Chicken-Nuggets aus zähem Hühnerfleisch herstellen, Fleisch durch den Wolf drehen.

Chicken-Nuggets

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Ich habe kürzlich leichtsinnigerweise zwei sog. Suppenhühner aus der Tiefkühltruhe mitgenommen. Sie waren erstaunlich, ja verdächtig preiswert.

Die Suppe war o.k., aber das ausgelöste Fleisch war trotz eineinhalb Stunden Kochzeit immer noch zäh wie Leder. Ich habe es daher kurzerhand durch den Wolf gedreht und Chicken-Nuggets daraus gemacht, gebunden mit Eiweiß und in Stärkemehl gewälzt.

Nur kurz braten, da sie an sich ja schon gar sind. Gut gewürzt sind sie durchaus genießbar.

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11 Kommentare


#1 MissChaos
27.2.14, 19:51
...coole Idee..! :)
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#2 xldeluxe
27.2.14, 20:35
Da hattest Du wohl, was hier in Amsterdam auf dem afrikanischen Markt "hard chicken/harde kip" genannt wird, eingekauft.

Es ist sehr beliebt für Suppen und Eintöpfe und so gut wie gar nicht weich zu bekommen. Auch sind die Knochen "unzerbrechlich".

Da kann man - wenn man ein gewöhnliches Suppenhuhn erwartet hat, wohl kaum etwas anderes mit machen als es durch den Wolf zu drehen und wenn es dann auch noch mundet ist es ein guter Tipp zur Verwertung.
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#3
27.2.14, 22:01
Das ist eigentlich ein guter Tipp zur Weiterverwertung von fast ungenießbarem Fleisch.

Aber: Suppenhühner, noch dazu "verdächtig preiswert" kaufe ich nicht im Supermarkt (die armen Viecher kommen stets nur aus Tierquäler-Zucht). Lieber legt ich ein paar Euros drauf und kaufe auf dem Wochenmarkt, falls das möglich ist. Oder direkt bei Geflügelzüchter.

Ich weiß, ich habe leicht reden: ich wohne auf dem Land, in erreichbarer Nähe habe ich einen Bio-Geflügelhof und mehrere Bauernhöfe mit Hofladen, und das alles gibts in der Großstadt nicht.
Ich will damit eigentlich auch nur sogen, dass man nicht immer beim billigsten Fleisch zugreifen sollte (es sei denn, es geht wirklich nicht anders, weil man es sich sonst nicht leisten könnte). Denn leider ist das billigste Fleisch auch gleichzeitig von miesester Qualität. Falls man es sich also leisten kann, sollte man die Augen aufmachen beim Fleischkauf - lieber weniger Fleisch aber dafür von besserer Qualität kaufen, denn jeden Tag muss man nun wirklich nicht Fleisch essen.

@onkelwilli: das sollte keinesfalls eine Kritik an Dir und Deinem Tipp sein! :o))
#4
28.2.14, 08:15
Hallo ich bin noch etwas jünger und habe meine Schwierigkeiten bei "gebunden mit Eiweiß". Ist das so gemeint, dass man das trockene, durchgedrehte Fleisch mit getrennten Eiweiß verrührt und wie Hackfleischbratlinge zu Chicken Nuggets formt? Hält das ohne weitere "Klebemittel"? :)
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#5 wermaus
28.2.14, 11:39
Klasse Idee. Ich hatte kürzlich auch so ein zähes Huhn. Am besten gefällt mir, dass die Nuggets nicht paniert sind.
#6
28.2.14, 12:19
@Kathi199: ja das hält, also einfach machen.du kannst auch das Gelbe mit rein machen, nur dann wird es etwas weicher und du brauchst mehr Fleisch.
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#7 onkelwilli
28.2.14, 13:16
@mops: Du hast natürlich Recht mit Deinen Bedenken. Die übliche Entschuldigung: "Jetzt sind sie eh tot, und bevor sie 'entsorgt" werden, können sie mir noch einen letzten Dienst erweisen" ist nicht besonders stichhaltig, weiß ich doch. Aber wer ist schon immer konsequent . . .

Beim "hard chicken" zeigt der Preis an, dass man keine "Premium-Qualität" erwarten kann. Dass jedoch die Qualität von Fleisch (und nicht nur von Fleisch) schon deshalb automatisch besser ist, weil der Preis höher ist, glaube ich nicht. Es kann sein, muss aber nicht, wie Tests immer wieder nachweisen. Händler sind "scharfe Rechner", milde ausgedrückt. "Unterjubeln" ist für manche ein Kavaliersdelikt.

Immerhin wusste ich bei meinen "Verlegenheits-Nuggets", was drin war. Bei manchen Fertignuggets aus der TK-Truhe möchte ich es gar nicht wissen . . .
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#8 onkelwilli
2.3.14, 13:43
Nachtrag: Pro 1-Kilo-Huhn (ich weiß, lächerlich leicht für ein Suppenhuhn) war die "Ausbeute" 15 Nuggets, die etwa eineinhalb mal größer und dicker waren als die üblichen "Formfleisch-Dinger". Bei einem Preis von 2,05 Euro nicht schlecht, finde ich. Denn, wie gesagt, die Brühe war o.k. - jedenfalls um Längen besser als als aus Tüte oder Würfel.
#9
23.5.15, 16:15
Ich habe diese "harten Hühner" jetzt einfach mal drei Stunden sanft köcheln lassen, und sie wurden wider Erwarten tatsächlich weich und nicht nur genießbar, sondern lecker. Die Brühe sowieso.
#10
23.5.15, 22:30
@onkelwilli #8 : 2,05€ für ein Suppenhuhn ! Das kann doch nix sein.
In einer TV-Sendung letzte Woche war Tim Mälzer bass erstaunt, als ein Gemüsegrosshändler Deutschland als die Müllkippe Europas hinsichtlich der Lebensmittelqualität bezeichnet hat.
Weil wir fürs Essen nichts ausgeben wollen !
Ich kaufe nur französische Hühner- oft Kaufhof- nicht mal so teuer. Dafür esse ich weniger,
Noch ein Tipp: Kein TK-Huhn kaufen.
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#11
30.6.15, 12:04
@KUBE1953:
Es handelt sich ja gar nicht um "echte" Suppenhühner, sondern um "ausgediente" Legehennen. die als "letzten Dienst" noch eine gute Brühe abgeben. Insofern also tatsächlich eine Art Entsorgung, aber besser im Kochtopf als in der Tonne, meine ich.

Die Nationalität von Hühnern ist mir ziemlich egal. Und wenn der Preis alleiniger Maßstab für die Qualität ist, könnte man ja einfach nur die Preise erhöhen. "Wir" würden dann automatisch mehr fürs Essen ausgeben und die Welt wäre wieder in Ordnung. Aber im Ernst: Auch Gemüsegroßhändler können mal dummes Zeug reden!

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