Geld besser einteilen

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Ist am Ende des Geldes noch so viel Monat übrig? Ich kann Euch nicht helfen, das Geld zu vermehren, aber hier ein Tipp, wie man eine bessere Einteilung - ohne das aufwändige Haushaltsbuch zu führen - erreicht:

man nehme 5 einfache Briefumschläge, einen extra Umschlag und ein kleines Kästchen: jeder Briefumschlag wird wochenweise beschriftet, also "1. Woche" bis "5. Woche". Das Geld, das man für den Monat zur Verfügung hat, wird auf diese 5 Wochen verteilt (der 31. eines Monats fällt mir unter die 5. Woche). Und jede Woche wird nur immer das Geld für die jeweilige Woche ausgegeben.

Am Ende einer abgelaufenen Woche wird das übrig gebliebene (auch wenn es nur einige Euros sind) in den Extraumschlag gelegt. So kommen in der Regel am Ende des Monats einige Euros zusammen. Davon könnt Ihr Dinge auf Vorrat kaufen, z.B. kurz vor einem Geburtstag schon mal einige Getränke, kurz vor Weihnachten schon mal Briefmarken usw.

Und ganz wichtig: etwas von dem übrig gebliebenen Geld kommt am Ende des Monats in das Kästchen und dieses wird bis zum Ende des nächsten Monats an einer schwer zugänglichen Stelle aufbewahrt, z.B. auf dem Schrank (damit man nicht in Versuchung kommt, das bei Engpässen zu räubern). Wenn man dann das Geld für einen Extrawunsch so nach einigen Monaten zusammen gespart hat, kann das Kästchen geleert werden, das wird bestimmt die Motivation fördern.

Meine Kinder haben das anfangs mit ihrem Taschengeld genauso gemacht, obwohl sie das erst total albern fanden. Mittlerweile haben sie gelernt, das Geld so einzuteilen, dass sie auch jetzt so damit zurechtkommen.

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16 Kommentare


#1
26.4.12, 21:49
Find ich prima !.
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#2
26.4.12, 22:56
So hat meine Mutti das früher gemacht und so hat sie es auch an mich weitergetragen ... :-)
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#3
27.4.12, 00:24
Mein Spartipp ... Große Büchse wo ich alle €1 und €2 Münzen aus dem Portmonnaie reinpacke. Wenn eine Menge drinne ist zähle ich ab bei nettem Käffchen und Schokokeksen, und wenn ein hundertert zusammen gekommen ist wird es in eine €100 Banknote umgetauscht.

Dies weil es einfacher ist kleiner Noten 'mal kurz "zu borgen", dagegen ein großer Schein brüllt nach langwierigem schlechten Gewissen wenn angeknappst.

Ja, und zum Jahreswechsel wird Kassensturz gemacht für die Urlaubskasse oder für etwas Besonderes was ich mir normalerweise nicht leisten würde.

Methode mag begnackt klingen, hat aber schon seit einigen Jahren sich bestens bewährt.
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#4
27.4.12, 03:21
Die Methode klappt super!
Als ich auszog von zu Hause um die Welt zu entdecken, habe ich mir auch noch Umschläge gemacht, ich war nämlich im ersten Monat schon in der zweiten Woche pleite!

Lang, lang ist's her... ;-)
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#5 Icki
27.4.12, 09:46
Ich war GANZ sicher, dass es diesen Tipp hier schon gibt, aber scheinbar hab ich mich geirrt. Daher: Gut, dass er endlich da ist:-)

Meine schwer erreichbare Stelle für das übergebliebene Geld mit hoher wieder-ausgeb-Schwelle wäre wahrscheinlich ein Sparbuch oder anderes Konto wo es Zinsen gibt, aber bei den Beträgen, von denen wir hier reden, kommen da wahrscheinlich sowieso nur ein paar Cent zusammen.
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#6
27.4.12, 10:05
Trick 17i mit Selbstüberlistung ;-) Guter Tip, danke!
#7
27.4.12, 11:37
Sich Geld etappenweise einzuteilen halte ich auch für sinnvoll, z.B. auch für die ersten Urlaube ohne Eltern. Vom zur Verfügung stehenden Geld habe ich allerdings zuerst einen Teil als Reserve für Unerwartes abgezogen, und dann den Rest durch die Urlaubstage geteilt - zumindest im Kopf.
Durch das Tagesbudget war es z.B. beim Inselhopping in Griechenland ganz einfach zu überlegen, ob eine Unterkunft "drin" ist oder nicht. Auch die einkalkulierte Reserve war gut, denn als mein Pass gestohlen wurde, musste ich noch einen Abstecher zur Botschaft unternehmen, ergo zahlen.
#8
27.4.12, 18:22
@freespirit: Wir sammeln auch die 2-Euro-Münzen für die Urlaubskasse. Da kommen meist über 200 € zusammen. Das sind viele Kleinigkeiten im Urlaub, die dann sozusagen zusätzlich drin sind.
Allerdings, vorher kann es manchmal kurz schmerzen, so wie heute, wenn zwei Stück Kuchen plötzlich 10 € kosten, weil das Wechselgeld nur aus 2-Euro-Münzen besteht. ;-)
Der Tipp ist super für die Anfänger beim Selbstwirtschaften!
#9 LieschenMueller
29.4.12, 11:29
Klasse Tip! Hab ich selbst so gemacht in meinen "Anfangszeiten" nach dem Auszug aus Hotel Mama. Zwar ohne die Umschläge, sondern immer nur die entsprechende Summe vom Konto geholt, aber es ist das gleiche Prinzip!
Ich finds auch gut, wenn die Kinder es beizeiten lernen, sich ihr Geld einzuteilen und auch mal was zur Seite zu legen. Allerdings sind unsere noch zu klein dafür. Dass sie aber Geld, was sie finden oder von Mami kriegen schön in ihre Spardosen klimpern können, wissen sie schon seit dem 2. Geburtstag. Dann heißt es nur immer: "Mehr Mami" ;o)
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#10
30.4.12, 01:17
@kampfkatze50: ja, erstaunlich was sich im Verlauf eines Jahres Alles so zusammenläppert. Die Urlaubsextras kennt wohl jeder. Ein Käffchen hier, ein Leckerli da - nicht zu vergessen das must have Souvenier und die Trinkgelder wenn Belohnung für guten Service fällig ist.

Auch dieses Jahr ist meine Sparbüchse schon wieder hoch aktiv denn ich habe vor mir einen Entspannungsurlaub zu gönnen nachdem das Haus verkauft ist und die Scheidung durch ist. Wird sicher spannend werden, denn ich plane zum ersten Mal nach 16 Jahren ganz alleine zu verreisen.

Zähle ich ab und zu meine Beute ab mache ich mir oft den Spaß mir auszu-
malen ob sie in das Sonnenuntergang Bierchen am Strand, oder in ein hübsches handgefertigtes Schmuckstück investiert werden wird. Vielleicht wird es ja auch eine schöen entpannende Massage oder ein spannender Tagesausflug. Die Zeit wird es bringen.

Sehr hat mir Deine Kuchengeschichte gefallen. Damit Du auch etwas zum Schmunzeln hast ... versuche 'mal €10 in indische Rupien umzutauschen. Da bekommst Du nicht ein paar zerfledderte Banknoten in die Hand gedrückt sondern gleich ein paar Schuhkartons rüber geschoben. Lüpfst Du den Deckel an mußt Du aufpassen das der Gestank des Geldes Dich nicht aus den Latschen haut. Beim Abzählen kommt echt Freude auf!
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#11
30.4.12, 01:29
@LieschenMueller: ist klasse das Du Deinen Kindern das Sparen schon so früh beibringst. Ich kann bestätigen das es noch keinem Kind geschadet hat.
Ich wurde als Kind zwar nicht zum sparen animiert, aber man brachte mir recht schnell bei das wenn das Geld weg war gab es nichts bis zum nächsten "Stichtag".

Als ich etwas älter war wuchsen natürlich auch die Wünsche und Ansprüche. Anstatt mein Taschengeld erheblich zu erhöhen, hieß es dann Geld verdienen ... bzw. Wäsche bügeln, Auto waschen, eine ganze Woche den Müll wegtragen für den extra Obulus für die neue Cassette, den Disko Besuch oder was immer mich damals begeisterte.

Nebeneffekt war das ich dadurch lernte, das Geld nicht auf Bäumen wächst und das ohne Moos nix loos ist. Also kann ich heute stolz sagen das ich mir damals meine Berufsausbildung und meinen Unterhalt in England ganz alleine finanzierte, indem ich Abends und am Wochenende arbeitete. Das weder meine Familie noch der Staat helfen mußte. Bis heute bin ich zwar kein geiziger Mensch aber dennoch schätze ich mein Geld.
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#12
3.5.12, 08:39
Wir haben auch schon viel hin und her probiert mit dem lieben Geld aber der "5-Umschläge-Tipp" hat sich wirklich als der Praxisnahste erwiesen auch wenn ihn vielleicht so mancher als altbacken empfindet.
#13
4.5.12, 22:42
Seit wir zusammen wohnen und verheiratet sind ( 26 J. ) arbeiten wir auch mit dem Briefumschlag-Prinzip.
Das funktioniert super.

Was ich nicht ganz so toll finde, ist das 2€ bzw. 1€ - Stücke sparen.
Wir haben einen Laden und da fehlen uns ständig diese Münzen, wenn man die Kunden danach fragt kommt die Antwort: die brauche ich für meine Urlaubskasse. Also heißt es dann für uns zur Bank und dort ist es uns schon mehrmals passiert das sie auch nichts hatten sondern eventuell am nächsten Tag.
Geldeinteilung und sparen ist schön und gut, aber manchmal ist es nur für einen privat praktisch.
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#14
5.5.12, 08:48
Na, dann geniess deinen Urlaub, freespirit :)

Sparen und Geld einteilen finde ich auch wichtig. Ich hab nen festen Wochenbetrag, mit dem ich normalerweise super auskomme - nachdem Miete, Versicherung, etc abgezogen sind. Der Rest kommt auf Sparkonten. Hab verschiedene fuer diverse Zwecke. Nach dem Einkaufen, kommt Wechselgeld in ne separate Spardose, und wenn es sich lohnt, gibt's nen Gang zur Bank. Fuer das Wechselgeld hab ich nen separates Sparkonto. Zur Zt nutze ich das fuer meine Greencard :). Hier in den USA gibt's Target-accounts, dh man spart auf ein Ziel hin - und damit das auch so bleibt, kann man vom Automaten nicht dran, sondern muss mit nem Angestellten am Tisch sitzen, wenn man das Geld moechte :)
#15
8.5.12, 00:27
Hundemama, danke für Deine lieben Glückwünsche die ich Dir nun zurück sende damit es mit Deiner Greencard klappt.

Auf dem Flohmarkt das Zeug zu verscherbeln was man nicht mehr braucht ist auch ein guter Weg um die Spardose zügiger voll zu kriegen. Abgesehen davon schafft man sich damit mehr Freiraum diesen schnell wieder mit neuem Zeugs voll zu stopfen!
#16
7.12.13, 12:59
Tipp:
Schöner (aber auch teurer, motiviert aber vllt. mehr als Umschläge) ist eine Kellnerbörse ab 5 EUR im Internet erhältlich

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