Hallo zusammen! Wildzeit ist für mich eine der leckersten Jahreszeiten. Aber Hand aufs Herz: Habt ihr euch auch schon mal an einen großen Hirschbraten getraut und ihn am Ende als trockenes Etwas aus dem Ofen geholt? Das muss nicht sein! Ich habe ein klassisches Hirschbraten-Rezept einfach umfunktioniert und daraus ein geniales Rehgulasch gemacht. Der Trick dabei: Ich habe das Fleisch vor dem Kochen in mundgerechte Stücke geschnitten. Und was soll ich sagen? Es ist das beste, saftigste und butterzarteste Rehgulasch, das ich je gegessen habe!
Zutaten
Rehgulasch
- 1 kg Rehfleisch (Schulter, Keule, Nuss)
- 1 Pckg. Suppengemüse
- 1 große Zwiebel
- 2 Zehe/n Knoblauch
- 2 EL Tomatenmark
- 350 ml Rotwein
- 800 ml Wild- oder Gemüsefond
- etwas Lorbeerblätter
- etwas Wacholderbeeren
- etwas Pfefferkörner
- etwas Sauerrahm
- etwas Maizena (Speisestärke)
- etwas Salz
- etwas Pfeffer
- etwas Öl oder Butterschmalz
- evtl. Zimt
- 2 EL Wildpreiselbeeren
- evtl. Nelken
Beilagen
- etwas Birnenhäften
- etwas Spätzle
- etwas Rotkraut
- etwas Wildpreiselbeeren
Warum Gulasch besser funktioniert als ein Braten:
Ganz einfach: Ein großes Stück Fleisch braucht im Ofen ewig, um innen gar zu werden, und läuft dabei Gefahr, außen komplett auszutrocknen. Wenn ihr das Fleisch aber vorher schon zerteilt (wie beim Gulasch), haben alle Stücke die gleiche Garzeit. Außerdem habt ihr viel mehr Anbratfläche, was für diese geniale, kräftige Röstaroma-Soße sorgt, die wir bei Wildfleisch so lieben.
Zubereitung
- Erhitzt das Fett in einem großen Topf oder Bräter. Würzt eure Rehgulasch-Stücke kräftig mit Salz und Pfeffer. Bratet das Fleisch in mehreren Portionen auf allen Seiten scharf an, nehmt es heraus und stellt es beiseite. Der Röstansatz verbleibt im Topf und dient uns für die Sauce.
- Gebt das fein geschnittene Wurzelgemüse, die Zwiebel und den Knoblauch in denselben Topf und röstet alles gut an. Rührt dann das Tomatenmark unter.
- Gießt den Rotwein dazu und lasst ihn solange einkochen, bis fast keine Flüssigkeit mehr da ist.
- Füllt den Topf dann mit dem Fond auf und gebt alle Gewürze (Pfefferkörner, Lorbeerblätter, Wacholder) dazu. Wer mag, kann auch gerne etwas Zimt und 2-3 Nelken dazugeben.
- Legt das angebratene Rehfleisch zurück in den Topf. Der Fond sollte das Fleisch fast vollständig bedecken. Wenn es zu wenig ist, gebt einfach noch einen Schluck Fond oder Wasser dazu.
- Deckel drauf' und auf der Herdplatte bei kleiner Stufe köcheln lassen. Durch die kleineren Fleischstücke ist das Gulasch schon nach ca. 2 Stunden butterzart (beim Braten dauert es oft 2,5 Stunden oder länger!). Macht unbedingt die Gabelprobe – das Fleisch muss fast zerfallen, dann ist es perfekt.
- Sobald das Fleisch zart ist, nehmt es heraus. Lasst die Sauce mit dem Wurzelgemüse, Lorbeerblätter, Nelken etc. durch ein Sieb, sodass ihr nur die Sauce im Topf habt. Rührt den Sauerrahm unter die Soße, schmeckt sie mit Salz und Pfeffer ab und lasst sie noch einmal kurz aufkochen. Für etwas Süße habe ich noch 2 Esslöffel Wildpreiselbeeren in die Sauce gerührt. Danach habe ich mit Maizena die Sauce noch ein wenig eingedickt.
- Ich habe das grob geschnittene Wurzelgemüse wieder zurück in die Sauce gegeben - wer möchte, kann es aber auch in die Sauce pürieren, oder ganz weglassen.
- Gebt das Fleisch zurück in die cremige Soße und genießt es!
Als Beilage eignen sich Spätzle, Rotkraut und Birnenhälften mit Wildpreiselbeermarmelade.
Guten Appetit!