Streitende Kinder

Streitende Kinder beruhigen: Dieser Trick klappt immer!

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Als Papa von zwei kleinen Mädels kann ich sagen, dass dieser Trick jedes Mal funktioniert hat (anzuwenden bei Kindern ab ca. 2-3 Jahren):

Wenn die Kinder zusammen friedlich spielen, kommt doch irgendwann zwangsläufig der Zeitpunkt, an dem etwas gezankt und gestritten wird: Beide wollen z.B. mit dem gleichen Spielzeug spielen oder die eine hat der anderen was weg genommen oder oder oder ... (beliebigen typischen Grund einsetzen ...)

Nächster Schritt ist dann oft, dass Mama oder Papa zu Rate gezogen werden: "Papa, jetzt will ich aber damit spielen!" etc. pp.

Jetzt ja nicht den Fehler machen und versuchen die Sache fair zu gestalten und zu schlichten ("Jetzt lässt du sie kurz spielen, danach bist du dran" oder ähnliches). Keine gute Idee. Geht oft in die Hose.

Ich sage immer: "Das müsst ihr unter euch ausmachen!"

Und siehe da, die Kinder machen das unter sich aus. Oftmals gibt das eine Kind dem anderen das Spielzeug und das andere Kind rückt dafür was anderes raus und schon geht es friedlich weiter.

Funktionierte bisher in 99% aller Fälle!

Meine laienhafte Erklärung (keine Ahnung, ob das stimmt): Die Kinder wollen Mama / Papa immer auf ihre Seite ziehen, um so die "Oberhand" zu bekommen. Wenn sie merken, dass das nicht klappt, einigen sie sich lieber schnell, damit sie weiterspielen können.

Was sind eure Tricks?

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60 Kommentare


31
#1
5.8.14, 12:11
Guter tipp, aber du kennst mein Kind nicht ;-)
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#2
5.8.14, 12:13
Tja, Tricks in dieser Richtung habe ich (noch) nicht, unser Engel ist grad erst ein halbes Jahr alt. Ich werde mir den Tipp aber merken und auch weitergeben, da ich mir sehr gut vorstellen kann, dass es funktioniert. Danke dafür und weiterhin viel Spass mit deinen Mäusen :-)
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#3 Greenseven
5.8.14, 12:22
Die Begründung ist absolut richtig und in fast jeden Kinderpsychologie Buch nachzulesen^^
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#4
5.8.14, 13:27
der Tipp ist pädagogisch vollkommen korrekt und als Eltern ist man aus dem Schneider ;)
8
#5
5.8.14, 14:37
Generell ein guter Tipp :) hilft auch,mein Sohn ist 4 und das klappt ganz gut. Allerdings sollte man nicht nur nach diesem Tipp handeln, mich persönlich machen die Eltern von fremden Kindern auf Spielplätzen und so total wahnsinnig wenn sie ihre Kinder wahllos wuren lassen ohne Rücksicht auf Verluste. Und ich meine jetzt nicht die kinder die laut spielen oder sowas ;)
Ansonsten Daumen hoch
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#6
5.8.14, 14:38
wüten lassen...
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#7
5.8.14, 14:46
Ich finde den Tipp auch gut, in manchen Situationen sollten sich Geschwister das auch selber ausmachen.
6
#8
5.8.14, 14:52
Mein Sohn ist zwar bis jetzt noch Einzelkind, hat aber eine gute Freundin mit der er regelmäßig spielt.. Wir gucken uns das auch immer erst an, und erst wenn es handgreiflich wird dann gehen wir dazwischen (schubsen lernen die Kinder ja nunmal ganz schnell :/ )
Seine Freundin hat ihn mittlerweile aber gut im Griff: Sobald sie anfängt zu knatschen, wird das Spielzeug direkt an Sie wieder gegeben, weil die Sirene sofort aufhört zu jaulen :D Sehr intelligent die kleine Maus ;)
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#9
5.8.14, 14:56
Hat bei uns noch nie geklappt. Inzwischen sind sie 14 und 16 und vertragen sich nur wenn 14 beim Pferd ist.
ICH für meinen Teil habe es immer gehasst wenn zu Rate gezogene Erwachsene sagten, klärt das mal unter euch.
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#10 jb70
5.8.14, 17:08
Sicher eine gute Haltung der Eltern,kann aber mMn nur funktionieren,wenn die "Streithähne" in etwa gleichaltrig sind und auch dann nur bis zu einem gewissen Alter.Sind die Kinder schon älter,kommen die Eltern oft gar nicht drumhin,zu schlichten oder sich gegebenenfalls zu positionieren, sobald die Streitthemen über das "Sandschauferl" hinausgehen ;-).
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#11 Upsi
5.8.14, 19:13
Bei uns flogen ständig die fetzen, erst wenn beide Kinder brüllten, weil die handgreiflichen Auseinandersetzungen weh taten oder die Nase schon blutete, fielen sie sich um den Hals und entschuldigten sich gegenseitig. Ich bin nur dazwischen gegangen wenn es zu heftig wurde, aber immer war man ja nicht dabei als sie alter waren. Der Krieg hielt an bis beide in unterschiedlichen Städten eine Lehre begannen. Heute freuen sie sich wenn sie sich mal treffen.
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#12
5.8.14, 22:15
einen versuch ist der tipp allemal wert. aber bitte die situation im auge behalten... ich habe verschiedene situationen erlebt in denen dann geklärt wurde wer der stärkere ist. da gabs schon so manche blutige nase und blaue flecken... ;-)
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#13
5.8.14, 22:34
@Upsi:
bei uns war es auch immer so,wir waren 3 Kinder,...manchmal wie HUND und KATZ aber leider nur 2 freuen sich jetzt,wenn sie sich sehen.
Meine Tochter mischt sich bei ihren 3-en auch weniger ein oder legt den Gegenstand des Streites einfach weg und ich als Oma hab da weniger zu schlichten...halte mich raus.

....ich staune auch immer,dass sie sich am Ende entschuldigen,das haben wir damals nicht so gemacht!
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#14
6.8.14, 07:11
So probiere ich es auch immer!
Bei zwei Jungen und einem Mädel, sie ist das mittlere Kind, manchmal gar nicht so einfach. Wenn alle streiten sind sich die Buben nach kurzer Zeit einig und gehen gegen die Schwester...
@ Upsi: deine Erfahrung lässt mich doch noch hoffen :)
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#15
6.8.14, 19:47
Ich fand es nie gut, wenn meine Eltern meinten, wir müssten den Streit unter uns ausmachen.
1. war ich kleiner und schwächer als meine beiden älteren Schwestern, 2. waren sie meistens einer Meinung und traktierten mich gemeinsam. Wer dann unterlegen war und gelitten hat, kann man sich ja ausmalen.
Zu einer der Schwestern habe ich übrigens seit Jahren keinen Kontakt mehr.
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#16
6.8.14, 22:17
Ich denke, es kommt sehr auf die Situation an und eben auf die Art der Auseinandersetzung.
Manchmal hilft tatsächlich auch, wenn man den Kindern eine Möglichkeit an die Hand gibt, womit sie beide leben können. Meine sind 3 und 5 und manchmal steiten sie, wer was machen darf... dann kann man z.B. Münze werfen, würfeln oder eben Aufgaben verteilen... heute gab es Steit um z.B.: Wer darf Mixer bedienen und wer darf Eier aufschlagen beim Pfannekuchen backen...
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#17
6.8.14, 23:16
Hallo Bernhard.
Du hast mit deinem Tipp vollkommen recht und - er ist gerade hier auch sehr angebracht. Warum? Weil die meisten (so unterstelle ich es einfach einmal) der FM-Teilnehmer Frauen sind. Und was machen Frauen? Sie wollen immer alles richtig machen. Und genau deswegen neigen sie leicht dazu das zu machen, was du in deinem Kommentar angemerkt hast - sie wollen "fair" sein und das Ganze psychologisch klären. Dabei merken sie oftmals gar nicht das genau das passiert, was du weiter unten angemerkt hast - sie werden von den Kindern benutzt. Dein Rat also mit dem "macht das unter euch aus" ist goldrichtig und ich selbst werde ihn das nächste mal bei meinem Enkel anwenden, wenn er mit seinen Freunden zusammen spielt und so etwas vorkommt. Denn das ist ein sehr kluger Rat von dir. Danke dafür.
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#18
6.8.14, 23:47
Unsere Mutti gab uns damals manchmal beiden jeder einen gaaaanz großen Kochlöffel in die Hand und ging dann wieder.
Da jede Angst hatte, Schläge von der anderen zu bekommen, verlief es unblutig und die Kochlöffel wurden nicht eingesetzt.
Streit beendet.
Ob das anno ca. 1965 richtig war, keine Ahnung.
Heute dürfte man das nicht mehr machen, denke ich.
#19
7.8.14, 03:36
wenn 2 Katzen raufen,einfach kaltes Wasser besprühen,,,dann sind beide sehr lange damit beschäftigt sich gegenseitig zu putzen....,,,,*gg*
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#20 Greenseven
7.8.14, 05:28
Also meine Eltern haben mit und meinen Geschwistern auch häufig gesagt wir müssen es unter uns aus machen, und ich bin mit 4 Jahren abstand der jüngste von vier Geschwistern.
Manchmal ging es so weit dass wir uns "prügelten" wobei ich eigentlich mehr eingesteckt habe..
Heute sind mir meine Geschwister wichtiger als alles andere und wenn wir uns mal eine Woche nicht sehen vermissen wir uns gegenseitig sehr.
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#21
7.8.14, 06:17
@Ringelstrumpf: Na ja, das kann auch anders rum sein.Ich war die Älteste und es hieß immer: " du bist doch schon groß und vernünftig" und man erwartete ganz selbstverständlich, dass ich zu Gunsten der beiden "Kleinen" zurück steckte. Das hat dann bewirkt, dass ich bis heute denke meine eigenen Bedürfnisse wären nicht so wichtig.
Bei meinen Kindern habe ich das dann anders gemacht und es hat funktioniert.
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#22 jb70
7.8.14, 07:15
alblinse:
Da stimme ich Dir zu - oft wird von den Ãlteren erwartet,dass sie zu Gunsten der jüngeren Geschwister kleinbeigeben.Eine unfaire Sache,denn die Kleinen wittern den "Welpenschutz" sofort und nutzen ihn klarerweise aus.
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#23 krillemaus
7.8.14, 10:38
Habe bezüglich Einmischung der Eltern bei meiner Ex- Schwiegerfamilie ganz schlechte Erfahrungen gemacht: Drei Geschwister, zwei ältere Bruder (einer mein Ex-Mann), die jüngste ein Mädchen, natürlich Mutters Liebling, die aber auch vom Vater wegen angeblicher Krankheiten immer vor den älteren Brüdern in Schutz genommen wurde, gleichgültig, was sie sich Infames einfallen ließ (dazu war sie nie zu krank!). Sobald ihre Sirene anging, wurden die Brüder vor Vaters Gericht zitiert, gegeneinander ausgespielt und dann beide vermöbelt.
Bei den Mahlzeiten gab es vom Vater Wissensfragen, auch da wurden die Brüder gegeneinander ausgespielt.
Es entstand ein Klima von gegenseitigem Misstrauen, das bis heute anhält. Mehr als vierzig Jahre danach sind alle drei Geschwister miteinander bis aufs Blut verfeindet und trachten danach, sich möglichst großen Schaden zuzufügen. Alle drei Geschwister sind zu engen menschlichen Bindungen weitestgehend unfähig, weil alle drei nur Bestätigung durch ständig wechselnde Fremde suchen.
Ich denke zu starke Einmischung aber auch Heraushalten der Eltern aus kindlichen Streitereien sind Extreme, die nicht gut tun. Eltern sollten sich konsequent verhalten, damit werden Kindern Grenzen aufgezeigt und lernen, andere Menschen zu respektieren.
Eine Methode, die immer bei meinem Junior und seinen Freunden gewirkt hat, den "Zankapfel" aus der Diskussion zu ziehen, nach dem Motto: "Wenn ihr Euch darum streitet, wer damit spielen darf, dann darf keiner damit spielen" Ein oder zwei Mal durchgezogen führte allein der Satz von mir schon zu Frieden, ohne dass ich den Gegenstand des Streites wegnehmen musste.

Erziehung ist ein Experiment, bei jedem Kind neu und unter anderen Versuchsbedingungen, allgemeingültige Anleitungen kann es deswegen nicht geben! Und - das Experiment kann auch mal scheitern!
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#24 Greenseven
7.8.14, 10:43
@krillemaus
Das ist eine schlimme Sache aber ich finde das hat wenig mit dem Tip zu tun.. Der Vater deines Mannes war anscheinend einfach nur gefrustet und leicht bösartig..
#25 krillemaus
7.8.14, 10:56
@Greenseven: Nun , ja, das kann man so, aber auch anders sehen......
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#26
7.8.14, 11:02
@Greenseven: Ich sehe das auch etwas anders. Meine Schwester war nur ein Jahr jünger, aber eben wesentlich zierlicher. Ergo war es selbstverständlich, dass ich Rücksicht nehmen musste.Wenn sie mich verkloppt hat sollte ich still halten,weil das kleine Kind mich ja bestimmt nicht totgeschlagen hat. Wenn ich zurückschlug hieß es " wie kannst du das kleine Kind schlagen.
Das wusste sie sehr gut. Wenn sie ihren Kopf nicht durch setzen konnte heulte sie los und ich kassierte eine Ohrfeige.Und das war auch im Erwachsenenalter nicht anders. Sie wusste ja wie es geht.
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#27
7.8.14, 11:34
Guten Morgen!
Weitestgehend gebe ich dir Recht.
Meine Schwester ist 9 Jahre jünger als ich.Wir hatten ein gemeinsames Schlafzimmer.Hatte zur Folge, wenn ich im Bett noch lesen wollte, schrie sie lauthals:"Die hat wieder Licht an!"
Mutter kam so an manchem Abend mehrmals 2 Treppen hoch und an mich als Älteste wurde appeliert, doch vernünftig zu sein und das Licht auszumachen. sie hätte auch meiner Schwester sagen können, sie solle sich rumdrehen und die Augen schließen. Meine kleine Schwester hat damals ihre Macht voll ausgespielt und ich hätte sie manchmal erwürgen können.
Wir haben in ganz vielen intensiven Gesprächen vieles aufgearbeitet und heute, wo unsere Eltern nicht mehr leben, sind wir froh, dass wir uns haben.
Allen einen guten Tag!!!
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#28
7.8.14, 11:37
@alblinse: Löst viel Frust aus, wenn von der Ältesten immer Vernunft gefordert wird.
#29 jb70
7.8.14, 11:57
#23 krillemaus:
Ich finde,Dein letzter Absatz trifft es auf den Punkt !
Wir haben 5 Kinder (vom Erwachsenen bis zum Kleinkind) und kann nur was mich betrifft behaupten,ein Patentrezept diesbezüglich gibt es nicht - dafür sind die Kinder zu verschieden ;-).
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#30
7.8.14, 12:05
@Kehlburg: Ich denke es ist nicht nur Frust. Das Selbstwertgefühl leidet auch. Und die "Kleinen" denken es müsste ein Leben lang nach ihren Wünschen gehen.
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#31 jb70
7.8.14, 12:19
Möchte noch ergänzend hinzufügen,wenn es sich wie in unserem Fall um eine Patchwork Familie handelt,kommt noch erschwerend hinzu,dass man höllisch aufpassen muss,um Eifersucht und Rivalität unter den Geschwistern zu vermeiden.
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#32 UliHapunkt
7.8.14, 13:57
Nun, das halte ich auch für wichtig, denn so lernen sie die Kompromisse auch und den Umgang mit Konflikten. Die "Oberhand" gewinnen Kinder nicht immer, wenn man sie zum "sich abwechseln" bewegt, eher der Satz, dass Brüderchen oder Schwesterchen ja noch zu klein sind. Dann fühlt sich das ältere Kind zurecht zurückgesetzt. Oftmals wird das Spielzeug ja den älteren Kindern entzogen, damit das Kleine "auch mal spielen darf". Das wiederum halte ich für fatal. Ich griff erst ein, wenn es zu sehr groben Handgreiflichkeiten kommt.
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#33 Greenseven
7.8.14, 14:41
Es tut mir leid dass ich das so direkt anspreche aber.. Was sind das denn für Eltern die ihr Kind schlafen? Selbst wenn es "nur" eine Ohrfeige ist!?
Das meinte ich speziell mit bösartig, garnicht mal das vermehrte einmischen oder raushalten. Wie schon von jemand anderen erwähnt sind beide extreme, wie immer und überall, nicht gesund.
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#34 UliHapunkt
7.8.14, 14:48
Habe ich einen Beitrag übersehen, wo es ums Strafen geht? War mit "schlafen" ja sicher gemeint. Strafen sind wieder eine andere Sache, Konsequenzen ja, aber keine physische oder psychische Gewalt. Aber es geht um Kompromisse zwischen Geschwistern.
#35
7.8.14, 15:02
@Greenseven: Das war in den 50iger und 60iger Jahren mehr oder weniger normal.
Am schlimmsten war für mich, dass wir den Teppichklopfer selbst holen mussten, dann wurde er dem Vater oder der Mutter übergeben , die dann damit die Schläge ausführten.
Manchmal stellte sich dann heraus, dass man eigentlich gar nichts "verbrochen" hatte.Dann war es eben "fürs nächste Mal". Heute frage ich mich was gewesen wäre, wenn ich das in Anspruch genommen hätte.
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#36
7.8.14, 15:04
@UliHapunkt: Ich meinte jetzt auch nicht speziell die Ohrfeige, sondern das eben die bevorzugten Kinder sehr schnell begreifen wie sie ihre Mittelchen einsetzen.
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#37 UliHapunkt
7.8.14, 15:09
@alblinse, ja das kenn ich auch und ist ja erst, glaube ich, 2000 strafbar geworden. Aber ganz gleich, wie unsere Kindheit war, solches möchte ich jedem Kind ersparen. Dass man oft und stark provoziert wird, zwickt unheimlich, aber da kommts drauf an, ob man wirklich vieles (nicht alles) anders machen würde und da gilts halt, den Raum zu verlassen, durchatmen und wieder rein. Ich habe nach Gerüchten Dresche bezogen, auch als sich erwies, dass das Gerücht nicht stimmte. Während die jüngeren Geschwister alles duchgekriegt haben und nichts abgefangen hatten, hat man sich überwiegend an den Älteren zu Schaffen gemacht, ist bei vielen Familien so und auch die Nachbarskinder waren oft zu hören, was da ablief. Heute würde ich sowas als Erwachsene melden und als ich in der Tagespflege war, habe ich auch meine Konsequenzen gezogen und war auch oft zwangsläufig stramm, aber ganz unabhängig, wessen Kinder es sind. Schläge ist das allerletzte , ist ein Tabu geblieben. Wir wollen doch auch unabhängig der Gesetze nicht die gleichen Wunden hervorbringen oder? Aber jetzt gehts um streitende Geschwister und wie man das regeln oder sich raushalten könnte. Wir schweifen zu sehr ab :)
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#38
7.8.14, 15:26
@UliHapunkt: Ich gebe dir ja recht. es sollte ja nur bekräftigen, dass es eben nicht gut ist wenn die Eltern sich einmischen oder sogar Partei ergreifen.
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#39 UliHapunkt
7.8.14, 15:42
Mit meiner Schwester habe ich mich a uch oft lange über die Kindheit unterhalten und wir haben uns oft ausgesprochen, was nicht immer unter Geschwistern vorkommt und oftmal gehts wegen Erbangelegenheit so richtig auseinander. Erlebe ich auch, allerdings nicht mit meiner Schwester. Wir waren noch nicht in der Situation ,ein Elternteil verloren zu haben, aber ich denke ,dass man das Ganze auch mit entsprechendem Verstand regeln kann und man sich während der Trauer (die intensivste Zeit, denn Trauer bleibt ja ) . Sie hat vieles verstanden, warum wir uns oft in die Haare kriegten und dass ich sie eben auch oft gehasst habe, weil sie eben das Hätschelkind war. Nun fragt sie mich, wenn sie einen Rat wegen ihrer Kinder braucht und da tut sich dasselbe Muster auf. Die kleine ist echt drollig und kann mit ihren großen Kulleraugen viel bewirken, aber das ist eben oft ungerecht dem größeren Bruder gegenüber. Ich behandle beide gleich (bin ja die Tante :D ) und da gibts auch nen gezwinkerten Rüffel, wenn die Kleine wieder zum Hexlein wird. Sie versteht es auch und fühlt sich ertappt :)) so ähnlich erlebte ich das auch bei der Tagespflege und dann wurde darüber gesprochen und ich habe es auch mit Absprache der Kinder (es gibt nunmal Sachen, da hole ichmir die Erlaubnis ein :D ) auch mal mit der Mutti ausgemacht, dass wir alle mal drüber sprechen Das hlft auch ein Stück. Natürlich endeten die Streitereien nicht aber ich habe oft ans Gespräch erinnert und habe sie dann einen Kompromiss austüfteln lassen :)
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#40
7.8.14, 16:11
@UliHapunkt: Ja mit dem Aussprechen klappt das nicht immer. Bei uns hat es nicht geklappt.Meine Mutter war bis zu ihrem Tod der Ansicht, sie hätte noch viel öfter drauf schlagen sollen. Mein Vater ist inzwischen 90 Jahre alt und meint die ganze Verwandtschaft müsse nach seiner Pfeife tanzen. Meine beiden jüngeren Geschwister sind beide schon gestorben. Meine Schwester erst dieses Jahr.
Manchmal ist es schon schwierig mit der Gerechtigkeit. Sehe ich bei meinen Enkeln.
Allerdings gehöre ich nicht zu den Omas, die alles durchgehen lassen. Ich finde es nicht gut wenn man von einem Extrem ins andere fällt ist aber oft so.
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#41 UliHapunkt
7.8.14, 16:44
@alblinse: Leicht ist es keinesfalls. Über meine Eltern war ich sehr erstaunt, denn die scheinen gelernt zu haben, denn die Enkel werden gleich behandelt und bislang hörte ich auch nie, dass es zur Gewalt kam. Mein Vater war eher der Schlagende, meine Mutter vergab Ohrfeigen und kam es zur Prügel, stand sie nur mahnend am Türrahmen. Ich habe ihr lange verübelt, dass sie mir nicht beistand. Zur Zonenzeit haben sich nur wenige Eltern getrennt, war halt noch nicht so schicklich, da wurde die Ehe aufrechterhalten um jeden Preis. Wer sich zu Zonenzeiten scheiden ließ, war wie beispielsweise eine liebe Nachbarin und Kollegin der Mutter ziemlich denunziert worden, weil ja jeder Fehler dann an der Frau lag (also deren Meinung nach). Meine eine Oma, die inzwischen auch verstorben ist, hat uns auch nichts durchgehen lassen, aber es hagelte keine Schläge. Sie hats wirklich drauf gehabt, immer auf unser Gewissen zu horchen. Möchten wir denn, dass die Oma traurig ist, weil die Tür futsch ist? Nein :)) sie hats ja nicht mal drauf angespielt, dass es weniger Süßigkeiten gäbe, was ich genauso falsch halten würde. Sie hat einfach nur traurig geguckt und uns gefragt. Zack, waren wir Engel (für ne Weile :D ) Die heutigen Erziehungsmethoden wie: "Wenn du nicht gehorchst, dann schenkt dir der Weihnachtsmann/ Osterhase gar nichts!" ist einfach ein hilfloses Abgeben der Erziehungskompetenz an imaginäre Wesen. Davon halte ich nichts. Dann gibts halt kein TV, kein dies und kein jenes für den Tag oder das WE und das mit sofortiger Ankündigung. Das zieht eher , ist keine psychische und keine physische Druckmethode, sondern eben eine Konsequenz und auch kein neues Spielzeug, damit es wertgeschätzt wird, was da ist und nicht wie heute in Hülle und Fülle Zimmer voll und TV, Spielkonsole etc. Das klingt streng, aber so konsequent brauchts halt auch die Erziehung. Vieles wird gemeinsam besprochen und beschlossen, es gibt auch viel Spaß, aber Grenzen müssen sein.
#42
7.8.14, 17:02
@UliHapunkt: Ach in der südddeutschen, katholischen Provinz war das auch nicht anders.Und das mit der Drohung mit Christkind, Osterhase gab es bei mir schon.
Ich musste einmal am Heiligen Abend noch ans Christkind schreiben und Besserung geloben damit ich die Puppe bekam. Meine Mutter hat nicht gemerkt, dass ich sie sah mit der Puppe.
Während wir aßen legte sie das Teil unter den Baum.
Konsequenz finde ich auch richtig. Allerdings kriege ich des öfteren mit, dass es bei der Drohung bleibt. Und das haben die lieben Kleinen auch schnell raus.
Ja die Kindererziehung ist ein Kapitel für sich.
P:S. Mein Vater war auch bei den Enkeln der Ansicht lieber ein paar auf den Hintern.
Das war für ihn das Allheilmittel.Inzwischen hat er 8 Urenkel.Ich glaube er ist immer noch der gleichen Ansicht.
#43
7.8.14, 17:10
@alblinse: Ich habe kürzlich ein Buch gelesen, was mich veranlasst hat, zu rechnen und recherchieren: Mein Vater war 21 Jahre, als der Krieg ausbrach und mit 23 Jahren war er im Winter in Sibirien, wo er infolge einer Erfrierung ins Lazarett gekommen ist.Diese Erfrierung hat ihm demzufolge das Leben gerettet.
Fazit: Bei aller Liebe bin ich auch mit dem Holzlöffel geschlagen worden.Aber was sind für unsere Eltern, die viiiiiiiiiiiiel Schlimmeres haben mitmachen müssen, denn Schläge gewesen ?
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#44 UliHapunkt
7.8.14, 17:19
Also dass die Großeltern ja leider auch immer ein Umgangsrecht haben ist eins, aber würde ich jemanden dabei erwischen, mein Kind zu schlagen, wäre ich sehr drum bemüht, dass dieser Umgang unterbunden wird. Nach den physischen Wunden bleiben die psychischen und die möchte man so gut es geht , von Kindern fernhalten. Klar gab es vor zig Jahren sogar auch Züchtigung an Schulen, aber das sollte längst passé sein und dennoch gibt es solche Lehrer. Allerdings ist es heute fast andersrum. Da kommen die überbeglückten Mamis und nehmen ihre Kinder in Schutz, statt zu irgendwelchen Taten zu stehen. Ich habe auch ganz schön mit den Eltern rödeln müssen, dass ein Smiley-System nichts hilft, wenn keine Konsequenz folgt. Es hieß ja bei mind. 3 Smileys mit Mundwinkeln nach unten gibts keine Klassenfahrt oder was auch immer schönes anstand. Und dem Gequengel wurde dennoch immer nachgegangen, also kriege ich fiese Fratzen, dass ich ja nichts zu sagen hätte, denn sie würde ja doch alles bekommen. Nach einem weiteren Gespräch mit den Eltern habe ich gesagt, dass ich beim nächsten Mal nachgeben die Zusammenarbeit beende, denn so wird mir die Kompetenz untergraben und das auf der Nase tanzen muss ich mir nicht geben (in Gedanken fügte ich hinzu: erst recht nicht für 1-3Euro/stunde öffentliche Finanzierung und nachgeschmissener Betreuung) , dann haben die erst einen Plan mit mir ausgearbeitet, den ichlängst anbot und dann ging es gut weiter, auch wenn ich gelegentlich kneifen musste, dass es wieder ins alte Muster verfällt. Also blieb die Zusammenarbeit, bis der BEdarf durch ein Babyjahr erstmal nicht mehr gegeben war :-)) aber ich sollte danach schon wiederkommen, da wir eben eine gute Basis hatten. Bin aber allgemein ausgestiegen. Konsequenzen ja, GEwalt nein, darüber sind wir uns und auch viele sich einig. Und es ist nicht leicht, Eltern oder auch eigene VErwandte zu einer guten Zusammen"arbeit" zu bewegen, sei es zuviel durchlassen oder auch eben Schläge, also beide Extreme oder zuviele Geschenke ohne Absprachen. Perfekt sind wir alle nicht, aber ich denke, wir sind mit dem Herzen das Richtige :)
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#45
7.8.14, 17:22
@Kehlburg: Das mag ja alles sein.Ich habe auch viel darüber gelesen. Und mir ist schon klar, dass der Krieg vieles verursacht hat.
Allerdings entschuldigt das nicht alles. Es gab auch Menschen, die im Krieg waren und trotzdem nicht geschlagen haben.
Und wie viele waren auch danach der Ansicht, dass der Krieg richtig war. Dazu gehört mein Vater! Er war bei der Waffen-SS. Er ist stolz drauf und ich schäme mich dafür.
Wie oft habe ich den Spruch gehört " Bei Hitler hätte es das nicht gegeben" oder " Man sollte mal wieder einen kleinen Hitler haben". Und deshalb ist das für mich keine Entschuldigung!!
1
#46
7.8.14, 17:24
@UliHapunkt: Dem stimme ich zu.
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#47 UliHapunkt
7.8.14, 17:27
Finde ich auch so, es entschuldigt nichts , auch die eigene Kindheit nicht. Entweder man bricht eine solch schlimme Tradition oder man wird genauso. Es gab noch so Sprüche wie "Wer sein Kind liebt, züchtigt es" gruselig! Wir können es mindestens besser machen. Es geht nicht um perfekt, sondern es einfach zu durchbrechen, was uns als Kinder geschadet hat. Ganz unabhängig, ob es das Gesetz erlauben würde oder wie es ja richtig ist, endlich verboten.
#48
7.8.14, 18:38
@alblinse: Bei uns auf dem Hof hatte kaum jemand Zeit, sich um uns zu kümmern. Meine älteste Schwester (3 Jahre älter als ich) hatte nicht den Auftrag, auf die Kleineren aufzupassen (wir waren damals 4), meinte aber wohl, sie müsste uns "erziehen", was oft mit Schlägen durch sie endete, wenn niemand dabei war. Ich war sehr ängstlich, ruhig und verschüchtert; meine beiden älteren Geschwister waren "Papas Lieblinge", da sie mehr seinen Vorstellungen von halbwegs perfekten Kindern entsprachen.
Als ich älter war und es wieder einmal hieß: "Macht das unter euch aus!", habe ich in meiner Not blindlings die Fäuste vor meinem Gesicht routieren lassen und meiner ältesten Schwester die Nase blutig geschlagen. Das fand nun auch wieder niemand gut. Erfolg: Meine Schwester hat mich danach nie wieder geschagen. Ich habe mich lange schuldig gefühlt.
#49 Klick
7.8.14, 20:20
Wir waren vier Brüder im Abstand von einem Jahr. Was haben wir uns gekloppt und Mutproben waren an der Tagesordnung. Unsere Eltern haben sich nie eingemischt, wir haben das immer unter uns geklärt und gegenüber anderen Jungs waren wir uns immer einig und jeder hat den anderen beschützt. Wenn die Streiche zu toll waren,hat Vater auch schon mal den Gürtel genommen und Mutter die Holzkelle, aber s waren keine Schläge, mehr Drohung oder kleine Klapse. Für unsere Kinder undenkbar, Schläge waren tabu, obwohl die auch viel Unsinn angestellt haben.
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#50
7.8.14, 23:28
Eure Kommentare helfen mit voll unsere Situation objektiv zu betrachten. neun Sohn ist vier und seine kleine Schwester 14 Monate. Von ihn verlangt man sehr oft Rücksicht und das er sie doch auch mal lassen soll, habe einfach auch Angst das sie sich verletzen und wünsche mit das er sie auch so liebt wie ich. Es ist wohl sehr wichtig sie einfach öfter machen zu lassen. Sie hat dieses unglaublich süße alter und kann eine große Dramatik darstellen so das man oft geneigt ist ihrem Willen bei zu Pflichten. Denke es ist an der Zeit die Waage wieder etwas auszugleichen!!!
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#51 Klick
7.8.14, 23:50
@madimba: schenk ihnen beiden soviel Liebe wie du kannst, sie sind so schnell groß. Kleine Zankereien unter Geschwistern stärken das Selbstbewusstsein und sind völlig normal. Wenns zu heftig wird schreitet ein, wie, das wird dir dein Instinkt als Mutter sagen.
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#52
8.8.14, 06:06
Ich habe bei meinen 2 Kindern (inzwischen 13 und 15) manchmal einfach nur laut zu lachen angefangen. Manchmal haben sie gestritten ohne noch zu wissen, warum eigentlich.
Mit dieser gaanz "entspannten" Reaktion habe ich gute Erfahrungen (zur De-Eskalation) gemacht.
Und es ist immer gut, den Kindern zuzutrauen, ihren Konflikt - mit evtl. etwas Unterstützung - selbst zu lösen.
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#53
8.8.14, 07:21
@Ringelstrumpf Es ist schwierig. Ich glaube, dass oft die schüchternen, ruhigen Kinder einfach "übersehen" werden. Leider sehen oft auch die Eltern das nicht so richtig. Bei uns war eben ich die ruhigste. Das Blöde ist ich traute mich noch nicht mal im Erwachsenen Alter meinen Eltern zu widersprechen. Meine Schwester schon. Allerdings waren am Ende alle verkracht. Mein Vater kam nicht mal zur Beerdigung meiner Schwester. Armselig oder?
#54
8.8.14, 14:06
@alblinse: Traurig!
3
#55 krillemaus
9.8.14, 11:25
Ich bin wegen früher Scheidung meiner Eltern bis zu meinem 12 Lebensjahr vaterlos aufgewachsen, meine Mutter musste arbeiten und ich wurde tagsüber von meiner kranken Oma betreut - sicher ein Lebensumstand, der für meine Mutter schwer war. Dazu kam noch, dass mein Vater unregelmäßig oder keinen Unterhalt für mich zahlte - finanziell war es also auch knapp.
Trotz der stressigen Umstände hat mich meine Mutter fast nie geschlagen, sie wusste mich in anderer Hinsicht zu strafen - sie "muffelte", wenn ich ihre Erwartungen nicht erfüllt hatte. Das bestand darin, dass sie nicht mit mir sprach, Zuneigungszeichen wie in den Arm nehmen, Kuscheln o.ä. verweigerte sie auch. Das Prinzip, dass man sich abends wieder vertragen sollte, hielt sie nie ein, das Muffeln ging manchmal eine ganze Woche. Sie ging morgens aus dem Haus, ohne mit mir zu sprechen und kehrte abends heim, ohne mich zu begrüßen - für mich als Kind eine schreckliche Situation. Heute würde man sagen, sie hat mich mit latenter Androhung von Liebesentzug erzogen.
Dass ich fast mein halbes Leben lang mein Verhalten darauf hin gerichtet habe, bei niemandem anzuecken und es allen Leuten recht zu machen, ging mir erst auf, als mein damaliger Mann die gleichen Verhaltensmuster wie meine Mutter zeigte und ich so darunter litt, dass ich krank wurde. Die Ehe zerbrach dann daran, weil er nicht einsah, dass ich mich emotional nicht mehr unter Druck setzen ließ.
Es gibt also nicht nur körperliche Gewalt, die Eltern ihren Kindern antun können (und die ein Ausdruck von absoluter Hilflosigkeit ist), psychische Gewalt ist mindestens genauso schlimm. kommt aber oft in so sanftem Erscheinungsbild daher, genannt "pädagogische Maßnahmen".
1
#56
9.8.14, 14:30
@krillemaus: Ach das kenne ich auch. Meine Mutter schlug zu wo sie gerade traf das andere Mal sprach sie nicht. Einmal hatte ich es so dick, dass ich dann auch nicht mehr grüßte wenn ich heimkam . Und dann beschwerte sie sich bei meinem Vater über meine Ungezogenheit.
Mir geht es auch so, dass ich es jedem recht machen wollte. Jetzt bin ich über 60 und kämpfe immer noch da gegen an.
#57 watz
11.8.14, 14:27
... Ja, klappt.
Die salomonischen Kompromisse sind was für Anfänger ;-).
... und auch nicht Kindgerecht.
4
#58
12.8.14, 20:52
diesen tipp finde ich schlecht. es gibt gewiss kleinigkeiten, bei denen er funktioniert, aber mit einem lapidaren "macht das unter euch aus" wird den kindern mitgeteilt, dass es den eltern gleich ist, was für sorgen und nöte das kind oder die kinder gerade miteinander haben. kleine kinder diskutieren nicht, sie kreischen oder nehmen sich das recht des stärkeren. gerade bei orgelpfeifen ist das nicht gerecht. entweder werden die kleinen völlig überfahren, oder es wird besondere rücksicht auf sie erwartet. ein freifahrtschein für die kleinsten kann aus ihnen wahre ungeheuer machen, der älteste und stärkste braucht dann keine argumente. seine kraft und seine größe, in verbindung mit rücksichtslosigkeit, sind meistens grund genug, um ihn gewähren zu lassen.

ich möchte meinen kindern das gefühl geben, dass sie mit allem zu uns kommen können, was sie bewegt. verschlossen werden sie meistens ab einem gewissen alter von allein.

das bedeutet nicht, dass die kinder alle probleme von ihren eltern lösen lassen sollen. die kinder sind noch klein, sie lernen es gerade erst, wie man sich in konflikten verhalten soll und wie man sie löst. dazu braucht es manchmal eben auch eine art schiedsrichter, der sich beide parteien anhört und vielleicht auch berät oder einfach etwas in erinnerung ruft.

als ausnahme mag es angehen, jedoch finde ich, dass damit als grundsatz weder den kindern noch den eltern damit ein gefallen getan wird.
3
#59
17.10.14, 20:08
Da meine Schwester (+8) es auch sehr oft ausgenutzt hat, dass sie stärker ist als ich und es meinen Eltern egal war (sie wollten, dass ich sie mit meinen Problemen nicht belästigte), reagiere ich geradezu hysterisch, wenn meine Beiden sich körperlich zanken.
Ich erinnere mich daran, wie ich als Kind in ständiger Angst vor meiner Schwester gelebt habe, nirgendwo sicher war, weil sie sich irgendeinen Grund aus den Fingern gesogen hat, mich zu schlagen, wenn sie schlechte Laune hatte.
Obwohl ich inzwischen größer und stärker bin als sie, habe ich immer noch panische Angst, andere Menschen zu verärgern, meine persönlichen Bedürfnisse durchzusetzen, weil ich immer noch Angst davor habe, dass die Leute sich dann skrupellos rächen und dabei auch vor körperlicher Gewalt, Lügen, Stehlen nicht zurückschrecken. Diese Erfahrung sitzt so tief in mir drin.
Nein, ich werde weiterhin dazwischen gehen, wenn meine Kinder sich gegenseitig schlagen, beissen, treten.
3
#60 Upsi
2.1.15, 15:41
Schon wieder so alte Kamellen die unterschiedliche Meinungen zu Streit ausarten lassen. Kinder und Mütter sowie deren Verhalten kann man eh nie vergleichen und in einen Topf werfen. Hat denn keiner ein vernünftiges Gulaschrezept ?

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