Tipp der Woche: 5 Jahre jünger aussehen mit Eiweißmaske

Tipp der Woche: 5 Jahre jünger aussehen mit Eiweißmaske

Die Haut sieht jung aus mit einer Maske aus Eischnee. So geht's!
Die Tatsache, dass jemand aus „gutem Hause“ kommt, ist für mich kein Kriterium mehr, ob ich ihn duze oder sieze. Und im Netz sind sowieso alle irgendwie gleich – hier gehört das Duzen bereits zum guten Ton.

Alles Knigge, oder was?

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Als Adolph Freiherr Knigge im Jahre 1788 sein Werk „Über den Umgang mit Menschen“ veröffentlichte, hat er wohl nicht ahnen können, dass sein Benimmbuch auch knapp 230 Jahre später noch im Gespräch sein würde. Dabei ist der Begriff „Benimmbuch“ irreführend: Es lag nicht in Knigges Absicht, ein Regelwerk über die korrekten Tischmanieren in feiner Gesellschaft zu verfassen. Sein Buch sollte vielmehr ein Ratgeber sein, wie man richtig mit „Leuten von verschiedenen Gemütsarten, Temperamenten und Stimmungen des Geistes und Herzens“ umgeht. Erst nach Knigges Tod im Jahr 1796 ergänzte der Verlag sein Werk um die bis heute bekannten Benimm- und Verhaltensregeln.

Der „echte Knigge“ ist topaktuell

Unsere moderne Zeit ermöglicht Kommunikation in Sekundenschnelle über jede Distanz und Grenze hinweg. Die noch vor wenigen Jahrzehnten ungeahnten Möglichkeiten von PC und Smartphone bieten viel Raum für verbale Fehltritte jeglicher Art. Umso wichtiger ist es, sich an die grundlegenden Regeln des menschlichen Miteinanders zu halten. Speziell, wenn es um den Austausch mit Menschen „von verschiedenen Gemütsarten, Temperamenten etc.“ geht, kommt es sonst schnell zu Missverständnissen und Streit. Ein Phänomen, das sich auch in vielen Kommentaren hier bei Frag Mutti sehr anschaulich zeigt. Merke: Nicht jede bissige Bemerkung lässt sich mit einem Smiley entschärfen.

Höflichkeit zählt

„Höflichkeit ist ein Kapital, das den reicher macht, der es ausgibt.“ Dieses persische Sprichwort bringt es meiner Meinung nach schön auf den Punkt. Wer gut bei anderen Menschen ankommen möchte, sollte höflich sein. Leider ist der Begriff der Höflichkeit sehr schwammig und dem steten Wandel unterworfen. Was gestern noch als höflich galt, kann schon morgen altbacken oder spießig wirken. Hilft der moderne Mann einer emanzipierten Frau noch in den Mantel? Und wer zahlt die Rechnung im Restaurant? Insbesondere die ältere Generation moniert den Verlust der früher angeblich besseren Umgangsformen. Damals war ja alles irgendwie „Mehr Lametta“. Handelt es sich dabei nur um das subjektive Empfinden und Rumgenöle der ewig Gestrigen? Umfragen sagen nein: Rund 75 Prozent der Befragten aller Altersgruppen denken, dass die Menschen früher höflicher waren. Ich sehe das übrigens auch so. Werfen wir einen Blick auf zwei der häufigsten Streitpunkte in Sachen Höflichkeit: Die Duz-Anrede und Pünktlichkeit.

Darf ich Sie duzen oder muss ich Dich siezen?

Die Hierarchien werden immer flacher. Das gilt sowohl im Arbeitsalltag als auch im privaten Miteinander. Standesunterschiede spielen mittlerweile eine untergeordnete Rolle. Die Tatsache, dass jemand aus „gutem Hause“ kommt, ist für mich kein Kriterium mehr, ob ich ihn duze oder sieze. Und im Netz sind sowieso alle irgendwie gleich – hier gehört das Duzen bereits zum guten Ton. Ich mag das. Andererseits schätze ich das „Sie“ als Anrede im echten Leben sehr. Es schützt vor allzu schneller Vertraulichkeit und schafft eine Distanz, aus der heraus ich mein Gegenüber erst einmal einordnen kann. Menschen, die offensichtlich älter sind als ich, duze ich grundsätzlich erst nach Aufforderung. In einem respektvoll freundschaftlichen Umgang hat sich für mich die Anrede mit „Sie“ und dem Vornamen bewährt.

Als pünktlicher Mensch steht man sehr viel herum und wartet

„Meine Pünktlichkeit drückt aus, dass mir deine Zeit so wertvoll ist wie meine eigene.“ Dieses Zitat der Sozialpädagogin Helga Schäferling sagt eigentlich schon alles. Ich gehöre seit jeher zu den Menschen, die großen Wert auf Pünktlichkeit legen. Mehr noch auf die eigene als auf die der anderen. Wenn ich mir meine Verabredungen der letzten Zeit so anschaue, scheine ich mit dieser Haltung recht einsam dazustehen. Das berühmte akademische Viertel ist tot, es lebe die unakademische halbe Stunde. Dort liegt mittlerweile meine Schmerzgrenze: Nach 30 Minuten Wartezeit ohne Entschuldigung des Zuspätkommenden gehe ich einfach. Jeder hat ein Handy und kann kurz durchrufen oder eine SMS schicken, dass er sich verspätet. Es gibt nur sehr wenige Momente im Leben, in denen das Einhalten dieser simplen Höflichkeitsregel nicht möglich wäre.

Für den Rest gilt: Fingerspitzengefühl beweisen

Bei allen anderen Höflichkeitsformen, neben dem korrekten Duzen und der Pünktlichkeit, kann man sich im Grunde auf eine einfache Faustregel besinnen: Alles, was wir selbst als höflich empfinden, wird der Rest der Menschheit ähnlich sehen. Berlin ist jetzt nicht gerade als Hort der guten Umgangsformen bekannt, aber selbst hier sorgt eine aufgehaltene Tür für dankbare Blicke. Welche Form der Unhöflichkeit ist für euch nicht zu entschuldigen? Ich bin gespannt und lasse euch in den Kommentaren höflichst den Vortritt.

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78 Kommentare


#1 BethH
31.1.18, 11:14
Ist das ein Tipp oder eine Umfrage?😔
10
#2
31.1.18, 11:28
es gibt ein paar Dinge, die mich stören: eine Verabredung mit einer nicht so vertrauten Person, die beim Gespräch die Sonnenbrille nicht absetzt oder das Handy auf den Tisch legt. das ist ein Verhalten,dass ich als Desinteresse deute.
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#3
31.1.18, 11:28
Danke Kriss, diese Hinweise habe ich mit großem Interesse gelesen und stimme da in allen Punkten zu. Mir ist vor allem Höflichkeit und Pünktlichkeit im Alltag sehr wichtig und ich finde es schade, daß viele diese schönen Formen des Lebens belächeln. Respekt und Freundlichkeit auch in der Partnerschaft sind sooo wichtig und für mich fängt ein Tag schon schön an, wenn mir mein Partner am Frühstückstisch den Stuhl zum hinsetzen zurecht rückt. In der Straßenbahn erlebt man oft, daß Jugendliche sich auf die Sitze fletzen, Beine auf die gegenüberliegenden Sitze und daneben steht eine Oma und hält sich krampfhaft fest. Sagt man etwas, wird man beschimpft oder schlimmer. Ich meide deshalb Großstadttrubel und solche Situationen, aber manchmal muss man doch.
15
#4
31.1.18, 11:50
@Upsi: Ich empfinde es als ausgesprochen unhöflich, fremde Menschen fortgeschrittenen Alters als "Oma" (oder aber auch "Opa") zu bezeichnen.
6
#5
31.1.18, 11:55
Ich stelle mal die umgekehrte Frage: über welche Höflichkeiten freut ihr euch im Alltag und welche sind überflüssig oder nerven gar?
Ich freue mich, wenn man mir beim Tragen hilft, sei es, dass man mir etwas Runtergefallenes wieder reicht, die Tür aufhält, wenn ich mit vollen Händen durch möchte oder fragt, ob man mir etwas Schweres abnehmen soll.
Ein Dankeschön, ein Lächeln, eine freundliche Bemerkung macht vieles im Alltag viel angenehmer. 

Unnötig finde ich oft "den Vortritt lassen". Das soll jetzt nicht in Vordrängeln ausarten, aber oft geht es einfacher und weniger umständlich in der gerade gegebenen Reihenfolge, zum Beispiel beim Einsteigen in die Straßenbahn. Wenn da zwei an der Tür stehen und sich gegenseitig den Vortritt lassen, dauert das Einsteigen viel länger und am Ende fährt die Straßenbahn ohne dich ab. Klar ist natürlich, dass man Leuten, die es brauchen, mit Krücken oder Kinderwagen, den Vortritt lässt.
10
#6
31.1.18, 11:59
Ich finde es auch Total daneben wenn man einen älteren Menschen, den man
vielleicht noch nicht mal kennt, als Oma oder Opa zu bezeichnen
6
#7
31.1.18, 12:04
Ich freue mich auch über ein nettes Danke oder Bitte im Alltag, über das nennen der Tageszeit, wenn man den Raum betritt, über ein Lächeln des Supermarktmitarbeiters, über Hilfsbereitschaft, sei es das freiwillige am Kassenband vorlassen, wenn man nur ein Teil hat, die helfende Hand, wenn jemandem etwas herunterfällt, einem älteren/gebrechlichen/sonstwie sitzplatzbedürftigem  Menschen Sitzplätze in Bussen/Bahnen anzubieten, mal eine Türe aufzuhalten, wenn jemand angelaufen kommt, auch mal eine Bahn 'festhalten', wenn eine ältere Person ankommt und diese sonst die Bahn verpasst. Das könnte ich unendlich weiterführen ... 
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#8
31.1.18, 12:19
@Jeannie: meine Güte, natürlich würde ich nie jemanden so ansprechen, das war nur ein Situationsbeispiel ohne das eine besimmte Person dahintersteckt. Ich bin selbst Oma aber so dürfen mich nur meine Enkel nennen. 
2
#9
31.1.18, 13:07
Es wird aber sehr oft in verschiedenen Situationen gesagt: Schaut euch mal die Oma (Omma) an. Oder auch: Typisch Opa (Oppa) am Steuer. Das ist unhöflich aber man sagt es ganz unbewusst. Damit spricht man die Leute ja nicht direkt an. Es ist ja noch eine gewisse Distanz dazwischen.
Ich würde fremde Leute in gehobenem Alter nie persönlich mit Oma oder Opa ansprechen (auch nicht im Altenheim). Das ist unpersönlich. Das kann mich dann den Job kosten.
10
#10
31.1.18, 13:48
Ich habe früher einen Seniorenklub geleitet und später auch in einem Altenheim gearbeitet. Respektvolles Umgehen war da selbstverständlich und ein " Du" oder Oma oder Opa, streng verboten. Mir haben viele das "sag Oma Erna oder Opa Paul zu mir, " angeboten, aber das konnte ich nicht machen, da auch Besucher sich daran gestört hätten. Im privatem Umfeld wie zu Hause hab ich schon mal von Oma oder Opa erzählt, aber das hörten sie ja nicht.  In Alten und Pflegeheimen wird nur von Bewohnern gesprochen, bei respektlosem Umgang riskiert man eine Abmahnung und das ist auch richtig.
5
#11
31.1.18, 14:16
Höflich finde ich, wenn man einer älteren Dame oder einem Herrn in Bus oder Bahn seinen Sitzplatz überläßt.Wenn mir jemand die Tür aufhält, bzw. ich jemandem die Tür aufhalte.Auch Pünktlichkeit ist für mich eine Art von Höflichkeit, auf die ich sehr großen Wert lege.
Unhöflich finde ich es, wenn mich jemand einfach duzt, obwohl ihn/sie gar nicht kenne,aggressives Drängeln an einer Kasse.Was mir in letzter Zeit vermehrt negativ aufgefallen ist, ist diese unhöfliche und respektlose Anrede "Aldder" von Jugendlichen.Das geht für meine Begriffe gar nicht.
4
#12
31.1.18, 14:20
Erst mal Hallo Kriss, ich hab mich schon gewundert, wo Du steckst!

Was mich am allermeisten stört:

Wenn im Supermarkt eine weitere Kasse geöffnet wird und all die vom Ende der Reihe dorthin stürmen.

Den Charakter der Menschen erkennt man wirklich dann, wenn eine neue Kasse geöffnet wird!

In den Niederlanden gibt es dieses Problem nicht.
Wird dort eine weitere Kasse geöffnet, kommt die Durchsage:

Kasse sowieso wird geöffnet, der nächst folgende Kunde (aus der alten Reihe) bitte!
(Also nicht der, der ohne Rücksicht auf Verluste mit dem Einkaufswagen vorprescht.)

Da stürmt niemand von hinten, der noch lange nicht an der Reihe gewesen wäre, sondern derjenige, der noch nichts auf dem Band liegen hat, geht rüber und ist auch dort als nächster Kunde an der Reihe.

Wenn ich das hier so handhabe, wundern sich durchweg alle, die ich vorlasse, weil sie eben auch vor mir standen.....
#13
31.1.18, 14:36
@xldeluxe_reloaded: Bei uns im Ort gibt es das nicht. Die Kunden gehen ganz gesittet zur nächsten Kasse. (kein Drängeln, kein Pöbeln) Ich weiß, das ist eine Ausnahme. In der nächst größeren Stadt habe ich das aber auch nicht gesehen.
11
#14
31.1.18, 15:07
@xldeluxe_reloaded: Den Fall hatte ich heute Mittag.  Wie fast jeden Mittag.  Und leider sind es meist Senioren die dann zur Höchstform auflaufen.

Ich und eine weitere, offensichtlich Berufstätige in Mittagspause, stehen mit jeweils einem Sandwich und einem Getränk an der Supermarktkasse.  Hinter uns ein betagtes Ehepaar mit einem randvollen Einkaufswagen.
Die Durchsage "Die Kasse 7 öffnet nun für Sie" ertönt.

Und plötzlich sprinten die Senioren im Laufschritt zur besagten Kasse.  Meine Mitansteherin und ich haben uns nur ganz erstaunt angeguckt.  Während die Dame dann anfing ihre Einkäufe aufs Band zu räumen, sagte der Kassierer glücklicherweise:  "Die beiden jungen Damen standen vor Ihnen in der Schlange, ich werde sie schonmal bedienen bis sie ihre Ware aufs Band gelegt haben."

Das fand die Dame garnicht gut und hat lautstark protestiert.


Ich bin immer höflich zu älteren Menschen, halte Türen auf, helfe beim tragen, beim über die Straße gehen, usw.   Aber Mittags im Supermarkt könnte ich jedes mal platzen.
Da hetzt man sich in seinen kostbaren 30 Minuten Mittagspause zum Supermarkt, und muss dann zusehen wie die Rentner an der Schnellkasse genau abzählen wie viele Teile sie haben, anstatt sich direkt an eine normale Kasse zu stellen und den gestressten Büromenschen das bisschen Zeit zu schenken. 
#15
31.1.18, 15:11
@Orgafrau: 
Da hast Du aber Glück. Ich kenne es gar nicht anders, als beschrieben. Und es macht auch keinen Unterschied, ob es ein Supermarkt oder Discounter sind............
2
#16
31.1.18, 15:12
@Hutzibuh: 
Da habt ihr Glück gehabt, dass es endlich auch mal das Personal interessiert hat, denn eigentlich ist es ihnen egal und sie halten sich da lieber raus.
#17 JOSCHI2012
31.1.18, 15:14
@xldeluxe_reloaded: 👍👍👍
#18
31.1.18, 15:22
@xldeluxe_reloaded: Bei uns auf dem Land geht fast alles etwas gesitteter zu.
11
#19 JOSCHI2012
31.1.18, 15:25
@Hutzibuh: da muss ich Dir in jedem Punkt zustimmen. Obwohl wir auch Rentner sind.
Aber es muss ja nicht sein, dass wir zu Zeiten, in denen Berufstätige einkaufen müssen, auch einkaufen gehen. Während meiner Berufstätigkeit habe ich mich selbst darüber geärgert wenn Leute, die definitiv den ganzen Tag Zeit haben, um die Mittagszeit oder abends einkaufen müssen. Ich habe mir damals vorgenommen, dieses nicht zu tun wenn ich mal in Rente bin. 
Bis heute halte ich mich daran.
2
#20
31.1.18, 16:34
@xldeluxe_reloaded: #16
Das kenne ich auch zur Genüge, dass das Personal sich dafür nicht interessiert.
5
#21
31.1.18, 17:23
Es gibt ein ganz einfaches Verhaltensprinzip, mit dem man eigentlich nichts falsch machen kann: "Was Du nicht willst, das man Dir tu´, das füg´auch keinem anderen zu!" Auch die positive Variante ist gültig!
Da das Füßchen, auf das Mensch getreten wird, meist kleiner und zarter ist, als der Fuß, mit dem der gleiche Mensch gerne um sich tritt, kann jeder für sich nach o.a. Prinzip selbst einschätzen, ob er sich dem jeweiligen Mitmenschen gegenüber angemessen verhält oder nicht. Voraussetzung der Wille dazu ist vorhanden!
Sogar Kindern kann man dieses Prinzip von klein an beibringen.
5
#22
31.1.18, 17:26
ich arbeite in der Gastronomie und habe schon jede Art von Unhöflichkeit erlebt die ihr euch vorstellen könnt ... manche scheinen mit dem ICE durch die Kinderstube gerauscht oder benehmen sich gerade Servicekräften gegenüber extrem respektlos 
9
#23
31.1.18, 19:44
#22: kann ich voll bestätigen
am Benehmen gegenüber der Servicekraft erkennt man den Charakter- auch von Promis
Sonnenbrille nicht absetzen im Gespräch, finde ich auch sehr unhöflich, außer man ist in einer Gruppe draußen und alle haben eine auf
extrem unhöflich und respektlos finde ich, wenn jemand vor Menschen spricht und einige von den Zuhörern reden miteinander, oder tippen ins Handy

Apropos Knigge: dieses dämliche "Gesundheit" sagt man schon seit Jahren nicht mehr
#24
31.1.18, 19:57
Das mit dem Hauen und Stechen an der Kasse kann ich voll bestätigen, das kenne ich genauso und zwar unabhängig von Stadt und Land. Ist im Ausland tatsächlich ganz anders, da gehts wirklich der Reihe nach. Wenn mich mal jemand vorlässt bzw. sich selbst nicht vordrängelt, sondern mir freundlich den Vortritt lässt, wie es eigentlich richtig wäre, ist es hier nie ein Biodeutscher, mir schon oft aufgefallen. 

Ich glaube, viele Unhöflichkeiten passieren aus Gedankenlosigkeit, aber natürlich ist auch viel Egoismus dabei. Ich habe aber auch festgestellt, dass viele höflicher zu mir sind, seitdem ich mir auch noch mehr Mühe gebe als früher. 
5
#25
31.1.18, 19:57
@Arjenjoris: 
Ich komme mir immer noch unhöflich vor, wenn ich keine "Gesundheit" wünsche und andere sehen das vermutlich auch so, denn es wird meist nicht geschwiegen, sondern "Gesundheit sagt man ja nicht mehr" gesagt ;o))

Das mag ich an der englischen Sprache so gerne:
Dort sagt man auch "sorry", wenn anderen etwas zustößt, woran man nicht beteiligt war. Es zeigt einfach Mitgefühl und so war/ist es ja auch mit "Gesundheit".
#26
31.1.18, 20:01
@Orgafrau: #18

"Gesittet" - das habe ich ja ewig nicht mehr gehört und musste schmunzeln. Hat meine Mutter immer gesagt, vermutlich um mich zu bändigen 😂
2
#27
31.1.18, 20:07
@Mafalda: 
Ich mag es sehr, wenn Männer mir grundsätzlich den Vortritt lassen und finde das sehr höflich. Bei dem ein oder anderen bin ich dann doch noch ein wenig Lady 😂
Da ich so gut wie nie unter Zeitdruck stehe, lasse ich bei jeder Gelegenheit anderen den Vortritt. Mein Mann versteht es nicht, vor allem nicht, wenn er Beifahrer ist, aber da muss er durch.
................
Was mich auch noch stört: Wenn man mich nicht erst heraus lässt, also zum Beispiel aus dem Aufzug oder Geschäften, bevor man herein drängt oder mir womöglich noch den Weg versperrt.
 
7
#28
31.1.18, 20:09
ich sage automatisch "Gesundheit", ist ein Reflex 😊
1
#29
31.1.18, 20:12
@Arjenjoris: Was ist an "Gesundheit" dämlich? Ich sage es immer noch.

Wo ich auch ein Lied drüber singen kann: Schüler sind Reinigungskräften gegenüber sowas von respektlos. An der Schule wo ich jahrelang gearbeitet habe gab es mal einen Vorfall. Da wir keinen professionellen Reinigungswagen hatten (wegen der Treppenhäuser) hatte ich einen großen Müllsack voll mit Müll unten an der Eingangstür stehen. Den wollte ich am Ende meiner Arbeit im Container entsorgen. Als ich meine eigentliche Arbeit beendet hatte  kam ich zur Eingangstür und was sah ich: Der Müllsack war aufgerissen und der ganze Müll war im Eingangsbereich verteilt. Draussen vor der Tür stand eine Gruppe Schüler, die haben mich regelrecht ausgelacht. Ich habe zu denen gesagt: Das Lachen wird euch noch vergehen. Wenn Ihr meint ich lasse das auf mich sitzen habt ihr euch getäuscht. Ich bin sofort zum Hausmeister gegangen und habe es gemeldet. Er hat die Schüler sofort dazu verdonnert den Müll wieder einzusammeln. Am nächsten Tag hörte ich dass die Schüler von der Schulleitung verwarnt worden sind.
5
#30
31.1.18, 20:12
Ich brauche kein Mitgefühl, wenn mir nur mal die Nase krabbelt und ich deshalb niesen muss.
Und wenn ich wirklich erkältet bin oder Heuschnupfen habe, kommen die anderen aus dem Gesundheit sagen gar nicht mehr raus.

@orgafrau: ich finde es überflüssig, weil ich nicht bei jedem Nieser krank bin, deshalb muss mir auch keine Gesundheit gewünscht werden
#31
31.1.18, 20:21
@Arjenjoris: 
So unterschiedlich sind die Menschen und so gegensätzlich reagieren sie.
Was ich brauche, wenn ich niese, ist für mich nicht das Thema.
4
#32
31.1.18, 20:48
Eben, für mich auch nicht. Ich brauche gar nichts. Ich muss niesen und gut ist. Das muss nicht noch durch andere kommentiert werden. 
5
#33
31.1.18, 20:51
@Arjenjoris: 
Ist ja gut. Du klingst so ärgerlich. Ich finde jeden Kontakt zu anderen Menschen einfach schön und wertvoll und wenn man dann - selbst wenn es nur für 2 Sätze - ins Gespräch kommt, dann mag ich das halt. Vielleicht auch, weil ich grundsätzlich gerne mit jedem rede, egal ob fremd und unbekannt oder nicht.
5
#34
31.1.18, 22:54
Nachdem ich zB einen Laden betrete schaue ich immer hinter mir, ob noch jemand rein möchte und halte solange die Tür auf. Genauso halte ich den Leuten die Tür auf, wenn ich sehe, dass sie keine freie Hand haben um selber die Tür zu öffnen, sei es weil sie volbepackt sind, im Rollstuhl sitzen oder mit dem Kinderwagen unterwegs sind.  
Im Gegenzug finde ich es unhöflich wenn man vor einem die Tür zufallen läßt, obwohl es offensichtlich ist, dass eine weitere Person durchgehen möchte - sogar dann, wenn die vorangehende Person es gar nicht eilig hat. Es ist wohl eine Zeiterscheinung, dass Eltern es den Kindern nicht vorleben, nichtwissend, dass auch dadurch das Zusammenleben viel angenehmer sein könnte. 
1
#35
31.1.18, 23:33
Habe ich gerade auf welt.de gelesen:
Es ist auch nicht besonders nett, einem anderen „Gesundheit“ zu wünschen. Denn das weise auf eine Schwäche des Gegenübers hin. Es macht deutlich, dass der Andere nicht fit ist.

Der Wunsch „Gesundheit“ stammt noch aus Zeiten, in denen in Deutschland die Pest grassierte. Nieste damals jemand, sagte das Gegenüber
„Gesundheit“. Die wünschte er aber nicht dem Gegenüber – sondern
vielmehr sich selbst.

Aha....
2
#36
31.1.18, 23:43
@Tessa_: Das habe ich auch gelesen. Aber ob's auch stimmt? Papier ist geduldig...
5
#37
31.1.18, 23:53
@viertelvorsieben: Ich glaube es jetzt einfach mal, denn es würde mir sehr entgegenkommen nicht immer "Danke" sagen zu müssen, wenn ich schon mit mir und meinem Niesen/Schnupfen genug zu tun habe. *g*
#38
1.2.18, 00:06
@viertelvorsieben: Das steht nicht auf Papier sondern wie Tessa schreibt im Netz. ( welt.de)
Das Netz lügt nicht.
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#39
1.2.18, 00:12
@Orgafrau: Ob Netz oder Papier, ist wurscht...
Das Netz lügt nicht? Wo lebst Du?
1
#40
1.2.18, 00:42
@viertelvorsieben: Dann sage ich mal: In "manchen" Sachen lügt das Netz nicht.
Ich lebe in Deutschland.😉
6
#41 BethH
1.2.18, 08:33
@Tessa_: Für mich ist es nicht so wichtig ob jemand Gesundheit sagt oder nicht wenn ich niese.
Wenn ja, bedanke ich mich.
Es gibt wichtigere Dinge im täglichen Leben als sich darüber Gedanken zu machen.
7
#42
1.2.18, 11:57
@Orgafrau: 
Es heißt: Das Netzt VERGISST nichts und das ist auch so.
5
#43
1.2.18, 17:52
Ich ärgere mich, weil ich gedankenlose, dahingesagte Floskeln nicht ausstehen kann. Agnetha sagte ja, bei ihr ist es ein automatischer Reflex. Und das mag ich nicht. Soweit ich mich erinnern kann, ist die Kniggebegründung: da es den meisten unangenehm ist, in fremder Gesellschaft zu niesen, sollte man das nicht noch kommentieren und den Niesenden "nötigen" Danke zu sagen, sondern es einfach ignorieren. 
#44 BethH
1.2.18, 18:56
Weiss nicht, warum ich abgemeldet war und mich neu anmelden musste.
#45
1.2.18, 19:21
@BethH: Versehentlich auf "abmelden", anstatt auf "ausloggen" geklickt?
1
#46 BethH
1.2.18, 19:48
@viertelvorsieben: Keine Ahnung. Hatte in letzter Zeit öfter mal Probleme reinzukommen.
#47
4.2.18, 09:00
Danke, @Kriss. 
2
#48
4.2.18, 13:13
Ich finde es auch als unhöflich, wenn man älteren Menschen seinen Platz in der Strab bzw. im Bus anbietet, diese diesen annehmen, ohne sich zu bedanken. Im Dezember 2017 - Vorweihnachtszeit - habe ich mir aus 'Spaß' einmal mitgezählt, wie oft ich meinen Platz diesen Menschen angeboten habe und wie oft ich ein freundliches Danke gehört habe!

FAZIT: 21 mal den Sitzplatz angeboten und ein (!!!) Mal ein ein "Danke schön" gehört.
Höflichkeit ist keine Einbahnstraße, daher werde ich nicht mehr meinen Sitzplatz anbieten!!!&#xi1F623;

Bei Menschen mit Kinderwagen helfe ich auch nicht mehr, denn wenn ich sah, dass ein Strab kein Niederflurfahrzeug ist und es gilt drei Stufen mit dem Wagen zu überwinden, habe ich früher immer gefragt, ob Hilfe benötigt wird. Meinstens bekam ich nur ein knappes "Ja" und damit war wohl der Fall erledigt. Da es wohl für die "Eltern" normal gewesen ist, dass man hilft wurde sich auch nie bedankt 😮 Ich spreche niemanden mehr an und dann müssen diese erwachsenen Menschen eben sehen, wie sie in die Bahn kommen. Komischerweise fragen diese auch nie andere Ein- bzw. Aussteiger um Hilfe. Manche rufen einfach in die Strab, ob jemand helfen würde. Wenn dies nieman tut, dann fährt die Strab ohne sie. Wenn jemand hilft, dann bekommt diese Person auch kein "Danke schön" zu hören. Ob hier noch einmal geholfen wird???

Ich selbst 'durfte' Knigges Werk über dem Menschen in einer Hauptseminar während meines Germanistikstudium lesen. Der gute Freiherr hatte schon recht mit seiner Kategorisierung der Menschen in unterschiedlichen Temperamenten 😉
5
#49
4.2.18, 14:13
Struppy, du musst in einem anderen Land leben als ich. Ach was, auf einem anderen Kontinent. 
#50
4.2.18, 14:19
#HörAufDeinHerz
NEIN, ich wohne in Deutschland. In der Stadt die als erste "Großstadt" in Deutschland einen GRÜNEN Oberbürgermeister hat. Hier gibt es neben einer Menge Studierenden auch eine hohe Anzahl von älteren Menschen. Doch der Egoismus oder ist Selbstverständlichkeit das bessere Wort ist hier überall😔
2
#51 JOSCHI2012
4.2.18, 14:47
@Struppy: Aha, auch Freiburger. Ähnliche Erfahrungen habe ich auch gemacht. Zum Glück aber auch gute, deswegen werde ich weiterhin hilfsbereit sein. Ich kann nicht anders.
2
#52
4.2.18, 15:29
@Struppy: 
Ich habe zwar keine Erfahrungen mit der Dankbarkeit beim Platzanbieten oder beim Kinderwagentragen, aber in anderen Situationen bedanken sich vielleicht drei bis fünf von Hundert nicht und das liegt meist vermutlich an sprachlichen Barrieren.

Im persönlichen, also direkten, Umgang habe ich fast nur gute Erfahrungen gemacht.

Wo allerdings ein Lächeln, Nicken oder Handgruß öfter schon mal "vergessen" wird, ist im Straßenverkehr:
Lasse ich, obwohl meine Straßenseite frei ist, einem Fahrer mit parkenden PKW auf seiner Seite die Vorfahrt und er ignoriert mich komplett, möchte ich ihn am liebsten aus dem Auto ziehen 💪
7
#53
4.2.18, 17:50
Ich kenne das auch nur so wie XL_Deluxe beschreibt. Die weit überwiegende Anzahl bedankt sich und das im angeblich so von Egoisten bevölkerten München. Ich frag aber auch freundlich, ob ich helfen darf, nicht jeder möchte das. Aber selbst wenn sich wenige bedanken - das als Anlass dafür herzunehmen, dass man anderen nicht mehr hilft, käme für mich auch nicht in Frage. Was kann die ältere Dame von heute dafür, dass mir die ältere Dame von gestern nicht formvollendet gedankt hat, als ich ihr meinen Platz anbot?  
2
#54
5.2.18, 16:49
@Tessa & al.: Aus welchem Jahrhundert stammt denn der Artikel? 😂😂😂 Diese Ansichten sind ja nun wirklich sowas von antiquiert. Ich kenne die Begründung auch, dass man zeigt, dass man wahrgenommen hat, wie der Mitmensch gerade laut und vernehmlich geniest hat und ihn damit in Verlegenheit bringt. Das ist aber schon sehr lange her! Heute ist man zum Glück etwas lockerer drauf!
1
#55
6.2.18, 15:40
Also was ich immer ganz schrecklich finde, sind diese Leute die in Bus oder Bahn reindrängeln bevor alle ausgestiegen sind, die aussteigen wollen. Wer einsteigen will sollte etwas zur Seite stehen, damit die Leute überhaupt raus kommen, und warten bis keiner mehr raus will, bevor er selber einsteigt.
Gerade letzte Woche musste ich mich erst aus dem Bus raus kämpfen, weil alle schon rein wollten und hinter mir wollte noch eine ältere Dame mit Rollator aussteigen. Das hat mich so aufgeregt, dass ich laut gesagt habe, dass die doch bitte alle Mal die Dame raus lassen sollen. Zu meiner großen Überraschung wurde dann tatsächlich Platz gemacht, also ist es womöglich tatsächlich nur Gedankenlosigkeit die die Leute so drängeln lässt.
Ansonsten finde ich Leute schlimm die sich beim Bäcker vordrängeln, man sieht doch wer vor einem da war und wer zuerst da ist, der bekommt auch zuerst.

Solange ich nicht gerade die Hände voll habe, lege ich keinen Wert auf offen gehaltene Türen und ob mir jemand Gesundheit wünscht, wenn ich niese, ist mir egal, das werte ich weder positiv noch negativ.
1
#56
6.2.18, 15:42
Wenn ich in Bus oder Bahn jemanden sehe, der meinen Sitzplatz mehr gebrauchen kann als ich, dann stehe ich inzwischen einfach wortlos auf und gebe den Platz frei. Wenn man erst fragt, ob die Person sich setzen möchte, dann lehnen viele ab, auch wenn man manchen ansieht, dass die es nötiger haben als ich.
#57
6.2.18, 15:49
mamakatze, wenn mir das mit dem reindrängeln in den Bus passiert, kann ich auch schon mal ziemlich breit in der Türe stehenbleiben, bis der reindrängelnde merkt, dass das so nix wird :-D
#58
8.2.18, 09:06
Ich habe mal gelernt, dass man "Entschuldigung" sagt, wenn man niesen muss und fühle mich deshalb komisch, wenn Leute zu mir Gesundheit sagen. Vor allem, weil ich fast nur aus Kribbelgründen niesen muss (Staub, eigenartige Gerüche), eher selten wegen einer Erkältung. 
1
#59
8.2.18, 10:12
@JOSCHI2012: Oft gehen die Senioren aber gerade gerne zu diesen Zeiten einkaufen, weil da mehr los ist und man Leute trifft (Originalton).
Wenn ich mehr in meinem Wagen habe und hinter mir Leute mit 2-3 Artikeln stehen, lasse ich die alle vor. (obwohl ich auch noch berufstätig bin 😀 )
#60
8.2.18, 13:00
Erst einmal konnte ich hier nichts neues lesen.

Meine Erfahrung ist aber die: wer mit 20-Jahren nicht ganz gescheit ist, bleibt es sein Leben lang.
Ebenso, ist es mit der Höflichkeit. Manche haben dieses Wort offensichtlich nie verinnerlicht.

Da kann man noch so viele Kommentare schreiben, sie sind alle nutzlos.  
#61
8.2.18, 13:33
Ich habe schon vor 40 Jahren gelernt, dass man nicht mehr Gesundheit sagt und der Niesende sich entschuldigt, wenn überhaupt. Ich habe allergischen Schnupfen und niese den ganzen Tag, mal mehr, mal weniger. Ich habe in einem Großraumbüro mit 20 Kolleginnen gearbeitet. Da war es sehr lästig, wenn von allen Seiten immer die vollkommen überflüssige Floskel Gesundheit kommt. Ich habe gebeten, zu mir nicht mehr Gesundheit zu sagen. Meistens hat es nichts genützt und ich habe es dann einfach ignoriert. Wenn mir Staub in die Nase kommt und ich niese, dann hat das nichts mit Krankheit zu tun.
#62
8.2.18, 16:40
@Werner GE: Neues konnte ich hier auch nicht lesen, da kommt es offensichtlich nicht drauf an. Aber immerhin 'mal wieder ein fulminanter Beitrag von Chris - die Community sorgte sich ja schon! Ich bin gnädig und setze das Alter bis Man(n) oder Frau gescheit und höflich sind auf 25 - 30 herauf, die Adoleszenz hat sich, vor Allem seit massenhafter Benutzung des Schmattphones :))) und damit einhergehender mangelnder Achtsamkeit, doch erheblich verlängert. Aber spätestens dann ist es  so wie Sie sagen! Mein Vater sagte dazu: Manche lernen es nie und manche noch später. Zum "Niesproblem": Ich sage seit Neuestem "Kommsundheit", sie soll ja nicht weggehen... :)))
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#63
8.2.18, 19:28
@Upsi: 
Ja, Oma oder Opa „denkt“ man ja nur beim Umgang mit älteren Personen. Da ist nichts schlimm daran.
#64
8.2.18, 19:34
@Orgafrau: 
Die Anrede Oma oder Opa ist nicht unpersönlich sondern SEHR persönlich. Diese Anrede dürften nur nahe Verwandte verwenden. Wahrscheinlich hast du das gemeint.
#65
8.2.18, 19:44
@Evi-100: Genauso habe ich es in #9 gemeint. Ich habe mich nur etwas unverständlich ausgedrückt.
2
#66
8.2.18, 19:48
@Orgafrau: 
Eigentlich hast Du genau das Gegenteil geschrieben. Aber es kommt natürlich darauf an, was Du gemeint hast oder schreiben wolltest.
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#67
8.2.18, 20:01
@xldeluxe_reloaded: 
So ist es auch für mich. Das „Gesundheit“ wenn man nießt ist für mich zwar eine veraltete Form von Höflichkeit?  Aber was ist schlimm daran? 
#68
8.2.18, 20:06
@xldeluxe_reloaded: Das habe ich ja jetzt mit #65 korrigiert.
#69
8.2.18, 20:07
#61   freue mich, das jemand meiner Meinung ist
#57   das mach ich auch, ich drängel zurück
#70
8.2.18, 20:10
@Orgafrau'65: Da hast du ja Glück, dass (mal wieder) jemand für dich die Kastanien aus dem Feuer geholt hat.
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#71
8.2.18, 20:14
@Evi-100: 
Ich habe nie darüber nachgedacht, wie negativ es aufgefasst werden kann, Gesundheit zu wünschen. Mich hat sehr überrascht und auch verwundert, dass sich so mancher sogar angegriffen oder gar gedemütigt fühlt und finde das übertrieben. Aber so verschieden werden alltägliche Dinge halt gesehen.
Darf man denn noch "Wie geht`s" fragen, oder wäre das ein Eingriff in die Persönlichkeit? Heißt "Wie geht`s" nicht auch, dass einem die gute Gesundheit nichts ins Gesicht geschrieben steht oder warum wird danach gefragt? 😂😂 - nur ein Scherz - aber man kann jede Floskel so oder so auslegen. Darum werde ich mich beim Niesen oder Husten auch weiterhin für die Störung entschuldigen und auch weiterhin "Gesundheit" wünschen. 
#72
8.2.18, 20:45
@xldeluxe_reloaded: Entschuldigen? Es gibt ja wohl kaum was Unwillkürlicheres als Niesen.
#73
8.2.18, 20:54
@schwarzetaste: 
Ich kenne das so aus dem Ausland: Stört man in irgendeiner Form, entschuldigt man sich kurz und ohne großen Kommentar mit einem Sorry. Bin ich z.B. im Wartezimmer, in Räumen mit vielen schweigenden Menschen und bekomme einen Hustenanfall oder niese, dann sage ich kurz Entschuldigung.
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#74
8.2.18, 22:18
Mein Kommentar passt nicht unbedingt zum Thema aber es hat doch etwas mit   Benehmen und dem Verständnis zwischen Jung und Alt zu tun,  welches man zum Teil durch eigene Erfahrung erlernt:





Ich war 40 Jahre lang! in ein und derselben Firma angestellt. Während der 30 Minuten dauernden bezahlten! Mittagspause durften/konnten wir das Bürogebäude nicht verlassen (zumal es in unmittelbarer Nähe keine Einkaufsmöglichkeiten gab). 





Die Mahlzeiten konnten wir in der Kantine oder dem Betriebsrestaurant einnehmen bzw. mitgebrachte Speisen in der Kaffeeküche aufwärmen.





Darüber hinaus hatten wir eine Gleitzeitregelung mit welcher die Kernzeit von 10:00h bis 14:00h fixiert war. 





Ich erinnere mich noch, dass ich mich gewundert bzw. geärgert habe, wenn ich an freien Tagen um die Mittagszeit einkaufen ging, weil verhältnismäßig viele „Alte“ an der Kasse standen.  Bei einem Einkauf zwischen 7:00h - 9:00h oder 14:00h bis 19:00h war es ebenso. „Sollen doch die Renterinnen bzw. Rentner zu einer anderen Zeit einkaufen gehen“, habe ich mir damals gedacht.





Die Freizeitmöglichkeiten sind offenbar vielfältig, jede Firma handhabt diese offensichtlich anders.





Heute, selber Rentnerin, sehe ich mich manchmal mit stechenden Blicken von „Jungen“ bei der Kassa konfrontiert (egal ob Morgens, Mittags oder Abends) und ich frage mich, wann ich als Rentnerin einkaufen „darf“.





Aber ich drängle nicht sondern lasse „die Jungen“ vor und erinnere mich an damals! Im Alter wird man durch Erfahrung weise und gelassen.





Und wenn sich eine junge Frau oder ein junger Mann wegen mein „Vorlassen“ bedankt,  freue ich mich: ich bin eine liebe, verständnisvolle Alte😄 weil ich nicht vergessen habe wie es war, als ich selbst jung und berufstätig war.





Im Rückkehrschluss ist es sicher schwierig, weil ein junger Mensch sich sicher nicht vorstellen kann wie es ist, wenn man „älter“ ist -so wie ich, damals.....
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#75
8.2.18, 22:30
Also ich sage es mal, wie es bei uns täglich zu abläuft:

Wichtig zu erwähnen wäre, dass wir uns nie Gedanken darüber machen, wann wer einkauft und ob wir stören. Was ist denn mit all den Arbeitsuchenden? Es geht doch nicht nur um Rentner. Wir kaufen dann ein, wenn es zeitlich passt, wenn wir Lust haben und wenn es uns gefällt. Was interessiert es mich, dass zu gewissen Zeiten Berufstätige in die Geschäfte stürmen und aus welchem Grund sollte ich mich zurückhalten.

Heutzutage ist auf einmal alles ein Riesenthema.

Ich habe 35 Jahre in Vollzeit gearbeitet und habe Rentner oder Arbeitsuchende nie bewusst wahr genommen. Jeder in der Schlange an der Kasse war ein Kund und das war`s.
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#76
8.2.18, 23:41
Im Prinzip hast du ja recht.

Mittlerweile ist es mir auch Wurst, wann ich zur welcher Zeit einkaufen gehe, weil ich nicht immer Einkäufe planen kann oder auch will! So wie früher manchmal im Berufsleben🙁

Vieleicht bin ich auch zu sozial denkend, wenn ich versuche manchmal Rücksicht zu nehmen..... auf was....  und auf wen?

Aber vielleicht regt mein Beitrag manche junge Leute an nachzudenken, dass die „alten Renterinnen bzw. Rentner (ich hasse den bei uns in Ö jetzt üblichen Genderwahn, aber ich möchte ja up to date sein😄) einen grossen Beitrag ins Sozialsystem gelieferrt haben und auch sonst zu respektieren sein sollten.

Aber das ist ein anderes Thema.....
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#77
9.2.18, 08:42
Ich finde es ausgesprochen unhöflich, älteren Menschen vorschreiben zu wollen, wann sie einzukaufen haben. 
#78
9.2.18, 08:43
@Evi-100: 
Wenn ich in der Schlange stehen und hinter mir wibbelt jemand mit 2-4 Teilen nervös herum, denke ich mir schon, dass dort Zeitdruck herrscht und lasse gerne vor. Nur grundsätzlich finde ich eben nicht, dass man als Rentner zu anderen Zeiten einkaufen gehen sollte. So ein System würde dann auch Arbeitsuchende, Selbständige, Hausfrauen usw. betreffen.

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