Verhindern von gequetschten Fingern bei Kleinkindern und vermeiden von Türknallen bei Durchzug.

Gequetschte Finger bei Kleinkindern vermeiden

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Wer kleine Kinder im Haushalt hat, kennt das Problem: Türen werden nicht immer akkurat geschlossen, das Kind greift um das Türblatt herum, drückt dagegen und quetscht sich die kleinen Fingerchen sehr schmerzhaft.

Hier kann man leicht Abhilfe schaffen. Man dreht ein Tuch in der Größe einer Mullwindel zu einem Strang, schlingt sie um die Klinken auf beiden Seiten der Tür und verknotet sie. Dies hält die Tür einen Spalt breit offen und schützt die kleinen Finger.

Gleichzeitig verhindert es bei Durchzug lautes Türenknallen. Dieser Trick hat bei meinen kleinen Entdeckern sicher viele Tränen verhindert.

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22 Kommentare


#1
12.8.14, 13:50
Habe ich auch so gemacht. Wertvoller Tipp!
1
#2 jb70
12.8.14, 14:07
Super Tipp!!!
Den hätten wir auch schon gebrauchen können :-((...
Vielen Dank!
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#3
12.8.14, 14:11
hatten wir früher auch! :)
Geht auch mit Filz und 2 Bändern gegen Türn knallen
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#4
12.8.14, 16:35
Hat bei mir niemand gemacht- Heul!!!
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#5
12.8.14, 21:36
.....das haben wir auch schon gemacht,hab meine alten Schals dazu genommen,sah noch etwas netter aus.
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#6
13.8.14, 08:55
Wer auf Äußerlichkeiten achtet oder keine Mullwindel zuhause hat: Es gibt bei Tedy solche "Türhalbkreise" die man an den Rahmen stecken kann. Kosten nur ca. 1? und sehen gut aus :) Ich hab die in Gebrauch und sie verhindern das laute zuschlagen der Türen :)
#7
13.8.14, 19:17
Viel mehr Panik habe ich, wenn ein Kind die Finger innen in den Schlitz zwischen Tür und Rahmen steckt. Hat dafür jemand eine Idee außer immer alle Augen offen zu halten und immer wieder zu erkären?
3
#8
13.8.14, 20:50
Das hilft auch bei Katzen, die dauernd rein und dann gleich darauf wieder raus wollen!
#9
13.8.14, 21:10
@Schatzdose: tja, da hilft wohl nur, die Tür auszuhängen....
aber ob das eine Lösung ist?
2
#10
13.8.14, 22:18
@Schatzdose: Nein, Du brauchst keine Tür auszuhängen. Bei Schulkindern reicht zur Abschreckung meist schon ein Bleistift, den man in den Spalt steckt und dann die Tür schliesst. Sie können sich dann gut vorstellen, was mit einem Finger passieren kann.... Bei Kleinkindern oder Tieren haben wir das Problem anders gelöst: Schneide aus einem Rest Teppich-oder PVC-Bodenbelag einen etwa 15 cm breiten und etwa der Türhöhe entsprechend langen Streifen. Dann die Tür soweit wie möglich öffnen und den Streifen mit einem Tacker rechts und links an Türrahmen und Türfüllung sauber festtackern. Der gefährliche Spalt ist nun überbrückt und ein Hineingreifen unmöglich. Wichtig: Der Streifen muss breit genug sein, dass er sich auch bei GANZ geöffneter Tür leicht nach außen wölbt, sonst kann er sich beim Schliessen nach innen falten und der Effekt wäre gleich null. Wenn aber alles ordentlich angebracht wird, sind Kinderfinger und Katzenschwänze fortan sicher! Ich arbeite in einer öffentlichen Einrichtung und dies hat sich in den letzten 36 Jahren absolut bewährt, seit wir einmal ein Kind mit der Feuerwehr abholen lassen mussten ...
mit besten Grüßen SohnvonIrene
#11
13.8.14, 22:24
@schatzkiste und SohnvonIrene, so gut beschrieben, dass ich mir und euch meine Worte dazu jetzt erspare.
Da verwenden wir genau diese Einsätze in dem Türpfalz, denn diese Scherverletzungen sind noch schlimmer als die
Quetschungen, da die Hebelwirkung um ein vielfaches höher ist als beim Türanschlag.

Danke SohnvonIrene
#12
13.8.14, 22:35
Statt einer Mullwindel habe ich selbst gehäkelte Schlangen genommen, um die Klinken gewickelt, sieht witzig aus. Bei Türen mit Knauf auf einer Seite der Schlange einfach statt der Zunge ein Haargummi einarbeiten, das über den Knauf passt.
1
#13
13.8.14, 23:13
aber wenn man die Türen zuhause schließt muss man es jedes mal abmachen, sonst geht sie ja nicht zu, oder? ist also nur für Leute geeignet die ihre Türen in der ganzen Wohnung offen stehen lassen.geht bei uns gar nicht.das wäre im Winter viel zu kalt wenn die Türen alle offen stehen.
#14 krillemaus
14.8.14, 08:32
Schöne Idee, vom Prinzip her. Wenn nur alle Institutionen, die mit Kindern zu tun haben (Kindergärten, Schulen u.ä.), auch so im Sinne von empfindlichen Kinderfingern handeln würden. Ich erinnere mich an die Schule meines Sohnes: Flurtüren aus Glas mit Metallrahmen, Alurahmen an den Fenstern. Wenn Kinderfinger dazwischen kamen, bestand die Gefahr, dass die scharfkantigen Metallrahmen schwerste Schnittverletzungen hervorriefen.
Als Mutter stellt man sich da die Frage, ob Vorsorge zuhause, wo die Türkanten "harmloser" sind, sinnvoll ist. Ich weiß, dass jetzt der Protest losgeht, aber ein in einer Zimmertür einmalig gequetschter Kinderfinger lässt ein Kind zukünftig vorsichtig mit jeder Art von Türen umgehen.
Ein Kind, dass einmal solche Quetschung erlitten hat, wird in der Schule keine Gruppenspielchen mehr mitmachen, dass beidseitig der Türe darum gerangelt wird, ob die Tür nun geöffnet oder nicht geöffnet wird. Und Pausenaufsichts-Lehrer können auch nicht überall gleichzeitig ihre Augen haben.
#15
14.8.14, 21:11
@SohnvonIrene:trägt das nicht zu dick auf und stöhrt nicht beim schließen?
#16
15.8.14, 00:01
Das wird schon nicht so dick auftragen, der Teppichrest oder das PVC sind ja elastisch und biegen sich auf und zu. Die Tür wird vielleicht minimal schwerer zugehen, aber sie geht zu. Besser als ein abgetrennter Finger oder Schwanz. Wenn Du einen Teppichstreifen nimmst, dann eben nicht von der dicksten Sorte.
liebe Grüße, SohnvonIrene
#17
15.8.14, 00:10
@krillemaus: Da gebe ich Dir Recht. Wenn nur alle Institutionen .... Leider tun das die Träger meistens nicht, denn das bedeutet ja Geldausgaben.Standartfenster-und Türen sind billiger. Später reicht's nicht einmal für einen neuen Farbanstrich. So haben wir uns selbst beholfen, Erzieher sind ja kreativ und sozial eingestellt; das wissen auch die Arbeitgeber...
#18 krillemaus
15.8.14, 17:40
@SohnvonIrene: "...... so helfen wir uns selber..." der absolute Gag bei uns: wir wollten als Elterngemeinschaft das versiffte Klassenzimmer unserer Kinder streichen, das wurde von der Stadt (Schulträger) abgelehnt aus versicherungstechnischen Gründen. Als wir uns bereit erklärten, die Arbeiten auch ohne Unfall- und Haftpflichtversicherung durch die Stadt zu leisten, drohte man uns mit Anzeige wegen Verschandelung öffentlichen Eigentums, sollten wir die Arbeiten durchführen.
Aber prinzipiell hast Du Recht: im öffentlichen Erziehungswesen wird sehr viel von Seiten der Politik darauf spekuliert, dass sich Erzieher und Lehrer über ihre eigentlichen Aufgaben und ihre Arbeitszeit hinaus engagieren. Solange dies funktioniert (man hat ja einen pädagogischen Beruf ergriffen, weil man für die Kinder arbeiten will), wird sich an dieser Ausbeutung nichts ändern.
Musste man sich vor 30 Jahren von Außenstehenden als Lehrer anhören, wie gut man es doch habe, viel Geld, viele Ferien, nur halbe Tage arbeiten, so hört man heute: den Job möchte ich nicht machen, sich mit anderer Leute Kinder herumärgern. Wann tritt in unserer Gesellschaft und bei unseren Politikern eine vernünftige Einstellung über die Leistung von Pädagogen ein?
Das gilt nicht nur für Lehrer sondern besonders für Erzieher in Kindergärten und -Krippen, bei denen das Gehalt noch nicht mal angemessen ist.
Und die Eltern, die sich am wenigsten um die Erziehung ihrer Kinder kümmern, sind die anspruchvollsten und kritischsten in der Beurteilung von Lehrer- und Erzieherleistungen.
#19
15.8.14, 21:52
@krillemaus: Warum bekommst Du Daumen nach unten ? Was Du schreibst, ist die Wahrheit . Auch, wenn sie nicht allen passt.
#20 jb70
16.8.14, 08:55
krillemaus:
Gleich vorweg - ich hab' keinen roten Daumen vergeben ;-) .
Finde aber den Satz: "Und die Eltern die sich am wenigsten um die Erziehung ihrer Kinder kümmern......." etwas unglücklich formuliert - " JENE Eltern " fände ich treffender,denn so geschrieben klingt es auf den ersten Blick sehr allgemein,als würden Eltern sich generell nicht um die Erziehung ihrer Kinder kümmern ;-).
Was das allgemeine Lehrerbild betrifft,bin ich der Meinung,dass auch hier - wie in vielen Berufen,die ein hohes Mass an Verantwortung tragen - einzelne "schwarze Schafe" oftmals einen ganzen Berufszweig in Verruf bringen. Ich habe in gut 20 Jahren als Mutter Beides erlebt - Lehrkräfte vor deren Leistung ich grossen Respekt habe,aber auch jene,bei denen ich mir gewünscht hätte,sie mögen doch besser eine andere Laufbahn einschlagen....muss aber betonen,die Anzahl der "Guten" hat überwogen.
Wahrscheinlich ist es auch hier so,dass leider nicht immer die "Berufung" Triebfeder bei der Berufswahl ist.

Zu #14:
Grundsätzlich finde ich auch,dass Kinder sehr viel durch Erfahrung lernen. Nicht jede Beule ist zu verhindern und aufgeschlagene Knie gehören einfach zum Grosswerden.In diesem Zusammenhang aber finde ich es trotzdem besser,Vorkehrungen (wenn möglich) zu treffen.Quetschverletzungen sind nicht nur extrem schmerzhaft,sondern können auch längerfristige Folgen haben.Das will ich als Mutter meinem Kind ersparen - ähnlich der heissen Herdplatte,da lässt man Kinder ja auch nicht hinlangen um ihm die Auswirkung zu verdeutlichen!!
#21
17.8.14, 17:43
@krillemaus:
Wenn das so stimmen würde, würde kein Menschlein laufen lernen....
Wenn es gefallen ist, stünde es man nicht mehr auf.
Und bei größeren Kindern, wo zwar Lerneffekt zu erwarten ist, steht die Verletzung in keinem Verhältnis zum " Nutzen".

Sei mir nicht böse, aber so etwas kann meines Erachtens nur jemand sagen, der kein Kind oder kein Herz im Leib hat.

Habe übrigens auch keinen roten Daumen verteilt, sondern halte deinen Kommentar einfach für der Unkenntnis geschuldet.
#22 krillemaus
24.8.14, 21:17
@Ach: Die mir unterstellte Unkenntnis bestreite ich als Mutter und mit fast 40-jähriger Unterrichtserfahrung. Leider hat sich meine Meinung aus der Praxis heraus gebildet, mir wäre auch lieber, Kindern könnten schmerzhafte Erfahrungen erspart bleiben, indem man ihnen nur verbale Hinweise gibt. Aber erstens kann man sie nicht ihr Leben lang in Watte packen, zweitens testen sie ab einem bestimmten, recht frühen Alter ohnehin aus, wieweit sie gegen den Rat und Willen der Erwachsenen ihre Grenzen ausdehnen können. Das bringt dann eben Verletzungen von Seele und Körper mit sich. Mit Herzlosigkeit hat das nichts zu tun, eher mit Realitätsnähe gegenüber Kindern und jungen Menschen, die sich mit Händen und Füßen gegen die Bezeichnung "Menschlein" wehren würden,
Und gerade das Beispiel, dass Kinder, die beim Laufenlernen hinfallen, wieder aufstehen und die Situation, die sie hat stürzen lassen, zu vermeiden suchen, zeigt, dass eigene körperliche Erfahrung notwendig ist um zu lernen.
Ich hatte in meinem Kommentar differenziert, was den Lernerfolg durch schmerzhafte Erfahrungen betrifft, und nicht die Vorschlaghammermethode propagiert. Das scheint nicht verstanden worden zu sein und darauf möchte ich deutlich hinweisen!

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