Online-Apotheken nutzen

Online-Apotheken nutzen

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Wer regelmäßig Medikamente einnehmen muss und nicht von der Zuzahlungspflicht befreit ist, kann viel Geld sparen, indem er bei Online-Apotheken ordert.

Ich muss monatlich viele Medikamente einnehmen und bin trotz chronischer Krankheiten nicht von der Zuzahlungspflicht befreit. Seit vielen Jahren nutze ich eine Onlineapotheke und bin mehr als zufrieden.

Mit der Lieferung kommt ein ausführlicher Medikamentenverträglichkeitsbericht, auf Gegenwirkungen verschiedener Medikamente wird hingewiesen, es werden Mitteilung zur Weiterleitung an den Hausarzt beigelegt, wenn z.B. besondere Blutuntersuchungen aufgrund eines bestimmten Medikaments beachtet werden sollten und man spart auch noch an den Rezeptgebühren.

Es werden - wenn möglich -  Alternativmedikamente mit gesonderter ausführlicher Erklärung versandt.

Natürlich entfällt die persönliche Beratung durch die Apotheke, die ich aber nicht benötige, da ich mich über meine einzunehmenden Medikamente informiert habe und eventuell doch auftretende Fragen mit meinem Arzt bespreche.

Die Auslieferung der Medikamente erfolgt 2 Tage nach Einreichen der Rezepte.

Das Päckchen wird nur persönlich übergeben und nicht bei Nachbarn hinterlegt.

Ein Warnhinweis auf dem Päckchen weist darauf hin und auch, dass es nicht an Kinder ausgehändigt werden darf.

Das kann man aber schriftlich in einem beigefügten Vordruck ändern bzw. ergänzen oder wie in meinem Fall, mit dem Paketzusteller schriftlich abklären. Ich habe einen Hinterlegungsort auf meinem Grundstück vereinbart und das klappt hervorragend.

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59 Kommentare


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#1
22.9.14, 18:30
:-/ liest sich wie eine Werbung f?r Online-Apotheken. Bisher habe ich Gott sei Dank noch keine verschreibungspflichtigen Medikamente benutzen oder ordern m?ssen. Nach meiner Kenntnis wird man jedoch von der Zuzahlung der gesetzlichen Krankenkassen bei ?rztlich festgestellter chronischer Krankheit bei der ?berschreitung der j?hrlichen Zuzahlung von ?ber 1 Prozent des Bruttojahreseinkommens befreit bzw. erh?lt dar?ber hinausgehende Zuzahlungen von der Krankenkasse erstattet. Ist man nicht chronisch Krank sind es 2 Prozent des Bruttojahreseinkommens.
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#2
22.9.14, 19:03
Ich bestelle auch sehr oft bei Online Apotheken, meistens bekommt man Medikamente schon viel billiger als vor Ort.
Ist auch meist viel bequemer die Zahlung usw online zu erledigen, außerdem entfällt dann der 2. Besuch in der Apotheke, falls mal wieder das Medikament nicht vorrätig ist und man es bestellen musste.....
Guter Tipp
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#3
22.9.14, 19:31
Ich mag Online-Apotheken nicht. Das sind für MICH Bereiche des Lebens bei denen ich die altmodische Art bevorzuge. Aber wer es mag, soll es machen wie er will.
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#4
22.9.14, 19:41
meine volle Zustimmung. mache ich genau so, bei Medikamenten, die ich regelmäßig und nicht dringend benötige. Eine Befreiung von der Zuzahlung bekommt nicht jeder chronisch kranke.
4
#5
22.9.14, 19:43
Online-Apotheken nutze ich schon länger, kaufe aber gelegentlich auch vor Ort. Ob man von der Zuzahlung befreit wird, hängt vom Einkommen ab.
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#6
22.9.14, 19:52
Was man an der Rezeptgebühr sparen kann weiß ich nicht. Könntest du, @ xldeluxe, dazu evtl. noch ein Beispiel geben?

Verschreibungspflichtige Medikamente an sich unterliegen der Preisbindung, d. h. sie kosten vor Ort gekauft oder online bestellt gleich viel. In diesem Fall ist mir meine Apotheke vor Ort lieber. Auch wenn ein Medikament erst bestellt werden muss, bekomme ich es noch am gleichen Tag nach Hause geliefert.

Richtig sparen kann man online aber bei rezeptfreien Medikamenten, die ja von den Kassen nicht mehr übernommen werden, da hierbei die Preise von jeder Apotheke frei kalkuliert werden.
Bei Mitteln gegen Erkältungskrankheiten z. B. kann die Ersparnis durchaus bis zu 50% betragen.

Ich nutze seit Jahren das Preisvergleichsportal medizinfuchs . de und habe so schon etliche € gespart.
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#7 xldeluxe
22.9.14, 20:24
@Andi_W:

Ja, das ist Werbung: Und zwar für Onlineapotheken. Für alle, egal wie sie heißen - und daher meiner Meinung nach schon eine sehr allgemeine Werbung.

Was stört Dich daran?
Man könnte es aber auch Spartipp nennen.

Ich bestelle seit vielen Jahren ausschließlich bei einer bestimmten Apotheke.

Es sollte aber jedem überlassen bleiben, welche er wählt.

Ich bin chronisch krank mit 70% Schwerbehinderung und einem "G" im Ausweis.

Eine Freistellung bekomme ich aufgrund der Höhe meiner monatlichen Rente sowie zulässige Nebeneinkommen nicht.
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#8
22.9.14, 20:40
viele Onlineapotheken sind Onlineshops von normalen Apotheken. für rezeptfreie Medikamente ist das somit ganz normales OnlineShopping. Bei Bestellungen mit Rezept nutze ich immer die Apotheke www.docmo###.com da zahle ich meist nur 50% der Zuzahlung und KEINE Versandkosten. mit jeder Bestellung kommen kostenfreie Briefumschläge für die nächste Bestellung mit. damit dann einfach das Rezept einschicken und 3 Tage später kommt das Paket mit Rechnung.
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#9
22.9.14, 20:41
viele Onlineapotheken sind Onlineshops von normalen Apotheken. für rezeptfreie Medikamente ist das somit ganz normales OnlineShopping. Bei Bestellungen mit Rezept nutze ich immer die Apotheke docmo###.com da zahle ich meist nur 50% der Zuzahlung und KEINE Versandkosten. mit jeder Bestellung kommen kostenfreie Briefumschläge für die nächste Bestellung mit. damit dann einfach das Rezept einschicken und 3 Tage später kommt das Paket mit Rechnung.
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#10
22.9.14, 20:42
ja, und der kleine Apotheke um die Ecke stirbt... super idee!
ich kann euch auch amazon sehr empfehlen! super arbeitsklima und der kleine buchladen in der sowieso austserbenden innenstadt freut sich auch! man!
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#11 xldeluxe
22.9.14, 21:20
@nnelmn:

Das muss jeder mit sich selbst ausmachen.
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#12 xldeluxe
22.9.14, 21:22
@ralfs:

Genau wie bei DocMorris, die natürlich auch versandkostenfrei liefern
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#13 jb70
22.9.14, 21:37
Für Menschen die eine Dauermedikation benötigen und "ihr" Arzneimittel,sowie dessen Wirkung bzw. mögliche Gefahren kennen,wie in Deinem Fall - eine gute Alternative,denn zu allem (gesundheitlichem) Übel,fressen Medikamente ein beträchtliches Loch in den Geldbeutel !

Ganz allgemein stehe ich dem Arzneimittelbezug aus dem Netz eher kritisch gegenüber, da es meiner Meinung nach ein unterschätztes Risiko birgt.

Wer diese Möglichkeit vorsorglich und mit dem ärztlichen "ok" - wie in Deinem Tipp ausführlich beschrieben - nutzt,für den ist dies bestimmt ein nützlicher (Spar)tipp !
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#14 xldeluxe
22.9.14, 21:49
@jb70:

Aber wo soll das unterschätzte Risiko liegen, denn ich sende ja das ärztliche Originalrezept, das ich in der Apotheke abgeben würde, ein und bekomme somit auch diese verschriebenen Medikamente bzw. kostengünstigere Alternativmedikamente, nach denen ich auch stets in der Apotheke fragen würde.
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#15 jb70
22.9.14, 22:26
xldeluxe :
Das habe ich undeutlich formuliert - tut mir leid !
Ich meinte den allgemeinen Zugang zu Medikamenten im Internet - nicht nach ärztlicher Verordnung !!
Immerhin werden vielfach,vermeintlich harmlose,rezeptfreie Präparate völlig unterschätzt oder (bei fehlender Information durch den Apotheker) falsch angewandt .
Darin sehe ich eine unterschwellige Gefahr.
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#16 Upsi
22.9.14, 22:36
Ich nutze auch online apotheken seit jahren und bin sehr zufrieden. Als chronisch krank fressen medikamente doch einen großen Teil vom Einkommen und online ist erheblich günstiger.
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#17
22.9.14, 22:45
@nnelmn: Ich finde, es gibt zu viele Apotheken. In meiner Stadt z.B. findet man/frau an fast jeder Ecke eine.
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#18 xldeluxe
22.9.14, 23:54
@viertelvorsieben:

Man sagt Apothekern und Zahnärzten nach, sie seien reich............ :-)
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#19
23.9.14, 01:12
Vielen Dank für hre Werbung für DocMorris und andere!

Das Gewähren von Boni beim Einreichen von Rezepten ist illegal. Jede Vorortapotheke bekommt dafür ein Bußgeld bzw. wird bei Wiederholung auch geschlossen.
DocMorris und andere haben sich an die Gesetze nie gehalten und dafür hohe Ordnungsgelder kassiert.
Wie die Auslandsapotheken auf ihre Marge kommen möchte ich hier gar nicht erläutern, aber ganz koscher geht es dabei nicht zu.
Sicher möchte jeder Geld sparen, aber wie wird die Zukunft aussehen?
Schon jetzt machen jede Woche 1-2 Apotheken unwiderruflich zu. Das Argument, es gibt doch an jeder Ecke eine Apotheke zieht nur noch für Großstädte. Auf dem Lande wird die Lage prekär.
Wer soll hier noch eine Apotheke betreiben bei geringem Einkommen, hohen Investitionen, täglichem Notdienst?
Irgendwann kommt jeder dahin, daß er auf den Apotheker um die Ecke angewiesen ist und froh ist, von diesem zeitnah und kompetent auch mit schnellem Lieferservice versorgt zu wrden.
Am ärgerlichsten sind die Beratungsräuber: 30 Minuten über alles mögliche sich beraten lassen und dann mit : na ja ich guck dann noch mal im Internet, den Laden verlassen.
Dieses Problem kennen ja auch andere Branchen gut.
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#20
23.9.14, 01:14
@viertelvorsieben:
Es gibt auch zu viele Bäcker und Friseure und, und, und...
Wir müssen dafür sorgen, daß diese schließen. So geht es wirklich nicht weiter!
#21
23.9.14, 01:16
@viertelvorsieben und xldeluxe... da ich denke, dass ihr geistig nicht umnachtet seid, werdet ihr wohl wissen, dass ich unsere wirtschaftliche entwicklung meine, dass es schlimm ist, dass menschen unterbezahlt sind, oder komplett ihre arbeit verlieren, dass der kleine einzelhändler ausstirbt, dass die leute durch ihre kleinen Gehälter gezwungen sind sich bei kik einzukleiden und wegen ein paar euro ersparnis online zu bestellen und dadurch ein kreislauf entsteht.... und ich damit nicht sagen wollte, dass der "reiche" Apotheker an der ecke bitte euer ganzes geld bekommen soll... bin mir trotzdem nicht sicher, ob ich es dann lieber großkonzernen wie docmorris etc. in den hals stecken wollen würde!
whatever... wie du schon sagst, muss jeder mit sich selbst ausmachen!
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#22
23.9.14, 01:17
@pille...danke für die Unterstützung! und für den gesunden Menschenverstand!!!
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#23
23.9.14, 01:47
pille + nnelmn: In diesem Thema geht es ausschließlich um Apotheken (z.B. die in meinem Wohnort) und nur dazu habe ich meine Meinung geschrieben. Es geht NICHT um Bäcker, Frisöre oder andere kleine Läden!
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#24 locker
23.9.14, 05:55
Hatten wir eben bei dem komischen I-butler und den Gutscheinen usw. Das sind Wirtschaftsentwicklungen, die wir nicht aufhalten. Die Dampfmaschine und der Strom usw usf. hat unsere Lebensweise auch geändert. Wo ich immer sehr große Ohren und Augen bekomme, wenn mir jemand Rabatte anbietet, so wie Payback & Co. Das heißt dann für mich: "Wir machen Dir, Herr Kunde, NICHT den besten Preis, sondern wir nehmen mehr von Dir, als wir müssten, um anderen Rabatte geben zu können." Dann kaufe ich dort nur noch, wenn ich wirklich nicht mehr anders kann. Gerade im Online-Bereich können die Preise ja programmatisch geändert werden, profitorientiert.

Letzlich werden wir es erleben, dass durch unseren Geiz die gesamte Infrastruktur außer im Großstadtbereich verloren gehen wird, das Bäckersterben, das Apothekensterben usw. Und irgendwann müssen wir dann weiter und weiter fahren, um einen Apotheker zu finden, der uns hilft. Die Bäcker haben ja schon so gut wie alle Hebel auf "so-billig-wie-möglich-Preiskampf-ums-Überlenben" geschaltet, d.h. es werden nur noch Billig-TK aus Polen usw. aufgebacken.

Wie auch jetzt wieder bei der Wahl: jedes Volk bekommt, was es verdient hat! Dann bitte schön Platz nehmen auf dem Geldpolster. Renaissance des technoliberalen Calvinismus!
6
#25
23.9.14, 09:00
Den Service "meiner" Apotheke vor Ort möchte ich nicht missen.

Selbst telefonisch kann ich dort mein verschriebenes Medikament bestellen, oft erledigt dies sogar meine Arztpraxis für mich, wenn es mir schlecht geht.Ich bekomme das Medikament in einem vorher besprochenen Zeitrahmen an die Haustür geliefert. AM SELBEN TAG !

Bei schwerer Erkrankung, erspart mir dies zwar nicht unbedingt Kosten, aber Zeit und Mühe. In diesem Fall: Rezept in den Briefumschlag, zum Briefkasten, Zuzahlung überweisen.
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#26 xldeluxe
23.9.14, 09:20
@minah:

In akuten Fällen gibt es - in meinem Fall - nichts auf Rezept verschrieben. Urplötzlich überfällt mich mal eine Erkältung oder leichte Grippe. Sollte es aber doch einmal so sein, dass ich ganz dringend ein verschriebenes Medikament benötige, reiche ich das Rezept in der Apotheke vor Ort ein (noch gibt es ja genug) und erhalte es sofort bzw. es wird mir am Abend geliefert.

Versandapotheken arbeiten im Regelfall sehr schnell: Heute abgeschickt, übermorgen ist das Päckchen da. Dem liegt eine detaillierte Rechnung über Ersparnis und Zuzahlung bei, die von meinem Konto abgebucht wird (automatischer Bankeinzug liegt natürlich nicht jedem; ich arbeite überwiegend damit). Zeit und Mühe macht es in meinem Fall nicht.

Ich habe den Überblick über all meine Medikamente und bestelle immer alle für ein Quartal, da sich die Medikamente nicht verändert.
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#27
23.9.14, 09:32
@xldeluxe:

Das kann ich nachvollziehen, denke aber auch, wie so mancher Kommentator zuvor, dass es auf lange Sicht kritisch werden könnte mit der Versorgung vor Ort. Im Notfall eben, wo es sehr zeitnah um Medikamente geht.
Habe ich leider im letzten Halbjahr mehrfach erleben müssen. Antibiotikum Freitag-Morgen verschrieben, mit chronischer, schwerer Erkrankung...ginge über Online-Apotheke wahrscheinlich nicht vor Montag oder Dienstag?

Noch nutzen viele ältere Menschen, die nicht Internet-vertraut sind, die örtlichen Apotheken, gerade in ländlichen Gegenden und sorgen für den Umsatz Aber die sterben ja, so schlimm sich das lesen mag, nun mal aus. Danach kommen wir, die online so viel machen, und dann ist die Apotheke dicht, die wir dann als alter, evtl. allein stehender Mensch brauchen.

Ich finde das Internet großartig und möchte es keinesfalls missen oder gar verteufeln. Auch den Handel nicht generell...... aber in dem Apotheken-Fall wünschte ich mir keine weitere Zunahme des Online-Handels.

Ich hoffe, mein Aufsatz ist nicht zu öde.
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#28 Upsi
23.9.14, 09:48
ich würde sehr gerne die hießigen geschäfte und apotheken unterstützen, aber mir geht es wie vielen älteren leuten, ein leben lang hart gearbeitet und dann mit einer rente abgespeist von der man kaum leben kann. ich nutze den online handel ausschließlich wegen der geldersparnis und das weiß ich auch von vielen anderen. was nützt mir ein gutes gewissen der gesellschaft gegenüber wenn ich im gegensatz meine miete nicht zahlen kann. in diesem hamsterrad stecken viele leute und man sollte da etwas verständnis aufbringen, wenn sie gerne das internet zum einkauf nutzen.
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#29
23.9.14, 10:01
@Upsi:

Liebe Upsi,

ich bin die Letzte, die kein Verständnis für das Sparen auf Grund von kleinem Einkommen hat. Bin selbst als chronisch Kranke, ebenfalls Schwerbehinderte die soziale Leiter sehr tief abgestiegen. Bei mir reicht es auch gerade mal so... wenn überhaupt. Für Extras ist nichts mehr im Geldbeutel.

Das Apotheken-Sterben, das gewiss noch zunehmen wird, macht mir einfach Angst. Ich brauchte in letzter Zeit sehr dringend sehr schnell Medikamente (selbst Krankenhäuser entlassen dich mit einer Mini-Dosis) und da war Apotheken-Sofort-Service mehr als hilfreich.

Wenn aber nicht nur die "Armen" auf den Online-Apothekenversand setzen, sondern auch die, die ansonsten recht viel Geld ausgeben (können), dann sehe ich schwarz für mich und andere, die in ähnlicher Lage sind.

Bei mir steht vor der gesellschaftlichen Moral ganz simpel eine persönliche Sorge.

Gegen den generellen Einkauf im Internet werde ich bestimmt nicht wettern.
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#30 Upsi
23.9.14, 10:14
ich kann deine sorge verstehen und ich hoffe für uns, das irgendwann ein etwas besseres soziales gleichgewicht entsteht, vor allem bei menschen die wie wir auf ein gerechtes gesundheitswesen angewiesen sind. ich mag auch unsere apotheke und die netten mitarbeiter da, ich hoffe auch das sie überleben können. es ist ein rattenschwanz, der eine würde gerne geben aber hat nichts und der andere könnte aber will nicht. wer weiss schon wie das alles einmal endet.
#31 xldeluxe
23.9.14, 10:16
@minah:

So eine ähnliche Debatte gab es schon einmal hier und war teilweise auch in einem Tipp zu Sozialkaufhäusern zu lesen.

Einige müssen sparen, andere wollen sparen!

Ich werde nicht auf günstigere Alternativen verzichten, nur weil es mir finanziell gut geht und kaufe trotzdem auch weiterhin bei Discountern ein, womit ich den örtlichen Einzelhandel auch nicht unterstütze.
#32
23.9.14, 10:22
@Upsi:


""der eine würde gerne geben aber hat nichts und der andere könnte aber will nicht. wer weiss schon wie das alles einmal endet.""

Ja ! Es ist fast "traurig" zu nennen.

Und leider muss ich zugeben, dass ich mir darüber erst intensiv Gedanken mache, seit ich diese soziale Leiter abgestiegen und somit betroffen bin.

Zumindest versuche ich meine fast-erwachsenen Kinder in dieser Richtung zum Nachdenken zu bewegen.

Eine andere, belanglose Frage : Das Rechtschreibprogramm hier, zeigt mir die ganze Zeit, dass "erwachsenen" falsch ist ( rote Linie) . Warum ???
1
#33
23.9.14, 10:29
@xldeluxe:

Den Hinweis auf die bereits geführte Diskussion hier, verstehe ich nicht.

Meinst du, dass eine andere Perspektive auf den Online-Apotheken-Handel und der damit verbundenen Gedanken/Zweifel hier nicht angebracht ist?

Wir sind doch bereits jenseits des 20sten Kommentares und da entwickeln sich doch häufiger Gespräche, die ins gesellschaftliche führen. oder? :-)
#34 xldeluxe
23.9.14, 10:38
@minah:

Nein, das hast Du falsch verstanden, denn mir sind OT immer sehr lieb und ich beteilige mich auch in anderen Tipps daran.

Ich habe mich auf die Kommentare, die in eine ähnliche Richtung gingen, bezogen. Z.B., dass diejenigen, die Geld haben und ein Sozialkaufhaus nicht nötig haben, den "Armen" die Sachen wegkaufen.

Dabei bezog ich mich auf #29 - 3. Absatz
1
#35 Upsi
23.9.14, 10:42
@minah: über mein Rechtschreibprogramm mache ich mir schon lange keine Gedanken mehr, es macht eh was es will. Vor allem wenn ich mit dem Tablet schreibe, entwickelt sich auf der Tastatur so ein Eigenleben, das oft der Sinn und Inhalt nicht mehr stimmt. Ich habe schon alles versucht bei den Einstellungen aber es fehlen ständig Buchstaben. Man möge mir hier in den Kommentaren die Rechtschreibfehler verzeihen, ich versichere ich bin der richtigen deutschen Sprache kundig, aber mein PC anscheinend nicht.
1
#36 xldeluxe
23.9.14, 10:49
@Upsi:

Das Problem habe ich auch mit Tablet und Smartphone. Am Laptop geht es so gerade noch - allerdings ist es nicht möglich, das Wort "Tipp" groß zu schreiben, es erscheint automatisch und immer klein.

Ein paar andere Wörter stimmen mich oft auch nachdenklich und ich bezweifele oft, der Rechtschreibung mächtig zu sein.

An Dein "Missgeschick" erinnere ich mich immer noch sehr deutlich! ;-))
#37
23.9.14, 10:50
@xldeluxe:

Super, ich befürchtete bereits, dass es hier (wie des Häufigeren bei FM) nun auch zu einem angespanntem Austausch kommen könnte.

Sowas kostet in der Regel nur Energie, die anderweitig besser einzusetzen ist.

Mein Sorgen beziehen sich ausschließlich auf die möglichst zeitnahe Erreichbarkeit wichtiger Medikamente.

Na ja, und Bücher auch.

Aber das in erster Linie, weil ich den Geruch in Buchläden so liebe.

Werde also jetzt die Energie, die ich nun gespart habe, zum Staubsaugen verwenden ;-)
#38 Upsi
23.9.14, 10:52
@xldeluxe: oh jaaa :-))))) ich auch und wenn ich an diesen Satz denke, bekomme ich immer noch einen Lachanfall.
#39
23.9.14, 11:00
@minah: # 32

Weil es kein fehlerfreies Korrekturprogramm gibt! Und dieses hier scheint mir besonders entwicklungsbedürftig.
#40
23.9.14, 11:07
@utew:

Danke dir utew ! Ich habe bereits an mir gezweifelt, gedudent und bin zu keinem Ergebnis gekommen.

Dann werde ich die roten Kringel-Linien einfach ab sofort ignorieren :-)
2
#41
23.9.14, 11:23
Ich bin auch über Jahre schon chronisch krank ,die monatlichen Ausgaben für Medikamente sind schon heftig , deshalb bin ich froh , wenn ich nur die Rezeptgebühren dazu zahlen muss, bin leider nicht befreit davon .
Gehe zu meinem Apotheker des Vertrauens , bin damit auch voll zufrieden , ob ich die Zuzahlung dort bezahle oder online (Zuzahlung muss ich online auch bezahlen)wäre mir eigentlich schnuppe. Online bestellen würde sich für mich nicht lohnen , da ich frei verkäufliche Medikamente kaum brauch ,ich würde nicht über den Betrag kommen, versandfrei zu bestellen . Versandkosten und Überweisung des Betrags , wenn ich das aufrechne ,komme ich nicht besser,
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#42
23.9.14, 12:37
xdeluxe, utew,, Upsi, minah: Könnt ihr das Rechtschreibprogramm nicht abschalten?

Übrigens, ich kaufe auch ab und zu bei Online-Apotheken, und zwar dann wenn ich freiverkäufliche Sachen brauche. Ich warte immer, bis ich ein Rezept vom Arzt bekomme und bestelle dann, dann brauche ich keine Versandkosten zu bezahlen.

An ein Apothekensterben kann ich nicht glauben. Möglicherweise schließt mal eine, weil es keinen Nachfolger gibt aber wenn ich sehe, daß über 30 Jahre 2 Apotheken nebeneinander existieren können, kann es denen nicht so schlecht gehen.
5
#43
23.9.14, 13:03
Zum Thema Apothekensterben stellt sich mir die Frage, warum eine flächendeckende Versorgung mit Apotheken nicht mehr gegeben sein sollte, wo wir doch eine Preisbindung bei rezeptpflichtigen Medikamenten haben. Da gibt's doch eigentlich keinen Wettbewerb. Können Apotheken wirklich nur profitabel arbeiten, wenn sie viel von dem ganzen freiverkäuflichem Kram verkaufen? Dann sind sie in dem Fall eben in der freien Marktwirtschaft und müssen gucken, wie sie da mit Wettbewerb klar kommen, wie alle anderen auch, die einen Laden haben. Oder sich auf ihr Kerngeschäft konzentrieren und das Geschäft mit den Produkten, die nicht der Preisbindung unterliegen, den anderen überlassen.
An das Mitleid oder den Solidaritätsgedanken der Kunden zu appellieren, ist jedenfalls mMn keine gute Geschäftsstrategie, hat bisher noch nie geklappt.
#44 xldeluxe
23.9.14, 17:16
@delphin55:

Auch bei verschreibungspflichtigen Medikamenten zahlt man bei der Rezeptgebühr oftmals gar nichts oder die Hälfte - zumindest bei meinen Medikamenten.

Freiverkäufliche Medikamente gibt es z.B. in Holland in jedem Supermarkt vor dem Eingangsbereich. Da erhält man alles von Durchfallmitteln über Grippetabletten, Tropfen, Kopfschmerztabletten, Tabletten gegen Gelenkbeschwerden usw. Dort ist keine Selbstbedienung, man steht vor einem Schalter. Die Preise sind gering. 10 Paracetamol zum Beispiel kosten 39 cent.
5
#45
24.9.14, 01:16
@viertelvorsieben:
nein, natürlich geht es nicht um Bäcker und Friseure und,und,und! Das war auch satirisch gemeint.
Aber immer und immer wieder fällt der Spruch: es gibt ja viel zu viele Apotheken! Also müssen wir sie kaputt reden oder machen! Die Politik arbeitet auch schon seit Jahren daran.
Keine Branche ist heute derart überbürokaratisch gemaßregelt bei hohem unternehmerischen Risiko.
Die meisten wissen überhaupt nichts von den vielen Auflagen und Aufgaben, die den Betrieb einer Apotheke belasten, ganz zu schweigen vom Zustandekommen der Preise.
Wer weiß denn, daß manche Apotheken liebend gerne die Belieferung von sehr hochpreisigen Medikamenten auf Kassenrezept ablehnen würden, wenn sie es dürften, aber nicht können, denn die Gefahr, daß die Krankenkassen wegen nichtiger Formfehler, die der Apotheker überhaupt nicht zu verantworten hat, die Bezahlung verweigern ist größer denn je.
Und das bei einem Festzuschlag von ca 6,-€+3% auf den EK, egal wie hoch der Ek ist: 10,-€ oder 1000,-€. Der Staat mit seiner 19% Mwst ist da fein raus, der verdient immer prächtig.
Das alles, was die Apotheken-Betriebsordnung und das Sozialgesetzbuch V vorschreiben, würde manchen hier Lesenden wohl ratlos zurück lassen. Vielleicht mal googeln!
Die goldenen Zeiten für Apotheken sind schon lange vorbei. Jede zweite Apotheke ist heute rein betriebswirtschaftlich gesehen schon ein Verlustgeschäft, was oft nur mit einer Selbstausbeutung des Inhabers noch kompensiert werden kann.
Die Apotheken, die dann meist auch wegen des Alters des Inhabers zumachen, verschwinden still und leise. Sie sind nicht mehr verkäuflich, was dem Inhaber aber eigentlich eine Altersversorgung sein sollte.

Also bitte mal darüber nachdenken, ob es wirklich so viel Sinn macht auch seine Rezepte nach Holland zu schicken ( über Aachen, ich weiß!).
Die Apotheke um die Ecke nur noch für Notfälle, kostenlose Beratung und Nachtdienst zu nutzen, wird dafür sorgen, daß es diese dann bald nicht mehr geben wird.
3
#46
24.9.14, 05:52
@Pille:
Genau was ich meine.
Und das was du nennst ist nur ein Teil davon, wie extrem Apotheken beschränkt werden in der Preiskalkulation. So keiner weiß wirklich wie Krankenkassen und Pharmakonzerne "den kleinen Apotheker" mit unzähligen bürokratischen Firlefanz (keine Ahnung, ob das Wort so heisst) belasten und seine Arbeit beeinträchtigen.
Ich verstehe schon, dass jeder guckt wo er sparen kann. Andererseits, finde ich es wirklich schade, dass dieser wundervolle Beruf nicht mehr das ist, was es mal war. Schon allein von der traditionellen Medikamentenherstellung her. Nur noch vereinzelt mal Salben, mehr nicht. Schade.
-2
#47 xldeluxe
24.9.14, 10:48
@Yolina:

Ich verstehe Deine und andere Einwände, aber das Leben schreitet voran und es war schon immer so, das Neuerungen zu Lasten einzelner bzw. ganzer Berufsgruppen gehen.

Als Autos Einzug auf die Straßen hielten, wurden nach und nach die Kutscher und die mit dem Beruf verbundenen Gruppen arbeitslos. Es gab Messerschleifer, Haustürverkäufer, die Seife, Putzmittel und Haushaltstücher anboten und vieles mehr.

Supermärkte fraßen kleine Einzelhändler auf und wenn die Damen in den 50er Jahren im günstigeren Supermarkt einkauften, wurden sie von den anderen gemieden, bis diese dann heimlich auch hineinschlichen.....

Durch große Zooabteilungen in Baumärkten schließen Zoofachgeschäfte, kleine private Tankstellung mit Bedienung machten Großtankstellen Platz, Herrenoberbekleidungsgeschäfte sind Historie.

Wo will man denn da ansetzen, um zur Erhaltung einzelner Branchen zu raten?

Jeder Fortschritt ist immer auch ein kleiner Schritt nach hinten, aber es geht nun mal auch so stetig voran.

Genau wir ihr/wir heute zweifeln, bemängeln und argumentieren haben es schon Generationen vor uns gemacht, wenn es um Neuerungen ging, die wir heute aus unseren Leben nicht mehr wegdenken können.
#48 Upsi
24.9.14, 12:54
@xldeluxe: Messer und Scherenschleifer waren gestern auch bei mir an der Tür, es gibt sie noch, ich musste sie wegschicken, macht alles mein Männe selber und zwar perfekt
1
#49
24.9.14, 13:22
@xl deluxe: Ja, wie ich schon sagte. Ich finds halt Schade...auch für die anderen Berufe. Aber das kann man nicht ändern. Die Leute müssen gucken wo ihr Geld bleibt...leider auf Kosten einiger Berufsgruppen. Muss gestehen, dass ich zur Zeit meinen Bäcker boykottiere. Der verlangt Wucherpreise für furztrockene Brötchen, die manchmal auch vom Vortag sind und irgendwie nach Gips riechen (bin mir sicher die strecken es damit). Da bin ich gezwungen entweder mein Brot selber zu backen oder halt beim "bösen" Discounter um die Ecke zu kaufen. Ich unterstütze durchaus Privatbäckereien auch wenn's mal teurer ist, hauptsache aber die Qualität stimmt. Aber speziell diese Kette kann von mir aus schließen, weil diese Brötchen höchstens als Entenfutter dienen. Aber bei der Berufsgruppe Apotheke blutet mir das Herz. Leider ist das so.
#50
24.9.14, 13:39
Yolina, dann wärs aber besser, die von Dir genannten Grundübel zu beseitigen. Wenn eine Apotheke wirtschaftlich nur zu betreiben ist, indem sie freiverkäufliche Mittel ausschließlich zum unverbindlich empfohlenen Verkaufspreis verkauft und damit den regulären Medikamentenverkauf subventioniert, stimmt am System was nicht. Dass das nicht so einfach ist, besonders wenn das Gesundheitssystem auf das freie Unternehmertum trifft, ist mir auch klar, aber anscheinend überfällig.
3
#51
24.9.14, 14:52
@xldeluxe: Das allgemeine Lamento über das Sterben der Einzelhandelsgeschäfte hat hier in Süddeutschland bereits Wirkung gezeigt: Dorfläden wurden gegründet und überleben bereits seit ca. 10 Jahren.

Und hier in unserer Kleinstadt mit 14.000 Einwohnern hat ein ganz, ganz kleiner Einzelhändler, der bisher nur Elektronik (Fernseher, Handys usw.) verkaufte, alle seine Mitarbeiter und sich selbst bei allen großen Hausgerätehersteller zum Servicetechniker ausbilden lassen und bietet jetzt sog. "Weiße Ware" an, die er aus Platzmangel am Monitor präsentiert und die Kaufinteressenten gut und fachkundig berät! Und der Clou: Bei ihm habe ich die Spülmaschine sogar noch um 80 € billiger erstanden - mit Anliefern, Einbau und Entsorgung des Altgerätes - als bei allen großen Supermarktketten in der nahen Großstadt !!! Und ein schneller und fairer Reparaturdienst ist mir sicher. Klar, dass sich das herumspricht ... Großartige Werbung hat er scheint's nicht nötig, die habe ich erst ein Mal gesehen.

Und zum Thema Bäcker ./. Broßbäckereifiliale im Supermarkt: Ich habe mir mal - weil die Bäcker schon zu hatten - die Zutatenliste für ein Brot in so einer Filiale ausdrucken lassen. Die war so lang, dass ich sie nicht bis zum Ende durchgelesen habe. Mich hat's geschüttelt !!! Bei unseren traditionellen Handwerksbäckern besteht das Brot nur aus Mehl direkt von der Mühle, Wasser, Sauerteig und Hefe als Treibmittel, Salz + Gewürzen und höchstens noch Olivenöl. In den Läden muss ich IMMER Schlange stehen, die Kundschaft kommt z. T. aus der Großstadt, und alle zahlen lieber den doppelt so hohen Preis als im Supermarkt, sonst würde die beiden Läden ja nicht so brummen.

Will sagen: Ob der Einzelhandel ausstirbt, liegt an uns Verbrauchern. Ich lebe übrigens vom nicht gerade üppigen Hartz-IV-Satz. Kommt immer drauf an, wie man die Prioritäten setzt ...
3
#52
24.9.14, 21:16
@xldeluxe:

Ich denke, es macht einen gewaltigen Unterschied ob allerlei kleine Händler, um die es natürlich auch sehr schade ist, schließen, oder ob es um essentielle Dinge wie die wohnortnahe und zeitnahe Gesundheitsversorgung der Bevölkerung geht.
Dazu gehört der Erhalt der Apotheken und der Arztpraxen, auch in ländlicher Umgebung.
Ich habe das Gefühl, die wenigsten Kommentierer hier können sich vorstellen, wie es ist, wenn ältere und behinderte Menschen versorgt werden müssen. Diese sind meist nicht in der Lage per Internet zu bestellen. Oft können sie noch nicht einmal den Weg zum Briefkasten schaffen.
Diese Patienten und Kunden sind sehr dankbar für eine gute Zusammenarbeit von Arztpraxen und Apotheken, die ihnen die Medikamente ins Haus bringen. Oft gehört das dann auch noch zu die wenigen sozialen Kontakten, die diese Menschen noch haben.
-2
#53 xldeluxe
24.9.14, 21:20
@utew:

Ich will das alles nicht in Frage stellen, aber ich kaufe meine Brötchen dort, wo sie günstig sind und schmecken und das ist momentan ein Discounter, der die Brötchen an der Backtheke zu 13 Cent verkauft.

Preise für Elektrogeräte und andere Ware vergleiche ich im Internet und informiere mich durch die Flut der wöchentlichen Briefkastenprospekte.

Jeder ist halt anders...ich lebe überwiegend in einer Weltstadt, bin sehr preisbewusst und gebe ungern mehr Geld als nötig für Dinge aus, egal, um was es sich handelt.

Ich bin sicherlich nicht unsozial, aber wenn es um mein Geld geht bzw. wenn ich sparen kann, bin ich mir näher als ein Einzelhändler, dem ich durch mein Verhalten evtl. die Existenz zerstöre. Natürlich ist das egoistisch, aber da stehe ich zu.
#54 xldeluxe
24.9.14, 21:25
@pille # 52:

Nicht jeder Tipp hier bei FM trifft auf alle Mitglieder zu.

Ich z.B. habe nie auf dem Land oder in einer kleinen Ortschaft gewohnt und habe daher keine Erfahrung mit diesem Leben.

Wer mit dem Tipp etwas anfangen bzw. sparen kann und möchte, der schaut sich die Möglichkeiten im Internet einmal an.

Ein Tipp ist nie auf alle zugeschnitten.
#55
24.9.14, 22:12
Auch wieder Pauschalierungen.
Denn es liegt einzig und allein an uns Verbrauchern, ob die Einzelhändler oder wie in diesem Fall die Apotheken vor Ort überleben.
Es fängt doch schon damit an, das verschreibungspflichtige Medikamente einfach ausgetauscht werden, wenn es ein günstigeres Generikum gibt. Nur ist es oftmals so, dass der Grundstoff vorhanden ist, aber die Zusatzstoffe verändert werden und wenn man dieses getauschte Medikament nicht verträgt, na Pech gehabt.
Dieses Problem mit den verschwindenden Arztpraxen und Apotheken ist nicht von heute, nur kommt es jetzt langsam zum Tragen.
Und wie @utew schon richtig schrieb, man sollte einfach Prioritäten setzen.
Und es hängt auch immer von der familiären Situation ab, ob man allein lebt oder mit Partner, oder mit Kindern.
Oftmals lohnt es sich auch, wenn man sich mal mit seiner Krankenkasse in Verbindung setzt und nicht immer schon von vornherein sagt, dass gibt es eh nicht oder es wird nicht übernommen.
Und ja es ist manchmal mühsam, aber es lohnt auf Dauer gesehen dann doch.
Auch hier ist es einfach so, dass Jede/r seine/ihre eigenen Entscheidungen treffen sollte, egal ob es dem Anderen passt oder nicht. Denn Jede/r lebt sein/ihr eigenes Leben ob er/sie will oder nicht.
1
#56
29.9.14, 02:02
ich hatte vor einigen Jahren mal ne ganze Zeit lang monatlich teure Medikamente zu nehmen, verschreibungspflichtig, allerdings mußte ich die selber bezahlen (KiWu).
Das waren keine Peanuts von 2,50, sondern es ging in den vierstelligen Bereich. Hatte dann von der Praxis die Adresse einer Apotheke in Frankreich bekommen. Von dort habe ich dieselben Medikamente geschickt bekommen, die nur ein Drittel des deutschen Preises kosteten.
Tja, woran mag das wohl liegen.
Und ehrlich? Da war mir doch das Hemd näher als die Jacke. Und bei solchen Beträgen würde ich auch heute noch nicht zögern, meine Medikamente aus Frankreich zu besorgen.

Mein Mann ist übrigens auch chronisch krank, hat aber auch keine Befreiung. Dadurch, daß er ja "nur" die Rezeptgebühren (plus Zuzahlung, wenn er eben nicht die Generica, die von der KK vorgeschrieben sind, verträgt), kommt er immer so in etwa hin, aber selbst 1% bzw. 2% vom Bruttojahreslohn ist schon sehr viel Geld.

Wir wohnen übrigens sehr ländlich, haben aber im Nachbarort gleich 2 Apotheken, die auch liefern.
Nachdem wir letztes Jahr erst hierher gezogen sind, haben wir eine dieser Apotheken ausprobiert und waren so dermaßen unzufrieden, daß wir diese sicher nicht weiterempfehlen werden. Zum Glück gibt es dort ja noch die zweite, wenn wir etwas brauchen, besorgen wir uns das dort. Aber im Normalfall bringt mein Mann sich seine Medikamente vom Arbeitsort mit. Förderlich für die Apotheken hier - sozusagen vor Ort ist es auch nicht.
1
#57
29.9.14, 22:56
@Higu:
Leider ist es tatsächlich in vielen Fällen so, daß noch patentgeschützte Medikamente in Deutschland am teuersten in der EU sind. ( Die USA sind allerdings bei verschreibungspflichtigen Medikamenten sogar z.T noch mal erheblich teurer).
Das liegt daran, daß der deutsche Preis für viele EU-Staaten als Reverenzpreis genommen wird. In diesen Ländern werden die Preise staatlicherseits dann auf x% vom deutschen Preis festgesetzt. Die Hersteller machen dann für Europa eine Mischlalkulation.
Wir subventionieren mit höheren Preisen den Gesundheitsmarkt z.Bsp. in Spanien, Griechenland, Italien, Frankreich us.w.
Daher werden neue Medikamente dann häufig besonders hochpreisig hier in den Markt gebracht, damit die Preise in den anderen Ländern nicht zu niedrig werden.
Inzwischen entscheidet aber die Arzneikommisiion, ob diese Medikamente innovativ genug sind um von den gesetzlichen Kassen erstattet zu werden. U.U.werden dann auch sogenannte niedrigere Erstattungspreise festgelegt.
Die Preisdifferenz in der EU wird dann von Importeuren für sogenannte Reimporte oder Eu-Importe ausgenutzt. Diese müssen von Apotheken auch auf Rezept abgerechnet werden, wenn die Preisdifferenz groß( 15,-€ od 10%) genug ist. Da gab es gerade einen mittleren Skandal mit von mafiösen Dieben in Italiens Krankenhäusern und anderswo geklauten hochpreisigen Medikamenten, die über die Importeure in den deutschen Markt geschleust werden sollten.
In Deinem speziellen Fall zahlt die deutsche Kasse jetzt leider nur noch 2 Versuche. Ich hoffe, du warst damals wenigstens erfolgreich. Daß man sich die dafür nötigen Medikamente, wenn sie selbst zu zahlen sind billiger aus dem Ausland besorgt, kann ich voll verstehen.

Im Übrigen werden ca 90% aller Verordnungen hier inzwischen generisch ausgestellt, also von günstigen Zweitanbietern, die von Krankenkasse zu Krankenkasse von unterschiedlichen Herstellern kommen (Stichwort geheime Rabattverträge der Krankenkassen mit Herstellern!).
Inzwischen ist Deutschland das Land mit der höchsten Generika-Quote auf der Welt.

Die ganze Preisgestaltung und die Abrechnung auf Kassenrezept ist noch viel komplizierter als ich hier aufgeführt habe. Es gibt dabei eine überbordende Bürokratie, noch viel komplizierter als ich hier angerissen habe.
#58
30.9.14, 23:50
@pille:

danke für diese ausführliche Erklärung. Aber letztendlich isses mir egal, warum Medikamente in Deutschland um ein vielfaches teurer sind, als im benachbarten Ausland, gerade wenn es so hochpreisige Mittel sind. Wenn ich sie dort billiger bekomme, bestell ich sie mir auch dort und krieg sogar solche, die kühl gelagert werden müssen mit extra Transport ohne Aufpreis (wobei wir nicht sooo weit von der französischen grenze entfernt wohnen)
Ach, übrigens ist das nicht nur bei Medikamenten so, sondern bei allen medizinischen Kosten, d.h. auch Krankenhausaufenthalte.

Es war übrigens nicht erfolgreich und auch die zwei (bzw. damals drei) Versuche haben wir nicht von der KK erstattet bekommen. Gesamt sprechen wir hier von einem Betrag im mittleren 5 stelligen Bereich. Und das FA meinte dann auch noch, daß es wohl eher zu meinem Privatvergnügen gehört :-/ und ich die Kosten nicht als außergewöhnliche Belastungen anrechnen können.

Mir isses auch wurscht, ob ich ein Generikum kriege, aber wenn ich es nicht vertrage nutzt mich das sehr wenig. und dann muß ich ja nun mal in den sauren Apfel beißen und mehr zuzahlen.

P.S.: woher kennst du dich eigentlich so gut aus?
#59
1.10.14, 00:23
@Higu:

Liebe"Higu",
das ist ja sehr schade, daß Ihr damals nicht erfolgreich wart. Es ist immer traurig, wenn es bei Menschen, die sich so sehr ein Kind wünschen und sicher auch diesem das beste an Elternschaft bieten könnten, nicht klappen will.
Daß selbst das Finanzamt diese Kosten nicht als Sonderausgaben anerkennen wollte, ist erschütternd und macht wirklich wütend, wenn man sieht, wie Großkonzerne den Staat abzocken.
Ich bin selbst (angestellte) Apothekerin, seit über 40 Jahren im Beruf, liebe meinen Beruf und den Umgang mit Menschen. Aber die nicht mehr zählbaren "Reformen" in dieser Zeit, die uns unsere Arbeit immer schwerer machten und den engagierten Kollegen wirklich die Luft zum Atmen genommen haben, lassen mich fast freuen, daß ich nur noch 2 Jahre bis zur Rente habe.

Alles Gute für Dich und liebe Grüße

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