Guten Wein einschenken

Woran erkennt man guten Wein?

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Weinauswahl ohne Kostprobe

Die Suche nach einem guten Wein ist angesichts der großen Auswahl an verfügbaren Sorten keine einfache Sache. Häufig geben der Preis, das Design der Flasche und ein hochwertig wirkendes Etikett den Ausschlag für einen Kauf. Die tatsächliche Qualität des Weines lässt sich allerdings weder an der Aufmachung der Flasche, noch am Preis eindeutig festmachen. Wenn keine Möglichkeit besteht, den Wein vor Ort zu probieren, hilft allenfalls ein Blick auf die Detailangaben des Etiketts. Bei Weinen aus dem Supermarkt raten Experten hinsichtlich der Qualität zu jüngeren Jahrgängen. Auch ein Gütesiegel kann zumindest einen Hinweis auf einen geschmackvollen Wein geben. Sommeliers geben als Richtwert an, dass ein guter Wein bereits für einen Preis zwischen fünf und zehn Euro zu haben ist. 

Aussehen und Duft

Bei der Verkostung eines Weines bieten sich wesentlich mehr Möglichkeiten, eine gute Qualität zu erkennen. Wer eine leichte Sorte bevorzugt, erkennt dies an einem helleren Farbton. Kräftig schmeckende Weine sind an ihrer dunkleren Farbgebung zu erkennen.
Wird der Wein im Glas geschwenkt, entfaltet sich sein Aroma. Ein Duft, der lange in der Nase verbleibt, gilt als Indikator für Hochwertigkeit. Ein modriger Geruch hingegen könnte ein Hinweis auf Kork sein. Ein nahezu geruchloser Wein spricht nicht für Hochwertigkeit. 
Grundsätzlich bedarf es beim Verständnis für Aussehen und Duft der Übung. Hier hilft ein Vergleichen verschiedener Weine und auch eine gewisse Regelmäßigkeit bei der Schulung der Sinne. 

Der Geschmackstest

Wesentlicher Teil einer Weinverkostung ist der Geschmackstest. Der Wein wird in kleinen Schlucken probiert. Der Schluck verbleibt einen Moment lang im Mund, um seine volle Wirkung zu entfalten. Nicht nur die Zunge, auch der Gaumen spielt bei der Wahrnehmung eine wichtige Rolle. Je länger der Geschmack des Weines nach dem Schlucken im Mund verbleibt, desto hochwertiger ist die Sorte.
Grundsätzlich gilt: Ein guter Wein ist immer nur jener, der dem Verkoster selbst schmeckt. Hierbei spielt es keine Rolle, ob der Wein zu Discounterpreisen erhältlich oder nur für wohlhabende Menschen bezahlbar ist. Es finden immer wieder Blindverkostungen mit Weinexperten statt, bei denen gelegentlich ein günstiger Supermarktwein besser abschneidet, als der preisgekrönte Wein im fünfstelligen Eurobereich. Entscheidend ist letzten Endes vor allem das subjektive Empfinden und nicht „je teurer, desto besser“.

Der Zeitfaktor

Das Erkennen eines guten Weines ist nicht zuletzt auch eine Frage der Zeit. Um ein Verständnis für gute Qualität zu entwickeln bedarf es einer gewissen Experimentierfreudigkeit. Dies kann über das regelmäßige Probieren unterschiedlicher Sorten aus dem Weingeschäft nebenan oder dem Supermarkt geschehen, aber auch über die klassische Weinprobe in einem Weinanbaugebiet oder beim Winzer des Vertrauens. Neben dem Gaumenschmaus der Weinverkostung erfährt der Weinfan hier viel Wissenswertes über die Eigenheiten der Weine.

Welche Erfahrungen habt ihr mit unterschiedlichen Weinen gemacht? Erkennt ihr die Qualität eines guten Weins?

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63 Kommentare


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#1
11.5.15, 13:42
Ich orientiere mich an der Traube: Chardonnay, Chablis, Grau-Burgunder, Riesling usw.
Bei den weißen klopft mir immer das Herz, wenn ich auf einer Speisekarte Rheingau-Riesling sehe, ich lieebe dieses feine und dennoch voll Aroma.... Läuft mir doch gerade das Wasser im Mund zusammen.

Wie du dir denken kannst, bin ich auf der roten Seite ganz klar Cabernet-Sauvignon, gerne mit einem Merlot oder Shiraz als Cuvee und seeeehr gerne aus Südafrika oder Chile.

Kürzlich in einer Schnapslaune für einen Freund zwei Flaschen Primitivo bei amazon gekauft zu fast einem Preis wie guter Schampus. Hatte Glück, die 5 Sterne Rezensenten haben nicht übertrieben, das schmeckte wie 6er im Lotto an Heiligabend (gleich noch mal ein schönes Vorrätchen - schon nochmal 3 Euro teurer - gebunkert, da gab es aber auch schon Angebote für 38 Euro - wo meine Schmerzgrenze dann doch überschritten wäre- vlt. ist meine Investition am Ende noch eine gute Geldanlage).

Im übrigen habe ich hervorragende Erfahrungen mit Aldi. Ich würde mal behaupten, abgesehen von der Geschmacksfrage, es gibt bei Aldi keinen schlechten Wein. Ich bin immer wieder begeistert (der dortige Riesling ist mein alleiniger und liebster Kochwein für Zwiebelsuppe, Schweinebraten oder Haschee).

Danke für den schönen Überblick, das hast du toll gemacht und - wie ich finde - ganz schön viel Zeit investiert.
1
#2
11.5.15, 13:50
@Hopie: Kannst nen weißen von ALDI empfehlen, zum richtig pur trinken?
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#3
11.5.15, 14:15
Ich bin absolut keine Weinkennerin. Mein einziges Kriterium ist, ob der Wein mir schmeckt oder nicht.
Mein Mann trinkt meistens Rotwein. Und wenn er mal eine neue Sorte probiert, trinke ich zum Kosten auch gerne einen Schluck davon. Manchmal schüttelt es mich dann richtig, obwohl ihm der Wein gut schmeckt. Manchmal mögen wir eine Sorte aber beide.
Ich bevorzuge leichte, fruchtig schmeckende Weine.
Vielleicht hilft diese Auflistung von Erkennungsmerkmalen mir ja, in Zukunft besser zu merken, welcher Wein gut ist und welcher nicht.
Danke für den Tip!
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#4
11.5.15, 14:15
@akswiff: Schön kalt, klar: Riesling-Chardonnay, die haben aber auch ein paar schöne Italiener, ich guck mal für dich, wenn ich wieder dort bin.
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#5
11.5.15, 14:17
Dornfelder, Sankt Laurent, habe ich oben vergessen. Beim Dornfelder kann es auch mal ein halbtrockener sein, von meinem Winzer aus Impflingen, da habe ich früher immer mal welchen bestellt. Muß mal schauen, ob es den noch gibt.
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#6
11.5.15, 15:21
@Hopie: Von mir bekommst du ein like ,denn warum auch nicht einen Wein vom Aldi?
Er muss doch nicht minderwertiger sein.
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#7
11.5.15, 17:13
Weinauswahl ohne Kostprobe? Wie soll ich dann entscheiden, ob er mir schmeckt oder nicht?

"Sommeliers" meinen also, schon zwischen 5 und 10 Euro gibt's "trinkbare" Weine. Zufällig habe ich einen Rotwein und einen Weißwein im Haus, beide 2, 45 Euro/Liter. Sie schmecken und bekommen mir ausgezeichnet.

Nun lese ich, dass er mir gar nicht schmecken KANN - bei dem Preis. Habe mir also schlechten Wein andrehen lassen, der den mir zusagenden guten Geschmack nur vortäuscht. Soll ich ihn lieber weggießen? Oder kann ich ihn wenigstens noch zum Kochen verwenden?

Ach, ich glaube, da bleib ich doch lieber mein eigener "Sommeljeh".
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#8
11.5.15, 19:22
Ich bin auch der Ansicht, dass man Wein selbst probieren muss, um den richtigen zu finden. Da ist z.B. Jacques Weindepot klasse. Da hat man eine riesen Auswahl und kann die Weine auch alle probieren. Die machen auch extra eine Flasche dafür auf, wenn keine offen ist. Filialen haben die in ganz Deutschland, und das Preis-Leistungsverhältnis ist prima.

Es gibt natürlich lokal auch jede Menge andere Weinläden, wo man probieren kann.
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#9
11.5.15, 19:28
@Spectator: Der beste Sommelier bist (für Dich) immer noch Du selbst, und Wein, der einem schmeckt, ist nie schlecht, auch, wenn er billig ist.
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#10 muddi1965
11.5.15, 19:48
@Spectator: Ganz ehrlich: 100 Gummipunkte von mir! Ich stimme dir absolut zu!
Ein Wein kann noch so teuer sein, wenn er DIR nicht schmeckt, schmeckt er nicht. Punkt.
Ich versteh ganz ehrlich einige Tipps der Redaktion nicht, wie gestern in den "beliebtesten Tipps" die Werbung mit den untersch. Kopfschmerzen. Oder jetzt diesen hier, das ist doch kein Tipp, mit dem jemand, der absolut keine Ahnung hat, eine gute Flasche Wein kaufen kann.
Nur über den Preis lässt sich doch keine Güte bestimmen, wenn mir Lambrusco schmeckt ist es für mich der beste "Wein".
Dann würde es bei Fleisch ja gar kein Grillfleisch wie Nacken, Bauch, Würstchen etc. geben, dann wäre ja erst ab Schweinefilet Qualität zu erwarten.
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#11 Beth
11.5.15, 20:04
@muddi1965: So denke ich auch.
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#12 sabinekaper
11.5.15, 20:05
@Spectator: #7 genau meine Meinung, ich trinke auch gerne günstigen Wein wenn er mir schmeckt.
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#13
11.5.15, 20:41
Mir gefällt der Beitrag.
Interessant und informativ, alles Wissenswerte für den Laien wie mich verständlich zusammengefasst - danke !

Unter "Grundsätzlich gilt ......" steht ja auch, dass der persönliche Geschmack ausschlaggebend ist.

Für mich zählt auch in erster Linie der eigene Gaumen, ob ein Wein gut ist und nicht ganz unwesentlich: Mein Kopf !!

Nicht, weil ich es mengenmäßig übertreibe , sondern weil mir manche Weine heftige Kopfschmerzen bescheren - unabhängig vom Preis !
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#14
11.5.15, 22:17
Ich liebe rotwein.wir haben sehr tolle winzer gefunden,lassen viel liefern.aber im sommer ist mir ein rotwein einfach zu schwer..und ich gebe zu,ich kaufe sehr gerne bei Aldi den "billigen" weissen um ne weinschorle zu geniessen.
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#15
11.5.15, 23:20
@Spectator: du hast es als erstes erkannt: wohlbekomms! Nicht allein der Gaumengenuss ist entscheidend, sondern ob ich den Wein auch noch genießen kann, wenn er mir im Magen liegt oder zu Kopf gestiegen ist.

Ich habe das Glück, dass ich nur ganz wenig Alkohol brauche. Ich könnte den Wein auch aus Schnapsgläschen trinken, von der Menge her. Das ist noch mal billiger.
Und weil ich doch mehr Durst habe, trinke ich gerne Weinschorle. Wer sich für einen Weinkenner hält, verdreht dann immer die Augen, aber was soll's Hauptsache, mir dreht es nicht den Magen um.
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#16
12.5.15, 08:57
@Mafalda: Es sprichts überhaupt nichts gegen eine erfrischende Weinschorle. Und da tut's auch der Müller-Thurgau vom Aldi bestens. Man muss es ja nicht mit einem Glas edlem Weißwein vergleichen, es ist einfach etwas ganz anderes.
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#17
12.5.15, 09:02
Ein weiterer Geheimtipp von Aldi ist übrigens der Tempranillo Rosé im 3l Tetrapack-Kanister (!). Ist meistens ratzfatz weg (nur der Rosé). Ein klasse, erfrischender, leichter Wein für den Sommer, perfekt zum Grillen und als Rosé zu jedem Fleisch.
Selbst mein Schwiegervater, ein echter Weinkenner, der auch von Gut zu Gut fährt für Verkostungen (auch nach Frankreich) empfiehlt ihn sehr.
Wem der Tetrapack dann doch zuwider ist, einfach zum Servieren in Flaschen umfüllen.
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#18
12.5.15, 11:55
@penguschi:
Nur den "billigen" von Feinkost Albrecht, und dann auch nur für Schorle?
Wahrlich, ich sage Dir: Du solltest auch die anderen Weine, weiße wie rote, dieses größten deutschen Weinhandelshauses mal probieren! Dessen strenge Einkäufer achten darauf, dass selbst der kostengünstigste kein Fehlkauf ist.

Nur zur Erinnerung: Das Wort "billig" bedeutet "rechtmäßig, angemessen", sonst nichts. Einfach mal das Abwertende dieses Wortes außer Acht lassen.

@#17 akswiff: Der "edle Dreiliterkarton mit der Silberblase" sollte nicht verwechselt werden mit dem einfachen Tetrapack-Wein in der Literpackung, der wirklich nur einfachsten Ansprüchen genügt.
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#19 muddi1965
12.5.15, 14:13
@Spectator: Ganz genau!!
Schütte doch einfach einmal einen "billigen" Wein in eine schöne Karaffe/Weindekanter, serviere das dann mit in "feinen", edlen Gläsern und voila, ist es ein "edler Tropfen" ;)
Mir hat vor fast 30 Jahren einmal ein sehr selbstüberzeugter Doktor erklärt, dass "süßer" Wein nur etwas für Banausen ist, wie z.B. Rheinhessen. Was macht aber jemand, der von Trockenem Wein Magenschmerzen/Sodbrennen bekommt? Was ist mit Eiswein, der ja nun wirklich sehr "süß" ist?
Nochmal, ich finde lecker macht Gefallen&Güte, nicht der Preis oder ein teures Ladenlokal.
#20
12.5.15, 14:27
@muddi1965:
Du wirst lachen, das habe schon gemacht - mit Sherry. Die teure Flasche von Osborne nachgefüllt mit Hausmarke von Aldi - und keiner hat's gemerkt.
Geht auch sehr gut mit teuren Spirituosen.

Das ehrliche süß oder sauer ist in der Sprache der Weinkenner nicht erlaubt, man spricht von lieblich oder trocken. Den richtig "staubtrockenen" trifft man heute nur noch selten an. Ich bevorzuge halbtrocken, wofür ich von manchen "Kennern" schon mit Verachtung gestraft werde. Je nu, sollnse.

Sog. Blind-Tests im Fernsehen gibt es anscheinend nicht mehr - zu oft hatten sog. Fachleute "irrtümlich" einen "billigen Konsumwein" gelobt, den sie sofort abgewertet hätten, wenn das Etikett nicht verdeckt gewesen wäre.
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#21
12.5.15, 14:50
Ich darf mal aus einem Prospekt zitieren:

"Dieser Weißwein zeichnet sich durch seine hellgelbe Farbe aus, die meist jugendlich grüne Reflexe zeigt. Der Duft wird von feinen Fruchtnoten, Aromen von Orangenblüten und Muskatnoten geprägt. Am Gaumen ist dieser Wein trocken, saftig und frisch. Er harmoniert ideal zu Fischgerichten und Meeresfrüchten, zu feinen Vorspeisen, zur deftigen Jause, zu knackigen Salaten und hellem Geflügel."

Alter Schwede, das muss ja ein edles Tröpfchen sein! Ist es auch: Müller-Thurgau von Feinkost Albrecht, die Literflasche zu 2,19 Euro
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#22
12.5.15, 18:12
Ein guter Wein ist einer der mir schmeckt. Gerne habe ich einen fruchtigen, feinen, "runden" und harmonischen Wein. Am liebsten Rotwein.

Der Preis ist kein Kriterium, dass der Wein mir schmeckt. Ich habe schon teuren Wein getrunken bei dem ich dachte, der ist auch nicht wirklich besser als ein günstiger, den ich gerne trinke.

Da ich Wein selten beim Winzer oder einer Weinhandlung kaufe, und meistens nicht degustieren kann, kaufe ich bei einem mir unbekannten Wein nur eine Flasche.
Schmeckt er uns, kaufen wir gerne ein paar Flaschen für den Vorrat.
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#23
12.5.15, 21:57
ich liebe spanischen Rotwein und kaufe immer den Rioja von aldi süd, der kostet 4.99

ausserdem wohne ich am Rande des Rheingaus und im Örtchen Assmannshausen gibt es den weltbesten Spätburgunder (allerdings nicht für 5 Euro)
#24
13.5.15, 12:37
@bollina:
Auch Du benutzt das Wörtchen "günstig" für einen "billigen" Wein. Nach den Gesetzen der Logik wäre dann ein teurer Wein ein "ungünstiger". Das habe auch ich noch nie gehört.

Auch "preiswert" ist ein schillernder Begriff. Die Aussage: "Diese Ware ist ihren Preis wert" ist eigentlich nur berechtigt, wenn man weiß, dass etwas gleichwertiges nicht für weniger Geld erhältlich ist.

Ein Millionär findet ein Fläschchen für 90 Euro vielleicht auch noch günstig oder preiswert. Wer aber ein wenig auf sein Budget achtgeben muss oder will, wird vorsichtiger sein mit solchen Bewertungen.
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#25
13.5.15, 13:24
@Spectator:

Unter günstig verstehe ich nicht billig, sondern nicht so teuer. Einen genau definierten Geldbetrag kann ich da aber nicht nennen.

Billigwein ist für mich ein Kochwein, den ich in der Schweiz für 2- 3 Franken für einen Liter kaufen kann.
Einen Kochwein würde ich persönlich aber nicht trinken wollen. Dann wäre mir ein Glas Mineralwasser lieber.

Aber du hast natürlich recht. Was billig, günstig oder teuer ist, liegt im Auge des Betrachters bzw dessen Finanzkraft.
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#26 muddi1965
13.5.15, 15:50
@Spectator: #20
Ich habe den Versuch einmal mit einem "Whisky-Kenner" gemacht, der angeblich nur hochwertige Sorten ab 40,-€ aufwärts genießbar fand. In eine leere Originalflasche sowie eine Kristallkaraffe habe ich den "billigen" Whisky von Feinkost A... geschüttet, schöne Gläser, ohne Eis(!) ;), etwas selbstgemachtes zu Knabbern: Man was habe ich an Lob bekommen, was für einen edlen Tropfen ich ihm besorgt hätte, man kann halt merken, dass Qualität sich bezahlt macht.....
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#27
17.5.15, 08:52
was mich immer wieder amüsiert sind die hochtrabenden u gleichzeitig verwirrenden Charakterisierungen: Waldgeschmack auf Johannisbeer-Grundlage, fruchtige Brombeere und tralala, worunter sich kein Mensch was vorstellen kann. Zumindest nicht der Normalkonsument. Die Weinsorten werden ja schon lange zusammengepanscht, guter mit schlechtem, süß mit weniger süß=sauer + Weinzucker usw. Der regelmäßige Weintrinker wird seine Standardsorten haben, sei es aus dem SB, Preisrange und persönlichem Geschmack. Ich bevorzuge z.B. Franzosen, gerne Bordeaux u dabei Languedoc, aber auch andere Sorten. Deutsche Weine weinger, Italienern traue ich nicht, Spanier kenne ich vom Urlaub u Afrika, Chile, Australien nebst umliegenden Ortschaften haben mich noch nicht erreicht.- Und eines ist besonderer Unsinn, das ist die Nummer mit dem Kochwein, der nicht mehr wie 2 EU kosten darf: da kann man dann gleich mit Maggi abschmecken. Grundsatz: was man zum Trinken bevorzugt, ist auch gut zum Kochen.
#28 krillemaus
17.5.15, 11:54
@babalu: Letzterem (Kochwein!) kann ich nur zustimmen, ansonsten ist nicht jeder Wein gepantscht, bzw. zusammengemischt.

Man sollte sich darüber im Klaren sein: Wein ist ein Naturprodukt, das von ganz vielen Faktoren abhängig ist, die der Mensch nicht oder nur wenig beeinflussen kann. Gleichzeitig ist Arbeit im Weinberg und Weinkeller nur zu sehr geringem Anteil (preiswerte) Maschinenarbeit, sondern (teure) Handarbeit. Gleichgültig, wie der Ertrag eines Jahres ausfällt, der Winzer und Kellermeister hat seine Arbeit im Wingert und Keller getan - das ganze Jahr über. Soll er den Wein wegschütten, nur weil er den aktuellen Geschmäckern nicht zupass kommt? Dann müsste er die "gelungenen" Jahrgänge so stark verteuern, dass sie nur wenigen zugänglich sind.
So wird gemischt, bis der Geschmack stimmt - zumindest für ein weniger weinkundiges Publikum, oder eines, dessen Weinkunde nur im Füllungsgrad der Geldbörse besteht.
In manchen Weinregionen ist das Mischen von verschiedenen Weinsorten und -Jahrgängen ein Jahrhunderte altes Verfahren, den resultierenden Wein mit immer gleichbleibenden Geschmack und Güte zu gewährleisten. Italienische "Ripassi-Weine" und Sherrys sind dafür Beispiele - und nicht die schlechtesten!
Und der griechische Retsina, ein beliebter Urlaubswein: ein Wein, der "gepantscht" wird, indem er mit Harz aromatisiert wird.

Der Tipp ist, wie auch der Kopfschmerztipp, wieder mal so allgemein und nichtssagend gehalten, dass er dem absoluten Laien keine Hilfe bietet und beim Kenner nur Kopfschütteln hervorruft. Gleichzeitig ist die Tipp-Überschrift so marktschreierisch, dass Wein-Unkundige sich die Lösung erwarten.
Wenn man sich schon über Wein auslässt, dann sollte man auf Qualitätshinweise eingehen, die zunächst am Etikett erkennbar sind, die sind schon allein eine Einkaufshilfe, weil gesetzlich geschützt und für eine gewisse Qualität bürgend. Auch auf den Geschmack weisen viele Etiketten hin, wenn man sie zu lesen versteht. Darauf hätte der Tipp inhaltlich eingehen sollen, nur so kann man anhand des Etikettes der Flasche schon eine gewisse Vorauswahl betreiben und einen groben Fehlkauf vermeiden.
Habe ich die Flasche erst gekauft und geöffnet, ist das geschmackliche Kind evtl. schon in den Brunnen gefallen, der Hinweis, dass stark gefärbte Weine ein stark ausgeprägtes Aroma haben, hilft in dieser Situation nicht weiter. Dass ein Wein, der einen modrigen Geruch entwickelt, kein guter Wein ist, ist einfach nur banal, denn kein Mensch isst oder trinkt etwas, was ihm vom Geruch her unangenehm ist. Wozu haben wir unsere Nase, die uns vor der Einnahme schlecht riechendender Nahrungsmittel schützen soll!

Die Anzahl der Kommentare, die darauf eingehen, dass als "guter" Wein empfunden wird, was individuell schmeckt und vertragen wird, zeigt doch, dass der Inhalt des Tipps verfehlt ist, weil er auf den Geschmack von Individuen einzugehen versucht und dazu nichts Wesentliches aussagt, weil es keinen allgemein gültigen Geschmack gibt!

Ob man an Wein herangeht mit der Einstellung "...schmeckt mir, daher ist er gut...", ... hat genug Alkohol, daher ist er gut..." oder "... die Fülle der pipapo-Aromen harmoniert mit der Säure und den Tanninen....", ist letztendlich so individuell, wie die grundsätzliche Einstellung jedes einzelnen Menschen zu seinem Leben ist.
#29
17.5.15, 14:25
Da gibt es verschiedene kategorien, den erste ist:
Tafelwein, dann reserva, dann grand reserva, dann cru, dann grand cru.
das ist von erste bis letzte die qualität von alltagswein, bis supergut. Und die lagerung genau so.
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#30 krillemaus
17.5.15, 15:06
@Lilianmaus: Es gibt auch weitere Kategorien, wie zum Beispiel die Angabe der Traubensorte, der Herkunft und Lage, des Jahrgangs - mal ganz abgesehen davon, dass Deine Einstufung nicht für deutsche Weine gilt.

Aber davon ab: statt im Tippinhalt solche objektiven Kriterien der Beurteilung eines Weines aufzuführen, wurden subjektive und individuell sehr unterschiedliche (Schein-)Kriterien aufgeführt. Schade um die vergeudete Möglichkeit!
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#31
17.5.15, 17:21
Für mich ist Wein in erster Linie "nur" ein Getränk. Mich stört das "Brimborium", das um ihn herum gemacht wird, nicht - solange man mich damit in Ruhe lässt.

Ob er "zusammengepanscht" wird, ist mir egal, oder sogar recht: Wenn das Ergebnis dieser Panscherei ein lecker Weinsche ist, das meinen Vorstellungen entspricht, ist doch alles in Ordnung. Und ob er im Barique aus bei Neumond geschlagener kaukasischer Zirbeleiche "ausgebaut" wurde oder in einem Tank aus "edlem Stahl" kann mir auch Wurscht sein. ;-)

Banause? Jawoll, bekennender!
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#32
17.5.15, 18:24
Ich habe nichts dagegen, wenn Weinsorten gemixt werden, nur wenn - wie allg in der Lebensmittelbranche üblich - der Verbraucher mit zugkräftigen Namen gelockt wird, obwohl dann davon das wenigste drin ist, streikt meine Galle. Ich komme aus dem Weinland und weiß, daß die Hersteller den Geschmack auf Umsatz trimmen müssen, sonst können sie ihn selber trinken. Gut in Erinnerung ist mir der Pfälzer, der früher garnicht bei der Allgemeinheit ankam, weils vielen das Hemd reinzog. Naja, jetzt paßt er ja. Ein Retsina schmeckt in Griechenland fantastisch, aber da spielen das Wetter u die Gerichte eine große Rolle; bei uns zum Schweinsbraten schmeckt er zum Speim. Die meisten Menschen haben eh keinen Geschmack u orientieren sich an Bildern, Schlagworten und Wirkung. Oder hauptsächlich was gerade " in " ist.
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#33
17.5.15, 18:50
Wir (mein Mann und ich) hatten ursprünglich von Wein absolut keine Ahnung. Ich glaube man hätte uns auch Traubensaft vorsetzen können und denn hätten wir auch noch als guten Wein empfunden :-).
Wir haben dann in der Volkshochschule 3 aufeinander aufbauende Kurse gemacht die einen heiden Spaß gemacht haben und sehr lehrreich waren. Zudem haben wir auch noch neue Freunde kennengelernt.
Vielleicht wäre das mal eine Anregung weil man nach meiner Meinung nach puren Erzählungen den Wein absolut nicht einschätzen kann.

LG
#34
17.5.15, 23:22
@Spectator: Da muß ich susan aber wirklich 100% loben ,sie und ihr Mann haben wenigstens einen kurs mitgemacht ,aber deine Aussage ist ,ich muß es ehrlich sagen beleidigend für die Winzer ,die die schwere Arbeit das ganze Jahr über machen und bekommen am Rnde kaum was bezahlt für ihren Wein und die Arbeit bekommen sie auch nicht gedankt,wenn man dich so höhrt ,dannist der echte Wein vom Winzer noch zu schade für dich ,dann brauchst du dich nicht zu wundern ,wenn man dir Fusel andreht !!!!!!
#35
18.5.15, 06:52
#31@Spectator: "..solange man mich damit in Ruhe läßt". Nix wissenschaftliches gefunden beim rumkugeln im Netz ?
1
#36 krillemaus
18.5.15, 10:22
@reinigungskraft: Ich glaube, Du hast dem Kommentar von spectator und einigen anderen völlig falsch verstanden.
Spectator hat schlicht geäußert, dass es ihr gleichgültig ist, ob der Wein aus verschiedenen Weinen zusammengemischt ist oder nicht. Das spricht doch in keinster Weise gegen die Arbeit der Winzer, ganz im Gegenteil, hilft diese Einstellung doch Winzern, auch nicht so gelungene Weine, die durch andere Weine geschmacklich "aufgehübscht"sind, zu verkaufen. Und gute Arbeit im Weinkeller, zu der auch Mischung von Weinen gehören kann, ist doch eine Leistung des Winzers oder Kellermeisters, oder? Ich spreche hier nicht von gepantschten Weinen, denen unerlaubte Stoffe zugesetzt sind, sondern von einfachen Tafelweinen, die aus überproduzierten oder geschmacklich nicht so ganz zugkräftigen Weinen vermischt werden.
Selbst, wenn Spectator geschrieben hätte, dass sie minderwertige Weine kauft, ist das keine Missachtung der Arbeit der Winzer, da es Wein ist, der gekauft wurde und damit dem Winzer ein gewisses Entgelt für seine Arbeit einbringt.

Wogegen sich Spectator ausspricht, ist das Getue um Wein, sei es von der Werbung, sei es von angeblichen Experten, denen es um nichts anderes geht, als zu verkaufen und damit dem Restaurant oder Weinhändler einen Gewinn zu bringen; je höher der Preis des Weines, desto höher meist auch die Gewinnspanne des Zwischenhandels, der Winzer selbst hat nicht so hohe Gewinnspannen.

Ich möchte ein Beispiel bringen: während meines Studiums war ich mit einer Studentengruppe in Italien auf Botanik-Exkursion. Abends trafen wir uns immer zur Nachbesprechung des Tages in einer kleinen Cafebar. Dort stand in einer Ecke ein Weinständer mit Flaschenweinen zum Verkauf.
Unter diesen Weinen befand sich eine Flasche Rosewein, Herkunft von einem Winzer des Ortes, Jahrgang 1948, mein Geburtsjahrgang. Aus Spaß kaufte ich die Flasche, mit damals ungefähr 4 DM war der Wein preislich sehr günstig. Alle rieten mir ab, ein Rose vom Mittelmeer, so alt, der kann doch nichts mehr sein! Auch ein Kommilitone, Sohn eines Weinhändlers, der mir mit blumigsten Worten schilderte, was für ein mieses Getränk ich mit 4 DM völlig überbezahlt hätte.
Der Wein kam mit, er wurde weitere 4 Jahre später zu meinem 30. Geburtstag geöffnet und getrunken - und siehe da, er schmeckte uns allen! Ob der Wein nicht gehört und sich nach dem gerichtet hatte, was im Vorfeld über ihn erzählt wurde, oder ob Kritiker doch Unrecht haben können, weil Geschmack von Mensch zu Mensch nun mal unterschiedlich ist, das Urteil überlasse ich dem gesunden Menschenverstand!
Nicht zu vergessen, Geschmäcker und Vorlieben ändern sich auch im Laufe der Zeit: galt in den 50er und 60er Jahren der Riesling noch als saures Gesöff (das manche Winzer nur an den Verbraucher zu bringen glaubten, wenn sie mit zugefügtem Glycol Süße vortäuschten), so geht heute bei Kennern und Möchtegernkennern nichts über die edle Säure des Rieslings, dabei ist der Wein immer noch so sauer, wie es in der damaligen Zeit ausgedrückt wurde. Formuliert man das heute so, dann stellt man sich als Banause bloß, wer will das schon - also hinunter mit dem sauren Zeug, selbst, wenn es einem die Schuhe auszieht!
Was spricht also dagegen, wenn jemand sich ehrlich dazu bekennt, dass er keine Ahnung hat, dass ihn das Brimborium um den Wein nicht beeindruckt, und er/sie sich nur auf den eigenen Geschmack verlässt?
#37 krillemaus
18.5.15, 10:36
@KUBE1953 # 35: Besser im Netz nach wissenschaftlichen Erkenntnissen "´rumkugeln", als unqualifizierte Bemerkungen absondern!
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#38
18.5.15, 11:36
Ich muss jetzt einigen Schreibern einen ganz einfachen Tipp geben:
Meiner Meinung nach sollte jeder den Wein trinken der ihm schmeckt!! Das ist schon einige Male geschrieben worden und dieser Meinung bin ich auch. Trotz den Weinkursen die wir in Volkshochschule gemacht haben finde ich, dass jeder einen anderen Geschmack hat. Warum sollte er dann ein saures Gesöff runterwürgen wenn er es gar nicht mag?
In unseren Weinkursen haben wir vom Anbau, Vergärung bis hin zur Degustation alles gehört bzw. gemacht. Noch einmal: Es war einfach schön.
Trotzdem trinken wir den Wein der uns schmeckt und das kann genauso einer vom Aldi sein oder ein teurerer Wein aus einem Weingeschäft.
Lasst Euch nicht durcheinander bringen. Das was schmeckt ist richtig!

LG
#39
18.5.15, 12:41
@reinigungskraft:
Gegen Weinseminare habe ich doch nichts, habe ich auch schon mitgemacht. Dort kann man verschiedene Weine kennen lernen, ob sie einem schmecken oder nicht, entscheidet aber immer noch ganz allein der Kursteilnehmer, nicht der Kursleiter. So habe ich susant auch verstanden.

Wenn ich vor einem Bild von Picasso stehe, darf ich ehrlich sagen, dass ich damit nichts anfangen kann. In "gewissen Kreisen" outet man sich damit als Kunstbanause. Dem selbstbewussten "Konsumenten" ist das egal, andere halten lieber kleinlaut den Mund, weil sie ja "keine Ahnung" von Kunst haben.

Ähnlich ist es beim Wein. Er mag "gut" sein und der hohe Preis unter Kennern gerechtfertigt - aber was nützt mir das, wenn er mir nicht schmeckt? Damit ist ja nicht gesagt, dass mir der "billige" immer schmeckt. Ihn aber erst gar nicht zu probieren, weil "das ja nix sein kann, bei dem Preis", ist mir doch allzu arrogant.

#36 krillemaus: Genau so ist es! Wir haben in Italien immer den offenen Wein getrunken und auch direkt beim Winzer gekauft für daheim. In der Urlaubsstimmung schmeckt er - verständlich - noch besser als zuhause. Die Atmosphäre ist immer wichtig beim Genießen!
Nur etwas muss ich richtigstellen: Ich bin ein Mann! (Nobody is perfect)

Übrigens ist man von dem gar zu "trockenen" Weinen wieder abgekommen, scheint mir. Habe mich immer amüsiert über die Möchtergern-Schickimickis mit ihrem "Surius". Und dabei stumpfe Zähne und Sodbrennen in Kauf nahmen.

Aber das "Brimborium" ist noch immer zu beobachten.
1
#40 Murmeltier
18.5.15, 12:51
@Agnetha: Hach, Agnetha, das geht mir runter wie Oel......äh wie Spätburgunder! :-)))))
#41
18.5.15, 13:16
Ich würde ja einfach nicht dahin gehen, wo es Brimborium gibt, wenn ich es nicht mag.

Nichts gegen billigen, preiswerten, günstigen Wein (oder wie man auch immer zu Wein sagen darf, der eben günstig ist), den trink ich auch manchmal, auch schon mal von Aldi. Den Lugana beispielsweise. Ist trinkbar, ich habe aber auch schon deutlich bessere getrunken. Bevor jetzt die Frage nach der Definition kommt: besser im Sinne von: hat mir und meinen Freunden besser geschmeckt. Einen anständigen Prosecco Spumante hab ich aber beispielsweise noch nie im Aldi oder Lidl gefunden. Ich finde mich dann doch meistens beim Weinhändler meines Vertrauens ein, der mich probieren lässt oder auch mal was mit nach Hause gibt, wer fährt schon gerne nach einem Weintest.

Man muss aber auch kein Dogma aus günstigem Wein oder Aldi-Wein generell machen und so tun, als sei man der mündigere Konsument als der, der auch teureren Wein kauft. Dass man den Wein kauft, der einem schmeckt, sollte man auch denen zugestehen, die einen teureren Wein kaufen, gleiches Recht für alle.

Übrigens bin ich auch eine von denen, die gerne seeehr trockenen Weißwein trinken. Wenn meine Freunde sich schon mit Grausen im Blick abwenden, ist er im Sommer genau richtig für mich. ;-) Ich mag die erfrischende Säure eines Rieslings, eines Sauvignon Blanc gerne. Was nicht so einfach ist, denn einen (für mich) fade schmeckenden Pinot Grigio gibt's in jedem Restaurant, bei jeder Party, meines Erachtens mehr, als die Traubenernte an Grauburgunder überhaupt hergibt *skeptisch guck*

Den Tipp selbst finde ich jetzt nicht so wirklich hilfreich. Dass man den Wein kaufen soll, der einem schmeckt, steht da. Ach was ;-) würde Loriot sagen. Das ist allgemeines Wissen und so verbreitet, dass es in jedem zweiten Kommentar ebenfalls drin steht. Wäre ich also absoluter Wein-Anfänger, wäre ich nach diesem Tipp auch nicht schlauer als vorher. Da fände ich einen Rat zu einem Weinseminar, wie das einige hier schon gemacht haben, besser.
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#42
18.5.15, 13:30
Nur mal so eingeworfen:

In Geschmacksfragen gibt es eigentlich gar keine guten Tipps.

Woran erkennt man einen guten Film? Ein gutes Buch? Eine schöne Wohnungseinrichtung?
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#43 krillemaus
18.5.15, 13:35
@HörAufDeinHerz: Das Recht, sich teureren Wein zu kaufen, hat hier in der Diskussion - soweit ich das überblicke - niemand abgesprochen.
Aber wir scheinen uns doch weitestgehend darüber einig zu sein, dass Wein-Güte ( ich benutze mit Absicht nicht den Begriff Qualität) eine Frage des persönlichen Geschmacks ist, über den man nicht streiten kann.
Die Qualität des Tipp-Inhaltes betreffend, stimme ich voll zu. Viele Worte, wenig hilfreiche Information!
#44
18.5.15, 13:40
@Spectator:

So meinte ich das auch. In den Seminaren haben wir die Unterschiede der verschiedenen Weine kennengelernt. Das hat uns einen besseren Einblick gegeben aber trotzdem sollte jede auf seinen eigenen Geschmack achten und sich nichts einreden lassen. Das hat übrigens auch der Sommelier, der die Seminare gehalten hat, gesagt.

LG
#45
18.5.15, 14:04
Manche machen es sich ganz einfach, mangels Kenntnisse u Geschmack kaufen sie einfach BIO: das muß gut sein hat der Fernseher gesagt.
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#46 krillemaus
18.5.15, 14:27
@babalu: So macht der Fernseher Meinung und Einheitsgeschmack!
Wer keine eigene Meinung hat und auch nicht den Mut, sie sich zu bilden und zu vertreten, der lässt sie sich vom Fernseher vorgeben, der kann ja nicht irren!
#47
18.5.15, 16:30
#44 susant
18.5.15, 13:40

@Spectator:

So meinte ich das auch. In den Seminaren haben wir die Unterschiede der verschiedenen Weine kennengelernt.

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Früher, als es noch Wirtshäuser gab u die Menschen gesellig beinander saßen, wo gesoff wurde die Karte rauf und runter, waren das die besten Seminare. Beim Weinhändler gehörte zum guten Einkauf auch die Weinprobe, in Spanien gabs die Bodegas...
#48
18.5.15, 23:13
@krillemaus: Entschuldige bitte ,du hast ganz schön recht ,wenn ich mir jetzt recht überlege ,hat spectator es nicht böse gemeint ,aber ich muß ehrlich sagen ,man soll ja auch den ganzen Post lesen ,ich hab nur den Anfang gelesen und von gepanschtem Wein .
Also ,wenn man auch immer sagt ,der alte Wein kauf ich nicht ,der schmeckt doch nicht ,so alt wie der ist?
Es heißt aber auch ,je älter der Wein ,desto weicher im Geschmack und Abgang ?
Und für ein 1948 hat der bestimmt einen schönen weichen und sehr guten und süffigen Abgang gehabt?oder?
Ja ,die Geschmäcker sind sehr verschieden,denn wo man früher so auf den Riesling geschworen hat ,ist ein normaler Kabinett oder auch eine schöne Auslese ,den Frauen und auch den Männern lieber !
Das ist auch in der heutigen Zeit verschieden bei den Menschen ,der eine kann nicht soviel Säure im Wein vertrage und der andere mag die Säure eben.
Ich werde mich bei spector noch entschuldigen ,weil ich ihn so angegriffen habe ,es war ja meine eigene Schuld!
#49
18.5.15, 23:18
@Spectator: Hallo spectator ,ich entschuldige mich bei dir ,weil ich dich grundlos angegriffen habe !!!
Es ging um den Post ,von dem Wein ,das dir das egal ist ,ob du jetzt gepanschten Wein trinken tust .
#50
18.5.15, 23:22
@krillemaus: Das finde ich aber auch ,wenn man keine eigene Meinung hat und sie nicht mehr sagen kann ,dann sind wir aber weit genug !!!!!
Bio ist nicht immer gut und besonders ,wo Bio drauf steht ,ist nicht immer Bio drin!
#51
18.5.15, 23:29
@susant: Genau susant ,dan hast du völlig recht!!
Da muß ich dir voll und ganz zustimmen!!!!
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#52
19.5.15, 12:54
@reinigungskraft:
Ist schon recht.
Zwei Missverständnisse möchte ich aber noch auräumen:
1. Mischung von verschiedenen Weinen / Lagen ist eigentlich kein Panschen. Panschen ist verwässern oder Beimischung von fremden Substanzen - leichte Zuckerung ausgenommen. Nennt man "Cuvee", wie beim Champagner (!).
2. Längst nicht jeder Wein wird besser, je älter er ist. Viele, insbesondere weiße, "kippen" nach zu langer Lagerung. Auch das lernt man in einem guten Weinseminar.
3. Ich "liebe" den sog. Umkehrschluss. Beispiel: Wenn einen "billiger" Wein günstig ist, könnte, oder müsste, ein teurer eben "ungünstig" sein. Warum nur habe ich das noch nie gehört? Weil es sich gar nicht gut anhört!
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#53
19.5.15, 13:43
Spectator: ich verstehe nicht ganz, was du uns mit dem 3. sagen willst. Du hast das oben schon mal erwähnt, scheint dir also wichtig zu sein. Es ist doch eigentlich klar, dass günstig schon lange als Abkürzung oder Synonym zu preisgünstig verwendet wird. Und etwas, das wenig kostet, ist nun mal preisgünstig, etwas, das viel kostet, ist teuer. Es kann durchaus seinen Preis wert sein, aber um das festzustellen, muss ich mich erstmal eingehender damit beschäftigen. Miele wird für eine Waschmaschine nicht damit werben, dass ihr Preis "eher ungünstig gestaltet ist", warum auch, man wirbt mit den Vorzügen, nicht den Nachteilen. Also du siehst, ich verstehe nicht, was du uns sagen willst. Magst du mich aufklären? (freundlich gefragt, nicht, dass hier jemand was reininterpretiert)
#54 krillemaus
19.5.15, 14:00
@Reinigungskraft, #48:
Die Geschichte von dem Wein, der mit zunehmendem Alter nur besser werden kann, sollte endlich mal im Mülleimer der Weingeschichte landen.
Wein wird nur dann mit zunehmendem Alter besser, wenn sein Säure-, Zucker-, Tannin-, Aromen- Verhältnis von Anfang an ausgewogen ist.
Manche Rebsorten liefern Weine, die man besser frisch trinken sollte, die mit zunehmendem Alter einfach nur ungenießbar werden; manche Rebsorten liefern Weine, die man hundert Jahre und länger lagern kann. Auch der Standort und die klimatischen Bedingungen eines Weinjahres wirken sich auf die Lagerbarkeit und die dabei stattfindende Reife des Weines aus, nicht zu vergessen das Wirken des Winzers im Keller.
Insofern ist die Pauschalierung "alte Weine = gute Weine" schlichtweg falsch.
Außerdem kommt es beim Wein nicht nur auf den "guten, weichen Abgang" an, was der Wein nach dem weichen Abgang im Magen, in der Leber und im Kopf anrichtet, ist mindestens genauso wichtig.
#55
19.5.15, 14:10
HörAufDeinHerz:
Hast Recht, soo wichtig ist das nicht. Für günstig gibt es eben nicht ein so deutliches Begriffspaar wie billig/teuer.
Ich befasse mich hobbymäßig ein wenig mit Sprache. Wörter unterliegen oft einem Bedeutungswandel. So wurde mit "billig" (=rechtmäßig, angemessen) ursprünglich nur der Preis, nicht die Ware bezeichnet. Als billig die abwertende Bedeutung auch für die Ware bekam ("billiges Parfüm"), mussten neue Wortschöpfungen her wie preiswert, preisgünstig oder eben günstig. Da preiswert nicht unbedingt "billig" heißen muss (die Ware ist zwar recht teuer, aber ihren Preis wert), können diese Begriffe nicht so eindeutig benutzt werden. Deshalb sagte ich ja: Teuren Wein kennt Jeder, "ungünstigen" nicht. Händler haben eben ihren eigenen Jargon, den man nicht immer penibel hinterfragen sollte.

"Ich hoffe, dass meine Ausführungen zur Klärung beitragen konnten" ;-)
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#56
19.5.15, 14:30
Ja, danke, das konnten sie. Und ich brauch nicht mehr zu rätseln. ;-)
#57
19.5.15, 22:26
@Spectator: Du mußt entschuldigen ,aber wo ich das Wort panschen schon gehöhrt habe ,habe ich gleich daran gedacht ,an das Wasser.Aber ,wir haben das Problem aus der Welt geschafft und das ist die Hauptsache,Oder?
Ich wollte dich jedenfalls nicht kränken!
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#58
19.5.15, 22:35
@krillemaus: Da muß ich dir recht geben ,wenn du sagst ,oder wenn es heißt,je älter der Wein ,desto besser im Geschmack,das stimmt nur zum Teil,denn ,wenn Wein alt ist ,kann er auch umschlage in Essig und ist ungenießbar,weil der Zuckergehalt und die Säure im Wein ,den Wein umkippen lassen und daher ist er dann ungenießbar ,so hab ich das jedenfalls verstanden,ich weiß das aber auch nur ,vom höhren sagen und lass mich gern belehren!
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#59
29.6.15, 00:56
Kurz und bündig!
Hab zwar keine Ahnung davon würd aber sagen wenn er Dir schmecktz und du am nächsten Tag kein Affen hast!
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#60
1.7.15, 23:01
@ConnyE: Wir haben selber keine Weinberge mehr ,aber der Wein,kaufe ich mir immer beim
Winzer und der schmeckt,das weiß ich genau .
und morgens ,beim Aufwachen hast du auch kein Karussell im Kopf oder Kopfweh ,wenn du bei einer Sorte von Wein bleibst und nicht zehn Sorten durcheinander trinkst ist alles in Ordnung.
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#61
7.11.15, 22:01
@akswiff: der schmeckt mir auch sehr gut. Haben den Tetrapack auch bei einer Zugreise mit einer Gruppe mitgenommen, war gut auf dem Fensterbrett zu deponieren und das Problem mit den Flaschen war weg :-))
#62
7.11.15, 22:03
@reinigungskraft: Kommt halt darauf an wie der Winzer den Wein ausbaut, habe da auch schon schlechte Erfahrungen gemacht.
#63
8.11.15, 00:12
@MamasSchlamperhannes: Aber hier wo ich herkommen,kenne ich den Winzer samt Betrieb und weiß ,das alles in Ordnung ist.
Nebenbei gesagt ich komme von der Mosel.
Wünsch dir einen schönen Sonntag!

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