Ich habe im Internet sorgfältig recherchiert, bevor ich den Tipp an Frag-Mutti.de schicke und die Erklärung der Engländer ist die vernünftigste Begründung, die ich gehört bzw. gelesen habe.

Nacht-Esser-Syndrom (NES)

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Hallo, ich habe im Ausland die englische Version der Ernährungs-Docs gesehen und sie haben das Nacht-Esser-Syndrom (NES) wie folgt begründet: Es handelt sich um Leute, deren Melatoninspiegel in der Nacht auf Null sinkt, so dass Sie mit Hunger aufwachen und etwas essen müssen. Und weil sie ja essen, aktivieren sie ein Enzym, das den Melatoninspiegel wieder in die Höhe treibt und sie weiter schlafen können.

Ich habe im Internet sorgfältig recherchiert, bevor ich den Tipp an Frag-Mutti.de schicke und die Erklärung der Engländer ist die vernünftigste Begründung, die ich gehört bzw. gelesen habe.

Das NES ist bisher wenig erforscht. Forscher haben dennoch bei Experimenten mit Mäusen entdeckt, dass eine Gen-Veränderung vorliegt, da die Mäuse die am NES litten, die gleiche Gen-Veränderung zeigten wie die Menschen mit NES.

Einige Webseiten sprechen von einer Essstörung, andere meinen, dass Hormone eine Rolle spielen, andere empfehlen einen Psychologen zu suchen und andere raten, dem Hunger nicht nachzugeben. Dann muss man sich aber zwischen Pest und Cholera entscheiden, entweder esse ich etwas auf die Gefahr hin, ein wenig zuzunehmen, oder bleibe ich die ganze Nacht wach und kann nicht weiter schlafen.

Vielleicht wäre empfehlenswert, ein Teil der Tagesportionen in der Nacht zu essen. Wenn ich am Frühstück normalerweise zwei Brötchen esse, dann esse ich nur noch eins und eins in der Nacht, so dass die Tageskalorien ausgeglichen bleiben.

Ich habe in der Familie einen Verwandten, der darunter leidet und habe ihm Melatonin Tabletten geschenkt. Es hat nicht geholfen.

Wichtig ist, zu erkennen, dass es sich um ein Syndrom handelt, und das beste daraus zu machen.

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12 Kommentare

#1
26.4.19, 13:35
Es ist Jahre her, aber es gab eine Zeit, da wurde ich jede Nacht um zwei Uhr wach und musste einen halben Apfel essen. Es war wie eine Sucht und sofort nach dem essen konnte ich weiterschlafen. Das hat so ca ein Jahr angehalten, eines Tages war es plötzlich weg. Ich habe keine Ahnung, welcher Teufel mich da geritten hat, aber ich vermute auch eine hormonelle Störung. Heute gibt es bei mir nach einem frühen Abendessen nicht einen Krümel mehr.
1
#2
26.4.19, 13:45
Yvonne, sehr interessant!
Das kann also dahinterstecken.
#3
26.4.19, 17:03
Wieder was gelernt!
In meinem ganzen Leben hatte ich nachts noch nie Hunger, obwohl ich meine letzte Mahlzeit vor 17.00 Uhr einnehme. Im Gegenteil: je leerer mein Bauch, desto besser der Schlaf.
Von meiner Mutter weiß ich jedoch, dass bei ihr das Gegenteil zutrifft: sie kann nachts nicht mit hungrigem Magen schlafen, friert dann im Bett und muss aufstehen und etwas essen.
Übrigens: schlank sind wir trotz unterschiedlicher Bedürfnisse und Gewohnheiten beide.
1
#4
27.4.19, 11:12
Manchmal kann ich auch nachts nicht wieder einschlafen. Früher bin ich dann oft aufgestanden und habe entweder ein Stück Käse oder etwas Schokolade gegessen. Das hat meistens geholfen. Seitdem ich abends nichts mehr esse, gibt es nachts auch keine Zwischenmahlzeit mehr, obwohl ich manchmal lange wach liege.
Das Essen in der Nacht hat , zumindest bei mir, etwas mit Gewohnheit und Einstellung zu tun.
#5
28.4.19, 10:01
Was, es gibt tatsächlich ein NES?! Super! Ich zähle mich  seit Jahren zu dieser Gruppe und Ärzte sowie Ernährungsberater legen mir die ganze Zeit ans Herz, zu "WIDERSTEHEN". Aber das geht nicht; ich wache so ca. 4x nächtens auf und gehe automatisch vor-frühstücken. Mein Frühstück besteht meistens aus Joghurt (2 oder 3), einem Milkshake und/oder 2 Brötchen (süss oder neutral). Aber ob ich wirklich am NES "leide"? Keine Ahnung. Die Fachleute meinen/raten mir, das Abendessen nicht ausfallen zu lassen. Leichter gesagt, als getan: nach dem Mittagessen gönne ich mir ausser Kaffee oder einen Latte nur noch Obst; Hunger habe ich nicht und abends essen ist mir ein Greuel. Ich habe meine Eltern immer schief angeguckt - mir wurde schon schlecht, wenn ich den Geruch von Schnitzel gegen 20.00h in die Nase bekam -, was und wie die am Abend assen. Klar, konnten die dann besser schlafen, mein Vater zumindest mit seiner Wampe, aber ich? Kurz: zwischen Mittagessen und erstem nächtlichen Aufstehen mit Vor-Futtern liegen bei mir gut 12 Stunden! Aber ob das mit dem Melatonin oder den Hormonen - ich bin in den Wechseljahren, konnte aber davor nicht besser oder durchschlafen - zusammenhängt, keine Ahnung. Ich beruhige mein Gewissen damit, dass ich meine Frühstücksration vorbezhiehe und danach nciht ünberziehe. Mein Gewicht will trotz viel Sport und Bewegung nicht runter; mein BMI suggeriert mir Übergewicht, aber fett und kurzatmig oder so bin oder fühle ich mich nciht. Das passt irgendwie nicht zusammen. Wenn ich täglich meinen Grundumsatz - trotz nächtlichem Vorbezug - nicht überschreite, und nicht abnehme, trotz viel Bewegung, dann kann es unmöglich an dem nächtlichen Vorbezug liegen, oder? Ich wollte schon lange den Kühlschrank "sichern" mit Schloss (!), aber das geht ja nicht. Dann wollte ich mich überlisten und die Küchentür - als es noch eine gab -, abschliessen. Wieder Pustekuchen: die liess sich nur von innen schliessen - verstehe das mal einer. Wie gesagt, Fressattacken nenne ich das nicht, eher eine Art Energie schöpfen für den Schlaf. Durst treibt mich ja auf die Beine und wenn ich in der Küche meine Frühstücksration - ich friere meine Brotwaren portioniert ein und nehme sie dann abends raus - nach meinem Durststiller sehe, muss ich vorgreifen... Aber sehr schön, das mit dem Melatonin. Bis heute ist es mir ein Rätsel, wie Leute abends essen können, richtig essen und zuschlagen. Nach so einem Mahl könnte ich noch weniger einschlafen.
1
#6
28.4.19, 11:07
🙂 Ich leide auch darunter und mache jetzt ff.: ich esse zwar nachts, meistens gegen 2.00, schlafe dann aber ein und bin tagsüber vollkommen satt. Dann esse ich erst wieder gegen 18.00, dann wieder gegen 2.00 Uhr, d..h. ich habe ca. 16 Stunden dazwischen, wo ich nichts esse - praktisch ein Intervallfasten. Ich komm gut damit klar. Widerstehen hilft überhaupt nicht, man liegt dann wach mit knurrendem Magen und ist morgens total unausgeschlafen.
#7
28.4.19, 11:22
Nein, ein Hungergefühl kenne ich nicht, auch knurrt mein Magen nie! Es ist irgendwie, als ob der Magen sagen würde: "Warum bekomme ich nichts? Was habe ich falsch gemacht? Wenn ich nichts bekomme, dann kannst du schlafen vergessen. Ist meine Rache!" Im Ernst: ich denke mal, auch wenn ich gegen Intervallfasten bin, dass ich eine Art Intervall-Fasten mache. Denn bei mir liegen, je nachdem ich meine letzte (Mittags)Mahlzeit eingenommen habe, zwischen 12 und 16 Stunden. Leider ändert sich am Gewicht nix. Die Ernährungsberatung meinte, ich solle mich zum essen (abends) zwingen, damit ich besser durchschlafen könne, und zwar am besten mit Eiweiss wie Käse und einem Stück Brot. So'n Quatsch! Wenn mein Körper sagt: "Ich habe jetzt Lust auf Käse", dann mache ich das. Wenn kein Käse da ist, nehme ich eben Brot. Auf die Idee, Schokolade oder einen Pudding nächtens zu verdrücken, würde ich nie kommen.; bei mir muss es kalt, eher bitter oder neutral und flüssig sein - quasi als Mittelding zwischen Mahlzeit und Drink. Mir wird übel, wenn ich mir die Südländer mit den Spaghetti voll triefenden Öls usw. abends vor dem SChlafengehen vorstelle, dazu noch Wein. Auch ärgere ich mich dann über diese Leute, die so viel abends verdrücken und am nächsten Morgen gertenschlank daherkommen. Vielleicht war das der Auslöser, warum ich strikt abends mit dem Essen streike. Wie gesagt: einen Hungerast habe ich selten und wenn überhaupt, dann nur vor dem Sport. Verstehe das mal einer!
1
#8
28.4.19, 20:13
Ich esse Abendbrot, kenne das Problem mit aufwachen und teilweise auch frieren und nimmer einschlafen trotzdem. Käse, ein kleines Stückchen Butterbrot, eine Stückchen Bitterschokolade oder eine Banane schon griffbereit helfen mir meistens sehr gut. Ich wechsele ab. Meistens kaum gegessen und schon wieder eingeschlafen. Aber man darf auch nicht lange rumlaufen und was anderes tun. Am besten mit zum Bett nehmen. Von solchen Kleinigkeiten wird man nicht dick und schlechte Zähne habe ich auch nicht, vonwegen Zähne putzen. :-)
#9
28.4.19, 20:53
Der Melatoninspiegel wird von Schlafrythmus bzw.Tageslicht gesteuert und hat mit dem Essen nicht zu tun ,wenn ICH nicht Schlafen kann nehme ich Melatonin.
#10
29.4.19, 10:55
Hallo liebe Leute,

vielen Dank für eure Kommentare zu meinem Tipp bzgl. NES. Die kann ich einzeln leider nicht beantworten, weil jedesmal das System streikt und die Seite nicht reagiert.

Einige sind sich gar nicht so sicher, dass sie am NES leiden. Da habe ich eine Idee: man könnte eventuell ein Schlaflabor bemühen, ihnen von NES und dem Zusammenhang mit dem Melatoninspiegel erzählen und sie darum bitten, zwei Blutproben zu entnehmen, eine beim Aufwachen um 02:00 oder 04:00 je nachdem und eine 15 Minuten nachdem ihr was gegessen habt und sie in ein Labor zwecks Feststellung des Melatoninspiegel zuzuschicken. Wenn der Melatoninspiegel beim Aufwachen auf Null war und nach dem Essen normal, handelt sich mit Sicherheit um ein NES.

Viel Erfolg und liebe Grüsse

Yvonne

*Dieser Kommentar wurde von der Redaktion eingefügt*
#11
29.4.19, 11:09
geh zum Landwirt und kaufe NUR die Abendmilch!
dort ist so viel Melatonin dtinn, dann braucht man keine Tabletten, welche auch nur aus der Milch gewonnen wurde!
#12
29.4.19, 11:47
Hi Yvonne! Das mit dem SChlaflabor habe ich versucht, wurde aber abgelehnt - habe natürlich nichts vom NES erwähnt -, weil die meinten, wenn ich gesundheitlich fit morgens, keine Schmerzen welcher Art auch immer hätte oder wie gerädert aufstünde, dann sei ja alles ok; ein Schlaflabor sei nur nötig für Leute, deren Schlafprobleme deren Lebensqualität beeinflussen. Schon komisch. Mein Fitnesstracker zeigt mir auf, dass ich zwischen 4 und 5 Mal nachts aufstehe und dennoch mit meinen 6-7 Std. ausgeschlafen bin.

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