Medikamente aus dem Internet

Rezeptfreie Medikamente im Internet kaufen

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Einst streng verboten, ist der Onlinehandel mit Medikamenten in Deutschland seit dem Jahr 2004 erlaubt. Wir sagen Dir, was beim Bezug von rezeptfreien Medikamenten über das Internet zu beachten ist.

Gesetzlich streng geregelt: Der Versandhandel mit Medikamenten

Über 3.000 stationäre Apotheken erhielten bislang eine staatliche Zulassung als Versandapotheke nach § 11a des Apothekengesetzes. Der Versand apothekenpflichtiger Arzneimittel wird auf Antrag nur Apothekern erlaubt, die über eine deutsche Approbation verfügen (§ 2 Apothekengesetz). Allerdings sind nur etwa 5 Prozent der zugelassenen Versandapotheken überwiegend im Versandhandel aktiv. Die aktiven Versandhandels-Apotheken erzielten im Jahr 2014 in Deutschland einen Umsatz von 1,5 Milliarden Euro. Bei rezeptfreien Medikamenten erreichten die Online-Apotheken einen Marktanteil von 11 Prozent.

Welche Arzneimittel dürfen über den Online-Handel bezogen werden?

In Deutschland dürfen Arzneimittel nur dann in den Verkehr gebracht werden, wenn sie vorher nach den Regelungen des Arzneimittelgesetzes zugelassen wurden oder wenn die Europäische Kommission ihre Verwendung genehmigt hat. Der Bezug gefälschter Medikamente oder Wirkstoffe ist verboten.

Bestellung von Arzneien: Möglichst nur über Online-Apotheken aus der EU

Online-Apotheken unterliegen in allen Ländern der Europäischen Union denselben Rechtsvorschriften hinsichtlich Arzneimittelsicherheit und Verbraucherschutz. Zu empfehlen ist, Bestellungen nur bei einer in Deutschland oder im EU-Ausland zugelassenen Online-Apotheke vorzunehmen. Vorsicht ist bei Online-Apotheken mit Sitz außerhalb der EU geboten, da diese nicht den Verbraucherschutz-Vorschriften des EU-Rechts unterliegen.

Die Vorteile und Nachteile von Online-Apotheken

Die Bestellung rezeptfreier Medikamente bei einer Online-Apotheke kann aus verschiedensten Gründen hilfreich sein:

  • Online-Apotheken erlauben zu jeder Zeit und von jedem Ort aus eine bequeme Arzneimittel-Bestellung.
  • Da Online-Apotheken geringere Personal- und Sachkosten als bei einer stationären Apotheke entstehen, können rezeptfreie Medikamente erheblich preisgünstiger angeboten werden (mit bis zu 60 Prozent Preisersparnis).
  • Über bestimmte Krankheiten sprechen manche Patienten nicht gerne. Online-Apotheken ermöglichen eine vertrauliche Bestellung und einen diskreten Versand. 
  • Ist ein Medikament in einer stationären Apotheke gerade nicht vorrätig, so muss der Verbraucher die Apotheke ein zweites Mal aufsuchen. Die Online-Apotheke übersendet ein gewünschtes Medikament automatisch, sobald es wieder vorrätig ist.
  • Im Krankheitsfall fällt der Weg zur nächstgelegenen stationären Apotheke zuweilen schwer. Eine Internet-Apotheke ermöglicht eine Arznei-Bestellung bei akuter Erkrankung von zu Hause aus.
  • Die Zusendung von Medikamenten erfolgt wahlweise an die Heimatanschrift oder an eine andere Adresse (z. B. an den Arbeits- oder Urlaubsort). 
  • Innerhalb der Europäischen Union ansässige Online-Apotheken unterliegen denselben Qualitätsvorschriften wie stationäre Apotheken. Die EU-Regelungen schützen europaweit vor dem Risiko gefälschter Medikamente.
  • Die telefonischen Fachberatungen der Online-Apotheken (durch Apotheker oder PTAs) ersetzen die persönliche Beratung in stationären Apotheken.

Online-Apotheken weisen aber durchaus auch Nachteile auf:

  • Patienten erhalten ihre Medizin erst nach einer ein- bis zweitägigen Lieferzeit.
  • Viele Verbraucher verzichten bei Online-Bestellungen auf eine persönliche Beratung.
  • Verbraucher können nur schwer identifizieren, welche Online-Apotheken zu den unseriösen "schwarzen Schafen" gehören, die Placebos oder gesundheitsgefährliche Wirkstoffe versenden.
  • Unbekannte Medikamenten-Versender bieten Arzneimittel über Spam-E-Mails an. Von solchen Angeboten sollte Abstand genommen werden.
  • Eine deutsche Apotheken-Adresse im Impressum einer Apotheken-Webseite kann gefälscht sind. Es sind Fälle bekannt, in denen ausländische Arzneimittel-Versender eine deutsche Briefkasten-Adresse angaben. Das ab Mitte 2015 geltende neue EU-Logo bietet allerdings einen wichtigen Anhaltspunkt für eine seriöse Internet-Apotheke. 

Das neue EU-Logo für Internet-Apotheken

Ende Juni 2015 wurde ein EU-Logo für Online-Apotheken eingeführt, anhand dessen die Verbraucher seriöse Internet-Apotheken innerhalb der Europäischen Union erkennen können. Das Logo wird Versandapotheken verliehen, die nach dem Recht des jeweiligen EU-Staates zum Versandhandel mit Medikamenten über das Internet berechtigt sind. Alle Online-Apotheken sind ab dem 26. Oktober 2015 zur Nutzung des EU-Logos verpflichtet.
Das rechteckige Logo zeigt vier waagerechte Streifen (unten drei Grüntöne und darüber ein Grauton) und auf der linken Hälfte des Rechtecks ein kräftiges weißes Kreuz (im Rot-Kreuz-Format). Unterhalb des Logos wird die Flagge desjenigen EU-Staates angezeigt, in dem der Firmensitz der Internet-Apotheke liegt.

Wie nutzen Verbraucher das neue EU-Logo?

Zur Überprüfung der online aufgerufenen Apotheke klicken Verbraucher zunächst das Logo an. Daraufhin werden die Seitennutzer auf die Webseite der für die Apothekenaufsicht zuständigen nationalen Behörde weitergeleitet. Es erscheint eine Liste der zugelassenen Arzneimittelvertriebe, die in dem jeweiligen EU-Land ihren Firmensitz haben. Der Verbraucher kann nunmehr überprüfen, ob die von ihm ausgewählte Online-Apotheke sich auf der Liste befindet. Die Europäische Kommission empfiehlt, Medikamente nur bei Online-Apotheken zu bestellen, die auf einer der nationalen Listen aufgeführt sind.

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7 Kommentare


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#1
28.9.15, 16:51
ich bestelle seit Jahren meine Medikamente online und bin sehr zufrieden. Es geht sehr schnell, es sind persönliche Anschreiben mit Hinweisen für das Medikament dabei und es ist auf jeden Fall kostengünstig. Wer den Pfennig dreimal umdrehen muss und auf Medikamente angewiesen ist, der ist online gut beraten. Aber wie hier schon erwähnt, aufpassen und eine überprüfte Apotheke nehmen.
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#2 Konifere
28.9.15, 17:23
Ich bin auch sehr zufrieden bei der online-Apotheke meines Vertrauens!Bei jedem Preisvergleich schneidet sie immer besser ab als jede Andere. Die Medikamente sind original und immer noch lange haltbar.Da muss schon Not am Mann sein, wenn ich regulär in der "normalen " Apotheke kaufe, da ist es jedesmal wesentlich teurer.
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#3
28.9.15, 18:04
Auch ich kaufe von Zeit zu Zeit in der Online Aphotheke Medikamente. Allerdings meist nur solche, deren Wirkung ich bereits kenne, wie etwa solche Mittelchen, die man bei Erkältungskrankheiten einnimmt. Auch Entwurmungsmittel für Hund und Katz schneiden im Preis erheblich günstiger ab als beim Tierarzt.
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#4
28.9.15, 19:39
Medikamente habe ich noch nie online gekauft, weil ich bei Medikamenten eher vorsichtig bin. Man hört ja von allerlei schwarzen Schafen in dieser Branche.

Den Tipp finde ich aber sehr hilfreich, weil er aufzeigt, worauf man achten soll und Vor- und Nachteile aufzeigt.
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#5
28.9.15, 21:02
@ bollina: Genau so sehe ich das auch.
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#6
29.9.15, 14:34
Ich kaufe auch meine nicht verschreibungspflichtigen Medikamente in der Online-Apotheke und habe gute Erfahrungen damit gemacht.
Allerdings achte ich auf Markenartikel, die ich auch schon in der hiesigen Apotheke gekauft habe.
Die Preisunterschiede sind schon enorm.
Und wenn man dann keine Versandkosten bezahlen muss, ist es noch besser.
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#7
29.9.15, 17:55
Bei Medikamenten würde ich wirklich Zeit einplanen den Onlinehändler durch mehrere Suchmaschinen zu jagen und nach Negativberichten suchen. Wenn ich auf einer mir unbekannten Seite Geld für meine Gesundheit ausgeben soll und das einzige was mir bescheinigt das der Händler vertrauenswürdig ist der Händler selbst ist und ich die Echtheit der Zertifizierungslisten aus technischem Verständnis nicht nachvollziehen kann dann gebe ich lieber ein paar Euro mehr aus. Ich bin IT-Administrator und wenn ich sehe das Leute noch immer auf Emails mit dem Betreff "Das sein letze Mal Mahnung für Telefonrechnung" reinfallen, bezweifel ich doch sehr das jemand der es nicht ständig macht schwarze Schafe erkennt.

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