Meine Schützlinge werden sofort Teil der Familie, bis sie wieder nach Hause dürfen, oft wollen sie gar nicht.
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Haustiere betreuen, wenn Nachbarn in Not sind

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Tiersitter werden, wenn Nachbarn in Not sind: In letzter Zeit wurde hier oft über Sinn und Nutzen der Haltung von Haustieren geschrieben. Viele hätten gern eins, andere haben einen Vermieter, der es nicht wünscht, andere, vor allem ältere Menschen lieben Tiere, haben aber Angst vor der Situation, dass sie das Tier wegen Krankheit nicht mehr versorgen können. Die Kosten, die ein Tier verursacht, spielen auch eine Rolle.

Einige dieser Gründe treffen auch auf mich zu, deshalb habe ich für mich beschlossen, kein Haustier mehr zu halten, obwohl ich immer Tiere hatte und sie auch liebe.

Nun schlage ich seit geraumer Zeit mehrere Fliegen mit einer Klappe. Eine kleine Notiz, d. h. ein Hilferuf am Brett im Supermarkt machte mich zum Tiersitter.

Wenn jemand in der Nachbarschaft oder im Ort sein Tier unterbringen möchte für einige Tage, wegen Krankheit, Urlaub oder anderen Gründen, bin ich da. Ich betreue immer nur ein kleineres Tierchen, aber das passt.

Meine Schützlinge werden sofort Teil der Familie, bis sie wieder nach Hause dürfen, oft wollen sie gar nicht.

Ich kann diese Nachbarschaftshilfe nur weiter empfehlen, denn so kann ich ein Weilchen mein Kuschelbedürfnis mit Tieren befriedigen, es bringt mir Freude und ich helfe anderen. Traut euch. Einige meiner Schützlinge zeig ich euch mit ein paar Fotos. Wer die Möglichkeit hat, Tiere liebt, für den ist es eine Bereicherung.

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65 Kommentare


4
#1
16.2.18, 09:06
Finde den Tipp sehr schön! 
Nicht für jeden praktikabel, aber doch für viele Menschen! 
Und die Tiere sind bestimmt dankbar dafür.🐶🐣
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#2
16.2.18, 09:42
@Ingrid 771: sie freuen sich das merkt man ihnen an. Wir gehen am Strand toben oder im Wald, damit kein Heiweh erst aufkommt. Ich versuche dem Tier den gleichen Tagesrhytmus zu geben wie zuhause, indem ich alles vorher mit dem Besitzer abspreche. Leider gibt es immer noch viel zu viele verantwortungslose Menschen, die ihr Tier entsorgen, aussetzen irgendwo aus dem Auto werfen, weil der Urlaub wichtiger ist. Ich kann nicht für alle Tiere da sein, aber auch deshalb mein Tipp.
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#3
16.2.18, 09:55
Du kannst mit ihnen am Strand sein und im Wald, das ist doch wunderbar..! 
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#4 dogzilla
16.2.18, 10:19
Total schön das du das machst , dich hätte ich gerne als meine Nachbarin 
#5
16.2.18, 10:52
@Upsi, wie oft bekommst du ein Tier und welche? 
Nimmst du dafür Geld? 
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#6
16.2.18, 11:20
@Arjenjoris: ich mache das nicht proffesionell, sondern nur wenn mich jemand bittet. Kann auch nur kleine Tiere nehmen wie Hunde, Katzen oder Vögel, weil meine Wohnung für große Hunde zu klein wäre und mein Vermieter Tiere eh nicht wünscht. Bisher hat er aber immer zugestimmt wenn es für kurze Zeit war. Im Sommer zur Urlaubszeit ist es häufiger, eine feste Zahl kann ich nicht nennen, ist unterschiedlich, aber auch im Winter betreue ich ab und zu. Verlange nichts, aber bekomme oft eine kleine Anerkennung.
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#7
16.2.18, 11:29
Sehr guter Tipp! Süß, deine Schützlinge, auch wenn die Katze immer so panisch guckt. Ich bin zwar grundsätzlich kein Fan davon, Katzen aus ihrer gewohnten Umgebung in eine andere zu verfrachten, weil das für die meisten Katzen viel Stress bedeutet, aber das kann man auch nicht verallgemeinern. Wenn sie von klein auf daran gewöhnt sind, kann das gut klappen. Meine, die ich als erwachsene Katzen vom Tierschutz bekommen habe, würden erst mal wochenlang unterm Sofa leben und nicht rauskommen.  

Dass es noch immer Menschen gibt, die in Urlaub fahren und ihre Tiere irgendwo aussetzen, ist für mich vollkommen außerhalb jeder Vorstellungskraft. Ob ihre Kinder, die ja solches Verhalten vorgelebt und beigebracht bekommen, das auch mal mit ihnen machen, wenn sie alt sind? Bin fast versucht zu sagen, dass ihnen das zu wünschen wäre, aber das wäre echt zu böse. 

Ich hüte gerne die Katzen von Nachbarn und sie meine, aber das bedeutet nur Futter und Wasser hinstellen und, falls gewünscht, schmusen. 
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#8
16.2.18, 11:36
Ach ja, falls das jemand liest, der gerne einen professionellen Tiersitter gegen Bezahlung buchen möchte: bei pawshake (einfach mal googeln) kann man für alle klassischen Haustiere in seiner Gegend einen Tiersitter gegen Bezahlung bekommen, da bucht meine Kollegin immer, wenn sie geschäftlich verreist. Tagesbetreuung, Haussitter, Gassigeher, kann man dort alles buchen und individuell vereinbaren. 
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#9
16.2.18, 12:06
@HörAufDeinHerz: bei Katzen bekomme ich auch schon mal den Hausschlüssel und sorge dann dort für sie. Die brauchen ja nicht Gassi gehen. Das ist dann nur füttern, Klo reinigen und mal kuscheln. Katzen sind seltener, meist ist es ein kleines Hundi. 
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#10
16.2.18, 12:52
ich finde es großartig was du machst.wir haben einen kleineren Hund und wir wissen,wenn wir mal in Not sind ,nehmen unsere Nachbarn ihn.Wir helfen uns auch anderweitig aus,wenn mal jemand in Urlaub ist oder krank sind wir auch für einige Nachbarn da.
#11
16.2.18, 12:56
ist der süsse kleine Hund ein Havaneser oder Malteser?goldig!
#12
16.2.18, 13:06
Mega süss - die Bilder und der Tipp ist erstklassig!
Keiner weiss, wann er/sie in eine Situation gerät, wo das Tierchen versorgt werden muss und keiner da ist, dem man das zutraut oder der sich überhaupt zur Verfügung stellt.
Ich musste im letzten Jahr notfallmässig ins Spital und meinen Hund und die Katzen (3) unterbringen. Das war im Tierheim möglich. ABER - im Laufe der Behandlung wurde mir klar, dass die Katzen nicht mehr nach Hause kommen dürfen, weil ich das nicht mehr schaffe. Ich habe auf sie verzichtet und sie wurden sehr nett untergebracht in einem neuen Heim.
Mein Hund ist meine Stütze im Alltag, er begleitet mich überall. 
#13
16.2.18, 13:08
@Krimifan: das ist ein Bolonka Swetna, gut auch für Allergiker, da sie kein bisschen haaren.
#14
16.2.18, 13:11
@ilka1: alles gut, wenn deine Katzen wieder ein schönes zuhause gefunden haben. Deshalb auch mein Tipp, wenn man unverhofft krank wird und liebe hilfsbereite Nachbarn hat, wird einem sehr viel Sorge abgenommen. Alles Gute für dich und dein Hundi.
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#15
16.2.18, 13:12
unsere ist ne Havaneserhündin, schaut ähnlich aus wenn sie beim Friseur war,nur schwarz mit etwas weiss,Gesicht ist fast genauso und sie haart auch nicht!
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#16
16.2.18, 13:26
Ich finde deinen Tipp wirklich toll! Schön auch, dass du 2 Dinge miteinander verbinden kannst.Du hilfst Menschen, die eine Betreuung für ihr Tier brauchen und hast selbst auch einen Vierbeiner bei dir, der ja durchaus das Leben sehr bereichern kann.Ist es denn aber nicht schwer, wenn die Besitzer ihr Tier wieder abholen? An manche verliert man doch unter Umständen ein klein wenig sein Herz? 😊
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#17
16.2.18, 15:09
@Ashanti: hast recht, das ist manchmal ein Problem für mich, wenn die Viechlein wieder abgeholt werden. Sie kommen aber wieder irgendwann und ganz aus den Augen sind sie ja auch nicht, da ich nur hier im Umkreis betreue.
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#18
16.2.18, 15:27
Ok, dann besteht ja immer mal wieder die Möglichkeit eines Wiedersehens! Das ist dann natürlich etwas Anderes.Wieso hat denn aber dein Vermieter etwas gegen Haustiere? Alles kann er ja nicht verbieten, aber du schreibst ja, dass du kein eigenes Haustier mehr möchtest.Es müßte mehr Menschen wie dich geben, die dann einspringen und helfen, wenn es "brennt"! Dicken Daumen hoch von mir!!! 👍👍👍
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#19
16.2.18, 15:48
@Ashanti: unser Vermieter hat unser Haus vor einigen Jahren neu gebaut und möchte wohl keine Hunde darin. Dazu kommt auch, daß wir viel mit dem Wohnmobil unterwegs sind und das ist alt und klein, nicht geeignet um Tiere mizunehmen. Später mal, wenn wir nicht mehr reisen werd ich über eine Katze aus dem Tierheim nachdenken. Aber nur vielleicht.
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#20
16.2.18, 16:01
In unserer Nachbarschaft und im Freundeskreis ist es keine Frage, dass Tiere und Pflanzen während Abwesenheit versorgt werden. Unser unmittelbarer 10jähriger Nachbarskater hat immer schon drei Zuhause.
Bietet man Fremden Hilfe an, ist vorher einiges zu beachten und abzusprechen:
Ist das Tier (Hund) versichert?
Was ist im Krankheitsfall oder bei Unfall des Tieres zu tun?
(Ich musste einmal die Katze von ehemaligen entfernteren Nachbarn notoperieren lassen und bekam die hohen Kosten nicht erstattet).
Im Freundes- und Bekanntenkreis kennt man meist auch schon die Gewohnheiten des Tieres und im besten Fall ist man selbst dem Tier bekannt. Mit fremden Tieren, die man demnächst betreuen wird, könnte man vorher schon ein paar mal spazieren gehen oder etwas Zeit mit ihnen verbringen (Katze). Nager, Echsen und Vögel sind vermutlich unproblematisch. 😅
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#21
16.2.18, 16:05
@Upsi: #19
Das ist natürlich sehr verständlich, aber vielleicht zieht ja irgendwann ein schnurrender Vierbeiner bei dir ein.Finde es super, dass du da an eine Katze aus dem Tierheim denkst.👍
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#22
16.2.18, 16:46
@xldeluxe_reloaded: ist sogar sehr wichtig was du ansprichst, denn es kann immer und überall etwas passieren.
Bei meinen Pflegekindern ist immer eine Tasche Reisegepäck dabei mit Impfpass, Versicherungspapieren, Lieblingsspielzeug , Jäckchen für große Kälte und das gewohnte Futter. So bin ich immer auf alles vorbereitet und einen Tierarzt habe ich in unmittelbarer Nachbarschaft. Bis jetzt toi toi toi alles gut gewesen.
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#23
16.2.18, 18:36
Nette Tiere und nettes Frauchen.
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#24
16.2.18, 19:02
@ehw.elisabethE: #23
Das sehe ich ganz genau so!!! 👍
#25
16.2.18, 21:05
Der Dortmunder Tierschutzverein  bietet die Vermittlung von Ferienpatenschaften für Haustiere an. Das Projekt heißt: "Nimmst Du mein Tier, nehme ich Dein Tier", wobei die gegenseitige Betreuung kein Muss ist. Man lässt sich, wenn man so wie Upsi bereit ist, ein Tier zu übernehmen, in eine Liste eintragen, gibt an für wie lange maximal und welches Tier man zu betreuen bereit ist. Dann bekommt man vom Tierschutzverein ein Vertragsformular zugeschickt, das alle rechtlichen Dinge regelt. Der Tierbesitzer und der Tierbetreuer müssen den Vertrag zu ihrer eigenen Absicherung unterschreiben. Sucht nun jemand für sein Haustier eine Betreuung, ruft er beim Tierschutzverein an, bekommt eine Telefonnummer von einem potentiellen Betreuer und setzt sich mit diesem Zwecks Absprache in Verbindung. Der Vermitlungsservice ist kostenfrei, der Betreuer verpflichtet sich, für die reine Tierbetreuung kein Entgelt zu verlangen.
Ich stehe schon ein paar Jahre auf dieser Liste, habe auch schon einige Hunde betreut, immer mit positivem "Nachgeschmack" - die Hunde waren freundlich und gut erzogen, die Besitzer nett. Letzten November meldete sich eine Hundebesitzerin bei mir, die ins Krankenhaus musste, ob ich ihre Foxl-Hündin nehmen könne. Wir haben uns verabredet, getroffen, zwischen meinem Hund und der Foxl-Hündin lief es auch gut, also durfte die Kleine bei mir einziehen. Frauchen hatte mir versprochen, dass sie  gut erzogen ist, aber zwischen deren Ansicht von gut erzogen und meiner Ansicht lagen Welten. Ab der ersten Nacht schlief ich schlecht, die Kleine sprang immer wieder in mein Bett und knurrte mich an, sobald ich mich bewegte. Ich habe sie dann aus dem Schlafzimmer verbannt, Tür zu, am nächsten Morgen hatte ich dann die Bescherung: auf dem Wohnzimmer-Laminat (sehr hochwertig und teuer) drei Riesen- Pipipfützen, an einer Stelle das Laminat schon aufgequollen. Ab der zweiten Nacht war auch die Wohnzimmertür zu und die Pfützen konnte ich dann morgens von den Flurfliesen putzen. Gleichgültig, wie spät ich noch mit der Hündin ´rausging, morgens war immer der Flur vollgepieselt. Und tagsüber durfte ich die Schlafzimmertür nicht einen Moment offenlassen, sonst war sie drin und setzte mir noch einen Haufen auf den Teppichboden. Ich war stundenlang mit den Hunden draußen, da hat sie selten was gemacht, krank ist sie also nicht gewesen.  Als mich dann noch eine zweite Dame anrief und mich fragte, ob ich ab dem nächsten Tag ihren Hund übernehmen könne, sie führe zur Kur (was sie sicherlich ein paar Tage früher wusste), und ich ablehnte mit der Begründung, ich hätte zusätzlich zu meinem eigenen Hund schon eine Pflegehündin und könne mich nicht um drei Hunde gleichzeitig kümmern, da wurde diese Dame auch noch unverschämt - ich müsse ihren Hund nehmen, sie wüsste sonst nicht wohin mit ihm. Ich habe dann geantwortet, dass ich gar nichts müsste und ob sie im Gegenzug bereit sei, auch mal einen fremden Hund zu betreuen. Erst Stille, dann wüste Beschimpfungen, da habe ich das Gespräch einfach beendet. Und mich in einem zweiten Telefonat aus der Liste streichen lassen. So kann´s auch gehen!
Daher wünsche ich Dir, liebe Upsi, weiterhin viel Freude bei der Betreuung Deiner Viecherl und keine solchen Erfahrungen, wie ich sie gemacht habe. Im Prinzip ist das nämlich eine ganz tolle Sache! Falls Du interessiert an dem Vertragsformular bist, melde Dich bitte über eine PN.
#26
16.2.18, 21:20
@whirlwind: ui ui, das war aber auch Pech. Ich kenne meine Tierbesitzer alle persönlich, weil ich nur in der näheren Umgebung betreue. Bis jetzt hatte ich nur tolle Tiere. Prima, das es so eine Organisation gibt, die Hilfe untereinander vermittelt. Habe noch nie davon gehört. Ich mache es auch nur gelegentlich und mehr als ich jetzt schon betreue ist mir nicht möglich. Aber vielleicht wird hier ja jemand hellhörig aufgrund des Tipps.
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#27
17.2.18, 14:52
So haben wir es jahrelang gemacht. Als die Kinder klein waren, war mir ein eigenes Haustier zu viel zusätzliche Arbeit, aber die Kinder wollten unbedingt eins haben. So haben wir jahrelang regelmäßig eine Katze in Urlaubspflege gehabt, manchmal mehrere Wochen, bis die Katze zu alt für den Umzug wurde und meine Kinder alt genug für eigene Tiere. Jetzt wussten sie, was auf sie zukommt. Wir haben zwei erwachsene Tiere aus einem Tierasyl genommen. 
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#28
17.2.18, 15:22
@Upsi:  Sei bitte etwas vorsichtiger zum Thema Allergie.
Als Betroffener sage ich euch meine Erfahrungen:
1. Nicht Haare rufen eine Allergie hervor, sondern die Schuppen von den Haaren und vom Fell. Das sogenannte Epithel. 
2. Es gibt eine allgemeine Katzenallergie: bist du auf eine Katze allergisch, bist du auf alle Katzen allergisch. 
3. Bei Hunden ist es grundsätzlich anders: mein Körper reagiert allergisch bei bestimmten Individuen! Das hat noch nicht mal was mit der Rasse zu tun! ! ! 
Wenn ich einem Hund begegne, der Kontakt sucht, lasse ich ihn an meinem Handrücken lecken. Wenn die Haut in kurzer Zeit reagiert, weiß ich: hier ist Distanz nötig. 
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#29
17.2.18, 15:29
@Mafalda: Auch dir antworte ich gerne mit meinem Thema Allergie. Auch ihr habt es wahrscheinlich von Anfang an richtig gemacht: die kleinen Kinder mit Tieren in engen Kontakt zu bringen. Dadurch wurde das Immunsystem von Beginn an gefordert und gefördert. Und eine Katzenallergie konnte sich nicht entwickeln. 
Doch dies ist wohl besser das Thema eines Forums?? 
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#30
17.2.18, 15:59
@WZimdahl: keine Angst, ich bin in Sachen Tiere ein alter Hase und kenn mich gut aus. Allergisch bin ich nur gegen manche Menschen, aber das ist leider nicht heilbar.
#31
18.2.18, 10:09
@Upsi
Das ist eine ganze tolle Geschichte. Wahrscheinlich wohnst Du aber leider nicht in meiner Gegend. Ich habe mehrere Perserkatzen und habe immer Angst davor, mal ins KH zu müssen. Im Moment schaut es so aus, als hätte ich jemand für den Notfall, aber noch nicht ausprobiert und ich hatte schon ein paar Reinfälle. Leider merkt man erst wenn der Fall eingetreten ist, ob es passt oder nicht. Dabei hat das noch nie jemand umsonst machen müssen und mir ist auch ganz wichtig, dass meine Katzen im vertrauten Heim bleiben dürfen. Also entstehen im Prinzip Fahrt- und Zeitkosten, sonst nichts und ist daher kein großes Risiko. 

@WZimdahl
Vielleicht gibt es auch eine allgemeine Katzenallergie, keine Ahnung? Aber normalerweise ist es so, dass man auf eine Rasse allergisch sein kann und die anderen verträgt man. 
#32
18.2.18, 10:17
Ich hatte auch mal einen Ferienkater - Gismo. Ein ganz lieber Kater, der sich von der ersten Stunde an bei mir wohl gefühlt hat. Als seine Besitzer nach 2 1/2 Wochen wieder kamen und ihn abholen wollten, hat er sich hinter der Couch versteckt.
Ich habe ihn auf dem Arm runtergetragen - den Blick werde ich nie vergessen, mit dem er mich angeschaut hat. Ich stand auf der Straße und habe Rotz und Wasser geheult. Noch heute - nach ca. 13 Jahren - sehe ich noch diesen Blick und Gismo hat einen Platz in meinem Herzen.

Danach hatte ich einen Kater, der 7 Jahre bei mir war und jetzt meine Flocke, seit 6 Jahren.
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#33
18.2.18, 10:24
@Talkrab: Oh, wie traurig..Je nachdem wie alt Gismo damals war lebt er vielleicht noch und es geht ihm hoffentlich gut! 
Meine Siri habe ich vor 9 Jahren aus dem Tierheim geholt und wir sind ein gutes Team geworden, ich liebe sie sehr. Sie ist jetzt ungefähr 14 Jahre, gesund und fit. 
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#34
18.2.18, 10:43
Ingrid 771 - Seine Besitzerin hat mich ein paar Tage später angerufen und erzählt, dass Gismo traurig sei und immer wieder in den Transportkorb gehe. Ich war zu doof, dass ich gefragt hätte, ob sie ihn mir geben würden. Ich bin später auch mal dort gewesen und wollte nach ihm sehen, aber sie waren weggezogen.
Flocke ist auch von der Katzenhilfe, er hat mich ausgesucht und er kam hier hereinspaziert und hat sofort alles in Besitz genommen, alles gehörte ihm und die Dame von der Katzenhilfe hat nur gesagt, er hätte den Himmel auf Erden. Wir beide sind happy zusammen und keiner kann ohne den anderen.

Auf dem Bild, das ist Flocke!
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#35
18.2.18, 11:07
@Talkrab: das kenne ich nur zu gut. Ich hatte mal einen Labrador hier aus dem Ort. Der hing so an uns, daß wenn wir ihn mit Frauchen getroffen haben, er stehen blieb, der Kopf ging von uns zu ihr immer wieder. Selbst als sie ihn zu sich rief, blieb er stehen und schaute uns winselnd an. Er wollte wohl gern mit uns gehen, traute sich aber nicht sich seinem Frauchen zu widersetzen. Wir sind dnn weiter gegangen und ein gutes Stück weg, als ich mich umdrehte stand er immer noch mit hängendem Kopf. Das tat so weh. Kurze Zeit später starb er an einem Hirntumor. Ich konnte eine ganze Zeit danach keinen Hund mehr nehmen, es war zu hart.
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#36
18.2.18, 11:40
@HeideB: Ich hatte schon in #28 angedeutet, dass es meiner Erfahrung nach eine allgemeine Katzenallergie gibt. Eine Katze, alle Katzen. Bei Hunden ist es anders: du kannst auf einen Hund allergisch reagieren und auf zehn weitere nicht! Wie gesagt aus Erfahrung, ich bin kein Mediziner. 
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#37
18.2.18, 11:44
@Upsi: oh jeeee, da könnte man grade mitheulen. Der Arme!! Da tut einem jeder Streichler leid, den man ihm nicht gegeben hat. Man sollte wirklich die Besitzer fragen, ob sie einem nicht das Tier überlassen, wenn man spürt, dass sie einen so lieben. Aber die Erkenntnis kommt meistens immer erst hinterher - und leider zu spät. - Ich bedaure es sehr und mache mir heute noch Vorwürfe, dass ich es nicht getan habe!
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#38
18.2.18, 11:52
@WZimdahl: deine Beobachtungen sind absolut richtig. Nur die Erklärung nicht ganz. Hab das der Einfachheit halber mal aus dem Netz kopiert:
„Allergie wird nicht von den Haaren selbst ausgelöst, sondern von speziellen tierischen Eiweißen, die sich in der Haut, im Speichel und im Urin von Katzen und Hunden finden und häufig an den Haaren haften beziehungsweise mit diesen weiterverbreitet werden. Bemerkenswert ist, dass alle Hunderassen die gleichen Allergene aufweisen, die Allergene jedoch  bei unterschiedlichen Rassen und Individuen (!!) in unterschiedlichen Mengen vorkommen.“ 
Katzenallergene sind kleiner und auch aggressiver als Hundeallergene, weshalb sich eine „Katzenallergie“ meist mit stärkeren Beschwerden äußert. Putzen hilft nicht, dann wirbelt man die Allergene nur in der Gegend rum. Konsequenz bei der Vermeidung hilft.  
#39
18.2.18, 14:57
@HörAufDeinHerz: Danke für Deine Ergänzung, absolut richtig! 
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#40
18.2.18, 16:52
Ich danke euch allen für die durchweg netten Kommentare und die vielen Sternchen. Ist hier ja nicht immer selbstverständlich. Freu mich 
1
#41
20.2.18, 21:45
@Upsi

Eine wirklich gute, schöne Sache. Wie hier schon beschrieben wurde, keine Selbstständigkeit in dieser unserer meist egoistischen Zeit.

Man merkt, das Du nicht nur Tiere magst sondern Dich völlig auf jedes einzelne einlässt. Hinzu kommt Deine Erfahrung, mit Tieren. Das ist wichtig und sehr gut.

Nun kommt mein ABER: nicht jeder ist dafür geschaffen. Z.b.

Da gibt es Familie XY, Kinder, eigenen Hund, Garten. Sie nehmen einen Hund in Urlaub Betreuung auf. Den Hund haben sie vorher getroffen, sagen wir mittel großen Mischling, alles bestens.

Der erste Tag, keine Probleme. Der Hund fühlt sich fremd, hält sich zurück. Der Zweite Tag, Pflege Hund knurrt Kind an, Panik. Pflegehund markiert die Couch, Familien Vater sauer. So geht das jeden Tag weiter. 
Ende vom Lied: Diese Familie nimmt Gott sei Dank keinen Hund mehr in Pflege.

Warum schreibe ich das: 
A um zu zeigen, das es gefährlich sein kann, wenn man keine Ahnung hat wie Familie xy . 
B Um zu zeigen, das diese Familie sich nicht auf ihren Schützling einlassen konnte.
C eine Betreuung völlig unterschätzt haben

Ich komme aus dem Tierschutz, 25 Jahre die schlimmsten und härtesten Fälle, arme Geschöpfe die außer Angst nichts kannten. Auf jedes einzelne Tier habe ich mich eingelassen, weder meinen jetzt Erwachsenen Kindern noch meinen kleinen ist etwas passiert. Doch kenne ich auch andere Geschichten.

Wer als Betreuer für ein Tier sorgen möchte, sollte ein paar Dinge beachten:
Das Tier kennen lernen in seiner Gewohnten Umgebung. Daraus lassen sich Rückschlüsse ziehen über sein soziales Verhalten.
Den Hund vorher , wenn möglich, zu sich einladen, beobachten
Spazieren gehen

Du kennst die Menschen und Ihre Tiere, das ist das aller beste. Hinzu kommt dein Einfühlungsvermögen, gepaart mit Erfahrung. Die perfekte Voraussetzung.

Wer das so wie Du macht, wird keine bösen Überraschungen erleben, wie @whirlwind. 

Der Hund in ihrem Beitrag muss Verlust Angst gehabt haben: Frauchen weg, neue Umgebung, nicht die gleichen Rituale, fremde Gerüche und Geräusche usw. Daher das urinieren usw. 

Möchte jetzt auch kein Fachbericht zum Thema Psychologie bei Hunden halten ;-)

Ich wünsche Dir weiter viele liebe Tiere und allen anderen auch.

PS: lasst euch jetzt nicht von mir entmutigen, sondern packt es mit Herz und Verstand an :-) LG
#42
20.2.18, 21:58
@Ella71: danke für deinen Kommentar, du hast ja so recht 👍👍
1
#43
21.2.18, 10:04
@Ella71 #43: ich bin in Deinem Kommentar an Upsi erwähnt worden, daher möchte ich auch noch etwas dazu anmerken. Die Hündin die ich zur Pflege hatte, habe ich vorher kennengelernt, sie war mit Frauchen mehrmals bei mir zuhause, wir waren auch mehrmals miteinander spazieren.  Mir hätte damals schon auffallen können, dass sie draußen extrem wenig pieselt, ich hab´s übersehen, weil sie sehr viel geschnüffelt und sich zum Markieren hingesetzt hat. Das Problem mit dem Pieseln und später auch Koten fing an, als ich sie nicht im Bett haben wollte und ihr das gezeigt habe. Ich hatte der Besitzerin schon im Vorgespräch deutlich gesagt, dass Hunde bei mir im Bett nicht willkommen sind, sie hat darauf nicht reagiert. Als die Hündin anfing in die Wohnung zu machen, hatte ich befürchtet, dass sie sich einen Harnwegsinfekt zugezogen hat und deswegen nicht einhalten kann, habe daher den Sohn der Besitzerin angerufen und nachgefragt, ob ich das beim Tierarzt austesten lassen darf. Worauf dieser mir zur Antwort gabe, dass die Hündin zuhause auch nicht "dicht" sei und zwar jedesmal, wenn sie bei ihrem Frauchen ihren Willen nicht durchsetzen könne. Auch "Häufchen"  in der Wohnung seien schon mal Belohnung für Frauchens Ungehorsam. Auch er habe die Hündin schon in Pflege gehabt, da seine Mutter fast täglich bei ihm mit der Hündin vorbeikomme, sei sie bei ihm quasi zuhause, dennoch hätte sie bei ihm in die Wohnung gepieselt. Hier liegt wohl eher Protesthaltung der Hündin infolge einer massiven Unfähigkeit zur Erziehung vonseiten der Besitzerin vor. Wie immer ist die Ursache von Fehlverhalten eines Hundes am anderen Ende der Leine zu suchen - beim Menschen!
Ich habe mich jahrelang um Hunde unterschiedlichster Rassen gekümmert, deren Besitzer aus verschiedenen Gründen nicht in der Lage waren, ihr Tier für eine begrenzte Zeit zu versorgen, niemals mit schlechten Erfahrungen. Aber zwei Hunde-Besitzerinnen innerhalb von zwei Wochen, die eine nicht bei der Wahrheit bleibend, die andere in ihren Forderungen unverschämt, das hat mir dann doch gereicht.
1
#44
21.2.18, 11:35
@whirlwind

So ergibt sich ein anderes Bild.

in Deinem ersten Kommentar, war für mich nur ersichtlich: Verängstigter, vielleicht verhätschelter Hund, der nun aus Angst und Hilferuf, pieselt.

In dem jetzigen Bericht, liest es sich anders. Du hast recht, nicht der Hund ist schlimm, schlecht, böse oder ungezogen geboren, sondern der Mensch macht ihn dazu.
Aus Unerfahrenheit, Überforderung oder " mir-doch-egal Einstellung. 

Somit wären wir wieder bei meinen Kommentar: Erfahrung, Einfühlungsvermögen, sich auf den Hund einlassen, ihn vorher zu beobachten.

Im nachhinein ist Dir das häufige markieren aufgefallen. Das ist gut, bedeutet aber letztlich nicht, das der Hund nicht Stubenrein ist. Viele Hunde markieren, Weibchen wie Rüden. Damit hinterlassen sie eine Nachricht an andere Hunde: hallo, ich war da und geben ihre Informationen weiter.

Nun zum Thema: Verhalten des Hundes und Dein Verhalten: Du ärgerst Dich, Hund ist zufrieden, weil er Deine Aufmerksamkeit, in diesen Moment, hat. 
Das ist, was er ja erreichen möchte und was er evtl so gelernt hat.

Die Frage lautet: warum pieselt er wirklich in die Wohnung. 
Nun ist es schwierig, eine fern Diagnostische Verhaltensanalyse zu machen. 

Meine Reaktion auf das pieseln (so wie von Dir beschhaeben) wäre eine andere gewesen ( vielleicht hast Du das auch getan, nur nicht beschrieben!)

-Ich hätte alles gesäubert, den Hund in dem Moment, nichts gesagt usw. (Um- Kognition)
- Futter nur durch Arbeit aus dem Futter Beutel= Beschäftigung
- einen Platz zugewiesen, wo er liegen soll (schlafen, ruhen usw)
- ihn auf z.b. Hundewiese, mit anderen Hunden, zusammen gebracht zwecks Beobachtung seines Sozial und evtl. Dominanz Verhaltens.
- bei solchen "treffen, zeigt sich auch, in wie fern der Hund sich einlassen kann usw.

Das nur als kleiner Einblick, zum Thema Erfahrung, sich einlassen.

Es gibt nicht nur die lieben, süßen kleinen, eben auch solche, wie von Dir beschrieben. Genau darum habe ich das geschrieben. Zwecks Überlegung, worauf man sich evtl einlässt und ob man einer solchen Situation gewachsen wäre.

Das Du verärgert warst, völlig verständlich und zu recht. Dieser Dame hätte ich eine Rechnung präsentiert. Nur aus dem Grund, da sie eine wesentliche Sache (in der Du evtl. anders entschieden hättest) vorsätzlich verschwiegen hat.

Nimm mir bitte mein Kommentar nicht krum oder böse. Habe es mehr ausführlicher für die Allgemeinheit geschrieben und Deinen Beitrag als Beispiel genommen.

LG
1
#45
21.2.18, 12:19
@Ella71: Ich sehe das meiste wie Du. In Bezug auf Platz-Zuweisen war ich erfolglos, mir wurde von der Besitzerin schon zu Anfang mitgeteilt, dass ihre Hündin keinen besimmten Platz hätte, außer Frauchens Sofa - das konnte sie mir nun nicht mitbringen. Noch nicht einmal eine vertraute Decke, aber ein stinkiges Polyesterkissen, neu und der Hündin offenbar völlig unbekannt. Sie schaute es deswegen noch nicht mal an. Frauchen meinte, ein Körbchen würde die Hündin nicht annehmen, bei mir hat sie gleich den Hundekorb meines Hundes belegt, der durfte sich nicht mal nähern, ohne, dass sie ihm keifend ins Gesicht sprang. Sozialkontakt hatte sie in meinem Hund, aber auch auf Spaziergängen und der Hundwiese, da ordnete sie sich ein, sobald wir wieder in der Wohnung waren, ging die Zickerei los. Und meiner, größer, ein Rüde und ohnehin zu einer sehr freundlichen Rasse gehörend, ließ sich alles gefallen, so dass ich sogar einschreiten musste, um ihm zu einem bisschen Recht in seinem Zuhause zu verhelfen. Futter durfte er in ihrer Gegenwart überhaupt nicht fressen - sie stand vor ihrem gefüllten Futternapf, düste aber kläffend los, wenn sie sah, dass meiner sich anschickte, aus seinem Napf zu fressen.  So habe ich die Futterstellen räumlich getrennt, eine in der Küche, eine im Bad, jeweils die Türen zu. War sie mit ihrem Futter im Bad eingesperrt, hat sie krakeelt und ins Bad gepieselt, irgendwann musste ich sie dann wieder aus dem Bad lassen. Die nächste Gelegenheit hat sie dann wahrgenommen, um in die Küche an den Futternapf meines Hundes zu kommen.
Ich bin nicht hundeunerfahren, seit dreißig Jahren habe ich fast durchgehend Hunde, habe mich auch im Rahmen meines Studiums mit  Hundesprache und -Verhalten beschäftigt, aber dieses Tier hat meine Geduld überstrapaziert. Ich war froh, als ihr Frauchen sie wieder abholte, habe nur kurz berichtet, dass ich mehrmals am Tag Hundepfützen und auch das eine oder andere Häufchen in meiner Wohnung zu entfernen hatte. Es kam dann nur die Frage, ob es nicht mein Hund gewesen sein könnte - da habe ich die Dame sehr schnell verabschiedet in der Hoffnung, dass sie mich nie wieder als Hundesitterin anheuern will.
#46
21.2.18, 14:38
@whirlwind
oh nein,kaum zu glauben, was es für unmögliche Menschen gibt,wenn unser Hund,bei anderen Leuten sowas veranstalten würde, müsste ich mich schämen,1000 mal entschuldigen und würde für alle Schäden aufkommen.Wobei mit sicherheit die Erziehung oder nicht Erziehung schuld ist-und nicht der Hund
#47
21.2.18, 15:34
@whirlwind

Stimmt, Sofa mitbringen geht schlecht ;-)

Thema Platz Zuweisung: 
- Du bestimmst den Platz, nicht der Hund! Allerdings:
Wenn er sich mit Deinen Hund hinlegt, OK. Die Frage wäre, was hätte Dein Hund langfristig getan? 
- Futterneid und knurren
Thema siehe Futter Beutel! In dieser Zeit hätte Dein Hund fressen können. Hätte das zu nichts geführt, abwarten wie Dein Hund das regelt. Wäre er auch am nächsten Tag nicht an sein Futter gekommen, am dritten Tag hart durchgreifen, Unterordnung. 
- Eingriff im Territorium
Nie machen, bitte! Es sei denn, man sieht, es kommt zum Kampf!!Dein Hund hätte entweder dem Gast Hund die Rang Ordnung erklärt oder einfach nach gegeben. 

Thema Sofa: damit ist der Hund auf Augenhöhe, Rangstufe wie der Rudel Führer (Mensch). Warum sollte er da hören? Das funktioniert bei solchen Hunden nicht!

Natürlich kann man nicht mal eben oder schnell, ein solches Verhalten andern, doch kann man es unterbinden (z.b. knurren)

Vielleicht sollte man sich da im Forum austauschen. Dort könnte ausführlich darüber gesprochen werden ;-)

Upsi hat hier einen wirklich guten Tipp, die Idee mag ich. 

LG und ein Pfoten Winken :-)
#48
21.2.18, 16:13
Ich hatte einmal einen kleinen Terrier, der wollte uns auch sagen wo es lang geht, allerdings beim ersten mal und ich kannte ihn zwar, aber bei uns war er noch nicht. Durch plötzliche Krankheit in der Familie des Besitzers sollte er ein paar Tage in unsere Obhut.
Als sein Frauchen ihn brachte und gleich ging, war er wohl so durcheinander, daß er wie festgewachsen im Flur stand , uns anknurrte und die nicht gerade kleinen Zähne fletschte. Alles Zureden, Leckerchen und Lieblingsspielzeug halfen nicht, er blieb knurrend stehen. Ich habe mich dann entschlossen, ihn zu ignorieren und zu tun als wäre er nicht da. Mich beißen zu lassen, darauf hatte ich keine Lust.
Ich habe mich auf den Sessel gesetzt und ein Buch gelesen, ihn aber aus den Augenwinkeln beobachtet. Die Enternung zwischen uns wurde immer kleiner, er schnüffelte und hörte auf zu knurren.
Plötzlich, ich war nicht darauf vorbereitet, sprang er mir auf den Schoß und leckte meine Hand. Das Eis war gebrochen und wir haben erstmal lange gekuschelt. So kanns gehen.
Ich habe, wenn wir spazieren gehen auch immer Hundeleckerli in der Tasche, meine Pappenheimer in der Gegend wissen das schon.
#49
21.2.18, 16:55
@Ella71: Ja, ich kenne die Theorien, aber alle Theorie ist grau und muss sich erst einmal in der Wirklichkeit als durchführbar erweisen.
Ich hatte die Pflegehündin drei Wochen. Mein Hund hat sich von Anfang an und hätte sich auch langfristig der Zicke total untergeordnet.  Ich hatte ihn zu dem Zeitpunkt gerade mal zwei Wochen, es hatte sich sehr kurzfristig ergeben, dass ich ihn übernehme, und die Zusage, die Pflegehündin zu übernehmen, bestand bereits längere Zeit zuvor und ich wollte die Besitzerin nicht hängen lassen. Bei Besuchen und gemeinsamen Spaziergängen zum Kennenlernen sah alles prima aus. Mein Hund war ein Notfellchen, das wegen Krankheit seines Herrchens ein neues Zuhause brauchte, war also ohnehin verunsichert, hatte Verlustängste und war sich seines Zuhauses keinesfalls sehr sicher....
In Hundekonflikte/Territorialkonflikte nicht einzugreifen, da kann ich nicht zustimmen. In meinem Zuhause bin ich diejenige, die das Sagen hat, es ist mein Territorium, also greife ich als Rudelführerin ein, wenn es Ärger im Rudel gibt. Dass ein Hund einen anderen so einschüchtert, dass dieser sich nicht mehr zu fressen und in seinem Zuhause kaum zu bewegen traut, ist für mich schon ein Anlass einzugreifen und den mobbenden Hund in seine Schranken zu verweisen.
Mein Hund frisst nur, wenn er Ruhe hat, aus dem Futterbeutel nimmt er nichts. Er ist auch kein Leckerchen-Hund, er hätte lieber tagelang aufs Futter verzichtet, als sich mit der Hündin anzulegen oder aus dem Futterbeutel zu fressen. Viele Beardies sind nun mal solche Sensibelchen, soll ich ihn leiden lassen, nur weil sich ein tierischer Gast nicht benehmen kann?
In drei Wochen einem in gut drei Jahren verzogenen Hund beibringen zu wollen, wie er sich als Gast zu benehmen hat, ist ein fast aussichtsloses Unterfangen, da hilft nur restriktives Eingreifen zur Schadensbegrenzung! Den besetzten Hundekorb durfte sie behalten, Futter wurde getrennt gereicht, nötigenfalls kam sie in der Wohnung an die Leine, wenn sie meinem Hund gar keine Ruhe ließ. Und sobald sie ihn anzickte, wenn er sich in der Wohnung bewegte, gab es einen Anpfiff von mir und sie wurde in "ihr" Körbchen geschickt. Den Rat ihres Frauchens, ihr mit einer zusammengefalteten Zeitung einen überzuziehen, wenn sie sich nicht benimmt, habe ich nicht befolgt, ich bin gegen jegliches Schlagen. Das liest sich jetzt vielleicht so, als wäre sie grundsätzlich bei mir auf Ablehnung gestoßen, aber sie bekam mehrmals am Tag auch ihre ausgiebigen Streicheleinheiten von mir.
#50
21.2.18, 17:48
@Whirlwind

Das ist wieder eine andere Sache. Ich bin davon ausgegangen, das Dein Hund schon lange bei Dir ist. OK.... Das wäre eine wichtige Info gewesen.

Richtig, Du bist der Rudel Führer, somit Unterordnung der Hunde. Generell lehne ich ein eingreifen des Menschen ab, außer in  drohender Gefahr. 

Futter Beutel war für den Gast Hund gedacht.

Schläge sind schlimm und völlig fehl am Platz. 

Belassen wir es dabei. Der Hund ist weg, kommt nicht wieder. Du hast Deine Erfahrung gemacht :-)

Ich gehe davon aus, das Du keinen Hund mehr nehmen wirst, zur Pflege ;-)
#51
21.2.18, 18:06
@Ella71: Ein Pflegehund kommt für mich nur noch in Frage, wenn ich ihn kenne, also aus dem Freundeskreis und engen Bekanntenkreis, so, wie Upsi das auch macht. 
Einen schönen Abend noch an alle!
1
#52
21.2.18, 18:28
@Upsi

Du hast alles richtig gemacht! Das ergibt sich aus Erfahrung und das einlassen und einfühlen zum Tier.

Du hast dem Hund Zeit und Raum gegeben, runter zu kommen, die neue Situation zu erfassen, Dich zu beobachten und auf Dich zu zu gehen. 

Ja, vielleicht hätte er aus Angst auch nach Dir geschnappt. Du hast die Situation sehr richtig eingeschätzt :-)

Werde nie folgende Begebenheit vergessen: Deutsche Dogge, 4 Jahre alt wurde zu einem Mann vermittelt. Hunde Erfahrung, da er immer einen Hund hatte, seine eigene Meinung.
Er wurde darauf hingewiesen, das der Hund wohl vom vor Besitzer geschlagen wurde. Wenn Herrchen betrunken war. Man fragte Ihn nach seinem Alkohol Konsum: natürlich bin ich kein Trinker, so sein Fazit.

Eines abends ruft mich ein Polizist an, ob ich Zeit hätte, mir das ganze mal anzusehen. Klar, ab und hin. Der Schlüsseldienst hatte die Tür schon geöffnet.
Man teilte mir alle vorhandenen Infos mit und langsam ging ich Millimeter vorwärts. Der Mann stand mit dem Rücken zur Wand, der Hund knurrend, kamm hoch vor ihm. Der Alkohol roch bis zu mir. Ich sprach den Hund mit ruhiger Stimme an, wartete in der Tür auf seine Reaktion.
Irgendwann war alles unter Kontrolle, ich konnte den Hund nach draußen führen.

Fazit: hätte dieser Mann wirklich Erfahrung gehabt, hätte er nicht getrunken oder den Hund nicht aufgenommen.

Schön das es Menschen wie dich gibt upsi 
#53
21.2.18, 18:45
@Ella71: danke 
#54
23.2.18, 14:13
@Ella71: Liebe Ella. Versuche bitte, die Leerzeilen zu unterbinden. Dein Text sieht hässlich aus. 
#55
23.2.18, 14:55
@WZimdahl

Ich bitte um Verzeihung🙈 wollte nicht, das es hier zu einem hässlichen Aussehen meiner Texte kommt. Vielleicht liegt es an meinem einfachen Handy, welches das anders anzeigt als am Monitor?! Nun, danke für Deinen sehr freundlichen Hinweis
3
#56
23.2.18, 16:06
@WZimdahl: was ist in dich gefahren? Warum sieht Ella71 Text häßlich aus ? Das stimmt nicht und außerdem zählt immer der Inhalt.
Bis jetzt stehen in meinem Tipp hier nur nette Kommentare, mach du da bitte nicht das Gegenteil wegen was weiss ich.
7
#57
23.2.18, 16:16
WZimdahl: der Text sieht aber um längen Besser aus, als sich manch anderern Kommentar hier liest. Und ganz ehrlich: ich finde es deutlich übersichtlicher, wenn ein Absatz im Text ist, als wenn alles aneinandergeklatscht ist. Oder wenn es solch rotzige Kommentare gibt.

Ella71, mach einfach weiter wie bisher, ich habe an deinem Text nichts auszusetzen.
#58
23.2.18, 16:31
Ellas Text sieht völlig normal aus. 
#59
23.2.18, 16:46
@Arjenjoris: find ich auch, WZimdahl hat wohl seine Brille verlegt😄
2
#60
23.2.18, 16:58
@Upsi @ Arjenjoris @Binefant

Danke für Eure lieben Worte 

Ganz lieb Gruß
#61
23.2.18, 22:03
An alle: Ich bin hier nicht dabei, um nur nette Kommentare abzugeben. Das Wort "Hässlich" nehme ich zurück. Doch die vielen Leerzeilen sind gewöhnungsbedürftig. 
@Ella71: Mach weiter so mit deinem alten Handy!!! 
liebe Grüße
Wazi
3
#62
23.2.18, 22:15
@WZimdahl:
Ella71 fügt -ob nun gewollt oder dem Handy geschuldet- Absätze ein, die die Lesbarkeit des Textes deutlich vereinfachen.
Das hat nichts mit hübsch oder hässlich zu tun, sondern dient einfach dem Lesefluss.

Es gibt hier, sowohl im Tippbereich als auch im Forum, immer wieder mal "wissenschaftliche Abhandlungen", bei denen ich mir von Anfang an das Lesen verkneife, weil sie über gefühlte Kilometer ohne jeden Absatz im Blocksatz geschrieben sind.

Da lobe ich mir doch die Beiträge von Ella71, die ich auch inhaltlich durchaus lesenswert finde.
Und auf den Inhalt kommt es doch in erster Linie an, oder?
1
#63
23.2.18, 22:22
@WZimdahl #61:
Sorry, unsere Kommentare haben sich überschnitten.
Hatte deinen Post vor meinem noch nicht gesehen.
LG, Jeannie
1
#64
23.2.18, 23:50
also ich finde den Beitrag von Ella sehr übersichtlich und strukturiert. Ich fass meine Texte auch so ab.
#65
25.2.18, 00:16
@jeannie. Ist mein Eindruck richtig, dass unsere Meinungen ziemlich deckungsgleich sind? 
Liebe Grüße
Wazi 

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