Tipp: Für den besseren Überblick der Finanzen, ein zweites Girokonto anlegen.

Zwei Girokonten für besseren Überblick

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Mein Tipp: Legt euch zwei Girokonten zu. (Es gibt auch einige kostenlose Girokonten.)

Auf das eine Girokonto (meist das neueröffnete zweite Konto) kommen nur die Gehaltszahlungen. Von diesem Konto kann evtl. noch die Miete abgezogen werden, da die Miete meist der größte finanzielle Posten pro Monat darstellt.

Dann mal schön nachrechnen. Wievel Fixkosten habe ich pro Monat oder Jahr: Strom, Gas, Telefon, Verein, Autoversicherung, Kfz-Steuer, etc. Diese auf einen Monatsbetrag umrechnen und vom 1. alten Konto wie gewohnt abbuchen lassen. Vom 2. Konto (Gehaltskonto) überweist ihr nun monatlich den Betrag auf das 1. Konto (Fixkostenkonto) der nötig ist, um alle Fixkosten zu decken und erhöht diesen Betrag um 50-200 EUR je nach Einkommen und Familiengröße (so spart man gleichzeitig für eventuell eintretende Nachzahlungen).

Sind noch andere Einnahmen wie Kindergeld, Elterngeld, Wohngeld oder ähnliches vorhanden, bleiben diese auf dem 1. alten jetzt Fixkosten Konto. Die anderen Einnahmen vom Fixkostenbetrag abziehen und ihr wisst, wieviel ihr vom 2. Konto auf das 1. Konto überweisen müsst. Und jetzt wichtig: das 1. Fixkosten-Konto bleibt unberührt, nehmt eure Girokarte und tut sie an einen sicheren Ort. Hebt für alltägliche Besorgungen nur vom 2. Gehaltskonto ab. So wisst ihr wieviel ihr tatsächlich im Monat ausgeben könnt, ohne in die Miese zu geraten.

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13 Kommentare


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#1
9.7.11, 11:22
Liest sich sehr kompliziert, da bleibe ich lieber bei einem Konto und behalte das im überblick, man weiß doch was monatlich abgebucht wird und was man noch über hat.
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#2
9.7.11, 12:16
Ich halte es so: Ich habe ein Girokonto und ein Tagesgeldkonto. Vom Lohn wird sofort Betrag x aufs Tagesgeldkonto gebucht.
Am Ende des Monats sehe ich, was ich ausgegeben habe, wenn was über ist geht das auch noch aufs Tagesgeld. So habe ich immer nur den Verfügbaren Betrag auf dem Girokonto und habe Überblick wieviel Geld an dem Monat rausgegangen ist.
Zudem gibts aufs Tagesgeld noch ein paar Zinsen.
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#3
9.7.11, 16:39
@Gift: stimmt, ein Tagesgeldkonto habe ich auch, aber das hat ja in dem sinne nichts mit doppelter Kontoführung zu tun, oder?
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#4
9.7.11, 19:18
....und welchen Vorteil hätte diese komplizierte Angelegenheit?
Mit weniger Energieaufwand behalte ich ein Konto im Auge und richte mich mit meinen Ausgaben nach dessen aktuellem Stand.
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#5
10.7.11, 08:09
Wenn man sich immer an den aktuellen Stand richtet, verliert man jährliche oder quartalsmäßige Ausgaben schnell aus den Augen. Die tatsächlichen jährlichen Fixkosten sind meist höher als die monatlichen Ausgaben. Man spart auch gleichzeitig für unliebsame Nachzahlung und man kontrolliert sich selbst, nicht mehr auszugeben, als man hat. Ich hoffe, das trägt zum Verständnis bei.
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#6
10.7.11, 20:40
mein mann und ich wissen sehr genau, welche fixkosten wir jeden monat haben. und wir halten auch die bewegungen im überblick.

ein zweites konto finde ich überflüssig und erschwerend. uns genügt es, auf einem plan alle fixkosten zu notieren und nach den durchsehen der kontoauszüge durchzustreichen. so sehen wir stets, was noch abgebucht wird. keine punkte für diesen tipp.
#7 wermaus
11.7.11, 12:21
Nein, das wäre mir zu kompliziert. Ich weiß auch so, was ich jeden Monat ausgeben kann, da genügt mir eine einfache Rechnung zu Anfang des Jahres (wegen jährlicher und quartalsmäßig anfallender Kosten.)
Leute, die dazu neigen, zuviel auszugeben, die bremst auch ein 2. Konto nicht, nach dem Motto, wenn ich ein Konto überzeihe, was solls, ich hab ja noch eins.
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#8 tabida
11.7.11, 12:29
Mir hat das sehr geholfen, meine Finanzen in den Griff zu bekommen. @Wermaus: vielleicht hast Du recht, bei Leuten, die dazu neigen das Konto zu überziehen. Aber seit ich zwei Konten habe, habe ich nie mehr eines überzogen.
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#9
11.7.11, 17:13
mein freund und ich haben zusammen 3 konten: mein konto, sein konto und gemeinsames haushaltskonto.

da haben wir vollen überblick! wir bleiben bei unserem system.
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#10
27.11.11, 19:36
Ich benutze ebenfalls zwei Konten und habe erst damit gelernt überhaupt zu wirtschaften.

Auf mein "Eingangskonto" geht mein Gehalt ein, dann buche ich die Kosten für den nächsten Monat und ein Zwölftel meiner jährlichen Kosten auf mein "Ausgangskonto" um, von dem sämtliche Lastschriften abgehen.

Das hat den Vorteil, dass das Geld auf dem Ausgangskonto aus dem Auge aus dem Sinn ist, und ich weiß, dass ich über das Restgeld auf dem Eingangskonto frei verfügen kann. Außerdem spare ich auf dem Ausgangskonto über ein Jahr die jährlichen (meist höheren) Ausgaben für das nächste Jahr an und verteile sie somit über zwölf Monate.

Ich halte meine monatlichen und jährlichen Kosten in einer Excel-Tabelle vor, da muss ich nur die entsprechende Summe für den Monat ablesen. Wenn sich etwas ändert gebe ich das ein, und die Summen passen sich automatisch an.
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#11 sascha-maria
8.12.11, 10:18
Ich finde den Tipp gut und habe auch mit meinem Freund schon darüber gesprochen, ein neues Konto anzulegen, auf das wir dann beide Geld überweisen und von dem alle Fix-Kosten abgezogen werden (Miete, Energie, Telefon...). Zurzeit ists noch ne ziemliche Rechnerei jeden Monat. Die Miete überweisen wir zwar jeder für sich an die Vermieterin, doch Energiekosten zahle ich und er die Telefon/Internet-Kosten, die leider auch schwanken. Mit dem zweiten Konto wärs einfacher, aber bisher haben wir uns noch nicht drum gekümmert... Danke fürs Erinnern!
#12
14.1.12, 20:33
Hallo ihr Lieben,

ich bin neu hier und habe schon Einiges gelesen und mit auf meinem Weg zum Sparen mitnehmen können.

Auch ich habe ein Konto. Dann wollte ich noch ein Sparkonto haben und so eröffnete ich mir ein Flexkonto. Alles schön über online banking. Ich war auch immer sehr bemüht, zu sparen, doch alles was ich am Anfang des Monats auf mein Flex legte, war spätenstens am Ende wieder weg, WEIL ich das Geld einfach hatte. Ich wusste, ich kann es mir leisten... Meine Gedanken dazu änderten sich erst in den letzten Wochen... Als ich merkte, dass ich so nicht weiter machen kann. Ständig was zu kaufen, Dinge die ich nicht brauche, macht mich nicht glücklich! Auch nicht der Gedanke daran... Im Gegenteil: Ich wollte die Sachen viel schneller wieder los werden, als ich gucken konnte. Also sagte ich mir, dass ich nun erstmal das Einkaufen sein lassen was unnützes Zeugs angeht. Und es hat gut geklappt.

Aber das Geld konnte ich dennoch nicht gut an die Seite legen... So tankte ich einfach viel mehr und fuhr sinnlos durch die Gegend rum...

Ich rief bei meiner Bank an und fragte nach einem DRITTEN Konto, welches ich nicht sehen und auch nicht dran kommen kann, nur, wenn ich hinfahre oder anrufe. Da meine Bank 60KM von mir weg ist, klappt das ganz gut.

So habe ich ein Girokonto,
ein Flexkonto
und ein Sparkonto

Mein Gehalt kommt aufs Giro, ein gewisser Betrag direkt auf mein Sparkonto. Das Flexkonto nutze ich dafür, um mir Geld an die Seite zu legen und im Notfall, wenn mein Haushaltsgeld nicht reichen sollte, mir davon was zu nehmen. Alles was am Ende des Monats ürbig ist, geht auf mein Sparkonto. Ich führe dazu ein Haushaltsbuch und weiß genau, wo was hin geht...

Keine Überforderung und auch nicht zu viel. So habe ich ne gute Übersicht und weiß genau, wann mein Geld wofür weg geht. Und wenn eine größere Sache bezahlt werden muss, außerhalb meiner Kosten, kann ich jeder Zeit darauf zurück greifen.

Und übrigens: Ich überweise meinem Vermieter für die Nebenkosten 10 € mehr im Monat und das mache ich beim Strom- und Gasanbieter auch. So muss ich keine große Angst haben, nachzuzahlen. Und im guten Fall- wie bisher immer- bekomme ich eine Menge zurück und freue mich dann darüber =)
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#13
30.9.12, 08:33
Ich finde den Ansatz klasse! Er taugt zur konsequenten Überführung der Idee, jede Woche eine feste Summe bar abzuheben, in das digitale Zeitalter.

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