Tinnitus: Dem entnervenden Piepsen und Pfeifen kann man mit einem Hörgerät entgegenwirken.

Tinnitusgeräusche: Entnervendem Piepsen und Pfeifen entgegenwirken

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Hallo, ich habe jahrelang schwer unter einem lauten Tinnitusgeräusch gelitten. Bei meinen letzten Ohrenschmerzen überredeten mich der Arzt und mein Mann zu einem Hörtest. Seit dem trage ich Hörgeräte. Und ich kann es nicht verstehen, aber der Tinnitus ist weg! Ich höre selbst den Regen auf den Pflanzen.

DirkNB: Als Techniker würde ich sagen. Wenn vom Mikrofon (=Trommelfell) nicht mehr genug Signal kommt, dreht der nachfolgende automatische Verstärker die Eingangsempfindlichkeit immer weiter nach oben, damit noch genug Audiosignal beim Hirn ankommt. Dabei werden dann aber auch Nebengeräusche, "Kabelrauschen" und anderes immer mehr verstärkt (und das Eigenrauschen des Verstärkers), so dass man irgendwann nur noch Fehlgeräusche hört. Kommt am Ohr aber wieder genug Signal an (Verstärkung durchs Hörgerät), dreht die automatische Verstärkung hinterm Ohr wieder zu und die Geräusche und das Rauschen verschwinden.
Nur ist eben das Ohr kein Mikrofon und wir haben dahinter keinen Verstärker. Aber irgendwas ist ja immer. ;-)
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23 Kommentare


#1
25.6.18, 20:45
das war bei mir genau so.......hab meins seit einem Jahr und wenn ich es trage kein unerträgliches Rauschen mehr.
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#2
25.6.18, 22:41
Als Techniker würde ich sagen. Wenn vom Mikrofon (=Trommelfell) nicht mehr genug Signal kommt, dreht der nachfolgende automatische Verstärker die Eingangsempfindlichkeit immer weiter nach oben, damit noch genug Audiosignal beim Hirn ankommt. Dabei werden dann aber auch Nebengeräusche, "Kabelrauschen" und anderes immer mehr verstärkt (und das Eigenrauschen des Verstärkers), so dass man irgendwann nur noch Fehlgeräusche hört. Kommt am Ohr aber wieder genug Signal an (Verstärkung durchs Hörgerät), dreht die automatische Verstärkung hinterm Ohr wieder zu und die Geräusche und das Rauschen verschwinden.
Nur ist eben das Ohr kein Mikrofon und wir haben dahinter keinen Verstärker. Aber irgendwas ist ja immer. ;-)
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#3
25.6.18, 22:45
Schön, dass es noch AQndere gibt. So habe ich nicht das Gefühl, mir das nur einzubilden. Man denkt immer, so ein Hörgerät sei nur für alte Menschen. Aber es ist ein Segen. Endlich höre ich selbst bei Familienfeiern wieder richtig. Vorher war das schwierig. Da sollte man nicht eitel sein. Außerdem sind die Dinger so klein, dass sie gar nicht auffallen.
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#4
26.6.18, 08:53
@winnieprinzessin: hilft nicht jedem. Ein Tinnitus kann auch neurologisch sein. Mein Hörtest beim HNO war ok. Ein Hörgerät blendet den Tinnitus nur aus.
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#5
26.6.18, 14:22
Man sollte sowieso nicht aus Eitelkeit auf Hörgeräte verzichten.
Wenn man schlecht hört, sollte man sich rechtzeitig welche verordnen lassen, weil es sonst für das Gehirn immer schwieriger wird, sich wieder aufs Hören umzustellen.
Das entspricht zwar nicht genau dem Tip, sondern es geht  um Hörgeräte bei schlechtem Hören und nicht wie im Tip um Hörgeräte bei Tinnitus. Aber weil winnieprinzessin selbst den Punkt Eitelkeit angesprochen hat, dachte ich, daß  dieser Gedanke hier auch paßt.
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#6
26.6.18, 14:27
@winnieprinzessin:  wie lange hat es Gebrauch bis 
Du ihn nicht mehr wahr genommen hast.?
Bei mir ist es nicht weniger ,wenn ich sie benutze.
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#7
26.6.18, 22:39
Hallo frenchi, ich trage jetzt meine Hörgeräte anderthalb Jahre und zwar jeden Tag. Es hat ungefähr ein viertel Jahr gedauert, sich daran zu gewöhnen und auch den Tinnitus zu besiegen. Sicher gibt es auch neurologische Gründe. Das sollte ein Ohrenarzt abklären. Aber die Hörgeräte brachten mir schon beim Verlassen des Ladens ein Wow- Gefühl. Ich muss allerdings jeden Tag immer noch nachstellen, da es sonst zu laut ist..Aber wie gesagt, eisern jeden Tag.
#8
27.6.18, 07:20
@winnieprinzessin: Danke 😊,werde sie konsequent trage müsse ,für ein Erfolg spüren.
in drei Monaten melde ich mich  .
#9
27.6.18, 22:45
Hallo, konsequentes Tragen ist schon wichtig. Selbst wenn man es zu Anfang seltsam ist, muss man trotzdem da durch. Eingestellt sind meine Hörgeräte gut, aber ich muss sie immer einen Piep leider leiser stellen.Sonstsind die Nebengeräusche zu viel. Ich habe mir etwas teurere gekauft, weil die kleiner sind. Da bin ich dann doch eitel.Aber es ist nicht high-klass.Wichtig ist wirklich das tägliche tragen.
#10
1.7.18, 13:32
Guter Kommentar! Genau, meine Hörgeräte überspielen den Tinnitus. Dazu meine Psyche:
Der Tinnitus ist mir egal, er kann mich mal. Er ist nur eine Narbe, keine Krankheit. Es gibt Schlimmeres.
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#11
1.7.18, 13:40
Bei mir ist ein starker Pfeifton im rechten Ohr nach einer längeren Zahnarztbehandlung aufgetaucht. Der Zahnarzt konnte sich keinen Reim darauf machen und meinte, das sei vielleicht Zufall. Ein Besuch beim Osteopathen hat die Sache geklärt. Durch die Zahnbehandlung war meine Kiefer- und seitliche Halsmuskulatur dermaßen verspannt, dass sie sozusagen den Hörnerv mit „verspannt“ hat. Der Hörnerv verläuft wohl eng neben den Kiefermuskeln. Der Osteopath hat meine Muskulatur in dem betroffenen Bereich gedehnt, auch mit Handschuhen an durch den Mund, und mir Übungen gezeigt, die ich fleißig gemacht habe. Nach zwei Behandlungen und ca. drei Wochen war der Spuk vorbei. Das ist vielleicht eine sehr individuelle „Krankengeschichte“, aber vielleicht hilft dieser Tip jemandem, zumal heutzutage so viele Leute im Kopf- und Nackenbereich verspannt sind.
1
#12
1.7.18, 13:56
@mamaloewe1: individuell vielleicht, aber hoch interessant.
Wer kommt schon darauf, das ein Zahnarztbesuch mit dem Hörnerv zu tun haben kann. 
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#13
1.7.18, 13:59
@winnieprinzessin: # 7
Hallo :-) Ich glaube, sehr gut hören zu können - im Gegenteil muss ich manche Dinge leiser schalten, damit sie mich nicht nerven (TV, Radio - mein Mann mag es "deutlich", ist aber nicht schwerhörig).
Allerdings habe ich gleich zwei andere Probleme: Zum einen pfeift und rauscht es häufig, wenn die Umgebung still ist (oder ich nehme es vielleicht nur dann wahr), aber nicht IMMER. Ich habe leider nicht selektieren können, unter welchen Voraussetzungen ich diese Ohrgeräusche stärker oder schwächer wahrnehme. Zum anderen werde nahezu wahnsinnig, wenn es mehrere Geräuschquellen gibt - z.B. wenn mehrere Menschen gleichzeitig sprechen oder wenn bei einem Gespräch (Dialog) der Fernseher oder das Radio läuft. Ich kann mich in solchen Situationen auf nichts von beidem konzentrieren und drehe fast durch. Ist auch das ein Symptom von Tinnitus? Und ist auch dann, wenn ich nicht das Gefühl habe, beim Hören Unterstützung zu brauchen, das Hörgerät für so etwas eine denkbare Hilfe?
Sorry, ist jetzt viel und lang geworden, aber ich wüßte nicht, wo sonst ich so etwas mal fragen kann ;-)
#14
1.7.18, 21:38
Ich habe seit 10 Jahren einen Tinnitus und habe nichts unversucht gelassen ,etwas dagegen zu unternehmen. Ich war sogar bei einem Primar in Feldbach in der Steiermark der auf diesem Gebiet eine Koryphäe ist. Mir konnte er leider  nicht helfen. Nun trage ich seit einem Jahr für beide Ohren ein Hörgerät. Besser geworden ist der Tinnitus deshalb leider nicht.
#15
1.7.18, 21:40
da fällt mir ein ich habe von einem Tinnitus Noiser gehört ( siehe   "audibene") damit scheint es gute Erfolge zu geben
#16
3.7.18, 12:20
Ein Hörgerät würde ich schon als Verstärker bezeichnen. 2013 hatte ich es ebenfalls Ohrenschmerzen und ging erneut zu meinem Ohrenarzt der mich wegen des Tinnitus bereits seit mehreren Jahren behandelt. Jetzt habe ich zwei Hörgeräte Tinnitus Ade, Die Umwelt und ihre Geräusche nehme ich wieder mit Begeisterung war.
#17
3.7.18, 12:27
@Eisenhauer: Das häng an den Hörgeräte, habe ich auch. In der Regel lässt sich dies beseitigen wenn ich die Schalen im Ohr leicht eindrücke. Bei Gespräche in Restaurant oder beim TV. bzw Radio kann ich meine Hörgeräte so umschalten das ich nur Geräusche die von vorne kommen höre.
#18
3.7.18, 23:45
Hallo, ich muss gestehen, dass ich mit den Ohrpassstücken nicht zurecht kam. Also trage ich die Schirmchen, die man erst bekommt. Aber damit geht es mir gut. Einmal im Quartal reinigt mein Hörgeräteakkustiker kostenlos meine Geräte. Ich habe aber gehört, dass dies nicht selbstverständlich ist.
#19
4.7.18, 06:56
@winnieprinzessin: Das Reinigen ist nicht bei jedem Akustiker kostenlos, meiner verlangt 5 €. Ich habe mir Flüssige Ohrreiniger in der Apotheke gekauft und reinige sie nun selbst in einem Ultraschallreiniger.
#20
10.7.18, 09:34
@mamaloewe1: 
Hallo. Welche Übungen gibt es da?
Habe das gleiche Problem.

Liebe Grüße
#21
10.7.18, 13:15
#bims:
Ziel ist es ja, die Kiefermuskulatur locker zu bekommen. Mir wurden folgende Übungen gezeigt (dabei im Oberkörper immer schön locker bleiben, die Schultern hängen nach unten):
1) den Mund locker auf und zu machen, also den Unterkiefer einfach fallen lassen, wieder schließen, wieder fallen lassen. Das kann man zügig hintereinanderweg machen, so als ob man „wawawawa ...“ sagen würde.
2) Den Mund aufmachen soweit es geht und dann mehrmals nach links und rechts schauen, ohne den Kopf zu drehen, also nur die Augen bewegen.
3) Den Unterkiefer nach links und rechts schieben, dabei den Mund und die Wangen locker lassen.
Alle Übungen mehrmals wiederholen und auch mehrmals am Tag machen. Geduld ist angesagt. Wenn du die Möglichkeit hast, einen Osteopathen aufzusuchen, dann wäre das bestimmt hilfreich. Meine Krankenkasse (ganz normal gesetzlich) bezuschusst die Kosten dafür, wenn der (Haus-)Arzt ein Rezept ausstellt. Einfach mal nachfragen. Viel Glück! Ich hoffe, ich konnte helfen.
#22
11.7.18, 08:34
Herzlichen Dank für die Mühe 😀
1
#23
11.7.18, 23:29
Hallo, für alle, die glauben, dass der Kiefer mitschuld ist, kann ich nur eine Knirschschiene empfehlen. Die wird vom Zahnarzt angepaßt. Ich bin ganz zufrieden damit. Ich schlafe einfach tiefer und erholsamer damit.

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