Umdenken beim Konsumieren/Einkaufen

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Eigentlich kein Tipp, eher ein Gedanke: ich bestelle sehr gerne bei einer großen Versandfirma, da ich eher ländlich lebe. Bei Amazon. Schnell und unkompliziert muss es sein, dieser Anspruch wird komplett erfüllt.

Aber

Erst jetzt keimen Gedanken (die manch anderer schon ewig hat, ich weiß), warum ich nicht doch eher Firmen unterstütze, die ihre Umsatzsteuer in Deutschland zahlen und die (hoffentlich) keine Angestellten ausbeuten.

Firmen, wie z.B. Weltbild, die ich in der Stadt auch gerne besucht habe, melden Insolvenz an. Arbeitsplätze gehen langfristig verloren, Steuereinnahmen für uns werden immer weniger, Geschäfte zum Stöbern verschwinden.

Tja, dafür bin ich mitverantwortlich, wenn ich es weiter einfach nur schnell und bequem haben möchte. Umdenken ist vielleicht angesagt...

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57 Kommentare


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#1
30.1.14, 03:07
Tja nun, wenn ich in den Läden das bekommen würde, was ich bei amazon bekomme, vielleicht (man wagt es ja kaum noch zu erwarten) sogar mit gutem Service, dann würde ich die Sachen auch öfter im Laden kaufen.
Tatsache ist aber, dass sich bei uns kaum mal ein Laden hält, der vom 0815-Schema abweicht, egal ob groß oder klein. Kleine Lädchen haben wir nur für bestimmte Artikel, und letztlich kostet es da meist mehr und das Angebot ist begrenzt.
Von den wenigen richtig tollen spezialisierten Läden, die wir hatten und in denen ich mehrfach eingekauft habe, haben nur wenige überlebt - und die waren gut besucht, wenn ich drin war. Die Ladenmieten konnte nur keiner mehr bezahlen.
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#2
30.1.14, 06:00
Wir haben hier im Ort tatsache noch Händler die sich für den Kunden ein Bein ausreissen würden ! Deshalb hab ich auch die Weihnachtsgeschenke komplett in realen Läden gekauft. Im Spielzeugladen, Buchladen und sogar einen Teeladen hab ich geentert ! Es war nicht nur gut für die kleinen Läden, wisst ihr wieviel Spaß so etwas machen kann ? Das durchblättern von Mal - und Rätselbüchern, Kinderwissensbüchern, das ganze Spielzeug in realer Größe schon mal zu sehen, das durchschnuppern durch hunderte von Teeboxen *g
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#3
30.1.14, 06:04
ja, der Gedanke ist mir auch schon gekommen. Bei uns machen auch viele kleine Geschäfte zu.
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#4
30.1.14, 06:26
Im Grunde ein alter Hut, aber von immer größerer Brisanz: "Support your local Dealer" nennt man das auch. Heißt ganz einfach: Unterstütze das, was dir dein direktes Lebensumfeld bietet, wenn es dir wichtig ist. Denn DU wirst sonst irgendwann vor verschlossenen Türen stehen und zum Einkaufen und/oder für Dienstleistungen in den nächsten (oder schließlich auch übernächsten...überübernächsten...) Ort fahren müssen.

Mir ist dieses Motto persönlich wichtig, nichtsdestotrotz hat es auch für mich Grenzen. Ich gehe, wenn es sich anbietet, in die Cafés und Kneipen um die Ecke, wäre nun aber auch nicht so pedantisch, ständig andere Leute dazu zu zwingen, in meinen Stadtteil zu kommen, um mit mir einen Kaffee zu trinken. Ich kaufe meine Romane, Küchenutensilien etc. im Sozialkaufhaus, weil ich es toll finde, dass dort beispielsweise viele Langzeiterkrankte und -arbeitslose einen Ort finden, an dem sie sich ehrenamtlich engagieren können und ich jedes Mal sehe, mit wie viel Engagement und Freude sie dies tun. Ich kaufe die Dinge für den täglichen Bedarf im Supermarkt, beim Gemüsehändler, in der Drogerie in meiner Nachbarschaft, weil ich nicht möchte, dass sie schließen und es natürlich auch bequem für mich ist. Es gibt noch andere Beispiele, aber ich möchte nicht den Rahmen sprengen.

Das ganze hat für mich allerdings Grenzen, wenn es für mich ZU teuer und unbequem wird. Bei uns bieten auch die großen Buchläden zum Beispiel eher schwach ausgestattete Abteilungen für Fachliteratur. Der Großteil besteht aus Populärwissenschaftlichem, das mir nichts hilft. Um also in diesem Fall meinen "local Dealer" zu unterstützen, müsste ich erst im Internet recherchieren, welche Literatur ich mir anschaffen möchte, dann in den Buchladen gehen und es bestellen lassen, am nächsten Tag nochmals hingehen, um die Bücher abzuholen und sie bei Nichtgefallen (ggf. umständlich) umtauschen (wofür ich nochmals zum Laden gehen müsste). Darüber hinaus ist Fachliteratur sehr teuer und ich kann im Buchladen nicht auf gebrauchte Exemplare hoffen. In einem solchen Fall ist das Internet für mich eben doch die bessere Alternative.

Solange ich kein Millionär bin und mir dementsprechend auch keine Angestellten leisten kann, die die ganzen Gänge für mich übernehmen, achte ich also auf die Dinge, die mir wichtig sind und sich mit meiner Lebensführung sowie meinem Budget gut vertragen.

Übrigens ist es auch nicht nur an den Kunden, die Läden zu unterstützen, sondern diese müssen sich auch überlegen, ob ihr Konzept überhaupt noch zeitgemäß ist (oder es je war). Hier in meiner Gegend schießen die Deko- und Kleinkram-Läden nur so aus dem Boden. Sie sind ohne Frage toll und es ist schön, dort herum zu stöbern. Aber als Ladenbesitzer sollte man sich schon fragen, ob es sinnvoll ist, ein Geschäft zu eröffnen, in dem der Großteil der Leute nur stöbert, aber höchst selten etwas gekauft wird (höchstens dann, wenn man mal ein Geschenk braucht).

Und: Nicht nur das Internet ist ein Problem für die "kleinen Läden", sondern auch die großen Ketten, die eben ganz andere Ladenmieten zahlen und andere Preise bieten können, wie fnü schon andeutete.
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#5
30.1.14, 06:58
in einen nachbarort bei uns,haben vor weihnachten in einer Einkaufsstraße alle Geschäfte ihr Schaufenster abgeklebt um auf das Problem mit zunehmenden Internehandel ggü Einzelhändlern aufmerksam zu machen. Das ganze ging 1 Woche und hat den Leuten dmke ich auch ein bisschen bewusst gemacht,was wäre wenn
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#6
30.1.14, 07:11
Ja, das ist wirklich ein Problem. Ich bin mir dessen auch bewusst, aber... Fakt ist, niemand hat einen Geldesel zu Hause stehen. Ich habe zu Weihnachten z. B. sämtliche Preise der Geschenke (und Amazon hatte sie alle) aus dem Internet aufgeschrieben und bin mit meinem Zettel durch die Stadt. Mal abgesehen davon, dass mir die Geschäfte zu voll waren, habe ich kein einziges Geschenk gefunden, welches günstiger war, als bei Amazon. Alles was gleich viel gekostet hat, hab ich im Laden mitgenommen (4 Sachen) und den Rest dann bestellt. Ich habe über 100 Euro eingespart und das ist nunmal viel Geld und bei Geld hört die Freundschaft bekanntlich auf ;-)
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#7
30.1.14, 08:17
ich kaufe am liebsten in den geschäften ein.da kann ich die ware anfassen und anprobieren.elektronik würde ich auch übern versand bestellen wenn es günstiger ist.
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#8 donnawetta
30.1.14, 08:50
Danke für den Artikel, Bommeline. Ein weiteres Argument gegen Online-Käufe ist die Umweltverschmutzung, die durch das hohe Auslieferungsaufkommen erzeugt wird. Wenn Lastwagen einen Laden beliefern, ist das etwas ganz anderes, als wenn X UPS und DPD Wagen unterwegs zu Einzeladressen sind. Das geht nicht nur auf unsere Gesundheit (direkte Emissionen durch Abgase, aber auch durch Schrott, gefährliche Ölbohrungen oder gar Fracking usw.). Außerdem verstopfen die ganzen "Postwagen" die Städte; mein Heimweg verlängert sich oft um 5 bis 10 Minuten, weil Auslieferer eine Spur blockieren.

Klar, wenn man mit dem PKW in die Stadt fährt, verursacht man auch Dreck, aber da man meist nicht nur für ein Buch fährt und theoretisch auch den Bus, die Bahn oder das Rad nehmen kann, hat das eine ganz andere Umweltbilanz.
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#9
30.1.14, 10:14
@donnawetta: Mist, ich habe auf die falsche Schaltfläche geklickt! Entschuldigung, ich wollte deine Meinung eigentlich unterstützen ...
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#10
30.1.14, 10:17
@utew:

Korrigiert :-))
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#11
30.1.14, 10:56
Ich unterstütze grundsätzlich die Geschäfte am Ort! Die zahlen hier Gewerbesteuer, von der ich direkt profitiere, sie bilden aus, beraten mit Sachverstand, bieten selbstverständlich guten Service und - reparieren !!! Für mich der Hauptgrund, nicht nur die "kleinen Dinge" wie Bücher, Bekleidung, Geschenke usw, sondern gerade alle Maschinen grundsätzlich hier am Ort (Kleinstadt) zu kaufen. Wenn meine Wasch- oder Spülmaschine streikt - Anruf und der Handwerker ist meist noch am selben Tag auf der Matte, und wenn es nach Feierabend ist. Gerade WEIL ich mit sehr wenig Geld auskommen muss, unterstütze ich diejenigen, die dazu beitragen, dass ich nicht alle Naselang ein Gerät wegwerfen muss, da nicht reparierbar. Und dass die Müllberge nicht weiter so rasant wachsen! Ich bin total gegen diese Wegwerfmentalität. Zudem ist mein Handwerker vor Ort nicht nur zuverlässig, weil er hier einen Ruf zu verlieren hat, sondern auch erheblich preiswerter als die Reparaturservices der großen Warenhäuser und des gesamten Versandhandels. Wichtig ist mir auch: Wer soll denn unsere Jugend ausbilden ??? Der gesamte Versandhandel und meiner Erfahrung nach auch viele große Handelsketten stellen doch nur noch Ungelernte ein, weil die billig zu haben sind. Unser Staat unterstützt sowas ja -> Aufstocker ......
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#12
30.1.14, 11:43
@miniwo:
100 € eingespart, das ist in der Tat viel Geld. Demnach hast du wohl auch ganz schön zugelangt bei den Geschenken. Glaubst du, dass die Freundschaft auch aufhört, wenn du nicht so viel Geld dafür ausgeben würdest? Es heißt doch "Kleine Geschenke erhalten die Freundschaft" ... Etwas mit Liebe selbst Gemachtes drückt doch die Zuneigung u. U. noch viel besser aus als ein Geschenk, das den Konsumrausch unterstützt. Und wenn du meinst, du könntest überhaupt gar nichts machen, nicht mal Marmelade kochen oder Schlehenlikör oder irgendein Chutney, dann geh einfach in den nächstbesten BuchLADEN und lass dich beraten; ich schwöre dir, du bekommst ein gutes Geschenk (es sei denn, deine Beschenkten halten gar nix von Büchern). Und: Bücher haben Festpreise, die kosten im Laden genauso viel wie im Versandhandel. Zeit schenken ist auch was ganz Tolles, z. B. einen Gutschein für einen Ausflug. Muss gar nicht weit sein, der Wald ist für Stadtkinder schon was Aufregendes, oder ein Bauernhof! Denk mal darüber nach.
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#13
30.1.14, 12:47
@utew: Selbstgemachtes ist sicher immer liebevoller als gekauftes, andererseits hängt das auch von dem zu Beschenkendem ab. Meine Schwiegermutter und ihre Töchter z.B. wissen selbstgemachtes überhaupt nicht zu schätzen, schon gar nicht als Geburtstags- oder Weihnachtsgeschenk. Als gelegentliches Mitbringsel ist selbstgemachtes, -gekochtes,-gestricktes ganz gerne gesehen, aber ansonsten zählt der Geldwert. Nicht dass sie das sagen würden, aber der eher unterkühlte Dank bei selbsthergestellten Geschenken hat mir das sehr deutlich gemacht. Dann kaufe ich die Geschenke lieber, und um zu sparen, natürlich bei amazon, denn diese Preise kann mir sonst keiner bieten. Das schlechte Gewissen krieg ich gratis dazu.

Sorry für*s OT!
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#14
30.1.14, 14:51
Amazon verdient an mir/uns schon lang nix mehr. Was Bücher angeht: fragt mal ruhig bei der örtlichen Buchhandlung (oder guggt im Inet), ob die nicht auch nen Online-Shop haben? Die liefern auf Wunsch auch nach Hause. Und das Geld bleibt im Ort, wie es sich gehört.

Internet is super, um sich zu informieren, wenn ich wasauchimmer brauche. Vor allem bei größeren Neuanschaffungen. Gekauft wird aber dann im Laden vor Ort.
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#15
30.1.14, 15:19
Bei Büchern machen wir es schon länger so, daß wir im WWW recherchieren,dann bekommt die Buchhändlerin um die Ecke eine Mail, sie bestellt und mailt uns,dann wird abgeholt.Klappt super.Bei Elektrogeräten wie Spül-oder Waschmaschine gehe ich mit @utew konform, vor Ort und mit Reparaturservice.Oft kann man vor Ort auch mal verhandeln und kommt-mit Service-dann besser weg als online oder im Elektrogroßmarkt.
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#16
30.1.14, 19:43
@Utew, ja bei 6 Kinder (3 eigene und Patenkind plus deren Geschwister, die bekommen allerdings auch nur eine Kleinigkeit) fällt der Weihnachtseinkauf größer aus. Zumal meine eine Tochter am 26. Noch Geburtstag hat, mein Patenkind eine Woche später. Sicher ist ein Zoo Besuch schön oder auch mal Kino, aber das gönnen wir uns zwischendurch so. Mit jedem einzeln zu fahren (und das würden sie mit Gutscheinen wollen) ist mir zu mühsam, soll ja dann auch alles am selben Tag sein, damit es keinen Streit gibt, wer zuerst darf ;-) Ausserdem wollen alle Omas, Opas, der (geschiedene) Papa und Patentanten auch beschenken. Für die Einkäufe bin dann ich zuständig und sie kaufen dann die Sachen bei mir. So gibt es nix doppelt und das, was die Kinder möchten. Zum sparen als Beispiel : Tochters CdSpieler gab den Geist auf. Ein neuer war gewünscht, Internet 80 Euro, Media Markt 120 Euro. Für meinen Sohn eine Carrerabahn Internet 50 Euro, im Laden 70 Euro. Patenkind wollte eine Barbie Internet 20, Laden 30, und so zieht sich das. Auch ich selbst bei z. B. Elektrogeräten meine Waschmaschine war kaputt, eine neue musste her, auch weil das Fassungsvermögen für 5 Personen einfach zu wenig war. Im Internet 300 günstiger als im Geschäft (immer die selben Produkte). Sicher sind Bücher überall gleich teurer, aber nur wegen einem Buch 30 min hin, parken, Parklücken, Buch kaufen, 30min heim ist mir einfach zu viel. In der Zeit Spiel ich lieber was mit meinen Kindern und lass mir von Amazon das Buch am Folgetag liefern (im übrigen meist vom Postmann der sowieso motorisiert ist und eh meist bei uns anhält um Briefe einzuwerfen, Päckchen und Pakete hat er meist dabei, sofern es keine Riesendinger sind). Ich will den Einzelhandel nicht schlecht reden und mir geht es nicht um 3 Euro sparen, sondern um die Sachen mit mehr Ersparnis und die Zeit mit meinen Kindern. :-)
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#17
30.1.14, 21:28
ich wohne in der Kreisstadt aber hier hat vor einigen Jahren der letzte Metzger zugemacht ... wenn ich jetzt ein gutes Schnitzel möchte, muss ich in den Nachbarort fahren
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#18
30.1.14, 23:02
Das liegt aber nicht an Amazon, sondern eher an den Discountern mit dem Billig-Fleisch :-)
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#19
30.1.14, 23:07
M.E. soll jeder selbst entscheiden, was ihm wichtig ist. Denn sonst müsste die Überlegung noch viel weiter gehen: Solange der Konzern, der beispielsweise die Elektrogeräte herstellt, weiterhin Menschen ausbeutet, die Umwelt verseucht usw., unterstütze ich "Schlimmes", ob ich es nun im Netz bestelle oder vor Ort kaufe. Die Tatsache, dass ein Betrieb klein ist, bedeutet auch nicht automatisch, dass seine Angestellten zu vernünftigen Konditionen arbeiten. Was die Ausbildung angeht: In kleinen Betrieben wird zwar häufig ausgebildet, aber oft nicht sonderlich gut, weil die Azubis "Mädchen für alles" spielen müssen. Ob das so toll ist, sei mal dahin gestellt. Dass in großen Konzernen ungelernte Kräfte beschäftigt werden, ist nicht unbedingt NUR negativ. Diese haben oft erst so eine Chance, auf dem Arbeitsmarkt unterzukommen. Dass ein Laden klein ist, bedeutet auch nicht automatisch, dass er nicht trotzdem ein Ableer irgendeiner großen Kette ist. Wenn man mal recherchiert, gerät man diesbezüglich manchmal ziemlich ins Staunen. Dies nur beispielhaft, es reicht natürlich noch viel, viel weiter.

Ethik und Moral ist ein weites Feld, in dem man mehr oder weniger gezwungen ist, Prioritäten zu setzen. Welche dies sind, muss jeder selbst für sich wissen. Ansonsten könnten wir nun alle unsere Jobs kündigen, da allein die Informationsbeschaffung unsere gesamte verfügbare Zeit in Anspruch nehmen würde (und dann immer noch nicht zufriedenstellend abgeschlossen wäre), denn das Thema ist ein Fass ohne Boden. Da wir dann aber kein Geld mehr hätten, um unsere ethisch-moralisch korrekte Lebensweise zu finanzieren, hätte es sich auch ebenso schnell wieder erledigt ;)

Interessierten sei in diesem Zusammenhang das Buch "Fast nackt" von Leo Hickman ans Herz gelegt.
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#20 donnawetta
31.1.14, 08:42
@Malin: Da muss ich dir widersprechen. Theoretisch muss ich nur vor jedem Kauf einmal recherchieren. Damit habe ich eine Grundlage für alle weiteren Einkäufe. Wenn ich einen Apfel kaufen will, finde ich heraus, wer in meiner Region das beste Angebot hat - nach ethischen und moralischen Gesichtspunkten. Diese "Arbeit" mache ich mir genau einmal, danach kaufe ich meine Äpfel von der Quelle, bis ich höre, dass dort etwas nicht stimmt oder bis ich durch Zufall ein noch besseres Angebot sehe. Das ist keine Sicherheit, das nach menschlichen Maßstäben beste zu tun, aber es kommt einer anständigen Lebensweise näher als ein genervtes Schulterzucken, weil man keinen Bock hat, ein Etikett zu lesen oder einen Verkäufer zu fragen und zu vergleichen. Ich muss schon seit Jahren keine Lebensmittel mehr checken, weil ich das schon längst getan habe und glücklicherweise auch nur sehr selten abweichen musste, weil ich enttäuscht wurde. Das gleiche gilt bei mir für Kleidung, Bücher und Filme. Insgesamt hat die Recherche nicht länger gedauert aus die manches Sparfuchses, der Prospekte und Werbung wälzt, Punkte sammelt, im Internet recherchiert oder zu 5 Geschäften fährt, um die Kosten für den Einkauf zu minimieren. Ach so - ich hab (wie mein Mann) eine 40-Stunden-Woche mit ca. 1,5 Stunden Fahrzeit täglich. Außerdem haben wir einen Gemüse- und Obstgarten, ein Ehrenamt und zwei feste Verabredungen in der Woche sowie eine Mutter, die ich einmal wöchentlich bespaße. Das kostet ganz regulär unsere "kostbare Zeit". Und tatsächlich bleibt noch genug übrig, um einmal zu recherchieren, bevor ich mir ein Produkt zum ersten Mal kaufe.
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#21
31.1.14, 18:11
@donnawetta: Es eht ja nicht nur um Lebensmittel. Viele Informationen sind nicht so einfach zu bekommen und vor allem ist das anze sehr undurchsichti, z.B. durch Zwischenhändler. Die Rückverfolun ist bei vielen Produkten schwieri. Übriens ist erade die Filmindustrie schon häufi in Verruf eraten, beispielsweise was Tierquälerei aneht. Nur ist es eben nicht immer leicht, an diese Informationen zu kommen. Mal abesehen davon, dass ich mit jedem Film, den ich schaue, die Werbun von roßkonzernen unterstütze, die ethisch frawürdi sind (Produktplatzierunen).

Deshalb meine ich: Was Ethik und Moral angeht, wirst du verrückt, wenn du dich wirklich mit ALLEM auseinander setzen willst. Man muss zwangsläufig Prioritäten setzen, wenn man noch leben möchte. Und diese soll eben jeder selbst nach seinen Maßstäben setzen. Ich habe beileibe nicht von so etwas Banalem wie "heimische Äpfel kaufen" gesprochen.
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#22
2.2.14, 07:37
Ich fürchte aber für die meisten gilt immer noch "Geiz ist geil!"
Denn es geht bei vielen gezwungenermaßen als erstes um die liebe Kohle!
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#23
2.2.14, 08:42
Ich unterstütze auch unsere lokalen Geschäfte , auch wenns bissl teuerer ist ,
wenn ci die Spritkosten rechne kommts wieder rein und ich hab ein
gutes Gefühl dabei .
Erhalte ich doch regionale Arbeitsplätze .
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#24
2.2.14, 08:46
ich habe letzthin bei unserem Medi..markt ein Laptop gekauft, naja, ich bin einer, der dann zuhause nochmal die Preise vergleicht. Im Internet gabs den 100 Euro günstiger. Natürlich etwas geärgert. Bei Medi.. angerufen, die meinten, ich soll nochmal hinkommen, ich bekomme die Differenz erstattet, war auch so.
#25
2.2.14, 09:11
Also Bücher bestelle ich zumindest bei uns im Ort. Wir haben einen kleinen Drogerieladen,der auch Büroartikel verkauft. Da die meisten Bücher der Preisbindung unterliegen, bestellen die mir diese. Sind genau so teuer, dauert vielleicht 1-2 Tage länger.
#26
2.2.14, 09:56
@zimt2003: So wird es auch in der Werbung übermitelt.
#27
2.2.14, 10:29
@miniwo: Ja, hab ich schon gehört, dass sich angeblich Freundschaft beim Geld aufhört. Ich kann zum Glück auf Freundschaften zurückgreifen, wo das nicht so ist - wer im Moment mehr Geld zur Verfügung hat, unterstützt andere, lädt sie ein... und vielleicht is es dann auch mal andersherum. Ich weiß nicht, was man alles Tolles mit den eingesparten 100 Euro macht... Aber ich für meinen Teil spare viel Zeit und Mühe, indem ich nicht alles bis ins kleinste Detail Preisvergleiche... und widme mich lieber anderen Dingen.
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#28
2.2.14, 11:27
Ich würde auch lieber in unseren Geschäften einkaufen, aber dort finde ich nie das was ich will.
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#29
2.2.14, 12:47
Wenn ich eine gute Beratung vor Ort bekomme, ist es für mich kein Thema, dieses dann auch dort zu kaufen.
Unseren Herd von Siemens bekamen wir übers Internet 300 € günstiger - da stellt sich für mich nicht mehr die Frage, da wird es im Internet gekauft.
Alles in allem finde ich grundsätzlich - immer den Mittelweg gehen - damit fährt man am besten.
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#30
2.2.14, 13:01
Ja so ist es, ich selber habe 20 Jahre bei Karstadt (ein Unternehmen welches bereits über 130 Jahre besteht) gearbeitet aber, zunehmend haben die Konsumenten sich bei uns speziell in der Elektro- und Multimedia-Abteilung nur noch beraten lassen um dann zu wissen, was sie beim Versandhandel bestellen (Das Ende vom traurigen Lied... die kleinen Filialen wurden geschlossen!). Derzeit hat auch Strauss (ebenfalls ein Unternehmen welches über 100 Jahre alt ist) gegen Schließungen zu kämpfen und das nur, weil das Menschenunwürdige Unternehmen Amazon unterstützt wird von den vielen Käufern. Wisst ihr eigentlich, das Amazon den Herstellern die Preise macht und die Hersteller dazu verpflichtet keinem anderen Handelsunternehmen günstigere Verkaufspreise zu machen??? Aber, macht mal weiter so, dann sieht es wirklich bald in einigen Städten abends nur noch dunkel aus (siehe Beitrag # 5) und Sparen wird niemand dabei denn, wir Arbeitssuchenden werden von der noch Arbeitenden Bevölkerung unterstützt (Ich finde das alles so krank und es macht mich auch seelisch krank)!!!
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#31
2.2.14, 13:23
Wenn wir uns beraten lassen, kaufen wir auch da. Alles andere finde ich nicht in Ordnung. Da zahlen wir dann auch gerne mehr.

Ich fahre auch öfter (mit öffentlichen - wohnen in Frankfurt) in die Stadt oder ins EKZ, weil ich mir die Sachen gerne angucke. Ich bin auch bereit, mehr dafür zu bezahlen. Allerdings bekomme ich selbst in der Frankfurter Innenstadt selten das, was ich suche (und das sind keine exotischen Sachen). Da bleibt mir leider nichts anderes über, als im Internet (bei welchem Anbieter auch immer) zu bestellen.
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#32
2.2.14, 14:38
#31 oh ja, frankfurt meine lieblingsstadt - vor 50 jahren. aber auch hier hat die zeit gewirkt.
in bezug auf die geschenkerei war ich in den letzten jahre an meine grenze gestossen. dieses hasten, drängen und der gleichen mehr hat mir z.b. die weihnachtszeit vergällt. dazu muss ich aber erwähnen, meine kinder sind erwachsen. ich schenke jetzt "zeit", z.b. einen kinobesuch, einen besuch im cafe oder einen theatherbesuch, austellungs- oder museumsbesuch. auf diese weise habe ich auch, ja ich möchte sagen, ich profitiere selbst von meinen geschenken. das gemeinsame erleben, die gespräche miteinander das drumherum gefällt mir. staubfänger?, muss-geschenke, die zeit ist vorbei.
#33
2.2.14, 15:26
Ich lebe auch auf dem Land und kann gerade wegen der hohen Sprittpreise nicht immer weit fahren um Dinge einzukaufen,versuche aber die Onlinekäufe auf ein Minimum zu beschränken und dort wo es geht die Händler in der Region zu unterstützen,sonst dürfen wir uns über leere Ladenlokale in unseren Kleinstädten nicht wundern.
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#34 Ming
2.2.14, 15:34
Hallo! Ich kaufe meine Lebensmittel zu 80 Prozent im Edeka vor Ort obwohl er teuer ist und es gibt nicht alles. Aber der Gedanke ,es gibt vor Ort keinen Supermarkt mehr mit Bäcker ist schlimm.
Aber andere Sachen Sachen kaufe ich gerne bei zalando oder Amazon und verstehe das ganze Gedöns darum nicht und krank macht mich das schon gar nicht. Das schaffen höchstens grippeviren :-) aber ich habe auch viele Hobbys und gar keine zeit ständig über irgendwelche Missstände zu grübeln.
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#35
2.2.14, 16:50
Wenn man so ländlich wohnt wie wir und fast 20 km bis zur nächsten Einkaufmöglichkeit fahren muss, ist Amazon die bessere Lösung.Ich spare so Benzinkosten und viel Zeit.
Wenn sich die Möglichkeit aber bietet und ich in der Stadt bin, kaufe ich dort lieber ein.Da kann ich alles sehen und fühlen.
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#36
2.2.14, 18:05
@fnü: Von den wenigen richtig tollen spezialisierten Läden, die wir hatten und in denen ich mehrfach eingekauft habe, haben nur wenige überlebt - und die waren gut besucht, wenn ich drin war. Die Ladenmieten konnte nur keiner mehr bezahlen.
Dazu kommen leider auch die vielen Diebstähle, Energiekosten +++wer kann das noch auffangen ?
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#37
2.2.14, 18:16
@miniwo: bei so einer großen Familie bleibt ja nichts anderes über, als zu rechnen. mach weiter so !
#38
2.2.14, 18:29
@joelmcnash: kleine Geschäfte zu unterstüssen ist oft richtig.
Nun stelle ich eine Frage an alle.
Was ist für umwelt und Geldbeutel rentabler.Da ich auf dem Land wohne und in unserem Dorf nur frische Eier vom Erzeuger gekommt.
Wenn ich 20 Km bis zum nächsten Geschäft fahre um mir eine Waschmaschine oder sonst was aus suche , Nach Hause fahre der Händler bringt mir 1-2 Tage später das Gerät.
Oder ich bestelle im Internett das Gerät ist so gar 20€ billiger bei gleicher Marke, und der Lieferend ist 30 km von mit weg ?
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#39
2.2.14, 22:04
Weltbild gehört der reichsten Firma der Welt, der Kirche. Die haben genug Geld um den Laden wieder auf vorderman zu bringen.
Wenn die Kirchen den Laden hops gehen lässt und die Mitarbeiter auf der Straße stehen, dann sollte man sich über den "Arbeitgeber Kirche"mal gedanken machen. Aber ich denke die versuchen erst einmal vom Staat Geld zu bekommen um das abgesoffene Schiff zu retten. Äh Staat, ach quatsch, von uns, unsere Steuergellder sind das ja. Ich kauf da, wo es für mich am Besten und finanzierbar ist und das ist A*mazone.
Fazit: Kirche reich, ich arm. Staat verwaltet mein Steuergeld !!!
#40
2.2.14, 23:15
Danke für diesen guten Gedanken! Viel zu viele lassen sich tragen von der Billig-Welle und denken nicht an das System, das dahinter steckt und die Leute, die wirklich von diesem Kauf profitieren (das sind vor allem die Obersten). Ich werde bei Firmen, die ihre Werbung so aggressiv aufdrängen, sofort misstrauisch, denn die Aggressivität ist dort schon zur Grundhaltung geworden. Werbung muss sein - ich habe auch ein Geschäft - aber bitte seriös und ohne Aufdrängen! Bei kleineren einheimischen Firmen kann man bei einer Frage auch mal anrufen und erhält eine Beratung von einem richtigen Menschen, kein Callcenter mit Fertigantworten.
Dass Weltbild am Ende ist, hat mich sehr getroffen. Vielleicht kann man diesen guten Verlag doch in letzter Sekunde retten - wenn man schnell bestellt???
#41
3.2.14, 05:32
ich lese andauern: Amazon, Amazon, Amazon.
Es gibt auch andere Onlineshops, die ebenfalls, weil klein, zu kämpfen haben.
Spreche aus eigener Erfahrung!
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#42
3.2.14, 09:22
Nur weiter so Leute. In 50 Jahren gibt es ein paar Hundertausend reiche Leute die sich die benötigten Lebensmittel BIO anbauen lassen. Die Milliarden von blöden Arbeitern essen den von den Reichen in den Fabriken produzierten Fertigfraß. Wer nicht über den Tellerrand denken kann ist selber schuld.
#43 donnawetta
3.2.14, 11:24
@Malin: Klar, Malin, dass du nicht von "so etwas banalem" wie Äpfel gesprochen hast. Aber je weniger banal es wird, desto weniger kauft man es auch meistens. Dann steht die Recherche wieder im Verhältnis zum "Gewinn". Und klar kann man nicht ALLES checken. Aber da, wo es geht, kann man es ruhig versuchen: Nahrungsmittel Kleidung, Möbel, Haushaltsartikel...Vorrangig ging's ja auch darum, zu prüfen, ob man -zig Lieferwagen bemühen soll oder einmal mit der Bim oder mit dem Auto in die Stadt fährt und dort vor Ort kauft, einfach, um die Umwelt weniger zu belasten einzusparen.
#44 donnawetta
3.2.14, 11:41
@Lippoldt: Ich verstehe nicht, was du genau sagen willst. Die von dir beschriebenen Zustände herrschen bereits jetzt, isb., wenn du das ganze global betrachtest. Da wurden und werden ganzen Ländern und sogar Kontinenten die Nahrungsgrundlagen entzogen, damit auf dem Land Dinge hergestellt werden können, die die "erste Welt" braucht -> Öl, "Bioöl" aus Pflanzenmasse, Rinder, Edelholz, Kaffe, Tee... Und für den Erlös dürfen sich die Produzenten auf ihrer verbrannten Scholle dann Konventionalfraß in Dosen aus der ersten Welt kaufen. Im Gegensatz zu einem afrikanischen Kleinbauern haben wir aber eine weitaus leichtere Wahl. Wir dürfen nur nicht zu bequem sein, sie zu treffen.
#45
3.2.14, 11:42
Ich mache es ganz einfach: nur die schweren Sachen (ich habe kein Auto) werden bei Amazon/ebay etc. bestellt, der komplette Rest kaufe ich vor Ort oder um die Ecke... wenn ich mal technische Hilfe brauche, die habe ich dann auch um die Ecke.. schnell und kostengünstig.. auch wenn es am Ende beim Kauf eines Neugerätes etwas mehr kostet.. (soviel ist es dann auch noch)...
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#46 Ming
3.2.14, 13:18
ich finde hier manches sehr überzogen. Von einem guten Denkanstoss doch manches wenn möglich im eigenen Einzugsbereich zu kaufen (auch um solche Geschäfte zu erhalten ) wird eine "ich rette jetzt die ganze Welt" Aktion. Das wäre zu einfach, wenn die Produzenten an allen Misständen schuld wären und ist auch nicht zu Ende gedacht.
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#47 onkelwilli
3.2.14, 13:45
Meine Gedanken hierzu:

Es gibt Entwicklungen, die bedauerlich sind, aber kaum aufzuhalten. Wer trauert denn noch wirklich ehrlichen Herzens dem Tante-Emma-Laden nach? Oder dem lauschigen Plattenladen, wo der Inhaber noch den DJ spielte?
"Alles-unter-einem-Dach-Kaufhäuser" sind durch die vielen Spezialmärkte nicht nur bedroht, sondern schon vielfach verdrängt. So wie das kleine Kino um die Ecke. Wer weint da? Sind es nicht Krokodilstränen? Ich wohne in der belebtesten Fußgängerzone meiner Stadt und beobachte die "Leerstände" und "Verlegenheitsnutzungen" mit Sorge.

Versandhandel ist eigentllich ein alter Hut, nur dass an die Stelle des dicken Katalogs das Internet getreten ist. Und noch nicht einmal der Gang zum Briefkasten ist mehr nötig. Die problemlose Rücksendung mit Geld-zurück-Garantie tut ein Übriges.

Auch in den Ladengeschäften wurde und wird das Verkaufspersonal oft schlecht bezahlt und mies behandelt. Hat das die Kunden, die ja trotzdem freundlich bedient wurden, wirklich interessiert?

Der Appell ist berechtigt. Ich werde jedenfalls von Fall zu Fall überlegen, ob ich nicht auch im Laden kaufen kann. Aber ich weiß, dass das Rad nicht zurückgedreht werden kann.
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#48
3.2.14, 18:14
@onkelwilli: einverstanden - das geht aber auch andersrum: ich kaufe gerne vor Ort, wenn ich von freundlichen, aber nicht künstlich-schmierigen Verkäufern gut beraten werde, eine ordentliche Auswahl habe und die Sachen zu einem vernünftigen Preis gleich mitnehmen kann. Muffige Bedienung, geringe Auswahl und extrem überhöhte Preise brauche ich nicht, da kaufe ich gerne im Internet. Auch die Arbeitsämter scheinen ganz froh über Amazon: im Versand müssen eben nicht die Leute arbeiten, die gut mit Menschen umgehen können und die Regalnummer für jeden Artikel (immer wieder faszinierend im Baumarkt) auswendig wissen. Ich weiß, was ich bestelle und schicke kaum etwas zurück. Das schwere Katzenstreu packe ich auch lieber direkt aus dem Laden ins Auto - das muss ich dem Paketboten nicht zumuten.
#49
3.2.14, 19:52
@onkelwilli: Tante Emma vermisse ich in mein Dorf! Da konnte man gut einkaufen da wurde die Dorfzeitung gut verbreitet !
Verstehe auch die Kinder die den Laden nicht von Muttern übernommen haben.
In Stadt nähe ist es bestimmt etwas anderes . Hier in Dorf werden ältere Menschen die nicht mehr oder noch nie Autofahren können gezwungen immer andere um Hilfe zu bitten und das für jedes Gramm Salz , Ltr Milch ect. so sieht die Welt heute aus! !
2
#50 onkelwilli
3.2.14, 20:48
@altmodisch: Ja, die Misere auf den Dörfern ist mir bekannt - entschuldige, dass ich sie als Innenstadtbewohner (mit "paradiesischen" Einkaufsmöglichkeiten) ausgeblendet habe.
Auch hier in der Stadt gab es viele kleine Tante-Emma-Läden - die Leute haben "mit den Füßen abgestimmt", von im Supermarkt vergessenen Kleinigkeiten konnte Tante Emma nicht existieren. Schade eigentlich. In einigen Dörfern der Umgebung werden derzeit Dorfläden als Bürgeriniative gegründet. Bin gespannt, ob sie sich halten können.

Für den nicht täglichen Bedarf bietet sich jedoch gerade für weniger mobile Landbewohner der Internet-Versandhandel an. Ansonsten: So funktioniert Marktwirtschaft - ob sie noch sozial genannt werden darf, muss jeder für sich entscheiden . . .
#51
3.2.14, 21:02
Ich überlege mir immer von Fall zu Fall wo ich etwas kaufen will. Als ich zum Beispiel eine neue Geschirrspülmaschine brauchte, habe ich bewusst einen Händler aus meiner Umgebung berücksichtigt. Der hat die defekte aus und die neue eingebaut. Die Beratung war gut und der ganze Service auch.
Sollte mal eine Reparatur nötig sein kommt der selbstverständlich und erledigt das. Bei so etwas ist mir dieser Service wichtig.

Reisen buchen wir hingegen praktisch nur noch online und haben damit sehr gute Erfahrungen gemacht. Hier finde ich hat man ein viel besseres Preis - Leistungsverhältnis als wenn ich im Reisebüro buchen würde.
Hier ist mir aber auch eine Beratung nicht wichtig, weil ich mich vorgängig selber informiere.
Mein Brot kaufe ich am liebsten beim Bäcker im Ort.
#52
5.2.14, 18:54
Alternativen zu Amazon
.
http://www.utopia.de/magazin/alternativen-zu-amazon
#53
6.2.14, 01:51
Tja, wer nicht bei Amazon bestsellen will, der muß es lassen. Ich zum Beispiel !!
Allerdings habe ich auch der Fa. Amazon mitgeteilt, warum ich nichts mit ihnen zu tun haben will und habe auch schnell eine Stellungnahme bekommen.
trotzdem kaufe ich grundsätzlich nicht dort. Aber, das sollte jeder Mensch für sich selbst entscheiden können.
-1
#54
9.7.14, 10:56
Der Nicht-Konsum ist der nachhaltigste Konsum. Konsum mit gutem Gewissen?
So etwas sollte es nicht geben.

Für die Herstellung von Konsumgütern wird der Ressourcen-Extraktivismus weiter vorangetrieben und unserer Umwelt Schaden zugefügt.
#55 Ming
9.7.14, 12:07
Nicht Konsum? Arbeitsplätze? Wirtschaftswachtum, was wird damit? Man sollte wirklich etwas nachdenken... Wie schon erwähnt ich kaufe im kleinen Edeka vor Ort um es zu unterstützen aber auch bei Zalando und Amazon. Immer die Kirche im Dorf lassen, vernünftigen Menschenverstand einschalten!
#56
9.7.14, 13:32
Das mit dem geheiligten Credo des Wirtschaftswachstums sollte man mal überdenken.
Was wächst denn da? Reale Einkommensverluste "untenrum".
Schon von daher KÖNNEN viele garnicht mehr viel konsumieren.
Der deutsche Binnenkonsum trägt immer weniger zum Einkommen bei: Exportweltmeister sollen wir sein.
Lohnsubventionen für 1 Drittel der Arbeitnehmenden ist Reingewinn für die dadurch subventionierten Unternehmen.
Wer konsumiert denn z.B. überteuerten Strom? Unternehmen werden entlastet, konsumgläubige Bürger nicht.
Wer zahlt denn höhere Steuern? Arbeitseinkommen werden belastet und Kapitalerträge zahlen pauschal fast nix.
Wessen Vermögen wächst denn? 5 Menschen in Deutschland besitzen 40% des Vermögens.
.
Na, immer noch dem hl. Wachstum anhängig?
Wer hat denn wirklich was davon?
.
http://www.sonnenseite.com/Aktuelle+News,Oxfam+kritisiert+ungleiche+Vermoegensverteilung+in+Deutschland,6,a28994.html
#57 Ming
9.7.14, 18:48
Gähn ... Die bösen reichen und die guten Armen ...ich kann's nicht mehr hören .
Allen die ich kenne geht es gut, aber wir arbeiten auch fleißig und dann mag man sich auch was gönnen . Klar man kann Konsum Verzicht predigen wenn man eh keine Möglichkeiten hat. Ehrlich ist das nicht.

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