Blutspenden

Blutspenden - gerade jetzt nötig zur Urlaubszeit

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Blut spenden ist wichtig. Gerade in der Urlaubszeit werden Blutkonserven benötigt, da es immer wieder zu schweren Autounfällen kommt und daher einige Menschen eine Blutkonserve benötigen. Jedoch sind nur vier Prozent der Menschen bundesweit zur Blutspende bereit.

Ich kann euch nur raten: Traut euch! Blutspendetermine des Roten Kreuzes gibt es überall und nahezu jede größere Stadt hat eine Blutbank, bei der man ganzjährig spenden kann. Die Spende macht unser tägliches Leben sicherer, da jeder von uns einmal verunglücken kann. Darüber hinaus werden aus Blutspenden auch Rohstoffe für Medikamente hergestellt und es wird an menschlichem Blut geforscht.

Die Blutspende läuft folgendermaßen ab

  1. Fragebogen ankreuzen (zur persönlichen Krankengeschichte und zu Lebensgewohnheiten). Danach entscheidet ihr selbst, ob euer Blut überhaupt an Bedürftige weitergegeben werden soll, indem ihr auf das entsprechende Feld einen Strichcode aufklebt. So soll vermieden werden, dass Menschen aus Gruppenzwang (z.B. innerhalb des Vereins) spenden und ggf. wichtige Einzelheiten verschweigen - z.B. die Möglichkeit einer Aids-Infektion.
  2. Ärztliche Untersuchung und Gespräch.
  3. Abgabe von Blut aus dem Mittelfinger zur Bestimmung des Eisenwertes - ist der Wert zu niedrig, wird man nicht zugelassen.
  4. Blutspende - dabei werden 500 ml Blut abgenommen. Das klingt viel, wird aber vom Körper in einer Woche wiederhergestellt.
  5. Kurze Ruhepause.
  6. Stärkung mit einem Imbiss - in ländlichen Gegenden trifft man an den Tischen immer mal wieder Bekannte, die man länger nicht gesehen hat.

Als längjährige Blutspenderin hatte ich nach der Blutspende nie gesundheitliche Probleme, meist war ich fit wie sonst auch. Allerdings sollte man Tage danach etwas auf seine Eisenzufuhr achten. Eisen ist in Fleisch, allerdings auch in Vollkorn und verschiedenen Gemüsen enthalten. Es hilft auch, zu den Mahlzeiten ein Glas Orangensaft zu trinken, da das Vitamin C die Aufnahme von Eisen fördert.

Ob und wie ihr in den Tagen danach Sport macht, entscheidet ihr nach eigenem Befinden. Auch wenn mir die Blutspende nie geschadet hat, habe ich kurz vor der Spende stets meine eigene Situation überdacht. Wenn man kurz vor einer Prüfung oder vor einer Reise mit langer Fahrt steht, wenn man ständig übermüdet ist, weil die Kinder dauernd nachts wach werden etc., dann sollte man das Spenden anderen überlassen. Hier muss man das eigene Wohl in den Augen behalten, denn wenn man zusammenklappt und z. B. einen Unfall verursacht, ist auch keinem geholfen.

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17 Kommentare


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#1
3.8.14, 20:51
Suuuper Tipp. Meines erachtens nicht nur zur Ferienzeit. Jeder kann irgendwann einmal darauf angewiesen sein. Von daher Daumen hoch ;)
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#2 TanteAnke
3.8.14, 21:26
Mir tat der Einstich so höllisch weh bei den beiden Malen, die ich mal Blut spenden war, dass ich fast von der Liege gesprungen wäre. Die Schwestern wurden beide Male dadurch wütend auf mich. Also gehe ich nicht mehr spenden, obwohl ich gerne würde.
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#3 jb70
3.8.14, 21:48
Sehr guter und wichtiger Denkanstoss!!!
Ich gehe auch seit vielen Jahren Blut - und Plasmaspenden.
Wenn es die eigene Gesundheit zulaesst,sollte man diesen Beitrag leisten,damit Andere sie wiedererlangen.
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#4
3.8.14, 21:52
Habe auch regelmäßig gespendet, mir bekommt die Vollblutspende allerdings gar nicht. Mir gehts danach mindestens eine Woche überhaupt nicht gut. Am Tag der Spende bin ich total im Eimer und zu nichts mehr zu gebrauchen. Fühle mich schwach und nicht richtig im Kopf ;) Im Verlauf der weiteren Woche hab ich weiterhin gelegentlichen Schwindel, Schlappheit, Konzentrationsstörungen... Fühle mich allgemein wie bei einer Grippe, so benommen eben. Irgendwann hab ich dann für mich beschlossen, dass ich das nicht mehr kann und will. Eine Woche außer Gefecht gesetzt zu sein ist einfach blöd. Spende jetzt nur noch Blutplasma. Das kann man einmal pro Woche machen. Das Blut wird wie bei der Vollblutspende abgezapft, landet aber in einer Zentrifuge. Das Plasma wird von den anderen Bestandteilen getrennt. Bedeutet also, dass alles bis auf das "Blutwasser", also das Plasma, wieder zurück in den Körper gegeben wird. Die Prozedur dauert so ca 30-45 Minuten Kommt natürlich auch immer auf die Fließgeschwindigkeit des Blutes an. Für Menschen, denen die Vollblutspende nicht bekommt, ist das eine sehr gute Alternative :)
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#5
3.8.14, 22:27
Bei mir in der Nähe ist das Blut spenden alle 3 Monate Dienstags von 11:30- 14:00Uhr.
Ich würde ja gern, aber zu dieser Zeit bin ich, wie die meisten Menschen, auf Arbeit.
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#6 xldeluxe
3.8.14, 22:45
Ein ganz wichtiger Denkanstoß nicht nur zur Urlaubszeit!

Ich bin so aufgewachsen, dass meine Mutter regelmäßig zum Blutspenden ging. Es gab hinterher belegte Brötchen, Schokolade, Kekse und - man stelle sich das vor - 2 in Alufolie verpackte Zigaretten - als Dank.

Aus gesundheitlichen Gründen kann ich kein Blut spenden (Magenbypaßoperation), würde es aber sofort machen, denn die Einstiche sind auszuhalten und sollten kein Grund sein, auf das Spenden zu verzichten und damit Leben zu retten.

Jeder sollte das aber vorher mit dem Hausarzt abklären, ob es ratsam und zu befürworten ist.
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#7
3.8.14, 23:24
Mich nehmen sie leider nicht zum Blutdpenden :(. Zu leicht (unter 50 Kilo) und außerdem noch insulinpflichtige Diabetikerin.
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#8
3.8.14, 23:32
ich habe jahrelang regelmäßig Blut oder Plasma gespendet und es ist mir immer gut bekommen,die Neubildung wird angeregt sagt man.
Wurde früher immer zu den Feiertagen angeschrieben,zum Spenden für Neugeborene zu kommen,da ich eine gute Blutgruppe(O) habe und noch dazu RH negativ bin.
Ich bin da auch hingegangen,um Geld zu verdienen...klingt komisch,weiß ich wohl,aber immer noch besser,als wenn man als gesunder Mensch gar nicht spenden geht.
Jetzt bin ich öfter mal nicht ok gewesen und älter geworden,da gehe ich nur noch manchmal und dann aus Überzeugung.
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#9
3.8.14, 23:50
Ich muss dazu sagen, ich möchte gerne zur Blutspende&das seit meinem 16. Lebensjahr.
Mein Problem:Meine chronische Darmentzündung mit der ich immer glücklich bin selbst keine Infusion zu bekommen, wg.Eisen/Vit D&B12.
Bin aber froh das zwei Leute aus meiner Familie dahin gehen :-), immerhin.
Wenn man gesund ist sowie der Körper es mitmacht sowie auch entsprechend Zeit hat ist die Blutspende eine vorbildliche Tat :-).
Daumen hoch für diesen Tip
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#10 eisernelady
4.8.14, 09:09
Zum Thema Zeit: Das Rote Kreuz bietet in öffentlichen Gebäuden regelmäßig Termine an, diese gehen bis 20 Uhr oder 20:30Uhr. Das kommt dann auch Berufstätigen entgegen. Auf der Website des Deutschen Roten Kreuzes kann man nach Blutspendeterminen in der eigenen Gegend schauen.
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#11 Upsi
4.8.14, 18:07
Ich habe jahrelang Blut gespendet, hätte das auch weiterhin gern getan, aber bei der Voruntersuchung sagte man mir, mein Blut ist nicht mehr geeignet. Schade, aber ich kanns nicht ändern . nun gehe ich auf Grund meiner Eisenspeicherkrankheit monatlich zum Aderlaß und ein halber Liter Blut wandert in den Müll.
#12 eisernelady
4.8.14, 21:45
@TanteAnke: Das Verhalten der schwester finde ich unmöglich. ich bin selbst auch schmerzempfindlich und bei jeder Blutspende quieke ich beim Einstechen. das muss das Personal mal aushalten können ohne abfällige Bemerkungen ( ein Witzchen ist ja noch ok.....). Da sollte man gleich zurückmeckern, schließlich tiut man ja freiwillig was für die Gesellschaft!
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#13
17.8.14, 22:33
Blutspenden sind wirklich sehr wichtig. Das sage ich nicht nur als regelmäßige Spenderin sondern auch als langjähriges ehrenamtliches Mitglied hier im DRK Ortsverein. Mittlerweile sind es bei mir schon 25 Spenden. Bei uns findet die Spende 4 mal im Jahr statt.
#14
13.1.15, 22:30
ich würde gerne Spenden, darf es allerdings nicht wegen Asthma und Diabetes :-( wenigstens darf ich, falls ich sterbe, Organe Spenden und hab meinen spendeausweiß immer dabei
#15
13.1.15, 23:08
@TanaSatan: Bei den Krankheiten sollte man das auch nicht tun. Organe spenden ist aber auch eine gute Sache. Ich bin da aber noch am überlegen ob ich das auch machen soll.
#16 xldeluxe
13.1.15, 23:20
@NFischedick:

Lies dazu mal den Tipp hier auf FM und all die Kommentare für und wider. Vielleicht erleichtert es ja die Entscheidung etwas.

Ich habe seit Jahrzehnten einen Organspendeausweis, darf aus gesundheitlichen Gründen auch kein Blut spenden, aber das eine hat mit dem anderen auch nichts zu tun.
#17
13.1.15, 23:51
xldeluxe: Ich weiß dass das eine mit dem anderen nichts zu tun hat. Ich lass mir mit der Entscheidung noch etwas Zeit.

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