken unsere Sorgen lieber in Ziegenmilch als in Cervisia, oder?

*Quelle: © Statista 2015

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75 Kommentare


#1
23.2.15, 14:28
Wenn man nur den Geschmack der Ziegenmilch besser vertragen könnte! Ich würde sie trinken. Was man so über homogenisierte/pasteurisierte Milch liest, ist fast erschreckend. Industriemilch eben. Vor allem Kindern tut man damit wahrscheinlich nichts Gutes. Aber Alternativen????
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#2
23.2.15, 14:39
@frauli: Ich finde einfach, daß heute über alles einfach zu viel diskutiert wird und da unsere Milch sowieso wie Wasser schmeckt wäre das doch eine Alternative oder?
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#3
23.2.15, 16:16
Ich trinke sehr gerne Milch und lasse sie mir auch nicht mies machen.
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#4 jb70
23.2.15, 16:30
Interessanter Beitrag !

Mich überrascht es nicht im Geringsten, daß nun auch noch die Milch als "Sündenbock" herhalten muß .
Gibt es überhaupt noch irgendein Nahrungsmittel , daß man guten Gewissens zu sich nehmen kann - viel bleibt langsam nicht mehr übrig, wenn man all' den Horrormeldungen Glauben schenken würde !

Ein Butterbrot mit Schnittlauch, dazu ein Glas (Butter)milch .
Bei uns ein "Evergreen" seit Kindertagen .
Grenzt wohl an ein Wunder, daß wir es bis heute überlebt haben ........ ;-) .
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#5
23.2.15, 16:52
in meinen Augen : ein Riesen hype um nichts. sorry! !!!
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#6
23.2.15, 17:33
ich habe eine Allergie, ok nix zu machen.............
aber komischer weise vertrage ich die Industrie Milch nicht.
denn ich komme jetzt an Rohmilch wieder ran und die ist lecker und nix mit geblähten Bauch aua usw. ;))))))
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#7
23.2.15, 17:43
Ja, und was macht die Milch nun? Müde, munter? Warum ist sie gesund - oder ungesund? Die Antworten bleibt @KRISS uns schuldig.

Wenn man sich dem Thema mit gesundem Menschenverstand nähert, sollte auffallen, dass die Milch zur Ernährung von Säuglingen "gemacht" ist. Dabei verfügt sie über genau die Rezeptur, die benötigt wird, um z.B. ein Menschenbaby, ein Ferkel, ein Kälbchen heranwachsen zu lassen, bis es selbst feste Nahrung kauen und verdauen kann. Die Fähigkeit, Milch zu verdauen, entwickelt sich bei vielen Menschen und sicher auch Tieren mit zunehmendem Alter zurück. So ist es nicht verwunderlich, dass viele Menschen Milch nicht so gut vertragen.

Aber warum sollte ein Mensch sich mit einem Getränk mästen, dass für ein Rind gedacht ist,, welches viel stärkere Muskeln entwickelt und einen völlig anderen Verdauungsapparat hat? In Zeiten der Nahrungsknappheit liefert Kuhmilch nun mal viel Energie. In Zeiten des Nahrungsüberflusses - weil's schmeckt? Aber warum schmeckt die Milch? Weil sie in den allermeisten Fällen mit Zucker, Süßstoffen und Geschmacksstoffen angereichert ist?

Nunja, für mich ist Milch in manchen Fällen "nice to have", aber nicht lebenswichtig.
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#8
23.2.15, 17:55
ich laß mir die freude an der milch nicht verderben, ich trink sie als kakao oder mit erdbeere oder warm mit honig - oder einfach auch "nacksch".......

und mir tun alle leid, die sich von irgendwelchen zeitungsartikeln das vermiesen lassen oder auch die, die allergisch sind (die können ja nichts dafür)
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#9
23.2.15, 17:57
bei uns gibt es übrigens die 1.5%ige milch, die schmeckt prima. nur diese h-milch - naja, wer sie mag....
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#10 muppel500
23.2.15, 18:44
@zumselchen: In welcher Milch ist den Zucker/Süßstoff??? In unserer (Bio)Milch ist jedenfalls nichts davon.
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#11
23.2.15, 19:39
muppel500: Na in den allermeisten "Milchprodukten", oder wenn Du Dir sog. kakaohaltiges Pulver, Honig, Müsli etc. hineinrührst. Wer trinkt denn Milch noch pur und euterwarm? Du vielleicht und noch ein paar andere hier, aber nicht Otto N.
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#12 jb70
23.2.15, 19:43
Vielleicht ist der Milchzucker gemeint .
Meine älteste Tochter ist auch von Laktoseintoleranz betroffen, mein verträgt keine Erdbeeren ........
das sind einfach spezifische Unverträglichkeiten - ich glaube noch nicht mal, daß das ausschließlich Erscheinungen der heutigen Zeit sind - wahrscheinlich hat es sie immer schon gegeben, nur wurden sie halt nicht als solche diagnostiziert.
Für mich jedenfalls noch lange kein Grund, ein einzelnes Nahrungsmittel deshalb zu "verdammen".
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#13 jb70
23.2.15, 19:45
Ups, da fehlt was - Mein Mann ist der, der Pusteln kriegt vom Erdbeerkuchen ;-)) .....
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#14
23.2.15, 20:45
@zumselchen:
Die Nutzung von Milch auch für Erwachsene ist nicht so selbstverständlich wie es scheint. In vielen Weltgegenden wird sie von den Menschen nicht vertragen, meist wegen Laktose(Milchzucker)-Unverträglichkeit. Wer sie allerdings bestens verträgt, wie die Meisten in "unserem" Kulturkreis, kann von Glück sagen. Allein die vielen köstlichen Käsesorten, und Sahne, Butter - wenn mir das alles mit fadenscheinigen "Erkenntnissen" vermiest werden soll, werde ich ernstlich böse :-((

Milch muss ja nicht unbedingt als tägliches Getränk zur Deckung des Flüssigkeitsbedarfs getrunken werden. Dass sie als sogenannte "Industriemilch" arg verfälscht und mit ungesunden Zusatzstoffen in den Handel kommt, ist eine böswillige Verleumdung. Ich bin froh, dass sie pasteurisiert und homogenisiert wird, beides sehr segensreiche und nützliche Verfahren, die den Wert der Milch keineswegs schmälert, im Gegenteil.

Die vielen total überzuckerten Milchmischerzeugnisse kann man getrost im Regal liegen lassen, und "Milchschnitten" und dergleichen sowieso. Kritik ist bei vielen angeblich gesunden Milchmischerzeugnissen angebracht, nun aber die Milch an sich in Verruf zu bringen ist in meinen Augen total übertrieben.
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#15 jb70
23.2.15, 21:39
Spectator :

Da bin ich vollkommen Deiner Meinung !
Die Milch als solche kann nun wirklich nichts dafür, was aus ihr gemacht wird ....
Und all' die wirklich guten Milchprodukte - vom reinen Joghurt über Käse, Topfen, Sahne usw. sind in meinen Augen nicht nur purer Genuß, sondern auch ein wichtiger Bestandteil unserer Ernährung.

Milch ist ein Nahrungsmittel - kein Getränk . Wer sie als Durstlöscher nutzt, darf sich über ein Zuviel an Kalorien nicht wundern.
Die Milch als Dickmacher darzustellen, ist daher genauso falsch.
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#16
23.2.15, 21:56
Ich "erfreue mich" einer Laktoseintoleranz. Wenn ich laktosehaltige Sachen zu mir nehme, wird mir so schlecht, dass ich kein Problem habe darauf zu verzichten. Es stört mich kein bisschen, wenn neben mir jemand seinen Milchkaffee schlürft, Sahnepudding futtert oder Eiscreme lutscht. Soll jeder doch Milch genießen, wenn er es kann. Wer Milch nicht (mehr) verträgt, merkt es schon noch früh genug. Die meisten Leute verlässt dann auch der Appetit auf Milch als Getränk. Sauermilchprodukte wie Joghurt, Kefir oder Frischkäse sind für viele besser verträglich (Laktosegehalt ist auch viel geringer als bei Frischmilch) und Hartkäse vertrage sogar ich.
Davon und von Milchersatzprodukten gibt es genug, so dass man auch mit einer Laktoseintoleranz prima essen, leben und genießen kann.
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#17
23.2.15, 22:49
als ich noch kind war haben wir die milch immer direkt vom nachbarsbauern geholt .. kann mich erinnern das ich immer hellauf begeistert war wenn ich gehen durfte .. hab zugesehn wie die bäurin gemolken hat und durchgeseiht ... und wie ich immer das sieb ausleckte gg ohne abkochen ohne alles und leb auch noch.. wobei man ja heutzutage ja dauernd gesagt kriegt was ned alles schlecht ist und so .. ich liebte diese milch mit viel fett .. aber bald darf man halt nix mehr essen trinken oder so .. schade
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#18
23.2.15, 23:11
@feenland: ja ich weiß wie es dir ging :D meine Großeltern hatten viele Kühe und Oma hat mir immer frische Milch zum Frühstück aufgekocht, Kakao rein und leckerrr. Ich liebte auch die Haut die beim kochen entstand, frischer geht nicht.
Ich habe kein Problem mit Milch und wie schon jb70 #4 geschrieben hat, ein Butterbrot mit Schnittlauch, dazu ein Glas (Butter)milch mmmhh
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#19
23.2.15, 23:14
@feenland: Welch wahre Worte, da gibt's nicht mehr zu sagen. Gratuliere Daumen hoch.
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#20
23.2.15, 23:18
danke ... ich find halt immer sooo schade wenn alles sooo schlecht gemacht wird was früher gut war .. bin sicher bald darf man nicht mal mehr atmen wie man will sondern wird das auch regelmentiert
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#21
23.2.15, 23:19
feenland: ja irgendwann laufen wir mit Masken draußen rum, echt schade sowas.
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#22
23.2.15, 23:35
@glucke1980: So wie die Chinesen. Wirklich schade.
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#23
24.2.15, 10:25
Milch dürfen wir also nur noch als Baby trinken und Saft macht ja eh dick. Ok dann trinken wir halt Cola oder einen anderen ähnlichen Chemieschrott, denn darüber wird sich seltener aufgeregt.
Auch Obst, Brot und Kartoffeln machen ja inzwischen dick. Kein Problem, dann eß ich die fettige Wurst halt ohne Brot und statt Obst ne Tafel Schokolade, denn die mach ja glücklich :D
Gott bin ich froh, dass mir solche Studien inzwischen egal sind.
Ich denke mit ein bisschen Menschenverstand kann man schon wissen was gesund/gut ist und was nicht.
Je natürlicher, je besser und die Menge macht es. Man muss es aber auch nicht übertreiben.
Demnächst kommt wohl noch eine Studie, dass Gemüse auch ungesund ist. Und was essen wir dann? Küchenschwämme?
Ich habe jetzt aber nicht den Eindruck, dass Kriss uns vermitteln will keine Milch mehr zu trinken. Der Artikel sagt meiner Meinung nach nur aus was Forscher wieder meinen herausgefunden zu haben. Muss jeder für sich selbst entscheiden inwiefern er sich da beeinflussen lassen will.
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#24
24.2.15, 12:25
@susi73:
Du schreibst: "Ich habe jetzt aber nicht den Eindruck, dass Kriss uns vermitteln will keine Milch mehr zu trinken"
Diesen Eindruck habe ich auch nicht, im Tipp werden diese "Erkennnisse" ja eindeutig abgelehnt. Du hast Recht, es gibt wohl kein Lebensmittel mehr, das noch nicht "dran" war. Es gibt weder gesunde noch ungesunde Lebensmittel. Was vermieden werden sollte, ist Einseitigkeit und Übermaß.

Aber eins ist sicher: Der nächste Ernährungsguru kommt bestimmt, und an gläubigen "Followern" wird es ihm nicht fehlen. So isser, der Mensch.
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#25
24.2.15, 13:23
Ich mag Milch gerne. Und am liebsten die, die den höchsten Fettgehalt hat. :-)
Habe drei Jahre in einer Molkerei und Käsefabrik gearbeitet, das war für mich "der Himmel auf Erden".
Das irgendwann auch die Milch in die "Schusslinie" gerät, war klar, denn DAS passiert ja abwechselnd mit allen Lebensmitteln.
Juckt mich aber auch bei der Milch nicht, ich esse und trinke was mir schmeckt und bekommt und fertig.
Denn meist sind es Meldungen, die einem den Appetit auf etwas verderben können-wenn diese Meldungen dann meist kurz darauf durch andere "Experten" widerlegt werden, wird das natürlich ganz klein und versteckt zwischen andere Meldungen geschoben, denn positive Sachen verkaufen sich nicht halb so gut wie Schreckenstorys.
Ich bin der Meinung, solange man seinen Verstand nicht komplett abschaltet und sich nicht total einseitig ernährt, sollte man einfach auf seinen gesunden Menschenverstand setzen und Berichte darüber, warum Produkte X, was man immer gerne und ohne schädliche Folgen gegessen /getrunken hat, ignorieren.
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#26
24.2.15, 16:06
@zumselchen: Aber welcher Erwachsene trinkt denn soviel Milch wie ein Säugling? Als Erwachsener macht man meist einen Schuss Milch in den Kaffee und ißt ab und an einen Joghurt oder Müsli. Dann noch etwas Käse und bisschen Butter. Ist also in der Regel nicht sooo viel Milch die ein Erwachsener zu sich nimmt. Und diejenigen, denen sie nicht bekommt lassen sie eh weg.
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#27
24.2.15, 17:39
@susi73: Ich esse zu fast jeder Mahlzeit Milchprodukte. Mein Müsli morgens meistens mit Milch, mittags ein Brot oder Brötchen mit Butter und Käse oder Wurst oder auch mal mit Frischkäse. Na, und abends gibt's zum warmen Essen entweder Gemüse oder Salat, den Salat gerne mit Sauerrahm oder Sahne angemacht, das Gemüse entweder als Buttergemüse oder Rahmgemüse (viele Kalorien, ich weiß, aber ich versuche, zuzunehmen). Meinen schwarzen Tee statt Kaffee trinke ich meist auch mit Milch. Da kommt über den Tag schon einiges zusammen.

Ich lasse mich aber von irgendwelchen Ernährungsexperten nicht ins Bockshorn jagen, die entdecken mehrmals jährlich irgendwelche besonders gesunde oder schädliche Lebensmittel; später kommen sie dann drauf, dass das ja doch alles ganz anders ist (siehe Spinat, der ja sooo gesund war, bis man drauf kam, dass sich beim Feststellen der Nährwerte eine Kommastelle verschoben hat).
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#28
24.2.15, 17:46
susi73: Das weiß ich nicht, wie viel Milch bzw. Milchprodukte ein Erwachsener im Schnitt verbraucht, das ist mir eigentlich auch wurscht. Ich selbst vertrage und konsumiere Milch, Joghurt, Käse, und Sahne.

Dennoch kann man ja mal hinterfragen, ob das eigentlich so "natürlich" ist. Und ich Frage mich auch, ob "Laktoseintoleranz" nicht einfach bedeuten könnte, dass der Körper sagt: Ich bin ausgewachsen, ich brauch' keine "Auzuchtnahrung" mehr.
Es ist wohl genetisch bedingt, dass manche Menschen später keine Milch mehr verdauen können.
Ein anderer interessanter Punkt ist das artfremde Eiweiß, das wir mit Tiermilch zu uns nehmen, insbesondere, wenn es durch Erhitzungsprozesse denaturiert wird (Eiweiß gerinnt bei ca. 60°C). Mein Verstand zumindest sagt mir, dass das verdauungstechnisch nicht so optimal sein kann. Und bei dem Thema "artfremdes Eiweiß" sind wir auch ganz nah am Thema "Allergien".
Aber das soll jeder für sich selbst beleuchten und bewerten.
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#29
24.2.15, 18:09
@zumselchen:
Richtig, Hinterfragen ist fast immer ratsam.
Nicht mehr zu hinterfragen ist allerdings Folgendes:

Laktose-Unverträglichkeit ist genetisch bedingt, aber nicht bei manchen, sondern bei fast allen Menschen! Verträglichkeit ist also, weltweit gesehen, die Ausnahme - und wer zur Gruppe mit den "richtigen" Genen gehört, kann sich ungehemmt dem Genuss von Milch und Milcherzeugnissen hingeben.

Jedes nicht körpereigene Eiweiß ist für unseren Körper "artfremd" - ja und? Die Rinderleber z.B. soll ja nicht transplantiert, sondern gegessen und verdaut werden!

Durch Erhitzen wird sowohl tierische als auch pflanzliche Nahrung besser verwertbar. Ohne die Nutzung des Feuers für die "Denaturierung" der Nahrung wären wir heute noch auf der Stufe von schimpansenähnlichen Primaten. Das sagt mir nicht mein Verstand, sondern ist Stand der Wissenschaft. Der ich in diesem Fall mehr vertraue als obskuren Ernährungspäpsten.
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#30 muppel500
24.2.15, 19:23
@zumselchen: #11 Entschuldigung, ich hatte es so verstanden, dass in der Milch selber Zucker ist.
Ich selber bin zwar kein Milchtrinker, aber andere in meiner Familie. Wenn ich heute noch manchmal etwas wirklich "frische Milch", d. h. eben gemolken, ergattern kann, ist mein Mann so glücklich und dankbar, dass ich (fast) alles dafür von ihm haben könnte.
In den 1980er Jahren gab es im Krankenhaus noch "richtige, echte" Buttermilch, mit Fettaugen. Wenn man davon 1 Glas getrunken hat, war man pappesatt! Diese hatte natürlich absolut nichts mit dem heutigen Diätprodukt zu tun.
Wollte man jedem Ernährungsguru folgen, würde man schwindelig von der Umstellerei, denn das Ernährungsgold von heute ist der Schrott von morgen. Getreu dem Motto: Was stört mich mein Geschwätz von gestern.....
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#31 muppel500
24.2.15, 19:58
@susi73: Ich stimme dir zu!
Erst war Bio das absolute Must to do, dann kam die Vegetarierwelle bis jetzt die Veganer auf dem Vormarsch sind. Bitte, bitte nicht falsch verstehen, jeder soll so essen, wie und was er mag.
Aber bei der veganen Ernährung stört mich z. B., dass so einiges synthetisches/künstl. Essen genutzt wird (wie z.B. Analogkäse).
Die Argumente gegen Milch kann ich zwar nachvollziehen, aber trotzdem macht für mich auch die Menge das Gift.
Und wem die Milch schmeckt, dem gönne ich sie.
Und eine Frage ist geblieben: Macht die Milch denn nun munter oder kann man mit ihr besser schlafen?
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#32
25.2.15, 19:41
ich muß dem widersprechen, daß milch dick macht. mein sohn hat von klein auf jeden tag 6 liter milch mit kaba getrunken. als er zur bundeswehr mußte, hat er sich vorher noch einen gürtel gekauft, taille 70cm bei größe 1,90 cm. heut ist er im 8. monat schwanger, dank schokolade und jeder menge schleckzeug. zahnärzte kennt er nur vom hörensagen. er ist jetzt 43 jahre alt.
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#33
25.2.15, 20:51
# 32: Das ist interessant: Schwanger dank Schokolade und Schleckzeug - Mädels, Ihr wisst, was das bedeutet! Oder gilt das nur für Jungs?
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#34
25.2.15, 22:45
das gilt nur für jungs. bei mädels geht das anders.
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#35
26.2.15, 11:00
@jakey: Ist das ein Schreibfehler? Wirklich 6 Liter? 6 Liter Flüssigkeit pro Tag sind ja schon extrem viel. Egal ob Milch oder was anderes.
Und ich nehme mal an, dass nicht dein Sohn schwanger ist sonder seine Frau ;)
Ansonsten würd ich sagen: Ja, die Milch machts :D
Mein Bruder hat als Kind auch sehr viel Kaba getrunken und war immer dünn (ist er auch heute noch). Er war aber auch ein schlechter Esser. Somit hat sich das wieder ausgeglichen.
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#36
26.2.15, 23:35
@susi73: du hast schon richtig gelesen. der doktor hat nichts dagegen gesagt, weil er auch sehr wenig gegessen hat.
ich finde es besser zu sagen: er ist schwanger, als er ist dick.
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#37
28.2.15, 12:48
@jakey: Ok, ich glaub jetzt kapiere ich es langsam. Früher hat er viel Milch getrunken und war schlank, heute trinkt er nicht mehr so viel Milch und ist dick ;)
Ist aber auch normal. Wenn er sonst sehr wenig gegessen hat kann die Milch, selbst mit Kabapulver, nicht dick machen.
#38
1.3.15, 10:23
#7 Bringt das auf eine ethisch/weltanschauliche Ebene. Jedes Samenkorn (Reis, Weizen, ...), Nuss ist "gemacht" zur Vermehrung und Arterhaltung. Ernährung hat immer auch etwas mit töten, zerstören zu tun. Ob nun Samenkörner, Milch, Fleisch, Fisch, ... Wir töten (oder lassen töten) zum eigenen (Über-)Leben. Wir vernichten andere Individuen. Tiere dabei höherwertig einzustufen als Pflanzen oder Pilze ist eine weltanschauliche Sichtweise. Über die Wahrnehmung(-sfähigkeit) von Pflanzen und deren "Bewußtsein" gibt es zu wenig Informationen. Milch, Milchprodukte (Käse, Butter, ...) sind auch nur möglich, weil man die Milch dem Jungtier vorenthält bzw. man es tötet und dessen Fleisch nutzt. Bleiben vielleicht noch unbefruchtete Eizellen (Hühnerei) und Honig?
Alleine die Dosis machts um weder eine Mangelernährung noch eine Überernährung zu haben. Dabei braucht man auch nicht in Panik verfallen. Wenn da Unverträglickeiten/Intolleranzen vorliegen, muss man die natürlich berücksichtigen. Es scheint aber auch in Mode zu sein mindestens eine Unverträglichkeit zu haben (bei med. Untersuchung wird die oft nicht bestätigt). Die Milchzuckerunverträglichkeit /Laktoseintoleranz ist in Europa im Norden stärker verbreitet als im Süden, in Ostasien mehr als in Europa. Das hat vermutlich kulturhistorisch-entwicklungsgeschichtliche Gründe. Eiweiße werden vom Immunsystem als Fremdkörper identifiziert und manchmal kommt es zu Gegenreaktionen. Das kann das Milcheiweiß betreffen, aber auch die im Weizen. Weizen steht zudem im Verdacht bzw. kann Alzheimer auslösen, Krebs erregen, ... Von was kann / darf man sich dann noch ernähren, wenn Nahrung tierischen und pflanzlichen Ursprungs bedenklich oder gar gesundheitsschädlich ist?
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#39
1.3.15, 11:17
paraiba: Arterhaltung und Ernährung müssen nicht zwingend mit Töten zu tun haben.
Es gibt einen Unterschied zwischen Leben und Überleben. Der Überlebenskampf ist ein Ausnahmezustand und rechtfertigt gewaltsames Handeln, bis hin zum Töten.
Unser Leben jedoch ist geprägt vom Überfluss, einem sozialen Miteinander und von einer darin verankerten ganz wichtigen menschlichen Eigenschaft - dem Mitgefühl. Dieses Mitgefühl fungiert u.a. auch als natürliche Barriere gegen das Töten. Es wird z.B. durch ängstliches und schmerzerfülltes Verhalten des Anderen ausgelöst, auch wenn der Andere ein Tier ist. Wer tötet, muss eben diese Barriere überschreiten. Weil die meisten Menschen damit nicht gut leben können, töten wir ja auch nur noch indirekt.

Zum Bewusstsein und Schmerzempfinden der Pflanzen lässt sich immerhin feststellen, dass wir deren Angst und Schmerzen nicht wahrnehmen können, der Salatkopf guckt mich nicht an und schreit mir auch nicht die Ohren voll.
So denke ich schon, dass es einen Sinn hat, dass wir die Pein der Tiere wahrnehmen. Insofern glaube ich auch gerne, dass ein vegetarisch oder vegan ausgerichteter Mensch ein seelisch freieres Leben führt, eben weil er die Barriere seines Mitgefühls nicht überschreiten und verdrängen muss.
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#40
1.3.15, 11:40
@zumselchen: "Weil sie in den allermeisten Fällen mit Zucker, Süßstoffen und Geschmacksstoffen angereichert ist?"
Nein, denn wir sind hier nicht in den USA. Ich habe drüben feststellen müssen, dass es dort - im Gegensatz zu Deutschland - fast keine halbwegs natürlich belassene Milch gibt. Unsere Milch ist zwar pasteurisiert (haltbar) und homogenisiert (Fettgehalte normiert) worden, aber das sehe ich durchaus als noch fast natürliches Produkt an. In den USA dagegen ist ein Milch wie bei uns überhaupt nicht zu finden, denn dort wird sie mit allen möglichen und unmöglichen Vitaminen und Zusatzstoffen angereichert - was sich verständlicherweise nicht nur auf den Geschmack auswirkt.

Die Milch ist im Grunde dort das Gleiche, was bei uns die Hähnchen scherzhaft darstellen: Wer keine Medikamente im Haus hat, holt sich ein halbes Hähnchen - die es trotz allem immer noch nicht von Ratiopharm gibt. Drüben holt man sich stattdessen einfach etwas Milch.
Das ist natürlich beides daneben, wird aber dennoch immer wieder gerne an Stammtischen und Kaffeestübchen erzählt, als würde man tiefe Wahrheiten verkünden. Unwahrheiten und Halbwissen sind bei diesem Thema oft Ursache falscher Weisheiten.

Wieso die Milch, die seit tausenden von Jahren den Menschen als Lebensmittel zur Verfügung steht, plötzlich dermaßen in Verruf geraten ist, weiß kein Mensch. Sie ist nicht weniger oder mehr als Lebensmittel tauglich als früher. Grund dürfte - wie bei vielen anderen panikmachenden Themen - unsere heutige Informationsgesellschaft sein. Während sich früher Informationen nur zäh und zögerlich verbreiteten, dauert es heute nur Sekunden, um eine Information auch in den entlegensten Teil unseres Erdenrunds gelangen zu lassen. Dabei hatte die Information früher ausreichend Zeit, um unterwegs auf ihren Wahrheitsgehalt hin überprüft zu werden und sie ggf. aus dem Verkehr zu ziehen - sie wurde einfach nicht weitergegeben oder weitererzählt. Heutzutage dagegen ist das kaum noch möglich, denn gerade in Zeiten des Internets hat jeder die Möglichkeit, seine Kenntnisse weltweit zu verbreiten - völlig unerheblich, ob er sich in der jeweiligen Materie wirklich auskennt oder nicht. Auch die, die ihr Wissen aus dubiosen Quellen erworben haben, dürfen das. Nur so erklärt sich für mich, dass in den USA sogar die Meinung auftaucht, die Milch wäre toxisch (giftig). Aber in einem Land, wo man selbst die Figur "Pippi Langstrumpf" als eine die Kindermoral gefährdende Sexualtäterin einstuft, wundert mch das keinesfalls. Entsprechende Gazetten fördern diese Einstellung, die oft genug zwar wissentlich falsch ist, aber die Kasse klingeln lässt. Die Wahrheit liegt - wie üblich - irgendwo in der Mitte. Denn es gibt durchaus Menschen, für deren Metabolismus gewisse Lebensmittel unverträglich - teilweise sogar lebensbedrohlich - sind, aber diesen Umstand gleich blind als allgemeingültigen Fakt für alle hinzustellen, ist mindestens ebenso verlogen wie viele Kampagnen, die wissentlich mit falschen Informatioen verbreitet werden, um die Einstellung einiger oder einzelner als einzig gültige Wahrheit zu verbreiten. Niemand käme auf die Idee, das Fahren von Autos, Motor- und Fahrrädern rigoros zu verbieten, weil dabei auch Menschen umkommen - denn der Großteil nutzt Fahrzeuge (und Flugzeuge und Schiffe) eben erfolgreich und ohne Unfall. Man kann einfach nicht alles rigoros verbieten, was in bestimmten Situationen für den Menschen eine Gefährdung darstellen _kann_ (nicht _muss_). Wenn das der Fall wäre, wären wir schon längst ausgestorben oder sollten gleich in der Geburtsminute "aus der Mama in die Kiste" gleiten.

Die Milch ist für den Großteil der Menschen immer noch ein gesundes Grundnahrungsmittel. Veganer und Vegetarier, egal ob militant eingestellt oder nicht, mögen das anders sehen, doch einzelne subjektive Meinungen und Einstellung sind auch heute noch nicht für alle objektiv und allgemein gültig, sondern eben eine subjektive (rein persönliche).

Ich persönlich trinke von Kindheit an Milch. Sowohl direkt von der Kuh (wenn wir die Milch direkt in die Tasse gemolken bekamen) als auch die gekaufte Milch hat bei mir irgendwann irgendwelche Unverträglichkeit ausgelöst, sondern genieße eine hervorragende Gesundheit. Und solange mir das vergönnt ist, kann mir niemand erzählen, Milch sei generell ungesund. Ich glaube sogar, dass die Milch meine robuste Gesundheit sogar gefördert hat, denn möglicherweise (nicht zwingend!!!) habe ich mit der frisch gemolkenen Milch sogar etwas für die Stärkung meines Abwehrsystems getan - so wie ich als Kind auch im Matsch und in Pfützen geplanscht habe, ohne gleich mit allen möglichen Arzneien und Desinfektionsmitteln behandelt worden zu sein. Aber das betrifft eben nur mich und meinen Körper. Ich wäre der Letzte, der meine Erfahrung als für alle Menschen geltenden Umstand ansehen und entsprechend verbreiten würde. Selbst häufige Wiederholungen meinerseits würden es nicht richtiger machen. Andere haben halt Pech und sind anfälliger für Krankheiten - die Ursachen mögen die Ärzte suchen. Das ist eben das Leben! Das alles aber allein auf die Milch zu schieben, ist ebenso falsch, als würde man Kartenlegen und Glaskugellesen als einzig wahre Informationsquellen ansehen. Genießt das, was ihr mögt und vertragt. Den Rest lasst halt weg. Ich mache es auch. Ich muss nicht und will auch gar nicht unbedingt _alles_ essen. Es gibt schließlich genug Auswahl, was ich mag oder nicht mag, vertrage oder nicht vertrage. Deswegen verteufele ich aber nicht gleich alles, was ich nicht mag oder nicht vertrage. Das jeweilige Lebensmittel ist schließlich am wenigsten schuld daran, sondern eher meine metabolischen oder genießerischen Unzulänglichkeiten.
#41
1.3.15, 12:53
@zumselchen:
"Zum Bewusstsein und Schmerzempfinden der Pflanzen lässt sich immerhin feststellen, dass wir deren Angst und Schmerzen nicht wahrnehmen können, der Salatkopf guckt mich nicht an und schreit mir auch nicht die Ohren voll."
Das sagt nichts über "deren Angst und Schmerzen" aus, sondern über Deine/unsere Wahrnehmungsfähigkeit.
Nur weil man etwas (Schmerz, Angst) eines anderen Individuums nicht wahrnimmt, bedeutet das nicht, dass es nicht vorhanden ist - das Individuum keine Angst oder Schmerz empfindet. Nur weil eine Biene nicht schreien kann, könnte sie aber dennoch Schmerz empfinden. (Vielleicht tut sie es sogar.) Die Schwelle zur Bereitschaft anderen Schmerz zuzufügen sinkt mit der Fähigkeit sich damit zu identifizieren. Die meisten empfinden mehr Mitleid mit der Ameise in der Venusfliegenfalle als mit der Pflanze, die von Blattschneiderameisen entlaubt wird. "Höheres", "Niederes" (in diesem Zusammenhang: Lebewesen) kommt nur von der Wertigkeit, die wir ihm beimessen.

Welche Nahrung, die nichts mit Töten zu tun hat, meinst Du?
4
#42
1.3.15, 21:33
als Parallele zu Milch seh ich gern Eier, die wurden auch ein knappes Jahrzent verteufelt wegen Cholesterin usw.
und seit einigen Jahren heisst es, alles halb so wild, und 1-2 Eier pro tag kein Problem :D
gut dass ich zu gern Eier gegessen hab, als dass ich solchen wissenschaftlichen Aussagen geglaubt habe :D
bei Milch handhabe ich es genauso , liebe seit Kindheit fast alles was mit Milch zu tun hat, Käse aufs Brot, Frischkäse in Kuchen, oder Joghurts und Quarks und natürlich Milch pur, oder mit Kakao...
solange ich es gut vertrage, und eine evtl genetisch bedingte Unverträglichkeit nicht aufkommt, ist es mir fast egal, was der Milch zugesetzt ist oder nicht, solange sie mir schmeckt!
4
#43
2.3.15, 06:22
Wer früher, so wie ­ich, zum Bauernhof mit einer Milchkanne gelaufen ­ist und dort "frisch gezapfte" Milch geholt hat der Weiß, wie richtige Milch schmeckt, das wird vielleicht oder wahrscheinlich jeder bestätigen, der auch in den Genuss von richtiger Milch gekommen ist. Einen schönen warmen Kakao aus dieser Milch der hatte noch so einen leckeren "sahnigen" ­beigeschmack. Auch die Milch vom kleinen Lebensmittelhändler früher der die Milch noch selber zapfte war von besserer Qualität zumindest aber geschmacklich. Und dieses eingefärbte Wasser, das hochtrabend fettreduzierte Milch genannt wird, ist, egal ob 1,5 oder die Krönung der ­Frechheit 0,5 Fettgehalt, keine Milch, sondern verunreinigtes Wasser, das zu teuer verkauft wird.
3
#44
2.3.15, 09:19
@HannavonRampensau et al.: Jaaaaa! 3,5% ist aber auch wirklich noch einigermaßen zumutbar. Alles, was darunter liegt kann ich nicht mehr mit "Milch" assoziieren. Mit dem Gewicht/BMI habe ich keine Probleme, dennoch ist Milch doch eher ein Nahrungmittel und nicht wirklich ein Getränk. Ähnlich verhält es sich mit Saft (trinke ich immer mit Mineralwasser) und den sog. "Softdrinks" (Zucker ist Treibstoff und Zuckeraustauschstoffe Masthilfe).

Die ESL-Milch mag ich geschmacklich auch nicht. ESL = Extended Shelf Life = längere Haltbarkeit im Regal. Nach dem Öffnen ist sie nicht mehr länger haltbar. Es handelt sich hier also nur um eine Hilfe für den Handel - kein Vorteil für den Verbraucher. Nicht nur die Herstellungsweise ähnelt sehr der H-Milch sondern auch der Geschmack - dann kann man auch gleich die trinken. Leider gibt es kaum noch Anbieter. Seit REWE seine "Ja-Milch" auf "länger haltbar" umgestellt hat, verwenden wir nur noch Bio-Milch mit > 3,5% Fett ohne "länger haltbar". Wo bekommt man eigentlich noch Vorzugsmilch (am besten aus Weidehaltung oder Heu, weniger Silage? Die umliegenden Bauern (wohne am Rand einer "kleinen Großstadt" haben eher Pferdeboxen, aber Kühe??? Die Milch aus Weidehaltung bzw. "Heumilch" hat einen höheren Gehalt an Omega-3-Fettsäuren als Milch aus Silage - ist also gesünder.
1
#45
2.3.15, 11:22
Das ist ja hier mein Thema des Tages, ich muss jetzt ein bis zwei Wochen ohne Milchprodukte auskommen, leider sogar auf gänzliche tierische Fette sowie Produkte verzichten.
Erst mal nur testweise, um festzustellen, was ich nun wirklich nicht vertrage. Irgendwas jedenfalls vertrage ich seit einiger Zeit nicht mehr so gut.
Dabei liebe ich Milch, besonders im Milchkaffee und in Rohmilchkäse-Form, außerdem Quark, Joghurt und Co. Ich hoffe nur, dass es nicht die Milch im allgemeinen ist, die ich nicht vertrage. Drückt mir mal bitte die Daumen.
Bisher bin ich ohne jegliche Allergien und Unverträglichkeiten etwas über ein halbes Jahrhundert alt geworden, warum jetzt so plötzlich ein Umschwung? Das ist jetzt nur eine rein rhetorische Frage, die ich mir und meiner Ärtztin stelle, das gilt nicht als Frage an Euch.
#46
2.3.15, 14:37
@Rumpumpel: Au weia, Du Arme(r). An so ein Szenario für mich hatte ich auch schon mal gedacht. Ich hoffe Du bist bei Deiner Ärztin in guten Händen. Vielleicht solltest/kannst Du in Absprache mit Deiner Ärztin ein med. Zentrum oder Krankenhaus mit entsprechender Abteilung für so etwas konsultieren, denn das kann an so vielem liegen. Praxen/Kliniken weisen mehrere oder alle diese Schwerpunkten auf; so ist auch der Untersuchungsaufwand nicht so groß und die Koordination/Abstimmung funktionieren besser:
Gastroenterologie
Hepatologie
Proktologie
Darm (Chronisch entzündl. Darmerkrankungen)
Ernährungsmedizin
und Hormon- und Stoffwechselerkrankungen (Endokrinologie).
Es gibt auch Untersuchungen der Zusammensetzung der Darmflora (scheint neu zu sein).

Alles Gute!
#47
2.3.15, 19:39
In meinem obigen Beitrag #40 war ich etwas schnell beim Schreiben. Darum habe ich einen Satz geschrieben, der vom Inhalt her unsinnig klingt und auch ist. Sorry!

Falsch ist der Satz:
"Sowohl direkt von der Kuh (wenn wir die Milch direkt in die Tasse gemolken bekamen) als auch die gekaufte Milch hat bei mir irgendwann irgendwelche Unverträglichkeit ausgelöst, sondern genieße eine hervorragende Gesundheit."

Korrekt sollte er heißen:
"Weder die direkt von der Kuh gemolkene Milch (die wir gleich in die Tasse gemolken bekamen) noch die gekaufte Milch haben bei mir irgendeine Unverträglichkeit ausgegelöst - ich genieße immer noch eine hervorragende Gesundheit."
#48
3.3.15, 17:21
@zumselchen:

Zucker/Süßstoffe sind in der normalen Milch, ob Magermilch, fettarme oder Vollmilch, nicht vorhanden und auch gar nicht erlaubt. Zumindest in Deutschland!
Zusätze gibt es bei uns nur in den weiterverarbeiteten Mopros wie Joghurt....
Die reine Milch kannst Du ohne Bedenken konsumieren. Ansonsten hilft immer noch das Lesen auf der Zutatenliste auf der Rückseite.

LG
#49
4.3.15, 10:03
@susant:
Richtig, zugesetzter Zucker hat in der Trinkmilch nichts zu suchen. Aber Zucker ist schon drin, nämlich Milchzucker (Laktose).

@Alle: Vor dem Verzehr von "Rohmilch direkt aus dem Euter" muss gewarnt werden. Die Milch wird vor dem Verkauf nicht von ungefähr pasteurisiert - Stichwort "Listeriose"-Gefahr. Man kann die Naturnähe auch übertreiben!

Wikipedia hierzu: "Personen mit erhöhtem Krankheitsrisiko wie Schwangere, Ältere und Schwerkranke sollten rohes Fleisch, rohen Fisch (Lachs), Rohmilch und Rohmilchprodukte wie Rohmilchkäse grundsätzlich meiden"
1
#50
4.3.15, 10:16
@Spectator: Als Kind ging ich ein paar mal die Woche zu Bauern hier und holte Milch. Die war unvergleichlich lecker, aber meine Mutter und Großmutter (hatten früher auch Kühe) mochten es gar nicht, wenn ich die Milch frisch trinken wollte. So wurde ich auf den "verkochten Milchgeschmack" konditioniert. Inzwischen trinke ich wieder lieber die ungekochte, aber pasteurisierte. Trotzdem: geschmacklich ist rohe Vollfett-Milch (für mich) die leckerste Variante.
1
#51
4.3.15, 11:49
@Spectator:

Du hast Recht, aber Laktose meinte ich nicht weil die ja nicht zugesetzt wird, sondern ein natürlicher Bestandteil der Milch wie z.B. Eiweiß auch ist.
Vor der sog. Vorzugsmilch würde ich auch warnen aus den erwähnten Gründen. Inzwischen gibt es geschmacklich wirklich gute Milch die auch pasteurisiert ist aber fast an den Geschmack der Frischmilch hinkommt.

LG
#52
4.3.15, 15:00
@susant: Aber wieso denn vor der Vorzugsmilch warnen?
http://www.milch-und-mehr.de/de/11758-Vorzugsmilch
#53
4.3.15, 16:16
@susant / paraiba:
Da ich Milch nicht in erster Linie zum Durst löschen nehme, kaufe ich nur H-Milch. Für Pudding und Pfannkuchen reicht sie allemal, und trinken kann man sie auch ganz gut. Die abgekochte Milch aus meiner Kindheit war nicht so mein Fall - Stichwort: Haut!
1
#54
4.3.15, 17:27
Wie oben schon jemand geschrieben hat können sich in der Vorzugsmilch (unabgekochte Milch) Keime befinden die dem Menschen, vor allem besonderen Personenkreisen wie Schwangere, Senioren und Abwehrgeschwächte und manchmal auch gesunden Menschen, gefährlich werden können.

@paraiba: Ich kaufe auch nur H-Milch. Aus den gleichen Gründen :-)
1
#55
4.3.15, 17:51
@susant:
Pasteurisierte Milch ist nicht wirklich abgekocht, sondern nur "kurzzeiterhitzt". Es fehlt daher der typische Geschmack von Omas abgekochter. Das Abkochen war, als der Kühlschrank noch nicht allgemein verbreitet war, im Sommer die einzige Möglichkeit, das schnelle Sauerwerden zu verhindern.
1
#56
4.3.15, 19:13
*Kopierter Text entfernt*

@susant: Obst (besonders Erdbeeren), Gemüse (auch Blattgemüse, wie Kopfsalat) "EHEC", Fisch, Käse, ... Fleisch, Wurst und ganz besonders Geflügel haben da wohl ein höheres Restrisiko als die engmaschig kontrollierte Vorzugsmilch. Transporter für Mehl sind innen manchmal nicht ausreichend gereinigt, so dass das Mehl mit Schimmelpilzen kontaminiert wird (Aflatoxine, ...). (Mir fällt da gerade Jack Nicholson in "Besser geht's nicht" ein.) Außer Haus essen oder trinken geht gar nicht! Gehen wir demnächst nur noch mit der Handdesinfektionsflasche, Mundschutz und Einweghandschuhen aus der Wohnung, meiden Orte an denen sich mehr als eine Person aufhalten. Mangelnde Hygiene in Haushalten führt zu mehr Erkrankungen. Übertriebene Hygiene begünstigt Allergien. Rückstände von Reinigungs- und mehr noch Desinfektionsmitteln sind auch nicht unbedenklich. Letztlich ist die Panik vor der Umwelt auch Stress, der die Gesundheit belastet.

Ich verwende auch H-Milch um Joghurt zu bereiten, manchmal auch um Pudding oder Kakao zu kochen, meist nehme ich da aber auch die einfache pasteurisierte, da ich nur 1/2 Liter brauche und der Rest nicht zur Verwendung kommen würde. Ich wurde nicht auf den Geschmack von H-Milch konditioniert. Sind die Innenseiten der Transportkartons nicht mit phthalathaltigen Kunsstoffen beschichtet bzw. enthalten (Getränke-)Verpackungen nicht meist Phthalate? Ich mag auch lieber Käsesorten aus Rohmilch, weniger die aus pasteurisierter Milch. Wir werden Risiken bestenfalls reduzieren, aber nicht ausschließen können.

Nicht unerwähnt lassen möchte ich die Gefahren und tausende von Todesfällen jährlich, die durch Dihydrogenmonoxid (Abkürzung DHMO) bzw. Hydrogenhydroxid, Hydroxylsäure oder Dihydrogenether hervorgerufen werden.
Das Link ist leider nur in Englisch:
http://dhmo.org/truth/Dihydrogen-Monoxide.html
1
#57
5.3.15, 21:56
@paraiba:

In meiner Verwandtschaft befinden sich mehrere Bauernhöfe aber ich denke es macht nicht viel Sinn da noch viel mehr zu schreiben. Ich glaube, dass meine Botschaft nicht so richtig rüber kommt. Gut, das ist nicht schlimm. Trotzdem ist nicht alles schlecht was es heutzutage im Supermarkt zu kaufen gibt. Bei der Milch muss man sich halt genauso wie bei anderen Lebensmitteln die richtige raussuchen und alles ist paletti.

LG
1
#58
6.3.15, 02:21
@susant: Ja, man muss sich das richtige raus suchen. Nicht jeder Milchviehhalter kann Vorzugsmilch produzieren. Die Auflagen sind strenger, die Überprüfungen engmaschiger als bei anderer Milch, die in Verkehr gebracht und zum menschlichen Verzehr bestimmt ist. Nach Trinkwasser ist die Vorzugsmilch vermutlich eines der Lebensmittel, die am stärksten überprüft wird. Seltsamerweise gibt es auch Trinkwasser in Flaschen abgepackt, das oft gekauft wird. Dabei handelt es sich selten um Mineralwasser sondern häufiger um Tafelwasser. Wenn die Flaschen Phthalate (Weichmacher) enthalten - das ist eher die Regel - geben sie diese auch an das darin enthaltene Wasser ab. Das ist bedenklich, denn Weichmacher stehen im Verdacht, den Hormonhaushalt zu beeinflussen. Dennoch wird das Wasser massenhaft gekauft.
Was die Milch betrifft: ich kaufe H-Milch für die Bereitung von Joghurt, Pudding, Milchreis, ..., für alles andere Frischmilch, aber nicht ESL - sie schmeckt wie H-Milch. Der Begriff extended shelf life (ESL) ist gesetzlich nicht definiert. ESL-Milch muss ebenso wie pasteurisierte Milch gekühlt (8–10 °C) werden. Die Haltbarkeit beträgt etwa 12 bis 21 Tage in der geschlossenen Verpackung; bei einer Lagertemperatur von 5 °C lässt sich diese Haltbarkeit häufig sogar auf 20 bis 40 Tage ausdehnen. Mit thermischen Verfahren hergestellte ESL-Milch musste anfangs als hocherhitzt gekennzeichnet werden, diese Verpflichtung entfiel seit August 2007. Und manchmal kaufe ich Vollfett-Vorzugsmilch - die genieße ich ähnlich einem Wein - das ist ja auch kein "Durstlöscher".
1
#59
22.3.15, 12:17
Habe gestern noch eine Flasche Milch > 3,8 % Fett, pasteurisiert, nicht homogenisiert vom "Landmarkt" im Supermarkt ergattert: leckerleckerlecker!
#60
1.6.16, 16:44
Was sagt ihr zu Laktose freier milch?:D
1
#61
1.6.16, 19:42
@smoothie24: Ich spreche nicht mit meiner Milch, ich trinke sie. Aber im Ernst: laktosefreie Milch ist wichtig für Leute die eine echte Laktoseintoleranz, also ärztlich festgestellt, haben. Für alle anderen ist es Schickimickischnickschnak.
2
#62
2.12.16, 10:53
Milch ist für mich kein Wegwerfprodukt sondern ein vollwertiges Lebensmittel!  Als meine Kinder noch klein waren, fuhr ich einmal pro Woche zu einem 25 km entfernten Demeter-Bauernhof, um meine Milchflaschen zu füllen. Die Milch hielt sich im Keller-Kühlschrank gut und die Sahne obendrauf wirkte wie ein Frischeverschluß. Jetzt hole ich einmal pro Woche die Milch von einem Bauernhof in der Nähe nach dem gleichen Prinzip. Natürlich habe ich zusätzliche Arbeit durch das Flaschenspülen aber das macht mir nichts aus. Auch Joghurt mache ich selber aus dieser Milch und er wird sehr gut von meiner Familie gegessen.  Gerne zahle ich dem Bauer den Preis, den ich im Laden bezahlen müßte. Der Bauer freut sich über das Taschengeld das er damit erhält, denn der Milchpreis für die Bauern ist beschämend.
1
#63
2.12.16, 12:51
Für alle Milchfans :
es gibt mittlerweile sogar im Rewe jetzt eine "Milchtankstelle",wo natürlich belassene Milch aus der Nachbarschaft ( Milchvieh - Landwirtschaft) verkauft wird. Vielleicht noch nicht flächendeckend,aber einfach mal fragen.
Ich selber trinke keine Milch mehr,obwohl ich aus der Landwirtschaft komme.Sie schmeckt mir einfach nicht mehr.
1
#64
2.12.16, 15:10
Ich trinke immer noch Milch - reichlich und in allen Variationen. Sie hat mir bisher nie geschadet und ich glaube nicht, dass ich in Bälde damit rechnen muss. Gegenüber der H-Milch von früher, die wirklich einen absonderlich abgekochten Geschmack hatte, hat sich der Geschmack inzwischen deutlich verbessert und ist quasi nicht mehr von der üblichen Milch zu unterscheiden.

Wer mir aber per sé erzählt, dass Milch ungesund und unnatürlich sei, mag es noch so häufig erzählen und daran glauben - ich glaube es jedenfalls nicht, weil ich sie mag und auch einwandfrei vertrage. Über mehrere tausend Jahre haben die Menschen Milch getrunken. Von Menschengruppen abgesehen, die den Milchzucker genetisch nicht vertragen. Aber in der Häufigkeit, wie die Menschen aktuell angeblich unter Lactoseintoleranz und sonstigen Unverträglichkeiten leiden, sehe ich leider nur eine durch Negativberichte der Medien hervorgerufene gesteigerte Einbildung als eine Art negativen Placeboeffekt als Ursache, denn von all denen, die angeblich eine Lactoseunverträglichkeit besitzen, ist sie bei Untersuchungen nicht einmal bei jeder zehnten Person tatsächlich festgestellt worden. Klar, wenn man schon keine Inquisition und Hexenverfolgung oder die Verteufelung von Eier und Cholesterin mehr als Freizeitbeschäftigung nutzen kann, muss natürlich irgendein Ersatz herhalten. Also jetzt halt die Milch als Bösewicht unserer Zeit. Warten wir mal ab, was in 20 Jahre herhalten muss. Wahrscheinlich das böse böse Weizenmehl. Oder die Fruchtsäfte. Oder das Gemüse ... Man weiß es einfach nicht.
#65
3.12.16, 10:57
Ich verwende gerne Milch und Käse und Quark und Joghurt und Sahne usw., habe aber seit einigen Jahren eine Lactoseunverträglichkeit. Und die ist nicht eingebildet und die wünsche ich auch keinem. Diese Bauchkrämpfe und der Durchfall die kurz nach dem Verzehr von Milchprodukten auftreten sind nicht nur äußerst "unangenehm" und schmerzhaft, sondern auch gesundheitsschädlich. Man kann in diesem Zustand nicht das Haus verlassen und muss abwarten bis alles allmählich abklingt.
Wie schon gesagt, ich verwende weiterhin gerne Milchprodukte und kaufe nun lactosefreie Milch, Käse, Quark, Joghurt, Sahne usw. und viele Hartkäsesorten sind von Natur aus lactosefrei. Manche sind gut sichtbar zu erkennen, bei vielen muss man das Kleingedruckte lesen. Etliche Kaufhäuser haben am Preisschild eine Kennzeichnung. Spezielle Käseläden haben geschultes Personal bzw. eine Liste wo die einzelnen Sorten aufgeführt sind. Die ganz normale Butter vertrage ich. Will ich mal eine Käsesorte die Laktose enthält essen, nehme ich Lactrasetabletten aus der Apotheke ein, mit 6000 Einheiten. Das kommt aber sehr selten vor. Man bekommt solche Tabletten schon in jedem Drogeriemarkt, wobei man sich vielleicht doch erst etwas näher darüber informieren sollte. Meine Tabletten gibt es in einer kleinen Spenderbox und die führe ich immer in meiner Handtasche bei mir. So bin ich auch bei Einladungen oder Gasthausbesuchen gut gerüstet. Aber das ist nur die Ausnahme. Zu Hause kann man sich wunderbar ohne viel Umstände darauf einstellen. Und um auch Calcium zu mir zu nehmen möchte ich auf Milchprodukte nicht verzichten.
Und noch etwas zu Kommentaren von weiter oben:  Der ganz normalen Milch wird doch kein Zucker zugesetzt! Wo steht auf der Zutatenliste Zucker? Diese Kennzeichnung wäre Pflicht! Wo Kakao und Obst dabei ist, ist das natürlich was anderes. Das sind Milchmixgetränke. Das habe ich persönlich noch nie gekauft. Da kann man sich fix selber was mischen und weiß was drin ist.
#66
3.12.16, 17:38
Kuh-Milch, wie wir sie heute angedreht bekommen ist ein versautes Industrieprodukt. Hier gibt es schon seit Jahren keine Roh-Milch mehr, sondern nur dieses weisse Gesöff in dem abgetötete Bakterien schwimmen, weil die Spinner die wir da so um uns herum haben, nicht akzeptieren wollen, dass Bakterien zur Milch gehören.

Wenn ihr sehen (bzw riechen) wollt, was wir da für einen Dreck angedreht bekommen, dann schüttet mal eine Packung UHT Milch in eurer Auto und wartet einen Tag: dann stinkt es im Auto derartig, dass ihr die Karre entsorgen könnt ... da nützt selbst "Super-Putzy" nichts mehr!

Ich habe inzwischen einen "Milch-Ersatz" entwickelt ... der ist billiger und es schwimmen dann wenigstens keine Bakterien-Leichen in meiner Ersatz-Milch herum:

Das geht folgendermassen: man kauft Haferflocken (egal welche, es braucht keine extra Zarten Köllnflocken ... auch die harten Schweizer Haferflocken, kann man dazunehmen). Die tut man in einen "Mixer". Der macht dann daraus Hafer-Mehl. Dieses Mehl lösst man dann in kaltem Wasser auf .. das schmeckt dann fast wie Milch. Und das ist zudem noch viel billiger!   :
3
#67
5.12.16, 07:02
@brainstuff: Und wenn ich die frischeste Rohmilch im Auto verschütten würde stinkt es hinterher genauso wie von dir beschrieben. Das liegt in der Natur der Sache wenn Milch verdirbt, ob Rohmilch oder eine andere Sorte.
#68
7.12.16, 02:35
@Boomer  Anständige "Rohmilch" stinkt nach ein paar Tagen nach "Sauermilch" bzw "Käse" und man kann das mit Wasser wieder wegbekommen  ... UHT Milch stinkt wie die Pest und man muss mindestens die Teppiche entsorgen !  Ich habe mal ein Auto gehabt, wo drin eine UHT  Milchpackung ausgelaufen ist .. das hat noch nach über einem Jahr fürchterlich gestunken. Früher hat man Rohmilch in einer Kanne transportiert, da ist auch hin und wieder mal etwas Milch ausgelaufen, das hat nie so gestunken.  
1
#69
7.12.16, 08:31
@brainstuff: Ich bin nach wie vor anderer Meinung und ich weiß sehr gut wie das stinkt und weiß auch, dass der Geruch besonders aus saugfähigen Materialien nicht raus zu bekommen ist. Aber das war mit der Milch die man persönlich vom Bauern abgeholt hat nicht anders. (Ich hab` übrigens noch so eine Kanne) Früher hat man, wenn was daneben ging die glatten Flächen mit viel Wasser gut gewischt. So viele Teppiche gab es bei "Ottonormalverbraucher" nicht. Ich habe etwa 10 Jahre meiner Kindheit auf einem Bauernhof verbracht und mit viel Spaß mit deren Sohn beim "Buttern", also der Butterherstellung geholfen und auch Einblick in das ganze Prozedere gehabt.
Der Gestank entsteht durch Gärung. Das nennt man dann Butan-oder Buttersäure. Auch ranzige Butter stinkt so und Erbrochenes. Aber das putzt man schnell weg oder schmeißt es weg und somit kann sich der Geruch nicht bis ins Unerträgliche verstärken. Der Hund es Nachbarn hat sich neulich im Körbchen erbrochen. Erst haben sie versucht alles zu säubern, aber dann kamen sie nicht drumrum und mussten das ganze Körbchen entsorgen.
Auch bei uns Menschen bildet sich im Dickdarm Butansäure und wirkt sich damit günstig für uns aus damit Krankheitserreger wie Salmonellen nicht so viel anrichten können.
Wie gesagt, ich persönlich würde die Milch die uns heute angeboten wird nicht generell verteufeln. Sie ist ein Lebensmittel das schnell verdirbt. Wir können sie heute in der Regel nicht mehr selbst beim Bauern in der Kanne abholen und um den Verzehr von Milch zu ermöglichen hat man halt so einige haltbarmachende Verfahren erfunden. Das man da Abstriche machen muss sehe auch ich ein, hätte aber selbst keine Alternative wie ich zu Milch kommen könnte, wenn ich nicht auf alternative Produkte zurück greifen wollte.
#70
7.12.16, 14:19
@Boomer: Selbst einige gewöhnliche Supermärkte haben in ihrem Sortiment "Vorzugsmilch". Jedoch würde ich für kleine Kinder und besonders für ältere Personen (eingeschränktes Immunsystem) eher pasteurisierte Milch verwenden.
Zur Joghurtbereitung verwende ich H-MIlch (3,8%) - das funktioniert sehr einfach und erzielt leckere Ergebnisse.
Sonst verwende ich eine Bio-Milch - 3,8 % - nicht ESL. ESL schmeckt mir zu sehr nach H-Milch auf deren Geschmack ich nie konditioniert wurde.
Früher war ich auch immer mit der Milchkanne zu einem Bauern gegangen. Die Höfe gibt es zwar noch, aber leider keine Milchkühe mehr, nur noch Pferde (keine Stutenmilch).
1
#71
7.12.16, 15:10
@paraiba: Ja da sind wir ja auf einer Wellenlänge.
Wenn ich mal so einen richtig guten Kakao, Pudding usw. usw.... will, möchte ich halt keine "Haferflockenmilch", Soja,- Mandel- und was auch immer für eine Milch, verwenden.
Ganz korrekt darf man es ja garnicht Milch nennen.
Und dann werde ich auch nicht gleich krank davon. (wenn ich nicht eine Unverträglichkeit habe - oweia hier muss man ja sooo vorsichtig sein was man so schreibt, denn es wird um 10 Ecken hinterfragt ) :-)
#72
7.12.16, 15:39
@Boomer:Sicher, es ist gut sich über die "Stoffe" die man sich zuführt, zu informieren. Oft (auch bei FM) gleitet das aber in Pseudowissen ab und dann kann man hier "Glaubenssätze" lesen, die eher was mit Religion als mit Ernährung (-swissenschaft) / Hauswirtschaft zu tun haben.
#73
7.12.16, 16:24
@paraiba: Gerade für kleine Kinder ist "Pasteurisierte" Milch der letzte Dreck.Seit es praktisch keine "Rohmilch" mehr gibt, sind Allergien und ähnliches viel verbreiteter. Das kommt vor allem davon, dass Kinder nicht frühzeitig Abwehrmechanismen bilden können, weil sie keinen natürlichen Keimen mehr ausgesetzt werden.

Schlimmer noch: in unserer aktuellen Milch schwimmen Millionen von abgetöteten Bakterien. Was diese Bakterienleichen für einen Einfluss auf unsere Gesundheit haben, wird noch nicht einmal ansatzweise erforscht, weil die Milchindustrie unbedingt die Theorie aufrecht erhaten will, dass Milch "gesund" ist.

Vor uns sind Milliarden von Menschen mit ganz natürlicher Milch aufgewachsen. Inzwischen sterben, mehr Menschen, an verdorbener UHT Milch, wie jemals wegen bösen Bakterien in der "Rohmilch" abgekratzt sind!

Schlimmer noch .. die durch den Hystere-Wahn hervorgerufenen Depressionen und Ängste haben inzwischen mehr Tote zur Folge, wie jemals durch schlechte Bakterien, in der Rohmilch verursacht worden sind!   

Wenn wir schon ein natürliches Produkt in ein Industrieprodukt verwandeln, dann wenigstens richtig: Man muss die Rohmilch in ihre Bestandteile zerlegen, dann die "bösen" Bakterien  herausfiltern und dann muss man die guten, natürlichen Bakterien wieder in das Gesöff einbringen.

Sage jetzt nicht das geht nicht: nur das Herausfischen, von den natürlichen Bakterien wird noch nicht praktiziert, aber es gibt schon Produkte, wo die natürlichen Bakterien wieder zugesetzt werden (Käse, Quark, Sauermilch,...).
 
1
#74
7.12.16, 16:33
@brainstuff: Das ist interessant: "Inzwischen sterben, mehr Menschen, an verdorbener UHT Milch, wie jemals wegen bösen Bakterien in der "Rohmilch" abgekratzt sind!" Woher hast Du die Information?
Alternativ zu pasteurisierter / homogenisierter Milch gibt es auch "Vorzugsmilch".
#75
7.12.16, 18:00
@brainstuff: Auch ich habe noch nie von den vielen Menschen gehört oder gelesen, die an verdorbener UHT Milch verstorben sein sollen. Sehe nicht einmal ansatzweise eine an Wahrheit grenzende Wahrscheinlichkeit.
Kann es sein, dass Sie dermaßen viele Interessen haben, dass Sie inzwischen Nichts über Alles wissen? Oder sind Sie mit den bei Ihnen üblichen merkwürdigen Fakten nun auch hier inkognito tätig, Mr. Trump?
Sorry. Sie frönen scheinbar dem Volkssport "Falsche Behauptungen öffentlich verbreiten und nichts beweisen müssen". Das Internet hat eben nicht nur Vorteile.

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