Stoffe mit dem PC auswählen - so geht es ganz einfach.
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Stoff mit dem Computer auswählen

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Ich weiß, dass dieser Tipp sehr speziell ist, aber vielleicht sind einige unter uns, die Freude und Erfahrung daran haben, den Rechner als Hilfsmittel - in diesem Falle auch bei der Schneiderei - einzusetzen. Wenn nicht, dann diesen Tipp bitte gleich wieder schließen. Was für den einen gut ist, muss nicht auch den anderen betreffen.

Nun zu dem Anlass

Wenn ich mir ganz bestimmte Stoffqualitäten und / oder Farben in den Kopf gesetzt habe, kaufe ich öfter im Internet, weil die Auswahl dort wirklich riesig ist (daher Stoffproben anfordern- mein Tipp kürzlich). Dann kommt aber bei mehreren zu verarbeitenden Stoffen die Frage auf, welche von ihnen nun besser miteinander harmonieren - nicht alle Firmen verschicken ja Musterproben ... Und selbst wenn ich von allen Stoffen solche in der Hand habe, sind sie oft so klein oder auf dem Musterabschnitt sind nicht alle Farben enthalten, wie sie das Original umfasst. Dann nehme ich den Rechner zu Hilfe. Vorweg muss ich sagen, dass ich mit Linux als Betriebssystem und mit Mozilla als Browser arbeite.

Mein Ziel am Rechner

Alle Stoffe, die ich in die engere Wahl gezogen habe, möchte ich als Grafik auf dem Bildschirm gleichzeitig neben- oder auch übereinander betrachten können! Wenn ich sie nacheinander, also jede Internetseite einzeln aufrufen würde, ginge das ja nicht so gut, weil ich keinen direkten Vergleich hätte.

Wie gehe ich vor?

Dazu öffne ich die Internetseiten, die die gewünschten Bilder* enthalten, in einzelnen Fenstern = Tabs am Bildschirm. *Wenn ich von Bildern spreche, können das Abbildungen von z. B. Stoffen oder auch passend zu verarbeitenden Gurtbändern oder verschieden farbigen Karabinern in Kombination mit den Stoffen sein ...).

Ich öffne die erste Internetseite, auf der Stoff 1 (nenne ich mal so) zu sehen ist. Vielfach kann man das Bild des Stoffes auch anklicken und vergrößern, sodass es fast den gesamten Bildschirm ausfüllt und gut zu betrachten ist.

(Erst) Dann gehe ich mit dem Cursor auf den entsprechenden Reiter und wähle mit Klick auf die rechte Maustaste „Tab anheften“ aus.

Das geöffnete Fenster wird dann als kleiner Reiter dauerhaft in Mini-Quadratform angezeigt. Man sagt, er wird auf oben am Desktop über der Menüleiste „abgelegt“. Die damit verbundene Internetseite ist auf dem Rechner so lange gespeichert, bis man den Tab irgendwann später wieder schließt, ablöst). Wenn ich irgendwann im Laufe meines Arbeitens am Rechner mit der linken Maustaste auf diesen Tab klicke, habe ich hier die Internetseite mit meinem ersten Stoff jederzeit sofort im Vollmodus auf dem Bildschirm!

Ich öffne einen zweiten = neuen Tab (klappt bei euch „Strg + T“?!). Dort rufe ich die Internetseite auf, auf der mein zweiter ausgewählter Stoff abgebildet ist. Wieder ggf. das Bild ... vergrößern und „Tab anheften“ wählen. Wenn ich später hierauf klicke, öffnet sich also ein zweiter Bildschirm, auf dem mein zweiter Stoff zu sehen ist.

So verfahre ich mit allen Dingen / Stoffen ..., bis ich die zu kombinierenden als Tab abgelegt und sie alle jederzeit bequem anklicken, also aufrufen kann.

Das mache ich dann, indem ich nach dem Anwählen eines Tabs das sich öffnende Fenster durch Ziehen an einem Eckpunkt so weit verkleinere, bis es für mich gut zu betrachten ist und den Bildschirm nur zum Teil ausfüllt. So verfahre ich dann mit allen zuvor abgelegten Tabs.

Dann kann ich jedes einzelne Fenster mit dem Cursor ganz oben "anfassen", die linke Maustaste gedrückt halten und dann dieses Fenster innerhalb meines ganzen Bildschirms verschieben (s. Fotos). Anschließend kann ich es auch noch jederzeit durch Ziehen an den Eckpunkten verkleinern / vergrößern. Das tue ich z. B., wenn ich weiß, dass ein Stoff 2/3 meiner späteren Nähfläche bedeckt und der andere Stoff nur 1/3 der Fläche. Schon in der Anordnung auf dem Bildschirm kann man dann gut abwägen, ob es einem so gefällt ...

Nochmals: Seeehr speziell, aber erfolgreich und Spaß bringend!

Viel Freude beim Ausprobieren!

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6 Kommentare


1
#1
15.2.16, 22:03
Guter Tipp, wenn man sich für sowas interessiert. ich konnte mich bis jetzt leider noch nicht dafür begeistern. ;-)

ich stelle mir die Frage, wie genau der Computer die Farben darstellen kann?
mir ist es zum Beispiel schon öfter passiert, dass ich beim bestellen von Kleidung enttäuscht wurde, eben weil die Farben am Bildschirm oft ganz anders aussehen wie in echt.

was hast du da für Erfahrungen mit?
#2
16.2.16, 03:40
Also ich gehe zum Stoffe kaufen lieber in ein Fachgeschäft. Dort kann ich mir die Stoffe ansehen und auch anfassen bevor ich die kaufe. Mit dem PC weiss ich ja gar nicht was der Stoff für eine Qualität hat. Und ein Farbunterschied zwischen PC und Realität kann ich mir auch vorstellen. Die hat man im Fachgeschäft auch nicht.
#3
16.2.16, 07:11
@NFischedick # 2605: Eure Bedenken sind nachvollziehbar, aber ich verfahre -wie oben schon erwähnt - so nur mit Stoffen, von denen ich ein Muster in der Hand halte. Somit habe ich schon die Originalfarbe vor Augen und die Qualität in Händen, sonst macht es wenig Sinn.
Aber wenn es zum Beispiel darum geht, zu entscheiden, ob zu den Stoffen z.B. braunes Textil-Gurtband oder doch lieber schwarzer Autogurt passt oder ob der Karabiner dafür silberfarben oder doch lieber aus Altmessing sein soll, dann ist der Rechner prima, weil auch Helligkeitsunterschiede dargestellt werden und eine Entscheidungshilfe sind. Ansonsten begrüße ich es genau wie ihr, wenn man weitgehend den "heimischn" Handel unterstützt und vor Ort kauft! Aber mir macht es eben zusätzlichen Spaß, den Rechner hier mit einzubeziehen!
#4
16.2.16, 19:39
Zum Thema Farbunterschied:
Ich arbeite als Mediengestalterin und dazu gehört auch Farbretusche. Ich kann euch sagen, dass die Farbgleichheit niemals gegeben ist, ausser man hat einen farbkalibrierten Monitor, aber wer hat das schon, wenn man es nicht gerade beruflich braucht. Die Farben sehen auch von Monitor zu Monitor unterschiedlich aus, was auf dem einen Monitor Knallrot ist, kann auf einem anderen schon ins pinkfarbene gehen und umgekehrt. Besonders bei Braun und Grüntönen gibt es hier gravierende Unterschiede. Oftmals werden die Produkte auch nicht in den Farben fotografiert, die ihr auf dem Monitor seht, sondern mit Retusche umgefärbt. Auch wenn das Ergebnis farbecht sein soll, gibt es bestimmt genug Händler, die das nicht professionell machen und somit das Ergebnis schnell frustrierend sein kann
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#5
17.2.16, 11:05
@Puuh: Was für ein schönes Wort: farbkalibriert!
#6
17.2.16, 11:21
@Puuh: Danke, dass du an dieser Stelle darauf hingewiesen hast. Ich dachte, das müsse ich hier nicht erwähnen, weil man das Phänomen ja allein schon vom Fotografieren her kennt: Je nach eingestellter Beleuchtung... erscheinen die Farben z.B. am handy ganz anders:-( Hier aber noch mal: Mein Tipp bezog sich nur auf Stoffe, die man in Mini-Form schon in der Hand hat und dann nur ganz eindeutig identifizierbare Farben/ Materialien in Bezug auf ihre Streifenrichtung.... damit vergleichen will.

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