Wer einmal erlebt hat, wie sich eine Billighacke im Lehmboden bereits beim zweiten Schwung unrettbar verbogen hat, wird in Zukunft auf Qualität Wert legen.

Welche Geräte braucht man im Garten?

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Das Angebot ist riesig, unübersichtlich und verwirrend: Was gibt es alles an Gartenwerkzeugen! Die wichtigsten und sinnvollen habe ich hier zusammengestellt.

Ein Wort zur Qualität

Wer einmal erlebt hat, wie sich eine Billighacke im Lehmboden bereits beim zweiten Schwung unrettbar verbogen hat, wird in Zukunft auf Qualität Wert legen. Bei den Metallteilen sollte man darauf achten, dass sie aus einem Stück hergestellt wurden, Verbindungs- und Schweißnähte sind anfällig. Rostfrei ist selbstverständlich.

Am besten und am teuersten sind handgeschmiedete Edelstahlwerkzeuge, für diese gibt es aber oft 10 Jahre Garantie. Aber auch Holz ist nicht gleich Holz. Die Stiele von Hacken, Spaten oder Grubbern müssen einiges aushalten, Eschenholz hat sich am besten bewährt. Metallstiele sind eine gute Alternative. Die Stiele müssen gut befestigt sein und Holzstiele muss man auswechseln können. Man sollte auch darauf achten, dass die Länge zum Bearbeiter passt. Bei allen Schneidwerkzeugen ist nur das Beste gut genug. Eine vernünftige Gartenschere hält ewig, macht einem das Arbeiten leicht und schont durch einen scharfen Schnitt die Pflanzen.

Graben, Abstechen, Buddeln

Ein solider Spaten dient zum Ausstechen, Abtragen, Abstechen von Rasenkanten. Das Blatt sollte stabil und hart sein, der Stiel strapazierfähig.

Die Schaufel braucht man, um Erdreich zu bewegen, Löcher zu graben, aber auch um Dünger, Kompost und ähnliches aufzubringen. Unabhängig von der Gartenart sollten Spaten und Schaufel in jedem Garten vorhanden sein.

Bodenbearbeitung

Ob man ein Gemüse- oder ein Blumenbeet sein eigen nennt, der Boden will bearbeitet sein, gelockert, gedüngt, verjüngt. Dafür gibt es die verschiedensten Geräte:

Zum tiefgründigen Lockern des Bodens eignet sich am besten eine Grabegabel. Diese sieht ein wenig aus wie eine Mistgabel, hat aber breitere Zinken. Damit kann man den Boden lockern, ohne die Bodenstruktur zu verändern wie es beim Umgraben mit dem Spaten der Fall wäre. Die Grabegabel sticht man ein und bewegt sie einmal hin und her. Auch Unkraut kann man damit gut entfernen, Wurzelgemüse ernten oder Stauden teilen. Hat man in den Beeten wenig Platz, übernimmt der Sauzahn die Grabegabelarbeiten. Das ist nur ein einziger sichelförmiger Zinken, der sich einfach durch die Erde ziehen lässt.

Ist der Boden schon mehrere Jahre bearbeitet und schön feinkrümelig, genügt eine oberflächliche Bearbeitung. Dazu eignet sich der Kultivator oder Grubber. Der hat 3-5 Zinken, die nicht so tief in die Erde reichen. Damit kann man auch wunderbar Kompost einarbeiten. Bei schweren Böden führt allerdings kein Weg an einer kraftzehrenden Hacke vorbei!

Ein Rechen oder eine Harke schließlich glätten den Boden und arbeiten Dünger und Kompost gut ein.

Thema Unkraut: Mit allen obengenannten Geräten lässt sich auch Unkraut gut entfernen, da sie schön den Boden lockern und das Unkraut heimatlos machen. Wer allerdings von Löwenzahn, Disteln, Sauerampfer geplagt ist, sich also mit Unkräutern mit tiefgehenden Pfahlwurzeln rumschlagen muss, dem empfiehlt sich die Anschaffung eines Unkrautstechers.

Schneiden und Sägen

Eine Allzweck-Gartenschere darf in keinem Garten fehlen. Wer sich auf gewisse Pflanzen spezialisiert hat wie zum Beispiel Rosen oder Buchs, kann sich dafür eine Spezialschere anschaffen. Für alle anderen genügt die Wunderwaffe. Aber auf Qualität achten! Die Schere sollte man im Laden unbedingt in die Hand nehmen und schauen, ob sie einem „passt“. Es gibt unterschiedliche Schneidlängen, Griffgrößen, Scheren für Rechts- und Linkshänder, es gibt Bypassscheren und Ambossscheren (die erste hat zwei Schneiden, ist etwas schwerer zu handhaben aber schonender für die Bäume, für die zweite braucht man weniger Kraft, dafür quetscht sie das Schneidgut mehr). Deshalb sollte man für den Kauf in ein Fachgeschäft gehen und sich unbedingt beraten lassen!

Wer Bäume oder große Sträucher hat, braucht außerdem eine gute Astschere sowie eine Baumsäge.

Ein Gartenmesser ist leicht gebogen, fast sichelfömig und (hoffentlich!) scharf. Wenn Bindematerial geschnitten werden oder schnell ein Ästchen weg muss – perfekt. Es ist auch gut für den Schnitt von Lavendel.

Bei Hecken: Heckenschere!

Bei Rasen: Rasenmäher, ob elektrisch, Motor oder Spindel hängt von der Größe des Rasens ab. Mit einem Kantenschneider kann man übrigens auch gut Buchs schneiden! Vertikutierer muss man nicht kaufen, die kann man im Gartencenter meist ausleihen (rechtzeitig reservieren).

Was ist sonst noch hilfreich

Gute Gartenhandschuhe, die bis zum Ellbogen gehen.

Eine Gießkanne.

Eine Handschaufel und ein Handgrubber für die Feinarbeit oder die Arbeit an Pflanztrögen

Ein Pflanzholz.

Eine stabile, standsichere Leiter.

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