Der Tschai schmeckt am besten, wenn er über einem Buchenholzfeuer warm gehalten wird, dazu benötigt man einen entsprechend großen Kessel von ca. 20 Liter Inhalt mit Henkelgriff, ein Dreibein oder etwas Ähnliches und natürlich eine Feuerstelle.
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Tschai - nur für "Erwachsene"

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Ein Tee nur für “Erwachsene“: Das ist ein altes überliefertes Rezept aus den Old-School-Zeiten, als alles nicht besser, aber in der Erinnerung schöner war ... schmunzel.

Wir machen den Tschai immer, wenn eine Gruppe Winterreiter oder Reiterfreunde zu einem Treffen zusammenkommen.

Das Wetter war klasse, es lag Schnee und war -3 °C, also das ideale Tschai-Wetter!

Der Tschai schmeckt am besten, wenn er über einem Buchenholzfeuer warm gehalten wird, dazu benötigt man einen entsprechend großen Kessel von ca. 20 Liter Inhalt mit Henkelgriff, ein Dreibein oder etwas Ähnliches und natürlich eine Feuerstelle.

Der Kessel ist so geschaffen, dass der Rauch des Feuers im Geschmack des Tschai’s zu schmecken ist, erst dann ist es ein richtiger Tschai.

Allerdings braucht der Tschai auch eine Vorlaufzeit von einem Tag, für die Grundzubereitung, also den Ansatz.

Zutaten

Für den Ansatz einen Tag vorher:

  • 20 Teebeutel schwarzen Tee Sorte nach Geschmack
  • 5 L Rotwein trocken
  • 500 g  Rosinen
  • 500 g getrocknete Aprikosen
  • 500 g getrocknete Pflaumen
  • 150 g brauner Zucker

Für die Fertigstellung am nächsten Tag:

  • 6 L Rotwein trocken
  • 1 L Rum 54 %
  • 250 g Haselnüsse gemahlen
  • 250 g Mandeln gemahlen
  • 25 Beutel Glühweingewürz
  • 250 g braunen Zucker
  • 3 Apfelsinen mit essbarer Schale
  • 1 Zitrone mit essbarer Schale

Zubereitung

Ansatz einen Tag vorher:

  1. Die Teebeutel aus ihrer Schutzhülle befreien und 10 Stück an ihrem Aufhänger mit einem Tacker zusammentackern und mit den anderen 10 Teebeuteln genauso verfahren.
  2. Die Teebeutel über eine Kelle hängen und mit 4 L kochendem Wasser übergießen, der Tee soll sehr stark werden, also gute 10 Minuten ziehen lassen, dann hat er die richtige Stärke für unseren Tschai.
  3. Ca. 100 g braunen Zucker einrühren und die Teebeutel entfernen und den Tee erkalten lassen.
  4. Das Trockenobst kalt abspülen und mit Küchenkrepp trocknen. Das Obst in den Kessel zum Tee geben und mit ca. 5 L Rotwein, je nach Flaschenvolumen, auffüllen.
  5. Den Kessel mit Frischhaltefolie abdecken, Deckel drauf, und bis zum nächsten Tag durchziehen lassen.

 Fertigstellung am nächsten Tag:

  1. 1 Stunde, bevor es richtig losgeht, wird unter dem Kessel ein kleines bescheidenes Feuer mit Buchenholz entzündet, aber nicht so groß, dass der Ansatz zu kochen anfängt! Also alles mit viel Gefühl! Bitte den Tschai-Ansatz sanft erwärmen, so auf 80-90 °C.
  2. Die Apfelsinen und die Zitrone in der Zwischenzeit mittels einer Fruchtpresse von ihrem Saft befreien.
  3. Das Feuer brennt und der Tschai-Ansatz kommt sanft auf Temperatur, jetzt kommen die gemahlenen Nüsse, der Saft der Zitrusfrüchte und der restliche Rotwein dazu.
  4. Hat die Temperatur gefühlte 85 °C erreicht (reine Erfahrungssache), werden die vorbereiteten (siehe Vorbereitung wie die Teebeutel) Glühweingewürzbeutel über die Kelle gehängt und in dem fast fertigen Tschai mal schlappe 20 Minuten darin gebadet, damit sie ihren Geschmack an den Tschai abgeben können. Danach die Glühweingewürzbeutel entfernen. Jetzt kann man den Tschai bald genießen.
  5. Den Tschai noch mal kurz abschmecken, schon nicht schlecht, und wie es schon duftet, aber noch ist der Tschai nicht fertig.
  6. Jetzt wird der Rum unter Rühren vorsichtig dazugegeben, mal gekostet - wow - jetzt nur immer schön darauf achten, dass der Tschai nie kocht, aber immer schön seine Temperatur behält und damit trinkbar ist. Prost!
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1 Kommentar

#1
25.11.19, 12:27
@Mondial: Dein Tipp ist zwar schon fast 2Jahre alt,  hört sich aber gut an. 
 Das wäre was für unser Winterliches Nachbarschaftsfest. So einen Dreibeingrill und Topf hat ein Nachbar.
Aber ich habe in paar kleine Fragen: 
Kann man das Trockenobst + Rosinen mit dem Getränk ausschenken und ist das auch genießbar?  In dem Fall würde ich die Pflaumen und Aprikosen evtl etwas kleiner schneiden und man  einen müsste ein Löffelchen dazu reichen.
Oder gibt es nur Geschmack ab und sollte nicht mehr verzehrt werden? 

Haselnüsse und Mandeln gemahlen?  Wird das nicht breiig ? Ich fände da gehackte Mandeln und Haselnüsse schöner, die haben dann noch Biss, wenn man sie mit isst .
Das würde sich natürlich erledigen, wenn nur die Flüssigkeit ohne die festen Bestandteile ausgeschenkt werden. Dann ist es egal was im Topf zurück bleibt.

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