Müdigkeit am Arbeitsplatz

Ständig müde - Was hilft gegen Müdigkeit?

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Wenn die Müdigkeit kommt: harmlos wie ein Mittagsschläfchen und potentiell tödlich wie der Sekundenschlaf auf der Autobahn: Die vielen Gesichter der Müdigkeit und was gegen sie hilft.

Eine Begriffsklärung

Die einfache Aussage "Ich bin müde!" beschreibt nur auf den ersten Blick einen eindeutigen Zustand. Denn was genau ist gemeint? Bin ich müde, schläfrig oder nicht ausgeruht? Ist mein Müdigkeitsgefühl dem Umstand von zu wenig Schlaf geschuldet, oder hat es ganz andere Ursachen? Laut Definition von PharmaWiki äußert sich Müdigkeit "in einem Energiemangel und geistiger oder körperlicher Erschöpfung…". Dem gegenüber steht der Zustand der Schläfrigkeit, der bewirkt, "dass eine Person döst oder einschläft, wenn sie ruhig sitzt oder liegt…".

Mediziner unterscheiden zwischen einer physiologischen und einer sekundären Müdigkeit. Erstere ist oft Zeichen eines Ungleichgewichts zwischen Anstrengung und Erholung. Die sekundäre Form hingegen ist häufig Begleiterscheinung einer Krankheit.

Die folgenden Anti-Müdigkeit-Tipps beziehen sich alle auf die physiologische Müdigkeit und ihre nicht krankheitsbedingten Ausprägungen. Sollte auch nur der Verdacht bestehen, dass dauerhafte Müdigkeit mögliches Symptom einer Krankheit ist, sollte in jedem Fall ein Arzt konsultiert werden!

Natürliche Müdigkeitskiller

Erstes Mittel der Wahl ist natürlich Schlaf. Da das Müdigkeitsgefühl auch als Schutzfunktion vor Überlastung zu verstehen ist, wäre Schlaf die gesündeste und einfachste Lösung. Hier unterscheiden sich die Schlafgewohnheiten der verschiedenen Kulturkreise erheblich. Unsere westliche Zivilisation hat ihren Schlafrhythmus den Bedingungen des künstlichen Lichts und geregelten Arbeitszeiten angepasst. Geschlafen wird normalerweise nachts und zuhause. Bei vielen Naturvölkern ist es hingegen üblich zu schlafen, wenn der Tagesablauf eine Pause zulässt. Der Ort ist dabei oft nebensächlich. Ein rudimentärer Rest dieser ursprünglicheren Schlafgewohnheiten ist in der mediterranen Siesta oder dem Mittagsschlaf zu finden. Seit geraumer Zeit ist auch das Phänomen des nicht vom Chef sanktionierten Büroschlafs (auch Officenap genannt) auf dem Vormarsch.

Eine gute Mütze voll Schlaf oder ein kurzer Powernap (Energienickerchen) von 15 bis 45 Minuten ist also bei Müdigkeit angeraten. Natürlich ist das nicht in allen Fällen möglich. Termine, Schule, Arbeit und sonstige Verpflichtungen nehmen selten Rücksicht auf das individuelle Schlafbedürfnis. Für alle Situationen, in denen schlafen nicht möglich ist, sind folgende Tipps hilfreich:

  • Bewegung hilft! Ein kurzer und zügiger Spaziergang an der frischen Luft kann Wunder wirken. Ein Paar feste und bequeme Schuhe sollte daher auch am Arbeitsplatz immer griffbereit sein.
  • Fenster auf! Wenn die Witterung es zulässt, sollte ein offenes Fenster immer für ausreichend Frischluftzufuhr sorgen.
  • Ausreichend trinken! Körper und Geist funktionieren nur richtig, wenn der Flüssigkeitshaushalt stimmt. Am besten geeignet sind Wasser, Tees und verdünnte Fruchtsäfte.
  • Kurze Pausen machen! Insbesondere bei rein geistigen Tätigkeiten ist es wichtig zwischendurch kurz abzuschalten. Einfach die Gedanken schweifen lassen oder einen Moment aus dem Fenster schauen hilft neue Konzentration zu sammeln.
  • Tief durchatmen! Es müssen nicht gleich komplexe Atemübungen sein – zwei- dreimal tief und bewusst Atem zu holen versorgt Körper und graue Zellen mit frischem Sauerstoff.
  • Keine schweren Mahlzeiten! Der Körper verbraucht viel Energie bei der Verdauung von reichhaltigem Essen. Falls neben der Müdigkeit auch noch der kleine Hunger kommt, ist ein Müsliriegel oder Obst die beste Wahl.
  • Kaltes Wasser hilft! Eine kühle Dusche belebt den gesamten Organismus. Wenn das nicht möglich ist, hilft es auch die Hände und Unterarme unter fließend kaltes Wasser zu halten und etwas davon ins Gesicht zu spritzen.
  • Koffeinhaltige Getränke! Für den kurzzeitigen Energiekick kann eine Tasse Kaffee oder Tee sorgen. Das Koffein in Kaffee wirkt schneller und kürzer als das in Tee enthaltene Koffein (früher als Teein bezeichnet). Energydrinks enthalten höhere Mengen Koffein. Sie sind medizinisch aber nicht unumstritten.

Müdigkeit als Krankheit

Müdigkeit kann nicht nur Zeichen einer Krankheit sein (sekundäre Müdigkeit), sondern auch selbst zum Krankheitsbild werden. Mediziner sprechen dann von dem Chronischen Erschöpfungssyndrom (chronic fatigue syndrome, CFS) oder einer Myalgischen Enzephalomyelitis. Es handelt sich hierbei um eine schwerwiegende Krankheit von der, laut dem Bundesministerium für Gesundheit, deutschlandweit etwa 300.000 Menschen betroffen sind. Weltweit geht man von 17 Millionen Erkrankten aus.

Zum Abschluss

So, jetzt keine Müdigkeit vorschützen – wenn euch nach diesem Text noch nicht die Augen zufallen, habt ihr selbst vielleicht noch ein paar Tipps und Tricks, wie man am besten mit Müdigkeit umgehen kann. Ansonsten: Angenehme Ruhe und schöne Träume!

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25 Kommentare


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#1
20.3.15, 10:26
vielen dank für den tipp.es hat mir freude gemacht ihn zu lesen.
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#2
20.3.15, 10:39
Da hast du dir aber viel Mühe gegeben.
Sehr gut erklärt, Danke schön.
Ich beneide alle, die es schaffen,ein kurzes Nickerchen zu machen.
Nach der angegebenen Höchstzeit von 45 Minuten bin ich noch nicht mal eingeschlafen.
Sollte ich es tatsächlich schaffen, innerhalb von 90 Minuten in Morpheus Arme zu sinken, bin ich, wenn ich eine halbe Stunde später wieder aufstehen soll, total groggy und habe ein Gefühl, als ob mein Kopf und die Welt mit Watte und Nebel gefüllt wäre.
Ich habe das schon so oft versucht, weil ich immer höre, wie erholsam und gesund das sein soll, aber ich bin wohl zu blöd dafür.
Habe mir sogar eine Schlafmaske zugelegt, weil ich dachte, dass Lichteinfall eventuell Schuld wäre, aber auch das war ein Schuss in den Ofen. :-(
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#3
20.3.15, 11:01
Der Nachteil des Mittagsschlafs kann leider sein, daß dadurch der Nachtschlaf beeinträchtigt ist. Ich lege mich manchmal mittags hin, wenn ich abends noch mit dem Auto fahren muß. Prompt kann ich dann später am Abend oft schlecht einschlafen.
Wie da die genauen Zusammenhänge sind, kann ich aber nicht sagen, denn manchmal klappt es abends trotz Mittagsschlafs mit dem Einschlafen.
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#4
20.3.15, 12:52
Gut dass du Bewegungsmangel an erster Stelle nennst. Ich kenn das: Man bewegt sich zu wenig. Sitzt zu viel. Der Körper wird nicht ausgepowert, deswegen schläft man nachts schlecht und ist tagsüber müde. Es ist immer so schön, wenn man im Urlaub den ganzen Tag auf Achse ist und nachts nach der körperlichen Anstrengung gut schläft.
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#5
20.3.15, 12:57
Sehr gut beschrieben.
Mir geht es auch wie Putzwutz: Wenn die Mittagsschlafzeit offiziell vorbei ist, bin ich noch nicht mal eingeschlafen.
Eins möchte ich noch hinzufügen: Die empfohlene kalte Dusche gegen Müdigkeit darf man nur anwenden, wenn der Körper warm ist. Nie kaltes Wasser anwenden, wenn man friert. Große Müdigkeit geht bei mir oft mit Frieren einher, mitunter sogar mit Schüttelfrost, wenn sich die große Erschöpfung nach Stress und schlaflosen Phasen einstellt. Es gibt immer Phasen, wo sich ein Schlaffenster öffnet, d.h. wo der Moment günstig zum Einschlafen ist. Wer kennt das nicht: Müde zum Umfallen, aber nicht einschlafen können, weil man den rechten Moment verpasst hat um zu Bett zu gehen.
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#6
22.3.15, 08:08
Es könnte auch ein Eisenmangel dahinterstecken... ich würde das beim Arzt mal abklären lassen...
#7
22.3.15, 09:07
Schön erklärt, das das Thema bzw. die Symptomatik unterschiedlich ist (Müdigkeit ist meistens ein Symptom), füge ich eine weitere Möglichkeit zu:

Der Lichtmangel/Serotoninmangel durch Lichtmangel

hier hilft folgendes:

raus ins Tageslicht, auch wenns nur bewölkt ist und zwar regelmäßig

eine Tageslichtlampe (bitte auf die entsprechende Luxwerte achten/bei Stiftung W..t.st gibts vernünftige Info`s)
Bitte unbedingt beachten: Lampe nur morgens nutzen, sonst könnt ihr nachts nicht schlafen.

Liebe Grüße an alle
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#8
22.3.15, 09:58
@Putzwutz, Maeusel, Superwoman: Schlafen ist auch eine Gewohnheitssache. Wenn man sonst nie einen Mittagsschlaf macht, dann aber versucht einen zu halten, ist es wahrscheinlich, dass man lange braucht, bis man einschläft, dann zu lange schläft und hinterher gar nicht ausgeruht ist. Es hilft gleichbleibende Rituale zum Einschlafen zu nutzen und den Mittagsschlaf nicht zu lange ausdehnen, auch wenn man nicht tief schläft, dann ruht man eben ein wenig. Nur nicht "krampfhaft" sich zum schlafen zwingen.
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#9
22.3.15, 10:53
Mh. 45 mjin schlafen sind für einen mitagsschlaf zu lang. Mehr als 15 allerhöchstenns 20min. Sollten es nicht sein. Sonst sackt der Kreislauf ab. Und man ist müder als vorher.
#10
22.3.15, 10:55
@paraiba

Es stimmt schon, was du sagst, wenn man versucht, sich zum schlafen zu zwingen, wird das nichts.
Bei mir ging es auch nicht um einen Mittagsschlaf, sondern um diese paarweise
Minuten, die man zum Beispiel in den Arbeitsablauf einbauen kann, weil man danach angeblich wieder fit, voll da und leistungsfähiger sein soll. Das klappt ja auch bei vielen, also kann es nicht schlecht sein.
Es passt ja nicht immer alles für jeden. :-)
Ich bin aber ohnehin wegen Schlafstörungen in Behandlung.
Es sind Ein- und Durchschlafstörungen, die ich mir allerdings selber herangezüchtet habe.Manchmal kann man die Umstände eben nicht ändern, oder will es auch aus verschiednen Gründen nicht, dann kann so was dabei heraus kommen.
Ich habe fast 20 Jahre 2 Stunden pro Tag geschlafen, und es ging mir sogar gut dabei.
Ich war eigentlich nie müde , habe ja auch gearbeitet.
Um mehr Schlaf zu bekommen, hätte ich meinen Vater "abgeben" müssen, und das wollte ich nicht.
Ich fühlte mich auch nie überlastet oder müde, wie gesagt.
Zuerst konnte ich auch noch schlafen, wenn mein Mann da war und sich gekümmert hat.
Dann habe ich acht Stunden geschlafen , bin schnell eingeschlafen, das war gut.
Später, als mein Vater dann nicht mehr lebte, konnte ich auf einmal nicht mehr schlafen, obwohl ich dann ja Zeit gehabt hätte.
Irgendwann muss ich mich so auf diese zwei Stunden eingependelt haben, dass es gar nicht mehr anders ging.
Zuerst habe ich dann wach im Bett gelegen und mich geärgert, weil ich müde war und nicht schlafen konnte.
Habe dauernd auf den Wecker gestarrt und mich verrückt gemacht "..wenn ich JETZT einschlafe, habe ich noch vier Stunden... drei Stunden...zwei.."
Das tat nicht gut und machte einen ganz groggy.
Ich bin dann dazu übergegangen, aufzustehen und meinetwegen zu lesen, wenn es mit dem schlafen gar nicht wollte.
Man soll dann ja nicht im Bett bleiben, sondern etwas anderes machen und es dann vielleicht, wenn die Zeit es noch hergibt, noch mal versuchen.
Der letzte Versuch wäre ein Besuch im Schlaflabor, obwohl ich mir nicht vorstellen kann, dass es etwas bringt.Aber ich lasse mich gerne eines besseren belehren, wäre schön, mal wieder richtig zu schlafen. :-)
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#11
22.3.15, 12:33
super, aber ich pers. finde, dass man zwar mit beschriebenen tips Milderung verschaffen kann, aber die Ursache vielleicht nicht bekämpft.
liegt vielleicht ein mangel vor?
in der heutigen zeit bleibt es nicht aus, dass man sich mangelernährt.
daher habe ich gute Erfahrung mit grünen powersmoothies gemacht.
die liefern schnell u effektiv Vitamine, Spurenelemente, vitalstoffe und und und,.. etwas matcha-tee darin sorgt dafür, dass du fit wie ein Turnschuh durch den tag hüpfst! ;-)
durch die top-versorgung bin ich zeitweilen sogar morgens um 5 fit!!!
leute dich mich näher kennen, wissen, dass das für mich als dauermüdes morgenmuffelchen ein Phänomen ist und alle haben es ausprobiert. ;-)
2
#12
22.3.15, 13:28
@Putzwutz: versuche es doch mit dem Schlaflabor. Wäre doch gut, wenn die etwas herausfinden. Zumindest schaden wird es nicht. Kenne Deine Situation (pflege auch).
#13
22.3.15, 13:51
@paraiba
Sobald ich es einrichten kann und dann auch ein Platz frei ist, werde ich es in Angriff nehmen.
Früher habe ich immer gedacht, dass ich, wenn endlich mal Zeit da ist, mal richtig ausschlafen werde.
Und dann klappte nicht mal mehr das einschlafen.
Was wohl auch daran liegt, dass ich, bevor ich meinen Papa bei mir hatte, ständig wegen einem der Kinder in "Alarmbereitschaft" war, also beim einschlafen ständig mit einem Ohr in Richtung Kinderzimmer lauschte und deswegen auch bei jedem Geräusch senkrecht im Bett stand.Dadurch kam ich über die ganzen Jahre nie in die Tiefschlafphase, sagen zumindest die Ärzte.
Dazu die Vollzeitarbeit in Schichten und Samstag/Sonntag Nachtschichten an einer Tankstelle.
Da blieb keine Zeit zum schlafen über.Aber da es mir dabei wirklich gut ging und ich auch körperlich absolut leistungsfähig war, habe ich mir darüber keine großen Gedanken gemacht.Sondern bin einfach davon ausgegangen, dass alles wieder normal funktionieren würde, wenn ich nur erst wieder Zeit hätte.
Darum sage ich ja auch, dass ich mir das quasi selber herangezüchtet habe.
Ein Bekannter hat gute Erfahrungen mit dem Schlaflabor gemacht, mal sehen, was die sagen, wenn es so weit ist. :-)
3
#14 Heidehexchen
22.3.15, 16:21
@Putzwutz:

Ich befand mich lange in einer ähnlichen häuslichen Situation; Resultat wie bei dir, leistungsfähig und immer auf Achse, aber trotzdem irgendwie immer müde und abgespannt und nie richtig schlafen können.
Dann mußte ich wegen anderer Beschwerden zum Lungenfacharzt.
Der stellte u.a. fest, dass mein Sauerstoffgehalt im Blut viel zu niedrig ist ( knapp 58% statt mind.95%) ,und um die Ursache zu finden musste ich ins Schlaflabor.
Dort wurde ich 4 Nächte lang verkabelt und vermessen, die Lungenfunktion geprüft usw.
Dann bekam der Befund.
Unser Blut wird durch jeden Atemzug mit Sauerstoff versorgt, tagsüber verbrauchen wir jedoch den größten Teil davon gleich wieder. Während der Nacht bzw. längerer Schlafphasen wird dann sozusagen ein Depot angelegt. das hilft uns z.B. auch größere Belastung mal durchzustehen ohne "aus der Puste" zu kommen.
Mein Stoffwechsel war aber so durcheinander das er da sozusagen streikte, er bildete keine Depots.
Ich bekam dann eine Schlafmaske, durch diese wurde mir stoßweise, aber sanft, normale gefilterte Raumluft in die Nase gepustet. Dadurch musste ich, ob ich wollte oder nicht, gleichmäßig und tief ein- und ausatmen. Dieser Rhythmus bewirkte aber auch das ich sehr gut und schnell eingeschlafen bin. Mein Sauerstoffspiegel war dann sehr schnell auf fast konstante 97% hoch und auch meine Vitalität ist beachtlich gestiegen.

Dies ist MEINE Erfahrung mit dem Schlaflabor

Herzlichst Hexchen
#15
22.3.15, 17:02
Vitamin B3 - Mangel: "Die empfohlene Tagesmenge liegt bei etwa 18-20 Milligramm. Mangelerscheinungen sind Schlaflosigkeit, Gewichtsabnahme, Hautveränderungen, Nervosität und Kopfschmerzen" (aus: Men's Health.de). Laut Internet gibt es noch einige weitere Mangelerscheinungenen.

Vitamin-D-Mangel-Müdigkeit: vitamindmangel.net/muedigkeit.html -
"Die dauerhafte Vitamin-D-Mangel-Müdigkeit betrifft in erster Linie Menschen der nördlichen Hemisphäre. In dunklen Wintermonaten produziert der Organismus weniger Vitamin D, weshalb sich eine bleierne Müdigkeit auf die Menschen legt. "
Lasst mal euer Blut untersuchen. Mein Mann hatte Vit. D3 - Mangel, obwohl er auch im Winter tägl. mehrere Stunden draußen arbeitet. Mein Vit. D3 - Mangel war dramatisch niedrig.
#16
22.3.15, 19:09
@Heidehexchen
Stimmt, die Sache mit dem Sauerstoffgehalt des Blutes, ein niedriger Wert führt meist als erstes zu Müdigkeit.
Mit der chronischen Hypoxämie lebe ich schon lange, seitdem meine Lunge nicht mehr richtig funktionsfähig ist, weil ich sie mir bei einem Arbeitsunfall verätzt habe.
Früher hat man dann immer sofort eine Sauerstofftherapie bekommen.
Dann haben Studien ergeben, dass man damit vorsichtig sein muss, wenn das Herz nicht in Ordnung ist.Denn so gut Sauerstoff auch ist, in solchen Fällen kann die Langzeittherapie, die bei angesagt war, dazu führen, dass man früher an einem Herzleiden stirbt.
Da hieß es dann abwägen.
Sauerstoff bekomme ich, wenn sich die Lunge mal wieder entzündete hat, was durch die Schäden oft der Fall ist.
Natürlich werde ich das im Schlaflabor alles angeben, oder die Unterlagen von den Ärzten vorlegen, ich weiß nicht genau, wie das da abläuft.
Aber auch mit normalen Werten in Bezug auf Sauerstoff bin ich müde.
Freue mich aber, dass es bei dir so gut lief. :-)
#17
22.3.15, 21:41
@Ma-am: muss ich Dir zustimmen, habs selbst nach einer Ernährungsumstellung am eigenen Leib zu spüren bekommen. Denn eins wird verschwiegen, der Mensch nimmt 90% des Eisens aus dem Fleisch auf. Und wenn plötzlich das Fleisch nicht mehr Bestandteil der Ernährung ist, fällt es zwar langsam ab, kann dennoch lebensbedrohlich werden. Ich hatte meine Müdigkeit auf meinen Gesundheitszustand geschoben, erst nach einer gezielten Blutkontrolle kam heraus, dass ich unter Eisenmangel litt...der hammer kam aber noch, anstatt mich rechtzeitig zu informieren, damit ich hochdosiert Eisen aufnehmen sollte, kam es bei mir zum äußersten, Blutarmut, Thrombose und Lungenembolie. Heute kläre ich meine Tierschutzfreunde auf, denn nicht in jedem Forum wird speziell DAS angesprochen. Zum Glück habe ich die ganze Geschichte überlebt, hätte aber auch nach hinten losgehen können. Aber es war kein Zuckerschlecken...dann noch eine Woche vor Weihnachten und ich arbeitete straff darauf zu, Heilig Abend wieder zu Hause zu sein...man wollte mich zwar nicht gehen lassen, aber ich wusste. dass es mir besser ging und im Notfall hätte ich jederzeit wieder ins KH kommen können...wenigstens kann ich mich hin und wieder auf mein gefühl verlassen, denn seitdem musste ich nicht noch einmal ins KH ;-)
Im Allgemeinen kann man aber sagen: JEDER sollte regelmäßig sein Blut untersuchen lassen, vor allem, wenn sich Symptome häufen, man aber nicht wegen jedes Wehwehchen zum Arzt gehen will!!!
#18
22.3.15, 22:07
ständige müdigkeit weist oft auf einen nährstoffmangel hin. im winter vor allem vitamin d - mangel.
#19 giannanini
22.3.15, 22:47
Bei mir hilft schlafen immer ganz gut ...
#20
24.3.15, 00:18
der Schlafmangel nimmt hier zu Recht einen breiten Raum ein; denn wer auf Dauer zu wenig
schläft, muss müde sein. Aus eigener Erfahrung möchte ich Folgendes beisteuern :
- NIE schlafen WOLLEN, das führt nur zur Verkrampfung; sich damit trösten, dass man zumindest
ausruht
- bei Einschlafproblemen keine 'schweren Fälle' wälzen, sich sagen: morgen sieht es schon
ganz anders aus. Monoton die Zahlen 1-4 aufzählen oder irgendeinen kurzen Text (der vielleicht
auch noch Sinn macht) immer wiederholen. So 'singe' ich immer wieder die Stelle aus einem Lied
'Frieden, Frieden sei dieser Welt beschieden'
- Tagebuch führen, und zwar nur über die Nächte, in denen man ordentlich geschlafen hat. Immer
wieder darin lesen, um das Unterbewusstsein zu füttern mit 'ich kann doch schlafen'
- Schlaflabor : untersuchen lassen, ob irgendeine Störung vorliegt. Bei mir z.B. wurde eine
Schlafapnoe festgestellt mit bis zu 30 Atemaussetzern pro Stunde. Eine Schlafmaske hat
Abhilfe geschaffen
#21
1.4.15, 07:51
Guten Morgen,
ein Thema, das mich stets begleitet.
Seit früher Kindheit leide ich an dem sog. Restless Legs Syndrom (RLS), was den Schlaf sehr beeinträchtigt.
Das Schlaflabor brachte es an den Tag:
Schweres RLS und
30% Schlafqualität! Ab 80% abwärts spricht man von "krank".

Obgleich das RLS inzwischen mit Medis behandelt werden kann und bei mir natürlich behandelt wird, pendelte sich der Schlaf nur ein wenig besser ein.
Früher konnte ich damit besser leben. Heute macht mir das große Probleme.
Angewohnter schlechter Schlaf. Tatsächlich ist der Schlaf eine Gewohnheitssache.

Zitat:...."Die idiopathische Insomnie ist auch als Insomnie in der Kindheit oder lebenslange Insomnie bekannt. Eine Ursache für diese Krankheitsform ist nicht bekannt....."
Quelle Wikipedia

Die Schlafhygiene ist dabei sehr hilfreich.
Zitat: ...... "Schlafhygienische Maßnahmen sind beispielsweise die Gestaltung der Schlafumgebung, das Einüben von Schlafritualen oder Entspannungstechniken......."
Quelle: Wikipedia

Mir hat einst ein Arzt empfohlen:
Bei Patienten, die eher zu niedrigem Blutdruck neigen, eine Tasse Kaffee am Abend bzw. vor dem Schlafengehen zu trinken.
Zuvor hatte ich niemals Kaffee getrunken, doch in der Not....
Ich bilde mir ein, dass auch der Kaffee mich ein wenig besser schlafen lässt.
PS.: Das ist kein Aprilscherz.

Grüße
myfairlady
#22
1.4.15, 11:43
@Myfairlady: Kaffee mit Koffein, Espresso, auch doppelter macht mich auch müde - zu jeder Tageszeit. Ein Hausarzt meinte nur: das "Hoch", das der Kaffee vermittelt, sei so kurz, dass ich es schon gar nicht bemerke und gleich in das "Tief" rutsche.

Einschlafrituale helfen sehr und auch an was man denkt: nur nichts konkretes, reales - besonders keine negativen Erlebnisse "wiederholen", z. B. kann man den Schäfchen bunte Felle geben und zählen braucht man sie nicht (Zahlenfolgen sind auch zu konkret).
#23 comandchero
30.9.15, 15:18
Bei Müdigkeit kann auch eine überlastete Leber die Ursache sein! Also mal entschlacken!
1
#24
30.9.15, 15:26
Mir hat mein Doc gegen ständige Müdigkeit und Schlappheit Vitamin B12 hochdosiert verschrieben. Muss man aber selbst bezahlen. Das war vor zwei Wochen und heute bin ich wieder fit wie ein Turnschuh.
#25
9.11.15, 08:52
Wenn mein Mittagsschlaf zu lange andauert, dann fühle ich mich danach auch immer total gerädert. Habe in der Zeitung ein Artikel über Power-Naping gelesen, da sollen 20 Minuten die beste Zeit sein um danach ausgeruht zu sein.
Das Problem ist, wenn ich mich um 3 hinlege wache ich frühstens um 5 wieder auf, ups.

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