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Wer einen Spiegel zerbricht, soll sieben Jahre Pech in der Liebe haben. Die Scherben stehen hier symbolisch für die menschliche Seele, die ebenso zersplittert wie der Spiegel und sieben Jahre braucht, um zu heilen.
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Aberglaube: 3 bekannte Beispiele unter der Lupe #FunFriday

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Wir sind ihm wohl alle schon mal zum Opfer gefallen: Dem Aberglauben. Dieses leicht mulmige Gefühl, wenn einem der Spiegel aus der Hand fällt, eine schwarze Katze über die Straße huscht oder das Kalenderblatt Freitag, den 13. anzeigt. Was verbirgt sich hinter diesen Mythen, die Unglück bringen sollen? 

#1: Zerbrochener Spiegel

Wer einen zerbricht, soll sieben Jahre Pech in der Liebe haben. Woher dieser Aberglaube stammt, lässt sich nicht genau belegen. Fest steht aber, dass in dieser „Geschichte" das Spiegelglas für die Seele der hineinblickenden Person steht. Zersplittert der Spiegel, wird auch die Seele so wie das Glas brechen. Bis sie wieder intakt ist, dauert es sieben Jahre, weshalb der Pechvogel in dieser Zeit kein Glück in der Liebe finden wird.

Spiegel liegen übrigens auch im Fokus von anderen abergläubischen Menschen: In einigen Kulturen ist es gang und gäbe, alle Spiegel im Haus nach dem Tod eines Familienmitglieds von der Wand zu nehmen. So wird die Seele des Verstorbenen nicht im Spiegel gefangen gehalten oder kann sich nicht im Spiegel verstecken und die Hinterbliebenen erschrecken. Es gibt aber auch Scherben, die Glück bringen sollen: Das Geschirr, das am Polterabend zu Ehren des zukünftigen Brautpaars munter auf den Boden geworfen wird. 

#2: Schwarze Katzen

Schwarze Katzen wurden im Mittelalter als Handlanger und Begleiter des Bösen vermutet – und haben es heute schwerer, aus Tierheimen adoptiert zu werden. Die meisten Menschen denken nicht sofort an bevorstehendes Unglück, wenn vor ihnen eine schwarze Katze von links nach rechts über die Straße tapst. Tatsächlich ist wohl der erste Reflex – vor allem bei Katzenliebhabern und Kindern – „ach, wie niedlich!” Im Mittelalter sah das aber noch ganz anders aus: Die Tiere wurden mit schwarzer Magie, Satanismus oder Hexen in Verbindung gebracht und auch als „Weggefährten des Bösen” bezeichnet. Aus diesem Grund wurden die unschuldigen schwarzen Katzen von Abergläubischen gejagt und getötet, was aber tatsächliches Unglück mit sich brachte! Da zu wenig Katzen da waren, um die krankheitsübertragenden Ratten zu jagen und zu töten, konnten sich Krankheiten wie die Pest ungehindert unter den Menschen ausbreiten. 

Doppeltes Unglück droht, wem eine schwarze Katze von links nach rechts über den Weg läuft. Andersrum soll es hingegen sogar Glück bringen. Aber warum macht die Laufrichtung der Katze das Unglück überhaupt noch größer? In manchen Kulturen gilt die rechte Seite als die „gute” oder „reine” Seite, denn mit ihr greift man nach dem Essen, während man mit der linken den Hintern abwischt. Das ist natürlich eine sehr veraltete Einstellung und ein Überbleibsel aus einer Zeit, in der Linkshänder Unterdrückung erfahren haben, einfach nur, weil die Mehrheit der Menschen Rechtshänder waren. 

In asiatischen Ländern und Großbritannien gibt es keinen Aberglauben, der schwarze Katzen als Unglücksbringer abstempelt. Hier werden die Samtpfoten als ein Zeichen für Glück angesehen. Trotzdem haben schwarze Katzen aus Tierheimen es meist schwerer als ihre andersfarbigen Artgenossen, ein neues Heim zu finden.

#3: Freitag, der 13.

Freitag, der 13.: Dieses Jahr hatten wir sogar zwei dieser vermeintlich Unglück bringenden Tage. Tatsächlich geht es auf die Bedeutung der Zahlen 12 und 13 zurück. Im letzten #FunFriday habt ihr schon erfahren, dass es in vielen Flugzeugen keine Sitzreihe mit der Nummer 13 gibt. Aber woher kommt die Angst vor dieser unschuldigen Zahl? Ihr Vorgänger, die 12, steht für Ordnung und findet sich in vielen bedeutenden Bereichen des Lebens wieder: Das Jahr hat zwölf Monate, es gibt zwölf Tierkreis- bzw. Sternzeichen, Jesus hatte zwölf Apostel. Daher gilt die 13 auch als Zeichen für Unordnung, denn sie durchbricht diesen geschlossenen Kreis. Dazu kommt, dass sie auch noch eine Primzahl ist, also ohne Rest nur durch sich selbst und eins teilbar ist.

Da wir jetzt den Ursprung der unheilbringenden 13 geklärt haben, geht es noch um den Freitag. Die abergläubische Angst vor diesem Wochentag stammt aus dem Christentum, denn Jesus Christus wurde an einem Freitag gekreuzigt. Wie aber schon bei den schwarzen Katzen gibt es Kulturkreise und Religionen, die Freitag den, 13. als Glückstag ansehen – das ist sowohl in Japan als auch in einer jüdischen Tradition der Fall. 

Kleiner Fun Fact am Rande: Wer krankhafte Angst vor Freitag, dem 13. hat, leidet unter Paraskavedekatriaphobie

Unglück bringendes Brot und Bananen

Das war es schon mit drei der üblichsten, abergläubischen Mythen. Zum Abschluss habe ich noch zwei etwas kuriose Fakten für euch: Bananen an Bord eines Boots können Unglück bringen. Der Ursprung dessen liegt im 18. Jahrhundert, als Boote schnell von einem Ort an den anderen kommen mussten, um Bananen auszuliefern, damit sie nicht verdarben. Deshalb blieb allerdings wenig Zeit für den Fischfang. Heute befürchten Segler, dass Bananen an Bord die Ausbeute beim Fischfang verringert oder sie auf dem Meer verloren gehen könnten. 

Brot kann übrigens auch Unglück bringen! Wer einen Laib aufschneidet und große Luftlöcher im Teig entdeckt, wird dem Volksglauben nach schon bald einen Bekannten verlieren. 

Ich persönlich muss sagen, dass der Aberglaube mich ein ganz klein wenig im Griff hat: Ich bin am 12. Februar geboren, also an einem 12.02., und finde dieses Geburtsdatum wunderbar vollkommen. Die Zahl 13 hingegen finde ich, aus unerklärlichen Gründen, sehr unangenehm – vielleicht liegt das aber tatsächlich daran, dass sie eine Primzahl ist und mich an den verhassten Mathematik-Unterricht erinnert. 

Wie sieht es bei dir aus? Bist du abergläubisch?

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