Wenn du eine Terrasse hast, stehst du mindestens einmal im Jahr vor der Aufgabe, die Terrassenplatten zu reinigen. Besonders helle Terrassenplatten zeigen schnell Flecken, Grünbelag oder Verfärbungen. Mit den richtigen Mitteln und Tricks bekommst du deine Terrasse wieder sauber, ohne dem Material zu schaden.
Darum lohnt sich die Terrassenreinigung
Regelmäßiges Reinigen verlängert die Lebensdauer von Terrassensteinen deutlich, denn Schmutz, Algen und Moos greifen die Oberfläche an, wodurch sie schneller verwittern. Eine saubere Terrasse sieht also nicht nur schöner aus, sondern bleibt auch länger intakt. Langfristig kannst du deine Terrasse auch mit einer Terrassenüberdachung schützen. So bleiben die Platten sauberer und trocken und du hast viel weniger Arbeit bei der Reinigung.
Terrasse einfach und richtig sauber machen
Bei der Reinigung deiner Terrasse kommt es vor allem auf das Material an. Nicht jedes Reinigungsmittel ist für jede Oberfläche geeignet. Verwendest du falsche Terrassenreiniger, können Terrassenplatten beschädigt oder verfärbt werden.
Bevor es losgeht, solltest du zuerst die Fugen von grobem Schmutz befreien, zum Beispiel mit einer Terrassenbürste oder einem Fugenkratzer. Anschließend kehrst du die Fläche mit einem Besen. Chemische Reiniger sollten im Außenbereich nur dann verwendet werden, wenn sie dafür zugelassen sind. Hier findest du z.B. das richtige Reinigungsmittel, um Erdflecken von der Terrasse zu entfernen. Biologisch abbaubare und natürliche Mittel sind jedoch immer besser für die Umwelt. Wenn du dich genauer darüber informieren möchtest, wie du im Alltag umweltbewusst reinigen kannst, findest du beim Umweltbundesamt weitere Informationen.
Terrassenplatten aus Naturstein reinigen
Zu Naturstein zählen unter anderem Granit und Marmor. Diese Steinplatten haben eine natürlich raue, leicht unregelmäßige Oberfläche mit kleinen Rissen oder Einkerbungen. Genau dort setzen sich Grünbeläge wie Moos und Algen besonders gern fest.
In vielen Fällen reicht bereits Wasser in Kombination mit einer pH-neutralen Seife, um Grünbeläge und Schwarzalgen zu entfernen. Aggressive oder säurehaltige Reiniger solltest du bei Naturstein lieber vermeiden, da sie die Oberfläche angreifen und den Stein dauerhaft beschädigen können.
Terrassenplatten aus Beton reinigen
Betonplatten gelten als robust, sind jedoch offenporig und nehmen Schmutz relativ leicht auf. Deshalb ist es sinnvoll, die Terrasse regelmäßig zu kehren, damit Laub keine Verfärbungen verursacht. Grobe Verschmutzungen lassen sich mit Scheuersand lösen, indem du ihn über die Terrassenplatten fegst. Bei Grünbelag hilft warmes Wasser in Kombination mit einem Schrubber oder auch Pflastersteinreiniger, der auf Beton abgestimmt ist.
Terrassenplatten aus Keramik reinigen
Keramikplatten sind besonders pflegeleicht. Feinsteinzeug ist eine sehr dichte Form von Keramik und daher kaum anfällig für Flecken, Algen oder Moos. Durch die glatte Oberfläche setzt sich Schmutz nur schwer fest. In der Regel reicht es aus, wenn du Keramik- oder Feinsteinzeugplatten mit einem Besen reinigst oder mit Seifenwasser und einem Schrubber säuberst.
Holzterrasse reinigen
Eine Holzterrasse ist deutlich empfindlicher als Steinbeläge. Feuchtigkeit, Schnee und UV-Strahlung greifen die Dielen an und lassen das Holz mit der Zeit vergrauen. Greife also ruhig regelmäßig zu einem Besen mit weichen Borsten und befreie die Dielen von Laub und Staub.
Zur Reinigung spritzt du das Holz zunächst mit Wasser ab und schrubbst es dann sanft mit einer Bürste und mildem Holzreiniger. Grünbelag kannst du oft mit heißem Wasser oder Wasserdampf lösen. Stark vergrautes Holz kann mit einem Holzentgrauer behandelt werden, der nach einer Einwirkzeit wieder abgewaschen wird. Ist alles richtig trocken, kannst du außerdem Holzöl auftragen, um das Material zu schützen und Risse zu schließen.
Hausmittel für die Terrassenreinigung
Viele Hausmittel sind eine günstige und umweltfreundliche Alternative zu speziellen Reinigern. Oft hast du sie bereits zu Hause und musst sie nicht extra kaufen. Wichtig ist jedoch, jedes Mittel vorab an einer unauffälligen Stelle zu testen, um sicherzugehen, dass es für die jeweilige Oberfläche geeignet ist.
Schmierseife
Schmierseife eignet sich für nahezu alle Oberflächen. Sie wird in lauwarmem Wasser aufgelöst, auf die angefeuchtete Terrasse aufgetragen und nach einer kurzen Einwirkzeit mit einer Bürste geschrubbt. Anschließend gründlich mit Wasser abspülen.

Soda, Spülmittel & Seifenlauge
Auch Waschsoda, Spülmittel oder Seifenlauge lassen sich vielseitig einsetzen und werden mit Wasser gemischt auf dem Boden aufgetragen. Für Holzterrassen kann Soda einzeln eingesetzt oder mit etwas Speisestärke kombiniert werden, um Verschmutzungen schonend zu lösen.
Backpulver
Backpulver ist hilfreich bei hartnäckigen Flecken auf der Terrasse. Du solltest es jedoch nicht auf kalkhaltigen Steinen verwenden, da es Kalk lösen kann. Besonders Rost- und Kalkflecken kannst du damit prima entfernen. Du mischst einfach eine Paste aus Backpulver und Wasser, trägst sie auf die Stellen auf und lässt das Ganze einwirken, bevor du es mit einer Bürste entfernst.
Natron und Waschpulver
Natron und Waschpulver werden ebenfalls mit warmem Wasser kombiniert, auf der Fläche verteilt, eingebürstet und anschließend abgespült. Aus ökologischen Gründen solltest du darauf achten, möglichst biologisch abbaubares Pulver zu verwenden.
Cola & Zitronensäure
Cola oder Zitronensäure können bei Rost- oder Kalkflecken helfen, sollten jedoch nur auf säurefesten Materialien eingesetzt und sparsam verwendet werden. Cola enthält Phosphorsäure, die gegen Rost wirkt. In der Wespensaison solltest du jedoch eher zu anderen Mitteln greifen, sonst lockst du die Insekten mit dem Zuckergetränk auf deine Terrasse.
Terrasse nicht mit Essig reinigen
Von Essig ist beim Reinigen von Terrassenplatten generell abzuraten, da er Holz schadet und Platten beschädigen kann. Die Säure im Essig greift die Terrassenplatten an und hinterlässt unschöne Flecken. Deshalb lieber Finger weg von Essig und zu einem milden Reiniger greifen.
Terrasse säubern ohne Schrubben
Stark verschmutzte Terrassen kannst du auch mit einer Maschine reinigen, zum Beispiel mit einem Hochdruckreiniger, den du oft im Baumarkt mieten kannst. Dabei ist jedoch Vorsicht geboten, denn nicht jedes Material verträgt den starken Wasserstrahl. Harte Natursteine wie Granit lassen sich in der Regel gut mit einem Hochdruckreiniger und einem Flächenbürsten-Aufsatz reinigen. Bei weicheren Natursteinen wie Marmor oder Kalkstein solltest du jedoch aufpassen, da der Strahl die Oberfläche beschädigen könnte.

Auch bei Betonplatten solltest du mit Bedacht vorgehen. Beton ist offenporig und kann durch zu hohen Druck aufgeraut werden, wodurch er später noch schneller verschmutzt. Ein Flächenreiniger-Aufsatz, ausreichend Abstand und ein mäßiger Wasserdruck sind hier wichtig.
Für Holzterrassen gilt: Nicht jede Holzart ist für den Hochdruckreiniger geeignet. Vor allem weiche Hölzer können ausfransen oder beschädigt werden. Wenn überhaupt, solltest du nur mit speziellem Aufsatz und sehr niedrigem Druck arbeiten.
Terrassenplatten versiegeln
Nach der Reinigung kann es sinnvoll sein, die Platten zu versiegeln oder zu imprägnieren. Dafür müssen die Terrassenplatten gründlich gereinigt und vollständig getrocknet sein. Der Imprägnator verschließt die Poren des Materials, sodass Schmutz und Feuchtigkeit schlechter eindringen können. Allerdings sind versiegelte Flächen nicht atmungsaktiv, können bei Nässe rutschig werden und müssen regelmäßig erneuert werden. Eine Terrassenüberdachung ist eine alternative Möglichkeit, die Oberfläche dauerhaft zu schützen.