Spinnenphobie - Angst vor Spinnen, was tun?

Spinnenphobie - Tarantula

Betroffene werden sicherlich ein trauriges Lied davon singen können. Mit einer sogenannten Spinnenphobie ist nicht zu spaßen, auch wenn sie sich aus der Distanz eigentlich als unbegründet erweist. Doch ähnlich wie bei einem Großteil aller Ängste und Phobien gilt auch hier, dass sie zumeist nicht der Vernunft oder einer realen Situation in Form einer negativen Erfahrung entspringt, sondern sich ausschließlich im Kopf abspielt. Welche auslösenden Faktoren dabei eine Rolle spielen können, warum Spinnen eigentlich zu den nützlichen Lebewesen zählen und welche Methoden sich bei der Bewältigung der Phobie als wirkungsvoll erwiesen haben, das sind Fragen, die in dem folgenden Beitrag zu klären sind. 

Mögliche Ursachen für die Angst vor Spinnen

Experten gehen davon aus, dass die Furcht vor dem vielbeinigen Getier nicht angeboren, sondern erlernt ist. Grundsätzlich stehen Kleinkinder allen Lebewesen neutral gegenüber. Werden sie jedoch Zeuge von Bekundungen der Abscheu oder des Ekels auf Seiten der Erwachsenen, so entwickeln sie gleichermaßen Gefühle der Ablehnung. Angst ist in diesem Zusammenhang natürlich noch eine weitaus intensivere Emotion, welche die Lebensqualität der Betroffenen erheblich beeinträchtigen kann, da sie unter anderem ein besonders einschränkendes Vermeidungsverhalten nach sich zieht. Auch Reportagen über giftige Spinnen, deren Biss im schlimmsten Fall zum Tode führt, können langsam aber sicher für eine Entwicklung von destruktiven Emotionen und Verhaltensmustern sorgen. Der große und bekanntermaßen nicht immer positive Einfluss von Film und Fernsehen wird ebenfalls als einer der potentiellen auslösenden Elemente für die Angst vor Spinnen angesehen. Wer sich beispielsweise bereits in jungen Jahren einschlägige Horrorstreifen zu Gemüte führt, in denen Spinnen die Rolle des zu fürchtenden Monsters übernehmen, muss sich über die Entstehung von irrationalen Phobien nicht wundern.

Effektive Maßnahmen für den Umgang mit der Phobie

Der wichtigste Schritt bei der Bewältigung der krankmachenden Symptome ist eine eingehende Beschäftigung mit den möglichen Ursachen. Stellt man beispielsweise fest, dass diese zumeist in Zusammenhang mit gewissen Filmen oder Berichten auftreten, so hilft es, sich klarzumachen, dass es sich dabei entweder nur um fiktionale Ereignisse handelt oder um Situationen, in die man gerade im europäischen Raum nicht geraten wird. Schließlich lässt sich ein Bestand gefährlicher Spinnenarten lediglich auf anderen Kontinenten nachweisen. Ebenfalls bewährt hat sich die sogenannte Expositionstherapie, in der Betroffene langsam an das Angst auslösende ‘Objekt’, in diesem Fall die Spinne, herangeführt werden. Dies geschieht in der Regel durch die Durchsicht von Magazinen oder Zeitschriften mit Abbildungen von Spinnen. Hilfreich ist es auch, sich mit dem natürlichen Verhalten der gefürchteten Tiere auseinanderzusetzen. Denn diese haben es keinesfalls wie von vielen Betroffenen oftmals angenommen, darauf abgesehen, sich ihren ahnungslosen menschlichen Opfern zu nähern. Vielmehr meiden sie ebenfalls aus Angst alle größeren Lebewesen. Im Verlauf einer schrittweisen Heranführung, welche mit der Berührung einer lebendigen Spinne ihren Höhepunkt erreicht, machen die Betroffenen die Erfahrung, dass ihre Furcht unbegründet ist. Um Momente der Panik während dieses Verfahrens auf konstruktive Weise zu meistern, werden Entspannungstechniken eingesetzt, welche sich auch optimal für die Nutzung in anderen Stresssituationen eignen.

Spinnen als nützliche Lebewesen – von der Macht einer positiven Sichtweise

In diesem Kontext sollte man auch nicht den großen Einfluss des Geistes sowie der Vorstellungskraft unterschätzen. Entsprechend wirkungsvoll sind fokussierte kognitive Übungen. Etwas subtiler, aber nicht weniger effektiv erweist sich eine eingehende Recherche zum Thema “Spinnen und ihre Lebensweise”. Dabei wird man schnell feststellen, dass es sich hier um ein ausgesprochen faszinierendes und im Kreislauf der Natur unentbehrliches Tier handelt. Schließlich sind die kunstvoll gestalteten Spinnennetze nicht nur schön anzusehen, sondern sorgen auch dafür, dass unser Planet nicht von Käfern und Fliegen überflutet wird.

Zusammenfassend ist festzuhalten, dass sich die hier im Zentrum stehende Phobie effektiv bekämpfen lässt, indem man sich etwas eingehender mit Spinnen, ihrem Verhalten sowie ihrem natürlichen Lebensraum befasst.

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