"Der von mir aufgesuchte Gastroenterologe diagnostizierte ein Gallensäureverlustsyndrom, bei dem zu viel Gallensaft in den Dünndarm gelangt und dort sogenannte „chologene Durchfälle“ auslöst."
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Tipp bei Beschwerden nach einer Gallenblasen-OP

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Hach, der menschliche Körper. Unerschöpfliche Quelle schriftstellerischer Inspiration, Fundus von tausendundeiner Geschichte, was täte ich bloß ohne ihn? Jeder hat einen Körper. Irgendwie halt, mal mehr, mal weniger. Und jeder redet gerne darüber. Sind ein paar gepflegte Gebrechen nicht immer interessanter als das leidige Thema Wetter? Was sind schon Starkregen und Hitzewelle im Vergleich zu einem echten Hühnerauge oder einem seltenen Ekzem?

Nachdem ich euch in diversen Beiträgen bereits in die entlegensten Regionen meines Körpers mitgenommen habe, vom Bluthochdruckrauschen in meinen Adern bis hin zum Ohrenschmalz-Pfropf im Gehörgang, möchte ich euch mein persönliches Gallenblasen-Drama in mehreren Akten nicht vorenthalten. Wohlan, wackere Körperforscher, packt Fackeln und Proviant ein, wir brechen auf in die Tiefen des menschlichen Gekröses.

Was ist die Gallenblase?

In meiner Unwissenheit dachte ich lange Zeit, dass die Galle (bilis) ein eigenständiges Organ ist, wie Milz oder Leber. Dabei handelt es sich bei Galle um ein Sekret der Leber, das in der Gallenblase (Vesica fellea) gespeichert wird. Wo genau? Wir wandern entlang der Speiseröhre abwärts. Sobald der Magen in Sichtweite kommt halten wir uns im Oberbauchbereich schräg rechts und finden dort im hinteren Schatten der Leber die Gallenblasengrube mit der darin liegenden Gallenblase. Ein kleines birnenförmiges Organ, etwa 8 bis 12 Zentimeter lang und 4 bis 5 Zentimeter breit. Nicht spektakulär und doch von unschätzbarem Nutzen in Bezug auf sämtliche alimentären Prozesse: Sie bildet das Zwischenlager für 30 bis 80 Milliliter des in der Leber produzierten Gallensafts (der Galle). Wird dem Körper fettreiche Nahrung zugeführt, gibt die Gallenblase diesen Saft in den Zwölffingerdarm (Duodenum) ab, wo er hilft die Nahrung zu verdauen. Einer der vielen Prozesse, die von uns unbemerkt im Körper ablaufen. So weit, so selbstverständlich. Leider hat die kleine Gallenblase in vielen Fällen ein unschönes Hobby: Sie sammelt Steine.

Wie entstehen Gallensteine?

Vereinfacht ausgedrückt sind Gallensteine (Cholelithiasis) feste, kristallisierte Ausfallprodukte, die infolge eines Ungleichgewichts der löslichen Stoffe innerhalb der Gallenflüssigkeit entstehen. Das war ein langer Satz. Was uns davon interessiert ist der Begriff „feste Produkte“. Diese festen Produkte, der Einfachheit halber Steine genannt, sammeln sich in der Gallenblase. Dort machen sie in der Regel keine Probleme und bleiben daher oft unentdeckt. Beschwerden machen sie erst, wenn sie festklemmen und den Abtransport der Gallenflüssigkeit behindern. Aber dann richtig: Es kann zu äußerst schmerzhaften Gallenkoliken kommen, bei denen der Schmerz bis in Schulter und Rücken ausstrahlt. Etwa 10 bis 15 Prozent aller Deutschen sind von der Steine-Sammelleidenschaft ihrer Gallenblase betroffen, Frauen häufiger als Männer.

Wie werden Gallensteine diagnostiziert?

Da die Gallenblase von außen nicht gut zu tasten ist, fallen Gallensteine, die keine Beschwerden verursachen, in der Regel erst bei einer Ultraschalluntersuchung (Sonografie) des Abdomen auf. Bei mir persönlich waren es nächtliche starke und undefinierbare Bauchschmerzen, die mich auf die Ultraschall-Liege meiner Hausärztin verschlugen. Plötzlich deutete sie auf den Monitor des Ultraschallgeräts „Na, da haben sie aber eine hübsche Sammlung kleiner Steinchen.“ Ich sah nur Schneegestöber. „Doch hier“, beharrte sie, „wir nennen das Grieß.“ Sie schickte mich zu einem Facharzt (Gastroenterologe), der ihre Diagnose bestätigte und mir zu einer operativen Entfernung der Gallenblase riet (Cholezystektomie). Ich googelte mich durch sämtliche Gallenforen im Netz und fand die Bestätigung, dass mögliche Alternativen zu einer OP zwar bestehen, aber nicht sehr vielversprechend sind, beziehungsweise nicht dauerhaft helfen. Also Operation. Das war im Frühjahr 2015.

Beschwerden nach der OP

Nachdem ich aus dem Aufwachraum zurück in mein Zimmer geschoben wurde, entdeckte ich auf dem Nachttisch ein kleines, durchsichtiges Plastikdöschen mit meinem Namen auf dem Klebchen. Darin waren – kein Witz – meine Gallensteine. Ich habe sie gezählt, 42 kleine Bröckchen in einer grünlichen Flüssigkeit. Irgendwie eklig, aber irgendwie auch meins. Zumindest gewesen. Zwei Tage später wurde ich mit der Anordnung entlassen, beim Essen „nicht so reinzuhauen“, ansonsten sei alles wie immer. Weit gefehlt. Egal, was und wie wenig ich in der nächsten Zeit zu mir nahm, mit Fett oder ohne, das Ergebnis war stets das gleiche: Spätestens zehn Minuten nach dem letzten Bissen saß ich auf dem Klo und kämpfte mit heftigsten Krämpfen und Durchfall. Meine Hausärztin verschrieb mir Enzyme vom Schwein, die meine Verdauung unterstützen sollten. Der Effekt war gleich Null. Ich aß fettarm in Zwergenportionen und saß kurz darauf wieder hungrig auf dem Klo. Bald aß ich sowieso nur noch in sicherer Nähe einer Toilette und bevor ich das Haus verließ, gar nichts mehr.

Der von mir aufgesuchte Gastroenterologe diagnostizierte ein Gallensäureverlustsyndrom, bei dem zu viel Gallensaft in den Dünndarm gelangt und dort sogenannte „chologene Durchfälle“ auslöst. Auch der sperrige Begriff „Postcholezystektomiesyndrom“ fiel in dem Gespräch (bedeutet: Post = nach, chole = Galle, zyst = Blase, ektomie = Entfernung, syndrom = Beschwerdebild). Ein Phänomen, das bei einigen Menschen nach Entfernung der Gallenblase auftritt, aber machen könne man da nicht sehr viel. Ich war aber nicht bereit, meine restlichen Lebensjahre in unmittelbarer Nähe einer Toilette zu verbringen. Nichts mehr zu essen war auch keine echte Alternative.

Der rettende Tipp: Cholestyramin

Ich machte mich wieder auf in die virtuelle Welt der Internet-Gallenforen und siehe da: Ich war nicht allein mit meinem Problem. Nach einiger Recherche stieß ich auf einen Tipp, den sowohl meine Hausärztin als auch der Facharzt mir nicht hatten geben können: Ein Wirkstoff, der eigentlich zur Behandlung erhöhter Cholesterinwerte eingesetzt wird, aber angeblich Wunder bei chologenen Durchfällen wirken sollte. Cholestyramin. Um es kurz zu machen: Meine Hausärztin zeigte sich verblüfft, verschrieb mir aber eine Packung von der (ungelogen) Größe einer Schuhschachtel. Darin waren 100 Beutelchen mit einem wasserlöslichen Pulver. Ich glaube eigentlich nicht an Wunder, aber die Wirkung des Cholestyramins auf meinen Darm lässt mich an dieser Grundhaltung zweifeln.

Seit der ersten Einnahme (einfach den Inhalt eines Beutels in Wasser gerührt vor dem Essen trinken) bin ich komplett beschwerdefrei, egal was ich esse. Natürlich liegt dem Medikament wie üblich ein Beipackzettel bei, dessen Lektüre einen angesichts der möglichen Nebenwirkungen schwindelig macht. Ich habe bei mir allerdings keine negativen Auswirkungen bemerken können und bin jeden Tag dankbar für die zurückgewonnene Lebensqualität. Falls jemand von euch unter ähnlichen Problemen leidet: Einfach den Arzt eures Vertrauens nach Erfahrungen mit dem Wirkstoff Cholestyramin fragen. Ach ja – im Netz sprechen viele von dem schrecklichen Geschmack des Mittels. Es gibt verschiedene Hersteller und ich kann versichern, dass Ratiopharm eine Sorte produziert, die nicht schlecht schmeckt, eher wie eine Mischung aus einer Magnesium- und einer Vitamin-C-Brausetablette.

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53 Kommentare

3
#1
6.4.17, 16:14
da hatte ich wohl Glück. Ich habe vor der Op alles gefuttert und nach der Op auch sofort ohne die kleinsten Beschwerden. Hatte zwei Taubeneigroße Steine, die durch Zufall entdeckt wurden. Mir tat nie etwas weh, aber die Dinger mussten raus. Nur eine große Narbe erinnert mich, das da mal irgendwas war.
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#2
6.4.17, 17:40
Ich hatte vor der OP eine oder zwei schmerzhafte Koliken und da ich keinen Wert auf weitere Schmerzattacken legte, wurde ein zeitnaher OP-Termin vereinbart und die Gallenblase zusammen mit einem Stein entfernt. Ich habe nach der OP keinerlei Beschwerden mehr gehabt und dieser sehr angenehme Zustand hält nun bereits seit 40 Jahren an. Selbstverständlich kann ich auch seit der OP wieder alles essen, was mir früher ggfs. Beschwerden hätte machen können.
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#3
6.4.17, 18:17
Kriss, Du hast Dein "Erlebnis" gut beschrieben.

Ich habe auch keine Gallenblase mehr.
Bei ganz wenigen Patienten kann es sogar vorkommen, dass sich, nach einer OP,  im Gallengang neue Steinchen bilden.
Naja, das wollen wir mal nicht hoffen!
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#4
6.4.17, 20:04
Kriss, danke für deinen sehr ausführlichen Bericht!

Bei mir lief gottseidank alles glatt. Am 18.1. wurde die Gallenblase entfernt, war voll mit Steinchen. Fette Beute, sagte die Chirurgin...ich hatte ebenfalls eine furchtbare (Nieren-)kolik, bei der Untersuchung wurden die Gallensteine festgestellt. Also raus damit. 

Ich habe zwei Wochen oder so Schonkost gegessen, unterbrochen von 2 dicken Pralinen, denen ich nicht widerstehen konnte. Bitter bereut, danach ging es mir echt nicht gut. Selber schuld. Und ich hatte im Gegensatz zu dir wochenlang Verstopfung.

 Inzwischen vertrage ich wieder alles ohne Einschränkung. Aber im Bekanntenkreis habe ich zwei Fälle, die auch nach Jahren noch Probleme haben. Insofern ist es vielleicht wirklich zum Teil Glückssache? 
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#5
6.4.17, 20:36
@Tessa, stimmt genau das habe ich, aber der Störfaktor, läßt sich im Gegensatz zu Gallensteinen, nicht einfach entfernen.
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#6
6.4.17, 21:13
@Upsi: 
Du und ich: Blutsschwestern????
Ein Foto meiner Steine habe ich gerade hochgeladen. Schmerzen oder Koliken hatte ich nie, aufgefallen sind die Steine durch eine andere Operation und mir war es ganz lieb, dass die Galle auch sofort in einem Abwasch mit entfernt wurde. Weder vorher noch nachher hatte ich jemals Beschwerden (ich bin allerdings auch extrem schmerzunempfindlich und hinterfrage nicht jedes Ziehen und Stechen 😂) und bis heute spüre ich keine Veränderung. 
Das einzige:
Ich musste mir eine neue Redewendung zulegen, denn "Mir läuft gleich die Galle über" hat ja nun leider nicht mehr die gewünschte Aussagekraft!
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#7
6.4.17, 21:51
@xldeluxe_reloaded: hihi, wusste ich doch , daß da irgendwelche Bande sein müssen :-) , ich bin auch total schmerzunempfindlich und bevor ich eine Pille nehme, renne ich lieber durch den Wald. Meine Gallensteine habe ich nicht bekommen, war auch noch zu DDR Zeiten, da war Baumaterial knapp und vielleicht stecken meine Steine hier in einer Hotelmauer 😄
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#8
8.4.17, 11:19
@xldeluxe_reloaded: deine Steinchen sehen ja prächtig aus. Du solltest sie zum Juwelier bringen und einfassen lassen! Ich kann mich erinnern als ich klein war, dass uns mal die Nachbarin übern Gartenzaun ganz stolz die Steine gezeigt hat, die man aus den Innereien ihres Mannes hervorgebracht hatte. Die hatten Größe und Konsistenz von einem halben Gummibärchen und von der Farbe her blaßgelb.
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#9
8.4.17, 11:33
@xldeluxe_reloaded: 

Danke für das beeindruckende Bild der Steine-Sammlung. Wie viel Karat haben die denn? ;-) Meine Gallenblase konnte solche Prachtexemplare leider nicht vorweisen, dafür waren es (wie beschrieben) 42 Stück. Also mehr Quantität als Qualität. Sie waren auch nur geschätzte 2 bis 4 Millimeter im Durchmesser. Der Arzt meinte, dass die kleinen Steine (Grieß) dazu neigen mehr Stress zu machen, da sie leichter in die Gallengänge rutschen können...
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#10
8.4.17, 19:02
Hallo,

ich habe nach der OP kaum Probleme, meine Galle kam vor 8 Wochen raus.
Ab und zu haut mal was durch, da ist es auch egal ob Joghurt, Kaffee
oder Wasser.... aber im Allgemeinen vertrage ich ich alles sehr gut :-)

Ich hatte eigentlich gehofft das ich die Schoki weglassen kann .... aber
Denkste die schmeckt wie vorher auch .....

Ich hatte 50+ Steine, die aussahen wie Darth Vader sein Vater dreieckig, grün und mit großen Augen ;-)
#11
10.4.17, 00:20
@Mafalda: 
Zuerst fand ich es unangenehm, als mir die Steine auf den Nachttisch gestellt wurden: Wer will etwas aus seinem Körper als Andenken? Ich sicher nicht.......Der größte Stein wurde mir abgeschwatzt, an die anderen hatte ich mich dann doch mit der Zeit gewöhnt.
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#12
10.4.17, 00:21
@Kriss: 
War klar: Du und Deine 42 Splitterchen!!!! 😂😂😂 

Vermutlich hätte ich die mit links wie Feenstaub durch die Blase weggeblasen 😂😂  

Männer und Schmerzen!!!!!!!!!!!!! Eine unendliche Geschichte!
#13
10.4.17, 00:23
@pittibiest: 
Du machst mir Angst!😱
#14
13.4.17, 20:17
@Isamama: 

Etwas spät meine Reaktion, aber irgendwie ist mir das durch die Lappen gegangen...

Schön, dass du wieder alles verträgst. Und du hast recht mit deiner Vermutung, dass es eine Glücksache ist (oder eine Disposition), ob die Beschwerden verschwinden oder nicht. Das von mir im Beitrag erwähnte Postcholezystektomiesyndrom betrifft zum Glück nur einen (Bruch)teil aller Patienten. Leider hatte ich Pech, aber solange ich mein Pülverchen vor dem Essen nehme, ist alles gut :-)
#15
13.4.17, 20:55
@Kriss: alles gut, ich erwarte doch nicht auf jeden Beitrag eine Reaktion!😄
#16
13.4.17, 21:04
@Isamama: 

Ja, ich weiß, aber ich hatte deinen letzten Satz im Kommentar als Frage verstanden... :-)
#17
16.6.17, 22:48
Endlich mal was sinnvolles aus dem Netz. Bei mir ist die Gallenblase vor etwa vier Jahren entnommen worden und seit dem leide ich genau unter den Beschwerden. Egal was ich esse egal wie viel, ist unmittelbar nach dem essen kein WC verfügbar geht's in die Hose. Und auch mein Hausarzt sagte mir das es da keinerlei Möglichkeiten gibt.

Daher bin ich echt dankbar für diesen Tipp und werde mich nächste Woche damit an meinem Arzt wenden. Das wäre ein riesiges Stück Lebensqualität was ich da wieder zurück bekommen würde.
#18
30.12.17, 18:12
ganz so locker wie hier beschrieben sehe ich die Dinge nicht.
Die Gallenblase ist nicht nur ein "Pufferbeutel".
Sie nimmt die ständig in der Leber produzierte Gallenflüssigkeit (Abscheidung der Leberfunktion) auf, kann sich ausdehnen, die Gallenflüssigkeit eindicken (bei Nahrungspause), zusammenziehen (bei Nahrungsangebot) uvm.
Sie entlastet den Dünndarm und wirkt auch als Rückstaubecken und damit Schutz vor Gallenrückstau für die Leber (sonst Gelbsuchtgefahr) aber auch Bauchspeicheldrüse (Entzündungsgefahr).
Der Kommentar von Kriss verdeutlicht mögliche Probleme nach Entfernung der Gallenblase.
Alles nicht so einfach, von wegen "raus damit...".
Kann nur raten: vorher überlegen ob Beschwerden -eindeutig- von Gallenblase herrühren.
Sonst Verstärkung der Verdaungsprobleme.
Und die Ärzte ? -sind heutzutage - umsatzorientiert.
#19
11.1.18, 20:43
Hallo ihr lieben, wer kann mir helfen,  ich hatte vor 4 Monaten eine gallenblasen op bekommen. Sie habe 25 Steine und die Gallenblase entfernt. Jetzt habe ich seit ungefähr 1monat täglich starke krampfartige schmerzen. Ist das normal nach so einer op?  Kann es auch an meinen seelischen Problemen liegen. Lasse mich gerade scheiden. Bitte helft mir ich habe auch keine Kraft mehr. 
#20
11.1.18, 20:52
@Mamamiftari: ab zum Arzt!!
#21
20.1.18, 18:50
Danke für den ausführlichen Bericht. Die gleichen Symptome wie bei mir. Ich tippte immer wieder auf zu fettes Essen oder auf eine Allergie. Beim Allergie- Bluttest kam auch einiges heraus. Alles weggelassen trotzdem kein Besserung. Leichter Durchfall, schlechter Schlaf, Krämpfe beim Toilettengang, schmieriger stinkender Kott, Hämorrhoiden. Jetzt vor kurzem bekam ich auch dieses Mittel verschrieben. Ja auch ich bin fast soweit das ich anfange an Wunder zu glauben. Ich nehme es vor dem Schlafen gehen ein. Es soll die Gallensäfte im Darm binden weil diese ständig in den Darm reintropfen und deshalb den Darm reizen. Es wirkt ich kann es nur jedem ans Herz legen es zu versuchen. 
#22
21.2.18, 00:21
@Isamama: hey mir geht es gerade genauso mit der Verstopfung:/ 
Hast du einen Tipp für mich was ich dagegen tun kann? Es wird immer mehr und ich habe starken Druck auf den Enddarm Lg Jenny
#23
21.2.18, 14:11
@Jenny1787: ich habe mir dann irgendwann mit Abführtropfen geholfen. Normalerweise hilft mir bei sowas ein Esslöffel Olivenöl, aber da hab ich mich wegen der fehlenden Gallenblase nicht rangetraut. Wenn du unsicher bist, frag lieber nochmal beim Arzt nach. 
#24
14.9.18, 12:02
Hallo zusammen,
ich melde mich heute zum ersten Mal in diesem Forum.

Ich habe eine lange Leidensgeschichte mit Falschdiagnose, schließlich starke Pankreatitis und Gallenblasen-OP. Diese ist nun fast drei Monate her.
Seither sind meine Lipase- und Amylasewerte weiterhin erhöht und ich habe einen Dauerschmerz mitte-links.
Beim Ultraschall kam heraus, dass sich im Gallengang offensichlich wieder ein "weiches Konkrement" angesammelt hat. Nun muss ich wieder eine ERCP über mich ergehen lassen, um den Gallengang durchzuputzen. Keine schöne Perspektive, wenn ich das alle paar Monate tun muss.
Mein Gastroentereologe meinte, dass die Konsistenz der Gallensäfte unterschiedlich ist und wenn sie wie bei mir dickflüssig ist, kommt es zu Gallenschlamm und -steinen.
Hat jemand damit Erfahrung?
Gibt es denn wirklich nichts (ernährungstechnisch oder Medikamente) was die Konsistenz der Gallenflüssigkeit beeinflusst?
Vielen Dank für eure Tipps!
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#25
14.9.18, 12:21
@Daniela 2920: hallo, zuerst einmal, es tut mir leid , daß du so etwas durchstehen musst, aber ich glaube nicht, daß hier der richtige Ort ist für gesundheitliche Tipps im so schwerwiegendem Rahmen. Du wirst bald merken, da laufen die Ratschläge und Meinungen so weit auseinander, daß du nicht mehr weisst, was gut oder schlecht ist. Ich empfehle dir zuerst mal einen ärztlichen Spezialisten, der sich mit Ernährung auskennt oder für den Anfang frag einfach mal in einer guten Apotheke nach, ob sie Mittel gegen dein Problem kennen. 
Ich wünsche dir alles Gute und das dir geholfen wird.
#26
14.9.18, 12:46
@Daniela 2920: 

Hallo & herzlich willkommen bei Frag Mutti. Ich schließe mich Upsis Ausführungen in allen Punkten an - mit deiner doch sehr speziellen Symptomatik bist du bei einem Facharzt sicher an der richtigen Adresse. Auch von mir alles Gute und die besten Wünsche für eine möglichst rasche und umfassende Besserung.
#27
14.9.18, 14:30
Hallo Upsi und Co.,

seid ihr von Frag Mutti oder registrierte Nutzer? Wurde meine Frage publiziert?
Ich konnte meinen Post nicht finden.
Natürlich bin ich in ärztlicher Behandlung. Hab ja auch geschrieben, dass ich mich erneut einer ERCP unterziehen muss. Wenn meine behandelnden Ärtzte mein Problem lösen würden, bräuchte ich ja nicht hier zu suchen.
Meine Frage ist doch ganz banal. Ich wollte nur wissen, ob jemand ein Hausmittel kennt, mit dem man die Gallenflüssigkeit verdünnen kann. Sowas sagt einem kein Arzt. Das findet man entweder selbst heraus oder auch nicht.
Ich meine, der Post mit den Tabletten war super und hat einigen geholfen. Ich dachte, dass sich in diesem Kreis vielleicht jemand findet, der dieselbe Symptomatik hat und mir einen Hinweis geben kann.

Viele Grüße
Daniela
#28
14.9.18, 15:32
@Daniela 2920: 

Hallo Daniela - ja, dein Kommentar ist für alle sichtbar veröffentlicht worden. Vielleicht musst du die Seite auf deinem PC/Tablet/Smartphone aktualisieren, damit du ihn selbst lesen kannst. Ich bin ein ganz normaler User wie du, kenne aber leider kein Mittel gegen deine Beschwerden... Viel Erfolg bei der Suche & alles Gute.
#29
14.9.18, 15:36
@Daniela 2920: schau mal bei google   galle-naturheilmagazin, da hab ich so einiges gelesen.
#30
14.9.18, 15:45
Vielen Dank Kriss. Leider kann ich ihn immer noch nicht finden. Ich hatte meinen Post da geschrieben, wo es um Gallenprobleme geht. Kannst du mir bitte einen Link schicken?
Danke und Grüße
Daniela
#31
14.9.18, 15:55
Vielen Dank Upsi.
Das war ein sehr wertvoller Hinweis. Das meiste kannte ich schon, aber ich habe noch ein paar gute Hinweise bekommen, die ich gleich mal austesten werde.
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#32
14.9.18, 18:51
@Upsi: Ich knabbere jetzt öfters an meiner Hundertjährigen (Jiaogulan), den Du hier vorgestellt hast - soll auch gut für die Verdauung sein.
#33
14.9.18, 19:00
@Tessa_: der Jiaogulan wächst wie wild auf meinem Balkon und kommt täglich in den abendlichen Tee. Wenn ich hundert werde, geb ich hier einen aus, versprochen. 😀
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#34
14.9.18, 19:22
Upsi! *lol*
#35
14.9.18, 21:56
@Daniela 2920: 

Ich weiß nicht, ob dir das weiterhilft, aber die Seite, wo alle Kommentare (auch deine) zu dem Gallenblasen-Beitrag zu lesen sind, findest du unter folgenden Link:

https://www.frag-mutti.de/tipp-bei-beschwerden-nach-einer-gallenblasen-op-a51765/#answer

Wenn du die anderen Kommentare lesen kannst, bist du allerdings schon auf der richtigen Seite... über den Link öffnest du bloß die gleiche Seite noch einmal in einem neuen Tab.
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#36
17.9.18, 19:51
Hallo also ich habe genau das gleiche Problem. Quäle mich seit jahren mit Durchfall. Doch dann bin ich auf deinen Text gekommen. Heute war ich bei meinem Hausarzt und erzählte ihn von diesem mittel. Er guckte mich auch mit vielen Fragezeichen über den Kopf an. Dann hat er sich schlau gemacht und hat es mir wirklich verschrieben. Nun hoffe ich das es wirklich wirkt.  Ich danke dir auf jeden Fall.  Liebe grüße maja
#37
17.9.18, 20:47
@poisenbabe: 

Dann hoffe ich, dass es bei dir genauso gut wirkt wie bei mir. Ich bin mit dem Cholestyramin immer noch beschwerdefrei, egal was ich gegessen habe. Und von möglichen Nebenwirkungen habe ich bislang nichts gespürt. Viel Erfolg & berichte doch mal, ob es hilft...
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#38
24.9.18, 22:26
Hallo also bis jetzt bin ich wirklich beschwerdefrei. Habe mich schon lange nicht mehr so wohl gefühlt.  Das einzige was ist, das es wirklich nicht toll schmeckt. Aber damit kann ich leben. Ich bin total begeistert....Ich kann essen und danach das Haus verlassen das war seit 2013 gar nicht mehr möglich.  Habe immer und immer wieder loperamid oder andere Durchfall Tabletten nehmen müssen die zum Schluß auch nicht mehr geholfen haben. Jetzt geht es mir gut! DANKE 
#39
24.9.18, 22:40
@poisenbabe: 

Das freut mich sehr! Ich kann nur bestätigen, dass man dadurch ein Stück Lebensqualität zurückgewinnt. Zum Geschmack: Ich weiß nicht, welches Präparat dir dein Arzt aufgeschrieben hat - meine Sorte schmeckt (wie schon im Beitrag beschrieben) wie eine Mischung aus einer Magnesium- und einer Vitamin-C-Brausetablette, also gar nicht so übel. Ich schreib dir mal Hersteller und PZN auf: 

Colestyramin-ratiopharm® Dosierbeutel - PZN: 3752060

Alles Gute & herzlichen Gruß :)
#40
24.9.18, 22:42
Kann man dich irgendwie persönlich anschreiben? Das wäre super. Liebe grüße Maja
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#41
25.9.18, 07:04
@xldeluxe_reloaded: warum mache ich dir Angst 😮
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#42
25.9.18, 08:05
@pittibiest: #10/#41 - Vielleicht weil dem Rätsel um Darth Vaders Vaters auf der Spur Du bist? Ein Produkt unbefleckter Empfängnis er ist! ;-)
#43
25.9.18, 18:19
Ok 😎😎
#44
25.9.18, 20:04
@pittibiest: 
....wegen # 42!!! 😂😂
#45
26.9.18, 08:23
😊😂
#46
13.12.18, 06:09
Hallo,
Ich habe hier letzte Woche deinen Beitrag gefunden und ich bin sehr froh darüber. Ich hatte am 29.06 eine Gallenblasen OP da auch ich Gallensteine hatte 
Ich war bis letzte Woche Beschwerdefrei. 
Dann nahm das Unheil auf der Arbeit seinen Lauf.. Ich fühlte mich schlapp, müde und kaputt, bin nach Hause. Nachts Schüttelfrost, auch erhöhte Temperatur und Unwohlsein... Und Durchfall wie Wasser im Laufe des nächsten Tages. Diesen Durchfall hatte ich nun zwei Wochen. Blutbild war der Gamma GT mit 448 sehr sehr hoch, auch der Entzündungs Wert, der CRP hoch. Kein Arzt kam darauf dass ich an dem Gallensäure Verlust Syndrom leiden könnte. 
Durch den Artikel hier und einigen Recherchen bin ich darauf gestoßen. 
Nach gefühlt endlosen Tagen mit Infusionen und Tabletten und schlimmen Nächten habe ich jetzt das Colestyramin als Pulver für die Suspension verschrieben bekommen. 
Nach dem ersten Beutel am gleichen Tag schon kein Durchfall mehr 👍👍👍
Mal Entwas zu Kräften kommen... Sodbrennen davon.... Ansonsten nehme ich das erst mal weiter bis ich mich wieder besser fühle... 

Die Frage ist, wie lange muss ich das Mittel dann einnehmen??? 
Wer hat Erfahrungen damit gemacht und regelt sich die Gallensäure selbst, dass man auf das Zeug verzichten kann??? 
#47
19.1.19, 19:05
😉Hallöchen ,meine OP war am Mittwoch 16.1. alles gut verlaufen ,bin auch schon zu Hause .Schmerzen hielten sich im Rahmen. Allerdings habe ich das Gefühl ich platze gleich , ich kann nicht zur Toilette, habe aber guten Appetit wenn ich nichts esse bekomme ich Magenschmerzen. Wer hat einen Tipp für mich. Trinken tue ich genug ( Fenchel Tee) Bewegung habe ich auch.Oder ist alles noch im grünen Bereich?
#48
19.1.19, 19:09
Das ist eine Frage für deinen behandelnden Arzt, nicht für ein anonymes Internetforum... bitte wende dich direkt an deine Ärzte, notfalls an den ärztlichen Notdienst, wenn es nicht bis Montag warten kann.
#49
29.3.19, 22:07
Hi, alle zusammen.

Ich habe am 12.03. meine Gallenblase entfernt bekommen, wegen Gallensteine (Pigmentsteine waren es) und seit Gestern Abend habe ich schmerzen im Linken Unterbauch, so ein stechen bis drücken, hatte das auch jemand von euch?
Also, was das Essen betrifft, gibt es nicht viele Probleme, sollte nur in Maßen essen, was ich gern habe und es nicht so übertreiben, McDonald und Burger King habe ich ganz von meiner Speiseliste entfernt (nur zur Sicherheit) aber dieses stechen beim vorbeugen ist schon schmerzhaft.
Meinem Hausarzt kann ich nicht anrufen,
da Er gerade im Urlaub ist.

Danke im Voraus.
Bye
#50
29.3.19, 22:12
Guck mal Binefants Antwort direkt über dir!! Ab zum Arzt.
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#51
29.3.19, 22:31
@MadlenG wir hatten dir doch schon im Forum geraten, dich an deinen Arzt (und NUR an deinen Arzt) zu wenden ... das gilt natürlich auch hier. Notfalls wende dich an den Medizinischen Notdienst (116117 - Telefonnummer) oder die Vertretung deines Arztes. Alles andere ist unverantwortlich.
#52
30.3.19, 00:06
Ist es denn wirklich so ernst?
Mir ging es doch so gut die Tage, warum kommt das jetzt?
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#53
30.3.19, 07:24
@MadlenG: ob es bei dir ernst ist oder nicht kann KEINER im Internet beurteilen. Das kann nur ein Arzt! Ist das echt so schwer zu verstehen?

Beispiel: was ist, wenn ich sagen würde "ganz harmlos, hatte ich auch", du gehst nicht zum Arzt und es war eine innere Blutung bei dir? Dann aber gute Nacht Marie ... wie gesagt, es kann harmlos sein, kann aber auch medizinischer Hilfe bedürfen. Dich kennt hier keiner, also ab zum Arzt. Der ärztliche Notdienst ist auch nicht der Notarzt, sondern eine weitere Notfallinstanz zusätzlich zur 112 (dem Rettungsdienst/Notarzt). Hier kommt ein Bereitschaftsarzt und schaut nach dir, aber nicht direkt mit Tatü Tata und Blaulicht.

Und noch ein kleiner Tipp am Rande: wenn man seit abends vorher Bauchschmerzen hat (nach einer GallenOP), wartet man nicht bis Freitagabend und fragt in einem Internetforum, dann kümmert man sich rechtzeitig vor dem WE ;-).

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