Streusalz im Winter – das solltest du wissen

Streusalz im Winter – wie funktioniert es, wann funktioniert es nicht und ist es umweltschädlich? All das erfährst du im Tipp.

In meinem Tipp geht es darum, welches Streusalz im Winter auf Straßen und Gehwegen gestreut wird und warum es überhaupt gegen Eis hilft. Außerdem erkläre ich, ob man auch normales Kochsalz aus der Küche benutzen kann, warum es manchmal trotz Salz glatt bleibt und ob Streusalz der Umwelt schadet. Ich möchte damit die chemisch-physikalischen Hintergründe einfach und verständlich erklären.

Welches Salz streuen wir im Winter auf die Straßen und Gehwege und warum?

Im Winterdienst wird meistens Natriumchlorid (NaCl) verwendet. Das ist das gleiche Salz, das wir auch als Kochsalz kennen. Dieses Streusalz ist grobkörnig, günstig und in großen Mengen verfügbar. Das Salz wirkt, weil es den Gefrierpunkt von Wasser senkt. Normalerweise gefriert Wasser bei 0 °C. Wenn sich Salz im Wasser auflöst, zerfällt es in Natrium- und Chlorid-Ionen. Diese stören die Ordnung der Wassermoleküle. Dadurch kann sich Eis nicht so leicht bilden und vorhandenes Eis kann teilweise schmelzen. Wasser gefriert dann erst bei niedrigeren Temperaturen.

Kann man auch Kochsalz aus der Küche verwenden?

Kochsalz besteht ebenfalls aus Natriumchlorid und wirkt chemisch genauso wie Streusalz. Man könnte es also theoretisch benutzen, wenn kein Streusalz mehr da ist. Allerdings ist Kochsalz feiner gemahlen und deutlich teurer. Es ist nicht für große Flächen gedacht. Außerdem ist in vielen Städten und Gemeinden das Streuen von Salz generell verboten oder eingeschränkt (egal ob es Streusalz oder Kochsalz ist). Der Grund dafür ist der Umweltschutz. Deshalb sollte man besser Sand oder Splitt verwenden, wenn kein Streusalz erlaubt ist.

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Wann wirkt Streusalz nicht?

Man denkt oft, dass Salz immer sofort hilft, aber das stimmt nicht. Wenn die Fläche komplett trocken oder durchgefroren ist, passiert erst mal gar nichts und es entsteht keine Salzlösung. Dann kann das Salz den Gefrierpunkt nicht senken und das Eis bleibt bestehen. Außerdem wirkt normales Streusalz nur bis zu einer bestimmten Temperatur. Unter etwa -10 °C ist seine Wirkung sehr gering. Zum Beispiel, wenn es nachts leicht neblig ist oder feiner Regen fällt, kann sich am Morgen wieder eine dünne Eisschicht bilden, auch wenn vorher Salz gestreut wurde. In diesem Fall war entweder zu wenig Wasser vorhanden oder das Salz wurde von neuem Eis bedeckt.

Ist Streusalz unbedenklich oder umweltschädlich?

Streusalz sorgt zwar für mehr Sicherheit im Straßenverkehr, schadet aber der Umwelt. Das Salz gelangt mit dem Schmelzwasser in den Boden und in Gewässer. Dort kann es Pflanzen schädigen, weil es ihren Wasserhaushalt stört. Ein weiterer Punkt ist, dass auch für Fische und andere Lebewesen im Wasser ein hoher Salzgehalt problematisch ist. Zusätzlich greift Salz Autos, Brücken und Beton an und fördert Rost und Korrosion. Deshalb versuchen viele Städte, weniger Salz zu streuen oder andere Mittel wie Sand, Splitt oder spezielle Salzlösungen zu verwenden, um die Umweltbelastung zu verringern.

Fazit

Streusalz wirkt, weil es den Gefrierpunkt von Wasser senkt und dadurch Eis schmelzen oder verhindern kann. Kochsalz kann zwar denselben Effekt haben, ist aber nicht sinnvoll und oft sogar verboten. Wenn Salz nicht hilft, liegt das meist an zu wenig Feuchtigkeit oder an zu niedrigen Temperaturen. Gleichzeitig ist Streusalz schädlich für Umwelt und Infrastruktur, weshalb man es nur sparsam einsetzen sollte. Aus diesen Gründen finde ich, dass man Salz wirklich nur dann einsetzen sollte, wenn es unbedingt nötig ist, und sonst lieber Sand oder Splitt benutzen.

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