Blut spenden kann Leben retten. Erfahre hier, ob du als Blutspender geeignet bist und wie eine Blutspende abläuft.

Blut spenden und Leben retten

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Eine Stunde deiner Zeit, ein kleiner Pieks und eine große Wirkung. Blut spenden kann Leben retten.

Eine Blutspende ist so einfach und so wertvoll. Das ist den meisten bewusst, jedoch ist es vielen nicht präsent. Daher möchten wir dich in den Ablauf einführen, dir mögliche Bedenken nehmen und vielleicht können wir dich dazu anregen, selbst zum Spender zu werden.

Wofür wird mein Blut verwendet?

In Deutschland gibt es einen täglichen Bedarf von ca. 15.000 Blutspenden. Blutspenden haben eine geringe Haltbarkeit, weshalb ein ständiger Nachschub wichtig ist. Das Blut wird für Operationen, Unfallopfer und zur Behandlung verschiedener Krankheiten wie Krebs, Herzerkrankungen und Magen-Darm-Krankheiten benötigt. Darüber hinaus gibt es noch viele weitere Einsatzgebiete, über die das Deutsche Rote Kreuz informiert.

Mit einer Blutspende hilfst du nicht nur anderen Menschen, sondern auch dir selbst. Denn jede Spende wird akribisch kontrolliert. Eventuelle Auffälligkeiten werden dem Spender unverzüglich mitgeteilt.

Bin ich als Blutspender geeignet?

Blut spenden kann jeder, der zwischen 18 und 73 Jahre alt ist, mindestens 50 Kilo wiegt und sich gesund fühlt. Unmittelbar vor der Blutspende sollte man ausreichend trinken und essen sowie seit mindestens zwölf Stunden keinen Alkohol konsumiert haben. Vor Ort stellt ein Arzt die Eignung zur Blutspende fest.

Zwischen zwei Blutspenden sollten mindestens 8 Wochen Pause liegen. In einem Jahr dürfen Frauen viermal, Männer bis zu sechsmal Blut spenden. Nach einer Auslandsreise, einem Tattoo, einer Schwangerschaft oder einer Operation gibt es gewisse Sperrzeiten von ein paar Wochen bis zu mehreren Monaten.

Wo kann ich Blut spenden?

Blut spenden kannst du direkt im lokalen Krankenhaus. Die Website der staatlich-kommunalen und universitären Blutspendedienste (StKB) informiert über die Standorte und Öffnungszeiten zum Blut spenden in allen Bundesländern. Alternativ kannst du auch in dem Krankenhaus deiner Wahl anrufen und direkt nach einem Termin zum Spenden fragen.

Das Deutsche Rote Kreuz veranstaltet regelmäßig Blutspendeaktionen an öffentlichen Orten wie in Schulen oder in Gemeindehallen in verschiedenen Städten. Über die Blutspende-App kannst du dir die Termine in deinen Kalender eintragen lassen sowie dich per E-Mail oder per SMS daran erinnern lassen.

Wie läuft eine Blutspende ab?

Die Blutspende an sich dauert ca. 5 Minuten, für den ganzen Ablauf solltest du aber eine Stunde Zeit einplanen. Nimm zu deinem Termin unbedingt deinen Personalausweis mit. Diesen benötigst du bei der Anmeldung, bei der deine persönlichen Daten erfasst werden. Danach bekommst du einen Fragebogen ausgehändigt, bei dem du Auskunft über deine gesundheitliche Vorgeschichte gibst.

Im Anschluss findet ein persönliches Gespräch mit einem Arzt statt, der mit dir deinen ausgefüllten Fragebogen bespricht sowie deinen Blutdruck, deinen Puls und deine Temperatur misst. Zusätzlich wird dein Hämoglobinwert gemessen, um eine mögliche Blutarmut auszuschließen.

Sind alle Werte in Ordnung, wirst du zur Blutspende zugelassen. Dabei werden dir ca. 500 ml Blut entnommen. Durch die Verwendung von sterilem Einwegmaterial ist eine Übertragung von Infektionen ausgeschlossen. Nach ca. 5 Minuten ist die Spende beendet. Danach solltest du noch etwa 10 Minuten sitzen oder liegen bleiben, um deinen Kreislauf zu stabilisieren. Während der gesamten Zeit wirst du von erfahrenen Helferinnen und Helfern betreut.

Nach der Blutspende kannst du dich in den meisten Einrichtungen bei einem kostenlosen Imbiss stärken. Trinke ausreichend, um den Blutverlust auszugleichen. Nach dem Blutspenden solltest du Alkohol und Sport meiden, ansonsten kannst du deinen Tag wie gewohnt fortsetzen.

Übrigens: Am 14. Juni ist der Weltblutspendetag. Dieser wurde im Jahr 2004 von der Weltgesundheitsorganisation und weiteren internationalen Bewegungen ins Leben gerufen. Das Datum wurde gewählt, da der Entdecker der Blutgruppen, Karl Landsteiner, am 14. Juni 1868 geboren wurde. Am Weltblutspendetag werden jährlich viele Aktionen veranstaltet, bei denen Menschen aufgeklärt werden und ihr Blut spenden können.

Wie siehts bei dir aus? Warst du schon mal Blut spenden oder bist du sogar ein regelmäßiger Spender? Oder was hält dich davon ab, Blut zu spenden?

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61 Kommentare

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#1
12.12.19, 16:25
Werbung für die Blutspende, klasse. Ich bin selbst regelmäßiger Blutspender und zusätzlich auch noch ehrenamtlich im Deutschen Roten Kreuz. Ich kann das nur befürworten.

MACHT MIT! RETTET LEBEN!
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#2
12.12.19, 16:40
Ich habe früher regelmäßig Zellen und Plasma gespendet. Weil ich 0 negativ habe bin ich ja für alle kompatibel.
Seit vielen Jahren darf ich nicht mehr. Mein Eisenwert ist zu niedrig.
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#3
12.12.19, 16:48
Ich darf aus gesundheitlichen Gruenden auch nicht :( - als Ausgleich helfe ich diversen medizinischen Einrichtungen mit Geldspenden.
#4
12.12.19, 16:50
@SvenjaM: Das ist auch nicht schlecht. Jede Hilfe zählt, egal auf welche Art und Weise.
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#5
12.12.19, 17:16
Ich habe auch viele Jahre gespendet, aber seit einigen Jahren darf ich nicht mehr auf Grund zu hoher Eisenwerte und Borrelioseantikörper.
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#6
12.12.19, 17:45
Wenn ich könnte, würde ich auch spenden, aber ich darf nicht, weil mein Blut chronisch krank ist.
4
#7
12.12.19, 18:13
Ich wollte mal zur Blutspende gehen und habe mir dazu im Vorfeld den Fragebogen für Erstspender genau durchgelesen. 
Danach war für mich die Angelegenheit ein für allemal erledigt 😕. Das ging mir entschieden zu weit. Ohne mich!

Im übrigen bin ich auch entschiedener Gegner der Organspende. Ich bin kein Spender und möchte auch kein Spenderorgan erhalten. In aller Konsequenz.
Meine Beweggründe werden von der Initiative KAO hinreichend dargelegt.
Einzige Ausnahme wäre für mich eine Lebendspende für einen nahestehenden Menschen.
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#8
12.12.19, 18:59
@maharba: Organspender bin ich auch nicht aber eine harmlose Blutspende kann genau so gut Leben retten. Die Fragen dienen doch nur zur Gesundheit, Dir und auch der des Empfängers. Da ist nichts schlimmes dabei.
#9
12.12.19, 19:29
@maharba: Was waren das denn für Fragen an Erstspender?
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#10
12.12.19, 20:19
Ich war regelmäßig Blutspenden.
Seit einiger Zeit, wird man da aber behandelt, wie der letzte " Dreck".
Man wird unfreundlich behandelt. Auch einmal als mein Eisenwert nur 12,4 betrug, und ich fragte warum ich nicht auf eigene Verantwortung Spenden darf, würde ich nur sehr unfreundlich behandelt. Normalerweise sollte man dies an die Öffentlichkeit bringen
#11
12.12.19, 21:24
Möchte dazu noch ergänzen:
Blut spenden kann jeder gesunde Mensch ab dem 18. Geburtstag bis 1 Tag vor dem 73. Geburtstag.
 Erstspender können bis zum Alter von 64 Jahren Blut spenden. 
Das maximale Spenderalter für Mehrfachspender ist ein Alter von 72 Jahren.
 Bei Mehrfachspendern über 68 Jahren und Erstspendern über 60 Jahren erfolgt die Zulassung nach individueller ärztlicher Beurteilung.
 Aber nicht nur Blut spenden rettet Leben!  
Es gibt viele Möglichkeiten von Spendenarten:  
Neben der normalen Blutspende=Vollblutspende gibt's auch noch:  
Thrombozytenspende:  Dem Spender wird Blut entnommen, aus dem ein Teil der Blutplättchen (Thrombozyten) separiert wird. Alle anderen Blutbestandteile werden sofort in den Blutkreislauf zurückgeführt. 
Plasmaspende: Genauso funktioniert es hier auch, das Blutplasma wird in der Pladmapharese aus dem Blut getrennt und alle anderen Bestandteile werden wieder in den Kreislauf zurück geführt.   
Stammzellspende: Entweder aus dem peripheren Blut oder als Knochenmarkspende. Für beides ist eine Typisierung notwendig und die Entnahme ist aufwendiger und eine Vorbehandlung mit körpereigenem hormonähnlichen Stoff bzw. eine Narkose notwendig.  

Und natürlich die Organspende, da entscheidet jeder was nach seinem Tod mit seinen Organen geschehen soll/darf. Diese Entscheidung sollte jeder frühzeitig für sich treffen und am besten schriftlich bei sich tragen (bei einem Unfall) bzw in einer Patienten-Verfügung festhalten. 

 Ich selbst habe nie spenden dürfen, früher wg. Anämie nicht, und nach einer Mamma-Ca- Erkrankung mit 48 Jahren war das Thema abgeschlossen, Knochenmark ist durch Chemo geschädigt, habe seitdem selbst gerade ausreichend  "Nachschub". 
#12
12.12.19, 21:44
@Melanie12: Das du nicht genommen wurdest ist mir unverständlich, der Normalwert bei Frauen liegt zwischen 12 und 16g/dl. Wenn du sonst gesund warst und alle anderen Voraussetzungen stimmten, bestand eigentlich kein Grund zur Ablehnung. Mich hat man früher mit  ca. 9,5-10g/dl nicht genommen, was einleuchtend ist. 
Und wenn die unfreundlich waren, würde das an Vorgesetzter Stelle mal vortragen, freundlich, höflich aber bestimmt. Vielleicht ist es beim nächsten Mal besser, sonst gibt's sicher noch andere Organisationen in der Nähe die Blutspenden durchführen. 
2
#13
12.12.19, 21:52
mein Kreislauf verträgt nichtmal das Entnehmen kleinster Blutmengen beim Arzt, ich liege dann jedesmal für eine halbe Stunde flach - aber ich habe auch einen Organspendeausweis   
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#14
12.12.19, 22:07
@Agnetha: das geht meinem Mann ähnlich. Sobald er ne Nadel sieht, wird er grün im Gesicht, auch bei Impfungen.
#15
12.12.19, 22:23
@Agnetha: Ich muss seit meinem Arbeitsunfall einmal wöchentlich zur Blutabnahme. Das macht mir überhaupt nichts aus. Aber so ist jeder anders.
#16
12.12.19, 23:02
@Tessa_: 
Den Fragebogen kann man leicht online einsehen. Da werden alle möglichen Vorerkrankungen abgefragt, Fragen zu Sexualkontakten, Zugehörigkeit zu Risikogruppen, Auslandsreisen, Drogen- oder sonstigen Suchtproblemen, Depressionen, Tätowierungen, Piercings, Ohrlochstechen der letzten Monate etc. etc. gestellt.
Und das ist alles personalisiert mit Ausweispflicht. Bewußte Falschangaben sind sogar strafbewehrt.
Wenn das alles anonym vonstatten ginge, hätte ich kein Problem damit, aber diese Art Informationen von mir hat nicht einmal mein Hausarzt. 
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#17
12.12.19, 23:09
maharba, danke für die Information.
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#18
13.12.19, 00:02
@maharba: Jeder der den Fragebogen liest, kann dann meist schon selber beurteilen, ob er als Spender in Frage kommt. 
 Und dem Empfänger nützt es nichts, wenn der Spender Falschangaben macht.
 Anonym geht leider auch nicht, denn man informiert auch den Spender, wenn bei ihm eine Erkrankung festgestellt wird, die bisher unentdeckt blieb.  

 Tattoos, Piercings und Ohrlöcher lassen sich manche auch in fragwürdigen Studios stechen, da ist eine Infektion möglich, die aber je nach Erkrankung erst nach mehreren Wochen im Blut nachweisbar ist, und diese Zeit muss für die Untersuchung bei der Spende verstrichen sein, sonst kann dadurch der Empfänger infiziert werden. Das gleiche gilt für Personen mit oft wechselnden Partnern.  
Zu Beginn der ersten Aids-Erkrankungen hatte man noch keine richtigen Nachweistests und viele Bluter-Kranke, die regelmäßig, ein aus Blut vermeintlich Gesunder hergestelltes Gerinnungs-Medikament, nehmen mussten, wurden dadurch mit Aids/HIV infiziert. 
Auslandsreisen: Wichtig sind da Reisen in Tropenländer. Viele haben sich schon irgendwelche Parasiten mitgebracht aus den Tropen. Ich erinnere nur mal an die Ebola-Infektionen.   

 Darum all die Fragen ...sie haben schon ihren Sinn. Aber jeder ist im Endeffekt frei in seiner Entscheidung, ob er das will oder nicht. Und diese Entscheidung sollte auch jeder respektieren. 
5
#19
13.12.19, 06:17
@maharba: Diese Fragen sind wichtig zur Vermeidung von Krankheiten. 
Ich möchte mir keine Krankheit einfangen, sollte ich eine Spende brauchen. 
#20
13.12.19, 10:11
@ehw.elisabethE und @Abrakadabra: nachvollziehbar und verständlich ist mir das auch alles, nur bin ich nicht bereit, für eine freiwillige Blutspende diese Angaben zu machen.
Deshalb ist das für mich persönlich kein Thema mehr.

Ich habe Hochachtung vor allen Blutspendern, aber Jacqueline‘s Frage war ja, was mich vom Blutspenden abhält.
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#21
13.12.19, 11:50
@maharba: Das akzeptiere ich auch vollkommen, gar keine Frage. 
Und klar, die Fragestellung war anders, aber ich freue mich auch immer, wenn ich einen potenziellen Spender evtl. zur Blutspende animieren kann, und hier lesen soooo viele, vielleicht hilft's 😀

Habe das auch geschrieben, weil viele nicht darüber nachdenken und man oft hört: "Was die alles wissen wollen, wozu eigentlich, ich bin doch gesund" und erst nach der Erklärung den Sinn darin gesehen haben. 
Es war also auch mal für die Allgemeinheit gedacht, um das Wissen aufzufrischen und bei Bedarf weiterzugeben. 
 
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#22
15.12.19, 09:16
Den Artikel an Sich finde ich gut, aber es fehlt eine Liste, wer NICHT Spenden darf. Als ehemaliger Tumorpatient bin ich z.B. als Spender ausgeschlossen.
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#23
15.12.19, 09:51
Habe viele Jahre Blut gespendet. Da ich und meine Kinder 0 rh negativ sind, habe ich mich dazu verpflichtet gefühlt. Sollten wir einmal z. B. einen Unfall haben und Bluttransfusionen benötigen, wären wir froh, wenn es genügend spender gegeben hätte. So war meine Einstellung. 
Seit meinem Schlaganfall darf ich nicht mehr spenden 
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#24
15.12.19, 10:30
Ich spende seit über 30 Jahren mein Blut und habe nun schon über 100 Mal gespendet.
Ich fühle mich danach so, dass ich "B äume ausreißen" könnte. Einfach wie gedopt durch das gute Gefühl, wieder helfen zu können. Raffen Sie sich auf und versuchen Sie, bei einem nächsten Termin bei dem Spendenort aufzutauchen. Sie bekommen von vielen netten Leuten Unterstützung. Sie haben danach ein Hochgefühl .....
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#25
15.12.19, 11:11
@maharba: Du hast natürlich recht. Schon intime Fragen. Ich selbst spende seit 1982. Teilweise auf Abruf. Ich habe immer für mich gesagt: Wenn ich mal ins Krankenhaus komme, will ich, falls benötigt, auch eine "saubere" Spende empfangen. Deshalb sind diese Fragen für mich kein Thema. Als ich nach einer OP , noch eine Not OP am nächsten Tag folgte, war ich erstmals auf eine Spende angewiesen. Leider hatte ein Universitätskrankenhaus nur 3 Konserven meiner Blutgruppe. Schon beängstigend!!! Der Rest mußte mit Plasma geschafft werden. Aber mal ganz ehrlich!! Bei der Vorbereitung zur NotOP habe ich mit dem Anästhesisten gesprochen: Es spenden leider immer noch genügend Leute die die Kohle brauchen und fragwürdige "Lebensweisen" haben. Es war schon eine Zitterpartie ein viertel Jahr zu warten bis ich Hep B+C und HIV testen lassen konnte. Leider ist der Empfang von Spenderblut kein Grund diese Tests von der Kasse bezahlt zu bekommen. Bei mir ist alles glatt gelaufen, zum Glück.
Ich persönlich stehe auf dem Standpunkt, wer partout nicht spenden will ( es geht um Leute die nicht spenden dürfen) sollte auch keine Spende erhalten!! 
Ich weiß, man wird mich hier steinigen!! 
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#26
15.12.19, 12:05
Bis 2005 war ich oft zur Blutspende. Dann entdeckte man, daß ich am
Brugada-Syndrom leide. Seitdem darf ich weder Blut, noch Knochenmark und
auch keinbe Organd spenden. Die vor der Entdeckung getätigten
Blutspenden könnten für den Empfänger tötlich sein. Das Blut könnte der
Auslöser des Brugada-Syndroms (= plötzlicher Herztod)  sein. Die
Krankheit wurde bisher noch nicht erforscht.
#27
15.12.19, 12:11
@bonsai70: Eine Liste gibt's im spenderservice.net
Dort werden auch alle anderen Fragen beantwortet
#28
15.12.19, 12:19
@maharba: Vermutlich war das genau der Bogen vor ein paar Jahren, der später wieder geändert wurde. Aufgrund vieler Beschwerden von Spendern, wurde vieles wieder rückgängig gemacht oder abgeschwächt.
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#29
15.12.19, 12:24
@jamaica121065: Nein, das nicht. Aber diese sollten die Konserve bezahlen, zumindest einen Anteil und wären es nur 10,- € Eigenanteil wie es bei anderen Kassenzuschlägen auch ist. Gäbe es die freiwilligen Blutspender nicht und wären auch mein Mann oder ich keine Blutspender würde es dann echt düster aussehen. Mein Mann hatte einen sehr schweren Verkehrsunfall (unschuldig) und brauchte damals für über  22 Operationen mehr als 46 Vollblutkonserven! Irgendwann habe ich aufgehört zu zählen. Wenn man nun einen Mittelwert von 125,- € wäre es unbezahlbar gewesen und mein Mann nicht mehr am Leben!
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#30
15.12.19, 12:36
@jamaica121065 Genau so sehe ich es auch, denn es kann nicht sein, dass die meisten Menschen wie selbstverständlich Nehmen, aber nicht zum Geben bereit sind :(
Mich wundert allerdings, dass Du die Tests nach dem Empfang von Spenderblut selbst bezahlen musstest - meine Krankenkasse hat 2011 alle Tests danach bezahlt......... 
#31
15.12.19, 12:49
@Ann_Allfabeet: Bei mir war es 2015.....aber da ich fleißiger Blutspender bin, aber noch nicht das "Spenderfenster" nach der OP wieder offen war, hat mir das DRK Blut entnommen und auf alle Infektionskrankheiten nach dem Erhalt einer Spende "geschenkt"
#32
15.12.19, 14:06
Ich gehe auch nicht zur Blutspende . Nehme Macumar und hatte auch einen Schlaganfall .
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#33
15.12.19, 14:23
@jamaica121065: “es geht um Leute sie nicht spenden dürfen“ die sollen auch keine Spende erhalten. 
Sollen die dann Deiner Meinung nach, dafür bestraft werden, weil sie aufgrund einer eigenen Erkrankung kein Blut spenden dürfen?
#34
15.12.19, 14:35
@Springerle: Ich denke mal jamaica hat gemeint, es geht nicht um Leute die nicht spenden dürfen.
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#35
15.12.19, 15:04
@jamaica121065: #25 : denke Du hast Dich etwas unglücklich ausgedrückt . Lese aus Deinem Beitrag dass Du dagegen bist dass Leute die sich weigern selber Blut zu spenden ( wenn sie gesund sind und es dürften ) es ihnen verweigert werden sollte Spenderblut zu bekommen .
Das mach mal einem Arzt klar , der dabei ist genau diesem Menschen das Leben zu retten . Da fragt mit Sicherheit keiner im Vorfeld nach einem Spendeausweis . Vielleicht im Nachgang wird ihm eine Spende nahegelegt mit dem Hinweis dass er hätte sterben können ohne ausreichenden Konserven......
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#36
15.12.19, 16:16
Ich darf leider kein Blut spenden oder mich bei der DKMS registrieren lassen. Aber da ich beim DRK arbeite, bin ich auf vielen Blutspendeaktionen dabei und mache die Anmeldung. Ea ist schön zu sehen das sie zahlen steigend sind. Ich selber war schon in der Situation das ich Blut gebraucht habe und ich war froh das es Menschen gibt die sich regelmäßigen diese 1 Stunde Zeit nehmen!!!
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#37
15.12.19, 17:06
@Springerle: nein, die die nicht spenden dürfen, meinte ich mit meiner Aussage nicht! Ich habe gemeint: Die die nicht spenden wollen!!!
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#38
15.12.19, 17:10
Ich persönlich stehe auf dem Standpunkt, wer partout nicht spenden will ( es geht nicht um Leute die nicht spenden dürfen) sollte auch keine Spende erhalten!! 
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#39
15.12.19, 17:22
@jamaica121065: Sollen die dann sterben oder wie? Das willst du doch bestimmt auch nicht, oder?
Jeder Mensch sollte eine Spende erhalten, auch wenn sie nicht spenden wollen. (aus welchen Gründen auch immer) Das ist mein Standpunkt,
Mein Mann z.B will nicht spenden, weil er Angst vor der Nadel hat. Selbst ich als Rotkreuzlerin kann ihn nicht davon überzeugen. Soll er deswegen sterben? Dann wäre ich sehr traurig
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#40
15.12.19, 17:26
@jamaica121065: dann musst Du Dich auch klar ausdrücken!!
Ich bin da etwas empfindlich, weil selbst betroffen.
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#41
15.12.19, 17:33
@Eumele74: Da stimme ich Dir voll und ganz zu. Wir vom DRK und auch die von den Blutspendediensten wollen doch dass die Zahlen steigen, Deswegen opfern wir doch gerne für diese Blutspendeaktionen unsere Freizeit. Ich helfe dabei sehr gerne, Das liegt mir richtig am Herzen. Ich lebe quasi für das DRK. Die Vereinsarbeit macht mir richtig spaß.

Solche Aussagen wie die von jamaica121065 kann ich nicht nachvollziehen.
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#42
15.12.19, 18:29
Hallo Zusammen,
heute möchte ich mich auch mal zu Wort melden, denn ich muss sagen, mich hat der Artikel angesprochen. Ich habe zwar einen Organspendeausweis und bin auch Stammzellen-
Spenderin, aber ich bin noch nie zur Blutspende gegangen. Ich habe Null positiv, also für Jeden brauchbar und werde wirklich beim nächsten Blutspendetermin dabei sein.
Ich wünsche Euch Allen ein frohes Weihnachtsfest und einen tollen Start ins Jahr 2020 😊👍✨
Rita
#43
15.12.19, 18:35
@Rita14: Das freut mich sehr.
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#44
15.12.19, 20:45
Hallo, ich bin jetzt  68 Jahre alt und spende seit meinem 24.  Lebensjahr regelmäßig Blut beim Roten Kreuz. In diesem Jahr habe ich schon die 112 Blutspende erreicht. Für mich ist es eine Selbstverständlichkeit, immer zum Blutspenden zu gehen. Wenn keiner Spenden würde, könnte man wenige Operationen machen oder Krebsleiden behandeln. Die Menschen müssen auch wissen, dass es wichtig ist zu Spenden. Es könnte sie ja auch treffen oder einen engen Verwandten, der Blut benötigt.  Bitte spendet alle!! Es ist sogar gut für den Körper.
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#45
15.12.19, 21:36
@jamaica121065, du hast in deinem Beitrag #25 ein "nicht" vergessen; das fuehrte zu Missverstaendnissen. Wie oben bereits geschrieben darf ich auch kein Blut spenden; faende es aber vollkommen unverstaendlich deswegen kein Blut erhalten zu duerfen. Es liegt bei 'uns' ja kein Unwillen vor. Jetzt wissen wir aber ja wie du es gemeint hast 😉.
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#46
15.12.19, 22:49
@ehw.elisabethE: Da ich Ersthelfer bin kann ich dir sagen,das mit den Bluttransvusionen ist überholt und wird nur ungern gemacht,da es SEHR oft zu Späterkrankungen führt.
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#47
16.12.19, 08:46
Hallo Zusammen,
Bis vor kurzem habe ich auch die Meinung der meisten Kommentartoren geteilt. Ich selbst hatte über viele Jahre mehr oder weniger regelmäßig Blut gespendet. Aus verschiedensten Gründen habe ich mich entschieden nun nicht mehr zu spenden:
- Warum hat das DRK ein Monopol auf die Blutspende?
- Warum wird so wenig Werbung für die Blutspende gemacht wen sie sooooo wichtig ist?
- Ich wurde bei meiner letzten Spende ungewollt Ohrenzeuge eines Gespräches zwischen einem Spender und eine DRK- Uniformträger. Letzterer erklärte seinem Gesprächspartner, dass des größter Teil der Spenden in die Forschung gehen. An 2. Stelle ........ und erst an 3. Stelle das Blut an Menschen die es benötigen.  Geforscht wir in der Pharmaindustrie. 
Woher bezieht die Pharmaindustrie ihr benötigtest Blut?
Bekommen die das Blut geschenkt? 
Bekommt das DRK Geld wenn sie es an die Forschenden weitergeben?
#48
16.12.19, 11:35
@191216: Also das ist mir völlig neu. 
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#49
16.12.19, 13:49
@191216: Ja klar, wenn man dann noch liest, dass die Oberin der gemeinnützigen DRK-Schwesternschaft, Frau Schäfer-Frischmann, über viele Jahre ein Gehalt mit Sonderzahlungen von ca. 540.000 Euro im Jahr bekommen hat, dann ist man doppelt bedient.
Das hat unlängst ein RBB-Fernsehmagazin aufgedeckt.
Das Bundesverdienstkreuz hat sie auch abgefasst. *g*

Und bei den kleinen Mitarbeitern vom DRK wird gespart ohne Ende.
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#50
16.12.19, 15:57
@Tessa_: genau meine Meinung. Die Herrschaften in der oberen Etage stopfen sich die Taschen voll und fahren die dicksten Dienstwagen.
Die Blutspender werden finanziell nicht entschädigt, wie z.B. in den Unikliniken. Dafür werden die Blutspenden dann für gutes Geld verkauft.
Diese Organisation hat sich in eine Richtung entwickelt, die ganz sicher nicht im Sinne von Henri Dunant ist.
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#51
17.12.19, 18:17
Ich habe während meines Notkaiserschnitts, auf Grund von Blutarmut, selber einmal eine Blutspende benötigt. Ich bin meinem Spender dafür auch sehr dankbar. Allerdings kam es für mich leider niemals in Frage. Ich habe panische Angst vor Spritzen.
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#52
18.12.19, 14:03
@191216: @Tessa:@Springerle: Ihr habt natürlich alle recht, in vielen Vereinen, Organisationen etc. gibt's Missstände, das reicht vom DRK über DFB bis zum ADAC, um nur mal ein paar von vielen zu nennen.  

Aber wenn alle der Meinung wären sähe es schlecht aus mit der Versorgung bei Unfällen, Krebserkrankungen oder sonstigen akuten Blutverlust.  
Zwar gibt es schon sehr gute Blutersatzmittel, aber manchmal muss es eben Blut, Erythrozyten oder Thrombozyten sein.  

Ich empfehle dann den Skeptikern direkt an einer Uniklinik zum Blutspenden zu gehen.  

So eine Blutspende  ist heutzutage inzwischen ca. 42 Tage haltbar, danach darf es nicht mehr transfundiert werden. Im Schnitt wird eine Blutkonserve ca. 25 Tage gelagert bis sie verbraucht wird. 
Solche abgelaufenen Blutkonserven können oft noch in der Forschung verwendet werden, dazu kommen auch Blutkonserven, die für 1 Pat. gekreuzt aber dann doch nicht mehr gebraucht wurden. Solche Konserven können nicht weiter gebraucht werden, weil die Kühlung unterbrochen wurde. Blut muss sich ja vor der Transfusion bei Raumtemperatur langsam erwärmen. Mit diesen Blutkonserven verdient das DRK natürlich Geld.  

 Wenn eben möglich, rate ich jedem, bei dem eine große OP ansteht, vorher eine Eigenblutspende zu machen, dann bekommt man sein eigenes Blut zurück, falls notwendig.  
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#53
18.12.19, 14:25
@jamaica121065: Mit deiner Aussage: "Ich persönlich stehe auf dem Standpunkt, wer partout nicht spenden will (es geht nicht um Leute die nicht spenden dürfen) sollte auch keine Spende erhalten!! "

Damit setzt du alle Ärzte einem riesigen Gewissenskonflikt aus! Sie fühlen sich der moderneren Form des "Hippokratischen Eids" verpflichtet ("Genfer Deklaration des Weltärztebundes") Kranken nicht zu schaden.
Solche Konflikte gibt's ja, auch wenn aus religiösen Gründen eine Blutspende als Empfänger abgelehnt wird. 
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#54 Blutspender
21.12.19, 14:00
Habe 135 Mal Blut gespendet, wurde mit erreichen des 76 Lebensjahr dann von der Spende wegen Alters ausgeschlossen.
Würde aber jederzeit wieder spenden wenn die Altersgrenzer von 76 Jahren wieder aufgehoben würde.😃
2
#55
22.12.19, 07:59
@Melanie12: 
Wo warst Du denn da??
Wenn ich mal an einem Termin nicht kann,bin ich in Nachbarorten spenden gegangen,wenn die Spendetermine dort waren. Zwei mal im Jahr finden diese Termine in unserem Ort statt, und bei den Nachbarorten genau so. 
Was ich eigentlich sagen will,ist das egal wo ich war immer und ausnahmslos freundlich behandelt wurde. 
Ich bin jetzt 55 und habe vor kurzem meine 51. Spende gemacht. 
2
#56
22.12.19, 11:56
@191216: @191216:  ad#47: 

Werbung seitens DRK für's Blutspenden: Ätz hoch zehn in der Vorweihnachtszeit!




Leider
werden tatsächlich viele Blutspenden nur an die Pharmaindustrie
weitergeleitet  und dementsprechend auch - vom Spender so nicht
beabsichtigt - verwendet. Zudem *kann* der Leiter einer Blutbank jeweils
einen geleisteten KK-Beitrag beanspruchen. Und ja, auch ich war
jahrelang Blutspenderin, habe allerdings nach einem unfallbedingten
Blutsturz eine Fremdblutaufnahme verweigern dürfen. Bei meiner letzten
Blutspende wurde mir anschließend eine Mini-Bitterschokolade oder ein
1/8 l Rotwein (für An- und Rückfahrtskosten von € 5,90) angeboten -
beides nur ein inakzeptables und völlig unangemessenes Angebot und absolut danebengegriffen.




Und ja ---> bin gesund und habe trotz Hintergrundwissen, aber einer Portion Optimismus einen Organspenderausweis bei mir.




Aber derartige "Aufforderungen" sind mir persönlich - mitsamt diesem vorab auszufüllenden Fragebogen - zuwider.
3
#57
22.12.19, 21:24
@jamaica121065: In einer Notsituation wenn es kritisch ist, z.B. bei einem Unfall, da wäre doch gar keine Zeit das zu prüfen, da muss gehandelt werden! 
4
#58 Blutspender
22.12.19, 22:45
Hallo Maggie, es ist unmöglich das Blut an die Pharmaindustrie weiter gegeben wird, dafür gibt es viel zu wenig Blutspender nur 3 % der Menschen in Deutschland spenden Blut und das wenige wird in den Krankenhäusern dringend benötigt. Wenn etwas an die Pharma geht dann vielleicht nach 42 Tagen denn dann kann das Blut nicht mehr verwendet werden.
Ich war 40 Jahre lang aktiver Blutspender bin jetzt mit 77 Jahren nicht mehr spendenfähig, würde aber sofort wieder spenden, denn spenden heißt Kranken zu helfen.❤🤗
2
#59
23.12.19, 10:24
Anmerkung aus der Redaktion: Im Tipp wird nicht nur auf den DRK sondern auch auf lokale Krankenhäuser sowie die StKB verwiesen.

Die Entscheidung zum Blutspenden liegt bei jedem selbst und mögliche Zweifel dürfen natürlich geäußert werden - aber bitte sachlich.
#60
23.12.19, 14:20
Ich habe mit 20 Jahren begonnen, regelmässig Blut zu spenden. Bei einer Operation brauchte ich selbst Blut (vielen Dank an den Spender/die Spenderin). Die Tests danach waren alle in Ordnung. Trotzdem darf ich seither nicht mehr spenden, obwohl ich das gerne tun würde. Das ist grotesk. Denn offenbar bin ich nun neu ein Risiko für potentielle Empfänger/innen. Dann wäre folgerichtig auch mein Spender ein Risiko und müsste ausgeschlossen sein. PS: Das ist in der Schweiz so geregelt. In anderen Ländern kenne ich mich nicht aus.
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#61
23.12.19, 14:22
@Chatrina: In Deutschland ist das genauso.

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