Katzen überzeugen

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So wie beim Hund funktionierts nicht, wie wir alle wissen. Katzen akzeptieren keine Befehle, sie müssen überzeugt werden. Wenn sie was tut, was sie nicht soll, dann hilft schimpfen gar nix, das amüsiert sie nur. Bestrafen? Nö, sinnlos, denn dann tun sie das künftig nur noch heimlicher, raffinierter.

Mit Wasser besprühen hilft auch nur, wenn sie nicht erkennen, von wo es herkommt, sonst tun sie es künftig eben dann, wenn man nicht da ist. Wenn sie hingegen abgelenkt werden, der Meinung sind, es selber so entschieden zu haben, ist das viel besser. Also – nicht beachten, statt dessen ganz beiläufig irgend etwas Interessantes machen, rascheln, notfalls in den Leckerlis kruschen. Aber ohne zu locken und ohne Blickkontakt zur Katze! Sie darf nicht merken, dass man es wegen ihr macht.

Sonst dreht sie künftig den Spieß um und tut unerlaubtes, wenn sie Aufmerksamkeit oder Leckereien will. Kommt sie dann neugierig, interessiert angehüpft, kann man mit ihr spielen oder ihr ein Leckerli geben. Damit ist sie abgelenkt von der unerwünschten Tätigkeit. Dann am besten in ein anders Zimmer mitnehmen oder sie mal rauslassen, falls sie Freigänger ist, so dass sie vergisst, was sie grad am anstellen war.

Ok, bei besonders erfahrenen, verzogenen Diven kann das auch fehlschlagen. Aber jüngere Tiere lassen sich so noch gut überzeugen.

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15 Kommentare


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#1
24.12.11, 00:26
Genau so gehts!!Sorry,leider habe ich nicht viel verstanden!Geht es vielleicht auch kürzer,dafür leichter zu verstehen???bin selber "Dosenöffner",verstehe auch leidlich "kätzisch",aber DAS war mir leider etwas zu hoch!
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#2
24.12.11, 03:46
@xfeline: ok!

katze: böses tut
du: ignorier, Leckerli sortier
Katze: interessant findet
du: aus dem Zimmer geh (samt Leckerli)
Katze: hinterherrenn
Katze: böses vorhaben vergisst (hoffentlich)
du: grins


alles roger? zwinker...
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#3
24.12.11, 06:39
Jetzt habe ich das auch verstanden.
Funktioniert bestimmt nur, solange du im Hause bist.
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#4
24.12.11, 11:11
@Eifelgold: ja, das kannst du annehmen. "wenn sie ungestört sind und Zeit haben", so sagt mein TA immer, "dann fällt denen unheimlich vieles ein und sie haben Geduld zu den unglaublichsten Aktionen." nicht immer zur reinen Freude. aber wer könnte ihnen schon auf Dauer böse sein?
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#5
24.12.11, 15:01
so habe ich versucht.

Katze: im Weihnachtsbaum
Ich: ignorier und sortier Leckeri
Katze: kommt in Küche und findet Fleisch interessant
Ich: stell Leckerli an Katzes Platz
Katze: frisst Leckerli
Ich: grins
Katze: zurück in den Weihnachtsbaum
Ich: ziehe langes Gesicht

Hat nicht geklappt. Schade
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#6
24.12.11, 15:26
au weia, den Weihnachtsbaum toppen??? klar, dass das ein Härtetest ist.
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#7
24.12.11, 16:15
Ich hab diesen tollen tipp ausgedruckt und gebe ihn weiter an meine älteste Tochter, die eine besonders eigensinnige Katze hat (sie selbst bezeichnet sie als außerordentlich charakterstark!). Ich hoffe, es hilft... Frohe Weihnachten euch allen!
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#8
24.12.11, 17:12
Genau so geht es! Katzen sind i.d.R. neugierig und zwar SEHR neugierig. Einst ist mir mein Kater entlaufen - ein lieber Schmusekater, der jedoch zu Schreckhaftigkeit neigte (ich bin überzeugt, er nutzte dies aus... er übertrieb es extra mit seiner Schreckhaftigkeit). Also: Er entwischte mir aus der Wohnung. Ab ins Freie. Und weg war er. Kein Rufen, kein Rasseln mit der Futterkartonschachtel, nix lockte ihn zurück. So musste ich meine Taktik ändern: Ich rief etwa 3mal nach ihm, setzte mich mit einem Buch gemütlich vors Haus, las darin und trällerte ein zufriedenes Liedchen vor mich hin. Irgendwann kam er um die Ecke... ich ignorierte (STICHWORT!) ihn, schaute EXTRA nicht zu ihm. Es brauchte Geduld und wirklich ein sapperlottes "IGNORE". Irgendwann kam er und schmiegte (!) sich an mich. Noch immer machte ich auf "ignore" und nach einigen Minuten des echt verschmustesten Schmeichelns strich ich ihm übers Fell. So blieben wir etwa 2 Minuten vorm Haus sitzen. Ich konnte ihn dann ohne Zappeln auf die Arme nehmen und ins Haus tragen. IGNORIEREN, etwas machen, das das Interesse weckt (summen / singen, vielleicht geht auch leichte Gartenarbeit o.ä.). Aber: Ich glaube, es braucht dazu ein gewisses Mass an "Beziehung" zw. Katzenhalter/in und Katze. Eine unsozialisierte Bauernhofkatze macht da nicht mit (zu schreckhaft).
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#9
24.12.11, 22:52
Super Idee, bei unseren Katzen hilft schimpfen auch nicht... Werde ich mal versuchen, wenn sie wieder ihren Unsinn treiben.
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#10
25.12.11, 19:01
Dazu fällt mir auch eine Eigenheit unserer Katze auf. Herr Kater sucht sich einen Platz zum Schlafen, meist irgendwo versteckt, sobald sie merkt dass ich ihren Schlafplatz entdeckt habe, wechselt sie ihn. Jetzt ignoriere ich sie bewusst. Da schläft sie dann öfter am selben Platz.
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#11 Pitz
25.12.11, 19:52
Hey ane,

auch wenn Dein Tipp sich für manche etwas nebulös anhört - ich kann Deine Ausführungen nachvollziehen und befürworten. Nina7 hat es auch recht gut beschrieben.
Monty Roberts, bekannt als der Pferdeflüsterer, verwendet diese Methode erfolgreich für verstörte Tiere. Vertrauensgewinn.
Ok, die jeweilige Katze muss nicht unbedingt verstört sein. Sie sind zumeist doch recht eigenwillig.
Wenn ich direkt auf Kater zugehe: "Na mein Mäuschen, Dickerchen... lass Dich doch mal fangen" gurrt er wie eine Taube fegt über den Teppich, schmeißt das CD-Regal um saust unter die Couch und fängt an, die Sofaunterdecke zu zerfetzen. Er ist ein lebhafter Charakter.
Setze ich mich ruhig mit der Fernbedienung auf das Möbel kommt er nach einer Zeit relativ gelassen an und setzt sich schmusebedürftig auf den Schoß.

Ich denk' so meinst' es, gell? Jo, das funzt! ;)
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#12
25.12.11, 21:33
Lach, ich bin auch Katzenfanatiker, meine Erfahrung, nicht die Büchsenöffner erziehen die Katzen sondern "Samtpfote erzieht ihre Menschen"
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#13 Mecki
29.12.11, 18:57
Herrlich, hab über ane und Eifelgold ihre Ausführungen herzlich gelacht... köstlich :-))
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#14
29.12.11, 19:31
@Pitz: jau, bei mir isses die Speisekammer. da witscht einem schnell mal ein Biestchen durch die Füße und ab unters Regal und hinter die Getränkekisten .... und ich habs eilig, wollte mir nur noch was zum trinken mitnehmen... fluch, schwitz...
also, mit Nachdruck die Tür zu und ran an den Flurschrank, wo gewisse feine Sächelchen deponiert sind.
allein schon das Geräusch läßt Öhrchen länger werden und Schnurrhäärchen vibrieren... dann das Aufreißen der Folie - und dann wird an die Konkurrenz außerhalb der Speisekammer verteilt. spätestens dann kratzt ein verzweifeltes Pfötchen an der geschlossenen Tür.
muss aber noch ein klein wenig warten, denn "Mama" hört irgendwie nicht, dass da verbotenerweise ein kätzchen drin ist.
wenn ich dann doch aufmache, seh ich nur noch nen Blitz aus der Kammer fahren und ein "knurrrrnjanggjang-das-da-is-aber-mein-Anteil!!" vor sich hin grummelnder kleiner Tiger schnappt sich die letzten Bissen, die noch da sind....
beim nächsten Mal lässt man das mit der verbotenen Tür denn doch lieber, da könnte einem ja zu viel entgehen...gg
und eine ganze Weile hält dieser Lerneffekt auch immer an - naja. bis die Neugier doch wieder überwiegt...
#15 JaninaSophieKhler
16.1.14, 13:47
"Ok, bei besonders erfahrenen, verzogenen Diven kann das auch fehlschlagen"

Hät der Satz doch am Anfang gestanden q.q Für mich leider damit völlig unbrauchbar .. da ich mir ne verzogene Einzelgöre geholt hab .. sie dreht den Spiess auch völlig um .. sie weiss nun, wie sie Leckerlis von mir bekommt :D

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