Spinnenphobie - Tarantula

Spinnenphobie - Angst vor Spinnen, was tun?

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Betroffene werden sicherlich ein trauriges Lied davon singen können. Mit einer sogenannten Spinnenphobie ist nicht zu spaßen, auch wenn sie sich aus der Distanz eigentlich als unbegründet erweist. Doch ähnlich wie bei einem Großteil aller Ängste und Phobien gilt auch hier, dass sie zumeist nicht der Vernunft oder einer realen Situation in Form einer negativen Erfahrung entspringt, sondern sich ausschließlich im Kopf abspielt. Welche auslösenden Faktoren dabei eine Rolle spielen können, warum Spinnen eigentlich zu den nützlichen Lebewesen zählen und welche Methoden sich bei der Bewältigung der Phobie als wirkungsvoll erwiesen haben, das sind Fragen, die in dem folgenden Beitrag zu klären sind. 

Mögliche Ursachen für die Angst vor Spinnen

Experten gehen davon aus, dass die Furcht vor dem vielbeinigen Getier nicht angeboren, sondern erlernt ist. Grundsätzlich stehen Kleinkinder allen Lebewesen neutral gegenüber. Werden sie jedoch Zeuge von Bekundungen der Abscheu oder des Ekels auf Seiten der Erwachsenen, so entwickeln sie gleichermaßen Gefühle der Ablehnung. Angst ist in diesem Zusammenhang natürlich noch eine weitaus intensivere Emotion, welche die Lebensqualität der Betroffenen erheblich beeinträchtigen kann, da sie unter anderem ein besonders einschränkendes Vermeidungsverhalten nach sich zieht. Auch Reportagen über giftige Spinnen, deren Biss im schlimmsten Fall zum Tode führt, können langsam aber sicher für eine Entwicklung von destruktiven Emotionen und Verhaltensmustern sorgen. Der große und bekanntermaßen nicht immer positive Einfluss von Film und Fernsehen wird ebenfalls als einer der potentiellen auslösenden Elemente für die Angst vor Spinnen angesehen. Wer sich beispielsweise bereits in jungen Jahren einschlägige Horrorstreifen zu Gemüte führt, in denen Spinnen die Rolle des zu fürchtenden Monsters übernehmen, muss sich über die Entstehung von irrationalen Phobien nicht wundern.

Effektive Maßnahmen für den Umgang mit der Phobie

Der wichtigste Schritt bei der Bewältigung der krankmachenden Symptome ist eine eingehende Beschäftigung mit den möglichen Ursachen. Stellt man beispielsweise fest, dass diese zumeist in Zusammenhang mit gewissen Filmen oder Berichten auftreten, so hilft es, sich klarzumachen, dass es sich dabei entweder nur um fiktionale Ereignisse handelt oder um Situationen, in die man gerade im europäischen Raum nicht geraten wird. Schließlich lässt sich ein Bestand gefährlicher Spinnenarten lediglich auf anderen Kontinenten nachweisen. Ebenfalls bewährt hat sich die sogenannte Expositionstherapie, in der Betroffene langsam an das Angst auslösende ‘Objekt’, in diesem Fall die Spinne, herangeführt werden. Dies geschieht in der Regel durch die Durchsicht von Magazinen oder Zeitschriften mit Abbildungen von Spinnen. Hilfreich ist es auch, sich mit dem natürlichen Verhalten der gefürchteten Tiere auseinanderzusetzen. Denn diese haben es keinesfalls wie von vielen Betroffenen oftmals angenommen, darauf abgesehen, sich ihren ahnungslosen menschlichen Opfern zu nähern. Vielmehr meiden sie ebenfalls aus Angst alle größeren Lebewesen. Im Verlauf einer schrittweisen Heranführung, welche mit der Berührung einer lebendigen Spinne ihren Höhepunkt erreicht, machen die Betroffenen die Erfahrung, dass ihre Furcht unbegründet ist. Um Momente der Panik während dieses Verfahrens auf konstruktive Weise zu meistern, werden Entspannungstechniken eingesetzt, welche sich auch optimal für die Nutzung in anderen Stresssituationen eignen.

Spinnen als nützliche Lebewesen – von der Macht einer positiven Sichtweise

In diesem Kontext sollte man auch nicht den großen Einfluss des Geistes sowie der Vorstellungskraft unterschätzen. Entsprechend wirkungsvoll sind fokussierte kognitive Übungen. Etwas subtiler, aber nicht weniger effektiv erweist sich eine eingehende Recherche zum Thema “Spinnen und ihre Lebensweise”. Dabei wird man schnell feststellen, dass es sich hier um ein ausgesprochen faszinierendes und im Kreislauf der Natur unentbehrliches Tier handelt. Schließlich sind die kunstvoll gestalteten Spinnennetze nicht nur schön anzusehen, sondern sorgen auch dafür, dass unser Planet nicht von Käfern und Fliegen überflutet wird.

Zusammenfassend ist festzuhalten, dass sich die hier im Zentrum stehende Phobie effektiv bekämpfen lässt, indem man sich etwas eingehender mit Spinnen, ihrem Verhalten sowie ihrem natürlichen Lebensraum befasst.

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29 Kommentare


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#1
24.9.14, 10:00
hier wurde wohl zu viel diskutiert, wie man am besten Spinnen tötet^^
Die Viecher sehen einfach total widerlich aus & daran ändert der Bericht nichts. Jede Spinne, die sich für meine Wohnung entscheidet wird schonungslos exekutiert. ..mit bestem Gewissen@
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#2 Upsi
24.9.14, 10:07
zu dem Kommentar über mir schreib ich mal nichts, wäre eh zwecklos, Spinnenhasser kann man nicht belehren.
Bernhard, eine sehr hübsche Spinne und wie man sieht handzahm. Nein, ich halte keine Spinnen und nein ich habe solch große auch nicht in meiner Wohnung. Angst vor den Tieren habe ich nicht, aber Verständnis für alle Phobiegeplagten. Warum aber gleich töten? Die Tierchen tun uns doch nichts und häßlich liegt immer im Auge des Betrachters. Die finden uns sicher auch häßlich so etwa wie......igitt....bähhh ein Mensch, den müssen wir schnell beseitigen
#3
24.9.14, 10:29
Ich fürchte Spinnen auch nicht. Bernhard, das ist eine tolle Spinne. Hast noch andere zu zeigen?
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#4 Dora
24.9.14, 10:33
Spinnen mag ich zwar nicht sonderlich, aber habe leider eine Mäusephobie.
Deshalb stelle ich mir gerade vor, zur Bekämpfung dieser Phobie, eine Maus in die Hand zu nehmen ...

Ich kann nicht mal im Fernsehen Mäuse oder Ratten sehen ...
So oder ähnlich, stelle ich mir vor, geht es denjenigen mit einer Spinnenphobie.
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#5 jb70
24.9.14, 11:20
Meine Haltung zu diesem Beitrag ist geteilt.
Den Grundgedanken dahinter finde ich gut,sowie die darin vorgeschlagenen Maßnahmen,einer Spinnenphobie entgegenzuwirken.
Ob damit eine Phobie bekämpft,sprich "geheilt" werden kann,weiß ich nicht,aber zumindest ist es einen (sinnvollen) Versuch wert.

Wo purer Ekel aufhört,eine echte Phobie anfängt,daß Spinnen ungefährlich und überaus nützliche Lebewesen sind,ob und wie - wenn überhaupt - man sich ihrer entledigt,wurde hier vor nicht allzu langer Zeit bis zur Bewußtlosigkeit ausdiskutiert.

Prinzipielle "Spinnenhasser" und Phobiker sind 2 völlig verschiedene Baustellen.

Was mich in diesem Beitrag aber massiv stört,ist der Satz in dem Betroffene bzw. deren Verhalten als paranoid bezeichnet werden !!!
Eine Paranoia ist eine schwere,psychische Störung (meist mit Wahnvorstellungen,Halluzinationen einhergehend) , die vielfach mit einer Form der Schizophrenie gepaart ist .
Ich weiß wovon ich rede,da ich 12 Jahre in der Psychiatrie gearbeitet habe.
Psychosen dieser Art sind schwerwiegend und stehen in keinem Zusammenhang mit einer Phobie !
Ich nehme an,daß der Begriff hier im wörtlichen Sinn übersetzt (also,wider der Realität) angewendet wurde.
Trotzdem ist er in diesem Zusammenhang alles andere als angebracht.
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#6 Upsi
24.9.14, 11:40
@Dora: Ratten sind auch nicht so meins, mich hat mal eine gebissen als ich nach den jungen kaninchen sehen wollte und die ratte im nest lag und schlief, im vollgefressenem bauch meine kaninchen. Mäuse finde ich sehr niedlich, aber im Haus sind sie Nicht willkommen bei uns. Getötet wird aber außer mücken, zecken oder flöhen kein Tier bei uns.
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#7 marasu
24.9.14, 12:10
Jetzt wärmen wir das leidige Thema wieder auf.
Auf der einen Seite die Phobiker, die in ihrer Angst nur schauen, das Vieh auf irgendeine Weise los zu werden.
Auf der anderen Seite, die die das nicht nachvollziehen können und nicht verstehen wollen und die Phobiker gleich als paranoid bezeichnen;
und die alle die anders denken als sie selbst gleich therapieren wollen - mit durchaus fragwürdigen Methoden: Bei einer Spinnenphobie setzt ich dem Betroffenen eine Spinne auf die Hand - und bei Höhenangst lass ich ihn dann aus dem dritten Stock springen? Oder Was?
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#8
24.9.14, 14:06
@marasu: Ja, da hast Du wohl Recht, allerdings gibt es Ausnahmen. Wenn schon die winzigste Spinne eine Panikattacke auslöst, wird es schon bedenklich, meine ich. Aber gleich eine Riesenvogelspinne auf die Hand setzen, wie ich es mal im Fernsehen gesehen habe, finde ich auch total übertrieben.

Ich selbst leide unter einer moderaten Höhenangst, die ich jedoch ganz normal finde - warum sollte ich einen angeborenen Schutzreflex unterdrücken? Ich bewundere Extrembergsteiger nicht, ich finde sie bekloppt!
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#9
24.9.14, 14:32
Ok, ich bin Phobiker, das gebe ich ohne Bedenken zu. Aber ich wehre mich auf entschiedenste dagegen, als paranoid bezeichnet zu werden - damit bist du zu weit gegangen, @Bernhard. Ich habe keine Paranoia, keine Psychose und weder Wahnvorstellungen noch Schizophrenie. So mit wirklich psychisch Kranken verglichen zu werden, geht mir ganz gewaltig gegen den Strich!

Des weiteren ist dieser Artikel aufs schlechteste recherchiert worden, denn mittlerweile sind die Wissenschaftler von der Meinung abgewichen, dass Phobien erlernt sein könnten. Im Gegenteil, sie treten immer mehr dafür ein, dass es sich bei einer Spinnenphobie um eine Urangst handeln könnte, da die Spinnen zu Zeiten unserer Vorfahren noch bedeutend größer und gefährlicher waren als heute.

Ich WEISS, dass die heimischen Spinnenarten nicht gefährlich sind, jedenfalls ist ein Spinnenbiss nicht gefährlicher als ein Wespenstich; Allergiker sind natürlich ausgenommen. Ich WEISS auch, dass mir eine Spinne nix tun kann - aber meine Angst ist größer als jede vernünftige Erklärung. Schon der ANBLICK einer Spinne verängstigt mich. Mein Herz klopft wie verrückt, mein Mund trocknet aus, der Adrenalinspiegel steigt unaufhaltsam und ich muss mich eisern beherrschen, um nicht schreiend wegzurennen. Ich leide selbst am meisten unter der Phobie, aber ich habe gelernt, damit umzugehen.

Allerdings hat eine Spinne bei mir im Haus nur eine bedingte Chance zu überleben, das gebe ich zu. Der Staubsauger leistet mir gute Dienste dabei, und dass ist auch schon die geringste Distanz zwischen der Spinne und mir. Näher ran geh ich bestimmt nicht. Es kostet mich schon sehr große Überwindung, sie einzusaugen. Mehr Überlebenschancen hat eine Spinne, wenn mein Mann zu Hause ist oder eins der Kinder: sie fangen sie mit dem Glas, wenn sie können und setzen sie nach draußen. Wenn die Spinne da sitzt, wo man sie nicht mit dem Glas fangen kann, wird sie eben getötet. Und keiner von uns fühlt sich deswegen als Mörder. Schließlich verteidigen wir unser Haus auch gegen Stechmücken und Fliegen - und ich kenne keinen, der dann schreit: "Lasst doch die armen Stechmücken leben!"

Auch meine Haustiere werden gegen Insekten verteidigt und vorsorglich mit Gift gegen Flöhe, Zecken und Haarlinge ausgestattet, ohne dass ich mich deshalb als Massenmörder fühle. Die Spinnen draußen in der freien Natur haben ihre Daseinsberechtigung, aber in meinem Haus haben sie keine Aufenthaltsgenehmigung.

Ich habe Angst vor Spinnen und gehe in keine Therapie, weil ich mir unter keinen Umständen eine Spinne auf die Hand setzten lasse. Schon der Aufenthalt in einem Raum mit diesen achtbeinigen Gesellen ist mir unerträglich. Was macht man dann erst mit Leuten, die unter Klaustrophobie leiden - die sperrt man dann in einen Aufzug und lässt sie erst wieder raus, wenn sie zu toben aufgehört haben?? Das sind für mich fragwürdige Methoden.

Im übrigen wäre ich dir dankbar, @Bernhard, wenn ich von Fotos wie diesem verschont bleiben würde. Ich weiß, die Fotos werden bewertet und ein Beitrag ohne Foto ist nicht so gut wie einer mit, aber ein bisschen Rücksicht auf "paranoide Psychotiker" wie mich wäre doch angebracht, finde ich.
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#10
24.9.14, 14:48
mops: Das Foto finde ich auch übertrieben, weil in unseren Breiten glücklicherweise nur harmlose Achtbeiner leben. Richtig ist auch, dass man so vergleichsweise harmlose Ängste - wie z.B. auch meine Höhenangst - nicht gleich mit Psychosen in Verbindung bringen sollte. Meine "Therapie": Ich halte Abstand von Abgründen aller Art und steige nicht auf hohe Leitern.

Könnte es sein, dass du wegen einer kleinen Spinne im Auto das Lenkrad verreißt und vor den nächsten Baum fährst? Ich hoffe doch nicht, denn dann wäre deine an sich harmlose Arachnophobie tatsächlich bedenklich. ;-)
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#11
24.9.14, 14:55
Spectator: Wegen einer "kleinen Spinne" bestimmt nicht, so schlimm ist es nicht, aber ein größeres Exemplar würde mich abrupt auf die Bremse trampeln und anschließend unter hysterischem Kreischen türmen lassen...

Ganz sicher aber würde ich mir Hilfe holen, die erst mal das Auto absuchen und das Tier entfernen müssten - ob ich dann trotzdem wieder einsteigen würde, bleibt mal dahingestellt :-D))))
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#12
24.9.14, 15:10
Mops, das Thema mit der Urangst, die man anscheinend schon seit Ägyptens Zeiten (oder Äthiopien, wo man heute die Wiege der Menschheit vermutet) in den Genen hat, habe ich auch gelesen und die ist auch sehr schlüssig, denn bei neuzeitlichen gefährlichen Erfindungen wie beispielsweise der Steckdose gibt's die ja auch nicht, so jedenfalls eine Erklärung. Die klassischen Phobien betreffen Dinge, die man schon vor Jahrtausenden kannte und die da teilweise noch gefährlicher waren als heute.
Aber so eine Expositions- oder Konfrontationstherapie solltest Du nicht einfach so verteufeln. Sie hat einer Freundin von mir sehr gut geholfen und natürlich bekommt man da nicht einfach eine Spinne auf die Hand oder wird bei Höhenangst einen Abhang runtergestürzt oder sperrt Klaustrophobiker einfach in einen Aufzug. Das sind doch keine Stümper.

Abgesehen davon dachte ich mir auch, dass dieses Foto ja wohl daneben ist. Eins von der heimischen Kreuzspinnen hätte es auch getan.
2
#13
24.9.14, 16:03
Das Adjektiv "paranoid" habe ich entfernt.
#14
24.9.14, 16:04
Bernhard:
....und ich enetfernt.....lol
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#15
24.9.14, 16:06
Ich arbeite in "Eigentherapie". Wir sind vor gut 20 Jahren in unser Haus hier direkt am Waldrand gezogen und da wird ich mit allerlei Getier konfrontiert, was ich zwar nicht gerade begrüße, aber seitdem ticke ich nur noch bei Spinnen aus, die groß, haarig und fett sind, den typischen "Ungeheuern" eben. Diese Exemplare beseitigt meist meine "Perle", die zwar kein wirkliches Problem mit Spinnen hat, aber sie innerhalb des Hauses auch nicht duldet.

Dafür hab ich keine Angst vor Schlangen bzw. Blindschleichen, Kröten und sonstigen Amphibien (denen gehen meine Kinder und mein Mann lieber aus dem Weg und wenn sich mal eine in die Waschküche oder den Keller verirrt, setze ich sie in einen Karton und trage sie nach draußen).

Und ich "rette" meine Nachbarin vor Mäusen, vor denen sie eine ungeheure Panik hat.
1
#16
24.9.14, 16:15
Hatten wir das Thema Spinne nicht gerade erst,mit sehr vielen Kommentaren?
Ich glaube,es reicht erst mal........
Bitte ein anderes Thema!
LG
#17
24.9.14, 16:23
Ich kann es gut verstehen, dass man ein ungutes Gefühl hat, wenn eine etwas größere Spinne sich in dem Zimmer bewegt, in dem man sich aufhält.
Allerdings würde ich nicht schreiend auf den Tisch springen, denn dieser würde ganz sicher unter mir zusammenkrachen oder einfach mit mir umkippen.
Der Gedanke, dass sie sich vielleicht in meinen Haaren verirrt oder mir über das Gesicht streicht, lässt mich zusammenzucken.
Also gehe ich mal davon aus, dass sie ein genauso ungutes Gefühl mir gegenüber hat und das Weite sucht.
Wie heißt es so schön, Spinnen halten sich nur einem sauberen Haus oder Wohnung auf.
Ob das nun ein Trost oder nur eine Parole ist, sei dahin gestellt.
2
#18
24.9.14, 16:38
@lm66830: Es IST eine Parole!
#19
24.9.14, 16:41
Spectator: na aber vielleicht hilft es manchen.
Das ist doch schon die halbe Miete.
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#20 jb70
24.9.14, 18:24
#13 Bernhard :
Find'ich gut - Danke !

#12 HörAufDeinHerz :
Ich teile Deine Meinung,was Therapien in Form einer Desensibilisierung betrifft, für Menschen die durch eine Phobie in ihrem Alltag so eingeschränkt sind, daß dadurch Lebensqualität verlorengeht .
Wie Du bereits erwähnt hast,sind hier Fachleute am Werk und Betroffene sind dort gut aufgehoben .

Wer,wie mops oder Spectator (zu dieser Gruppe zähle ich mich auch ) mit "seiner" Angst einigermaßen umgehen kann, bzw. sich bis zu einem gewissen Grad "selbst helfen" kann, bedarf nicht zwingend einer Therapie.
Die ein-oder andere Angst vor irgendetwas (mehr oder weniger "real" ) hat doch fast jeder Mensch - selig die,die gänzlich frei davon sind .

Im Übrigen bezweifle ich,daß es vordergründig die Phobiker sind,durch die Spinnen ihr Leben lassen müssen - eine Spinne zu töten ist einem Phobiker nämlich nur äußerst schwer, bis gar nicht möglich.
Dies nur am Rande, bevor es hier wieder um Mord und Totschlag geht.
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#21
24.9.14, 19:16
Die grösseren Exemplare der Spinnen machen mir auch gehörig Angst.

Das Foto finde ich sehr beängstigend. Da kann ich gar nicht richtig hinschauen, sondern muss es gaanz schnell wegmachen :-(
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#22
24.9.14, 19:25
Eine richtig große Spinne macht mir seltsamerweise nicht halb so viel aus wie kleine Exemplare.
Angst habe ich auch davor nicht, ich ekele mich nur davor.
Darum töte ich Spinnen auch so gut wie nie, sondern sehe zu, dass ich sie mit einem Becher einfangen kann, dann setze ich sie wieder nach draussen.
Es ist das "Krabbeln" was mir eine Gänsehaut macht, große Spinnen sind nicht so wuselig und ich kann auch ein Gesicht erkennen.

Trotzdem würde ich nie jemanden, der am einer Phobie leidet, verurteilen oder mir anmaßen zu sagen, dass es sich da nur um Anstellerei handelt.
Normale Ängste kann man überwinden, dass kann zwar hart werden, wie ich aus Erfahrung weiß, aber man kann es schaffen, wenn man sich richtig dahinter klemmt.
Bei einer Phobie sieht es schon ganz anders aus.

Ich finde, dass man nicht gleich alles töten muss/sollte, wovor man sich ekelt oder Angst hat.
Es wäre schön, wenn jeder sich ein bisschen Mühe geben und die Spinnen lebend aus dem Haus befördern würde.
Denn sie haben ihren Platz in der Natur und sind auch nützlich.
Vielleicht hilft es, sich zu überlegen, wer draussen von den Spinnen lebt und profitiert, und was passieren würde, wenn wir alle ausrotten.
Mich hat es auch erst Überwindung gekostet, sie zu fangen und nicht platt zu machen.
Irgendwie hatte ich erst immer Angst, dass sie mir entwischen und dann irgendwo an mir rumkrabbeln .Aber das ist passiert, entwischt ja, aber auf mir dann rumgekrabbelt "Nein".
Ich gebe aber zu, dass ich trotz aller guten Vorsätze doch noch mal eine Spinne tot gemacht habe.
Da lag ich genüsslich in der heißen Wanne, sah nach oben... und da war sie dann, eine Spinne, die dabei war,sich langsam in meine Richtung abzuseilen.
Da habe ich vor Schreck mit einem nassen Lappen geworfen, die war dann hin.

Aber ich bin froh, dass ich nicht an einer Spinnenphobie leide, denn das ist für die Betroffenen wirklich furchtbar, die körperlichen Reaktionen sind da messbar und sehr heftig.
#23
24.9.14, 20:50
wir lieben vogelspinnen ?
das sind unsere Haustiere..
10
#24
24.9.14, 22:29
Wenn ich "Tipps" wie diesen oder auch den über's Schnarchen lese, guck ich immer, ob ich noch auf der richtigen Seite bin, oder vielleicht auf die der Rentnerbravo oder Apothekenrundschau gelandet bin. Wenn ich die beschriebenen Probleme mit Spinnen oder dem Schnarchen hätte, würde ich hier am allerwenigsten nach Hilfe suchen und schon gar keine annehmen. Schuster bleib bei deinem Leisten!
DIESE Seite ist doch voller toller, aber harmloser Hausfrauentipps, die aus der eigenen Erfahrung stammen und sich im Alltag bewährt haben. Warum muss man denn dazwischen unfundierte pseudomedizinische Weisheiten verbreiten?
#25
24.9.14, 23:01
Ich mag Spinnen, jedenfalls die, die in unseren Breiten rumkrabbeln, weil sie mir lästige Insekten wie Fliegen und Mücken fangen. Mit solchen Argumenten kann ich aber meine Freundin, eine hoch intelligente und sonst nicht zimperliche Frau -- sie ist Ärztin -- nicht von ihrer Spinnenphobie heilen. Ich versuche es auch gar nicht.
Eine Spinne, wie auf dem Foto würde ich trotzdem nicht freiwillig auf die Hand nehmen.
#26 locker
24.9.14, 23:33
Vielleicht gibt es auch noch für andere Phobien Abhilfe. Hier ein paar Anregungen:

- Gammelfleischphobie
- Sonntags-Schlecht-Wetter-Phobie
- Gastritis-beim-Entenbraten-schon-am-Ersten-Weihnachtsfeiertag-Phobie
- Traumfrau-in-Stimmung-und-Viagra-Vergessen-Phobie
- Politiker-betrügen-uns-Phobie
- Vertreter-betrügen-uns-Phobie
- Autoinnenraum-im-Winter-nass-Phobie
- Kaffee-falsch-aufgebrüht-Phobie
- Frag-Mutti-Webseite-schliesst-Phobie
- usw.usf-Phobie

Ich hoffe, dass alle helfen, uns alle von Phobien zu befreien. Horay!
8
#27
25.9.14, 09:23
Ich habe kein Problem mit Spinnen.
Aber ich halte es für unfassbar dämlich, über einen Beitrag, der sich doch offensichtlich an Phobiker richtet, ein Bild des angstauslösenden Objekts zu stellen. Entweder dämlich oder zynisch. Ne andere Möglichkeit seh ich quasi nicht.

ETA: Darüber hinaus unterschreibe ich den "Apotheken Umschau" Kommentar!
1
#28
25.9.14, 14:20
@KeTing: Schade, dass ich dir nicht 20 grüne Daumen für deinen Kommentar geben kann!

:-D)))))
1
#29 Vava
25.9.14, 19:18
+1 für KeTing :-)
denn das war auch mein allererster Gedanke als ich diesen Tip sah ... und hatte dann auch direkt die Kurve gekratzt.

Manch einer wird sich vermutlich hüten dieser Tage die 'Neue Tipp'-Seite aufzurufen, bis dieser Tipp in der Versenkung verschwunden ist.

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