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Bier hat eine jahrhundertelange Tradition. Von Deutschland aus bahnte es sich seinen Weg nach ganz Europa, Indien und die USA. Heute gibt es kein Land, indem man das flüssige Brot nicht bekommen kann.

6 spannende Fakten über Bier #FunFriday

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„Hopfen und Malz, Gott erhalts.“ Bier gehört zu den beliebtesten alkoholischen Getränken in Deutschland. Aber weißt du, was Bier brauen mit der Kirche zu tun hatte? Warum Bier für Schwangere und Kinder tatsächlich wichtig war und was es eigentlich mit dem Anstoßen auf sich hat?

1. Bier ist Männersache - oder?

Tatsächlich war Bier brauen im Mittelalter Frauensache. Eine gute Hausfrau braute auch ein gutes Hausbräu. Ein Braukessel gehörte zur absoluten Grundausstattung für die Ehe und war Teil der Mitgift. Bier war eine Art flüssiges Brot für die ganze Familie - auch für Kinder oder Schwangere. Generell war und ist Bier kein „Männergetränk“. Die Frauen trafen sich damals nicht zum Kaffeekränzchen, sondern zum Biertreff. So kamen über den Tag mehrere Liter zusammen. Das Bier damals war allerdings nicht so stark wie heute und sein Konsum hatte tatsächlich seine Berechtigung.

2. Bier als Schutz vor Krankheiten

Früher war das Trinkwasser oft verschmutzt und die Gefahr war groß sich an unheilbaren Krankheiten anzustecken. Bier jedoch wurde gekocht und somit wurden viele Erreger abgetötet. Außerdem hat Bier einen pH-Wert von unter 4,5. Das bedeutet, dass Bier leicht sauer und somit für Erreger ungeeignet ist. Auch der Alkoholgehalt hilft, das Bier frei von Keimen zu halten. Der Hopfen wirkt zusätzlich antibakteriell. Damit war das flüssige Brot oft die einzige Möglichkeit ohne Risiko etwas zu sich zu nehmen.

3. Wie kam es zum deutschen Reinheitsgebot?

Später wurde das Brauen zur Sache der Mönche, denn Bier brauen hatte viel mit dem Glauben zu tun. Wie aus Zauberhand wurde aus Wasser, Gerste und Hopfen über Nacht Bier - oder eben auch nicht. Die Hefe, die für die Gärung verantwortlich ist, war damals noch ein Mysterium. Deshalb war auch das Hexagon, früher ein Zeichen gegen Dämonen, das Zunftzeichen der Brauer. Später haben auch andere versucht, mit allen Mitteln eine alkoholische Gärung herbeizuführen. Man experimentierte und fing an giftige Zutaten wie Tollkirschen mit in das Bier zu mischen.

Dadurch ist 1516 das deutsche Reinheitsgebot entstanden. Dieses Gesetz war das erste Deutsche Lebensmittelgesetz. In ihm wurde festgehalten, dass man zum Bier brauen ausschließlich Gerste, Hopfen und Wasser benutzen darf. Von der Hefe wusste man da immer noch nichts. Die französische Akademie der Wissenschaft setzte 1799 einen Preis in Form von einem Kilobarren Gold aus, für denjenigen, der das Geheimnis um die Gärung lüften konnte. Der Preis wurde nie vergeben. Erst 1837 kam man der Hefe langsam auf die Spur. Ein französischer Wissenschaftler fand heraus, dass Fruchtsaftlösungen in sterilisierter Luft nicht gären. Damit zeigte sich, dass sich in der Luft neben dem Sauerstoff noch lebende Materie befinden muss. Er führte daraufhin den Begriff „Zuckerpilz“ ein.

4. Prost!

Das schwungvolle Anstoßen mit Bierkrügen hat ebenfalls seine Gründe. Man stieß absichtlich so an, dass das Getränk vom einem in den anderen Krug überschwappte. So bewies man sich gegenseitig, dass das Bier nicht vergiftet war und man sich vertraute.

5. Hopfen als Rauschmittel

Der Hopfen ist die „Zauberpflanze“ der Bierbrauer. Er hat intensive Aromen, stabilisiert den Schaum, macht das Bier haltbar und wirkt sogar beruhigend und schlaffördernd. Das liegt daran, das Hopfen zu den Cannabispflanzen gehört. Mittlerweile ist es sogar gelungen CBD (Cannabidiol) aus Hopfen zu gewinnen. CBD wirkt entkrampfend und angstlösend und wird sonst nur aus dem weiblichen Hanf (Cannabis) gewonnen. In Deutschland haben wir mit unglaublichen 2400 km² außerdem das größte zusammenhängende Hopfenanbaugebiet weltweit.

6. Tschechien, die neue Biertrinkernation

Bier nahm seine Anfänge in Deutschland und darauf sind wir Deutschen sehr stolz. Weltweit gibt es das Klischee von dem Deutschen mit Socken in den Sandalen und einer Maß Bier in der Hand. Aber trotz der jahrhundertelangen Tradition sinkt der Bierkonsum in Deutschland seit Jahren. Im weltweiten Vergleich liegen wir nur noch auf Platz 3. Angeführt wird die Tabelle von Tschechien. Nach Angaben der nationalen Brauereiverbänden trinkt jeder Tscheche etwa 140 Liter Bier pro Jahr. Danach folgt Österreich und schließlich, auf dem dritten Platz, Deutschland. Im Jahr 2020 erreichte der Bierkonsum mit 88 Litern pro Kopf einen neuen Tiefpunkt. Grund dafür waren auch die Kneipenschließungen durch die Coronapandemie. Der Bierkonsum in Deutschland lag damit zum ersten Mal seit dem Jahr 1958 unter 90 Litern pro Kopf. Dieser Trend setzt sich aber nicht nur beim Bier fort. Der durchschnittliche Alkoholkonsum in Deutschland ist laut WHO seit 40 Jahren rückläufig.

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