Wer im Alltag sein Gehirn regelmäßig trainiert und dadurch täglich aktiviert, unterstützt es grandios damit, neue Nervenzellen zu bilden und miteinander zu verknüpfen, was einen positiven Einfluss auf das Leistungsvermögen bis ins hohe Alter hat.

Mental fit in jedem Alter - Mit Gehirntraining

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Das Gehirntraining in jedem Alter ist sehr wichtig. Es verbessert das Gedächtnis und die Leistungsfähigkeit, stärkt die Kreativität und Konzentration. Durch Gehirntraining wird das Risiko an Alzheimer zu erkranken verringert, eine Entwicklung anderer Formen der Demenz ebenfalls verzögert. Zudem: Wer im Alltag sein Gehirn regelmäßig trainiert und dadurch täglich aktiviert, unterstützt es grandios damit, neue Nervenzellen zu bilden und miteinander zu verknüpfen, was einen positiven Einfluss auf das Leistungsvermögen bis ins hohe Alter hat.

Ein paar Tipps habe ich für dich, wie du dein Gehirn trainierst und fit hältst. Hier ist eine Liste um Woche für Woche vorplanen zu können, um das Gehirn regelmäßig zu stimulieren:

1. Kreuzworträtzel, Sudoku oder Wortspiele lösen

Alle oben erwähnten Spieleklassiker für den Kopf bieten sowohl für Anfänger als auch für Fortgeschrittene unterschiedliche Schwierigkeitsgrade an. Mit jedem neuen, unerwarteten Level verlässt das Gehirn immer mehr seine Komfortzone und wird vor neuen Herausforderungen gestellt. Bei solchen Spielen ist es wichtig, immer wieder weitere Schwierigkeitsstufen zu erreichen, um nicht in eine Routine zu verfallen. So bringt man das eigene Denkvermögen am besten auf Zack und lässt die Gehirnmasse auf Hochtouren laufen!

2. Spannende Wissensquizze spielen

Mit einem Wissensquiz als regelmäßige Freizeitbeschäftigung oder als Hobby kann man nicht nur das eigene Wissen testen oder vertiefen, sondern auch fit im Kopf bleiben. Deine natürliche Neugier auf neue Informationen und abwechslungsreiche Aufgaben versorgt dein Gehirn mit frischen, wichtigen Eindrücken und Reizen. Durch das logische Denken, die notwendige Aufmerksamkeit und Konzentration, die Beobachtungsgabe sowie die Merkfähigkeit deines Gehirns, die ständige Lust auf alles Neue fordert ein Wissensquiz dein Hirn auf zu Arbeiten. Außerdem bereitet so ein Fragespiel viel Spaß!

3. Gesellschaftsspiele sind ebenso gut fürs Gehirn

Gesellschaftsspiele teilen sich in 3 Gruppen auf: Brett-, Karten- und Würfelspiele. Die Spiele sind für alle möglichen Vorlieben und für jegliche Altersklasse geeignet. Auch für Senioren und ihre Bedürfnisse sind die meisten Gesellschaftsspiele extra angepasst. Die Spiele sorgen für einen Riesenspaß und kommen in der gemütlichen Runde mit Familie oder Freunden prima an. Dank des gemeinsamen Spielens kann man nicht nur mit den bekannten Personen den Spielprozess genießen, sondern auch soziale Kontakte pflegen. Außerdem haben sie eine positive Auswirkung auf die Konzentration und das Gedächtnis sowie das Denkvermögen allgemein. Bei Spielen von Gesellschaftsspielen läuft das Gehirn zur Hochform auf: Es werden neue Nervenbahnen aktiviert und viele Gehirnzellen frisch vernetzt.

4. Beim Bus- oder Zugfahren kurze Geschichten erfinden

Um die rechte Gehirnhälfte zu aktivieren und zu stärken, kannst du z.B. unterwegs in einem Verkehrsmittel mit Hilfe bestimmter Gegenstände, Orte oder Menschen um dich herum, kleine Geschichten erfinden. Mit dieser kreativen Übung wirst du dich während der Fahrt bestimmt nicht langweilen: Deine Fantasie wird super gefordert und die Vorstellungskraft verbessert. Um sich eine einfache, schöne Story zu überlegen ist jeder von uns kreativ genug. Trainiere dein Gehirn mit verschiedenen Informationen von Außen- und Innenwelten, und lass es nicht müde werden! Nach jeder neu erfundenen Geschichte wird es dir noch leichter fallen!

5. Häufiger ein kurzes Gedicht auswendig lernen

Ein kurzes Gedicht zu lernen, am besten jeden zweiten Tag, wird niemals schaden. Der Lernprozess bringt dein Gehirn zum „Laufen“. Jedes weitere gelernte Gedicht fördert dein Erinnerungsvermögen, die Konzentration und steigert die Merkfähigkeit. Das Auswendiglernen begünstigt die Herstellung neuer Verbindungen und Verknüpfungen zwischen den Gehirnzellen und stabilisiert den gesamten Denkprozess.

Falls du aber kein Fan von Gedichten bist, kannst du dein Gehirn ebenso mit dem Merken von Songtexten, Zitaten oder Zungenbrechern trainieren!

6. Mehr Musizieren, Tanzen und Singen!

Musizieren, Tanzen und Singen sind die besten, nützlichsten Gehirn-Trainer. Diese drei künstlerischen Prozesse wirken stark aufs Gehirn ein, machen glücklich und lösen bei jedem von uns echte, schöne Gefühle aus. Sie steigern die rasche, geistige Beweglichkeit, da alle 3 musikalischen Hobbies die Kombination aus Hören und Sehen, Denken und Fühlen, Bewegen und Tasten erzwingen. Dadurch werden mehrere Hirnleistungen gleichzeitig stimuliert. Rhythmisch-musikalisch orientierte Menschen sind ebenfalls fähig, ziemlich schnell ihre Gedanken hin und her auf wirkungsvolle und geordnete Art und Weise zu drehen und wenden. Zudem sind solche Menschen im Alter nicht nur fitter im Kopf, sondern benötigen auch seltener Hörgeräte!

7. Mit Sport das Gehirn trainieren

Regelmäßiger Sport, auch wenn es nur ein bisschen am Tag ist, seien es Rad fahren oder Nordic Walking, Schwimmen oder Tennis spielen, Jogging oder einfach Wandern, verlangsamt das Schrumpfen der Gehirnmasse und dadurch die Alterung des Gehirns. Körperliche Bewegung treibt die Gehirnaktivität an, stimuliert unsere Reaktionsfähigkeit, regt die kognitive Funktion des Gehirns super effektiv an. Generell ist körperliche Aktivität für die Produktion neuer Nervenzellen sehr wichtig und führt zur besseren Durchblutung und Sauerstoffversorgung des Gehirns. Sport bringt nicht nur deinen Körper ins Schwitzen, sondern bringt auch deine grauen Zellen auf Trab sowie deine Gedanken in Fluss!

Mehr Bewegung ist überall möglich. Auch mit kleinen, alltäglichen Bewegungstricks (wie z.B. beim Zähneputzen auf ein Bein stehen, beim Sitzen oder Liegen die Zehen hoch und runter bewegen, auf dem Weg zur Arbeit die Treppe statt den Fahrstuhl wählen oder kleine Einkäufe zu Fuß erledigen) kann man die Gehirn stimulierenden Nerven prima aktivieren und die Denkleistung, Konzentration sowie Aufmerksamkeit verbessern.

8. Auch Reisen macht das Gehirn fit!

Reisen ist eine optimale Kombination aus Bewegung und Denken, Achtsamkeit und Konzentration, Wahrnehmung und Erinnerung, Orientierung in einer neuen Stadt sowie einem neuen sozialen Umfeld und dem Entdecken von Neuem und Andersartigem. Das alles ist eine besondere Anregung und das beste Training für das Gehirn. Das Lernen der neuen Erfahrungen und Orte, Menschen und Sprachen fördert neue Verknüpfungen zwischen den Nervenzellen. Durch das Multitasking beim Reisenden lernt das Gehirn mentale Herausforderungen leichter zu meistern, Wichtiges von Unwichtigem zu unterscheiden und prioritäre Aufgaben zu fokussieren. Durch Reisen wird man kreativer, wesentlich leistungsfähiger, ausgeglichener und einfach glücklicher!

Was sich auch auf die Funktion deines Gehirns positiv auswirken kann, sind eine gesunde sowie ausgewogene Ernährung, viel Trinken und ausreichend Schlaf.

Magnesium und Folsäure, Omega-3-Fettsäuren und B-Vitamine, welche in vielen, verschiedenen Produkten vorhanden sind, haben einen positiven Einfluss auf dein Gehirn und sollten beim Essen auf deinem Speiseplan nicht fehlen!

Auch ausreichendes Trinken ist dem Gehirn von besonderer Wichtigkeit. Wenn der Körper nicht genug Flüssigkeit erhält, wird die Durchblutung und Versorgung des Gehirns mit ausreichend Sauerstoff gedrosselt. Deswegen ist es sehr bedeutend, nicht zu vergessen, am Tag viel zu trinken: Um auf der sicheren Seite zu sein, sollte man etwa 2 bis 2,5 Liter Wasser, Früchte oder Kräutertee zu sich nehmen!

Ausreichend Schlaf hält die Hirnleistung aufrecht. Auch die Schlafdauer sollte für jeden Mensch optimal sein, damit das Gehirn leistungsstark bleibt und funktioniert. Wichtig ist, rechtzeitig ins Bett zu gehen und sich genügend Tiefschlafphasen zu gönnen. Streit und Problemlösungen sollten vor dem Schlafen gehen vermieden werden! So kann sich das Gehirn am besten erholen und regenerieren. Dank längerer Ruhephasen und eines guten Schlafs können neue Informationen und bestimmte Dinge des Tages besser verarbeitet und behalten werden. Das neu erhaltene Wissen des Tages wird sorgfältig im Kopf sortiert sowie auf den besten Stand gebracht.

Wie sieht es bei dir aus mit dem Gehirntraining? Hast du vielleicht auch ein paar andere Tipps für uns, um das Gehirn in Schwung zu bringen und den Alterungsprozess zu verzögern?

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8 Kommentare

1
#1
6.3.20, 15:32
Danke für die Tipps. Das Thema ist tatsächlich für jeden relevant!
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#2
7.3.20, 11:29
Nicht nur im Alter, jeder sollte sein Dachstübchen fit halten. Hobbys, die Spass machen sind gut und mit jungen Leuten kommunizieren, auch wenn deren Sprache kaum noch zu verstehen ist. 
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#3
8.3.20, 09:31
Ich habe mir gerade bestellt: "So bleibt Ihr Gedächtnis fit - das visuelle Trainingsbuch mit 200 Übungen" bei Amazon. Wurde in einem Wissenschaftsportal vorgestellt.
Kreuzworträtsel und Soduku sollen nachweislich nichts bringen, Sport und selbst musizieren sehr woh,, essen zu vielen Themen. Alles, was das Denken anregt sowieso. Da liegt jedem etwas anderes. Fernsehen dagegen ist Gift, solange man sich nur berieseln lässt. Generell diskussionsfreudig bleiben, interessiert, tolerant und sich auch mit Problemen anderer auseinander setzen in jeder Generation. 
Ja, stimmt, Sport ist weiterhin wichtig, auch wenn es manchmal schwer fällt, aber doch gut tut. Das Gehirn braucht halt auch viel Sauerstoff
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#4
8.3.20, 11:20
Was auch gut hilft um das Gehirn in Schwung zu bringen :  tägliche Sachen einfach mal mit der anderen Hand ausführen . War ein Tipp aus der Apothekenzeitung .
#5
8.3.20, 11:22
@Fresie:
stimmt , das habe ich auch als E-Book , damals kostenlos . Danke für die Erinnerung .
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#6
8.3.20, 11:50
Das mit der anderen Hand ist gut, esse schon lange Jahre beidhandig abwechselnd, lag daran, dass ich mal wochenlang Gips rechts hatte und habe es beibehalten. Bemühe mich auch keine Routinen einzuführen, immer mal etwas anders machen, auch die Wege in die Stadt zu variieren, damit man konzentriert bleibt.
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#7
8.3.20, 17:13
Bin ganz dabei, mit den Tipps "mit der anderen Hand", aber nicht nur mit der Hand praktizieren, auch mit den Beinen usw.. Von den üblichen Routinen abweichen, sich selbst Exempel statuieren, auch das übt den Geist.
Tanzen im weitesten Sinne, auch mit sich alleine, beispielsweise zu Radiomusik.
Ein Musikinstrument lernen.
Eine neue Sprache lernen, es muss keine Fremdsprache sein, nein, wer Spaß an einem Dialekt beispielsweise hat, usw..
Stricken übt ebenfalls.
Nähen erlernen, Fortschritte einbeziehen, es fördert das Denken, damit den Geist.
Es ließe sich noch weiter fortsetzen.
Die Abwechslung und Vielseitigkeit spielt natürlich obendrein eine Rolle.
Jeder soziale Kontakt, damit auch Gespräche, es sind Bereicherungen in unterschiedlichster Hinsicht.
Anderen und sich selbst etwas Gutes tun, es setzt sehr viel Positives im Menschen frei.
Auf einen wachen und munteren Geist, und alle damit verbundenen schönen Erlebnisse,
das wünscht 

inka07-199
#8
10.3.20, 17:38
@Fresie: Ich bin praktisch auch beidhändig aufgewachsen. Als Säuglncg war ich monatelang auf der ganzen rechten Seite gelähmt und wurde somit praktisch zu´m Likshänder - und Füßler. In der Schule wurde ich aber gezwungen, wenn´s sein musste auch durch Schläge auf die Fingerspitzen, mit der rechten zu schreiben. Das Messer z.B. nehme ich bei´m schneiden in die rechte, bei´m Brotstreichen in die linke Hand. Bügeln tu ich mit beiden Händen......

Bezüglich des Weges in die Stadt, da hat glaube ich das so beliebte Navi seinen Teil dazu beigetragen, dass man nicht mehr nachdenken muss. Früher hat man die Strecken erst auf der Landkarte erkundet, Anhaltspunke aufgeschrieben und auf die Wegweiser geachtet.und
wenn möglich, hatte der Beifahrer die Landkarte dann noch auf dem Schoß.

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