Geplante Obsoleszenz
2

Geplante Obsoleszenz - Mythos oder traurige Wahrheit?

Jetzt bewerten:
4,3 von 5 Sternen auf der Grundlage von

Obsoleszenz – eine Begriffsklärung

Der Begriff Obsoleszenz leitet sich von dem lateinischen Wort obsolescere (sich abnutzen, an Wert verlieren) ab. Er bezieht sich in der Regel auf Wissensbestände oder Produkte, die auf natürliche oder herbeigeführte Art und Weise veraltet bzw. überholt sind. So sind beispielsweise Videokassetten in Zeiten von DVDs obsolet.

Diesem Vorgang liegt eine gewisse Natürlichkeit zugrunde. Ähnlich der Darwin'schen Evolutionstheorie werden weniger überlebensfähige Exemplare (Produkte) einer Art von verbesserten abgelöst. Diese normalerweise auf Lebewesen angewandte Selektions-Theorie gilt für Nicht-Lebewesen gleichermaßen. So werden herkömmliche Glühlampen von LEDs abgelöst. Anstelle des Röhren-Fernsehers drängen Flachbildschirme auf den Markt. Neue und verbesserte Technologien lösen veraltete ab. Das ist der normale Lauf der Dinge.

Anders verhält es sich hingegen mit der geplanten Obsoleszenz, wenn Produkte nicht im natürlichen Prozess dem Zahn der Zeit anheimfallen, sondern gezielt "obsolet gemacht" werden.

Kalkül der Industrie?

Der Begriff der geplanten Obsoleszenz geht zurück auf eine im Jahr 1932 veröffentlichte Schrift mit dem Titel: "Ending the Depression Through Planned Obsolescence". Der Autor Bernhard London greift darin die These auf, dass die Industrie Produkte absichtlich mit Schwachstellen ausstattet oder aus minderwertigen Rohstoffen herstellt. Ziel dieser Produktstrategie sei der schnellere Verschleiß und damit der erhöhte Bedarf an neuen Produkten. Höherer Bedarf bedeutet mehr Umsatz und damit größeren Gewinn.

Diese Theorie hat seitdem immer wieder kontroverse Diskussionen ausgelöst. Angefeuert wird diese Debatte durch mehr oder weniger belegte Berichte über bekannt gewordene Fälle von geplanter Obsoleszenz.

Historische Begebenheiten

Wenn in diesem Zusammenhang von einem "Erfinder" der geplanten Obsoleszenz gesprochen werden kann, taucht zwangsläufig der Name Alfred P. Sloan auf. Der Präsident von General Motors verfügte in den 1920er Jahren eine jährliche Konfigurationsveränderung an den von GM hergestellten Autos. Ziel dieser Strategie war es den Verbraucher zum Erwerb eines neuen Autos im drei-Jahres-Rhythmus zu nötigen.

Eine weitere belegte Tatsache ist die Gründung des Phoebuskartells im Jahr 1924. In einem Beschluss beschränkte dieses Kartell die nominale Lebensdauer von Glühbirnen auf maximal 1.000 Stunden. Dass diese Festlegung der Absatzsteigerung dienen sollte, konnte allerdings nicht nachgewiesen werden. Begründet wurde der Entschluss mit der abnehmenden Lichtausbeute von Glühbirnen bei gleichbleibendem Strombedarf.

Im Halbschatten des Mythos bewegt sich der Bericht über eine geplante Obsoleszenz bei Nylonstrümpfen. Demnach sollen die ersten von der Firma Dupont um das Jahr 1940 produzierten Nylonstrümpfe quasi unzerstörbar gewesen sein. Um einen besseren Absatz zu erzielen, habe Dupont das Material absichtlich dünner gemacht. Gleichzeitig seien weniger vor UV-Strahlen schützende Zusatzstoffe verwendet worden, um die Haltbarkeit der Strümpfe zu senken. Wahrheit oder Verschwörungstheorie?

Die verschiedenen Gesichter der geplanten Obsoleszenz

Nicht immer muss sich die geplante Obsoleszenz in dem völligen Versagen oder "Kaputtgehen" eines Produkts äußern. Der fest mit dem Mp3-Player verschweißte Akku, der sich nicht austauschen lässt, zählt genauso dazu. Oder das nicht mit dem Ladekabel des Vorgängers kompatible Mobiltelefon, die nicht wechselbare LED in der Lampe und viele weitere Dinge des täglichen Lebens. Kaufen, benutzen, wegschmeißen und neu kaufen. Diese weit verbreitete Verhaltensweise wird durch geplante Obsoleszenz auf die Spitze getrieben. Oft ist es billiger etwas neu zu kaufen, als es reparieren zu lassen. Wenn Reparieren überhaupt noch möglich ist…

Ein aktuelles Beispiel

Vor kurzem habe ich eine persönliche Erfahrung mit der geplanten Obsoleszenz machen müssen. Nach etwa drei Jahren verabschiedete sich mein Tintenstrahldrucker mit einer nicht näher definierten Fehlermeldung und blinkenden LEDs. Nach diversen fruchtlosen Rettungsversuchen, wie Rücksetzung auf Werkseinstellung, neuesten Treiber installieren etc. fand ich in einem Computerforum eine mögliche Erklärung: Viele Drucker werden vom Hersteller mit einem versteckten Zählwerk ausgestattet und schalten sich nach Erreichen eines vorgegebenen Zählerstandes ab. Das geschieht angeblich aus Sicherheitsgründen. Nach einer bestimmten Anzahl von Druckvorgängen sei der (nicht austauschbare!) Schwamm zur Aufnahme von Resttinte voll. Bei Weiterbenutzung könnte Tinte austreten. Wie beruhigend, dass sich der Drucker-Hersteller Sorgen um Tintenflecken bei mir zuhause macht! Mehr als ärgerlich, oder?

Pech gehabt oder doch geplante Obsoleszenz?

Vielleicht ist es einigen von euch auch schon so ergangen: Kurz nach Ablauf der Garantiezeit verabschieden sich Geräte ins elektronische Nirwana. Ist das Schicksal? Pech gehabt und ein "Montagsprodukt" erwischt, oder doch Opfer einer Herstellerstrategie? Laut Stiftung Warentest ist bei Langzeit-Testreihen in den letzten 10 Jahren kein Fall von geplanter Obsoleszenz nachgewiesen worden. Zahllose Beiträge im Internet zu diesem Thema lassen allerdings etwas anderes vermuten, oder?

Von
Eingestellt am

54 Kommentare


3
#1
13.1.15, 10:25
Das ist mir wieder vor Kurzem mit meinem Handy passiert :( Hatte überhaupt keine Probleme mit meinem Handy, genau nachdem die Garantie abgelaufen ist, fing mein Handy an zu spinnen. Die Foto Kamera funktioniert z. B. gar nicht mehr. Echt ärgerlich!
8
#2
13.1.15, 15:42
Wir haben vor 20 Jahren ein sehr altes Bauernhaus mit einer über 30 Jahre alten Ölheizung und einem ebenso alten elektrischen Warmwasserspeicher erworben. Beides arbeitete noch einwandfrei aber sehr unwirtschaftlich. Wir entschlossen uns, neue Geräte installieren zu lassen. Als der schon ältere und offensichtlich sehr erfahrene Klempner die Geräte ausbaute, sagte er, dass er in dieser Qualität nichts mehr anzubieten habe, die neuen Installationen wären nicht so haltbar. Und sie da : bei weitem nicht so haltbar. Die Heizung, ein bekanntes Markenfabrikat, weißt inzwischen an der Elektronik schon Mängel auf und wird wohl bald ersetzt werden müssen. Der Warmwasserbereiter wurde im letzten Jahr schon wieder erneuert. Es ist was dran: Fehler und Sollbruchstellen sind offensichtlich eingeplant, solide Langlebigkeit ist nicht mehr gefragt.
5
#3
13.1.15, 15:53
Bei Wasserkochern ergeht es mir auch so, daß diese an Orten kaputt gehen, die auf mangelnde Qualitiät des Materials hindeuten.

Auch ich beobachte, daß Produkte sich nicht mehr so lange halten, wie früher - auch im höheren Preisklassen.

Z. B. Ecco-Schuhe
Mein erstes paar Ecco-Schuhe hielt 20 Jahre, genauer gesagt die Sohle.
Das erste nachfolgende Paar hielt man gerade sechs Monate!
Das zweite nachfolgende zwei Jahre.

Dann bin ich auf eine andere Firma umgestiegen.

13.01.15 - 15.52 Uhr
4
#4 Beth
13.1.15, 16:17
Verstehe nicht, warum die Leute einen Tipp einstellen und sich dann abmelden.
Kommt relativ oft vor.
5
#5
13.1.15, 16:44
sorry aber wo ist da nun ein Tipp?
Das Geräte meistens ihren Geist nach der Garantie aufgeben ist bekannt auch dass die Qualität nachlässt (es wird gespart wo nur geht um sich auf dem Markt halten zu können) aber ich versteh nicht so ganz wie mir dein Tipp dabei nun helfen könnte.
4
#6
13.1.15, 17:42
Genau so einen Fall mit dem Laserdrucker wie du ihn beschrieben hast, hatten wir auch.
Aufgetreten ist es, als die Farbe ausgewechselt werden musste.

Zum Glück ist mein Mann technisch versiert. So brachte er das Ding nach langem Hin und Her und Recherche im Internet wieder zum laufen.

Als Otto Normalverbraucher hat man da aber keine grosse Chance und dann bleibt dann nur die Lösung entsorgen und neu kaufen :-(
10
#7
13.1.15, 17:51
Da ich in einer verwandten Branche arbeite und mit dem einen oder anderen Hersteller solcher Geräte viel zu tun habe, möchte ich dazu auch einige Worte sagen: Eine geplante Absicht steckt wohl bei den meisten nicht dahinter, zumal es teuer wäre, den Ausfallzeitpunkt genau festzulegen.

Was passiert ist folgendes: Die Hersteller machen Marktstudien, wie lange die Geräte durchschnittlich benutzt werden. Ergebnis: Handybenutzer haben etwa alle 2 Jahr ein neues Gerät.

Dann treten sie an ihre Lieferanten und Produzenten heran und geben den Auftrag, ein Smartphone zu entwickeln, das mindestens 2 Jahre funktioniert und - verständlich - möglichst günstig sein soll. Und genau das macht dann der Produzent. Da die Produktionstechnologien von Jahr zu Jahr immer besser werden, gelingt es immer besser, günstige Teile einzusetzen, die genau die angeforderte Zeit durchhalten, aber eben auch nicht viel länger. Früher musste man da durch teurere Teile mehr Puffer einplanen. Aus diesem Grund hat man vermeintlich den Eindruck, die "Qualität" würde immer schlechter werden.

Tatsächlich stimmt das nur bedingt, wenn man sich bewusst macht, was Qualität genau heißt: Qualität ist offiziell definiert als "Erfüllungsgrad der an ein Produkt gestellten Anforderungen". Wenn man als Konsument also davon ausgeht, dass das Smartphone 10 Jahre halten sollte, dann ist diese Anforderung nicht erfüllt, wenn es nach 2,5 Jahren kaputt geht, die Qualität also schlecht. Wenn man aber zu denen gehört, die eh alle zwei Jahre ein neues Gerät für lau bekommen, findet man die Qualität total super.

In diesem Sinne ist das alles also ziemlich relativ zu betrachten. Die Firmen richten sich in der Definition ihrer Anforderungen tatsächlich nach dem, was "Der Markt" verlangt. Es würde sich für sie überhaupt nicht lohnen, Geräte zu produzieren, die länger halten, als sie durchschnittlich verwendet werden. Ändern kann hier nur der Endanwender etwas, in dem er nicht alle zwei Jahre ein neues Smartphone kauft und diesen Wunsch deutlich kommuniziert. Das passiert aber nicht, da die meisten Menschen ohnehin von ihrem Telefonanbieter durch Vertragsverlängerung ein neues Gerät alle zwei Jahre bekommen.

PS: Ich persönlich finde diesen Trend sehr erschreckend, da die Herstellung enorme Ressourcen verschlingt und Ökologisch nicht gerade toll ist. Und ich bin froh, beruflich keine Smartphones herstellen zu lassen, sondern Geräte, die mindestens 8 Jahre funktionieren sollen, was bei dem einen oder anderen Produzenten tatsächlich zu ziemlichem Stirnrunzeln führt...
13
#8
13.1.15, 18:00
Was mich an diesem Thema stört ist, dass man so beinahe gezwungen wird, ständig etwas Neues kaufen zu müssen.
Ein Kostenvoranschlag oder gar eine Reparatur lohnt sich meist nicht.
Und so produzieren wir massenweise
Abfall :-(

Das ist meiner Meinung nach kein guter Trend.
Ich bin allerdings ratlos, was ich dagegen tun kann.
2
#9
13.1.15, 18:44
Ich kann mir ehrlich gesagt nicht vorstellen das es ein Handy viel teurer macht wenn ich es für 5 statt 2 Jahren Lebensdauer entwickelt wird, die Bauteile selbst kosten doch nicht viel. Ob das nun 30 oder 40? Materialkosten sind ist doch egal, Werbung, Entwicklung und Lizenzen sind die Preistreiber. Ist der Hightechmarkt wirklich so sehr auf jeden Cent gewinn angewiesen? Da wäre inzwischen doch wirklich eine Niesche mal mit Qualität werben zu können statt damit ein paar Prozent billiger zu sein. Bestes Beispiel ist doch Apple.
7
#10
13.1.15, 19:29
@DeepThought: Naja, das kommt auch auf die Stückzahlen an. Bei mehreren Millionen Stück macht schon 1 Euro Preisunterschied im Herstellungspreis (Fachausdruck "COGS") mehrere Millionen Euro aus. Da denkt jedes Unternehmen drüber nach.

Zudem reduzieren 2 statt 5 Jahren erwartete Lebensdauer auch die Entwicklungskosten, da der Testaufwand erheblich reduziert wird (die sog. Lebenszeittests sind einfacher). Die Lagerhaltung und Logistik wird billiger, da sowohl Bauteile für neue Geräte als auch Ersatzteile nicht so lange verfügbar sein müssen. Auch die gesamte Produktpflege wird billiger, wenn das Produkt nach zwei Jahren wieder vom Markt verschwindet. Man denke nur an Support, Fehlerbehebung, Weiterentwicklung, etc. Das Wissen über das Gerät muss nur wenige Jahre in der Firma verbleiben.

Wenn ich das mit dem Unternehmen vergleiche für das ich arbeite... ein Produkt wird dort 2 Jahre lang entwickelt, dann 3 Jahre verkauft und bleibt bis zu 8 Jahre im Einsatz. Das heißt, dass das Wissen über das Produkt 11-13 Jahre in der Firma vorhanden sein muss (inklusive Ersatzteilen etc.). Versuche heute mal, elektronische Bauteile von vor 11 Jahren zu bekommen. Oder Mitarbeiter zu finden, die ein Produkt richtig gut kennen, das vor 11 Jahren entwickelt wurde. Die meisten sind nicht mehr im Unternehmen oder nicht mehr dafür verantwortlich. Das erhöht die Kosten allein für Schulungen massiv. Und damit sind die Produkte auch ziemlich teuer, als Kunde würde man allerdings auch sagen, dass die Qualität stimmt. Nur das hat eben seinen Preis.
1
#11
13.1.15, 21:22
@Binduki
klingt zwar etwas unglaubwürdig von mir, aber ich erwarte gar nicht das ich in 5 Jahren noch Support bekomme, da reichen mir die 2-3 jahre. Klar wäre das toll, aber mir würds schon reichen wenn es nicht auseinander fällt sobald die Garantie um ist. :)
Danach ist "basteln" ok oder mehr über "serviceverträge"aber die bekommt man als Privatperson ja fast nicht.
2
#12
13.1.15, 21:24
@DeepThought: Geht mir persönlich auch so... :)
1
#13
14.1.15, 10:53
@Bunduki

Herzlich Willkommen bei FM :blümchen:

Danke für Deine interessanten erklärenden Beiträge.

14.01.15 - 10.53 Uhr
5
#14
14.1.15, 10:57
@lost-bubble (# 5)

Es wurde nicht behauptet ein Tip zu sein.
'Kriss' hat ihre Recherche und Meinung geäußert und somit zur Diskussion eingeladen.

14.01.15 - 10.57 Uhr
4
#15
14.1.15, 17:24
"...Zahllose Beiträge im Internet zu diesem Thema lassen allerdings etwas anderes vermuten, oder?"

Ja, die lassen vermuten, dass es mit den Verschwörungstheorien im Internet nie aufhören wird :-)

Und wenn eine Stiftung Warentest, die ziemlich harte Tests fährt (sehr zum Leidwesen der Industrie) schreibt, dass kein einziger Fall nachgewiesen werden konnte, dann glaube ich eher denen als anonymen Internetforen.

Bei einem Tintenstrahldrucker finde ich es viel bedenklicher zu welchem Preis einem da Ersatzpatronen angeboten werden (z.B. 20 ml Tinte für 50 Euro)
6
#16
14.1.15, 19:56
Was für einZufall:

Heute bin ich über die Webseite der Repair Café's gestolpert:

http://repaircafe.org/de/

angeregt durch einen Artikel im "Kontext":

"Reparieren statt wegwerfen"

http://www.kontextwochenzeitung.de/schaubuehne/198/reparieren-statt-wegwerfen-2668.html

Was soll ich sagen: eine tolle Idee und ich hab auch schon ein Café in meiner Nähe gefunden und kontaktiert.

Hier kurz die Idee dahinter:

"Was ist ein Repair Café?

Was macht man mit einem Stuhl, an dem ein Bein kaputt ist? Mit einem Toaster, der nicht mehr funktioniert? Mit einem Wollpullover mit Mottenlöchern? Wegwerfen? Denkste!

Komm ins Repair Café und repariere es einfach wieder!

Repair Cafés sind ehrenamtliche Treffen, bei denen die Teilnehmer alleine oder gemeinsam mit anderen ihre kaputten Dinge reparieren. An den Orten, an denen das Repair Café stattfindet, ist Werkzeug und Material für alle möglichen Reparaturen vorhanden. Zum Beispiel für Kleidung, Möbel, elektrische Geräte, Fahrräder, Spielzeug und vieles mehr. Vor Ort sind auch Reparaturexperten zugegen: Elektriker, Schneiderinnen, Tischler und Fahrradmechanikerinnen.
Besucher nehmen defekte Gegenstände von zu Hause mit. Im Repair Café machen sie sich gemeinsam mit einem Fachmann oder einer Fachfrau an die Arbeit. Man kann dort immer eine Menge lernen. Wer nichts zu reparieren hat, nimmt sich eine Tasse Kaffee oder Tee. Oder hilft jemand anderem bei der Reparatur. Auf dem Lesetisch liegen verschiedene Bücher zum Thema Reparatur und Heimwerken – immer gut als Inspirationsquelle."
3
#17
14.1.15, 20:56
Der letzte Beitrag ist goldrichtig.

Schließlich sollten wir uns alle um Nachhaltigkeit bemühen.

Balthasar
#18
14.1.15, 21:49
@Gianni

Stimmt - schlag mit Hand an den Kopf ...
Davon hatte ich auch schon gelesen, aber wieder vergessen.
So'n Cafe gibt es bei mir im weiteren Umfeld.

Danke für Deinen Beitrag/erinnerung!

14.01.15 - 21.48 Uhr
6
#19
15.1.15, 07:44
Wir haben auf Arbeit vor 5 Jahren 20 PC's gekauft. 3 Jahre Garantie. So etwa nach 3,5 Jahren fingen die Ersten an seltsame Symptome zu zeigen. (Abstürze, oder nicht mehr startbar...) Innerhalb eines Jahres sind 14 der 20 Geräte ausgefallen. Keins reparierbar. Wir vermuten eine Schwachstelle auf dem Board. Die restlichen sind inzwischen auch defekt oder vorsichtshalber getauscht worden.
Da es sich um Bürocomputer handelt, wäre ein weitere Einsatz für 1-2 Jahre durchaus möglich gewesen, aber so mussten eben Neue gekauft werden. (Leider gibt es keine mit 5 Jahres Garantie.)

Aber es ist nicht nur bei Elektronik so. Selbst Haushaltgegenstände sind schlechter, z.B. Plastikwannen.
Ich habe eine (aus DDR Produktion!) die ist inzwischen über 30 Jahre alt. Hat 3 Kinder überlebt. Sie eignet sich mit ihrer ca. 45x45x40ccm Größe hervorragend, um im Urlaub Dinge zu transportieren, die auslaufen könnten, oder zum zwischendurch Waschen von Urlaubswäsche und als Badewanne für Kinder! Inzwischen saß meine erste Enkelin auch schon drin.
Ich habe noch keine vergleichbare Plastikqualität wieder gefunden. Die meisten derartiger Behälterwerden Spröde und brechen durch.

Oder noch einfacher Wäscheklammern, egal ob Holz oder Plastik. Ich hab noch welche die sind auch über 30 Jahre alt und funktionieren immer noch, trotz Jahrelangem Sonnen und Regen Einsatz.
Es gibt keine vergleichbaren zu kaufen! Entweder die Plastik ist schnell spröde, oder das Holz wird rissig und meistens ist der Federstahl so billig, dass die Klammer nicht mal Jeans festhalten können.
Das ist Materialverschwendung pur! Ich würde gern doppelt so viel bezahlen für gute Wäscheklammern mit 20 Jahre Garantie!
2
#20
15.1.15, 08:09
Der "Tiefe Sinn" der kapitalen Gesellschaft ist nun mal die Wertverwertung oder das mit Gewinn verkaufen, welcher die rentable Ausbeutung menschlicher Arbeitskraft zu Grunde liegen muss. Wenn sich dann nicht mehr genug Geld auf der Seite der Käufer findet, denn alle gesellschaftlichen Verhältnisse lösen sich seit rund 500 Jahren zunehmend in Geld- und Kapitalverhältnisse auf, ist es aus mit der Wertverwertung. Die erste, beste, schönste Welt ist zwar noch in einiger Entfernung von diesem Zustande entfernt, aber in anderen Weltteilen sieht es da schon anders aus.

Wenn die Waren schnell den Geist aufgeben haben alle diejenigen die mit der Herstellung beschäftigt sind einen Vorteil davon, ist also von Vorteil für alle Freundinnen und Freunde der Lohnsklaverei. Dieser Irrsinn ist aber nur in der spezifischen Gesellschaftsform des Kapitalismus von Vorteil. Die gesellschaftliche Form ist nicht frei wählbar. Da hat der "Freie Wille" seine Schranke.
4
#21
15.1.15, 08:32
Da sich die Einstellung der Menschen zu vielen Dingen geändert hat, haben sich die Dinge eben auch geändert.
Vor Jahren wurden zum Beispiel Möbel "für die Ewigkeit" angeschafft.
Eine Schlafzimmereinrichtung konnte locker über drei Generationen vererbt werden, da wurden Enkel noch in der Bettstatt geboren, in der vor ihnen schon ihre Großmütter das Licht der Welt erblickt haben.
Dementsprechend massiv und solide waren die Möbel dann auch gefertigt
Es wurde auch nicht so oft umgezogen, also war es auch nicht schlimm, dass die Teile sehr schwer waren . Wenn es aber doch der Fall war, konnte man diese Sachen ohne Probleme- zig mal neu aufbauen, ohne dass etwas daran kaputt ging, während bei den heutigen normalpreisigen Möbeln schon meist beim ersten Abbau etwas ausbricht.
Das ist aber verständlich, denn heute möchte man "öfter mal was Neues", oder man reist lieber mit leichtem Gepäck.
Warum sollten also, wenn sie im Schnitt ohnehin alle drei/vier Jahre ausgetauscht werden, Möbel noch so haltbar hergestellt werden?
Mal ganz davon abgesehen, dass kaum jemand bereit wäre, den entsprechenden Preis zu zahlen.
Wer es möchte, hat aber immer noch die Möglichkeiten, sich handgearbeitete Möbel zu kaufen, ganz bei uns in der Nähe gibt es eine sehr alte Firma, die sowas herstellt, und die hatten noch nie wenig zu tun.
Es ist ja auch so, dass man sich solide und haltbare Sachen nicht mal einfach so kaufen kann, jedenfalls können es nicht viele bei den Preisen.
Und wer will heute schon noch auf etwas warten und sogar darauf hin sparen?
Alles sollte sofort möglich sein.
Natürlich verändern sich mit dem Konsumverhalten auch die Herstellungsmethoden, anders könnte keine Firma überleben.
Auch bei Elektrogeräten wird gerne mal zu etwas Neuem gegriffen, selbst wenn das alte Teil noch ohne Probleme seinen Dienst versieht.
Konsum ist auch eine Art, sich zu zeigen- "Ich kaufe, also bin ich".

Meiner Meinung nach bekommen wir genau das, was die Mehrheit durch ihr Konsumverhalten eigentlich fordert.
Sachen, die nur so lange halten, wie die meisten sie in Benutzung bzw Besitz haben möchten.
Wie lange diese Zeiträume sind, wird ja durch regelmäßig erhobene Studien immer aufs neue festgestellt.
Bald wird die letzte Generation derer, die sich noch an Waschmaschinen erinnern können, die man mindestens 15 Jahre hatte, ausgestorben sein.
Dann wird die Frage, ob geplant oder nicht, sowieso nicht mehr gestellt werden.

Dass manchmal Dinge kurz nach Ablauf der Garantie kaputt gehen, ist zwar ärgerlich, aber dass dem eine sorgfältige Planung zugrunde liegt, bezweifele ich doch stark.
Denn dann würden auch nicht für fast alle Produkte verlängerte Garantien angeboten werden, zum Teil um drei Jahre länger als normal.
1
#22
15.1.15, 09:11
@Putzwutz

Vorsicht mit den verlängerten Garantien, bei denen es sich um teure Zusatzversicherungen handelt, für deren Abschluß die Händler von der Versicherungswirtschaft mit Prämien belohnt werden, die wir als Käufer natürlich letztlich bezahlen müssen.

Hier ein Beitrag des SWR, der das Thema mit all den kleinen Fallstricken sehr gut beschreibt:

www.swr.de/marktcheck/garantieverlaengerung/-/id=100834/nid=100834/did=13282868/4uv6b8/index.html

Hier ein Beispiel für das "kleingedruckte" in den sogenannten "Garantieverlängerungen":

12 Seiten Augenwischerei vom Feinsten:

http://fecher-tv.de/intranet/files/euronicsvollschutzbroschuere_297.pdf

Zitat zum Schluß:

"Für die Anbieter sind Zusatz- Garantien eine Lizenz zum Gelddrucken. Die Käufer der meistens nutzlosen Versicherungen machen dabei ein schlechtes Geschäft."
4
#23 watz
15.1.15, 09:45
Der Antrieb von meinem Bulls e-Bike hatte nach 4500 km einen Totalschaden.
Die Reparatur der Green Mover Antriebs hat über 3 Monate gedauert und
sollte erst über 500 Euros kosten. Aus Kulanz wurde es dann zum Glück billiger.
Viele Firmen haben überhaupt keine Möglichkeit der kostengünstigen Reparatur.
Oder so überteuert wie bei meinem Metz Blitz.
Das ist die Blitzbirne durchgebrannt, da der keinen Schutz hat,
wenn "zu-viel" geblitzt wird, wie es ja bei Porträtfotos der Fall ist.
Bei neuen Modellen wurde das wohl geändert.
Paradebeispiel ist ja der Mixer, welcher billigste Plastikzahnräder verbaut hat.
Händis mit eingebautem Akku sind ja ohne Worte, Updates nur im ersten Jahr
und sollte es ein weiteres geben ist die Hardware viel zu lahm.
Bei tragbaren Audiogeräten ist die Klinkenbuchse ein häufiger Fehler.
In Netzteilen von AV-Geräten und übrigen Computern werden minderwertige
Kondensatoren verbaut. SMD-Kondensatoren verhindern dann gerne mal eine einfache Reparatur (War bei einen Sequenzer von Yamaha der Fall).
u.s.w.
#24
15.1.15, 10:24
@lost-bubble: Der Tip ist der: Egal wieviel Geld du ausgiebst, es geht sowieso kaputt! Spätestens nach der Garantiezeit, oder warum verkaufen namhafte Hersteller Garantieversicherungen?
3
#25
15.1.15, 10:54
@#15 Andreastaucht
Die Stiftung Warentest würde ich nun nicht gerade als Hort der uneingeschränkten Kritik sehen. Die Hersteller schreiben da nämlich an der Testspezifikation mit. Warentest beschwichtigt da natürlich immer wieder, wenn sie dazu gefragt werden.

Der Sieger im Geschirrspülertest von Warentest wurde z.B. auch über den Klee gelobt. Aber bei mir zu Hause kommt noch nicht einmal regelmäßig das Geschirr trocken, sondern teilweise klitschnass aus dem Spüler. Das sporadisches Auftreten verhindert leider die Reproduzierbarkeit. Dass ist aber kein Rätsel mehr wenn man weiß, dass die Hersteller ihre Produkte bei Warentest einschicken anstatt das diese im Handel von Testkäufern eingekauft werden.
3
#26
15.1.15, 11:06
ich bin 1992 von zu Hause ausgezogen und habe mir damals für 20 Mark einen Stabmixer von philips gekauft, den ich heute noch benutze und das fast täglich

würde ich heute einen für 10 oder auch 20 Euro kaufen, der wäre am Jahresende hinüber
5
#27
15.1.15, 11:09
Als ich vor 7 Jahren meinen seit über 20 Jahren laufenden Kühlschrank aus Stromspargründen gegen ein A+Model ersetzte hatte ich genau 7 Jahre Spass an dem neuen Gerät, dann ging es kaputt, genau wie der gleichalte Gefrierschrank. Raparatur war nicht möglich, da alles fest verlötet war. Also einen neuen Kühlschrank gekauft. Mit 5 Jahren Garantie.Ich fragte den Verkäufer was für eine Lebenserwartung der Kühlschrank denn wohl hat. Die Antwort " gute 5 Jahre". Ich hatte es mir schon fast gedacht.:( Seit 15 Jahren habe ich einen einwandfrei funktionierenden Wasserkocher,meine Mutter hingegen möchte immer das neuste Modell haben. Und man kann sagen, dass sie ungefähr alle 2 Jahre einen neuen Wasserkocher braucht. (wir benutzen beide die Geräte täglich). Genau so ist es mit dem Fernseher, meiner ist ca. 10 Jahre, ein Röhrenfernseher noch,er funktioniert super. Meine Eltern haben ihren alten Fernseher gegen ein neues Flachbildmodell ausgetauscht und ständig steht der Fernsehtechniker auf der Matte weil was ist. Ich will nicht behaupten, dass alle neuen Elektrogeräte ständig kapuut gehen ,aber bei manchen merkt man einfach, dass nicht mehr so viel Wert auf lange Haltbarkeit gelegt wird. Wahrscheinlich liegt es wirklich an unserer Gesellschafft,immer was neues und aktuelleres haben zu müssen.
1
#28 Upsi
15.1.15, 11:19
Agnetha: mir geht es ähnlich, ich habe 1972 einen Stabmixer gekauft für ca 70 DDR Mark. Der läuft heute noch fast täglich wie ein Bienchen, kann sogar einen Pürrierstab anbauen und hatte noch nie eine Reparatur daran. So etwas nenne ich Qualität.
3
#29
15.1.15, 11:36
Auch ich habe das mit den Druckern bemerkt. Bei mir handelte es sich um Multifunktionsgeräte von HP. Obwohl mir bewusst war/ist, dass nach so und so viel Seiten - und ich bin ein Vieldrucker! - der Drucker seinen Geist aufgibt, lag's bei mir stets an was anderem. Das beste Beispiel, was das Thema optimal umschreibt ist mein HP All-in-One Officejet 7580 von HP. Den habe ich 2007 in einer Promo-Aktion mit einer 3-Jahres-Garantie erworben. Soweit so gut. Aber dass ich das Gerät während dieser Zeit x Mal - umtauschen würde müssen, konnte ich damals nicht ahnen. Das gekaufte Gerät hielt 2 Monate, bis etwas mit der Steuerung nicht klappte. Ein Anruf bei HP und ein Ersatzgerät kam 1 Woche später. Dieses installiert, hielt allerdings nur 3 Monate. Ein Anruf bei HP und wieder ein Ersatzgerät, was 2 Monate hielt. Das Spielchen wiederholte sich 2008 alle 3 Monate, wobei ich darauf hingewiesen wurde, dass die Serie 7580 nicht mehr verfügbar sei, und stattdessen das Nachfolgemodell - ich konnte sogar wählen ob mit oder ohne Duplex - bekäme. 2009 ging's munter weiter mit dem "Ersatzspiel": 1 Monat, 2 Monate, 1 Monat. Dann endlich Pause: das Ersatzgerät hielt fast ein Jahr, dessen Ersatz 1 Monat (2010) und dessen Ersatz schliesslich 2 Jahre. Fazit: in 3 Jahren bekam ich sage und schreibe 13 Geräte! Das riecht nach Obsoleszenz, geht man davon aus, dass die Ersatzgeräte - ausser beim Wechsel aufs neue Modell 8500 - keine Neugeräte, sondern überarbeitete, reparierte Dinger waren. Und an der Seitenzahl, die den ominösen Chip auslöst bzw. den Drucker zum Erliegen bringt, lag's nie! Diese Promo-Aktion war also Segen und Fluch in einem. So habe ich etliche Fehlerquellen durchgemacht (durchgebrannte Teile, Elektronik etc.) und beim Rücksenden gab's sogar 'nen Fall, wo ich per DHL das Gerät nach USA schicken sollte, mit dem Umweg über Singapur!
Da beneide ich meine Eltern: Die als Techno-Freaks, aber Laien, hatten unzählige TVs, Rekorder, Radios, aber die waren nicht kaputtzukriegen - ausser wegen Unachtsamkeit, wo ein Gang zu Mediamarkt & Co. nötig wurde. Und der Clou: deren Geräte liefen Tag und Nacht!?! Meine Pioneer-Stereoanlage, die nicht mehr als 2 Stunden täglich lief, die gab ihren Geist nach 16 Jahren auf - eine Ausnahme bei meinen wenig benutzten Multimediageräten (ich bin eben der Schreibtischtäter mit PC & Drucker).
1
#30
15.1.15, 12:16
....und bei meine elektrische Zahnbürste - von einem nahmhaften Hersteller - hat der Accu nach der Garantiezeit nicht mehr geladen. Es wäre ein leichtes und billiges gewesen, diesen auszutauschen, doch das Gehäuse war fest verklebt, und man kam nur an den Accu dran, wenn man das Gehäuse zerstörte. Dabei wäre es so einfach gewesen, eine Vorrichtung zum Austausch des Accus einzubauen, aber das wollten der Hersteller wohl nicht. Eine neue Zahnbürste dieser Güte kostet über 100 €, ein Accu allerhöchstens 10 €.
#31
15.1.15, 12:41
@putzwutz #21
Damit ist eigentlich alles gesagt, das hast du sehr klug und gut formuliert geschrieben.
Nebenbei, dein Nick ist super, ich muss immer lächeln wenn ich ihn lese :-)
1
#32
15.1.15, 14:09
Hallo hallo, auch mir ist das vor einigen Wochen passiert. Mein Drucker - hat mich noch nie verlassen!! - brachte auch aus heutiger Sicht so eine dubiose Fehlermeldung. Also neuen gekauft. Alten Drucker Sohn gegeben. Und der hat dann gebastelt. Und wieder hingekriegt, Aber auch nur, weil er sich ganz "tief" ins Menue gegraben hat. Seiner Meinung nach hatte dieses eingebaute "Verfallsdatum" zugeschlagen. Bei einem Drucker vom gleichen Hersteller, der seinem Kollegen gehört, das gleiche Spiel. Muss aber sehr mühsam und zeitintensiv sein.
Also soviel dazu, dass es sehr wohl dieser Obsoleszenz zu verschulden ist.

VG Sabine
1
#33
15.1.15, 14:12
@Upsi: kann nur mit Kopf nicken, meiner ist von 1977. Der läuft und läuft und läuft.
1
#34 Upsi
15.1.15, 14:40
sabinew58: unglaublich wie robust das Ding ist. Habe damit im Lauf der Jahre schon Zentner von Früchten zerkleinert, hunderte Kuchen gebacken und viel viel Sahne geschlagen. Ist deiner auch ein RG 28 ? Ich hab von meinem mal ein Foto hochgeladen.Früher hielt alles viel länger, meine WM ist auch schon 20J. Meine Mikrowelle 25 J.
2
#35
15.1.15, 15:55
@Upsi: ja ist ein RG 28 mit Pürrierstab, 4 versch. Quirlen und ein Rohkostgerät ist noch am Leben. Die Kaffeemühle hab ich schon lange nicht mehr im Gebrauch. Im Bekanntenkreis haben alle noch ihren RG 28 und sind voll damit zufrieden. Und der Hammer war, dass mein Sohn im zarten Alter von 9 Jahren damit auch seine Holzbausteine angebohrt hat, ohne dass das Ding Schaden nahm. Hat er aber erst zugegeben, als sein Mixer nach 3 Jahren den Geist aufgegeben hat. Wir haben da nat. nicht schlecht gekuckt... hat mien Jung so an sich, dass er immer mal wieder was zum Besten gibt ;-)
#36 Upsi
15.1.15, 16:28
@sabinew58: das Foto vom RG 28 ist jetzt oben drin, ich hab sonst keine Zusatzgeräte außer dem was auf dem Foto ist. Ich würde meinen Mixer auch für kein Geld der Welt hergeben. Über die Sache mit deinem Sohn und den Holzbausteinen musste ich doch schmunzeln. Du hörst dich auch nach Norden an. Na dann, auf weiteres gutes mixen. Lg :-) :-) :-)
1
#37
15.1.15, 17:38
Kein Institut ist völlig neutral , auch ganz sicher nicht Stiftung Warentest :-)) Aber wo ist der Text her? Und es ist offensichtlich, dass man mit geplanter Abnutzung kurz nach der Garantie den Handel ankurbeln will. Umsonst ist auch eine Reparatur nicht meist teurer als der Neuwert eines Gerätes. Wie viele "Zufälle" brauchts denn noch? :))))
2
#38
15.1.15, 23:13
@Upsi: meine mw schlägt deine um 4 jahre. sie ist von 1983.

als ich meinen wasserkocher kurz vor weihnachten gekauft habe, habe ich die garantie von 2 jahren gleich einkalkuliert. 13 euro, also 6,50 im jahr ist er wert.
#39 Upsi
15.1.15, 23:31
jakey: 1983 wußte ich noch garnicht was eine MW ist, bin nähmlich ein Kind des Ostens.:-) Nach der Wende hab ich zugeschlagen und mir bei Quelleversand die größte Mikrowelle gekauft die sie hatten. :-) mit allem pipapo, man war ich stolz und die Nachbarschaft brachte mir die Suppe zum heiß machen, weil sie sehen wollten wie schnell das geht. Tja, so war das und das gute Stück leistet mir heute noch täglich seine Dienste.
#40
19.1.15, 11:55
@Bunduki: "...ein Smartphone zu entwickeln, das mindestens 2 Jahre funktioniert und - verständlich - möglichst günstig sein soll.."
Ein Smartphone von 600,- Euro nennst du günstig? Und das wo viele junge Menschen wenn es hoch kommt, gerade einmal Mindestlohn verdienen!
Im übrigen gibt es mehr Kunden, die die Geräte OHNE Vertrag kaufen, um unabhängig vom Provider zu bleiben. Außerdem ist ein Kauf z.B. Online günstiger als über einen Vetrag.
Ich kaufe bei einem Hersteller, bei dem ein Produkt gerade mal die Garantiezeit übersteht nur ein einziges Mal ! Oder ich kaufe eines , das wirklich günstiger ist. Und gerade diese Produkte halten länger - wahrscheinlich gerade WEIL sie nicht alle 2 Jahre getauscht werden.
#41
20.1.15, 13:08
@Teddy: Vor Ecco-Schuhen kann ich auch nur warnen.
#42
20.1.15, 13:15
@sabinew58: Ich glaube, Drucker zählen das Reinigen, wegen der Tintenreste, die dabei gesammelt werden. Bei Firma Br....r z. B. wird jedesmal gereinigt, wenn der Drucker "ans Netz" geht. Wenn man ihn aber nur am Gerät ausschaltet und ihn stanby läßt, kann man ab und zu vom Menü aus selbst das Reinigen veranlassen. Die Frage ist natürlich der Stromverbrauch bei dieser Methode.
#43
20.1.15, 14:47
@Gianni

Ich selber habe auch noch nie eine der verlängerten Garantien abgeschlossen.Und im Nachhinein kann ich sagen, dass es sich auch nicht gelohnt hätte.
Du hast recht damit, dass man sich die Bedingungen SEHR genau durchlesen sollte.
Aber das macht man ja sowieso, denke ich.
Ich habe auch schon verlängerte Garantien gesehen, die für die Kunden im Fall des Falles wirklich gut sind und sich rechnen. Es ist nicht so, dass man in Bausch und Bogen von vornherein alle als haben Betrugsversuch einstufen muss.
Nur, wie du auch sagst, aufpassen, WAS GENAU man da abschließt.
#44
21.1.15, 00:16
@flaneurin (# 41)


Herzlich Willkommen bei FM :blümchen:


Welche Erfahrungen hast Du mit Ecco-Schuhen gemacht?

21.01.15 - 0016 Uhr
#45
21.1.15, 11:41
@Teddy: Ich wollte ECCO-Schuhe reparieren lassen, sogar eingeschickt. Aber überall bekam ich Absagen. Da bin ich in einen Laden Bahnhof Friedrichstr. gegangen, wo sie u.a. verkauft werden, und habe die Kundschaft laut gewarnt, ECCO zu kaufen.
1
#46
21.1.15, 12:02
@flaneurin

kichernd: Ganz schön mutig :)))

21.01.15 - 12.01 Uhr
1
#47
21.1.15, 12:38
@flaneurin:

#45 Ich schliesse mich teddy an.
Das war ganz schön mutig. Kicher. Bei mir läuft wieder mal Kopfkino....
#48
21.1.15, 14:25
@flaneurin: ja, war auch ein br...., und mit dem Reinigen, also das könnte stimmen. Hab meine Zusatzgeräte nie im standby...
#49
29.1.15, 20:46
ich kann dazu nur sagen:"Was lange hält,bringt kein geld";ein ausspruch aus einer mir bekannten autowerkstätte;schönen abend noch
2
#50
1.2.15, 15:26
Hallo,
hab vor kurzem im Netz ein paar Tipps gesehen wie man z.B. "Sollbruchstellen" in Elektrogeräten entdeckt und mir dann meinen "alten" Receiver angeschaut (4 Jahre ist an sich nicht alt).........was soll ich sagen, nachdem ich die "ausgebeulten" Elkos getauscht hatte (hab noch immer Bastelelektronik aus Jugendzeiten rumfliegen) und die bElektronik der Fernbedienung nachgelötet hatte, gings einwandfrei und ich werde nun bevor ich was wegschmeiße erst mal versuchen zu reparieren.
1
#51
1.2.15, 17:26
Genau nit, ich geb´s auch erst meinem Sohn, bevor ich nochmal so überstürzt was neu kauf, ist eigentlich ne SAUEREI, was uns Verbrauchern da angetan wird!!! Hauptsache, die Kassen klingeln, obwohl jeder immer was von Umweltschutz und Nachhaltigkeit erzählt, aber leider nur auf dem Papier, und das ist bekanntlich geduldig
#52
17.7.15, 19:45
Zu dem Beispiel mit der kanlkulierten Obsoleszenz von Druckern gäbe es noch etwas zu sagen.
Ein russischer Informatiker hat dann herausgefunden wie man diesen Zähler
dieses einen Druckers wieder zurücksetzen kann und seine Methode publik gemacht.
Kann euch leider nicht mehr darüber berichten. Ist zu lange her.
Sollte aber mit ein wenig Recherche in Erfahrung zu bringen sein.
#53
17.7.15, 19:54
@Nit:
Gratuliere! Das mache ich auch so. Muss aufpassen, dass mein Bekanntenkreis
deswegen nicht zu gross wird. Es spricht sich herum. Es gibt immer mehr Leute, welche
sich einfach an ein Ding gewöhnt haben, der Form, Farbe oder Funktion wegen
und sich deshalb nicht einfach so davon trennen wollen, obwohl sie es sich leisten
könnten. Abgesehen vom ökologischen Aspekt, macht es auch noch Spass Dinge zu
reparieren.
#54
29.1.16, 14:13
Definitiv kein Mythos! Habe das gerade erlebt mit einem Küchengerät (Zerkleinerer mit Pürierstab von Philips) - gekauft Mitte 2011, das erste Mal defekt nach etwas über zwei Jahren. Ein gebrochenes Zahnrad aus Kunststoff. Eigentlich müsste es aus Metall sein, aber man möchte ja bei der Herstellung sparen. Ersatzteil beim Ersatzteillieferanten gekauft. Das war dann nach ca. 14 Monaten defekt. Im neuen Deckel bricht das Zahnrad auf genau die gleiche Weise an genau der gleichen Stelle - Designfehler bzw. geplanter Fehler. Zitat Ersatzteillieferant nach der Bitte um kostenlosen Ersatz: "die gesetzliche Gewährleistung gilt 24 Monate, aber jedoch ab dem 7. Monat nur unter bestimmten Voraussetzungen wie versteckte Mängel die schon zu Beginn vorhanden waren." Das trifft eigentlich zu, aber trotzdem bekommen wir keinen kostenlosen Ersatz. Der Service von Philips hat heute nochmal angerufen, aber die Aussage war nur, mehr als die 30% Gutschein könne man uns nicht anbieten. - Das ist sehr traurig. Ich will nämlich kein neues Gerät kaufen, bei dem das gleiche dann wieder passiert. Ich bin jetzt auf ein mechanisches Gerät umgestiegen aus Metall. Back to the roots...
In diesem Sinne - schönes Wochenende!
LG
Mona

Verfasse einen Kommentar

Emojis einfügen