Resiliente Menschen akzeptieren Veränderungen, kämpfen nicht dagegen an. Veränderungen sind ein Teil ihres Lebens und jede Krise wird als eine Situation angesehen, die es zu überwinden gilt.
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Mit Krisensituationen besser umgehen - Resilienz erlernen

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Ich bin mir nicht sicher, ob ich mit diesem Thema überhaupt einen Tipp einstelle, überlasse diese Diskussion aber einfach mal der Allgemeinheit. Der eigentliche Tipp besteht für mich darin, darauf aufmerksam zu machen, das Leben und das Schicksal von verschiedenen Seiten zu betrachten.

Dieser Post erhebt keinen psychologischen Anspruch. Ich möchte aus eigener Erfahrung und als direkt Betroffene verschiedene Möglichkeiten aufzeigen, wie man lernt, mit Krisen und Krisensituationen besser umzugehen.

Es gibt Menschen, die bewältigen Stress, Rückschläge, Zurückweisung oder Frust besser als andere Menschen. Warum ist das so? Die Antwort darauf: Diese Menschen sind resilient. Andere Menschen wiederum werden bei kleinsten Misserfolgen aus der Bahn geworfen, sind weniger widerstandsfähig und viel empfindlicher als andere Menschen. Bleiben Menschen aber in Belastungssituationen stabil, wird diese Fähigkeit als “Resilienz” bezeichnet.

Nicht jeder kann Krisen weniger schwer als andere nehmen, aber Resilienz kann trainiert werden, wenn auch die Grundlagen bereits in der Kindheit gelegt wurden: Wertschätzung, Ermutigung und Unterstützung macht jedes Kind widerstandsfähiger für das weitere Leben. Dennoch kann man auch als Erwachsener lernen, resilient zu sein:

Was ist Resilienz?

Resiliente Menschen akzeptieren Veränderungen, kämpfen nicht dagegen an. Veränderungen sind ein Teil ihres Lebens und jede Krise wird als eine Situation angesehen, die es zu überwinden gilt. Anpassung an die neue Situation ist das Schlüsselwort und die Akzeptanz, dass es nicht immer eine Lösung für jedes Problem gibt, sondern dass man auch mal etwas hinnehmen muss und nicht auf jede Frage eine Antwort bekommt. Sie akzeptieren, was unvermeidbar ist.

Es geht hier nicht nur um Krisensituationen wie Krankheit, Verlust, Herzschmerz oder Trennung, sondern auch um alltägliche Situationen wie zum Beispiel unangenehme Arbeiten: Jammern und Klagen verbessert die Situation nicht. Stattdessen sollte man es einmal aus einer anderen Perspektive betrachten: Welchen Nutzen habe ich, wenn ich diese Arbeit jetzt verrichte? Gezielte Suche nach Vorteilen erleichtert die Entscheidung sehr. Ich zum Beispiel habe immer im Kopf, dass es noch viel schlimmer kommen  oder sein könnte und schon fällt es mir leichter, die jeweilige jetzige Situation zu akzeptieren.

Akzeptanz ist überhaupt ein ganz wichtiges Thema:

Die Wirklichkeit und die in Krisensituationen damit verbundene Trauer, die negativen Gefühle, die Ängste oder der Ärger wird von resilienten Menschen nicht verleugnet.

Allerdings sehen sich diese Menschen nicht als Opfer, sondern übernehmen die Verantwortung für ihr Leben und ihr Handeln. Sie sind sich bewusst, dass sie Einfluss auf den Lauf des Lebens haben und an einer Situation jederzeit etwas ändern können. Sie sind optimistisch, wissen, dass es Zeiten im Leben gibt, in denen es nicht immer rund läuft und dass sich das Blatt aber auch jederzeit wieder wenden kann und wird.

Nicht zurückziehen, aufgeschlossen bleiben, Hilfe von außen suchen und annehmen, neue Freundschaften aufbauen, die Unterstützung bieten können - auch das ist hilfreich in Krisensituationen.

Für mich ganz wichtig zu erwähnen ist Optimismus! Glauben, nein wissen, dass es immer schwere Zeiten und Rückschläge im Leben gibt und doch ganz fest darauf vertrauen, dass sich die Dinge wieder zum Guten wenden werden.

Das ist bei schweren Krankheiten, die nicht positiv ausgehen werden, leicht gesagt. Ich kann aber bestätigen, dass ein anderer Blickwinkel erlernbar ist und glücklich macht.

Resiliente Menschen erleben nicht weniger unangenehme Situationen, als andere Menschen, oder bleiben gar davon verschont: Sie sehen nur mehr Positives in der Situation, geben den positiven Momenten mehr Raum und gehen in Krisensituationen immer davon aus, dass sie sie überstehen werden: Optimismus macht Mut und gibt Kraft und Stärke. Aus Krisen lernen! Wie oft hat man das schon gehört und gelesen, aber es ist eine Tatsache, dass viele Menschen sagen: Aus dieser Krise habe ich gelernt. Wenn ich nicht krank geworden wäre, hätte ich immer so weitergelebt wie vorher. Jetzt sehe ich die wesentlichen und für mich wichtigen Dinge ...

Natürlich fällt es nicht jedem leicht, aus der eigenen Haut zu schlüpfen und es gibt Schicksalsschläge, die es nahezu unmöglich machen, positiv nach vorne zu schauen. Der Schmerz sitzt so unendlich tief, dass man froh ist, überhaupt den Tag zu überstehen. Gerade dann aber ist es wichtig, nach kleinen positiven Dingen zu suchen. Der Schmerz wird dadurch nicht geschmälert, dass man für einen Moment nicht so unsagbar traurig ist und positive Gedanken haben durchaus auch in diesen Situationen ihre Berechtigung.

Es gibt Denkweisen, mit denen man den Umgang mit den Widrigkeiten des Lebens lernen kann:

Ich werde an einer Krise wachsen. Was kann ich durch sie lernen?

Man kann das neue Denkmuster in ganz kleinen Schritten lernen

  • Ärgert man sich über einen Strafzettel - sieht man es ganz bewusst von der Seite, warum es dazu kam: Ich fuhr zu schnell! Es wäre vielleicht ohne diese Warnung zu einem Unfall in naher Zukunft gekommen.
  • Ich wurde bei der Beförderung wieder nicht berücksichtigt! Wenn ich mein Bestes gebe und trotzdem nicht weiter komme, sollte ich mich vielleicht nach einem neuen Job umsehen
  • Mein Kind ist sitzen geblieben. Vielleicht wird ihm dadurch bewusst, dass es sich mehr anstrengen muss, um weiter zu kommen (es war ihm eine Lehre).

Es gibt ganz viele Situationen, aus denen man immer etwas Positives ziehen kann. Dabei geht es überhaupt nicht darum, ob es es sinnvoll oder nützlich ist, sondern nur darum, den Blickwinkel der Geschehnisse  zu verändern, mit solchen kleinen Übungen zu trainieren und ein neues Denkmuster einzustudieren.

Dieses kleine Training kann dabei helfen, ein wenig von der schmerzlichen Seite abzuweichen und den Fokus nach und nach immer mehr auf das Positive zu richten.

Ganz wichtig ist mir zu erwähnen, dass es niemals darum geht, Leid und Kummer zu ignorieren oder nicht mehr zuzulassen; es kann jedoch gelingen, dass die Spanne zwischen Leid und der Zeit, in der man Positives sieht, mit der Zeit  immer kürzer wird.

Ich kann es bestätigen: Ich bin betroffen!

Dieser Post erhebt keinen psychologischen Anspruch. Ich möchte aus eigener Erfahrung und als direkt Betroffene verschiedene Möglichkeiten aufzeigen, wie man lernt, mit Krisen und Krisensituationen besser umzugehen.

Es gibt Menschen, die bewältigen Stress, Rückschläge, Zurückweisung oder Frust besser als andere Menschen. Warum ist das so? Die Antwort darauf: Diese Menschen sind resilient. Andere Menschen wiederum werden bei kleinsten Misserfolgen aus der Bahn geworfen, sind weniger widerstandsfähig und viel empfindlicher als andere Menschen. Bleiben Menschen aber in Belastungssituationen stabil, wird diese Fähigkeit als “Resilienz” bezeichnet.

Nicht jeder kann Krisen weniger schwer als andere nehmen, aber Resilienz kann trainiert werden, wenn auch die Grundlagen bereits in der Kindheit gelegt wurden: Wertschätzung, Ermutigung und Unterstützung macht jedes Kind widerstandsfähiger für das weitere Leben. Dennoch kann man auch als Erwachsener lernen, resilient zu sein:

Was ist Resilienz?

Resiliente Menschen akzeptieren Veränderungen, kämpfen nicht dagegen an. Veränderungen sind ein Teil ihres Lebens und jede Krise wird als eine Situation angesehen, die es zu überwinden gilt. Anpassung an die neue Situation ist das Schlüsselwort und die Akzeptanz, dass es nicht immer eine Lösung für jedes Problem gibt, sondern dass man auch mal etwas hinnehmen muss und nicht auf jede Frage eine Antwort bekommt. Sie akzeptieren, was unvermeidbar ist.

Es geht hier nicht nur um Krisensituationen wie Krankheit, Verlust, Herzschmerz oder Trennung, sondern auch um alltägliche Situationen wie zum Beispiel unangenehme Arbeiten: Jammern und Klagen verbessert die Situation nicht. Stattdessen sollte man es einmal aus einer anderen Perspektive betrachten: Welchen Nutzen habe ich, wenn ich diese Arbeit jetzt verrichte? Gezielte Suche nach Vorteilen erleichtert die Entscheidung sehr. Ich zum Beispiel habe immer im Kopf, dass es noch viel schlimmer kommen  oder sein könnte und schon fällt es mir leichter, die jeweilige jetzige Situation zu akzeptieren.

Akzeptanz ist überhaupt ein ganz wichtiges Thema:

Die Wirklichkeit und die in Krisensituationen damit verbundene Trauer, die negativen Gefühle, die Ängste oder der Ärger wird von resilienten Menschen nicht verleugnet.

Allerdings sehen sich diese Menschen nicht als Opfer, sondern übernehmen die Verantwortung für ihr Leben und ihr Handeln. Sie sind sich bewusst, dass sie Einfluss auf den Lauf des Lebens haben und an einer Situation jederzeit etwas ändern können. Sie sind optimistisch, wissen, dass es Zeiten im Leben gibt, in denen es nicht immer rund läuft und dass sich das Blatt aber auch jederzeit wieder wenden kann und wird.

Nicht zurückziehen, aufgeschlossen bleiben, Hilfe von außen suchen und annehmen, neue Freundschaften aufbauen, die Unterstützung bieten können - auch das ist hilfreich in Krisensituationen.

Für mich ganz wichtig zu erwähnen ist Optimismus! Glauben, nein wissen, dass es immer schwere Zeiten und Rückschläge im Leben gibt und doch ganz fest darauf vertrauen, dass sich die Dinge wieder zum Guten wenden werden.

Das ist bei schweren Krankheiten, die nicht positiv ausgehen werden, leicht gesagt. Ich kann aber bestätigen, dass ein anderer Blickwinkel erlernbar ist und glücklich macht.

Resiliente Menschen erleben nicht weniger unangenehme Situationen, als andere Menschen, oder bleiben gar davon verschont: Sie sehen nur mehr Positives in der Situation, geben den positiven Momenten mehr Raum und gehen in Krisensituationen immer davon aus, dass sie sie überstehen werden: Optimismus macht Mut und gibt Kraft und Stärke. Aus Krisen lernen! Wie oft hat man das schon gehört und gelesen, aber es ist eine Tatsache, dass viele Menschen sagen: Aus dieser Krise habe ich gelernt. Wenn ich nicht krank geworden wäre, hätte ich immer so weitergelebt wie vorher. Jetzt sehe ich die wesentlichen und für mich wichtigen Dinge ...

Natürlich fällt es nicht jedem leicht, aus der eigenen Haut zu schlüpfen und es gibt Schicksalsschläge, die es nahezu unmöglich machen, positiv nach vorne zu schauen. Der Schmerz sitzt so unendlich tief, dass man froh ist, überhaupt den Tag zu überstehen. Gerade dann aber ist es wichtig, nach kleinen positiven Dingen zu suchen. Der Schmerz wird dadurch nicht geschmälert, dass man für einen Moment nicht so unsagbar traurig ist und positive Gedanken haben durchaus auch in diesen Situationen ihre Berechtigung.

Es gibt Denkweisen, mit denen man den Umgang mit den Widrigkeiten des Lebens lernen kann:

Ich werde an einer Krise wachsen. Was kann ich durch sie lernen?

Man kann das neue Denkmuster in ganz kleinen Schritten lernen

  • Ärgert man sich über einen Strafzettel - sieht man es ganz bewusst von der Seite, warum es dazu kam: Ich fuhr zu schnell! Es wäre vielleicht ohne diese Warnung zu einem Unfall in naher Zukunft gekommen.
  • Ich wurde bei der Beförderung wieder nicht berücksichtigt! Wenn ich mein Bestes gebe und trotzdem nicht weiter komme, sollte ich mich vielleicht nach einem neuen Job umsehen
  • Mein Kind ist sitzen geblieben. Vielleicht wird ihm dadurch bewusst, dass es sich mehr anstrengen muss, um weiter zu kommen (es war ihm eine Lehre).

Es gibt ganz viele Situationen, aus denen man immer etwas Positives ziehen kann. Dabei geht es überhaupt nicht darum, ob es es sinnvoll oder nützlich ist, sondern nur darum, den Blickwinkel der Geschehnisse  zu verändern, mit solchen kleinen Übungen zu trainieren und ein neues Denkmuster einzustudieren.

Dieses kleine Training kann dabei helfen, ein wenig von der schmerzlichen Seite abzuweichen und den Fokus nach und nach immer mehr auf das Positive zu richten.

Ganz wichtig ist mir zu erwähnen, dass es niemals darum geht, Leid und Kummer zu ignorieren oder nicht mehr zuzulassen; es kann jedoch gelingen, dass die Spanne zwischen Leid und der Zeit, in der man Positives sieht, mit der Zeit  immer kürzer wird.

Ich kann es bestätigen: Ich bin betroffen!

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