Übergang zur Schulzeit nach den Ferien erleichtern

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Grundsätzlich bin ich ja der Meinung, dass sich Kinder in den Ferien ordentlich austoben und viele Freunde treffen sollten. Um aber den Übergang zur Schulzeit für die Kinder- wie auch Elternseite einfacher zu machen, halte ich es für sinnvoll, gerade in der letzten Ferienwoche gemeinsam den Ranzen samt Inhalt durchzusehen und wenn nötig zu reinigen.

Auch hat es sich bewährt, Lerninhalte zu wiederholen und entsprechende Wissenslücken zu schließen. Das Kind gewöhnt sich so wieder leichter an die Schule und die Hausaufgaben und zudem lernt es sich mit gut sortierten und sauberen Materialien leichter. Man spart sich so zum Beginn der Schule eine Menge Ärger und Frustration.

Im Grunde hört sich der Tipp völlig selbstverständlich an, er ist es aber offenbar nicht, denn vielen Kindern fällt es schwer, nach einigen Wochen Ferien wieder auf "Schulprogramm" umzuschalten.

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23 Kommentare


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#1
9.1.15, 19:11
Bei uns war der "Putztag" am Ferienanfang. Oftmals habe ich nähmlich noch alte Müsliriegel oder offenen Kleber im Ranzen gehabt und das war am Ende der Ferien nicht so prickelnd rauszupulen. :) Am Ende der Ferien wurden dann die Hefte wieder ordentlich einsortiert. Meine Mama hat mir immer Freiheit in den Ferien gegeben, ich musste nie lernen und ich hab trotzdem mein Abi sehr gut bestanden, manchnal finde ich den Lernzwang mancher Eltern schon krass, aber im Endeffekt wollen sie ja alle nur das Beste :)
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#2
9.1.15, 19:18
Auch wenn alles gut gesäubert und verpackt ist, praktisch Startklar, fällt es meiner Tochter trotzdem schwer nach den Ferien. Ich denke das ist bei jedem Kind so.
Ist doch auch bei Erwachsenen nicht anders, nach 2 -3 Wochen Urlaub, hat man keinen Bock auf den ersten Arbeitstag.
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#3
9.1.15, 19:42
Ich würde immer den letzten Tag vor den Ferien für derartige Aktionen nutzen. Zack zack und aus den Augen, aus dem Sinn - Hallo Ferien, da bin ich. :-)
Der erste Arbeits- bzw. Schultag kommt so oder so! Aber er geht auch wieder, so oder so. :-)
Also bitte nicht die lieben Kinderlein drangsalieren in den Ferien, macht lieber was Schönes mit ihnen!
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#4 eisernelady
9.1.15, 20:30
Sag ich ja - in den Ferien viel austobenund viel unternehmen. Lernen kann man ja auf verschiedenste Weise. Man kann z. B. abends beim Haarekämmen oder während einer Autofahrt Kopfrechenaufgaben stellen. Es muss ja nicht immer sein, dass das Kind über einem Arbeitsblatt büffelt.
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#5
9.1.15, 20:44
Danke für diesen Tipp!
Ich würde mir wirklich wünschen, dass sich mehr Eltern so um ihre Kinder kümmern und bemühen würden.
Auch wenn die Kids keine Lust haben, liegt es dann doch an den Eltern sie zu motivieren und vorzubereiten.
Nur wenn ich mit meiner Arbeitseinstellung vorbildlich bin, können es die Kinder nacheifern.
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#6
10.1.15, 01:45
Ich fand es auch immer wichtig, dass die Arbeitsmaterialien der Kinder zum Schulanfang nach den Ferien in einem 1aZustand waren.
Die Schultaschen wurden bei uns immer gleich zum Anfang der Ferien "entmüllt".
Damit war diese ungeliebte Pflicht schon mal erledigt.
Es wurde notiert, was ersetzt werden musste.
Diese Sachen haben wir dann.natürlich mit den Kindern zusammen, ungefähr in der letzten Woche der Ferien besorgt.
Jüngeren Kindern hat es eine gewisse Vorfreude auf die Schule gegeben, wenn sie sich zum Beispiel hübsche Radiergummis und Anspitzer, Buntstifte , Filzstifte und so Kleinigkeiten aussuchen konnten.
Und der Tagesablauf wurde in der letzten Woche halt etwas "geregelter", was die Bettzeiten anbelangte.
Denn in den Ferien durften sie bis in die Puppen auf sein, und wenn ich das bis zum letzten Tag beibehalten hätte, wäre ihnen die Umstellung noch schwerer gefallen als es ohnehin der Fall war. ;-)
Ich fand und finde es auch wichtig,
dass die benötigten Sachen alle vorhanden und in gutem Zustand sind, denn ich selber mag auch nicht unter chaotischen Bedingungen, sprich wenn die Hälfte fehlt, anfangen zu arbeiten.
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#7
10.1.15, 09:56
Ich "nerve" meine Kinder nicht mit Matheaufgaben oä..unser Alltag ist während der Schulzeit turbulent genug-meine Kids brauchen die Ferienzeit für sich-um abzuschalten.In der heutigen Leistungsgesellschaft brauchen schon Kinder Zeit ohne Dängelei.
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#8
10.1.15, 14:43
Man kann ja auch, wie Eisernelady schrieb, Matheaufgaben oder Rechtschreibübungen spielerisch verpacken und z. B. während der Autofahrten spielen. Das hat unseren Kindern immer viel Spaß gemacht.
Ein beliebtes Spiel war zum Beispiel "Ich sehe was, was du nicht siehst." Dabei müssen die Kinder sich auf sprachliche Formulierungen konzentrieren, genau hinsehen und -hören. Und die Zeit vergeht viel schneller! Außerdem ist es immer gut, wenn Eltern und Kinder miteinander reden und Kontakt zueinander haben.
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#9
10.1.15, 14:45
Ich halte es für eine "Grundeinstellung", dass Eltern und Kinder miteinander reden.
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#10
10.1.15, 14:49
@penguschi: Natürlich sollte das selbstverständlich sein! Aber hast Du mal darauf geachtet, wie viele Eltern stumm neben ihren Kindern hergehen, die sie an der Hand halten? Oder wie viele Eltern im Wartezimmer mit ihrem Smartphone spielen und kaum Zeit für ihre Kinder haben?
Ich wollte damit nicht sagen, daß man solche Spiele extra spielen soll, um mit seinen Kindern zu reden, sondern sie sind einfach eine von vielen guten Möglichkeiten!
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#11
10.1.15, 21:24
seid ihr aber supermütter, sowas habe ich nur in der 1. klasse getan.
aber warum hätte ich im wartezimmer oder sonstwo immer mit meinen kindern reden sollen, daß haben wir zuhause getan. ich hatte die zeit dazu oder hab sie mir genommen, und auch heute mit meiner süßen rede ich wenig in der öffentlichkeit, das tue ich zuhause, den ganzen tag lang: oma, du wärst jetzt mal der prinz.
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#12
11.1.15, 01:18
Warum sollte ich mich mit meinen Kindern nur zu Hause unterhalten? Das verstehe ich gerade nicht so ganz.Oder warum sollte ich sie im Wartezimmer anschweigen? Da geht die Zeit bei einem kleinen Schnack doch viel besser rum.
Und gerade da kommt es auch darauf an, wie alt das Kind ist und aus welchem Grund man damit beim Arzt sitzt.Wenn ein Kind vielleicht ängstlich ist, lenkt reden gut ab oder kann Mut machen.
Mit "Supermutter" hat es aber doch nichts zu tun, wenn man die selbstverständlichsten Dinge für und mit seinem Kind macht.
Ich kann mir schlecht vorstellen, dass ein Kind schlagartig ab der zweiten Klasse keine Probleme mehr damit hat, sich von einem Tag auf den anderen wieder in den Schulalltag einzufinden.
Oder dass ein Kind ab der zweiten Klasse niemanden mehr braucht, der mit ihm seine Schulsachen ab und an mal sichtet.
Da können sie doch schlecht alleine losziehen und die fehlenden Teile einkaufen.
Oder habe ich dich jetzt total falsch verstanden und du wolltest im Grunde etwas ganz anderes sagen als das, was bei mir angekommen ist?
WAS GENAU hast du denn nur in der ersten Klasse gemacht und dann nicht mehr? Und wie hast du das mit den Schulsachen dann gehandhabt?
Ich bin auf alle Fälle KEINE "Supermutter", sondern eine ganz normale, die ihren Kindern nicht ständig hinterher war, sondern sie durchaus zur Selbständigkeit erzogen hat.
Und ich muss sagen, dass sich das Wort "Supermutter" so, wie du es gebrauchst, für mich gerade etwas abwertend anhört.
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#13
11.1.15, 15:09
das war keineswegs abwertend gemeint. ich wohnte damals auf dem lande, da wurden die kinder morgens nach dem frühstück "rausgekehrt". zum mittagessen kamen sie wieder, weil alle gingen. danach waren sie bis abends wieder verschwunden. ab und zu kamen sie um etwas zu trinken und zu essen. dann, beim abendessen, berichteten sie was sie gemacht hatten, daß sie dem dorfmetzger zugeschaut hatten wie er schweine tötet und schlachtet. meine begeisterung hielt sich in grenzen, aber es hieß :"stell dich nicht so an, da gucken alle zu".

in der 1. klasse hab ich meiner tochter den ranzen nach stundenplan gepackt. der erfolg war, daß das arme kind vor der ganzen klasse von der lehrerin blamiert wurde, mit dem auftrag, der mama auszurichten, sie solle die finger aus dem ranzen rauslassen, denn es müßten alle sachen drin sein.

zu meinen herren sagte ich nur, ranzen richten! ich komme in 10 min! wenn nicht, schnüffle ich alles durch. kaum jemand mag es, wenn mutter alles durchschnüffelt.

das ganze ist fast 40 jahre her, aber mein sohn kann sich nicht erinnern, daß ich ihm jemals die schultasche gepackt habe.

ach ja, das thema schule und schulanfang war bei uns allgegenwärtig, vater war der lehrer.
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#14
12.1.15, 00:32
Danke für die ausführliche Erklärung.Und Danke dafür, dass der Ausdruck NICHT abwertend gemeint war.
Es ist wirklich besser, noch mal nachzufragen, ob man auch nichts falsch verstanden hat, das sieht man jetzt ganz gut.

Klar, so wie du das schilderst, waren die Verhältnisse bei euch komplett anders als bei uns.
Und das, obwohl wir auch vom Land kommen.
Aber "Andere Dörfer, andere Sitten",, so einen Spruch hätte bei uns nie ein Lehrer abgelassen, die waren eher hinterher, dass die Leute mehr Interesse für die Schulsachen der Kinder zeigen.

Aber warum du mit den Kindern nicht geredet hast, wenn ihr in der Öffentlichkeit wart, versehe ich offen gestanden immer noch nicht.
Wenn sie unterwegs sind, kann man sich nicht mit ihnen unterhalten, das ist richtig.
Wenn die Kinder dann viel und lange unterwegs sind (war bei meinen auch nicht anders ), ist es doch eigentlich ein Grund mehr, sich dann bei den wenigen sich bietenden Gelegenheiten mit ihnen zu unterhalten.
Es sollen ja keine Kreuzverhöre sein.
Obwohl das bei meinen dreien manchmal auch angebracht gewesen wäre, denn wenn ich nicht nachgehakt hätte, hätte mich um manche Info vom Lehrer nicht erreicht.
Nicht aus Böswilligkeit , sondern einfach aus Schusseligkeit und weil sie es einfach vergessen hätten, bei den spannenden Sachen, mit denen sie ständige beschäftigt waren, auch kein Wunder.
Aber in dem Tipp geht es ja nicht darum zu bewerten, ob man sich lange genug mit den Kindern unterhält.
Es geht nur darum, ihnen den Anfang der Schule zu erleichtern.
Und dazu, so meine Meinung, ist es gut, eine Woche vorher die Uhren wieder auf "Alltag" umzustellen.

Und ansonsten gehe ich davon aus.das zumindest bei den Leuten, die hier bei FM sind, alle das beste für ihre Kinder wollen. Und da Kinder unterschiedlich sind, sind es eben auch die Methoden und Wege.
#15
12.1.15, 03:00
Das ist doch kein tipp
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#16
12.1.15, 14:22
wenn meine kinder aus der schule kamen, berichteten sie freiwillig was vorgefallen war. es war immer gut, wenn mutter sich abgeregt hatte wenn die "große petze" kam und über klatsch und tratsch aus der schule erzählte. im lehrerzimmer wurde er von den kolleginnen immer über die untaten seiner kinder informiert.

ich wäre nie auf die idee gekommen, meine kinder während der ferien mit rechenaufgaben oder sonstigem zu belasten. meiner meinung nach schürt das den widerwillen auf die schule, so sehen sie es nur als lästige pflicht, die nun einmal sein muß.
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#17 eisernelady
12.1.15, 18:18
UIUIUI - da hab ich wieder eine Debatte losgetreten, das wollte ich gar nicht. Da sieht man mal, wie emotional besetzt das ganze Thema Schule ist. Hier gibt es viele Meinungen, dass man früher nicht so mit den Kindern hätte lernen müssen - aber ich glaube auch, dass damals der gesamte Schulalltag nicht so hektisch war wie heute und dass meistens die Disziplin eine andere war. Wenn heute so eine Handvoll verhaltensgestörter Kinder in der KLasse den Unterricht "rocken", werden die ruhigeren Kinder oft nicht genug beachtet, Folge: Verständnisschwierigkeiten können nicht geklärt werden. Was liegt da näher, als diese Schwierigkeiten in Ruhe zu klären, z. B. in den Ferien? Mit "nerven" und '"traktieren" hat das gar nichts zu tun. Wenn unsere Tochter mal am Ende der Weihnachtsferien 10 -15 min am Tag konzentriert Minusaufgaben rechnet, dann kann sie immer noch reichlich Plätzchen futtern, bei Freundinnen übernachten, ausschlafen und alles tun, was ihr Spaß macht. Heute war ja der erste Schultag nach der Ferienpause. Hat super geklappt.
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#18
12.1.15, 19:03
eisernelady: #17 was heute? Die Kinder aus Bayern mussten schon wieder letzte Woche am 07. ran.
Ich denke auch nicht, dass es einem Kind schadet, wenn es Richtung Ende der Ferien geht, den Stoff nochmal kurz durchzugehen und 15 min Lernaufgaben machen......
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#19
12.1.15, 19:42
ich sage ja auch nicht, daß es schadet, sondern nur, daß es bei einigen kindern unbewußt einen groll gegen die schule hervorruft. ich jedenfalls wäre sauer gewesen. aus diesem grund habe ich das mit meinen kindern auch nicht gemacht, aber jedes kind ist anders.
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#20
13.1.15, 03:40
Richtig, jedes Kind ist anders.
Und es ist ja mich so, dass du aus Gleichgültigkeit mit deinen Kindern anders vorfahren bist wie ich zum Beispiel mit meinen, sondern weil DU eben deine Kinder am besten kennst und also auch am besten beurteilen kannst, wie sie worauf reagieren.
Und damit ist alles in Ordnung, Hauptsache ist schließlich, dass man sich überhaupt um seine Kinder Gedanken macht.
Meine wollten nie sofort wenn sie aus der Schule kamen reden, die brauchten erst mal Zeit.

Genauso unterschiedlich ist es ja auch mit den Hausaufgaben.
Meine drei hatten komplett unterschiedliche Zeiten, an denen sie für die Schule gearbeitet haben.
Und es fiel mir erst ziemlich schwer zu akzeptieren, dass bei meiner Tochter nur dann etwas brauchbares herauskam, wenn sie Abends .nachdem sie sich draussen ausgetobt hatte, etwas getan hat.
Bei den Jungs wäre es um diese Zeit nur noch Schmiererei geworden.Der eine hat immer SOFORT seine Aufgaben gemacht, der andere hat erst zwei Stunden abgeschaltet und ist dann drangegangen.
Aber da war mir dann am wichtigsten, dass etwas gutes dabei herauskommt, darum habe ich meine Tochter halt Abends machen lassen.
Und darüber haben sich auch viele aufgeregt.
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#21 michelleh
13.1.15, 12:39
Von mir gibt es dafür 1000 Daumen hoch! Ich habe selbst ein Kind und ich weiß, dass es ohne Ferienlernen leider nicht geht. Auch wenn ich es meinem Kind so sehr wünschen würde. Lerninhalte zu wiederholen ist auch ganz nützlich, z. B. Matheformeln, Englisch- und Lateinvokabeln (die besonders!), die englische Grammatik, englische Texte lesen usw. Den Schulranzen saubermachen würde ich allerdings gleich am 1. Ferientag. Dann ist die Vorfreude auf die Ferien noch größer und das Kind muss nicht denken: O je, ich muss bald wieder Ranzen reinemachen.
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#22
13.1.15, 13:27
Natürlich sind alle Kinder verschieden, aber die meisten sind neugierig und wissensdurstig. Das haben wir bei unseren Kindern gerne ausgenutzt für Zahlen- und Wortspiele. Sie brauchten zwar nie eine Art "Nachhilfe", aber solche Spiele haben uns allen immer Spaß gemacht und den Kindern bestimmt nicht geschadet.
Und wenn Kinder wirklich etwas "angeschoben" werden müssen, um wieder in den Schulalltag hineinzufinden, ist der Tip von eisernelady sehr gut! Lieber in den Ferien ein bißchen Freizeit opfern als nachher einen schlechten Start in der Schule haben. Denn der Schaden kann dann größer sein, wenn das Kind Mißerfolge im Unterricht hat.
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#23
14.1.15, 01:06
Vor allem kann es schwierig werden (in den ersten drei Klassen vor allem ) wenn ein Kind relativ schnell gelernten Stoff wieder vergisst.
Denn dann muss das arme Ding gleich zum Anfang des Schuljahres zum einen sehen, dass es den letzten Stoff wieder in sein Gedächtnis zurück ruft, und zum anderen gleichzeitig das neue Pensum ad bewältigen.
Und das kann zu viel sein
Dann sind Misserfolge wirklich vorprogrammiert.
Bei solchen Kindern würde ich auf alle Fälle darauf achten, dass nicht während der Ferien der gesamte Stoff der letzten Wochen verloren geht.
Das kann man gerade bei den kleineren Kindern noch ganz spielerisch hinbekommen, so dass sie sich nicht eine Sekunde lang selbst leid tun, weil die böse Mami sie in den Ferien "schuften; lässt.
Damit kein falscher Eindruck entsteht, ich bin STRIKT dagegen, dass der gesamte Tagesablauf von Kindern verplant wird und sie nach der Schule von einem "Hobby" zum anderen gehetzt werden.
Eine Voraussetzung dafür, dass Kinder gut lernen ist meiner Meinung nach, dass sie sich auch richtig austoben dürfen und dass es auch Zeiten gibt, in denen sie nur das machen müssen, was sie möchten.
Also Zeit, die nicht von wohlmeinenden, um die Zukunft der Kinder besorgten Eltern verplant wird.
Manche Freizeitaktivitäten werden den Kindern ja geradezu "verordnet", dabei immer im Blick, dass ein Hobby einem Kind später irgendwie "helfen" sollte.
Kinder sollen auch einfach Kinder sein dürfen.
Meine Erfahrung ist., dass Kinder manchmal leicht angeschoben werden müssen.
Dass aber viele Kinder schon kurz vor dem Burnout stehen, liegt nicht daran sondern am falschen Ehrgeiz der Eltern, die ihre Kinder zu Hobbys geradezu zwingen, die erstens von den Kindern nicht gemocht, zweitens extrem viel Zeit und Kraft in Anspruch nehmen.
So behandelt wird wohl jedes Kind über kurz oder lang Probleme mit der Konzentration und dem Lernen bekommen.

Natürlich ist es wichtig, dass Kinder gute Zeugnisse vorweisen können, keine Frage.
ABER man sollte sich trotzdem im Klaren darüber sein, dass nicht jedes Kind später studieren muss, um ein wertvoller Mensch zu sein, der die gutes Leben führt.
Wenn die Möglichkeiten beim lernen eingeschränkt sind, dann hilft auch ein noch so aufwändiges Lernprogramm nicht.
Ich finde, man sollte sein Kind im Rahmen seiner Möglichkeiten fördern, aber nicht mit Zwang versuchen, es über seine eigenen Grenzen zu treiben.
Das hat jetzt mit dem Tipp an sich wohl nichts zu tun, aber genau DAS schwirrt mir oft im Kopf herum.

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