Selbst gebastelte Geschenke
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Kindern Werte vermitteln: selbst gebastelte Geschenke

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Man muss den Kindern und Enkelkindern schon früh klar machen, dass selbstgemachte Geschenke viel wertvoller sind als die gekauften.

Kaufen kann jeder, selbst machen erfordert Mühe, die sich aber lohnt.

Meine Mutter hat unsere selbstgemachten Geschenke wenig "gewürdigt". Deshalb gab meine Schwester schon früh auf, etwas selber zu machen und ihr dann zu schenken. Auch heute stelle ich fest, dass sie immer nur kaufen kann und oft kann man das gar nicht so richtig gebrauchen... Hauptsache teuer.

Ich selber habe meine Töchter immer sehr gelobt, wenn sie sich bemüht haben, etwas selber anzufertigen, auch wenn es mal nicht so gelungen war.

Ich hebe alles auf, was sie mir schenken und zeige ihnen so, wie wertvoll das Geschenk für mich ist.

Auch mit den Geschenken der Enkelkinder halte ich es so.

Bei den Enkelkindern versuchen wir nun alle zusammen, ihnen den Wert eines selbstgemachten Geschenkes zu vermitteln.

Wenn Mama und Papa Geburtstag haben oder auch mal so zwischendurch, überlege ich mit ihnen gemeinsam, was für eine Überraschung gebastelt oder gemalt werden kann.

Auch im Kindergarten werden zu Feiertagen immer kleine Geschenke gebastelt, dort bekommen sie es also auch vermittelt. Sie machen alle noch gerne mit sind stolz auf ihr persönliches Geschenk. Die größeren Enkel können auch schon mal das "Geheimnis" für sich behalten und das Geschenk in ihrer Schublade oder im Schrank  bis zum Geburtstag oder Feiertag aufheben.

Für die anderen packe ich es weg und gebe es ihnen dann am Tage der Feier in die Hand.

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16 Kommentare


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#1
18.8.14, 23:05
also das Brett auf Bild eins finde ich super originell und möchte es gerne nachmachen.
wenn ich nur wüsste wie? es würde sich schön auf dem Abendbrot Tisch machen.
hast du vielleicht eine Anleitung für mich? :-)
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#2
18.8.14, 23:12
@kosmosstern:

nein,leider nicht......es besteht aus 2 Teilen,ich kann es also verdoppeln ,benutze es als Untersetzer für Schalen .
das hatte mein großer Enkel für seinen Opa gefertigt und ich war damals restlos begeistert,so einen mußte ich haben....zum 60. war es dann so weit!
Es muß sehr viel Schweiß gekostet haben;-) aber das hat sich gelohnt,es ist so verdammt griffig!
Er hat den so viel ich weiß,selber entworfen.
#3
18.8.14, 23:19
schade!:( aber du kannst dich glücklich schätzen das du so kreative Menschen um dich herum hast. :-)
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#4
18.8.14, 23:22
In der heutigen Zeit darf ruhig ab und zu darauf hingewiesen werden, dass sich das Leben nicht ausschliesslich um Konsum dreht. Find ich gut.
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#5
18.8.14, 23:41
Ich gebe dem Tipp nur zum Teil recht. Es ist mit Sicherheit sinnvoll seinen Kindern/Enkelkindern/wem auch immer gewissen Werte mitzugeben. Aber nur weil etwas gekauft ist, heißt das noch lange nicht, dass nichts dahinter steckt. Selbstgebastelt ist - vielleicht nicht immer, aber sicherlich meistens - toll, aber es hat auch nicht jeder ein Händchen dafür oder kann sich dafür begeistern. Da finde ich es genauso wichtig, dass man den lieben Kleinen vermittelt, dass sie sich Gedanken machen müssen. Also darüber wem sie etwas schenken und was diese Person mag. Ich versuche zum Beispiel immer mit den Geschenken ein persönliches und gemeinsames Erlebnis zu verbinden oder schöne Erinnerungen wieder aufleben zu lassen. Klar, das kriegt man auch nicht immer hin. Aber im Grunde ist es unrelevant ob man das versucht indem man etwas gekauftes oder gebasteltes verschenkt. Die Geste an sich muss zählen. Und ich unterstelle mal, dass die Meisten sich heute keine großen Gedanken mehr darum machen, was sehr schade ist.
Wobei man auch sagen muss, dass man von einem Kind nicht verlangen kann, dass es sein Taschengeld opfert. Das ist natürlich auch klar. Aber wie gesagt...für mich kommt es nicht unbedingt darauf an ob man Geld ausgibt oder nicht...sondern auf das was dahinter steckt.
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#6
18.8.14, 23:51
dark_and_angel:
ja,wenn du das so schreibst,hast du natürlich auch recht,ich bin wohl sehr verwöhnt mit meinen Bastlern und Malern.
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#7
19.8.14, 00:20
Wenn man Talent und Kreativität hat, ist das ja auch kein Problem :D aber ich gebe es zu, was das Basteln angeht, bin ich ziemlich talentfrei... :-/ da muss ich persönlich mir eine Alternative suchen *g* meine Freundin ist auch voll die Basteltante, da freue ich mich jedesmal wenn ich eine selbstgemachte Karte bekomme...ich muss sowas halt kaufen, aber versuche eben nicht gedankenlos an die Sache ran zu gehen...
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#8
19.8.14, 01:20
Ich finde den Tipp schön, bis auf ein paar kleine Haken:
1) Ich stoße mich prinzipiell an der Formulierung "man muss...". Das hat so was bevormundendes. Ich stimme zu, dass der Tipp eine tolle Sache ist, aber man _muss_ es nicht so machen. Bedenke nämlich auch:

2) Nicht jeder hat den Platz, um selbstgebastelte Geschenke anzuhäufen. Und nicht jeder hat das Herz (oder die verständnisvollen Kinder/Freunde/Verwandten), um dann selbstgebastelte Geschenke nach ein paar Jahren zu entsorgen. Ein Buch oder eine DVD kann ich bei Platzmangel weiterverschenken oder verkaufen, aber selbstgemachte Sachen dürften schwieriger weiterzuvermitteln sein. Selbst wenn man also talentierte Selbermacher hat und die Geschenke auch würdigt, irgendwann kann es dann doch zuviel werden.

3) Ich schließe mich dark_and_angel an: Selbstgemachtes muss nicht zwangsläufig persönlicher oder mit mehr Sorgfalt ausgesucht sein, und Gekauftes muss nicht zwangsläufig unpersönlich und nur mal schnell in den Einkaufswagen geworfen sein. Man kann auch sehr persönliche Geschenke kaufen. Aaaaber, wo wir gerade von "nur mal schnell" sprechen:

4) Es kann ach ganz schön fordernd rüberkommen, wenn man selbstgemachte Geschenke verlangt. Denn: Damit verlangt man vom Schenker zum Teil echt großen Arbeitsaufwand (je nachdem, um was es geht), der auch zeitlich und sogar kostenmäßig weit über dessen als angenehm empfundenem Rahmen liegen könnte. Deswegen bitte nicht undankbar sein, wenn dann doch lieber was gekauft wird. Es ist eben auch eine Frage der Zumutung (gerade wenn jemand zwei linke Hände hat oder, im Gegensatz dazu, nur sehr perfektionistisch und detailreich arbeitet.)
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#9 jb70
19.8.14, 08:19
Für mich zählt auch der Gedanke,egal ob selbstgebastelt oder liebevoll ausgesucht.

Das Werkstück Deines Enkels ist wirklich toll gelungen! :-))
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#10
19.8.14, 08:33
Ich bin von deinen Geschenken DIY echt sehr angetan!!!
Zum Thema Gebasteltes zu verschenken möchte ich gerne auf die Feiertage, speziell auf den Muttertag eingehen.
Habe es leider schon erlebt dass es an DIESEM Tag für manche Kinder/Mütter unbedingt die überteuerten Konsumgüter sein müssen, was dann leider zum erlebten Ladendiebstahl geführt hat :(
Gerade an Muttertag erfreue ich mich über Gebasteltes, gepflückte Blumen aus'm Garten und vielleicht einen schön gedeckten Frühstückstisch! Natürlich gab es auch schon was Gekauftes, das dann aber mit Idee.
#11
19.8.14, 11:04
@SunnyHoney:

natürlich jeder nach seinen Möglichkeiten, der Gedanke ist wichtig.....ein Blumenstrauß selber in der Natur gepflückt finde ich auch immer viel schöner, als gekauft.

Auch mit Blättern und Beeren kann man arbeiten,schöne kleine Gestecke oder Sträuße anfertigen.

Das mit dem Diebstahl hab ich leider selber erlebt.
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#12
19.8.14, 11:10
@fnü:

Danke für die Denkanstöße.

Da ich nicht fordern muß, ich betone aber schon oft, dass mir die Dinge sehr gut gefallen.

Letztens hat mir mein Enkel ( der mit dem Untersetzter)einen Gutschein geschenkt,dass er mit mir ganz alleine in eine besondere Ausstellung gehen möchte,da habe ich mich natürlich auch sehr gefreut.

Meine Schwester und ich hatten meiner Mutter mal 3 Tage unseres Urlaubs geschenkt,das hat sie aber damals gar nicht so richtig begriffen.
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#13
19.8.14, 21:11
@kosmosstern: Ich weiß zwar nicht, wie der große Enkel es gemacht hat, ich weiß aber, wie ich das Teil bauen würde:

Passendes Brett beschaffen, mit einem Bleistift die äußere Umrandung und das Schlangenmuster aufzeichnen, dann erst die äußere Form sägen und dann das Schlangenmuster - dürfte mit einer Stichsäge funktionieren, kann ich mir vorstellen, ansonsten Laubsäge. Anschließend die Kanten schleifen (abrunden) und ggf. noch lackieren / lasieren / ölen / wachsen, je nach Geschmack und Verwendungszweck.

VG Thomas
#14
19.8.14, 21:55
@ThomasA:

ich hab deine Erklärung gelesen und denke,du hast das gut erklärt...ich konnte das nicht....danke!

Das Holz muß gut 3 cm dick gewesen sein,ich hab gerade mal gemessen es ist ja auch noch abgeschliffen.
Mein Enkel hat auch eine Stelle etwas nachkleben müssen,ohne Astloch ging es nicht.
Die Schlangen sind auch 2-2,5 cm breit, je nach Kurve.
Der Untersetzer ist geölt.
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#15
21.8.14, 22:16
mir gefällt dieser tipp nicht, weil er eine regel aufstellt, mit der ich nichts anfangen kann.

"Man muss den Kindern und Enkelkindern schon früh klar machen, dass selbstgemachte Geschenke viel wertvoller sind als die gekauften."

nein, wieso sollten sie das sein? nur weil etwas selbst gemacht ist, ist es nicht besser und etwas gekauftes ist nicht schlechter.

"Kaufen kann jeder, selbst machen erfordert Mühe, die sich aber lohnt."

auch das kann ich nicht nachvollziehen. ich finde, etwas gekauftes, bei dem nachgedacht wurde, ist sehr viel sinnvoller und schöner als etwas, was man zwar selbst hergestellt hat, aber womit der beschenkte nichts anfangen kann. ganz davon zu schweigen, dass es zwar mühe gekostet haben mag, etwas herzustellen, aber talent oder können muss dabei nicht im spiel gewesen sein.

es erfordert einfühlungsvermögen, das richtige zu kaufen, worüber sich jemand auch freut, aber keines, um irgendeine dumme, nutzlose sache zu fertigen, die mit dem wesen des beschenkten nichts gemein hat. die neuerscheinung eines buches des lieblingsautors auf dem geburtstagstisch finde ich viel liebevoller als eine schlecht getöpferte scheußliche vase, die so hässlich ist, dass man sie gleich "aus versehen" fallen lassen will.

"Meine Mutter hat unsere selbstgemachten Geschenke wenig "gewürdigt". Deshalb gab meine Schwester schon früh auf, etwas selber zu machen und ihr dann zu schenken. Auch heute stelle ich fest, dass sie immer nur kaufen kann und oft kann man das gar nicht so richtig gebrauchen... Hauptsache teuer."

das tut vielleicht weh, aber immerhin war deine mutter ehrlich und hat nicht geheuchelt, dass ihr die geschenke gefallen haben. würde deine schwester "das richtige" kaufen, hättest du vielleicht auch gefallen daran.

"Ich selber habe meine Töchter immer sehr gelobt, wenn sie sich bemüht haben, etwas selber anzufertigen, auch wenn es mal nicht so gelungen war.

Ich hebe alles auf, was sie mir schenken und zeige ihnen so, wie wertvoll das Geschenk für mich ist."

das loben für den versuch ist eine andere sache. aber ich finde nicht, dass man so tun muss, als würden einem alle selbst hergestellten geschenke gefallen. aufheben muss man auch nicht alles, um zu zeigen, dass man ein geschenk zu würdigen wusste. ich würde mich sehr wundern, wenn meine oma noch heute alle bilder hätte, die ich ihr als kind gemalt habe. damit kann man recht wenig anfangen. dagegen hat sie immer noch ein kleines gehäkeltes täschchen, das ich ihr als kind geschenkt habe, und in dem sie einige kleinigkeiten in ihrer handtasche aufbewahrt. das ist für sie nützlich. ein geschenk sollte von herzen kommen und einen sinn haben. dann macht es freude.

der kostenfaktor ist wieder etwas anderes. man kann auch für selbst hergestellte dinge sehr viel geld ausgeben, während etwas gekauftes viel billiger sein kann. ich denke, nur das wesen eines geschenks zählt. so finde ich ein interessantes buch vom trödelmarkt besser durchdacht als ein paar selbstgestrickte socken, die kratzen und aus hässlicher wolle hergestellt worden sind.

teuer ist auch relativ. ich könnte niemandem einen neuen kleinwagen zum geburtstag schenken, während ein milliardär das aus der portokasse zahlen würde und sich dabei vielleicht auch noch geizig vorkommen würde, weil er weiß, dass er sich sehr viel mehr leisten könnte.
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#16
17.10.14, 19:52
Also ich muss sagen, dass ich mich auch über ein Geschenk vom Nachbarskind sehr gefreut habe, obwohl es gekauft war. Wenn ein 6jähriger Junge darauf besteht, dir etwas zu schenken, das er von seinem eigenen Taschengeld gespart hat, finde ich das auch ziemlich toll.

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