Nachhaltigkeit im Garten: Tipps für den eigenen Anbau

Nachhaltigkeit im Garten: Tipps für den eigenen Anbau

Ich möchte in diesem Tipp noch mal ein paar meiner Tipps und Erfahrungen in Bezug auf die Gartenarbeit und das Anpflanzen in Zusammenhang mit Nachhaltigkeit geben. Hierzu stelle ich zusammen, was ich alles selbst so tue, um für die warme Jahreszeit bestmöglich anzupflanzen und mich auszurüsten. 

Recycling - zweites Leben

Um meine Samen zu setzen, nehme ich gerne leere Rollen von Toilettenpapier oder Küchenrolle - wer noch immer Küchenrolle verwendet. Diese halbiere ich und befülle sie mit Blumenerde, um dann meine Samen dort einzupflanzen. Auch leere Verpackungen von Eiern eignen sich, um Samen zu setzen und den richtigen Abstand zu halten. Eierkartons aus Pappe eignen sich hierfür natürlich auch bestens. 

Alles, was einen Treibhauseffekt liebt, bekommt eine leere Plastikflasche übergestülpt, damit es gut wachsen und gedeihen kann. Hierzu schneide ich einfach von der Plastikflasche - pfandfrei - mit dem Teppichmesser den Teil mit dem Stöpsel ab und stülpe den Flaschenboden dann umgekehrt über meine Pflanze. 

Auch leere Plastikverpackungen von Weintrauben oder Cherrytomaten eignen sich für den Treibhauseffekt. Einfach unten ein Blatt Küchenrolle rein, Erde darauf und die Samen rein. Den Deckel zuklappen und natürlich bewässern, was oftmals durch die Löcher oben am Deckel total einfach und gut dosiert passieren kann.  

Leere Plastikflaschen eignen sich auch als Bewässerungssystem. Dreht man die Flasche über Kopf und schneidet ein kleines Loch hinein, durch das man dann wiederum ein handelsübliches Wattestäbchen schiebt, so sorgt dieses dafür, dass immer und kontinuierlich tropfenweise Wasser fließt. Ideal, wenn man ggf. mal ein paar Tage unterwegs ist. 

Regrowing - einfach nachwachsen lassen

Das ist mein Lieblingsthema im Garten, denn es gibt so viel Obst und Gemüse, was man wirklich einfach nachzüchten kann, ohne, dass man Samen kaufen muss. Hierzu gehören alle Salate, aber auch Tomaten, Paprika, Gurke, Zwiebeln, Lauch, Karotten und noch viele mehr. Vieles geht, wenn man nur den Strunk/Stiehl in Wasser stellt und wartet. 

Ansonsten braucht man einfach nur die Kerne abwaschen, in Papier einwickeln, befeuchten und ein paar Tage liegen lassen, bis man es keimen sieht. Dann wird eingepflanzt, mit selbstgemachtem Treibhaus und nach ein paar Tagen, wenn die neue Pflanze etwa 10 cm lang aus der Erde gewachsen ist, dann wird ins Hochbeet umgetopft und schon hat man alles neu in kurzer Zeit. 

Richtige Lagerung

Das ist ebenso wichtiges Thema, weil es die Haltbarkeit der gezüchteten Dinge sehr stark beeinflusst. Nicht jedes Obst und Gemüse mag die gleichen Lichtverhältnisse oder Temperaturen. 

Kartoffeln und Zwiebeln mögen es eher dunkel und kühl, ebenso wie Äpfel. Karotten halten am längsten, wenn man sie in einen Eimer voller Sand steckt. Salat wird oft mit etwas Zuckerwasser wieder frisch, wenn er schon ein wenig welk geworden ist.

Apfel und Banane sollten nicht zusammen liegen, weil beides im Reifeprozess unterschiedliche Gase ausstößt, die jeweils den Fäulnisprozess des anderen beschleunigen. 

Es gibt ganze Internetseiten mit Tipps und Tricks zur richtigen Lagerung. Das kann ich wärmstens empfehlen, sprengt aber hier den Rahmen. 

Zu guter Letzt - kompostieren und Gutes tun

Wer einen kleinen Garten hat, der kann eine kleine Ecke mit Kompost einrichten. Alternativ geht es auch in sogenannten Kompostbehältern daheim. Wichtig ist, dass absolut nur das kompostiert wird, was auch kompostiert werden kann. Für uns war es im vergangenen Jahr total wichtig, weil wir so unser Hochbeet mit einer Schicht Kompost haben befüllen können. Dieser hat wichtige Nährstoffe, damit wieder neues Obst und Gemüse wachsen kann. 

Bei uns kommt alles, was wir nicht mehr für Brühe oder sonst etwas zu kochen verwenden können, auf den Kompost.

Nun viel Spaß beim Hobbyanbau. 

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