Die mit je einem Wort beschriebenen Eisstile müssen dem jeweils richtigen Becher zugeordnet werden.

Verben, Substantive & Adjektive verstehen für Kids

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Groß- und Kleinschreibung ist für Grundschulkinder eine Herausforderung. Nomen werden groß und Verben klein geschrieben. Aber wie kann man das üben? Ganz einfach mit drei Bechern und Eisstilen.

Auf die Eisstiele werden verschiedene Verben, Nomen und Adjektive geschrieben. Auf einen Becher das Wort Nomen, auf dem zweiten Kaffeebecher das Wort Verben und auf den dritten das Wort Adjektive schreiben. Die mit je einem Wort beschriebenen Eisstile müssen jetzt dem jeweils richtigen Becher zugeordnet werden. Ganz nebenbei kann man so leere Coffee-to-go-Bechern nutzen statt sie wegzuwerfen.

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11 Kommentare


6
#1
4.9.17, 15:28
Die Eisstiele, die bereits mit einem Substantiv mit Großbuchstaben beschriftet sind, kommen zusammen in einen Becher.
Ich weiß nicht so recht, wie ich es höflich formulieren soll.
Das sind schon sehr fundamentale Fertigkeiten, die da geübt werden.
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#2
4.9.17, 15:53
Wer einen Großbuchstaben am Wortanfang und "-en" am Ende eines kleingeschriebenen Wortes erkennen kann, hat die Stäbchen schnell eingeräumt. Aber was hat man dann verstanden?

Wie erklärst du den Kindern den Unterschied zwischen den Wortarten?
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#3
4.9.17, 16:35
Abgesehen davon, daß man Coffee-to-Go-Becher völlig vermeiden sollte, ist diese Methode, Wörter zu erklären, etwas zu kurz gegriffen.
Wenn man die Wortarten wirklich deutlich machen will, muß man sie im Zusammenhang benutzen und danach fragen.
 Zum Beispiel: Was tut die Frau? Sie malt.
oder: Wie ist das Wasser? Warm.
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#4
4.9.17, 16:57
Ich bin immer wieder beeindruckt, wie kreativ manche Leute hier sind. Toll, so macht das Lernen Spaß! Es wäre schön, wenn die Lehrer sich auch so viel Mühe geben würden (Ausnahmen gibt es natürlich). 
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#5
4.9.17, 21:35
Mein Sohn ist jetzt 4.Klasse und bringt es einfach nicht. Das ist für mich schwierig zu verstehen. 
Diese Methode erklärt aber gar nichts. Das ist nur ein Zuordnen. 
Man muss es wirklich mit "Tun-Wörter",  kann man einen Artikel voranstellen, oder "wie ist etwas" erklären. 
#6
5.9.17, 21:16
unter den Verben noch dazu schreiben (tuh Wörter) und adiektive=WIE sind Sachen/Menschen zb:weich,groß,rot usw. Nomen,ist das erste was man versteht: nach Der/Die/Das wird groß geschrieben
#7
5.9.17, 21:17
Wie Vokabeln lernen ist dieses Prinzip,schön 🙄
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#8
5.9.17, 22:14
@Lilly80: So einfach ist das ja nicht!
Wenn es zum Beispiel heißt:" Hier sind zwei Kleider. Möchtest du das rote oder das grüne haben?", dann werden "rote" und "grüne" NICHT grpß geschrieben, obwohl "das" davor steht. Denn die Farben beziehen sich ja auf "Kleider" und stehen nicht für sich alleine als Farben.
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#9
5.9.17, 23:32
Das Kind lernt mit dieser Methode nur beschriftete Eisstiele in Becher zu stellen. Das ist bestenfalls feinmotorische Übung fürs Vorkindergartenalter.
Die Zuordnung von Wörtern in ihrer Funktion kann so gar nicht klappen, denn, mit gutem Beispiel vorangehend, sollte man die Wörter in korrekter Rechtschreibweise auf die Eisstiele schreiben, also Nomina mit Großbuchstaben anfangend, Verben und Adjektive mit Kleinbuchstaben beginnend. Das Kind merkt sich zunächst nur: Großbuchstabe=Nomen. Damit ist aber das Lernziel bereits verfehlt, weil der Erkennungswert schlicht auf die Schreibweise des Anfangsbuchstabens als Kennzeichen reduziert wird. Auf diese Weise wird ein Kind auch jedes Wort, das großgeschrieben am Anfang eines Satzes steht, als Nomen einordnen.
Wenn ich dann noch bedenke, wieviele Menschen zwischen Groß- und Kleinschreibung nicht unterscheiden können, dann tut mir das Kind leid, das nach der Eisstielmethode gelernt hat, die Wortarten zu unterscheiden.
Was ist daran so schwierig, einem Kind zu vermitteln, dass man mit bestimmten Fragen herausfindet, um welche Wortart es sich handelt? Nach Nomen fragt man mit "Wer oder Was", nach Verben, ob man das Wort sinnvoll mit "Ich, Du, Er, Sie, Es" verbinden und damit eine Tätigkeit ausdrücken kann, nach Adjektiven, ob man mit "Wie" nachfragen kann. Damit wäre einem Kind die von @ Maeusel angesprochene Problematk gut erklärbar.

Die im Tipp genannte Methode zielt nur darauf ab, Einzelwörter zuzuordnen, das ist aber  (schul-) praxisfremd.  Was nutzt es einem Kind, wenn es Einzelwörter bestimmten Wortarten zuordnen kann, bestimmt doch der Satzzusammenhang, um welche Wortart es sich handelt. In "Eric der Rote" bzw. "Eric ist rot" ist das Wort "R/rot"  unterschiedlichen Wortarten zuzuordnen, genauso wie in "Lernen ist nützlich" bzw. "nützlich ist es zu lernen" .
Im Unterricht wird einem Kind nie abverlangt, ein einzelnes Wort einer Wortart zuzuordnen, weil dies völlig am Lernziel vorbeiginge und ein Kind verwirren würde. Kinder bekommen lebensnah ganze Sätze vorgelegt und sollen zunächst die darin enthaltenen Wortarten zuordnen, später dann die grammatikalische Funktion des Wortes analysieren. Beides ist übrigens die Grundlage eines fundierten Fremsprachenunterrichtes.
Die Sache mit den Eisstielen sollte man dem Kind in Form eines Eis am Stiel als Belohnung für Erlerntes vorbehalten :-)
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#10
6.9.17, 07:29
@whirlwind: wunderbar erklärt👍
Ein Wort ist ja nicht deswegen ein Substantiv, weil es groß geschrieben wird, sondern wird groß geschrieben, weil es ein Substantiv ist. 
Wortarten kann man nur in sinnvollen Zusammenhängen lernen und man muss sich damit auseinandersetzen. Man braucht manchmal sogar noch größere Zusammenhänge, um zu entscheiden, ob etwas ein Substantiv ist oder nicht.
Ich spreche Deutsch und ich spreche deutsch!
#11
6.9.17, 10:44
In diesen Bezug würde ich es auch nur als,Wie ist es , fragen. solche Sachen kann man nur zu 2t üben,da viele Sachen ergänzt werden müssen.

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