"Mamakind" schrittweise an Abwesenheit der Mama gewöhnen

Jetzt bewerten:
4,1 von 5 Sternen auf der Grundlage von

Diesen Tipp habe ich von einer fünffachen Mama mit 13 Enkeln - wenn eine sich auskennt mit den Kümmernissen kleiner Kinder, dann sie.

Was tun, wenn die Eltern - speziell die Mama, beim Zubettgehen des Zweijährigen nicht da sind und das Kind verzweifelt weint?

Die Lösung, dann einfach NIE weggehen ist keine. Auch Eltern haben mal ein Recht auf Zeit für sich als Paar, und wenn es nur ein paar wenige Stunden sind. Die Omas, die versuchen, das nach seiner Mama schluchzende Kind zu beruhigen - oder der Babysitter - leiden mit dem traurigen Kleinen mit.

Hilfe bringt eine Kinderuhr/Wecker mit ganz großen Ziffern, die das Kind am besten selbst aussuchen darf. Das ist die sogenannte "Mamauhr".

Mit ihr trainiert man schrittweise, dass die Abwesenheit der Mutter vorbei geht und insofern nichts Bedrohliches hat. Ein roter Punkt wird auf die Zeit der Rückkehr geklebt und man sagt dem Kind: sobald der Zeiger hier steht, ist Mama wieder da. Es gibt Uhren mit Tieren, da könnte man sagen: steht dieser Zeiger auf dem Schaf, ist Mama zurück.

Am Anfang geht Mama nur eine halbe Stunde weg, dann eine, bis es möglich ist, dass die Eltern mal ins Kino oder ins Konzert gehen, ohne dass das Kind verzweifelt. Natürlich ist immer eine Vertrauensperson bei ihm, das ist ja wohl selbstverständlich.

Und ganz klar ist natürlich, dass die Mutter superpünktlich wieder zurück sein muss .

Mit dieser Methode wird es sicher klappen, dass die Eltern/die Mama mal ohne schweren Herzens weggehen können. Und entspannte Eltern haben viel mehr Geduld!

Von
Eingestellt am

7 Kommentare


2
#1
7.4.14, 21:33
Also meistens macht es den kleinen ja nichts aus bei Oma zu sein, da sie schon seit klein auf dort mal übernachtet haben und die Oma ja meist bestens kennen. Den ganz kleinen kann man den Uhrtrick nicht zeigen, da sie nicht wissen um was es überhaupt dabei geht, oder es interessiert sie auch nicht, denn Mama muss jetzt da sein und nicht erst später :) Ungeduld ist das Problem der Kinder. Am meisten sind es ja die aller kleinsten, die die Mama vermissen und wie gesagt zu klein, um das mit der Uhr und den Punkt zu verstehen. Abgesehen davon, wenn man dem Kind erzählt, Mama sei wenn der Punkt dort steht, wieder da und dann verspätet sich Mama warum auch immer (Stau, Notfall) dann wird das Kind im endeffekt ja vera....
Auf der anderen Seite, finde ich es zu stressig, um nach einer halben Std wieder zu kommen und das dann immer steigern, mehr Stress als Erholung. Ich habe meistens so lange gewartet bis das Kind schläft und bin dann los und Oma war da falls es aufwacht. Zwar kein schlechter Tipp, aber wie gesagt für die kleinsten die ja am schlimmsten sind, nicht wirklich nützlich.
15
#2 Upsi
7.4.14, 23:38
Kinder haben ein feines Gespür dafür, wenn man weggehen möchte. Mein Enkelkind lisa , konnte man immer lieb und ruhig ins Bett vbringen. Ein Märchen und ein schlafliedchen und schon gingen die äuglein zu. Wenn ich aber mit meiner Tochter abends zum Sport oder mal ins Kino wollte, lisa war putzmunter. Wir haben beide vor ihrem Bett gestanden und gesungen wie die Weltmeister, nix war, lisa plapperte lustig weiter.selbst die sauflieder wie, es gibt kein Bier auf Hawaii, die wir anstimmten weil uns die Kinderlieder ausgingen, gefielen ihr wohl gut. Es war zum verzweifeln. Wir hatten eine fast lebensgroße clownpuppe zu Hause, der hab ich mein Nachthemd angezogen und sie neben Lisas Brettchen aufs Sofa gelegt, zugedeckt so das sie dachte ich schlafe da. Meine Tochter sagte dann zu ihr Psst, die oma will schlafen, das hat geholfen. Für Notfälle war ja der Opa noch da, ganz allein haben wir sie nie gelassen
7
#3
8.4.14, 06:30
Die Idee ist sicher gut, aber wenn man seine Kinder von Geburt an immer mal wieder kurz abgibt erspart man sich, und vor allem dem Kind, viel Stress.
Das hat sogar mit "meinem Mamakind" geklappt.
4
#4
8.4.14, 13:52
Wir haben unsere Zwerge nicht oft abgegeben sondern hatten sie meißt dabei bei grillabenden mit Freunden oder ähnlichem. Mann muss aber auch dazu sagen ich habe superfriedliche Kinder die auch wenn sie müde werden nicht "griedelig" sind. Zur Oma sind die aber immer gern gegangen und mittlerweile ( sie sind 3 und 5) ist es so das die Kinder ein bis zweimal im Monat die Oma herquatschen das sie übernachten wollen und ich und mein Mann dann einfach ganz spontan ins Kino gehen. So haben die nichtmal das Gefühl " die Mama geht weg und ich darf nicht mit". Die Idee mit der Uhr find ich aber trotzdem gut, wenn die Kinder einen unbedingt brauchen zum mitspielen und man grad mitten am bügeln oder so ist könnt man ihnen damit erklären das wenn der Zeiger beim Schaf ist das Man dann kommt zum mitspielen.
5
#5
8.4.14, 17:37
Das mit der Uhr finde ich prima, aber wie Glucke 1980 schon sagt, die ganz Kleinen kapieren das noch nicht. Mein Sohn ist Einzelkind und hat mit 5 Wochen schon bei meinen Hauswirten auf der Besucherritze geschlafen. Er bekam Fläschchen. Er hatte öfter abends einen Babysitter und war daran von kleinauf gewöhnt. Ich war ja den ganzen Tag immer da. Mit 4 Jahren fing er an zu motzen, ich dürfte abends nicht weg mit meinen Freunden. Ich sagte ihm, dass er dann auch nicht mehr zu seinen Freunden dürfte und immer bei mir zuhause bleiben müsste. Mammas müssten auch mal weggehen, damit sie fröhlich bleiben. Das Thema hatte sich dann erledigt. Wenn Kinder von früh auf gewohnt sind auch mal woanders zu schlafen oder einen ihm bekannten Babysitter zuhause zu haben, gibt es selten Probleme. Die meisten Probleme hat oft das Mutterherz, was nicht loslassen kann und das Kind spürt das. Wer sein Kind liebt, der schickt es auf Reisen.
4
#6 Icki
9.4.14, 11:21
Upsi, köstlich, ich habe mir diese Szene wie aus einer Komödie vorgestellt, die verzweifelten Erwachsenen, die inzwischen ihr ganzes Kinderrepertoire durch haben und nun bei den Saufliedern angekommen sind und man sieht ihre Verzweiflung im Gesicht... grandios!

Zum Tipp selbst: Ich kann nicht einschätzen, wie gut der Tipp funktioniert, einfach weil ich keine kleinen fremdelnden Kinder um mich habe.

Aber die Grundidee mit der Uhr gefällt mir. So mit 5, 6 Jahren hat meine Mama mich immer in die Badewanne gesetzt, Wassertiere mit rein und dann auf die Uhr gezeigt und sowas gesagt wie: "Wenn der große Zeiger bei der 6 steht, machst du ganz viel Lärm, dann hol ich dich wieder aus der Wanne." Manchmal habe ich dann versucht, ganz leise zu werden, wenn der Zeiger bei der stand, weil es mir in der Wanne noch so viel Spaß machte, aber dann war sie eigentlich noch schneller da... eine leise Icki war wohl meist ein schlechtes Zeichen...
1
#7
12.4.14, 11:35
Upsi: herrlich deine Erfahrungen. Ich stelle mir gerade den Clown im Nachthemd vor. Süß

Den Uhrtipp kann ich übrigens nur empfehlen. Das hat meinen Kindern auch geholfen. Wichtig ist, dass man zur verabredeten Uhrzeit dann auch wirklich daheim ist.
Einmal rief mich mein Großer an, als die verabredeten Ziffern 1545 auf dem Wecker standen und ich noch nicht zu Hause war.

Verfasse einen Kommentar

Emojis einfügen