Heuschnupfen

In Deutschland leiden rund 16 % aller Frauen und 13 % aller Männer unter Heuschnupfen. Wir stellen euch einfache Tricks und Hausmittel vor, mit denen ihr eure Beschwerden lindern könnt.

Mit diesen Tipps und Tricks kannst du deine Allergie in Schach halten

Kahle Bäume und brache Felder sind Schnee von gestern. Mit dem Frühling kommt wieder Farbe ins Leben. Von dem Vogelgezwitscher wirst du in der Frühe geweckt. Der Blick durch das Fenster zeigt grüne Bäume und bunte Blumen. Du öffnest das Fenster, um den frischen Frühlingsduft einzuatmen und bekommst – weil der Tag doch schon so schön begonnen hat – gratis noch eine Ladung Pollen ins Gesicht dazu. Die erste Niesattacke lässt nicht lange auf sich warten. Der schönste Tag beginnt noch immer mit dem Gedanken, dass man vielleicht doch lieber im Bett hätte bleiben sollen ... Aber es gibt Hoffnung!

In Deutschland leiden rund 16 % aller Frauen und 13 % aller Männer unter Heuschnupfen (Pollinosis). Die Pollenallergie ist eine der häufigsten allergischen Erkrankungen und kann jeden treffen. Erwachsene erkranken öfters an Heuschnupfen als Kinder, wobei mehr Frauen als Männer betroffen sind. Im Kindes- und Jugendalter sind es die Jungen, die eher eine Pollenallergie entwickeln.

Leidet man etwa den ganzen Frühling und Sommer über unter Heuschnupfen?

Nein, das ist zum Glück eher selten der Fall. Der Heuschnupfen, oder auch allergischer Schnupfen (Rhinitis) ist meist saisonal (saisonale Rhinitis allergica). Wer unter einer Pollenallergie leidet, ist nicht zwingend gegen alle Pollenarten allergisch. Heuschnupfen kann durch die unterschiedlichsten Pflanzenarten und deren Pollen ausgelöst werden. Zu diesen Pflanzenarten gehören:

  • Gräser / Getreide (z. B. Gerste, Roggen, Knäuelgras)
  • Bäume (z. B. Birke, Buche, Eiche)
  • Kräuter (z. B. Beifuß, Sauerampfer, Ambrosia)
  • Sträucher (z. B. Hasel, Erle)

Je nachdem, zu welcher Zeit diese Pflanzenarten blühen, leidet man unter Heuschnupfen. Manche Menschen leiden unter einem ganzjährigen Heuschnupfen, da sie auf die Pollen mehrerer Pflanzenarten allergisch reagieren, die über das ganze Jahr verteilt blühen.

Was tun, wenn der Heuschnupfen da ist?

Wenn man nicht wie ein Bär seinen Winterschlaf in einer Höhle, sondern im Sommer im eigenen Schlafzimmer machen möchte, ist es fast unmöglich, den Pollen aus dem Weg zu gehen. Es gibt jedoch ein paar “Regeln“, durch die es sich mit der Allergie leichter leben lässt und Symptome vorgebeugt werden können.

Alltägliche Dinge:

  • Es gibt Pollenkalender, die einem anzeigen, an welchen Tagen, welche Pollenarten fliegen. Zusätzlich gibt es Pollenflug-Vorhersagen, durch die man erfährt, wie stark der Pollenflug an den jeweiligen Tagen ist.
  • Nicht mit geöffneten Fenstern schlafen. – Wer auf dem Land lebt, sollte die Fenster am Besten zwischen 4 und 6 Uhr morgens geschlossen lassen. In diesem Zeitraum fliegen die meisten Pollen. – Wer in der Stadt wohnt, sollte die Fenster am Besten zwischen 18 und 24 Uhr geschlossen halten.
  • In ländlichen Gebieten ist die beste Zeit zum Lüften zwischen 19 und 24 Uhr. Um diese Zeiten sind die wenigesten Pollen unterwegs.
  • In Städten ist die beste Zeit zum Lüften zwischen 6 und 8 Uhr morgens.
  • An trockenen oder windigen Tagen ist der Pollenflug am stärksten. In diesem Fall sollten die Fenster geschlossen bleiben.
  • Beim Autofahren die Fenster geschlossen halten.
  • An bzw. nach regnerischen Tagen, kann man, unabhängig von der Tageszeit, die Räume lüften. In diesen Fällen ist der Pollenflug geringer.
  • So wie es Mückengitter für die Fenster und Türen gibt, gibt es diese auch für Pollen (Pollenschutzgaze).
  • Es gibt Pollenfilter, die man in Autos einbauen lassen kann. Man darf jedoch nicht vergessen, diese regelmäßig auszutauschen.
  • Wer täglich zum Staubsauger greift, kann die ungewollten Eindringlinge aus Teppichen und Möbeln wieder loswerden. Geräte mit Hepa-Filtern sind dafür am besten geeignet.
  • In der Wohnung sollte regelmäßig nass gewischt werden.
  • Dekorierte Zimmer sind zwar hübsch anzusehen, die Dekoobjekte sind aber gleichzeitig auch Pollenfänger. Hier heißt es dann leider, „weniger-ist-mehr“.
  • Wer draußen war, schleppt die Pollen durch die Kleidung mit in die Wohnung. Wer einen ruhigen Schlaf haben möchte, sollte sich daher nicht im Schlafzimmer umziehen.
  • Pollen verfangen sich auch in den Haaren. Man sollte vor dem Zubettgehen die Haare waschen, oder außerhalb des Schlafzimmers ausbürsten.
  • Die Wäsche sollte man nicht draußen trocken, da sich die Pollen darin festsetzen.

Wer nicht gleich auf Medikamente zurückgreifen möchte, kann mit dem Verzehr bestimmter Lebensmittel versuchen, die Symptome zu lindern. Vor allem der Vitamin C Gehalt spielt hier eine wichtige Rolle, da das Vitamin C entzündungshemmend ist. Hier findest du einige Beispiele:

  • Zitrusfrüchte: Neben Limetten, Zitronen etc. sind Orangen die absoluten Spitzenreiter unter den Vitamin C Bomben. Dosenfrüchte sollte man vermeiden.
  • Gemüse / Blattgemüse: Broccolie hat viel Vitamin C und wirkt gleichzeitig antioxidativ. Antioxidantien schützen unsere Zellen vor Schädlingen. Verstopfte Nasen können wieder frei werden. Dunkelgrüne Gemüsesorten wie Blattspinat, Mangold etc. haben ebenfalls Antioxidantien. Um dies Pflanzenstoffe am besten aufzunehmen, sollte das Gemüse mit Oliven- oder Leinöl zubereitet werden. Knoblauch und Zwiebeln beugen den Symptomen durch den Pflanzenstoff Quercetin vor.
  • Gewürze: Petersilie hilft unserem Körper gegen Histamine anzukämpfen, die unter anderem unser Immunsystem angreifen. Thymian hilft dem Körper dabei, die Schleimbildung zu verringern und Infektionen, gerade aufgrund übermäßiger Schleimbildung zu bekämpfen.

Wer es dennoch nicht schafft, seine Symptome damit befriedigend einzudämmen, kann immer noch auf spezielle Medikamente oder die Hyposensibilisierung zurückgreifen.

Wer unter einer Allergie leidet, der kennt dies: Plötzlich bilden sich rote, juckende Quaddeln auf der Haut oder die Nase beginnt zu kribbeln und die…
5
3
9.11.15 von Explicador Kopf, Gesicht & Augen
Wer wie ich unter Heuschnupfen leidet kennt das Problem, binnen kurzer Zeit, ist die Haut an der Nase aufgerubbelt und schmerzt bei jeder Bewegung / bei jedem Naseputzen, sieht außerdem sch... aus. Seit einiger Zeit…
16
36
20.4.12 von meinemich Haut
Volkskrankheit Heuschnupfen Für Menschen, die gegen Haselnusspollen allergisch sind, geht die Heuschnupfen-Saison schon Ende Januar los. Wer dazu noch das Pech hat auch auf…
6
5
16.5.16 von Kriss Schnupfen
Symptome und Ursache Etwa 25 Prozent der Deutschen leiden unter Heuschnupfen. Das von den Medizinern als "Pollinosis" oder " allergische Rhinitis" bezeichnete Leiden führt…
17
24
20.4.15 von Bernhard Schnupfen
Ein Tipp wie man Heuschnupfen vorbeugen kann: Viele von euch werden es sicherlich kennen, kaum blüht im Frühjahr wieder etwas, schon kommt auch der…
2
7
20.7.14 von Popcorn Schnupfen
Während viele Menschen sich im Frühling über das frische Grün und der wieder erblühenden Natur erfreuen, fängt für Millionen von Menschen die Plage mit dem Heuschnupfen an.…
1
0
10.5.16 von Bernhard Schnupfen
Niesattacken, Schnupfen, juckende Augen und geschwollene Lider sind für Allergiker eindeutige Zeichen: Die Pollen fliegen wieder. Die kleinen umherwirbelnden Blütenstaubteilchen plagen jedes Jahr Millionen Deutsche,…
5
0
13.4.16 von Explicador Netzratgeber

Das könnte dich auch interessieren:

Kostenloser Newsletter