Abgewickeltes Garn einer heruntergefallenen Spule nicht erneut um die Spule wickeln. Die Fadenspannung ist hier nicht mehr gewährleistet.

Abgewickeltes Garn nicht von Hand aufspulen

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Wenn mir eine Spule aus der Hand fällt und auf dem Fußboden landet, wickelt sich durchaus ein langer Faden ab. Bitte diesen nicht von Hand erneut um die Spule wickeln, um Garn zu sparen:

Hierbei ist die Fadenspannung, die eigentlich die Maschine vorgibt, nicht mehr präzise. Dies kann zum Fadenreißen und / oder einem schlechten Naht-Beginn führen ... Lieber auf 1 m Garn verzichten: Bei einem Preis für ein hochwertiges Nähgarn von vielleicht EUR 2,60 / 100 m entspräche diese einem Verlust von max. 3 Cent ...

Es gibt Ausnahmen von meinem Vorschlag: Ein elastischer Unterfaden oder ein Faden besonderer Qualität für einen besonderen Arbeitsvorgang (z. B. Smoken) wird durchaus von Hand auf die Spule gewickelt ...

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14 Kommentare


#1
20.5.16, 21:23
Es kommt bei mir zwar nicht oft vor dass ich nähe aber wenn ich mal nähe dann werde ich das ab jetzt auch immer so machen. Bisher habe ich mich immer geärgert wenn dauernd der Faden gerissen ist.😟  Ich habe immer verzweifelt nach dem Grund dafür gesucht aber nicht gefunden. Jetzt weiss ich aber wenigstens einen Grund dafür. Danke!😄
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#2
20.5.16, 21:59
ich denke mal,wenn dir die spule runterfaellt,ist die naehmaschine nicht weit. also spule in den aufsatz stecken, den faden in die spannung,1 mal kurz aufs pedal,und schon ist der faden gewickelt.
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#3
21.5.16, 10:21
So wie datura würde ich es auch machen. Warum soll ich einen Meter Garn einfach wegwerfen?
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#4
21.5.16, 12:30
@Maeusel: das, was Trom4schu hier schrieb, hört sich für meine Ohren aber sehr überzeugend an "Hierbei ist die Fadenspannung, die eigentlich die Maschine vorgibt, nicht mehr präzise. Dies kann zum Fadenreißen und / oder einem schlechten Naht-Beginn führen"

Trom4schu, bei der Gelegenheit kann ich auch gleich mal sagen, was ich immer denke, wenn ich deine Tipps rund ums Nähen lese: du bist in der Hinsicht wirklich ein Quell nie versiegenden Wissens, eigentlich müsstest du mal ein Buch rausgeben! 
#5
21.5.16, 13:15
@HörAufDeinHerz: Ich habe schon verstanden, wie der Tip gemeint ist. Aber wenn man die Spule oben auf den Aufsatz steckt und dann kurz "nachspult", müßte die Spannung doch stimmen!
#6
21.5.16, 21:04
@Maeusel: Ach so, da hast du bestimmt recht. 
#7
21.5.16, 22:01
@Maeusel: Ich kann mir nicht vorstellen, dass dann die Spannung stimmt, weil man den abgewickelten Faden ja vom Finger/ der Hand Richtung Spule laufen lassen muss, damit er einigermaßen stramm auf die Spule gewickelt wird...aber wie stramm? Genau darum geht es doch.
#8
22.5.16, 20:42
@Maeusel: nicht direkt vom finger,sondern ueber die spannung die dem spulvorgang vorgelagert ist. dann ist die richtige spannung gewaehrleistet.
#9
22.5.16, 20:44
Geb ich dir recht....funktioniert 👍 gut
#10
22.5.16, 22:23
@datura33: So hatte ich es auch gedacht!
#11
22.5.16, 22:42
@Maeusel: na,dann sind wir uns ja einig😄
#12
9.6.16, 09:11
trom4schu:

danke für den Tipp, denn ich habe mich auch schon über runtergefallene Spulen geärgert und dann so gut es ging aufgewickelt. Die Idee, abschneiden und weitermachen ohne sich zu ärgern, kam mir nicht. Dabei ist das doch das Naheliegendste! 
Für eine korrekte Fadenspannung und unnötige Zeitverschwendung mit 'Rumgebastle' kann man doch auf 1-2 m Faden verzichten, da man ja ohnehin nach dem Nähen noch Fadenenden abschneiden muss und somit 'unnötigen' Fadenverlust hat.
#13
9.6.16, 09:16
Danke für den Tipp, das erklärt einiges. Ich habe schon diverse Fadenspulen komplett abgeschnitten weil der Faden ständig gerissen ist....das waren tatsächlich diese, wo ich noch aufgewickelt hatte. Beim Nähen kann heutzutage eh kein Geld mehr sparen (ist sowieso teurer als kaufen), aber Zeit und Nerven, das ist mir wertvoller!
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#14
9.6.16, 15:09
hallo meine lieben, jetzt muss ich mal meinen senf dazu geben (kann nur klein schreiben, weil aua an linler hand-ich hoffe, ihr verzeiht..)

also, ich habe von 1975 - 1977 nähmaschinenmechaniker in aue / sachsen gelernt. da sind wir mit einigen maschinen geschult worden. bei jeder maschine war die fadenspannung über die feder der spulenkapsel zu regulieren. wir hatten einen alten wirklich alten lehrmeister, der uns schon mal als strafarbeit spulen mit der hand aufwickeln ließ. mir ist wirklich nicht bekannt, dass die art des aufrollens vom unterfaden die fadenspannung abhängt. das soll jetzt kein neunmalklugesgeschwafel sein, denn ich kenne mich mit den neuen nähmaschinen nicht aus. bei meiner maschine, eine veritas (ist mittlerweile 38 jahre alt und näht auch noch -:)))  ist das auch so. die einstellung der fadenspannung läuft normalerweise über diese kleine feder am aüßeren rand der spulenkapsel. da ist eine kleine madenschraube angebracht, die ganz sensibel reagiert. ich hoffe, ihr nehmt mir den einspruch nicht übel. aber das musste ich loswerden...

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