Oft unterschätzt man die Zeit, die man morgens braucht, um fix und fertig das Haus zu verlassen. Besonders, wenn man für die Arbeit präsentabel sein möchte.

Nie genug Zeit morgens? Besser planen - Zeit messen

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Nie genug Zeit morgens? Aufschreiben, wieviel Minuten man braucht, wenn es mal nicht pressiert. Dann weiß man es genau.

Oft unterschätzt man die Zeit, die man morgens braucht, um fix und fertig das Haus zu verlassen. Besonders, wenn man für die Arbeit präsentabel sein möchte.

Wenn man die Minuten aufschreibt, die man für die notwendigen Schritte benötigt (oder für die, die man dafür hält), sieht man hinterher doch, dass man besser eine halbe Stunde vorher aufgestanden wäre.

So kann man den Tag ohne Hetze beginnen, wenn man genau weiß, dass man eben doch nicht nur 30 Minuten braucht, sondern die doppelte Zeit - die natürlich individuell verschieden ist. Wer sich nicht schminkt oder nur jeden dritten Tag die Haare wäscht, braucht weniger Zeit im Bad - aber vielleicht frühstückt er lieber länger.

Ich zähle mal so ungefähr zusammen:

Aufstehen, Toilette: 5 Minuten

Duschen: 10 Minuten

Eincremen, Deo, Zähne putzen: 5 Minuten

Haare föhnen und stylen: 10 Minuten

Kleidung aussuchen und anziehen, plus Deko ( Schmuck, Halstuch): 15 Minuten

Make-up: 10 Minuten

Frühstück zubereiten: 10 Minuten

Frühstücken 10 Minuten

So, jetzt wären wir schon bei 75 Minuten. Man spart Zeit, wenn man sich die Kleidung am Abend zuvor überlegt und rauslegt und am Abend zuvor die Kaffeemaschine füllt und sein Müsli etc. bereitstellt. Aber viel mehr als 20 Minuten kann man da nicht abzwacken.

Natürlich kann man auch aus dem Bett rollen, Lappen ins Gesicht und in seine Sachen vom Vortag springen. Aber das könnte man sich für den absoluten Notfall vornehmen, wenn man verschlafen hat !

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11 Kommentare


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#1
20.1.12, 08:16
Sehr guter Tipp! Werde ich Ausdrucken und meiner Teenager-Tochter einrahmen. Sie käme jeden Tag zu spät zum Unterricht, wenn ich nicht ständig dahinter her wäre, dass sie in die Puschen kommt. Und trotzdem wird's zu spät; jeden Tag hetzt sie zum Bus, damit sie nicht doch zu spät kommt. Oft IST das aber zu spät, der Bus ist weg (mit ihrem Bruder drin) und wer muss dann ganz schnell das Kind zur Schule fahren? Richtig, meine Wenigkeit. Merkwürdigerweise kommen bzw. kamen meine Söhne alle rechtzeitig. Liegt's am Geschlecht oder ist sie nur total verpeilt?
#2
20.1.12, 08:22
Ja, ja die lieben guten Vorsätze, Ellaberta :-)
Einiges schon am Vorabend bereitstellen/legen, ist bei Zeitdruck sicher nicht falsch: Kaffemaschine, Tisch decken usw. Alles andere konsequent durchzuziehen, d.h. rechtzeitig dafür aufzustehen, fällt oft schwer. Da nützen auch keine Listen. Man weiß es, bleibt aber trotzdem bis auf den "letzten Drücker" liegen - je nach Befinden...;-)
Trotzdem ist Dein Tipp ok, weil so ein vernünftiger Start in den Tag viel leichter fällt. Du hast uns mal wieder daran erinnert, danke !
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#3
20.1.12, 11:48
@ mops,nöööö sie verläßt sich auf Mama. Lass sie doch mal selber für den Schulweg sorgen. Die Kinder sind doch sonst immer schon "erwachsen". Die Pflicht für die eigene Pünklichkeit ist einfach zu lehren. Selber sehen, laufen oder nächsten Bus. Selber entschuldigen in der Schule. Irgendwann wird das zu peinlich und sie steht früher auf.
Wenn Mama aber immer zur Stelle ist...braucht sie sich um nix zu sorgen.

Jajajajaaaa, ich weiß, als Außenstehende hat man immer gut reden...;-)
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#4 Icki
20.1.12, 12:15
Also, ich hab das bei mir auch mal beobachtet (wenn auch nicht so minutiös wie Ellaberta) und es ist noch viel komplizierter bei mir: Die Zeit die ich vom Weckerklingeln bis zur Bürotür brauche, ist bei konstantem Morgenritual nicht etwa konstant, sondern je früher der Wecker klingelt, desto länger brauche ich!!!

Natürlich haben mein Freund und ich die Ergebnisse bereits fachmännisch analysiert und sein Fazit ist: wenn ich früh aufstehe hab ich nicht das Gefühl, mich beeilen zu müssen (obwohl ich Gleitzeit hab, also ruhig früher anfangen kann). Mein Fazit: wenn ich früh aufstehe, bin ich viel zu verplant für meine Morgenrituale;-)

Was mops' Tochter und ursulas Vorschlag angeht: Hängt ja immer von der Erziehungsart ab, wie eigenständig/behütet man es machen will. Meine Eltern (eher die Behüter) hätten mich nicht hängen lassen, zumal ihnen wichtig war, klar zu machen, das Schule meine oberste Priorität sein muss und damit auch ein wenig ihre ist. Wenns regelmäßig vorgekommen wäre, hätten sie aber vielleicht mal bei einer Freizeitsache gesagt: Wie, da soll ich dich hinfahren? Guck selbst wie du da hinkommst, weißt du wie oft ich dich diese Woche schon gefahren habe?! Oder wenn ich mal abends ins Kino gewollt hätte, hätte ich (je nach Alter) zu hören gekriegt, dass ich offensichtlich mehr Schlaf brauche, damit ich morgens aus den Federn komme und dass ich mal schön in die Nachmittagsvorstellung gehe (wie peinlich für einen Teenie(-;)
5
#5
20.1.12, 12:58
bei mir hilft nur konsequentes am Abend vorarbeiten und vorbereiten. da ich ein Eulentyp bin, ist jede Form von noch früher aufstehen eine einzige Folter für mich.
morgen aufzustehen fühlt sich sowieso an wie eine Bestrafung.

also - alles was irgendwie abends erledigt werden kann, ist abends dran. und morgens nur aufstehen, waschen, anziehen und fertig.
Essen kann ich ohnehin erst ca. 2 stunden später. alles andere führt nur zu Magendrücken und Übelkeit. Mein Körper verweigert um diese Zeit, Nahrung zu verarbeiten.
Das hatte ich seit der Schulzeit lange genug durchexerziert, um zu wissen, wie ich am besten zurechtkomme.
Kaffee hab ich mir meistens in einer Trinkflasche mitgenommen auf dem 45 Minuten langen Weg zur Arbeit. nach einigen Kilometern im Auto kam der dann genau richtig.
ok, nicht jeder wird so extrem reagieren, aber ich hab einfach irgendwann beschlossen, nicht mehr normkonform zu leben, nur weil man das eben so macht - weil jemand entschieden hat, dass das gesund sei...für den überwiegenden Teil der Bevölkerung sicher, aber nicht für mich.
ich hör auf meinen Bauch und mach was mir wohltut - wenn ich selber das nicht tue, wer denn dann?
#6
20.1.12, 13:58
@ursula und @Icki: Nun ja, meine Tochter hat die Trödelei ja nicht gestohlen. Mein Mann ist morgens auch so verpeilt (kommt aber nie zu spät), und ich bin zwar nicht verpeilt, aber bis etwa eine Stunde nach dem Aufstehen nicht ansprechbar. Deshalb stehe ich auch eineinhalb Stunden vor meinen Kids auf. Und ich habe sie ja auch schon laufen lassen. Ist aber blöd, denn bis zu ihrer Schule sind es 11 km, dann trödelt sie extra, denn sie hat ja dann Zeit, dann fährt sie eben per Anhalter, und DAS ist mir viel zu gefährlich. Lieber fahre ich sie und hoffe, dass sie die Pünktlichkeit irgendwann lernt. Hat mein Mann ja auch. Halbwegs. ;-)
1
#7
20.1.12, 18:12
ich muß um 7:30 auf Arbeit sein?
somit verlasse ich ca. 15 min vorher das Haus
ok dann bimmelt mein Wecker schon um 5:45 Uhr
aber das ist bei mir schon immer so!
denn ich bin ein Nacht Mensch, somit komme ich schwer in den Tag.
Früüüühstück ist heilig, das dehne ich sehr gerne aus, das kann schon mal 1h dauern.
alles andere geht im Galopp.
1
#8
20.1.12, 19:36
Guter Tipp für Leute die gar nichts auf die Reihe bekommen. Ich bin zugegebenermaßen morgens auch zu nichts zu gebrauchen, darum bereite ich alles am Abend vor. Kleidung und das passende Geschmeide rauslegen, Tisch decken, die Kaffeemaschine ist an eine Zeitschaltuhr angeschlossen, feste Nahrung kann ich eh nicht zu mir nehmen. Trotzdem benötige ich morgens sage und schreibe 60 Minuten bis ich startklar bin um das Haus zu verlassen - ein Morgenmuffel eben, der sich nur in Zeitlupe bewegt.
2
#9
20.1.12, 19:45
Hallo lafenice - ich finde 60 Minuten Zeit nicht lange - es sei denn, man hat einen Stoppelhaarschnitt und trägt nur Overalls - also nur ein Teil.

Ich habe eine Freundin, die musste eine Zeitlang jeden Morgen um halb 6 das Haus verlassen, um pünktlich zur Arbeit zu kommen.
Die hat sich um 22 Uhr geduscht, Haare gewaschen, sich angezogen und wie aufgebahrt aufs Bett gelegt. Es war warm, Madrid im Sommer. Morgens musste sie nur noch zur Toilette, Zähne putzen und Schuhe anziehen, und war startklar. Spanier frühstücken eh selten.
Damals haben wir uns sehr darüber amüsiert. Zwanzig Jahre später macht sie das auch anders !
Gruß Ellaberta
#10
20.1.12, 23:05
@Ellaberta: jaaaaaaaaaaaa endlich mal jemand mit
Humor :-)))
#11
30.1.12, 22:07
Also, ich stehe immer um 4 Uhr auf, wenn ich um 6 in der Arbeit sein muss. Trotzdem wird´s die letzten Minuten immer hektisch, weil ich mir immer einbilde, ja noch sooooo viel Zeit zu haben.
Dann kann´s sogar passieren, dass ich mir noch 2 bei Kalwass anschaue;)
Das mit dem Zeit planen hab ich auch schon oft probiert, aber je näher die Arbeit rückt, desto gemütlicher wird´s zuhause.
Ich hab dann nicht das Problem, nicht fertig zu werden, sondern mich schlicht und einfach zu verquatschen;)
Zu spät bin ich aber gottseidank noch nie gekommen.

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