Mehr Kalorien verbrauchen beim Ausdauersport

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Der Tipp stammt vom Freund meines Sohnes, der Sport studiert. Wenn man Ausdauersport betreibt, wie Joggen, Radfahren, Schwimmen, auf dem Hometrainer sich abstrampeln usw... sollte man nicht immer mit gleichbleibender Geschwindigkeit trainieren, sondern abwechselnd sehr schnell laufen/kräftig treten/schwimmen, um den Puls nach oben zu treiben, und das dann ein paar Minuten durchhalten, dann langsam weitermachen, bis der Herzschlag sich beruhigt hat, dann wieder etwas schneller, dann wieder ganz schnell -die Zyklen von leichter, mittlerer und hoher Belastung immer wiederholen, bis man die erstrebte Trainingszeit erreicht hat.

Der Körper verbraucht bei ständig wechselnder Belastung in gleicher Zeit mehr Kalorien als bei gleichmäßiger Belastung. Er meinte, es sei wie bei einem Auto, das bei wechselndem Beschleunigen/Abbremsen auch mehr Sprit verbraucht als bei gleichbleibender Geschwindigkeit.

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Themen: Rauchen

8 Kommentare


#1 Flausi
29.7.11, 09:46
Das stimmt grundsätzlich, jedoch sollte dazu erwähnt werden, dass man dies nicht als "Anfänger" machen sollte, denn so geht einem schnell die Puste aus. und somit auch der Spass. Also erst mal eine Grundkondition antrainieren, und dann mit Intervalltraining beginngen ;)
#2 wermaus
29.7.11, 10:18
@Flausi: Auch als Anfänger kann man es machen - wenn die Puste ausgeht, etwas langsamer weitermachen... ich finde es im Grunde sogar für Anfänger gar nicht übel. Die Grundkondition kommt dann auch so.
Danke übrigens für das Stichwort Intervalltraining - der Begriff ist mir bei der Beschreibung partout nicht eingefallen.
#3 jojoxy
3.8.11, 09:14
Super Tip, hab ich schon mal gehört mit dem intervalltraining.
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#4 kati
4.8.11, 09:17
Wenn "ältere" Menschen sich dazu entschliessen, diesen Ausdauersport zu betreiben, sollten sie sich vorher vom Arzt durchchecken lassen, auch wenn sie vor haben, es anfangs mässig anzugehen.

Ansonsten ist es ein super Tipp.
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#5 pokker
9.8.11, 15:42
Intervalltraining = Höherer Kalorienverbrauch - super oder doch schlecht, was fängt man jetzt mit dem Wissen an?
Ohne Wissen über die Energiebereitstellung bei sportlichen Tätigkeiten und deren Zusammenhänge hat die Aussage wenig Wert, d.h.:
Möchte ich Fettpölsterchen abbauen bedeutet das mehrere Stunden Intervalltraining. Wer möchte das schon?
Möchte ich Tempoverschärfungen in einem sportlichen Wettkampf mit gehen können ist Intervalltraining ein probates Mittel.
Auch für Jemanden der mehr Kalorien aufnimmt als er für seinen normalen Tagesbedarf benötigt ist es ein gutes Mittel zum Gewicht halten. Umgekehrt, möchte man sich nicht Erschöpfen, bedeutet das aber auch wiederum mehr Kalorien zuzuführen.
Hier noch eine vereinfachte Darstellung der Energiebereitstellung im Zusammenhang der körperlichen Leistung (dargestellt durch die Herzfrequenz)
1. Glykogenverbrennung Hf > 140 oder ab ca. 70% der maximalen Hf
2. Fettverbrennung Hf 115 - 130 oder 50-70% der maximalen Hf
3. Muskelverbrennung ist kein Glykogen oder Fett mehr vorhanden verbrennt der Körper Muskelzellen
Die Angaben gelten nur für normal gesunde Menschen. Sportwillige mit Bluthochdruck und oder Hf über 80/min sollten vorher umbedingt den Arzt konsultieren.
Wer mehr über Hf gesteuertes Training wissen möchte, empfielt sich das Buch "Trainingskontrolle" von Sally Edwards.
Fazit
Intervalltraining ist viel mehr etwas für Sportler die ihre Leistung hyperkompensieren möchten. Für das Gesundheits- und Fitnesstraining ist Intervalltraining nur bedingt bis garnicht sinnvoll.
#6 wermaus
9.8.11, 17:46
@pokker: Tja, das sagst du.
Ich halte mit Intervalltraining mein Gewicht und steigere meine Fitness. Wettkämpfe interessieren mich nicht die Bohne, ich will nur nicht dick werden und körperlich belastbar sein.
Gesund bin ich auch, Blutdruck ist (wieder) im Normbereich, Cholesterin auch, Also ist das sehr wohl auch für Otto Normaljogger zu empfehlen.
Mehr als eine Stunde am Tag mache ich das nicht, werde also wohl kaum vor Auszehrung zusammenbrechen.
#7 pokker
10.8.11, 13:35
@ wermaus ich habe nichts gesagt, sondern vielmehr nichts gegenteiliges geschrieben.
"halte mit Intervalltraining mein Gewicht" (wermaus, 09.08.2011)
"für Jemanden der mehr Kalorien aufnimmt als er für seinen normalen Tagesbedarf benötigt ist es ein gutes Mittel zum Gewicht halten" (pokker, 09.08.2011)
Möglicherweise habe ich mein Anliegen nicht ausreichend dargestellt und oder es gibt eine begriffsbezogene Dissonanz.
Intervalltraining ist kein Allheilmittel, in ihrem Fall haben sie die Bedingungen für das Intervalltrainig auf Fitnesssteigerung und Gewichthalten beschränkt und ist somit sinnvoll. Im übrigen halte ich jemanden der jeden Tag 1h laufen geht nicht für einen "Otto Normaljogger".
Ein Anderer möchte aber im Rahmen seines Gesundheits- und Fitnesstrainings Fett reduzieren und genau dafür ist diese Methode ungeeignet.
Intervalltraining:
"Trainingsmethode zur Ausbildung von Ausdauerfähigkeiten für sportliche Leistungen mit vorwiegend aerober bzw. anaerober Energieumwandlung mit intermittierender Belastungscharakteristik." (Thieß/Schnabel; Leistungsfaktoren in Training und Wettkampf; Berlin 1987)
Bei der anaeroben Energieumwandlung kommt es durch glykolytischen Abbau zu Lactat zu sogenannte "schwere Beine" was den Körper zusätzlich belasten kann, wogegen die Enprodukte der Oxydation, H2O+CO2, den Organismus nicht wesentlich verändert.(Vgl. Jakowlew; Sportbiochemie; Leipzig 1977; S. 33-34) Der Reihenfolge nach wird bei hoher körperlicher Belastung als erstes im anaeroben Bereich Energie umgewandelt. Sind die Energiequellen dafür erschöpft gehts es aerob weiter, erst Oxydation von Glukose dann Fett und zu guter letzt Muskeln. In dieser Reihenfolge verringert sich auch unsere körperliche Leistungsfähigkeit. Allerdings ist der Körper in der Lage je nach Leistunsintensität auch die passende Energieumwandlung zu nutzen, d.h. möchte ich Fett abbauen sollte ich mich auch nur in diesem Bereich der Energieumwandlung mit meiner Trainingsintensität aufhalten = ca. 50-70 der max. Hf.
Da nun lt. Definition durch Intervalltraining doch vorerst Kohlenhydrate abgebaut werden kommt es erst nach deren Erschöpfung zur Fettumwandlung. Unter Umständen hat man dann bereits das Trainingsende erreicht, was heißt ich habe reichlich Kalorien verbrand und Möglicherweise meine Fitness gesteigert aber nix für die Fettreduktion erreicht. Für Letzteres ist Trainingskontrolle über die Hf sinnvoller. Im Übrigen kann schnelles Gehen schon die Hf auf 120 S/min schnellen lassen. Wichtig ist natürlich die Ermittlung der individuellen max. Hf, z.B. 5 x 30 m Sprints bergauf mit Hf - Messer.
Ich denke das ein paar Grundlagen wichtig sind, um ein Intervalltraining und sein Nutzen besser beurteilen zu können.
#8 wermaus
25.8.11, 15:52
@pokker: Das hier heißt Frag Vati (- okay, ich bin kein Vati, hatte den Tipp aber auch bei Frag Mutti eingereicht und bin hierher 'versetzt' worden) und nicht Frag den Bundestrainer! Immer locker bleiben.

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