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Ein Glas Soja-Milch

Soja-, Reis-, und Hafer-Drinks als Alternative zur Milch

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Zu den herkömmlichen Milchsorten wie Frisch- oder Vollmilch gesellen sich in den Lebensmittelregalen und auf den Getränkekarten im Café immer mehr Getreidedrinks. Unterscheiden tun sich Kuhmilch, Soja-, Reis- und Hafergetränke nicht nur von ihren Inhaltsstoffen, sondern auch in ihrer Bezeichnung: Den Milch-Titel erhält hierzulande nur, was aus dem Euter gemolken wird. Alles andere muss sich als „Getränk“ oder „Drink“ ausweisen, darf also nicht mit einem Slogan wie „Die Milch machts“ beworben werden. Ich habe mich gefragt, ob es die Milch wirklich macht oder ob ich meine Tage nicht mal mit einem solchen Drink beginne.

Öle verhelfen den Drinks zu ihrer weißen Farbe

Zugegeben, der Geschmack von Hafer- oder Reismilch als Zugabe im morgendlichen Kaffee ist gewöhnungsbedürftig. Ich stelle mir vor, wie das Getreide gemahlen, mit Wasser versetzt, fermentiert, gesiebt und filtriert wird. Nach diesen Arbeitsschritten ähnelt es äußerlich noch nicht der Milch. Dafür sorgt die Zugabe von Ölen, die aus einem wässrigen Gemisch den weißlichen (oft auch gelblichen) Drink machen. Für mich ist die milchige Anmutung ein Vergleich, der nicht standhält, denn so erwarte ich automatisch den Kuhmilchgeschmack, den Soja-, Reis- oder Hafer nicht hergeben. Stelle ich mir jedoch vor, dass ich nun eine Art Getreidekaffee trinke, so kann ich mich mit den Getreide-Drinks anfreunden, die mir darüber hinaus als sehr bekömmlich erscheinen.

Getreide-Drinks sind als pflanzliches Produkt laktosefrei

Wer mit einer Laktoseintoleranz zu leben hat und den Milchzucker im Darm nicht abbauen kann, hat mehrere Möglichkeiten. Molkereien stellen laktosefreie Milchprodukte her, die so wenig Laktose enthalten, dass sie von den meisten Betroffenen gut vertragen werden. Wer dem nicht traut, ist mit den Soja-Drinks und Co. auf der sicheren Seite. Die milchartigen Produkte sind pflanzlich und somit frei von Laktose. Auch Veganerinnen und Veganer greifen auf die Getreidemilch als Ersatz zur Kuhmilch zurück.

So unterscheiden sich die Inhaltsstoffe der Milch-Getränke

Die Getreide-Drinks liegen kalorientechnisch mit 30 bis 50 kcal pro 100 Gramm etwas unter der Vollmilch, haben kein Cholesterin, weniger Fett und steuern mehr von den gesunden ungesättigte Fettsäuren bei. Einen Mangel haben die milchähnlichen Produkte beim Kalzium. Die Hersteller führen das ihren Soja-, Reis- oder Hafer-Drinks dann extern zu. Das steht auch oft in großer Schrift auf den Packungen: Plus Kalzium für den Knochenaufbau. Wobei mein Knochenaufbau als Erwachsener ja abgeschlossen ist, es geht ja eher darum, den Abbau zu vermeiden. Ob Auf- oder Abbau: Mit den Werbebotschaften, vor allem für die Kuhmilch, deren hohen Kalziumgehalt, der gut für die Knochen und Zähne sein soll, bin ich immer etwas hin- und hergerissen.

Aufnahme von Kalzium über Milch, Gemüse oder Mineralwasser

Über die Milch kann 30 Prozent Kalzium aufgenommen werden, bei der Aufnahme von Obst und Gemüse liegt der Prozentsatz bei 40 Prozent und mehr. Wer ein kalziumhaltiges Mineralwasser trinkt, kann damit einen großen Teil seines Tagesbedarfs decken, der bei einem Erwachsenen bei 1.000 Milligramm liegt. Mein Mineralwasser hat zum Beispiel einen Wert von 462 Milligramm pro Liter, so dass ich mit rund 2 Litern am Tag ausreichend mit Kalzium versorgt bin.

Nach einer ersten Eingewöhnung an den neuen Geschmack meines „Milch“-Kaffees finde ich, das schmeckt doch ziemlich gesund und gut. Dabei stört mich der höhere Preis auch nicht, denn ich weiß ja, dass ich nicht, wie bei der Werbung für Milch vorgelebt, mehrere Gläser am Tag pur trinken muss, sondern dass mir ein Liter Soja- oder Reismilch im Kaffee für eine Woche ausreicht.

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58 Kommentare

4
#1
20.8.15, 19:26
Diese Getreidedrinks sind nichts anderes als kalte passierte Getreidesuppe. Da muss nichts fermentieren oder mit zusätzlichem Öl vermischt werden.
Ich habe meine eigene Maschine, die ich mit ca. 100 g Körner oder Samen und 1,8 Litern Wasser befülle. Die Maschine erhitzt das Wasser und mahlt die Körner. Nach 20 Minuten habe ich meine Reis-Mandel oder Hafer-Kokos, Dinkel-Sesam-Drink je nach Befüllung. Die so entstandene "Milch" ist dickflüssiger als die gekaufte, aber unschlagbar preiswert. Leider nur 2-3 Tage haltbar und nach kurzer Zeit setzt sich oben Wasser und unten Brei ab. Da muss man sich beeilen, damit sie verbraucht ist, bevor sie schlecht wird.
Deswegen arbeiten sie in der industriellen Herstellung mit Emulgatoren und Konservierungsstoffen.
Aber sie ist ja vielseitig einsetzbar. In den Kaffee, pur, zum Kochen und Backen, für Pudding oder über's Müsli ...
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#2
20.8.15, 21:23
@mafalda: Was ist das bitte für eine Maschine? Und wo gibt es die? Gruß und Dank Coriolan
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#3
20.8.15, 21:47
@mafalda: auf wieviel Grad wird das Ganze erhitzt? Ich würde das gerne ausprobieren! :-)
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#4
21.8.15, 00:28
Habe nun schon einige Male bei Kaiserschmarrn und Palatschinken, statt normaler Milch Sojamilch genommen. Das funktioniert genau so gut und man erkennt nur einen minimalen Unterschied. Wer wie ich, die Milch nicht gut verträgt, für den ist es eine prima Alternative. Habe gar nicht gewusst, dass man sich diese Drinks auch selber herstellen kann. Werd wohl dazu mal Tante Google befragen
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#5
21.8.15, 00:47
@Coriolan: du musst mal "sojamilchbereiter" googlen. Meiner heißt "Vegan Star". Also eine große Kanne mit einem Deckel. Im Deckel ist der Motor und am Deckel hängt so eine Art Pürierstab und eine Art Tauchsieder. Um den Pürierstab kommt ein engmaschiger Metallkorb. In diesen Korb füllt man die Sojabohnen oder Körner und setzt den Deckel auf. Wenn die Maschine läuft, wird das Wasser erhitzt und die Körner in 8 Intervallen zerkleinert. Ich glaube, das wird fast bis zum Kochen gebracht. Man kann den Vorgang auch vorher abbrechen, bevor die Suppe kocht.
Man könnte das auch im Kochtopf und mit dem Pürierstab machen, bloß dann muss man daneben stehen und rühren und aufpassen. Da ist so eine Maschine praktischer, aber wenn ich nochmal eine kaufen würde, dann eine kleinere.
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#6
21.8.15, 07:42
@Mafalda: Hast Du mal probiert einen Teil gleich einzufrieren? Das müsste doch zum Kochen ok. sein.
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#7
21.8.15, 11:48
Der Tip ist sehr interessant!
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#8
21.8.15, 13:15
Der Tipp ist nicht als vegetarisch/vegan gekennzeichnet. Daher erlaube ich mir die Frage, wozu eine Alternative zu Milch gut sein soll, wenn man sie unbedenklich trinken und verwenden kann, vorausgesetzt, dass man sie gut verträgt?

Immer mehr gute und seit Menschengedenken übliche Lebensmittel werden in Misskredit gebracht. Wo soll das hinführen?
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#9 Charlotta
21.8.15, 14:54
weil Milch leider kein Nahrungsmittel in dem sinne ist. Also Milch in Mengen, sprich mehr als 1 Tasse am Tag, schädlich für dem menschlichen Organismus ist. Deshalb wird nach Alternativen gegriffen.
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#10
21.8.15, 14:59
@Charlotta: Ja, das meinte ich. Dieser Unsinn wird neuerdings verbreitet. Und nicht nur Milch, fast alle Lebensmittel waren schon "dran". Steht dann im Internet und kann geglaubt werden. Muss aber nicht.
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#11
21.8.15, 15:49
@Spectator: Alternativen zu etwas finde ich immer gut. Das bringt Abwechslung in die Ernährung. Das heißt nicht, dass du die normale, sprich Kuhmilch deswegen komplett aus deinem Speiseplan verbannen sollst, wenn sie dir schmeckt und bekommt, sondern dass du einfach noch eine andere Möglichkeit hast, die vielleicht auch geschmacklich ein Gewinn ist.
Meine Getreidedrinkmaschine habe ich auch aus Bequemlichkeit: Wenn ich vergessen habe, Milch oder Drink einzukaufen, dann kann ich aus trockenen Vorräten aus dem Küchenschrank schnell einen Drink herstellen. Dabei spare ich nicht nur Geld sondern auch Kraft, denn 100 g Körner oder Haferflocken tragen sich leichter nach Hause als fast 2 Liter Milch.
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#12
21.8.15, 15:59
@AMANTE: Einfrieren wäre mir zu umständlich, allenfalls als Eiswürfel, dann ist der Drink schneller wieder verfügbar.
Ich pobiere mal aus, wie es wird, wenn ich nur 50 g Getreide nehme, denn nach kurzer Zeit setzt sich bei dem Getränk ja der Brei unten und das Wasser oben ab, dann kann ich das Wasser abgießen und habe vielleicht die gewünschte Konsistenz in geringerer Menge.
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#13
21.8.15, 16:50
@Charlotta: Was soll denn diese Behauptung?
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#14 Charlotta
21.8.15, 18:16
Hi amente, das ist keine Behauptung! Es ist wissenschaftlich erwiesen, dass gerade bei Kleinkindern durch den Genuss von Milch Allergien häufiger auftreten (Z.B Athemwegserkrankungen etc) nachzulesen beispielsweise bei Zentrum der Gesundheit. Ich bin der Meinung dass der tägliche Genuss von Milch nicht zwingend notwendig ist und man auch ganz darauf verzichten kann und dadurch nicht automatisch dann erkrankt, deshalb finde ich die Alternativen die hier aufgezeigt werden gut obwohl mir diese geschmacklich nicht so zusagen :-)
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#15
21.8.15, 21:35
weil weder gesundheitliche noch moralische Gründe dagegen sprechen bleibe ich bei Kuhmilch ... aus finanziellen Gründen

ich finde den Tip und die Kommentare aber sehr informativ ... schadet nicht, wenn man sowas weiss
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#16
21.8.15, 21:54
@Charlotta: Milch ist kein Nahrungsmittel, aha ! Milch soll nicht als Getränk ( sprich literweise ) verwendet werden, sondern als Nahrungsmittel. Sie hat eben einiges an Kalorien und wer gegen Milcheiweiß allergisch ist meidet sie ja sowieso. Sie aber als "schädlich bei mehr als 1 Glas darzustellen, finde ich doch schon sehr übertrieben.

Wer sich mal genauer informiert, zwecks Soja usw. wird sich wundern. Da gibt es auch Belege das es hier viele Unterschiede gibt und auch nicht alles gesund ist, nur weils jetzt halt IN ist.

Aber das laß ich mal jetzt so stehen, sonst ufert das in Grundsatzdiskussionen aus.
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#17
22.8.15, 12:34
Ist ja schon irre, um wie viele " normale" Lebensmittel man plötzlich einen Bogen machen müsste.

Milch und damit auch alle Milchprodukte wie Käse, Joghurt Quark etc. , sind doch wichtige Eiweiss und Calziumlieferanten.
Wenn man nicht unter einer Alllergie leidet, oder sich vegan ernähren will, spricht meiner Meinungnach absolut nichts gegen Milch.

Ich werde auf jeden Fall weiterhin Milch und Milchprodukte zu mir nehmen.
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#18
22.8.15, 12:36
@Mafalda #11:
Aus Bequemlichkeit? Ich greife mir eine oder zwei Packungen H-Milch und werfe sie in den Einkaufswagen - DAS ist bequem.
Und dann habe ich Milch. Aus Getreide aller Art kann man "Drinks" machen, aber die haben mit Milch nichts zu tun. Insofern kann ich sie auch nicht als Alternativen anerkennen. Alternativen, die ich nötig brauche wie eine dritte Schulter.

Bin halt altmodisch, hoffnungsloser Fall!
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#19
25.8.15, 12:03
jetzt noch mal meinen Senf dazu,bitte nicht gleich steinigen !
Zur Kuhmilch habe ich gelesen (auch in anerkannten Studien) dass sie ein "Kalziumräuber" sein soll,obwohl eigentlich immer das Gegenteil behauptet wird und wir das auch so lernen durften....Sojamilch soll giftig sein.
Da fragt man sich wirklich ernsthaft,wer hat jetzt Recht?
Bin mehr als verunsichert.
Ok,Hafermilch ist bekannt.Einfach Schmelzflocken in Flüssigkeit rühren und trinken.....
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#20
25.8.15, 12:16
@Schnuff: Keine Bange, es kommt kein Stein geflogen, ich werfe nur mit Wattebäuschchen!

Wer hat denn diese "Studien" anerkannt? Bis in die achtziger Jahre gab es "anerkannte Studien", nach denen Rauchen der Gesundheit keineswegs schaden würde! ;-(
Auftraggeber war natürlich die Tabakindustrie - wer sonst?

Milch kann ungesund sein - für diejenigen, die sie nicht vertragen. Für alle anderen sind Milch und die aus ihr gewonnenen Produkte wertvolle Lebensmittel.

Im Moment gibt es aus verschiedenen Gründen ein Überangebot an Milch, und die Preise sind entsprechend im Keller. Sie jetzt auch noch mit fadenscheinigen Begründungen madig machen finde ich ausgesprochen unfair. Wir sollten nicht darauf hereinfallen!
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#21
21.11.15, 21:48
Also zum Thema Milch,eine Überproduktion ist bekannt,wer schon mal die Kühe vor Milchstau schreien gehört hat weil die Milch eigentlich für die Kälber bestimmt ist ,wie bei uns die Muttermilch,aber die Kälber von den Kühen weggenommen wurden,nur damit wir Menschen jede Menge Milch bekommen,der trinkt keine Milch mehr.
#22
21.11.15, 22:27
Vorgestern (19.11.2015) kam ein Bericht im Fernsehen,dass fast alle Menschen eine Unverträglichkeit gegen Milch haben.Die einen haben mehr Probleme als wie andere.Den Sender weiß ich jetzt nicht mehr.
#23
21.11.15, 22:27
Vorgestern (19.11.2015) kam ein Bericht im Fernsehen,dass fast alle Menschen eine Unverträglichkeit gegen Milch haben.Die einen haben mehr Probleme als wie andere.Den Sender weiß ich jetzt nicht mehr.
#24
15.3.19, 08:28
Ich bin gespannt, wie die Diskussion fast vier Jahre später verlaufen wird! Ich bin sicher weit davon entfernt, vegan leben zu wollen, aber der moralische Druck wegen der Produktionsbedingungen für unsere „normalen“ Lebensmittel steigt schon.
Übrigens, Milch trinke ich sowieso überhaupt nicht, brauche ich nur mal zum Kochen, Backen und für den Kaffee der Gäste. Wird nie alle und am Ende schlecht. :-( Getreidedrinks schmecken mir! Mal sehen.
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#25
15.3.19, 09:17
Ich habe diesen Bericht im TV auch gesehen, aber nehme es doch gelassen. Ohne Milch, für mich undenkbar und seit Generationen war Milch so hochgelobt, plötzlich soll sie krank machen. Dieser Milchersatz schmeckt mir nicht und niemand in meiner Familie hat eine Milchunverträglichkeit. Morgen ist vielleicht Obst und Gemüse schädlich und übermorgen Schokolade. Ne, jeden Hype mach ich nicht mit.
#26
15.3.19, 10:09
@Upsi: Deswegen war ich gespannt! Das kennen wir alle: Mal „Nimm ein Ei mehr“, dann wieder: Cholesterin ist schädlich, dann wieder: Alles ok. Zeit, sich selbst ein Bild zu machen. Lange Zeit hat man in schlechten Zeiten versucht, wenigstens die kleinen Kinder mit Milch zu versorgen. Verständlich, was gab es schon Nahrhaftes? Ich nehme aber auch heutige Studien ernst. Solche Möglichkeiten hatte man früher noch nicht. Dass jeder Säuger seine Milch eigentlich für die eigenen Kinder hat, ist wohl unstrittig, und dass sie je nach Spezies unterschiedlich zusammengesetzt ist, auch. Ich esse gern Käse und Quark und würde darauf ungern verzichten. Aber dass Kälber den Müttern sofort weggenommen werden, gefällt mir auch nicht. Vielleicht wäre ein bisschen weniger von allem ja die Lösung, ohne dass man gleich extrem werden muss.
#27
15.3.19, 11:10
@Charlotta: 
Zentrum der Gesundheit, wenn ich das lese ... Dieses Zentrum macht einiges madig, was anerkannte Mediziner und Ernährungswissenschaftler als gesund propagieren. Ich weiß nicht, wer dieses Zentrum finanziell unterstützt oder gegründet hat, wer dahinter steht. Ich behaupte, dahinter steht eine Lobby, die ihre eigenen Produkte vermarkten will. Und ob die gesund sind, sei dahingestellt.
#28
15.3.19, 12:10
Zum Thema Soja : Ich habe eine Sojaallergie und mich daher genauer mit der Thematik beschäftigt. Leider ist dieses Teufelszeug in sehr vielen Produkten verarbeitet weil es der preiswerteste Emulgator ist. Wusstet ihr zb das durch den Genuss von Soja Kinder früher in die Pubertät kommen! Soja greift in den Hormonhaushalt ein! Ich bin froh das ich meinen Kindern ihr Müsli am morgen mit Kuhmilch gegeben habe, zu der Zeit gab es ein solches Thema noch garnicht. Informiert euch darüber und haltet den Genuss in grenzen, eurer Gesundheit zuliebe. 
#29
15.3.19, 12:32
Da man nie weiß, wann welches Lebensmittel in öffentlichen Verruf gerät und wer dahinter steckt, kann ich jedem nur zwei Dinge raten:
1. hört auf euren eigenen Körper, der meldet sich mit Appetit oder Abneigung gegenüber Lebensmitteln, die gut tun oder schaden. Auch Kinder sollte man nie zu vermeintlich gesundem Essen zwingen, wenn sie es von sich aus ablehnen
2. ernährt euch so abwechslungsreich wie möglich: von vielem in Maßen aber nicht in Massen. Mal etwas Neues ausprobieren und mal etwas Gewohnte weglassen und auf die Reaktionen des Körpers achten. 

vielleicht noch ein Drittes: Lebensmittel aus der Region sind in vielen Punkten besser als weitgereiste.
#30
15.3.19, 13:26
@Mafalda: #29 : Hm ja , zu unverträglichen Lebensmittel : mein Bruder hatte /hat regelmäßig Kopfschmerzen , ihm ging es nicht so gut (sagte er) wenn meine Mutter Schnippelbohnensuppe gekocht hatte und sie es ihm sagte.....Ganz einfach , er mag die nicht .
#31
15.3.19, 15:44
@Schnuff:
Dein Bruder sollte mal einen Allergietest machen lassen.Bohnen sind Hülsenfrüchte, könnte sich um eine Kreuzallergie handeln. Ich muss sagen das ich meine Lebensqualität zurück habe seid ich Soja meide. Man glaubt nicht welche auswirkungen eine Allergie auf den Körper hat. Mir ging es auch nicht gut, Verdauungsprobleme, Ausschlag, Herzrasen usw. Jetzt ist alles wieder ok. Lg auch an deinen Bruder
Ps:Mir hat auch vorher niemand geglaubt und ich wurde belächelt😔
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#32
15.3.19, 17:32
@Schnuff: ob ein Kind sich tatsächlich unwohl fühlt, nachdem es etwas Bestimmtes gegessen hat, oder "nur so tut" weil es genau dieses Lebensmittel nicht mag, ist eigentlich egal. Ich finde, man sollte kein Kind zum Essen zwingen. Warum sollte man essen, was nicht schmeckt. Das führt langfristig zu Essstörungen oder Verdauungsproblemen.
@Riela: Ich habe erst lange nachdem ich von zu Hause ausgezogen war festgestellt, dass ich keine Laktose vertrage. Zuhause gab es über Jahre jeden Morgen Frühstücksflocken oder Müsli mit Milch und mittags zum Nachtisch Quarkspeise. "Satt" kannte ich nicht, entweder hatte ich Hunger oder mir war schlecht. Ich hatte aber nicht gelernt, auf meinen Körper zu hören. Es wurde gegessen, was auf den Tisch kam und das hielt ich für richtig. Was ich an Lebensqualität zurückgewonnen habe, seit ich weiß, was ich weglassen muss, ist enorm. Hier in unseren Breiten sind Leute mit Laktoseintoleranz eine gern belächelte Minderheit, anderswo auf der Welt ist das der Normalfall.
Mit meinen Kindern regeln wir das Essen demokratisch und respektvoll. Wir beraten gemeinsam, was eingekauft und gekocht wird, aber wer einkauft und/oder kocht hat das letzte Wort und wem es nicht schmeckt, der muss das nächste Mal selbst einkaufen und/oder kochen oder dabei helfen. Und wer einkauft oder kocht oder dabei hilft, freut sich über Lob und Anerkennung.
#33
15.3.19, 17:46
Hallo ,
alles gut.....er mag die Suppe nicht . So einfach ist das .
Ihr habt ja auch irgend etwas was ihr nicht mögt . Ist mir eben nur aufgefallen , dass er sich mit seinem Unwohlsein immer genau vor dieser Suppe drückt . Alles andere mit Bohnen ist OK ...
#34
15.3.19, 18:08
@Mafalda: Wir haben zuerst versucht, unsere Kinder zu bestimmten Gerichten zu überreden, weil sie ja gesund sind. Aber irgendwann haben wir eingesehen, daß das nur unnötigen Stress macht. Inzwischen sind unsere Kinder erwachsen und essen fast alles.
Und daß jemand keine Pilze mag oder keine Krabben, ist ja wirklich nichts Wichtiges.
Ich mochte als Kind auch einiges nicht, zum Beispiel keinen "Mehlbüdel" mit Speck. Deshalb hat meine Mutter immer einen kleinen ohne Speck für mich gemacht, das war toll.
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#35
15.3.19, 18:28
Kinder zum essen zwingen finde ich foltern, ich habe immer gesagt :probiere mal und wenn es nicht schmeckt ausspucken. So haben meine Kids doch noch verschiedene sachen für sich entdeckt. Hintergrund ist das meine Mutter (sorry Mama, man soll nicht schlecht über verstorbene reden) uns wir waren 8 Kinder Körperlich gezwungen hat alles zu essen. Am schlimmsten ist mir in erinnerung als es Labskaus gab. Ich fand das so eckelig und wollte es nicht essen, habe geweint, durfte den Tisch nicht verlassen. Bin irgendwann am Tisch eingeschlafen, dann ins Bett. Am morgen wurde mir der Teller wieder vor die Nase gestellt, etwas anderes bekam ich nicht. Zu jeder Mahlzeit, 3tage land dann hat es endlich geschimmelt. Es war schrecklich denrest der Familie anderes essen zu sehen und das zu riechen. Ich war so hungrig das ich in der Schule um essen gebettelt habe. Schulbrot gab es auch nicht mit, weil ich ja "keinen Hunger" hatte. Diese schreckliche erfahrung hat mich geprägt. Ich bin froh das sich diese Erziehungsmetoden verflüchtigt haben. Meine Kindheit war sehr grausam, darum bin ich bei meinen Kindern manchmal etwas zu nachgiebig. Sorry, für diesen Kommentar, aber es kam gerade so über mich und hat gut getan das mal los zu werden. 😔
#36
15.3.19, 19:18
@Riela: Es tut weh, das zu lesen!
Aber wir haben unsere Kinder nicht gezwungen, sondern versucht, sie zu überreden bzw. zu überzeugen. Das ist doch etwas anderes als das, was Du erlebt hast.
#37
15.3.19, 20:02
@Riela: das war ja wirklich Folter ! Du arme !
Meine Kinder probierten neues Essen . Schmeckte es ihnen nicht , gab es etwas anderes für sie . Aber meist wusste man ja schon , was sie gerne mochten . Hatte ich mal ein neues Rezept , besprach ich es mit ihnen , ich aß immer mit ihnen nach der Schule , der Vater kam erst Abends von der Arbeit und da gab es dann etwas anderes , wenn er mein Mittag nicht mochte . Meist aßen sie dann auch noch was mit....
Was ich mich aber immer geweigert hatte zu kochen , war Zuccini mit Hackfleisch . Das durften sie immer unten bei Schwiegermutter essen . Meins war es nicht .
Heute essen sie sehr ungern Eintopf , egal welcher . Den gab es damals immer für 3 Tage . Mein Mann kochte den immer so gerne....
Was ich komplett nicht machte , waren geregelte Essenszeiten . Hatten sie Hunger , durften sie sich was machen oder nehmen , außer ich war gerade am kochen , natürlich .
Bei uns zu Hause gab es zu festen Zeiten Essen , dazwischen nicht . So musste man warten , bis es Zeit war......
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#38
15.3.19, 20:52
@Maeusel:
Ich weis das ich etwas vom eigendlichen Thema abgekommen bin, was mir auch leid tut. Aber bei dem Thema "Kinder und essen" kam das ganz spontan. Habe danach hier gesessen und geweint, da kamen noch ganz andere sachen hoch die ich wohl verdrängt hatte. Ich habe nie mit jemandem darüber gesprochen und muss leider sagen das es noch sehr viel grausamere Dinge in meiner Kindheit gab. Das würde hier den rahmen sprengen. Nur soviel, es ist ein Wunder das ich das überlebt habe. Wenn ich ein Buch schreiben würde würde jeder sagen das ich eine ausgeprägte Phantasie habe, aber nein die hatte meine Mutter.Sie hat ihren frust an uns ausgelassen und ich war nun mal die jüngste, das leichteste Opfer. Liebt eure Kinder bitte wie sie sind, auch mit kleinen fehlern!! 
 
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#39
15.3.19, 21:37
@Riela:
ich bin nicht Meusel , aber dafür sind wir doch Mütter und lieben unsere Kinder so wie sie sind .
Sorry , was ich jetzt schreibe hilft Dir vielleicht nicht .
Entweder war Deine Mutter krank oder komplett überfordert mit Euch Kinder .
Vielleicht nimmst Du Dir einfach mal ein Herz und suchst Dir professionelle  Hilfe , wo Du alles von Deiner Seele lassen kannst . Von verdrängen wird es nie besser und Du brauchst Dich auch nicht zu schämen , Du kannst ja gar nichts dafür .
Fühl Dich ganz fest gedrückt von mir .
 
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#40
15.3.19, 21:47
@Riela: Du brauchst Dich für Deine Schilderung doch nicht zu entschuldigen! Es ist gut, daß Du das mal rausgelassen hast.
Und ich kann Schnuff nur zustimmen: Hol Dir professionelle Hilfe! Damit kann es Dir ein ganzes Stück besser gehen.
Was Du durchgemacht hat, kann einen Menschen völlig zerstören,  auch noch nach Jahrzehnten. Es arbeitet in Dir weiter., Das solltest Du so schnell wie möglich beenden bzw. zumindest dämpfen. Denn Du solltest Dein jetziges Leben doch genießen können.
Leider dauert es in Deutschland oft lange, bis man einen Termin bei Psychotherapeuten bekommt. Aber wenn Du Deinen Hausarzt einschaltest, geht es vielleicht schneller.
Ich wünsche Dir viel Glück!
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#41
15.3.19, 22:12
Danke für eure lieben Worte!🤗
Ich denke auch das sie überfordert war, aber sie hat sich auch nie dafür entschuldigt. Für mich hat sich das Thema eigendlich seid sie 2005 Starb erledigt. Ich habe bis heute nicht eine Träne vergossen wegen ihr. Zur Beerdigung bin ich gegangen danach war ich nie wieder da. Sie kann mir nicht mehr weh tun. Meine ganze aufmerksamkeit schenke ich meinen Kindern. Ich sehe nur noch nach vorne nie wieder zurück. War mir eben spontan hochgekommen, das hatte ich noch nie. Vielleicht kann ich jetzt auch darüber reden weil von ihr nichts böses mehr kommen kann. 
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#42
15.3.19, 23:48
Was Kinder und Essen betrifft, finde ich, die Wahrheit liegt ein bisschen in der Mitte. Wenn Kinder sich vor etwas ekeln, darf man sie nicht zwingen. Heute herrscht aber wohl mehr die Tendenz des Verwöhnens vor. Wenn man einen Kindergeburtstag ausrichtet, weiß man kaum, was man anbieten soll, und am Ende schmeißt man fast mehr weg als man vorbereitet hat. Sowas gefällt mir überhaupt nicht.
Können wir nun wieder zu den Getreide-Drinks zurückkommen? Oder ist das für Euch so gar kein Thema?
#43
16.3.19, 10:59
Ob einer Person ein Lebensmittel, wie zum Beispiel ein Getreidedrink, SCHMECKT hängt von ganz vielen Sachen ab, natürlich in erster Linie von den Zutaten und ihrer Verträglichkeit aber alle Sinne, nicht nur Geschmack, vor allem der Geruch, der Tastsinn, Aussehen und sogar das Gehör spielen eine Rolle. So beurteilen wir:
-Art der Verarbeitung (frisch, roh, gekocht, gebraten, geröstet ...) 
-Kombination von Lebensmittel (nicht jeder mag süß-sauer)
-Konsistenz (locker, knackig, schaumig, al dente, fluffig, fudgy, hart, weich, flüssig, matschig, schleimig, mit Haut)
-Temperatur (man denke nur an warmes Bier und kalten Kaffee) und Schärfe
-Aussehen:  leuchtende Farben und Pastelltöne regen den Appetit eher an als undefinierbare "gräuliche" Brauntöne
-Wissen über die Herkunft und Herstellung (wenn "Bio" drauf steht und es ordentlich teuer war, muss es ja besser schmecken oder je nachdem, was man  über die hygienischen Bedingungen der Herstellung weiß, lehnt man Essen ab oder isst mit größerem Appetit) 
-ethische Bedenken (mit gutem Gewissen schmeckt es besser als mit schlechtem)
-Vorerfahrungen (wem einmal von Speise X schlecht wurde, oder wer zum Essen von Y gezwungen wurde, meidet von da an XY, aber wer Nahrung mit angenehmer Erinnerung verbindet "das schmeckt wie der Apfelkuchen meiner lieben Oma" mag sie besonders gerne).

Was die Getreidedrinks angeht, habe ich mit meinem "VeganStar" folgende Erfahrung gemacht:
ich selbst wusste, welche Zutaten drin waren und fand die Zubereitung praktisch und günstig und mir hat es geschmeckt. Meine Kinder haben allerdings die Krümel im Drink gestört, obwohl sie die Zutaten, wie Mandeln, Nüsse, Reis, Hafer, Kokos sonst gerne mochten. Die Krümel rauszufiltern wäre sehr zeitaufwändig gewesen. Da war das Fertigprodukt dann günstiger. Deswegen habe ich die selbst hergestellte Drinks zu Essen verarbeitet, in Kuchen, Brot, Pudding oder Suppe und da störten die Krümel nicht. Und zum Trinken gab es die fertig zu kaufenden Drinks.

@schwarzetaste: zum Thema Kindergeburtstage: da habe ich Essen und Getränke in möglichst kleine Portionen angeboten. Der Kuchen wurde in so kleine Stücke geschnitten, wie ein Kind sie auf einmal in den Mund bekommt. Da kann man mehrmals zugreifen, wenn es schmeckt und wenn es doch nicht schmeckt, dann muss man kein angeknabbertes großes Stück wegwerfen, was das Kind dann doch nicht essen wollte. Und es gab natürlich zweckmäßiges süßes oder herzhaftes Fingerfood (Kuchenkugeln, Salzstangen, Pommes, kleine Würstchen, Cocktailtomaten, Maiskölbchen, ...). Getränke immer nur halbvoll einschenken, nachgießen kann man immer, aber wenn etwas nicht schmeckt oder umkippt, ist es besser wenn wenig verloren geht.
1
#44
16.3.19, 14:18
@Riela: 
Da kommen bei mir auch ganz schreckliche Kindheitserinnerungen hoch. Wir waren zwar nur drei Geschwister,  aber wir wurden nie gefragt, was wir denn gerne essen wollten. Gegessen wurde, was auf den Tisch kam, und es musste gegessen werden. Sonst setzte es schon mal ein paar Ohrfeigen.
Manchmal war mir schon übel, wenn ich mich an den Tisch setzte (Hammeleintopf mit Bohnen z.B.). Aber es half nichts.
Andererseits habe ich nie ein Spiegelei bekommen. Es gab nur Rührei, weil da konnte man aus drei Eiern fünf Portionen machen.
Bis heute ist Spiegelei für mich eine Delikatesse - man denke nur, ein Ei für mich ganz alleine!
Diese Missachtung war leider nicht nur auf das Thema Essen beschränkt; es zog sich durch alle Bereiche.
Für mich war die Konsequenz, dass ich frühest möglich ausgezogen bin und mich so dem Einfluss meiner Mutter entzog.
Das ist zwar alles off-Topic, schon klar.
Den Wunsch nach professioneller Hife habe ich eigentlich nicht empfunden. Zur damaligen Zeit waren Kinderrechte auch noch nicht ein Thema. Man hatte entweder Glück oder Pech.
Was mir aber sehr geholfen hat, war, mir die Lage vor Augen zu führen, es laut auszusprechen und damit abzuschließen.
#45
16.3.19, 14:47
Leider war ich Waise und hatte nur meine Oma, deshalb war es für mich als Kind normal, daß gegessen wurde, was auf den Tisch kam. Mir waren Kartoffeln immer wichtig und etwas Soße aus Milch und Öl, mehr brauchte ich nicht. Gemüse gab es so gut wie nie und ich habs auch gehasst. Zum Geburtstag hbe ich mir ein Stück Jagdwurst gewünscht und meine Oma hat die Fleischmarken gespart, damit wir einmal im Monat Bockwurst oder Schnitzel essen konnten. Brotsuppe aus alten Brotwürfeln in Malzkaffee eingeweicht mit etwas Rübensirup war ein Festessen für mich. Es hatte mit Zwang zum essen nichts zu tun, man war froh, wenn es etwas gab, denn der Hunger bei mir war immer groß.
Mit der heutigen Zeit und dem Überfluss an Nahrungsmitteln kann man das nicht vergleichen. Bei meinen Kindern habe ich Wert darauf gelegt, dass sie nicht mit dem Essen herummatschen und die Hälfte in der Tonne landet. Ich habe mich vielleicht oft an den alten Werten orientiert, auch wenn ich manchmal unfair war. Heute würde man einiges anders machen oder auch nicht, ich weiss es nicht. Wenn ich sehe, was heute an Lebensmitteln weggeworfen wird, bin ich froh, meinen Kindern gute Werte fürs Leben mitgegeben zu haben, damit sie so etwas nicht tun.
#46
16.3.19, 15:00
@DWL:
Schrecklich diese Zeit, wir Kinder hatten alle 1Zahnbürste die wir teilen mussten.Die Konsequenz daraus ,ich hatte mit 16 meinen ersten Zahnersatz 😭
Meine Geschwister sind auch sehr schnell ausgezogen, egal wohin, hauptsache weg. Dann kam noch das sich mein Bruder das Leben nahm, ich war 16 Jahre alt, die jüngste und der einsamste Mensch der Welt. Mit 18 war ich auch weg! 
Heute bin ich Mutter von 2 Töchtern und 3 Stiefkindern (2Jungen, 1Mädchen) wir haben die Kinder mit viel Liebe erzogen. Sie sind mittlerweile selber Erwachsen, aber kommen immernoch gerne zu uns. Diese Kinder geben so viel von der Liebe zurück. Im hier und jetzt bin ich glücklich 😍
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#47
16.3.19, 16:12
@Upsi: 
Ich habe mich nie an billigem Essen gestört. Es gibt viele preiswerte Gerichte, die mir heute noch gut schmecken.
Was ich so furchtbar fand, dass wir Kinder nie gefragt wurden, was wir essen wollten, oder für uns ganz wichtig, was nicht..
Es war eben eine andere Zeit. Nach der damaligen Einstellung hatten Kinder einfach keine Rechte, wenn die Eltern das so bestimmten.
#48
16.3.19, 16:22
@DWL: ich denke nicht, daß es mit den Rechten der Kinder zu tun hatte, es gab einfach nicht die Wahl des Essens, denn wenn man Freitags zwei Stunden beim Schlachter anstand, war man froh, irgend ein Stück Fleisch ergattert zu haben. Das gab es dann am Wochenende. Da konnte man nur fragen , möchtest du das essen und wenn nicht, dann hast du wohl keinen Hunger. 
Wie sollte man es sonst machen ? Ich bin in der Nachkriegszeit aufgewachsen, da hat niemand nach Rechten für sonstwen gefragt, da wollte man einfach von irgendwas satt werden. Wie gesagt, mit heute nicht zu vergleichen . Mit Sicherheit gab es auch Leute, bei denen der Tisch reich gedeckt war, dazu gehörten wir aber nicht.
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#49
16.3.19, 16:28
@Upsi: 
Bei uns gab es die Wahl durchaus. Ich rede vom Ende der 50er Jahre. Ich bin im Westen aufgewachsen, da gab es alles. Hungern mussten wir ja auch nicht. Wir waren nur oft gezwungen, Sachen zu essen, die wir absolut nicht mochten. Ich bekam das Recht abgesprochen, zu sagen, was ich gerne hätte.
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#50
16.3.19, 16:56
@DWL: okay,  lassen wir es dabei, wir sind nun mal zu anderen Zeiten aufgewachsen, denn nach dem Krieg gab es auch im Westen nicht alles. Ende der 50iger gab es auch im Osten reichlich zu essen. War eben in allen Familien unterschiedlich, egal ob Ost oder West.
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#51
16.3.19, 18:35
@Mafalda: Vernünftig ist es im Sinne der Nachhaltigkeit schon, was Du vorschlägst. Aber irgendwie - hat es nicht auch mit Verwöhnen zu tun? Jeder isst nur das, was ihm ganz besonders „auf den Schnabel passt“ (so haben wir früher gesagt). Ich kann also nicht einfach eine Pizza machen, bei der dann jeder irgendwas aussortiert, weil man das von zu Hause so gewöhnt ist, sondern ich muss für x verschiedene Geschmäcker was anbieten. Ich finde, das ist das andere Extrem von dem, was wir hier gehört haben. 
#52
16.3.19, 20:53
@schwarzetaste: als Gastgeberin mag man es natürlich nicht, wenn jeder sich die Rosinen aus dem Kuchen puhlt, weil er nur die essen will oder weil er nur den Kuchen ohne sie essen will. Ich bin noch so erzogen worden, dass ich das nicht mache. Aufgrund von Unverträglichkeiten, kann ich dann aber oft das ganze Gericht nicht mehr essen. Weil bei uns in der Familie verschiedene Allergien und Unverträglichkeiten zusammenkommen, bin ich dazu übergegangen manche Speisen, wie Salate oder auch die Pizza so anzubieten, dass sich jeder nach Gusto und Verträglichkeit die eigene Variante zusammenstellt. Da muss niemand etwas aussortieren, sondern jeder nimmt sich von vorne herein nur das, was er will und verträgt. Kann aber auch mal was neues ausprobieren.
Zum Kindergeburtstag gab es zum Beispiel „completos“. Das sind Hotdogs. Brötchen mit heißen Würtchen (Schwein, Geflügel oder Soja) und weiteren Zutaten:  Mais, Gurken, Salat, Tomaten, Avocado, Senf, Ketchup, Mayonäse. Bei Familienfesten verwenden wir den heißen Steingrill oder Tischofen für Minipizzas, Fondue oder Raclette. Da wird niemand besonders verwöhnt, alle helfen bei der Vorbereitung mit und dann wird natürlich gerecht geteilt. Keiner darf sich von einer Sorte Leckerbissen alles nehmen, sondern nur so viel, dass es für alle reicht. Es gibt aber immer so etwas wie Brot, Kartoffeln oder Reis zum Sattessen. Ich finde das immer sehr gesellig.
#53
16.3.19, 23:27
@schwarzetaste: Wenn unsere Kinder früher bei ihren Geburtstagspartys gerne Pizza haben wollten, habe ich vor dem Zubereiten eine genaue Liste gemacht, wer welche Zutaten wünschte und welche überhaupt nicht. Denn einige hätte ich mit Pilzen jagen können, andere mit Muscheln, Mais oder Thunfisch usw.
Um also lange Gesichter und Enttäuschungen zu vermeiden (auch bei unseren eigenen Kindern als Gastgebern), habe ich die verschiedenen Beläge aufgeteilt und damit bei allen Gästen immer volle Zufriedenheit erzielt. Und das möchte man als Mutter der Gastgeber doch!
Ich finde, das ist wirklich noch kein Verwöhnen.
#54
17.3.19, 01:30
@Maeusel: Ich finde doch.
#55
17.3.19, 13:02
@schwarzetaste: So gehen die Meinungen eben auseinander.
Dafür, daß ich unsere Kinder so "verwöhnt" habe, sind sie sehr tüchtige Erwachsene geworden, die mit ihren eigenen Kindern auch wieder sehr gut umgehen.
Allerdings bekommen ihre Kinder auch Wunschessen, wenn sie das allgemeine Familienessen nicht mögen. Das klappt prima, und alle sind glücklich.
Was will man mehr?
#56
17.3.19, 13:17
Ich glaube , dass früher verlangt wurde: " was auf den Tisch kommt , wird gegessen " dem Umstand geschuldet war , dass es eben fast nicht vernünftiges Essen gab und die Hausfrau praktisch aus nichts was kochen musste .
Da waren die Bäuerinnen besser aufgestellt , sie konnten sich Tiere halten und im Garten Gemüse und Obst anbauen....
Bin echt erschüttert , was Euch passiert ist im Bezug auf Essen...
Denke aber , wenn ihr jetzt ohne Zorn und Wut zurück denkt , versteht Ihr vielleicht Eure Mütter und Großmütter ein bisschen .
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#57
17.3.19, 13:33
@Schnuff: Nicht nur. Wir haben Freunde, die im diplomatischen Dienst in allen möglichen (exotischen) Ländern unterwegs waren. Die haben von ihren Kindern bei Einladungen auch verlangt, dass sie von allem essen. Einfach aus Höflichkeit.
#58
17.3.19, 13:46
@schwarzetaste: das kann man ja irgendwie auch verstehen um den Gastgeber nicht zu brüskieren . Jedes Land hat eigene Sitten . Um den guten Willen zu zeigen ißt man etwas von den angebotenen Speisen . Sind die Kinder dann schon so groß , dass sie das verstehen ist es für die Eltern sicherlich einfacher einen guten Eindruck zu hinterlassen .
Es ist aber nicht nur das Essen . Meine angeheiratete Schwägerin war mit ihren Eltern von klein auf an der Botschaft in Brasilien . Das was sie da gelernt hat , auch den Umgang mit den Temperaturen und der Sonne hat sie logischerweise hier bei ihren Kindern mehr oder weniger auch angewendet .

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