Gesunde Zähne, Tipp abseits von Putzen, Karies verhindern

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Also, dass man 2x täglich seine Zähne putzen sollte, ist ja eh klar, und dass außerdem die Benutzung von Zahnseide und Mundspülung nicht schaden kann.

Mein Tipp betrifft daher eher den Alltag - oft kommt es ja vor, dass man z.B. nachmittags ein Stück Kuchen oder was anderes Süßes oder Saures isst und dann stundenlang diesen "süßen Belag" auf den Zähnen spürt. Da zu viel Zähneputzen aber auch nicht gesund ist, empfehle ich folgendes:

- Nachdem man etwas Süßes, Saures oder sehr kohlenhydratreiches gegessen hat, am besten Kaffee (ohne Zucker natürlich! mit Milch ist gut) trinken. Das spült den süßen Geschmack weg, neutralisiert den pH-Wert (insb. wenn mit Milch), Nebeneffekt man kann meist mit dem Naschen aufhören, und außerdem ist nachgewiesen, dass es gegen Karies wirkt. Abends kann man koffeinfreien trinken.
- statt Kaffee wirkt auch grüner Tee, dieser bewirkt auch weniger Verfärbungen als der Kaffee (ich trinke jetzt aber schon seit Jahren Kaffee, putze mit normaler Zahnpasta und habe trotzdem keine außergewöhnlich gelben Zähne - und selbst wenn, da gäbe es ja Mittel gegen)
- immer Zahnpflege-Kaugummis dabei haben, nach jedem Essen kauen. Nebeneffekt: frischer Atem.

Meiner Meinung nach sind diese 2 Maßnahmen mindestens ebenso wichtig wie Zähneputzen, wenn man langfristig gesunde Zähne behalten will und nicht auf Zucker verzichten kann (wie wohl 99% aller Mitteleuropäer). Bei mir ist das inzwischen ein richtiger Automatismus geworden - wenn ich diesen ekligen, süßen Belag im Mund spüre, fühle ich mich total unwohl und "brauche" fast schon meinen Kaugummi oder zumindest gut mit Flüssigkeit spülen.

Ach ja, ich bin 25 und hatte noch nie Karies. In dem Alter vielleicht noch nicht so ungewöhnlich, aber ich bin überzeugt, dass das auch noch eine Weile so bleiben wird :-)


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Themen: Zähne

5 Kommentare


#1
30.8.10, 10:55
da stimme ich dir vollkommen zu. eine gewisse zahnhygiene ist wichtig und zuckerfreier kaugummi zwischendurch eine gute hilfe. übrigens:ich bin 51 und der zahnarzt hat noch nie gebohrt! ich gehe 2x im jahr zur zahnkontrolle und meine eltern hatten beide schlechte zähne (falls jemand sagt, das sei vererbung)
#2 Knautschlack
30.8.10, 12:29
Oder einen Apfel essen - der reinigt ach gleich die Zaehne mit.
#3 Icki
30.8.10, 16:22
Sorry Weinbeisser, ich sag trotzdem, das sind die Gene (Vererbungslehre ist nicht immer so einfach, dass man sich nur die Eltern anschauen muss, das hakt schon bei den einfachsten Mendelschen Modellen)!

Ich hab ziemlich schlechte Zähne, schon immer gehabt und hab mit meinen Freunden verglichen, bei denen teils noch nie gebohrt wurde. Die haben sich in ihrer Kindheit genau so unverantwortlich gehalten, auch mal nach dem Zähneputzen genascht etc. Und trotzdem nicht ein kariöser Zahn. Wenn sie wenige kariöse Zähne hätten, sähe ich es ja ein, aber so kann ich mir gar nicht vorstellen, dass Karies NUR durch mangelnde Zahnpflege erklärbar ist. Damit gebe ich der Tippgeberin auch gute Chancen, weiterhin ungebohrt durch die Zahnarztpraxis zu kommen:-) Wenn jetzt noch nichts war, kommt bestimmt auch nichts mehr...

Aber nun noch was zum eigentlichen Tipp, hört sich spannend an, aber ehrlich gesagt was den Kaffee angeht werd ich dazu mal meine Zahnärztin befragen. Grund: So lange man noch Beläge im Mund hat (und die kann der Kaffee doch nicht etwa entfernen?!), bildet sich durch die Kariesbakterien ja neue Säure. Da kann ich mir gar nicht vorstellen, dass das an Prophylaxe reicht?

Den Kaugummitrick praktiziere ich selbst seit Jahren, kann aber keinen positiven Effekt beobachten (aber alleine wegen des erwähnten frischen Atems geb ich nicht auf(-; ).
#4
30.8.10, 20:38
@Icki: ich weiß nicht, warum es so ist, aber ich bin froh darüber! meine mama sagt immer, daß sie mir als kind immer die zuckerl (bonbons) weggenommen hat und mir dafür ein kl. stück schokolade gegeben hat . ob das der grund ist???
#5 Icki
31.8.10, 18:23
Vielleicht, unter anderem weil du dadurch schon früh gelernt hast, dass Bonbons "böse" sind, das hab ich mir erst viel später mühsam selbst beigebracht.

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