Forstnerbohrer Nagelfeile
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Forstnerbohrer schärfen mit Nagelfeile

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Forstnerbohrer - auch Topfbohrer genannt - sind wichtige Helfer. Sie bohren präzise, wobei das Bohrloch auch als saubere Rundungskontur bei Ausschnitten oder Durchgriffen Verwendung findet. Ich wenigsten brauche das oft. Und das heißt natürlich für Schärfe sorgen. Das aber ist eigentlich echte Profiarbeit und deshalb nicht ganz billig.

Befristet Abhilfe schafft die gute alte (diamantbeschichtete!) Nagelfeile. Man setzt sie wie im Bild gezeigt flach an und feilt los. Es funktioniert erstaunlich effektiv. Alte Nagelfeilen sind sehr hilfreich auch beim schnellen Entfernen von Grat und scharfen Kanten, sowohl bei Metall als auch bei Keramik und Glas. Also nicht wegwerfen!

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11 Kommentare


#1 blechkopp
20.8.11, 11:17
Sehr befristet. Eigentlich wenn schon mit Feile dann direkt an die Schneide und nicht an den Schneidenrücken.Wichtig wäre auch seitlich die Vorschneider.
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#2 spoetter
21.8.11, 20:58
Wenn man öfter bestimmte Grössen braucht, muss man halt ein bisschen Geld in die Hand nehmen und Hartmetall-Forstnerbohrer kaufen. Die billigen Baumarktsortimente Stahl-Forstnerbohrer sind das Geld nicht wert, kommen aus China und verlieren schon bei Fichte an Schärfe. Damit gar beschichtete Spanplatten (Topfscharniere) oder MDF und Harthölzer bohren zu können ist eh Illussion. Da hilft auch die beste Nagelfeile nichts.
#3 havaube
21.8.11, 23:57
Na ja, lieber Spoetter, da habe ich also über vierzig Jahre eine recht opulente Sammlung an Forstnerbohrern , gebrauche sie nicht selten und denke, dass ich zumindest schemenhaft weiß, wie mit ihnen zu verfahren ist. Qualitätsbohrer müssen keineswegs hartmetallbestückt sein, guter Carbonstahl ist sogar "schärfer", das weiß z.B. auch jeder Drechsler. Wenn Forstnerbohrer nichts taugen, dann weniger, weil sie sofort die Schärfe verlieren, sondern weil sie die von ihnen geschnittenen Bohr-Späne nicht richtig ableiten, also stopfen. Da hilft dann auch kein Hartmetall. Und das ist bei Billigprodukten mit schlechter "Innenarchitektur" leider oft so. Diamantstaubbeschichtete Nagelfeilen sind im Übrigen kleine Wunderhelfer für tausend Zwecke. Ganz nebenbei: mit einer diamantbeschichteten Lochscheibe schleife ich seit Jahren mit Erfolg hartmetallbestückte Drehmeißel ...
#4 spoetter
22.8.11, 20:48
Hallo lieber havaube,
schön, daß Du noch 40 Jahre alte Bohrer hast, aber ich möchte nicht wissen, wie sie nach zwei Topflochbohrungen in eine resopalbeschichtete Küchenschranktür aussehen. Wie Du mit einer Nagelfeile die Vorschneider z.B. eines 20er Forstner- (nicht Kunst-!)bohrers nachfeilen willst, ist mir rätselhaft.
Wenn Du genau gelesen hättest, betraf mein Kommentar die billige Baumarktware, die in der Regel aus besserem Baustahl besteht und der Form halber mit gelber Lasur behandelt wird, um sie noch 2 €uro teurer als "TIN"-Bohrersatz verkaufen zu können. Wenn Deine Qualitäts-Bohrer die Späne nicht richtig ableiten, hast Du die Bohrer wahrscheinlich verschliffen.
Und was das Drechseln betrifft, schwört heute jeder Drechsler gerade wegen der hohen Schnitthaltigkeit und langen Standzeit auf HSS-Eisen des Marktführers R.S. aus England.
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#5 havaube
23.8.11, 08:14
.... richtig: genau lesen, das isses! Wirklich guter Tipp gerade für Spötter.
#6 blechkopp
24.9.11, 10:28
Ich möchte noch mal kurz die Diskusion meiner Vorredner aufgreifen.
Das beschaffen eines Forstner-oder Zylinderkopfbohrers macht man natürlich davon abhänig wie oft man solch ein Teil nutzt.
Für häufiges bohren in kunststoffbeschichtetes Material empfiehlt es sich einen hartmetallbestückten Bohrer anzuschaffen.
Resopal ist ein Markenname und vergleichbare Materialien finden nur Anwendung in Arbeitsplatten oder bei hochwertigen Zimmertüren.
Küchenfronten bestehen aus melaminharzbeschichteten Platten (dünne Folien werden bei der Herstellung auf Trägermaterial aufgebracht) und sind in ihrer Oberflächenhärte überhaupt nicht vergleichbar mit Resopal.
Bei seltener Anwendung ist die günstige Baumarktvariante ausreichend.
Wichtig ist die Drehzahl beim arbeiten mit solchen Bohrern (weniger ist mehr).
Hartmetallbestückte Bohrer haben gegenüber der Baumarktvariante den Nachteil
beim Einsatz in Weichholz oder Furnierplatten eher auszureisen.
Bei einer proffisionellen Drechselmaschine findet nätürlich nur ein HM-Bohrer Anwendung da hier sehr oft Hirnholz gebohrt wird.
Ansonsten ist das schärfen solcher Bohrer Sache des Schärfdienstes (bei der Baumarktvariante kauft man sich einfach einen neuen).
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#7 havaube
24.9.11, 13:03
Dank an den "Blechkopp", der das Thema sehr sachlich strukturiert, besonders auch für den Hinweis auf die richtige Drehzahl, da wird nämlich unnötiger Weise mancher Forstnerbohrer blau ... Mein Tipp mit der Nagelfeile funktioniert (wie gesagt) fürs "Zwischendurch", professionelle Schärfdienste verlieren dadurch gewiss keine Kunden.
Und gute Bohrer sollten es eigentlich immer sein, die "stopfen" nicht und haben bessere Standzeiten. Konststoffbeschichtungen wie Resopal oder auch die Oberflächen von Laminat sind Schärfekiller, nicht nur für Bohrer. Ich meide sie.
#8 blechkopp
24.9.11, 14:04
Mein Tip zum nachschärfen wäre:
Biegsame Welle (haben viele).
Kegelschleifer (Diamantbeflokt) kostet kleines Geld.
Und dann nur die Schneiden bearbeiten und auf keinen Fall den Rücken der Schneiden.
#9
15.9.15, 08:50
Ein bisschen sehr spezielle Diskussion! :-)))))
#10
15.9.15, 10:52
@schwarzetaste: Schnee von gestern.....von vor 4 Jahren ;-)))))))))))
#11
15.9.15, 10:56
@AMANTE: Das stimmt schon. Haben wir jetzt aber hier so ziemlich ständig, oder?
Das mit der Nagelfeile fand ich aber ganz interessant. Aber wenn sowieso eher keine Frag-Vati-Freunde mehr anwesend sind, werden wir das wohl nicht weiter vertiefen können. ;-)

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