Es sind die Pflanzeninhaltsstoffe, die Abhilfe schaffen. Bei den Hustenmitteln sind es hauptsächlich die Saponine und die Schleimstoffe, die gegen den Husten wirksam sind, die ätherischen Öle, die evtl. auch enthalte

Pflanzliche Hausmittel als Hustenlöser - warum wirken sie eigentlich?

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Es gibt ganz verschiedene Hausrezepte, meistens aus pflanzlichen Zutaten, die dem Husten Einhalt gebieten und auch die Ursache bekämpfen. So gibt es das Rezept mit Zwiebeln und Zucker, oder man verreibt einen Rettich, Thymian und Salbei helfen auch. Aber warum ist das so?

Es sind die Pflanzeninhaltsstoffe, die Abhilfe schaffen.
Bei den Hustenmitteln sind es hauptsächlich die Saponine und die Schleimstoffe, die gegen den Husten wirksam sind, die ätherischen Öle, die evtl. auch enthalten sind, wirken meist bakterizid.

Saponine:
Saponine sind pflanzliche Glykoside, die mit Wasser zusammen einen haltbaren Schaum bilden, Öl in Wasser emulgieren und eine hämolitische Wirkung besitzen. Saponine werden als schleimlösendes Mittel gerne bei Husten verwendet. Saponine lösen die Oberflächenspannung und verflüssigen zähflüssigen Schleim, der sich dann abhusten lässt. Der vom Körper neu gebildete Schleim kann ungehindert abfließen und abgehustet werden, weshalb man anfangs das Gefühl hat, dass es schlimmer wird.

Durch die anfängliche Reizwirkung auf die Magenschleimhaut kommt es reflektorisch zu einer vermehrten Absonderung von Sekreten aller Drüsen, was sich in den Bronchen günstig bemerkbar macht.

Saponine begünstigen auch die Aufnahme weitere pflanzlicher Wirkstoffe entscheidend, wodurch diese oftmals durch geringe Wirkstoffmengen eine große Wirkung entfalten können.

Schleimstoffe:
Unter Schleim im botanischen Sinn versteht man kohlenhydrathaltige Stoffe, die mit Wasser stark aufquellen und ein viskose (fadenziehende) Flüssigkeit bilden. In vielen Fällen beeinflussen sie die Wirkungsintensität anderer pflanzlicher Wirkstoffe. Die Wirkung von Scheimstoffen lässt sich unter dem Begriff *Reizmilderung* am besten beschreiben. Der Schleim legt sich als feine Schicht über gereitzte Schleimhäute und schützt sie so vor äußeren Einflüssen.

Entzündungen, besonders der Schleimhäute, klingen unter dem Schutz von Schleimstoffen besonders schnell ab.

Ätherische Öle:
Allen Heilpflanzen, die ätherische Öle enthalten, ist eines gemein: Sie sind entzündungshemmend, bei mehr oder weniger ausgeprägter Hautreitzung, sie sind expektorierend (das Abhusten erleichternd), harntreibend, tonisierend (anregend) und stärkend für das Verdauungssystem.

In den Pflanzen, die wir verwenden, sind sie in natürlicher Form enthalten und nicht in reiner Form und können in Verbindung mit Schleimstoffen und Saponinen gut wirken.

Also: greift ruhig mal zu Omas Hausmitteln.

Dieser Tipp soll die Wirksamkeit von Hausmitteln erklären.

Bei schwerwiegenden Erkrankungen, sollte man einen Arzt aufsuchen.

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2 Kommentare


#1
5.2.11, 21:45
Danke für deine Mühe, Angelina.
#2 lorenz8888
31.8.11, 19:19
Herzlichen Dank für die genaue Erklärung, Angelina. Kannst Du vielleicht auch erklären, welche Vorgänge verantwortlich sein für das 'Federziehen' ? Oma sagte, bei Kopf-, Zahn- und Kopfschmerzen den Kopf nicht auf Federkissen zu betten, sondern mit Baumwolle oder Wolle das Kissen bedecken und dann darauf liegen.Es funktioniert - aber warum?

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