Ich habe zum Geburtstag eine überraschende Einladung meines Schulfreundes zu ihm nach Hause nach London bekommen. Ich war schon vorher in London, aber vor dem Brexit. Seitdem hat sich einiges geändert und im Folgenden möchte ich Tipps und Tricks für die Einreise geben, aber auch ein paar Sehenswürdigkeiten genauer unter die Lupe nehmen.
Einreise
Für die Einreise braucht man mittlerweile einen gültigen Reisepass. Außerdem muss man seit 2026 ein online Formular ausfüllen, welches 16 GBP (circa 19 Euro) kostet. Hierbei muss man wirklich höllisch aufpassen, wenn man dieses online sucht, denn es gibt etliche Seiten, die den Service anbieten, die seriös erscheinen, aber dann im letzten Schritt noch etwa 70–120 Euro mehr verlangen für den Service … Welcher Service genau? Das muss man definitiv nicht zahlen, es sind lediglich 16 GBP, mehr nicht. Bei dem Antrag kann man entweder die App herunterladen oder per Webseite fortfahren, muss ein Bild vom Reisepass und ein Foto einreichen und bekommt dann per E-Mail die Bestätigung. Es ist vergleichbar mit dem ESTA Formular für die Einreise in die USA. Also hier Obacht vor betrügerischen Mehrkosten. Das Formular ist dann für 2 Jahre gültig und braucht für eine neue Einreise innerhalb dieser Zeit nicht erneut beantragt werden.
Fahrt in die Stadt
Ein zentraler Punkt in London ist die Liverpool Street. Von allen Londoner Flughäfen fahren Busse wie Terravision dort hin, aber ich habe mich für die Fahrt mit dem Stansted Express entschieden, die unwesentlich mehr kostet, aber dafür einiges schneller geht. Auch hier kann man online buchen oder aber über die App von Uber. Ich hatte mich für die Vorabbuchung über die Webseite entschieden.
Von der Liverpool Street aus kommt man überall anders hin und ist relativ zentral. Was man sicher nicht braucht, ist eine Fahrt vom Flughafen aus mit dem Taxi in die Stadt. Davon kann ich nur abraten, auch unabhängig von der Uhrzeit. Die Anbindung an die Flughäfen ist quasi rund um die Uhr gegeben.
Innerhalb der Stadt braucht man seine Kreditkarte. Damit kommt man an jeder Metrostation rein und raus und der Fahrpreis wird anhand der gefahrenen Strecke im Hintergrund berechnet und dann von der Kreditkarte belastet, wobei es ein Tagesmaximum von ca. 10 Euro gibt. Es ist günstiger, mit der Karte zu zahlen. Zahlt man bar, kostet das Ticket umgerechnet deutlich mehr. Bezahlt wird mit „Tap-in/Tap-out“.
Bargeld (GBP/EURO)
England und besonders London sind deutlich weiter als wir in Deutschland und Österreich. Es funktioniert alles bargeldlos. Bargeld wird auch nicht gerne gesehen. Ich habe also absolut keinen Bedarf gehabt, für 2 Tage Aufenthalt gegen teure Gebühr Bargeld abzuheben, sondern habe meine kostenfreie Kreditkarte für alles benutzt. Auch das kann ich absolut empfehlen.
Sehenswürdigkeiten
Man kann in London die meisten Dinge zu Fuß ablaufen oder mit den öffentlichen Verkehrsmitteln erreichen. Ich habe mich für einen Fußmarsch entschieden und bin quasi überall vorbeigekommen. London Eye, Buckingham Palace, Tower of London, Westminster Abbey, St. Paul’s Cathedral. Für die Museumsliebhaber kann ich das Freud Museum und das Postal Museum sehr empfehlen. Am Bahnhof Waterloo gibt es einen sehr tollen Tunnel mit ganz viel Street-Art, den Leake Street Tunnel, mit etwa 300 m Länge. Aktuell kann man eine Ausstellung über den Blitz Club, der die Musik der 80er Jahre prägte, besuchen.
Ein Besuch in einem Pub ist ein Muss und auch die asiatische Küche kann ich sehr empfehlen. Es gibt – zum Beispiel in Soho – einige sehr tolle und wirklich leckere Restaurants zur Auswahl. Es gibt aber auch eine Menge anderer Dinge, die ich mittlerweile zumindest in Kärnten nicht mehr so zur Auswahl habe. Ob afrikanische Restaurants und Supermärkte oder auch wirklich sehr gute Burgerketten wie Five Guys.
Wir hatten uns am 2. Tag für eine Schifffahrt auf der Themse entschieden, weil ich mir nach 30.000 Schritten eine ordentliche Blase gelaufen hatte und nicht mehr so viel laufen wollte. Die Thames Clipper sind im Prinzip eine Art „öffentliche Verkehrsmittel“ und bringen einen super hin und her. Auch das ist eine absolute Empfehlung meinerseits. Wir sind von Woolwich/Royal Arsenal, wo mein Schulfreund lebt, bis zur Station Battersea Power Station gefahren. Auch diese Station kann ich sehr empfehlen, denn die alte Power Station (Kraftwerk) ist in ein total schönes Shopping-Center umgebaut worden und auch das ganze Drumherum bietet unzählige Möglichkeiten, etwas zu unternehmen und einen tollen Tag zu verbringen.
In diesem Sinne viel Spaß beim Reisen.