Collage aus: Einer alten Surig-Essigflasche mit Korken, Karten eines Kinderquartetts aus den 50er Jahren, zwei Flaschen Parfum, einzelne Seiten eines Romans, Tapetenreste aus den frühen 50er und 60er Jahren & Mauerreste mit gemustertem Ölsockel.
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Der Nachwelt einen Gruß aus der Vergangenheit hinterlassen

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Dieser völlig uneigennützige Tipp ist für Haus- und/oder Gartenbesitzer, Laubenpieper (Schreibergartenbesitzer), Hausbauer, Renovierer oder Umbauer:

Vor Jahren habe ich schon mal in einem Kommentar erwähnt, dass eine “Zeitkapsel”, eingemauert im Kellerfußboden, in Zwischenwänden, unter Terrassenplatten und überall dort, wo man selber nach Fertigstellung nicht mehr herankommt, der Nachwelt Einblicke in das jetzige Leben geben. Ich finde den Gedanken sehr schön, dass in 50, 100 oder 200 Jahren mit Glück so eine Zeitkapsel wieder ans Licht kommt und die Menschen, die dann hier leben, einen Gruß aus der Vergangenheit bekommen.

Einen Gruß aus der Vergangenheit hinterlassen

Zu diesem Zweck habe ich anlässlich einer großen Umbaumaßnahme auf unserer Terrasse so eine "Kapsel" erstellt, die tief im Erdreich unter der Fußbodenheizung und den Bodenplatten eingegraben wurde.

In der Kapsel, die bewusst aus einer Kunststoffdose (rostet nicht und braucht 600 Jahre zum Zersetzen) bestand, die sorgfältig zugeklebt und mehrfach in Plastik gewickelt wurde, liegt ein ausführlicher Bericht über uns, unsere Nachbarn, die Vormieter des Hauses (meine Eltern), unsere Hobbys, Berufe, unser Leben, durchgeführte Umbauarbeiten am Haus, viele Fotos und die Titelseite einer aktuellen Tageszeitung.

Als ich einer Freundin davon erzählte und gemischte Gefühle zu diesem Vorhaben äußerte, meinte sie:

Auf jeden Fall bist Du auch in 200 Jahren noch im Gespräch! ;o))

Ich hätte mich gefreut, wenn auch ich beim Abriss und Neuaufbau des Hauses solche aufschlussreichen Erinnerungen an die früheren Jahre (1945)  gefunden hätte...

Einige wenige Dinge kamen allerdings zum Vorschein:

Eine alte Surig-Essigflasche mit Korken, einige Karten eines Kinderquartetts aus den 50er Jahren, zwei Flaschen Parfum, einzelne Seiten eines Romans, Tapetenreste aus den frühen 50 gern und 60 gern Jahren, Mauerreste mit gemustertem Ölsockel...

Ich habe daraus eine Collage gearbeitet, weil ich solche Andenken sehr schätze und sie mich tief berühren.

Vielleicht geht es irgendwann in ferner Zukunft jemandem ebenso und wenn nicht, macht es auch nichts aus.

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