Schon nach ca. 12 Tagen zeigten sich ganz kleine grüne Spitzen. Nach drei Wochen sind die Tomaten-Stecklinge zum Pikieren bereit.
5

Anzucht von Tomaten-Stecklingen

10×
Jetzt bewerten:
5 von 5 Sternen auf der Grundlage von

In diesem Jahr habe ich einmal versucht, selbst Tomaten-Stecklinge zu ziehen. Dafür habe ich einen Beutel fertige Anzuchterde genommen, die einfach nur mit 3 Liter Wasser begossen wird, das ergibt dann etwa 10 Liter Erde.

In einen Blumentopf mit dieser Anzuchterde habe ich Anfang Mai zwei dünne Scheiben einer Mini-Rispentomate gelegt, diese leicht mit Erde bedeckt und reichlich angegossen. Darüber habe ich eine Folie gespannt (Gewächshauseffekt!), den Topf zunächst aufs Fensterbrett gestellt und nach Bedarf jeden bzw. jeden zweiten Tag etwas gegossen. 

Schon nach ca. 12 Tagen zeigten sich ganz kleine grüne Spitzen. Als sie etwas größer waren, habe ich dann die Folie entfernt und den Topf an einen sonnigen Platz ins Freie gestellt. Jeden Tag habe ich die kleinen Pflänzchen gegossen und nun nach drei Wochen sind tatsächlich mehrere kleine Tomaten-Stecklinge daraus geworden, die nun demnächst pikiert werden können.

Ich bin gespannt, ob ich wirklich ein paar Mini-Rispentomaten ernten werde. Wenn es so weit ist, werde ich dann davon berichten.

Von
Eingestellt am
Du kennst auch Haushaltstipps und Rezepte?
Jetzt auf Frag Mutti veröffentlichen

15 Kommentare


3
#1
31.5.18, 22:41
Guter Tipp. Ich habe gehört dass man sogar Tomaten selbst ziehen kann aus den Kernen die sich im Inneren einer Tomate befinden. Die steckt man einfach in einen Topf mit Blumenerde und gießt sie auch alle 1-2 Tage.
13
#2
31.5.18, 23:27
Also ein Steckling ist was anderes, nämlich ein kleiner Teil einer Pflanze, aus dem eine neue Pflanze entsteht, wenn man ihn abschneidet und in die Erde pflanzt. Was du hier beschreibst, ist eine Vermehrung aus Samen. 
Da muss man allerdings auch beachten, dass die meisten Tomaten, die man so üblicherweise kauft, Hybriden oder F1 Hybriden sind. Tomaten, die man aus deren Samen zieht, sind nicht identisch zu den Tomaten, aus denen man sie gewonnen hat, können ganz anders aussehen und schmecken, auch ganz andere Größen haben. Googelt mal „samenfest“.
2
#3
1.6.18, 13:43
Hallo Backfee normal solltest du früher anfangen mit dem säen, ich fang schon im März drinnen an zu säen, in kleinen Töpfchen, auch mit Ansaaterde jeweils ein Korn pro Töpfchen. 
2
#4
2.6.18, 07:50
@Orgafrau, im Grunde hat backfee44 genau das gemacht, da sie Tomatenscheiben in die Erde gelegt hat, anstatt getrocknete Samen zu säen und aus den “Körnchen/Kernchen“ in den Tomatenscheiben, neue Pflänzchen wachsen. die sie vereinzeln (pikieren) kann.
#5
2.6.18, 08:23
@sofie1945: ich habe erst Mitte Mai in meinen Hochbeeten verschiedene Gemüsesamen ausgesät und kann sie schon in Kürze pikieren. Ich gebe zu, daß ich selber erstaunt war, wie schnell die Samen aufgehen☺. Nur die Karotten brauchen sehr lange, bis man mal ein bisschen Grünes sehen kann. Für die nächsten “Ladung“ ziehe ich sie in Pflanzschälchen, die man unbedenklich miteinpflanzen kann.
 Einzig Eichblattsalat und Kohlrabi habe ich schon vorgezogen gekauft und in's Beet gesetzt.
#6
2.6.18, 08:50
@Alicia54: Stimmt, du hast Recht.
3
#7
2.6.18, 12:28
Es macht zwar etwas Arbeit und man braucht den passenden Platz, aber  es ist immer wieder ein Erlebnis, wenn man von selbstgezogenen Pflanzen dann ernten kann. Diese Methode wende ich jedes Jahr an. Meist sät man ja zu viel an. Diese Pflänzchen werden an andere weitergegeben oder getauscht. Habe heuer auch versucht einen sogenannten Geiztrieb*  anzusetzen. Auch der hat angefangen zu wachsen. Mal sehen was daraus wird. Eine Blüte hat er schon. 
*Austriebe, die zwischen den Blattachseln hervorkommen, die man in der Regel wegnimmt, damit die Pflanzen Kraft für die Früchte bekommen. Das ist dann der sogenannte Steckling.   
2
#8 CaterineM
2.6.18, 13:47
@Kamilla: beim ausgeizen passiert es ja auch schon mal, daß einem ein Zweig, oder die Spitze der Pflanze abbricht, die kann man dann auch problemlos im Wasser wurzeln lassen und pflanzen.
Ich was letztes Jahr erst etwas spät dran mit den Tomaten und eine Freundin hat mir ein paar Äste gegeben. 
Die wurzeln schnell und ich hatte einen guten Ertrag.
4
#9
3.6.18, 19:14
Aus meinem vor einigen Wochen umgesetzten Kompost, der sich im Laufe der letzten 12 Monate angesammelt hat, wachsen z.Z. "von selbst" jede Menge Tomatenpflänzchen, einige schon gut 20 cm hoch. Da hätte ich gar keine neuen Pflanzen zu kaufen brauchen...
Ich lasse einige einfach mal dort weiterwachsen und warte ab, ob und welche Tomaten daran wachsen werden.
#10
3.6.18, 22:30
Tomatenpflanzen sind immer wieder spannend! Ich wünsche allen viel Spaß und eine gute Ernte!
1
#11
3.6.18, 23:26
@sofie1945: #3 : Du hast Recht, aber es war ja nur ein Versuch von mir und ich wusste auch noch nicht, ob es wirklich funktionieren würde. Im nächsten Jahr werde ich schon früher damit anfangen.
Übrigens klappt es auch nicht bei jeder Tomate, denn ich hatte es mit mehreren versucht, aber nur bei dieser einen hatte ich Erfolg! 
5
#12
4.6.18, 09:53
@anemone: 
Da kommt mir gleich ein gutes Sprichwort in den Sinn:
"Ein Optimist sieht selbst am Mist, was Schönes drauf gewachsen ist." 😊

Ansonsten danke für den sehr aufschlussreichen Tipp.
1
#13
15.6.18, 13:41
Wenn ihr Pflanzen vorziehen wollt , könnt Ihr sehr gut die Mulden von Eierpappen nehmen . Diese dann mit den Pflanzen einfach mit in die Erde geben , Sie verrotten auch problemlos .
#14
15.6.18, 22:47
Hallo, Tomatenaus Ablegern zu ziehen, kannte ich noch nicht. Normalerweise nehme ich die Samen. Ich lasse sie 2-3 Tage in Fruchtfleisch lassen. Dann kommen sie nach dem Trocknen für 2-3 Tagein den Tiefkühler, um den Winter zu simulieren. So sind sie sehr treibfreudig.
#15
20.6.18, 01:18
Also ich ziehe schon seit ewiger Zeit meine Tomaten selbst. . Stichtag ist Anfang März. Früher Gesäte werden zu groß (wegen Platzmangel, die Blätter sollten sich nicht berrühren) bis nach den Eisheiligen, später Gesäte oder aus den Geizen gezogene werden nicht mehr reif. Der Aufwand lohnt sich dann nicht. Es sei denn, man hat ein beheiztes Gewächshaus oder viel Platz im Haus, wo sie dann (zueinander mit Abstand) stehen können bis man sie gefahrlos ins Freie bringen kann. Meistens kommt im August der große Regen, dann ist die Gefahr der Braunfäule und alle Arbeit war umsonst. Meine Tomaten stehen unter einem Balkon in Töpfen . Regenwasser kommt nicht dran. Später stelle ich sie in meinen unbeheizten Wintergarten, da überlebten sie schon bis Weihnachten. Letztes Jahr habe ich auch die Selbstaufgegangenen in Töpfe gepflanzt, aber es waren nicht die Sorten, die ich wollte. Es hat sich nichte gelohnt.

Tipp kommentieren

Emojis einfügen